Welche Papiere gibt es beim Australian Shepherd

Australian Shepherds, die in Deutschland geboren worden, haben entweder FCI/VDH/CASD oder/und ASCA Papiere.
Züchter, die für ihre Welpen weder FCI/VDH/CASD noch ASCA Papiere vorweisen können, sollten gemieden werden. Die Herkunft dieser Hunde ist entweder zweifelhaft oder die Hunde haben von ihren ursprünglichen Vereinen (CASD oder ASCA) aus ein Zuchtverbot erhalten und würde daher dort keine Papiere bei weiterzucht erhalten.

Klartext: Was sind IHV, UCI oder EKU Papiere beim Australian Shepherd?

Sehr oft erhalten wir die Frage, welche Papiere für einen Aussie die richtigen sind und was verschiedene andere Vereine für eine Rolle für den Aussie spielen. Darunter allgemeine Vereine wie EKU, IHV, UCI, VRZ oder DRC (Soltau), aber es gibt noch weit mehr ähnliche Vereine. Keiner dieser Vereine ist dem FCI angeschlossen. Diese Vereine stellen aber dennoch Papiere (d.h. Ahnentafeln) für Hunde aus. Grundsätzlich kann jeder einen Verein gründen und Papiere ausstellen, dies ist nicht reglementiert. Dementsprechend ist es für Neulinge der Rasse manchmal schwierig zu durchschauen, welche Papiere ein Aussie haben sollte. Papiere aus diesen Vereinen spielen beim Australian Shepherd keine Rolle und sind kein garant für Reinrassigkeit. Deutlich gesagt: diese Papiere sind beim Aussie wertlos.

Es macht kaum einen Unterschied, ob dieses Papier vorhanden ist oder der Hund gar keine Papiere hat, denn an diese Papiere kommt jeder, der sie möchte. Oftmals wird das züchten in solchen Vereinen nur dazu genutzt um seine Welpen „mit Papieren“ anbieten zukönnen oder zumindest eine Vereinsmitgliedschaft vorweisen zu können – das klingt im Verkauf natürlich deutlich besser und soll auf unwissende Käufer einen seriösen Eindruck machen.

Welche Papiere sollte ein Australian Shepherd haben?

Papiere, die beim Australian Shepherd wirklich zählen sind FCI (in Deutschland VDH/CASD, in der Schweiz SKG und in Österreich ÖKV) und ASCA (Registrierungsstelle mit Sitz  in Amerika) Papiere, sowie AKC (Hunde, die in Amerika geboren worden) Papiere. Hier eine Übersicht über die Vereine. Ein Hund von einem seriösen Züchter sollte unbedingt Papiere von einem dieser Vereine haben. Natürlich bedeutet es andersherum nicht, dass alle die Züchter mit diesen Papieren automatisch auch seriös sind. Aber nur mit diesem Papieren ist eine seriöse Zucht überhaupt erst möglich.

Und noch ein Hinweis:

Es gnügt nicht, wenn nur die Elterntiere über diese Papiere verfügen. Auch die Welpen müssen diese Papiere erhalten. Denn es ist durchaus möglich, dass jemand Aussies mit diesen Papieren verpaart, jedoch die Elterntiere aus diversen Gründen Not-For-Breeding sind, d.h. durch ihre Vereine von der Zucht ausgeschlossen. Die Welpen erhalten dann keine Papiere. Der Zuchtausschluss hat meist einen Grund und diese Leute handeln dagegen.

 

FAQ

Was sind eigentlich ‚Papiere‘ beim Hund?

Der gebräuchliche Begriff ‚Papiere‘ bezeichnet die Ahnentafel, also den Stammbaum des Hundes. Dies ist ein offizielles Dokument mit Logo, Stempel und Unterschrift und kein selbst ausgedrucktes Stück Papier. Der Impfpass ist damit nicht gemeint.

Kann ich mich bei einem Welpen entscheiden ob ich ihn mit oder ohne Papiere will?

Nein, solche Angebote sind generell unseriös und deuten daraufhin, dass die Welpen sowieso nie Papiere erhalten hätten. Gelockt wird mit einem deutlich günstigeren Preis – dieses Angebot macht noch viel weniger Sinn, denn der Preis im seriösen Verein für das Papier selbst ist oft nicht teurer als 20-50 Euro.

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