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Thema: 3-er Rudel - Aussie muss weg? :-(

  1. #1
    Neuer Benutzer Avatar von hundemama
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    3-er Rudel - Aussie muss weg? :-(

    Hallo,

    ich habe drei Hunde: Einen Tierschutzhund namens Nori (Dackel-Yorkie-Mix), eine Zwergpudel-Hündin namens Püppi / Jeanny und eine Aussie-Hündin namens Maja.
    Diese Konstellation war so nicht geplant, das möchte ich vorweg sagen, es hat sich einfach so ergeben!
    Püppi war zuerst da, dann kam Nori und dann starb unsere damalige Aussie-Hündin und mein Ex-Mann wollte unbedingt wieder einen ähnlichen Aussie haben... so kam Maja zu uns!
    Folgendes Problem: Maja hat Püppi schon zum dritten Mal fast totgebissen, sie mobbt auch Nori ohne Ende (immer wieder Bisse ins Genick, die zum Glück bisher harmlos waren, bzw. ohne Verletzung).
    Maja war von Welpe an an anderen Hunden nicht interessiert, das war schon in der Welpenschule so, klebte mir ununterbrochen am Bein und spielte nicht mit den anderen.
    Wenn uns ein anderer Welpe zu nahe kam knurrte sie, was mir schon da nicht gefallen hat.
    Ich habe erfolgreich mit Maja die Begleithundeprüfung abgelegt und mit ihr Agility gemacht im Verein, aber auch auf dem Hundeplatz gab es immer wieder Probleme mit anderen Hunden.
    Aus zeitlichen und finanziellen Gründen habe ich mit dem Hundesport aufgehört. Ich laste Maja meiner Meinung nach gut aus (Clickertraining, Such- und Futterspiele, usw.),
    trotzdem kann sie einfach nicht abschalten und möchte wirklich ununterbrochen, dass wir (mein Freund und ich) mit ihr spielen.
    Sie ist extrem futterneidisch und verteidigt ihr Spielzeug bis aufs Blut.
    Ich habe mal gelesen, dass man Aussies (die ballverrückt sind) stoppen muss und das einstellen sollte, das ist aber das Einzige, wo sie einigermaßen wenigstens für eine Stunde danach Ruhe gibt!
    Unsere Tierärztin rät uns, Maja wegzugeben, weil sie unsere andere Hündin nun schon zum dritten Mal fast totgebissen hat (wir kennen die Ursache nicht, waren in verschiedenen Zimmern).
    Es bricht mir das Herz und ich bin hin- und hergerissen. Ich kenne Maja in und auswendig, hab sie von Welpe an großgezogen und sie ist top ausgebildet, was habe ich falsch gemacht???
    Ich bin seit Tagen nur noch am Heulen, natürlich habe ich aber auch Angst, dass sie unsere Püppi irgendwann wirklich tödlich verletzt!
    Kann mir jemand einen Rat geben?
    Einen Hundetrainer können wir uns zur Zeit finanziell nicht leisten, ich habe selbst jahrelang Hunde trainiert und Tierpsychologie studiert, ich habe auch noch einige Ideen, aber ich würde gerne
    von euch mal hören, was ihr dazu meint oder uns Tipps geben könnt!
    Bitte greift mich nicht an, ich liebe alle meine Tiere (wir haben auch noch eine Katze und ein Pferd) und für alle meine Tiere würde ich durchs Feuer gehen!!!
    Vielleicht hat jemand hier auch ähnliche Probleme mit seinem Rudel?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Aussiewolf
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    Tut mir leid, aber da wird Dir niemand via eines Forum helfen können und auch vergleiche mit ähnlichen Problemen bei anderen, helfen da nicht weiter, da die Ursache bei Euch vollkommen woanders liegen kann. Erst mal muss gründlich die jetztige Lebenssituation analysiert werden u. dann nach den
    Auslösern/Ursache geforscht, aus welchen Kontext heraus es zu den Beissereien kommt.

    Wenn Du jahrelang Hunde trainert müßtest Du das eigentlich wissen, wieviele Faktoren da letztlich hineinspielen können u. auch das Verhalten von Dir u. deinem Mann gegenüber den (einzelnen) Hunden kann eine maßgebliche Rolle spielen, genauso wie zu wenig (körperliche u. geistige!) Auslastung (was genau Du mit ihr/ihnen machst geht ja nicht aus Deinem Beitrag hervor, auch nicht, wie sich die Hunde z.B. außerhalb des Hauses untereinander verhalten usw. Ein schlicht unpassende Rudelkomposition, Zeitmangel, Stress, Ressourcenverteidigung, räumliche Enge uvm.
    Die Agression kann letztlich sogar nicht mal von der Aussiehündin ausgehen, sondern von den anderen beiden.

    Wenn Du Dir z.Zt. keine professionelle Hilfe leisten kannst, von einem Trainer, der sich auf Hunde-/Rudelverhalten spezialisiert hat, bleibt Dir nur das eine strikte räumliche Trennung, Gewöhnung an einen Maulkorb um Beissvorfälle zu verhindern (wobei auch das kontraproduktiv sein kann, wenn Maja gar nicht die Ursache ist u. nur reagiert, aber nicht agiert) oder die Abgabe des Hundes.
    So wie es aussieht, hat Dein Hund von Anfang an nie Ruhe gelernt u. genau dieses Ballspielen ist da absolut u. völlig kontraproduktiv! Und wenn der Hund keine Ruhe gibt u. stattdessen für sein Verhalten noch immer Bestätigung findet, schraubt sich da eine weitere Spirale hoch. Auch hier weise ich noch mal auf Deine angebliche Erfahrung, die ich hier nicht erkennen mag.

    Für mich liest es sich, das hier noch einige Dinge gibt, die anders gemanaget werden müssen. Aber via eines Forums, wirst Du das oder die Problem(e) auf keinen Fall lösen können.

  3. #3
    Neuer Benutzer Avatar von hundemama
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    War mir fast klar, dass sowas kommt.... sorry, war nur ein Versuch, mit jemandem zu reden, der mich verstehen kann!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von -Gundi-
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    Ich schließe mich Julia an....Tipps sind über ein Forum nicht möglich, in eurem Fall vlt sogar gefährlich.

    Unterhalten kann man sich gern darüber.

    Deshalb möchte ich dich fragen: war es von Anfang an so oder hat es sich entwickelt?
    Wie alt sind die Hunde?
    Kommen die Attacken bei Maja aus "heiterem Himmel"?
    Ist sie untersucht und gesund?

    Du siehst, da fehlen noch ganz viele Infos, damit wir uns halbwegs ein Bild machen können.

    Für mich liest es sich so, als wäre Maja eure kleine Prinzessin und ihr geht auf ihre Forderungen viel zu oft ein?

    Top ausgebildet im Sport oder ähnlichem, heisst nicht gleich auch gut erzogen. Was nicht heißen soll, dass ihr es nicht gemacht habt.
    Irgendwas ist schief gelaufen. Nur was genau, kann dir hier wohl niemand beantworten.

    Aber ganz ehrlich: bevor es zu echten Ernstkämpfen kommt und einem Hund noch irgenwas passiert, ist es die beste Lösung, sich von ihr zu trennen, auch wenn es noch so schwer ist.
    Vorher würde ich aber echt abchecken lassen, ob bei ihr alle in Ordnung ist.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von banane
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    In solch einem ernsten Zustand finde ich es ebenfalls unverantwortlich irgendwelche Ratschläge über ein Forum zu geben. Wir kennen euch, eure Situation und die Hunde nicht. Es kann ja sein, dass du die Situation falsch interpretierst und damit falsch schilderst. Da hilft wirklich nur ein Experte vor Ort, der sich das Zusammenspiel aller beteiligten ansieht.

    Trotzdem möchte ich dir raten einen Maulkorb zu benutzen, damit es nicht zu weiteren Verletzungen kommen kann. Zusätzlich - immerhin kann sich Maja dann auch nicht verteidigen - wer weiß was los ist - würde ich sie auch trennen.

    Zudem hört es sich wirklich so an, als sei Maja etwas "drüber". D.h, dass es so klingt als hätte sie zu viel Action und zu wenig Ruhe. Bei Milo ist es so, dass er wenn er sehr müde ist (zu wenig Ruhe an Turnierwochenenden mit Zelten z.B.) auch dazu neigt mal auszurasten empfindlicher zu reagieren.
    Aber: Das sind Mutmaßungen und Spekulationen. Es geht aber gerade darum, dass dein Hund die anderen ernsthaft gefährdet - aus welchen Gründen auch immer. Darum gilt jetzt in erster Linie dafür zu sorgen, dass niemand zu Schaden kommt. Ich würde da in diesem Fall auch nicht großartig rumprobieren, sondern irgendwie gucken, dass ich Hilfe bekomme oder eben schweren Herzens den Hund abgeben.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von piaaischa
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    Ich möchte dir darauf antworten und meine Erfahrungen mal beschreiben. Ich habe 5 Hunde in meinem Rudel. 17 Jahre,10Jahre, 6 Jahre, 3 jahre und 14 Wochen. Eigentlich habe ich ein wirklich tolles
    Rudel aber auch hier gibt es einen ich nenn es mal Problemfall. phoebie ist meine 6 Jährige Aussie Hündin
    und der absolute Klebehund bei mir. Zum einen war sie wirklich ein
    schwieriger Welpe. Sie war wahnsinnig schnell überdreht, sehr aufbrausend
    und schlecht zur Ruhe zu kriegen. Von Anfang an habe ich mit der Box
    gearbeitet ansonsten war Ruhe in der Wohnung bei ihr nicht möglich das 1 Jahr. Auch heute noch muss ich
    aufpassen, dass sie nicht überdreht aber mit wahnsinnig viel Ruhe üben
    ist sie wirklich entspannt geworden. Würde ich da aber nach lassen drauf zu achten,
    wäre sie ganz schnell wieder im alten Muster.
    Die ersten 2 Jahre war sie Hunden gegenüber außer ruppiges Spiel eher unauffällig. Dann kam
    es dazu, dass sie 3 mal gebissen wurde und ich sicherlich wichtige Signale übersehen habe.
    Seit dem sieht das Ganze wie folgt aus. Wird sie von einem meiner Hünndinnen angeknurrt oder kriegt die
    die Zähne gezeigt geht sie drauf. Ganz ohne Vorwarnung oder Möglichkeiten
    sie aus der Situation raus zu kriegen. Jault ein Hund auf, weil ich wem zB ausversehen auf die Pfote trete hat sie im Kopf
    ich muss töten. Ganz egal, wo sie Grade ist sie kommt an und ist völlig im Wahn.
    Ja das klingt jetzt sehr unschön und natürlich ist das auch nicht einfach aber machbar.
    Für mich kommt es absolut nicht in Frage sie abzugeben wir haben uns arrangiert.
    Phoebie kann ganz toll spielen mit meinen Hunden wird sie zu grob habe ich eine Kette in der
    Hand und klimper damit. Damit hole ich sie aus zu wüstem
    Spiel raus und bringe sie zur Ruhe. Zu Hause also drinnen ist spielen für alle Tabu
    Ausser der jüngste mit mir oder phoebie alleine

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von piaaischa
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    Sind meine Hunde alleine zu hause ist Phoebie zusammen mit Bolle dem tut sie nix.
    Nachts sind alle da, wo ich auch bin sie wissen, wo ihre Plätze sind.
    Ja es ist viel Arbeit und auch ich habe ab und an Situation, wo ich unsicher bin und da sie das sofort merkt trägt sie dann auch mal einen Mauli. Wir leben mittlerweile dennoch wieder total entspannt zusammen auch wenn
    ich quasi immer ein Auge drauf haben muss. Phoebie braucht mich eben in einigen Situationen mehr als die anderen zum Beispiel Hilfe beim Ruhe finden.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von sharuki
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    ich denke durchaus auch, dass sich das ein guter Trainer vor Ort anschaun sollte. Nichts desto trotz würde ich aus Sicherheitsgründen dem Aussie einen Maulkorb aufsetzen, wenn er schon mehrmals zum Ernst übergegangen ist. Natürlich kann es sein, dass der Zwergpudel den Stress auslöst und sie reagiert, aber der Zwerg richtet sicher weniger Schaden am Aussie an als umgekehrt.
    Ich denke sie ist ein kleiner Kontrollfreak, wie Du ja schreibst, sie knurrt wenn Dir einer zu nahe kommt. Das wird bei mir z.B. nicht geduldet. Ich habe selbst vier Hunde, keiner darf hier etwas verteidigen, kein Futter, kein Liegeplatz, kein Spielzeug.
    Wenn sie Spielzeug verteidigt, gut, dann gibts nichts mehr was rumliegen kann.. Gefüttert wird getrennt, nach dem Fressen werden die Näpfe weggeräumt.
    Außerdem denke ich dass sie lernen muss, dass sich die Welt nicht um sie dreht. Du schreibst, sie nörgelt solang an euch rum, bis ihr spielt. Da sehe ich ein weiteres Problem, nämlich, sie entscheidet was wann bei Euch passiert... das würde ich abstellen. Gestreichelt und beschäftigt wird wann Du es wills, nicht wenn sie der Meinung ist, sie ist jetzt dran.
    Alles in allem kann ich mir auch vorstellen dass Du zuviel machst, wenn sie schlecht zur Ruhe kommt.
    Meine Hunde machen auch Hundesport, wir machen Agi und Flyball. Im Winter machen wir nur alle 2 Wochen Flyball, kein Agi und die Hunde liegen hier entspannt rum. Sie haben gelernt dass auch Ruhe hier herscht...
    Aber wie gesagt, schau dass Dir jemand zur Seite steht, der das vielleicht auch objektiver als Du beurteilen kann. Ich bin selbst Hundetrainer, aber manchmal fehlt einem der Blick aufs Wesentliche, weil man die Hunde zu gut kennt.

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