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Anschaffung, Beschäftigung

Dabei
1 Apr 2016
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#1
Hallo liebe Aussie-Liebhaber,
wir überlegen jetzt schon seit längerem, uns einen Australian Shepherd oder einen Mini-Aussie ins Haus zu holen. Wir sind eine 4 köpfige Familie und hatten bereits 12,5 Jahren einen Hund (PON). Nun hätten wir gerne wieder ein vierbeiniges Wesen, um das wir uns kümmern können. Dafür haben wir uns schon viel über verschiedene Hunderassen informiert und sind schließlich auf die Australian Shepherds gekommen.

Mittlerweile sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr weiter wissen. Es wird ja immer behauptet, dass ein Aussie viel Bewegung und auch geistige Beschäftigung benötigt, zum Teil ist von 5 bis 6 Stunden am Tag die Rede. Andererseits habe ich in vielen Forenbeiträgen gelesen, dass das übertrieben und ein viel verbreitetes Märchen ist. Oftmals ist es eben so, dass man sich einen hyperaktiven Hund regelrecht erzieht und ihm nicht das Ruhen beibringt und er gar nicht so viel Beschäftigung braucht, wie immer erzählt wird. Dabei soll auch ein Aussie 18 Stunden am Tag schlafen bzw. dösen.

Daher würde ich gerne Fragen, wie euer Tagesablauf/Wochenablauf aussieht und wie viele Stunden ihr euren Hund körperlich und geistig auslastet.
Man sollte sich ja im Vorfeld klar sein, ob man dem Hund und seinen Bedürfnissen gerecht werden kann.

Danke schonmal!

soludo


PS: Wir haben es uns ungefähr so vorgestellt, dass wir den Hund (wenn er denn älter ist) 2 bis 2,5 Stunden am Tag beschäftigen, morgens und mittags so ca. 30 Minuten Gassi gehen mit integrierten Suchspielchen und Kommandoübungen, dann abends eine Stunde Gassi gehen (oder entweder Fahrrad fahren, joggen, schwimmen oder kleine Agility-Übungen). Dann würden wir noch eine halbe Stunde Kunststückchen üben. Darüberhinaus wollen wir genre ungefähr einmal pro Woche (just for fun) Agility machen. Zudem haben wir einen großen Garten, in dem er herumlaufen könnte.
Meint ihr, das würde dem Hund ausreichen? Wir möchten uns nämlich keinen Bewegungsjunkie erziehen und den Hund schon gar nicht über- oder unterfordern.
 

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Dabei
7 Nov 2013
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#2
Meine persönliche Meinung zur Auslastung beim Aussie ist, dass das ganz individuell ist.
Meiner ist zum Beispiel im Haus absolut ruhig und nur am Schlafen (wurde aber auch trainiert und vom Welpenalter an durchgesetzt) und außer Haus zwar fit wie ein Turnschuh (manchmal Tendenz hibbelig), gibt sich aber mit einem größeren Spaziergang pro Tag absolut zufrieden.
Auf dem sind natürlich manchmal Hundefreunde dabei oder wir Apportieren und machen Zughundesport, fahren Inliner oder Fahrrad, Joggen, etc. pp.!
Also ein ganz anspruchsloses "trotten" ist es auch nicht - zumindest nicht täglich. Denn dann sucht sich Barney seine ganz eigene Beschäftigung...
Wenn mir mal irgendwie die Zeit fehlt, gibt er sich auch einige Tage mit weniger zufrieden, je länder diese Phase jedoch anhält, desto mehr kommen unsere Baustellen zum Vorschein (vermutlich aus Langeweile).
Agility ist zum Beispiel gar nichts für Barney, genauso wie Tricks - findet er super schlecht - aber lass ihn rennen, etwas suchen, schnüffeln, etc. und er ist rundum zufrieden.

Was will ich damit sagen?
Ich denke bei einem Aussie ist in erster Linie Kreativität gefragt. Biete dem Hund etwas, integriere ihn in den Tag, gehe auf die individuellen Bedürfnisse des Hundes ein (grade im Bezug auf Auslastung) und man kann dem Aussie gerecht werden.

Im Schnitt ist mein Hund ca. 2,5 h am Tag beschäftigt. Mal gibt es Phasen in denen es viiiiel mehr ist, manchmal auch etwas weniger.
Dabei beziehe ich aber auch Füttern, Kaubeschäftigung, kleine Schnüffel- und suchspiele o.ä., Spaziergänge, Pipirunden, etc. mit ein.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich 1. auf die Auswahl des richtigen Züchters und Welpen achten würde und 2. mir vor der Anschaffung nochmal intensiver Gedanken über Thema Wach-/ Schutzinstinkt, Hütetrieb, etc. machen würde und mich weniger auf das Thema "Beschäftigung" versteife.
 
Dabei
31 Jan 2015
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#3
Hallo soludo und willkommen hier im Forum!

Ich kann mich Leonie eigentlich nur anschließen.
Aussie bedeutet nicht gleich Dauerbespaßung. Das entspricht halt dem, was alle so denken, aber nicht ein Aussiebesitzer würde dem zustimmen.
Vor allem, wenn ihr euch einen Welpen holt, wird im gesamten ersten Jahr noch gar nicht an "Auslastung" zu denken sein.

Das Ruhe lernen - und ja, das müssen sie in der Tat lernen - ist da viel wichtiger.
Unser Aussie ist jetzt genau 11 Monate alt und wir drehen, ähnlich wie Leonie mit ihrem Barney, nur eine große Runde am Tag.
Hinzu kommen Morgens- und Abendrunden, die jeweils nur circa 15-20 Minuten lang sind (je nachdem, wie schnell wir unterwegs sind) und hier und da mal ein Wenig Beschäftigung zwischendurch. ;)
In den nächsten Monaten wollen wir mit Agility anfangen.

Also eigentlich sehe ich persönlich da keinen großen Unterschied zu anderen Hundehaltern, mit anderen Rassen, die sich liebevoll um ihre Vierbeiner kümmern (und nicht solche, die den ganzen Tag nur mit ihnen auf der Couch sitzen und 5 Minuten am Tag raus gehen! ;) )

Ein Aussie ist doch nichts anderes als ein Hund und sollte auch so behandelt werden.
Er ist keine 24/7 zu beschäftigen, braucht aber natürlich mehr, als mal eben um den Blog.
Aber das braucht auch jeder andere Hund.
 
Dabei
1 Apr 2016
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#4
Vielen Dank für eure Antworten, das hat uns schon weiter geholfen :)

Unser alter Hund war auch ein Hütehund, hatte also auch Schutzinstink und Hütetrieb, welcher bei ihr sogar sehr ausgeprägt war, deswegen stellt das für uns nicht so das Problem dar :)
 
Dabei
10 Dez 2015
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#5
Hallo und herzlich willkommen hier!

also ich behandle Amy als Aussie auch nicht anders als ich Julie als Labbi behandelt habe. Wir gehen Ca 4-5 mal am Tag raus. Davon 2-3 kurze Runden früh morgens, mittags und spät abends zum lösen a 10 min und dann noch zwei längere Runden von Ca 30-45 Min. Vormittags und am frühen Abend. Dabei laufen wir aber nicht durchgehend sondern spielen und toben und üben Grundgehorsam und leichte Tricks oder Amy spielt mit anderen Hunden. In der Wohnung spielt meine Tochter (3,5 Jahre) öfter mal kurz mit Amy mit einem Spielzeug. Ansonsten wird meist Ca 30 min über den Tag verteilt intensiv gekuschelt und Ca 5-10 min fellpflege/Kokosöl/ab und an Krallen schneiden/ Ohren/ Bällen pflegen etc... Im Sommer sind wir auch oft im Garten über Stunden und da bekommt sie auch mehr Aufmerksamkeit und wird mehr besaßt als im Winter. Aber auch das ist normal. Die Hunde gewöhnen sich ja auch recht schnell dran, dass man im Winter nicht ewig draußen ist und so viel unternimmt.

So im Schnitt würde ich sagen, intensive Zeit mit Amy verbringen wir 2,5 Stunden am Tag. Also so wie du es dir auch eingerichtet hast. Ansonsten ist Amy ja meistens bei uns und ich glaube das macht sie am glücklichsten. Einfach Teil unserer Gemeinschaft zu sein und immer mal wieder gekrault und kurz bespielt werden.

Liebe Grüsse von Nadine und Amy
 
Dabei
7 Sep 2012
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#6
Toll, wenn sich jemand im Vorfeld gründlich informiert! Wenn jetzt noch der Züchter des zukünftigen Hundes genauso sorgfältig ausgesucht wird, umso besser! Gerade der Mini fällt optisch doch sehr unterschiedlich aus, daher würde ich mir unbedingt verschiedene Züchter ansehen. Da die Rasse bislang noch nicht anerkannt ist, sollte man hier wirklich sorgsam vorgehen, des es gibt leider inzwischen eine ganze Anzahl an wirklich Schwarzer Schafen unter ihnen gibt...:( Die gibt es zwar (leider) auch bei den Standard Züchtern, aber bei den Mini-Züchtern sind gerade so einige am Markt, da sich mit der Rasse leider gutes Geld verdienen läßt.
Mit dem Schutztrieb und der Reserviertheit sind viele Mini etwas moderater, als viele Standards.

Wie mein Vorschreiber schrieben, sollte der Hund in den ersten Monaten vor allem Ruhe lernen u. einem dem Alter angepassten Aktivitätsmodus haben. Tricks- oder Kunststücke sind zwar toll, sollten aber nicht zum Wetteifern führen, was mein Hund schon in welchen Alter beherrscht.
Ansonsten würde ich mich auf die späteren Aktivitäten noch nicht zu sehr festlegen, sondern abwarten u. sehen, was dem Hund später Spaß macht.
 
Dabei
14 Sep 2014
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#7
Ich schliesse mich auch meinen Vorrednern an.Dusty ist unser dritter Hund und obwohl man natürlich mit jedem Hund mit lernt war die Basisarbeit ziemlich identisch , nur das zur Ruhe " zwingen" war intensiver im ersten Lebensjahr. Wenn wir mal einen Tag mehr unternommen haben, waren die nächsten Tage absolute Ruhe angesagt und es ging nur zum Pippi machen raus. Das ist auch heute mit knapp 3 Jahren so und da Dusty unter der Wo. Immer bei mir im Büro und Laden mit dabei ist , hier Ruhe geben muss , ist das ganz praktisch. So sieht das bei uns aus, Morgens und Mittags kurze Spaziergänge , Abends dann das große Programm, meist zum Pferd oder ein ausgedehnter Spaziergang. Mittlererweile sind wir als Anfänger bei den Rettungshunden und haben scheinbar das passende für uns gefunden, nachdem Reitbegleithund nicht das Wahre für Dusty zu sein scheint ( schade!!!!!!er ist zwar gern im Stall dabei, aber bitte keine Austritte).So ist er neben diversen Tricks , Rettungshunde Arbeit, Besuche im Stall, ab und an Hundetreffen , Spaziergängen und immer beim Frauchen u. Herrchen in der Arbeit sein, wo er meist pennt, ausreichend ausgelastet ohne überfordert zu sein. Eigentlich ein ganz normaler Hund.
LG Roswitha und Dusty
 
Dabei
12 Jul 2012
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#8
smiley ist unser dritte hund und der erste aussie. ich hab mich angangs auch verrückt gemacht ob ich der rasse gerecht werden könne. jetzt kann ich sagen: ich mache das selbe mit ihr wie mit unserem rüden, das einzige was ich zusätzlich mache ist agility 1xpro woche und ab und an unterordnung.
 
Dabei
3 Apr 2016
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#9
ich habe mit meinem dundee in erster linie anfangs das "platz" und warten geübt . er hatte das sehr schnell begriffen , weil es danach raus ging zum spielen und toben .

dundee war von anfang an täglich mit mir bei meinen pferden (später auch lange ausritte und distanzraining) und hatte dort ca 2 std auslauf seine gassirunden um die häuser und ggf "kopfarbeit" in form von suchspielen , hundeuni u.ä.

damit war er die ganzen jahre zufrieden , solange er nur rennen konnte . mein mann hat ihn zum joggen mitgenommen - laufen war immer sein ding und befriedigte ihn am meisten . hauptsache dabei und rennen , ballspielen , frisbee , stöckchen usw.

wenn das wetter mal unterirdisch war , saß er im stall unter dach und sah mit beim äppelsammeln im regen zu ... mach du mal , ich sitze hier trocken und geschützt .
nahm ich allerdings ein halfter/strick in die hand , stand er "gewehr bei fuß" zum ausreiten ... DANN war ihm das wetter völlig egal ;)

er konnte aber ebenso den tag auf seinem "bett" verbringen und schlicht verschlafen - von kurzen pipipausen mal abgesehen . unser kater , die stallkatzen , die pferde , jegliches getier in der umgebung und kinder sowieso hat er geliebt und immer vorsichtig behandelt ...

er war so ein toller hund ... *schnief*

 
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Dabei
31 Aug 2015
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#10
Also auch bei mir ist alles relativ entspannt. Der Hund passt sich zu 90% meinem Alltag an. Und wenn ich mal einen Tag nur im Garten liege dann machen das die Hunde auch :) Ich behandle meinen Aussie (13 Monate) nicht anders wie meine vorherigen Hunde.
Bei mir gibt es - auch beruflich bedingt - 1 langen Spaziergang am Tag. (Unter der Woche). Meist so 1 1/2 Stunden.
Am Wochenende ist bei uns immer totale Action und da ist er überall mit dabei - Hundeschule - Reitstall - hier gassi, dort Hundefreunde treffen etc. Auch wenn ich mit meinem anderen Hund in die Hundeschule geh - geht er mit und liegt eben am Rand so lange. Dort kann er gleich mal das liegen bleiben und zuschauen üben und am Ende darf er mit toben oder es gibt noch einen Spaziergang. Seit kurzem lerne ich ihm am Fahrrad zu laufen. Ich schiebe auch zwischendurch das er sich lösen kann aber den Rest ist Konzentration gefragt, weil es im moment auch unheimlich viel Erziehung bedeutet, vorallem am Fahrrad mit Alltagsbegegenungen. Und um dies alles korrekt anzutrainieren geht auch eine Stunde drauf. Nach so einem Erziehungsspaziergang, die er übrigens super toll meistert ist er jedoch meist noch einen Tag hinterher platt. Oder letztens waren wir im Zoo, 2-3 Stunden gemütlich, auch hier hatte es nichts mit Entspannung zu tun sondern durchgehende Erziehung. Das fordert unsere lieben viel mehr. Aber das alles natürlich erst ab einem gewissen Alter.


Ich muss aber auch zugeben das es manchmal 1 Tag in der Woche gibt wo gar nichts passiert außer mal kurze pinkel runden oder evtl auch mal 1 Tag nur Garten. Ich muss zugeben ich wollte viel mehr machen und mach jetzt wenn es hochkommt nur die hälfte. Maintrailing hab ich jetzt angefangen aber er ist zurzeit so unkonzentriert..... Totale Jungspundphase. Aber auch wichtig: Ich hab das 1.te Lebensjahr GAR NICHTS gemacht. Klingt jetzt krass aber ist echt so. Keine tricks etc. Ruhe ruhe ruhe ruhe, Spaziergänge vll 30 min.... oder mal ein kurzer Stadtausflug - das wars.... im Haus fällt der Knopf heut gar nicht auf.

Das klingt jetzt alles total positiv.

Aber noch eins: Ich merke sehr deutlich das mein Aussie definitv Kopfauslastung braucht - hat er dies nicht sucht er sich eigene Ideen! Mein Schweizer sennenhund braucht das gar nicht. Ich habs schon oft versucht - vergeblich. Aber mein Aussie braucht Aufgaben die er erfüllen darf sonst macht er sein ding und dreht auf und das merkt man auch im Freilauf. Also diese Seite ist nicht zu unterschätzen! Muss man auch mal betonen :).
 
Dabei
22 Sep 2015
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#11
Ich hab ne 9,5 Monate alte Aussie Mix Hündin zuhause und eine Bearded Collie Mix Dame.

Wenn ich nicht gerade Urlaub oder Frei habe gibt es eine große/größere Runde am Tag und die anderen Name gehts nur raus zum lösen. Dann gehen wir 2x pro Woche zur Hundeschule und wenn ich mal was mehr Zeit habe gehen wir auch mal auf einen schönen Ausflug oder auch mal 2 Runden am Tag :D

Das kommt aber immer ganz drauf an wie es Zeit ist.

Zuhause liegt sie herum und kaut/nuckelt auf dem Handtuch herum was ich bei ihrem Auszug mitbekommen haben oder auf irgendwelchen Socken oder schläft. Es gibt auch Tage wo es mal keine große Runde gibt da beschwert sich hier auch keiner :D
 
Dabei
1 Apr 2016
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#12
Danke für eure zahlreichen Antworten :) wie ich sehe, sollten wir uns nicht so dermaßen den Kopf über die Beschäftigung zerbrechen und unseren neuen Hund wie andere Hunde auch behandeln.

dabdidab, dass du besonders nochmal die Kopfauslastung erwähnst, finde ich gut, denn das sollte man ja nicht unterschätzen :)
 
Dabei
22 Sep 2015
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#13
Geistig mach ich mit der kleinen noch gar nicht so viel außerhalb des Trainings. Ab und an mal Übungen mit dem Balancekissen wo wir klickern oder ab und an übe ich mal nen Trick und machen ein paar Muskelübungen die wir klickern. Aber das wars auch schon :D Das ist auch nicht jeden Tag vllt. 1-2 mal in der Woche
 
Dabei
3 Apr 2016
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#14
ich habe auch "gehirnjogging" mit dundee gemacht , zb leckerchen aus spielzeug suchen (hütchenspiel) oder nach dem buch "die hundeuniversität" ... das hat er super genr gemacht , wenns mal ein eher langweiliger tag war .
solche sachen sind genauso viel wert , wie 2 stunden spazierengehen und lasten den hund auch mental gut aus .
 

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