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Aggression gegenüber anderen Rüden, wenn bester Freund dabei ist

Dabei
23 Feb 2013
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#1
Hallo!

Wir haben bei Lennox noch ein paar Baustellen. Er ist jetzt ein Jahr und einen Monat und absolut pubertierend.
Eines stört mich aber besonders: Er reagiert aggressiv auf fremde Rüden, wenn sein bester Freund oder ein anderer Hund dabei ist, den er schon länger kennt. Ist das Eifersucht oder Schutztrieb? Generell erkennt Lennox nicht gern oder nur sehr langsam neue Rüden im "Rudel" an. D.h. wenn wir auf unserer Hundewiese mit mehreren Hunden unterwegs sind, reagiert er meist aggressiv auf ihm fremde Rüden, die sich der Runde anschließen. Und wenn die "neuen Rüden" nochmals an einem anderen Tag auftauchen, will er jedesmal erneut die Rangordnung klären. Im Rudel lasse ich das nicht zu, denn Hunde sind ja Spezis im Mobben und würden alle auf den Schwächeren gehen. Ein Bsp.: An einem Tag treffen wir Eddy (junger Goldi, den kennt er schon länger) und dazu kommt Simba (Labbi-Rüde, ca. so alt wie Lennox). Die beiden (Eddy und Simba) spielen super zusammen und Lennox will auf den Labbi drauf, knurrt u bellt ihn an. Sobald sie nicht mehr spielen, ist alles in Ordnung, solange Simba nicht zu unserem Lennox hingeht oder ähnliches. Sobald die beiden wieder spielen, rastet unserer wieder. Ähnlich verhält es sich, wenn wir mit Mino, seinem besten Freund, unterwegs sind. Kommt uns ein fremder Hund entgegen, fängt Lennox an zu knurren und zu bellen und sich in die Leine zu hängen. Teilweise auch Hündinnen gegenüber. Aber ich glaube, da hatte er noch garni geschnallt, dass es ne Hündin ist; denn sowas hatte ich bisher erst einmal (nämlich heute ;) ). Auf Ablenkungen und Kommandos reagiert er dann kurzzeitig auch nicht mehr. Da hilft nur, ihn aus der Situation herauszunehmen. Mino hingegen ist super verträglich und schnuppert alle Hunde lieb an. Tja, und Lennox wird daneben ganz rasend. :(
Was denkt ihr, woran das liegen kann? Hat uns Lennox noch nicht als Rudelführer anerkannt und will immer alles selbst klären? Oder ist er einfach nur eifersüchtig? Hat jemand ein ähnliches Problem oder habt ihr Ideen, was man in solchen Situationen machen kann? Könnte man in diesem Fall mit einer Wasserflasche arbeiten? Denn er soll im Allgemeinen fremde Hunde an der Leine meiden und nicht immer hinwollen und Draufgänger spielen...!
... Oh, das ist viel Text geworden... Aber vielleicht hat sich ja jemand durchgekämpft... ;)
 

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Dabei
23 Feb 2013
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#2
Achso, was ich noch vergessen habe: Wenn wir allein unterwegs sind, reagiert er auch gleich ziemlich aggressiv auf fremde Rüden. Wenn uns die z.B. mit aufgestellter Rute oder aufgestelltem Fell entgegenkommen, reagiert er natürlich dementsprechend und würde auch einem "Kampf" nicht aus dem Weg gehen. Aber das ist wohl wieder ein anderes Problem... :( Er versucht sich eben überall zu behaupten... Dass er sich wirklich unterworfen hat, habe ich bisher nur einmal erlebt: Bei dem Hund unseres Hundetrainers...

LG, Sophie
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
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#3
Klingt für mich, als würde euer Rüde an einer Unverträglichkeit arbeiten. Stell dir mal vor, er kommt mir dem Gepöbel an den Falschen, der das als Provokation aufnimmt und ihn einmal plattmacht. Bei seinem Temperament könnte das Anlass genug sein, ab sofort jeden Rüden aggressiv zu begrüßen - aus reiner Sicherheit, bevor der andere anfangen könnte.

Für mich klingt das, als hättet ihr einen Kontrollfreak und Mobber. Willkommen im Club. Bei meinem sieht das zwar noch anders aus und es ist nicht so permanent, wie du es beschreibst, aber ein paar Sachen haben sie wohl gemeinsam.
Wenn dein Hund spielende Hunde bedrängt und bedroht, sofort wegholen und meinetwegen einen Anschiss verteilen. Sowas geht gar nicht und wenn er Pech hat, drehen sich irgendwann die anderen beiden um und sagen ihm die Meinung. Und Hunde sind da nicht zimperlich.
Außerdem natürlich an der Leinenaggression arbeiten. Wenn ihr einen anderen Hund seht, sollte er sich besser auf euch Fixieren und den anderen Hund links liegen lassen. Das kann man mit Leckerli aber auch mit seinem Lieblingsspielzeug erreichen.

Also eigentlich beschreibst du da Sachen, die alle so ziemliche No-Gos sind, die man besser jetzt klärt, bevor man später eventuell keine Möglichkeit mehr hat. Ich würd euch empfehlen, allgemein an der Unterordnung zu arbeiten und dafür auf einem Hundeplatz zu trainieren. Dort werdet ihr auch unter Anwesenheit von anderen Hunden trainieren und man wird euch zeigen, wie ihr euch eurem Hund gegenüber trotzdem durchsetzen könnt. Ich bin mit meinem wieder auf einem guten Weg, dass er sich voll auf mich konzentriert und damit mir auch vertraut, dass ihm nichts passieren wird. Und auf so einem Platz hat man einfach sehr gute Rahmenbedingungen und meist viele erfahrene Trainer, die einem eine Einschätzung geben können.

Ich drück euch die Daumen, dass ihr das schnell behoben kriegt, nach der Pubertät dürfte dass schon ein gefestigtes Verhalten sein, also ist jetzt ein guter Zeitpunkt, das anzupacken ;P
 
Dabei
23 Feb 2013
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#4
Danke für die Ratschläge. Wir haben zwar einen guten Trainer, aber wir trainieren mit bis zu vier anderen Hunden im Wald und das wahrscheinlich auch zu selten. Gehen da nur aller 2 bis 3 Wochen hin. Wir werden uns wohl noch einen anderen HuPla suchen müssen. Ich kenne nur keinen guten hier in DD. Ich werde einfach mal bei ein paar vorbeischauen, erstmal ohne Hund... Danke dir nochmal für die Tips :) Manchmal bin ich echt am Ende meiner Nerven... ;)
 
Dabei
23 Feb 2013
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#5
Hallöchen,
nochmal kurz von mir zum Thema. Wir haben einen wunderbaren Trainer hier gefunden. Wir arbeiten jetzt ganz neu, haben quasi nochmal von vorn angefangen und sind super zufrieden mit den Fortschritten. Unverträglich ist unserer nicht, es darf nur keine Hundebegegnung unkontrolliert ablaufen, da Lennox immer anzeigt, dass jemand kommt. Jedoch kann er selbst nicht einschätzen, was der andere für einer ist. Unser Trainer nennt ihn den "Polizisten", so nennt man die Position, die er in einem Rudel einnehmen würde. Einschätzen und Abwägen des Gegenübers würde ein anderer Hund übernehmen. Das müssen wir dann sozusagen machen. Gehapert hat es bei uns v.a. an der mangelnden Führung, bzw. dass Lennox uns nicht als Führer des Rudels wahrgenommen hat. Somit war mal wieder eher Menschen- statt Hundetraining angesagt! ;)
GLG
 
Dabei
27 Jun 2013
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#6
Hallo Lennox, ich denke der echte Rudelführer bei euch ist dein Hund...das solltest du ändern!
Hat dir das dein Trainer noch nicht gesagt?...
 
Dabei
12 Dez 2012
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#7
@hütehund liebhaber: Na, Sophie schreibt doch, dass sie das Problem erkannt hat und sie jetzt an mehr Fürung arbeiten :)

Ich freu mich für euch, dass ihr in dem Problem weiterkommt, Sophie!! Wünsche euch viel Erfolg beim Weitertrainieren :D
 
Dabei
27 Jun 2013
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#9
....ich denke das man Führung nicht trainieren kann....Führung bei einem Rudel Tier wie z.b. dem Hund hat etwas mit der innerlichen Einstellung des Führes zu tun...
der Hund merk sofort die Unsicherheit und übernimmt dir Führung....das ist auch bei Pferden (Rudel Tiere) ....eigene Erfahrung!
 
Dabei
11 Nov 2012
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#13
Na ja, du hast eben einen Rueden der langsam erwachsen wird. Daran wirst du nicht viel aendern koennen. Ihn aus der Situation nehmen, waere meine Option und dich damit abfinden, dass es nicht unbedingt in der Natur des Hundes liegt, alle und jeden lieb zu haben. Rueden sind nunmal hin und wieder (oefter) mit anderen Rueden bzw. fremden Rueden nicht, oder kaum vertraeglich. Daran kann man viel trainieren, aber komplett aendern kann man das wohl eher nicht. (manche sagen durch Kastration, wird das besser, ich glaub da ja nicht so recht dran. ;) ) Aber dass ein Ruede, nicht sein ganzes Leben lang Ruedenkompatibel bleibt, ist ja nun keine Ausnahme. (auch gerade beim Aussie nicht)

LG
 
Dabei
23 Feb 2013
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#14
Es reicht, dass wir an uns arbeiten mit Hilfe unseres Trainers. Und ja, es lag an unserem Auftreten, an unserem Stress-machen und an unserer inneren Unruhe. Trainieren kann man das mit der Führung sehr gut. :) Zum Glück, denn so haben wir bereits riesige Fortschritte gemacht. Es dauert aber noch ein bisschen, bis Lenny das in jeder Situation akzeptiert und auch wir immer Sicherheit haben. Und dass das bei Pferden ähnlich ist, weiß ich. Das klappte bisher ganz gut. :)
@ Hudson: Ja, die Rüdenunverträglichkeit kann man nicht ablegen. Aber sobald wir wirklich immer und in jeder Situation auf unseren Hund einwirken können, weil er unsere Führung akzeptiert, können wir ihn wenigstens dazu bewegen, bei uns zu bleiben und nicht auf Gepöpel etc. von anderen Hunden zu reagieren. Aber es kann eben mit unserem Schatz kein Treffen mit fremden Hunden unkontrolliert ablaufen. Darauf haben wir uns bereits eingestellt...
 
Dabei
20 Nov 2011
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#15
(manche sagen durch Kastration, wird das besser, ich glaub da ja nicht so recht dran. ;) ) Aber dass ein Ruede, nicht sein ganzes Leben lang Ruedenkompatibel bleibt, ist ja nun keine Ausnahme. (auch gerade beim Aussie nicht)
LG
..... und das kann ich ungesehen unterschreiben! Leonardo bekam einen Kastrationschip gesetzt, nur um festzustellen, ob sich sein Verhalten ändert bzw. er leichter zu händeln und das Ganze auch leichter abzutrainieren ist. Das war ein Eigentor, denn durch diesen Chip ist diese zeitweilige (!) Rüdenunverträglichkeit noch schlimmer geworden. Und deshalb ist die Kastration einstweilen aufgeschoben. Es kann ja sein, dass ich einem Irrtum unterliege, aber je älter mein Bub wird umso eher negiert er die anderen, wenn ich es von vornherein unterbinde (was vor ein paar Monaten noch gar nicht möglich war). Kann es sein, dass es auch was mit dem Alter zu tun hat?
 
Dabei
19 Aug 2011
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#16
..... und das kann ich ungesehen unterschreiben! Leonardo bekam einen Kastrationschip gesetzt, nur um festzustellen, ob sich sein Verhalten ändert bzw. er leichter zu händeln und das Ganze auch leichter abzutrainieren ist. Das war ein Eigentor, denn durch diesen Chip ist diese zeitweilige (!) Rüdenunverträglichkeit noch schlimmer geworden. Und deshalb ist die Kastration einstweilen aufgeschoben. Es kann ja sein, dass ich einem Irrtum unterliege, aber je älter mein Bub wird umso eher negiert er die anderen, wenn ich es von vornherein unterbinde (was vor ein paar Monaten noch gar nicht möglich war). Kann es sein, dass es auch was mit dem Alter zu tun hat?

Also ob eine kastra hilft oder nicht, muss jeder für sich sehen, aber das durch den Chip vereinzeltes verhalten noch einmal bestärkt werden ist beim Chip nicht selten, denn durch den Chip werden die Hormone unterdrückt wo der Körper versucht entgegen zu wirken, dadurch werden mögliche Verhaltensweisen verstärkt (muss natürlich nicht so sein, ist aber meistens so).
 
Dabei
28 Feb 2013
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#17
Ich kenne einen Rüden der durch ein Chip Lammfrom geworden ist . ;-)
Zwar kein Aussie ....aber Hund ist Hund wie sagt man manchmal in Züchterkreisen er ist ein hochwertiger Zuchtrüde der sich aber überhaupt nicht mit anderen Rüden versteht sogar gefährlich werden kann anderen Rüden gegenüber ..........der wird zeitweise mit einen Chip gefügig gemacht und das funktioniert . Warum dieser Hund noch in der Zucht ist kann ich leider nicht verstehen aber muss ich aber auch nicht .......bei mir wären die bommels schon längst wech :p
 
Dabei
21 Feb 2011
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#18
Es reicht, dass wir an uns arbeiten mit Hilfe unseres Trainers. Und ja, es lag an unserem Auftreten, an unserem Stress-machen und an unserer inneren Unruhe. Trainieren kann man das mit der Führung sehr gut. :) Zum Glück, denn so haben wir bereits riesige Fortschritte gemacht. Es dauert aber noch ein bisschen, bis Lenny das in jeder Situation akzeptiert und auch wir immer Sicherheit haben. Und dass das bei Pferden ähnlich ist, weiß ich. Das klappte bisher ganz gut. :)
@ Hudson: Ja, die Rüdenunverträglichkeit kann man nicht ablegen. Aber sobald wir wirklich immer und in jeder Situation auf unseren Hund einwirken können, weil er unsere Führung akzeptiert, können wir ihn wenigstens dazu bewegen, bei uns zu bleiben und nicht auf Gepöpel etc. von anderen Hunden zu reagieren. Aber es kann eben mit unserem Schatz kein Treffen mit fremden Hunden unkontrolliert ablaufen. Darauf haben wir uns bereits eingestellt...
Schön, dass es für euch so gut läuft.....macht weiter so, denn ihr seid bestimmt auf dem richtigen Weg.

[OT]Was die Kastra betrifft......wenn ein Rüde unverträglich ist, wird sie nicht helfen. Oft sind die kastrierten Rüden dann nicht nur anderen Rüden gegenüber aggressiv, sondern auch Hündinnen. Die können (müssen nicht) absolut unverträglich sein / werden.
Aber die Kastra ist nicht Thema dieses Threads und der TE hat sie auch nicht ein einziges Mal erwähnt. :)[/OT]
 
Dabei
23 Feb 2013
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#19
@ Gundi: Ja wir geben uns Mühe und hoffen ganz sehr, dass es weiterhin so bergauf geht! :)

Und noch zur Kastration: Die würde für uns nicht in Frage kommen, wenn unserer kein Kryptorchide wäre. Aber das hat noch ein bisschen Zeit (habe ich in einem meiner anderen Threads bereits erzählt).
 

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