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Abrufen, aber wie?

Dabei
17 Apr 2012
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#1
Also meine Frage ist eigentlich, wie habt ihr euren Hunden beigebracht immer zu euch zu kommen, also selbst wenn er gerade am spielen ist oder was super leckeres zu essen entdeckt hat?
Meine hört schon super auf ihren Namen, kommt auch meistens.. schaut vorher aber immer ziemlich blöd.
Und am Hundeplatz wenn sie gerade mal langsam läuft und ihren Blick auch bei mir hat und ich sie genau in DIESEM Moment rufe, schaut sie noch ca. eine Sekunde her und rennt dann weg zu den anderen Hunden, so schnell es halt geht..
Kann es sein das sie mich veräppeln will? :D
Und Arbeit mit Leckerli's kommt für mich nicht so wirklich in Frage.

Gruß
Sarah mit Holly
 

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Dabei
4 Mrz 2012
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#2
Wenn du nicht mit Leckerlis arbeitest, arbeitest du dann mit Spieli stattdessen? Oder welche Motivation gibst du dem Hund, zu dir zu kommen? :)
 
Dabei
17 Apr 2012
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#3
Spielzeug und Lob durch Stimme und Körpersprache :)
Nicht falsch verstehen, aber ich möchte eben das der Hund wegen MIR zu mir kommt und nicht wegen was zum Essen.. soll mich ja bewundern und respektieren und nicht das Essen, was ich bei mir trage :)
 
Dabei
17 Apr 2012
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#5
Hab das aber bei einer bekannten mal gesehen mit den Leckerlis..
Hund kommt nur dann, wenn er wirklich sieht, dass sie was in der Hand hat.. wenn nicht dann halt nicht.
Ab und an mal was bekommen, vielleicht so einmal am Tag fürs herkommen.. okay.. aber möchte nicht das sie dann zu sehr an Leckerlis fixiert ist und immer drauf wartet, dass es was gibt..
Weiß nicht, wie ich das am besten beschreiben oder erklären soll.. :D
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#6
Na, so selbstverständlich ist das nicht, ich kenne auch genügend Hunde denen musste man das Spielen erstmal beibringen und schmackhaft machen :)

Also allgemein machst du es dir natürlich ziemlich schwer mit dieser Erziehungsmethode. Ich finde nicht, dass es eine falsche Methode ist, aber du musst dir klarmachen dass der Hund im Zweifelsfall einfach nur abwägt, ob nun der Pferdemist da hinten besser ist als dein Lob durch Körpersprache/Stimme und ggf. Spieli. Und wenn dein Hund nicht absolut heiß auf Spielis ist wird das glaube ich ziemlich schwer...
denn wenn wir mal das Beispiel weiterverfolgen: Entweder kommt dein Hund also zu dir, weil du ihm (mal ohne Spieli gerechnet) Lob gibst. Das würde heißen, dass du ihn ansonsten tagsüber kaum beachtest, denn ansonsten hätte ein einfaches Lob (Streicheln, Stimme) schon nicht mehr dieses "besondere", weil er dieses Lob am Tage ja auch für nichts bekommt (kuscheln auf der Couch, streicheln zum Zeitvertreib, etc.).
Oder er kommt aus Angst vor einer Strafe, was ich persönlich in dieser Situation nicht für angebracht halte. In diesem Fall müsste aber die Strafe schlimmer sein als der selbstbelohnende Effekt, den der Hund beim Aufnehmen von Pferdeäpfeln bekommt.

Das grundsätzliche Problem also ist: Entweder, du bist interessanter als was-auch-immer der Hund da gerade interessant findet, oder du bist furchteinflößend genug, dass er das Interessante links liegen lässt, weil er weiß, dass das sonst Strafe nach sich zieht.

Gerade wenn der Hund im Freilauf ist ist es aber sehr schwer, den Hund treffend für so etwas zu bestrafen.

Nicht falsch verstehen, aber ich möchte eben das der Hund wegen MIR zu mir kommt und nicht wegen was zum Essen.. soll mich ja bewundern und respektieren und nicht das Essen, was ich bei mir trage
Ich glaube, du beziehst dich hier auf hundepsychologische Ansätze bzw. Rudelverhalten, oder?
Da musst du nun sehen: Einen hündischen Rudelführer kümmert es nicht, was sein Rudelmitglied da nun in 100 m Entfernung gerade macht, oder ob es zu anderen Hunden rennt. Dem Alphatier ist es lediglich wichtig, dass das rangniedere Tier bspw. vom Futter weicht, wenn Alpha-Tier fressen will, oder dass das rangniedere Tier Abstand nimmt, insofern der Rudelführer das will.
Das heißt also, du müsstest (ich führe mal das Beispiel fort) die Pferdeäpfel also selbst haben wollen und deswegen das andere Rudelmitglied verscheuchen. Aber selbst in einem Wolfsrudel würde das rangniedere Tier sich noch den letzten Happen mitnehmen, den es da gerade im Maul hatte, das ist ganz normal, und da würde der Boss auch nicht hinterherschnappen, schließlich hat er ja den größeren Teil für sich übrig...

Also kurz, ich finde die Herangehensweise einfach ein bisschen unlogisch ;)
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#7
Hab das aber bei einer bekannten mal gesehen mit den Leckerlis..
Hund kommt nur dann, wenn er wirklich sieht, dass sie was in der Hand hat.. wenn nicht dann halt nicht.
Ab und an mal was bekommen, vielleicht so einmal am Tag fürs herkommen.. okay.. aber möchte nicht das sie dann zu sehr an Leckerlis fixiert ist und immer drauf wartet, dass es was gibt..
Weiß nicht, wie ich das am besten beschreiben oder erklären soll.. :D
Okay, das ist aber auf einen anderen Fehler zurückzuführen. Dieses Austesten zeigt ein Hund dann, wenn er mit Leckerlis GELOCKT wurde.
Sprich, Frauchen ruft den Hund, der zögert, Frauchen zieht Leckerli raus und schwupps weiß der Hund: Kommen lohnt sich, wenn ich meine Belohnung sehen kann. Deswegen sollte man auch erst Rufen, dann Hund kommen lassen und DANN belohnen wenn der Hund da ist. Die Erstbelohnung kann man dann ja schonmal per Knuddeln und Party geben und währenddessen Leckerchen rausziehen, damit der Hund weiß: Es lohnt sich, auch wenn ich Leckerlis nicht direkt sehe, denn Frauchen hat IMMER welche dabei, die sie aus ihrer Tasche zaubern kann ;)
 
Dabei
17 Apr 2012
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#8
Ja dann werde ich wohl doch auf die Leckerli Methode zurück greifen :D
Und nein um Gottes Willen, ich will sie nicht bestrafen und ängstlich machen und so weiter.. wäre ja noch schöner wenn ich einen Hund hätte, der Angst vor mir hat.
ABER dann werde ich es so machen: Mal nur Party machen. Das nächste Mal dann mit schmackhafter Belohnung :)
Weil mag es überhaupt nicht, wenn Hunde nur auf Leckerlis fixiert sind..
Begleithundeprüfung beispielsweise dürfte ich ja auch nicht mit Leckerli oder Sonstiges machen.. und wenn ich dann einen Hund habe, der nur dann was macht, wenn er weiß: Aha.. die hat ja was! .. Dann bringt es nichts, weil da hab ich ja auch nur mich selbst :D
Hoffe du verstehst, was ich meine.. und ja hat schon was mit dem Rudelverhalten zu tun was ich meine.. nur nicht so extrem.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#9
du bist interessanter als was-auch-immer der Hund da gerade interessant findet
Und genau das ist der Punkt. Was ist denn, wenn das Leckerchen in diesem Moment nicht gut genug, das Spieli nicht interessant genug, sondern die Pferdeäpfel deutlich mehr Reiz für den Hund haben? Was dann? Ein anderes Leckerli, was ganz hochwertiges, vlt Leber.....aber was kommt danach, wenn die auch nicht mehr zieht?

Schau mal, ob es in deiner Nähe einen Canis-Absolventen gibt....denn hier heisst es: Persönlichkeit statt Leckerli......und das funzt, ganz ohne Meideverhalten oder "Angst".
http://www.canis-kynos.de/studium-canis-absolventen.html?land=Bayern
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#10
Und genau das ist der Punkt. Was ist denn, wenn das Leckerchen in diesem Moment nicht gut genug, das Spieli nicht interessant genug, sondern die Pferdeäpfel deutlich mehr Reiz für den Hund haben? Was dann? Ein anderes Leckerli, was ganz hochwertiges, vlt Leber.....aber was kommt danach, wenn die auch nicht mehr zieht?
Ich hab dann immer Verstecke gespielt, das fand er damals gaaaar nicht lustig :D Das heißt, er zum anderen Hund hin (das war unsere Baustelle), ich hab ihn ein, zweimal gerufen, kam er nicht war ich dann halt verschwunden, als er endlich genug hatte... aber das geht natürlich nur, wenn keine Straße in der Nähe ist.

Aber klaro, das stimmt schon mit dem Leckerchen, solche Hunde gibt's ja auch... in dem Fall wüsste ich auch nicht weiter :O
 
Dabei
21 Feb 2011
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#11
Der Rückruf aus solchen Situationen heraus, wie zb spielen mit anderen Hunden, kommen, obwohl die Katze einem grad den Mittelfinger zeigt.....DAS ist Erziehung und keine Dressur.
Und habe ich zb einen jagdlich sehr begeisterten Hund wird er auf Lecker oder Spieli pfeifen, wenn der Hase vorbeirennt. Und genau das ist die Kunst.....dass der Hund in solchen Situationen kommt.

Das Problem mit Lecker und Co ist immer, dass der Hund die Wahl hat.....er kann kommen, weil er das Lecker will.....er kann es aber auch lassen.
Wenn ich will, dass er zuverlässig, auch aus brenzligen Situationen zu mir kommt, dann muss er mich als Persönlichkeit anerkennen.....die vielbesagte Bindung zu mir haben. Und die bekomme ich nicht über Leckerlis.
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#12
Also ich kann schon verstehen, was Gundi meint, und ich finde auch, damit hat sie recht.
Ich persönlich belohne deswegen halt immer unterschiedlich, mal mit einmal durchknuddeln und "Hand-Spiel", mal mit Spieli, mal mit Futter (und da mal eher langweiliges Platinum, das es auch so zu Fressen gibt, und mal Wiener Würstchen). Ich will auch nicht, dass der Hund nur wegen Futter kommt, deswegen mische ich das alles gerne durch. Und deswegen finde ich persönlich es auch wichtig, gerade mit dem Welpen unter Ablenkung zu spielen, damit er kapiert, dass es auch bei mir riiieeesig Spaß machen kann, auch wenn da jetzt andere Hunde rumhüpfen.
Ich weiß nun aber auch nicht, ob Maggy - wenn sie ein jagdbegeisterter Hund wäre - dann deswegen lieber zu mir kommen würde. Das Durchmischen ist halt mein Ansatz, an die Sache ranzugehen...

Aber mal sehen, noch ist alles einfach, in einem halben Jahr werde ich euch wahrscheinlich die Ohren vollheulen... :D
 
Dabei
21 Feb 2011
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#13
Nicht falsch verstehen....ich habe nichts gegen Leckerlis....ich benutze sie auch....warum nicht.....aber, wenn ein Hund die ganzen Kommandos, wie Sitz, Platz, Hier usw ausführt, weil er ein Lecker dafür bekommt, macht das aus ihm noch keinen gut erzogenen Hund. Denn die Kommandos an sich sind eine Dressur......aber bleibt der Hund auch im Platz, wenn der Hase rennt, weil ich es ihm gesagt habe (ganz ohne Leckerlis)? Wenn ja, dann ist er erzogen, wenn nicht, ist er dressiert.
 
Dabei
17 Apr 2012
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#14
Und genau das was Gundi meint, ist DAS was ich meine. Stellt sich nur die Frage.. wie bekommt man so was am besten hin?..
Und danke für die Liste :) Da ist sogar der dabei, bei dem ich zur Zeit bin :D Nur versteh ich die Methode nicht ganz.. bzw. versteh nicht wie der Hund das dadurch lernen soll..
 

Katja85

Katjas Heartbreaker :-)
Dabei
31 Jan 2012
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#15
Hallo ihr lieben,

jetzt kann ich endlich auch mal von uns berichten, also unser Süßer ist ja gestern eingezogen und wirklich (bisher) super lieb! Gerade frühstücken wir und er liegt zu meinen Füßen unter dem Stuhl :)

Zu dem abrufen...also ich möchte Spicy ja nicht überfordern, er muss sich ja erstmal einleben bei uns, aber von unserer Züchterin wurde er schon SUPER auf seinem Namen geprägt und gestern hatte ich in meiner Tasche Putenfleisch...werde das als Leckerlie fürs herkommen benutzen...also er ist gerade in ein anderes Zimmer gewatschelt, ich war im Wohnzimmer und rufe ihn und er kommt angesaust mit soooo einer Freude, das war echt der Hammer!!! Da gabs dann natürlich party ohne Ende und natürlich auch etwas mehr vom Putenfleisch :)

Ich würde bis zu dem Jahr das herankommen immer mit nem ganz tollen Leckerlie beloben...schließlich ist das, wie ich finde das allerwichtigste was ein Hund lernen muss!!!!

Das mit dem nur kommen wenn Hundi das Leckerlie schon sieht...das liegt an der falschen Abstimmung...klar, die lernen das soooo schnell nur zu kommen wenn sie auch i-wo was tolles SEHEN!!!

Lg
 

Katja85

Katjas Heartbreaker :-)
Dabei
31 Jan 2012
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#16
@ Gundi: aber liegt das dann nicht auch viel an mangelnder Bindung zu meinem Hund???
 
Dabei
21 Dez 2007
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#17
Spielzeug und Lob durch Stimme und Körpersprache :)
Nicht falsch verstehen, aber ich möchte eben das der Hund wegen MIR zu mir kommt und nicht wegen was zum Essen.. soll mich ja bewundern und respektieren und nicht das Essen, was ich bei mir trage :)
Gute einstellung...
So sehe ich das auch..wenn ich ihn rufe gib es von mir ein kurzes wort goodboy da freut er sich ein Ast ab..dann darf er weiter laufen...
Ich rufe ihn mit Komm, kommt er nicht trapfe ich mal kurz mit dem Füß auf...
 
Dabei
21 Feb 2011
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#18
Die "Methode" ist nicht schwer: du musst für deinen einschätzbar sein......also zb: der Hund soll nicht in die Küche. Dann wird er gleich beim ersten Mal, wenn er in die Küche geht, wieder hinausgebracht. Vlt danach, sogar die Küchentür kurz schließen. Er wird es wieder versuchen.....das gleiche Spiel. Du selbst musst dabei ruhig bleiben......für dich ist es ja selbstverständlich, dass er nicht in die Küche darf. Dein Hund wird "enttäuscht" sein und so wird er dich auch anschauen.....das solltest du gar nicht beachten, ihn am besten überhaupt nicht anschauen. Irgendwann wird er sich vor die Küche legen und da ganz entspannt dösen.
Bist du dabei aber unsicher oder dein Hund tut dir leid, wenn er doch so traurig schaut, und du gehst darauf ein, kann er dich nicht einschätzen. Er spürt dein Mitleid und deine Unsicherheit und wird selbst unsicher.
Ich hoffe, du verstehst, was ich meine. Dadurch, dass du immer eine klare Linie fährst, klare Ansagen machst ohne dich selbst dabei aufzuregen (das ist schwer), wirst du für deinen Hund einschätzbar, und er lernt, dass es gilt, was du sagst. Und weil du für ihn so "klar" bist und keine (großen) Unsicherheiten zeigst, wird er dir vertrauen. Was nicht heissen soll, dass man keine Fehler machen darf.....die passieren und dadurch nimmt die Erziehung keinen Schaden.
Welpen, die auf dem Platz in ein Spiel vertieft sind, hören nicht, wenn der Mensch ruft. Nicht, weil sie den Menschen ignorieren, sondern sie hören es wirklich nicht. Hier gilt es den richtigen Moment zu erwischen (das kann dir der Trainer zeigen) und den Welpen dann rufen. Vlt in die Hocke gehen oä. Das muss man ausprobieren. Und natürlich "Party" machen, wenn der Hund kommt.....er soll ja wissen, dass er genau das Richtige gemacht hat. Wie diese Party aussieht, ist von Hund zu Hund und Mensch zu Mensch unterschiedlich.
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#20
Gute einstellung...
So sehe ich das auch..wenn ich ihn rufe gib es von mir ein kurzes wort goodboy da freut er sich ein Ast ab..dann darf er weiter laufen...
Ich rufe ihn mit Komm, kommt er nicht trapfe ich mal kurz mit dem Füß auf...
Klasse, wenn das bei dir so klappt :)
Aber ich würde nach wie vor sagen, dass der AUFBAU des "komm" ohne Leckerli und Spieli unglaublich schwer ist, und letztlich kommt es ja auch seeehr auf den Hund an. Manche Hunde können ja mit Leckerli gar nichts anfangen --> Leckerli wird nicht als "Belohnung" in dem Sinne angesehen, sondern nur als mögliche Auswahl, wenn's um Wegrennen oder Zurückkommen geht. Aber das muss man halt auf den Hund abstimmen... ich würde mir auch wünschen, dass das ohne Leckerli klappt, bisher hat es auch immer ohne funktioniert, aber ich weiß halt nicht für wie lange. Und bevor ich an den Punkt komme, da dem Hund das Knuddeln nicht mehr genug ist, fang ich lieber gleich mit suuuper Leckerchen dazu an, die halt manchmal eingestreut werden, damit jedes Herkommen zur Überraschung wird :D
 
Dabei
17 Apr 2012
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#21
Uns wurde in der Stunde gesagt Hund rufen, aber wenn er gerade schaut. Interessiert es ihn nach kurzem Überlegen nicht, dann im 'Normalschritt' zielstrebig auf Hund zugehen und dann anstupsen. Wenn er dann wieder schaut, auffordern mit zu kommen. Interessiert es ihn weiter nicht dann in die Schenkel oder so kurz zwicken. Also nicht so, dass man den Hund verletzt, aber so, dass er schaut und voll bei einem ist. Dann wieder auffordern. Wenn nicht, dann mit Halsband oder so mitziehen.
Was haltet ihr davon?
Also unser Trainer hat zwei Wolfshunde, einer davon ist so ca. 3 Monate. Bei dem klappt es super.
Übrigen kennt ihr ja, wenns laut ist und ihr jemanden zum herkommen auffordern wollt (zum Beispiel eine Freundin oder so von euch) dann macht man ja mit der Hand oder nur mit einem Finger so ein Zeichen fürs 'Komm mal bitte'. Das soll man dann auch beim Hund machen, wenn man ihn auffordert zu kommen.
Bei seiner kleinen klappt das vor allem mit dem Handzeichen super. Aber ich denke auch nur, weil sie weiß, wenn sie dann nicht kommt.. dann wird gezwickt..
 
Dabei
4 Apr 2012
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#22
Ich habe jetzt nicht alles nachgelesen, *Zeitdruck* erzähle aber mal, wie ich es mit meiner 8jährigen Hündin gemacht habe.
Sie ist auch so ein Fall. Sieht sie irgendwas Interessantes, kann ich sie viel schwerer abrufen.

Was also tun?

Ich ging und kaufte mir eine Hundepfeife und einen Klicker.
Zu Hause angekommen, schnallte ich mir meine Gürteltasche mit den Leckerlis um, befestigte den Klicker an der Seite und hängte mir die Pfeife um den Hals. Raus ging´s aus dem Garten. Tina kapierte länger nicht, daß sie gemeint ist, wenn ich pfeife. Also pfiff ich und rief sie zusätzlich noch mit Stimme ab. Wenn sie kam, wurde sie ausführlichst gelobt, es gab ein Leckerli und gleichzeitig einen Klick.
Einen Tag später klappte das Ganze schon bedeutend besser.
Jetzt nach ca. 2 Wochen kann ich sagen - toll.
Ich habe zwar noch so manche Male dazwischen, wo sie nicht gleich kommt *davon-ganz-arg-genervt-bin*, aber es wurde bis jetzt stetig besser und das bei einem Hund mit bereits 8 Jahre, einem ausgeprägten Willen und in nur zwei Wochen.

Ich muß dazusagen, daß ich, wenn ich mit Tina zu den Pferden gehe, immer am Üben bin.
Fülle ich den Pferden das Wasser auf, lege ich sie beim Bach ab, sage "bleib" und gehe mit dem Eimer Richtung Pferde. Sie bleibt liegen und wartet, bis ich mich umdrehe und sie zu mir "pfeife".
Als ich damit anfing, kam sie immer schon, wenn ich mich umdrehte und sie ansah. Dann gab ich ihr den Befehl sich zu setzen oder hinzulegen und sogar das funktionierte trotz des Abstands zwischen mir und ihr.:)
So mache ich das weiter. Hole ich Heu, muß sie mitgehen und darf sich nicht von mir entfernen.
Wenn sie laufen darf sage ich "ab" und schon läuft sie los.
Dann pfeife ich wieder und zeige ihr, wie toll ich es finde, daß sie wieder gekommen ist.

Das mit den Leckerlis habe ich reduziert.
Angeblich läuft nach längerem Üben dem Hund das Wasser schon im Mund zusammen, wenn er den Klick nur hört.

Ich bin zufrieden mit meiner Arbeit, möchte aber noch weiterkommen.

Mein Mann meint, ich solle sie in ihrem Alter nicht überfordern.
Ich möchte jedoch dagegenhalten, daß ich den Eindruck habe, als würde es Tina Spaß machen.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#23
Das Zwicken wende ich auch hin und wieder mal an.....mein Rüde ist in manchen Dingen doch einem Panzer sehr ähnlich.
Ich denke, es kommt auf den Hund an......nicht jeden muss man zwicken.
Wenn er es sich nach dem Anstupsen anders überlegt und nicht mitkommt, kannst du ja versuchen, ihn gleich mitzunehmen. Zur Not auch kurz hoch nehmen und ein kleines Stück vom Gewusel wegtragen und erst dann absetzen und weiter laufen.
 
Dabei
17 Apr 2012
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#24
Okay dann werde ich das mal versuchen :)
Pfeife ist bestimmt auch nicht schlecht.. aber clickern will ich eigentlich nicht-
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#25
Uns wurde in der Stunde gesagt Hund rufen, aber wenn er gerade schaut. Interessiert es ihn nach kurzem Überlegen nicht, dann im 'Normalschritt' zielstrebig auf Hund zugehen und dann anstupsen. Wenn er dann wieder schaut, auffordern mit zu kommen. Interessiert es ihn weiter nicht dann in die Schenkel oder so kurz zwicken. Also nicht so, dass man den Hund verletzt, aber so, dass er schaut und voll bei einem ist. Dann wieder auffordern. Wenn nicht, dann mit Halsband oder so mitziehen.
Was haltet ihr davon?
Also unser Trainer hat zwei Wolfshunde, einer davon ist so ca. 3 Monate. Bei dem klappt es super.
Übrigen kennt ihr ja, wenns laut ist und ihr jemanden zum herkommen auffordern wollt (zum Beispiel eine Freundin oder so von euch) dann macht man ja mit der Hand oder nur mit einem Finger so ein Zeichen fürs 'Komm mal bitte'. Das soll man dann auch beim Hund machen, wenn man ihn auffordert zu kommen.
Bei seiner kleinen klappt das vor allem mit dem Handzeichen super. Aber ich denke auch nur, weil sie weiß, wenn sie dann nicht kommt.. dann wird gezwickt..
Hmm und wenn der Hund dann Reißaus nimmt, wenn du kommst? Also klar, wenn er grade mit anderen Hunden spielt wird er das wohl nicht machen, aber wenn er gerade was tolles am Wegrand gefunden hat...? Wie gesagt, ich hab da immer die andere Taktik genutzt, mehr mit einer "I don't care"-Einstellung. Wenn der Hund geguckt hat, aber nicht kam, rückwärts vom Hund WEG gelaufen. Bei Welpen zumindest ist das immer ein super Anreiz zu kommen :)
Aber wenn bei unserer Maus die Phase mal kommt, werde ich ss mit dem Anstupsen mal ausprobieren, das hört sich echt interessant an!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#26
Hmm, wie gesagt....ich benutze auch Lecker und den Clicker....allerdings nur im DD....nicht in der Erziehung.
Mal ganz ehrlich: wieso glaubt ihr, dass ihr eure Hunde mit Lecker erziehen solltet? Was bringt euch das?
Haben eure Eltern, oder habt ihr euren Kindern, auch immer mit einer Tafel Schokolade gewunken, wenn sie vom Spielen reinkommen oder abends ins Bett sollten? Wie würde das wohl auf die Kinder wirken? Was würden die denken?
Ja, ich weiß, Hunde sind keine Kinder.....aber die Erziehung ähnelt sich doch in vielen Dingen sehr.

Bei seiner kleinen klappt das vor allem mit dem Handzeichen super. Aber ich denke auch nur, weil sie weiß, wenn sie dann nicht kommt.. dann wird gezwickt..
Da hast du genau den falschen Eindruck. Der Hund kommt, weil er gelernt hat, dass er seinen Besitzer ernst zu nehmen hat, dass das gilt, was der sagt. Er hat Grenzen gesetzt bekommen, die er nicht überschreiten darf. Wenn doch, dann hat das halt auch mal unangenehme Konsequenzen für ihn. Innerhalb dieser Grenzen kann sich der Hund frei bewegen. Glaub mir, dieser Hund ist glücklich und liebt seinen Besitzer über alles, obwohl der ihn auch hin und wieder mal zwickt. So ist Erziehung......die ist keinesfalls immer nur nett.
 
Dabei
10 Jan 2012
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#27
Mit Rocky habe ich auch erst mit Leckerchen gearbeitet.
Bis ich merkte er kommt wirklich nur fürs leckerchen...
Also habe ich es ab und an mal weggelassen...
Rocky hat bis vor ein Paar wochen super gehört, jetzt habe ich das gefühl er hat alles vergessen.
Platz kennt er garnicht mehr =(
Ab und an verzweifel ich echt ...
Rocky macht keine anstalten mehr auf mich zuhören.
Er haut eher vor mir ab =(
Aber das schiebe ich darauf zurück das ich die bin die ALLLES verbietet =(
Aber sonst macht es ja keiner...
ich hab auch eine Pfeife und sonst hörte er auch wunderbar, aber nun nicht mehr er ignoriert mich regelrecht.
Bin jetzt am überlegen zur Hundeschule zugehen.
Weil irgendetwas muss ich ja falsch machen
 
Dabei
17 Apr 2012
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#28
Ja wenn sie dann mal einem Hasen hinterher rennt wird wohl nichts was bringen..
Hohe Stimme benutze ich IMMER bei Lob :D wir haben als Lob-Wort das Wort 'fein'.
Beim Pinkeln belohnen wir sie ja auch noch kräftig, wegen Stubenreinheit.. da kommen dann die i's ... 'Ja hast du feiiiiin wiiisiiiwiiisiii gemacht!' *freu/party* :D
Aber mit dem drauf schei.. ähm scheren wenn der Hund nicht kommt und dann einfach verschwinden.. ist bestimmt auch gut, vor allem meine ist ja jetzt erst 10 Wochen, aber möchte jetzt schon das kommen richtig festigen und auch unter Ablenkung das sie jetzt schon immer kommt.. ist ja immerhin sehr wichtig! :)
 
Dabei
17 Apr 2012
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#29
Ja, ich weiß, dass sie ihn über alles liebt. DAS merkt man auch wirklich. Vor allem orientiert sie sich immer an ihm. Ich finde das einfach nur schön :) Und das Erziehung IMMER nett ist habe ich nie behauptet.. Ich weiß noch wie ich Hausarrest und dies und das immer bekommen hab. Ohne hätte ich bestimmt so einiges nicht gelernt. Aber so habe auch ich gelernt mich an Regeln zu halten. Nehmen wir Beispiel: Mama "Um 6 Uhr bist du daheim!" ... Und wenn ich dann erst 8 Uhr gemeint hatte zu kommen.. ja dann gab es halt mal die nächste Woche nichts fort.. und natürlich auch kein Fernseher usw. ... ABER so habe ich gelernt, dann daheim zu sein, wenn es meine Mama (Papa) will, weils sonst ja Strafe gibt und das will ich ja auch nicht. Und wenn ich pünktlich daheim bin haben alle was davon.. meine Eltern sind glücklich weil ich mich an Regeln halte.. und ich bin glücklich weil ich keine Strafe bekomme.. .
Ist doch so ziemlich das gleiche wie beim Hund, oder?
Nur das es in dem Fall halt mal kein Hausarrest ist, sondern eben zwicken .. :D
 
Dabei
21 Feb 2011
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#30
Die Frage mit den Leckerchen war für niemanden persönlich.....sondern so ganz allgemein für die ganze Runde ;)......denn es schreiben ja doch fast alle, dass sie einen Rückruf ohne Lecker sehr schwierig finden.
 

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