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Allergie gegen Gräser, Kräuter, Milben usw.

Dabei
27 Jun 2013
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#1
Hallo an alle,
wer hat schon Erfahrung mit einem Aussie der gegen z. B. Gräser, Kräuter, Milben, Getreide usw. allergisch ist. Haben letzte Woche das Ergebnis des Allergietestes bekommen. Zur Zeit bekommt Sam ,,Apoquell", damit das Kratzen aufhört, aber das ist keine Dauerlösung. Wer kann mir sagen, was ich jetzt alles beachten muss, damit Sam, wenn das Apoquell wieder abgesetzt ist, nicht mehr ständig Juckreiz hat und sich alles wieder aufkratzt. Die Tierärztin meinte, ich soll das Trockenfutter einfrieren, damit würden dann die Futtermilben getötet, ob es hilft konnte sie mir nicht sagen. Als Alternative meinte sie Dosennahrung oder Barf, wobei bei Barf wieder die Kräuterallergie zum Tragen kommmt. Dosenfutter haben wir jetzt probiert, jetzt hat Sam erstmal auch noch Durchfall. Barf finde ich persönlich recht schwierig, wegen der ganzen Zusätze, die zum Fleisch zugegeben werden müssen. Aber auch Reis und Kartoffeln darf Sam wegen der Allergie nicht. Also, ich hoffe, dass jemand weiss, was wir jetzt machen können und bin für jede Antwort dankbar.
Angelika und Sam
 

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Dabei
31 Okt 2012
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#2
Hallo Angelika,

hast Du Dir schon mal das Dosenfutter hyperallergen von Terra Canis angeschaut: http://www.terracanis.de/shop/hund/nassfutter/hypoallergen-testpaket-4x400g.html

Vielleicht wäre das etwas für Euch? Meine Freundin hat damit gute Erfahrung gemacht - hat auch einen Allergikerhund. Gerade bei Futtermilben würde ich erstmal wirklich auf Dosenfutter zurückgreifen.

Trockenfutter: Einfrieren hilft wirklich bei Futtermilben aaaaber dazu muss man einiges wissen. Heißt der Hund ist ja nicht gegen die Milben sondern gegen deren Kot allergisch. Friert man das Futter ein, wird die Kotproduktion auch eingestellt ;) Wenn also das Futter schon sehr viel Milbenkot enthält (sieht man ja nicht und das meiste Trockenfutter beinhaltet Milben - einem gesunden Hund macht das ja auch nix), dann hilft auch einfrieren nix.
Heißt: am besten Antiallergenfutter kaufen (zB je nach Verträglichkeit natürlich: Granatapet SENSITIV http://www.granatapet.de/Liebling-s-Mahlzeit-Trockenfutter-Hund-Ente-Sensitive/) weil da mehr auf solche Dinge geachtet wird! Und dann am besten sofort in Gefrierbeutel packen (Portionsgrösse) und halt immer nach Bedarf auftauen.
Damit erzielt man gute Erfolge!

Barfen ist sicher auch eine sehr gute Möglichkeit - gerade bei Allergiehunden, da man natürlich ganz genau kontrollieren kann was man den Hund füttert! Doch man sollte sich davor erstmal gut informieren. Du findest dazu einige Themen im Forum.

Eventuell wäre gerade in diesem Fall eine Ernährungsberaterin für Hunde eine sehr gute Idee? Da bekommst Du einen Barfplan auf den Hund zugeschnitten, dann brauchst Dir keinen Kopf machen sondern einfach nach Plan füttern.
http://mashanga-burhani.blogspot.de/p/kontakt.html
 
Dabei
7 Okt 2014
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#3
Hallo Leidensgenosse :(
Welchen Test hast du machen lassen und wie hoch sind die Allergiewerte?

Ich lasse Finn grade desensibilisieren und es SCHEINT anzuschlagen, wir haben weitaus weniger Probleme drinnen als letztes Jahr, draußen reagiert er momentan allerdings schon mal mit offenen Pfoten.
Ob es wirklich was bringt, kann ich erst in der vierten Phase, der Erhaltungsdosis sagen.
Kostenpunkt bislang 300 Euro für den einfachen Bluttest auf Allergen beim "Apotheker" Tierarzt, 150 für die genaue Bestimmung beim anderen Tierarzt, ca. 100 für die Desi Lösung.

Gegen die Futtermilben füttere ich z.Z. Rinti Dosen.
Rind, Lamm, Kalb, Pansen verträgt Finn super und ich barfe anteilig ohne Zusätze einmal die Woche.
Damit fahren wir bislang prima, die Blutwerte sind gut, die Allergiewerte gesunken.
Gegen die Gräser: Hund nach jedem Spaziergang feucht abputzen, grade die Pfoten und das Gesicht, nicht in stehende Gewässer lassen und nach starkem Regen (wenn die Pollen aus der Luft gespült werden) nicht schwimmen lassen.
Nur früh morgens und abends lang spazieren gehen, wenn die Luft etwas feucht ist.
In der Pollensaison Wiesen meiden!
Drinnen fahre ich die harte Nummer: alle Teppiche raus, keine Stofftiere, kein Bett aus Stoff, täglich Staub wischen feucht und 2x täglich saugen.
Trockenfutter bzw. Kauartikel werden eingefroren und dann kochend heiß abgewaschen vorm Fressen.
Z.Z. bekommt Finn zudem Cetirizin...das ist aus der Humanmedizin, ein Antiallergikum.
Es wird von vielen TÄ abgelehnt mit der Begründung, es sei nicht ausreichend an Hunden getestet worden.
Das Medikament für Hunde kostet allerdings Unsummen, Cetirizin monatlich nur etwa 4-5 Euro (Finn bekommt ein halbe Tablette abends, das Zeug macht sehr müde) und mein Tierarzt unterstützt das zu 100% und schwört drauf, da es wohl grade für Aussies (wegen des MDR 1 Defekts) in Frage kommt.
Es sprechen allerdings nicht viele Hunde darauf an.
Frage deinen TA einfach mal und sche dich nicht, ggf. zu wechseln.
Ich brauchte drei Anläufe, bis ein Tierarzt endlich so mit der Allergie umgegangen ist, daß es meinem Hund Linderung bringt.
Alternativ käme sonst Cortison in Frage und das wollte ich für Finn nicht...allerdings habe ich immer eine Notfallspritze davon da.

PS. Die Desi führe ich bis auf die hoch dosierten und die ersten Spritzen anfangs übrigens zuhause durch.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#4
Und nochwas: Das Futter Problem ist das geringste, wie ich finde.
Viel schlimmer sind meiner Meinung nach die Hausstaubmilben und die Pollen, da die von außen über die Haut aufgenommen werden, man sie nicht umgehen kann und nach und nach Kreuzallergien ausgelöst werden können.
Eine gesunde Darmflora stärkt den Hund zwar gegen die Allergie, aber wenn du nur "innerlich" dagegen wirkst, bringt das nicht viel.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#5
ich würde zumindest zu anfang komplett auf trockene futtermittel verzichten. entweder dose oder barf. wobei: platinum ist halbtrockenes futter das in 5kg extra eingeschweißt ist und angeblich milbenfrei sein soll. bei meinen stinktier funktioniert es wunderbar, mit normalem trofu hat er probleme. futtermittelmilben lassen sich also recht einfach in den griff bekommen, der rest ist schwieriger. eine hyposensiblisierung ist nicht verkehrt, ansonsten hat finnie pooh schon alles gesagt
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#6
Es gibt Pollenglobuli für Menschen, diese sind soviel ich weis auch für Tiere geeignet. Wir geben Lassie zumindestens bei anderen Leiden Globuli.
 
Dabei
11 Mrz 2013
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#7
Kann mich den oberer Antworten nur anschließen. Luke hat auch Futtermittel Milben und HausStaub Milben Allergie.
Seit dem Barfen wir, und da ich selbst HausStaub Allergiker bin, haben wir eh keine Teppiche oder so zu Hause. Luke hat ein Leder Bett zum schlafen und da er tagsüber immer auf dem Sofa schläft, gab's ein neues Leder Sofa :cool:
 
Dabei
27 Jun 2013
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#8
Vielen Dank für eure vielen Tipps. Für eine Sensibilisierung kommt Sam derzeit nicht in Betracht, da er auf zuviele Dinge reagiert (laut TA). Sam hat leider auch noch diverse Futtermittelallergien. Das Futter sollen wir derzeit nicht wechseln, er bekommt DogSana Pferd und Süsskartoffel. Das verträgt er gut, frisst es gut und derzeit kann ich ja nicht sagen, ob eine Futterumstellung sinnvoll ist. Durch die Apoquell-Tabletten guckt es ihn ja nicht. Daher sollen wir erstmal weiter Dogsana füttern. Sam hat übrigens keine hohen Allergiewerte nur 1 oder höchstens 2, reagiert aber trotzdem heftig. Die Tierärztin haben wir extra gewechselt, als wir der Ansicht waren, dass er vielleicht allergisch reagiert. Sie hat sehr viel Erfahrung und Kenntnisse mit Allergien beim Hund. Wiese lässt sich hier leider garnicht meiden, wohnen auf einem kleinen Dorf, also überall viel grün und ,,blüh". Die Idee mit dem Abwaschen finde ich gut, wird jetzt immer durchgeführt und lässt er sich auch gut gefallen. Also nochmals vielen Dank für die tollen Tipps. Viele Grüsse senden Angelika und Sam
 
Dabei
12 Jul 2012
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#9
du fütterst bestimmt dose richtig? hört sich gut an was deine TA macht..läuft bei uns genau so. wenn er beschwerdefrei ist kann man das apoquel oft reduzieren. sobald man ganz absetzt gibt es meist wieder einen rückfall.
 

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