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Aufregung bei Hundesichtungen...(bellen, fiepen, jaulen, kläffen)

Dabei
13 Nov 2016
Beiträge
177
#1
Hallo zusammen,

einige Baustellen bei unserer mittlerweilen fast 7 Monate alten Aussie-Hündin konnte in den letzten Wochen erfolgreich abgeschlossen werden :).
Drinnen habe ich mittlerweile einen sehr ausgelichen Hund und man sieht von Tag zu Tag riesen Fortschritte.

Ein Problem bekomme ich einfach nicht in den Griff und das ist das Problem mit den Hundbesichtungen. Ich habe jetzt mehrere Wochen versucht ihr Energie positiv umzulenken. Also wenn ich einen Hund gesehen habe, z.B. Futtersack ausgepackt und mit ihr gespielt. Bei allen Reizen klappt diese Methode super... Kinder, Jogger, Skater etc. ... sie schaut mich sofort an und lässt die Reize mehr oder weniger links liegen.
Vom Gefühl her, habe ich auch bei Hundebegnungen einen Fortschritt gesehen...vergleich ich aber meine Notizen...ist es eher eine Verschlimmerung zu letztem Monat. Vorher hat mich jede zunruhige Hundebegnung in Sorge versetzt....jetzt freue ich mich über jede "normale".

In 2 von 10 Fällen konzentriert sie sich voll auf mich.
In 5 von 10 Fällen ist sie sehr unruhig, spring hin und her fiept....lässt sich aber abrufen.
In 2 von 10 Fällen bellt sie und rennt unruhgig hin und her (nicht mehr abrufbar)
In einem von 10 Fällen wird sie nun aber ein wenig...sagen wir mal.."aggresiver"... also es ist kein aufgeregtes Bellen mehr, sondern es hat schon eine gewisse "Schärfe".

Das große Problem ist dabei, dass wir aus der Junghundegruppe "ausgeschlossen" wurden (sie bellt ununterbrochen wenn sie nicht zu den anderen darf)... bzw. sollen wir während der Stunden im näheren Umkreis mit ihr trainieren, damit sie sich daran gewöhnt. Problem ist allerdings, dass die Stunden in einem sehr belebten Park stattfinden und die Strecke bis dahin schon ein einziges "Training" ist...bzw. das Training durch freilaufende Hunde andauernd gestört wird.
Und das Ganze ist - so finde ich - sehr kontraproduktiv.


Wollte mal hören, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und wie dort die Lösung aussah?
 

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Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.679
#2
Hier gibt es schon ein ähnliches Thema, vlt hilft dir das ja ein bisschen:
http://www.aussie.de/forum/t/4413-lockeres-vorbeigehen-anderen-hunden

Als erstes würde ich die Leckerchen / Futtersack / Spielis mal weglassen in solchen Situationen.
Es kann nämlich sein, dass sie meint, diese Dinge verteidigen zu müssen. Das wäre eine Erklärung, warum es sich eher verschlimmert, als verbessert.

Was du da machst, ist in meinen Augen nichts anderes als Ablenkung (die in manchen Situationen auch ok ist).
Nur so lernt dein Hund nicht, ohne Theater an anderen Hunden vorbeizulaufen.
Wenn jemand meint, seinen Hund im "Handstand" an anderen Hunden vorbeizuführen, dann soll er das tun, gar kein Thema. Das ändert aber nicht das Verhalten des Hundes ;)
Mal ganz extrem ausgedrückt und nur als Beispiel gedacht.
 
Dabei
13 Nov 2016
Beiträge
177
#3
Was du da machst, ist in meinen Augen nichts anderes als Ablenkung (die in manchen Situationen auch ok ist).
Nur so lernt dein Hund nicht, ohne Theater an anderen Hunden vorbeizulaufen.
Wenn jemand meint, seinen Hund im "Handstand" an anderen Hunden vorbeizuführen, dann soll er das tun, gar kein Thema. Das ändert aber nicht das Verhalten des Hundes ;)
Mal ganz extrem ausgedrückt und nur als Beispiel gedacht.
Das ist auch meine Vermutung... Ich bringe ihr damit ja nicht Gelassenheit bei, sondern ich umgehe das Problem... fühlt sich auf alle Fälle so an.
 
Dabei
19 Jan 2017
Beiträge
1.162
#4
Ich greife das Thema noch mal auf. :)

Im Forum hatte ich das Thema "Puma gebissen von Hofhund" veröffentlicht. Darin beschrieb ich, dass Puma schon von klein an ein sehr unsicherer Hund war und gerne Dinge die ihm suspekt vorkammen verbellte.
In der Pubertät war es wirklich anstrengend und wir mussten intensiv dran arbeiten. Vor dem Beißvorfall hatten wir es sehr gut in den Griff bekommen, danach starteten wir wieder gefühlt bei null. Das war Anfang Januar.
Nun kommen wir wieder mit Leine ganz gut an Hunden vorbei. Ich muss ihn zwar immer noch korrigieren, aber er steigt nicht mehr bellend in die Leine und ist wieder für Kommandos kopfmäßig offen. Nach so kurzer Zeit bin ich mit unserem Trainingsstand in der Hinsicht zufrieden.

Jetzt waren wir gestern beim Tierarzt und es war eine Katastrophe. :(
Ich saß zusammen mit einer Hündin im Wartezimmer, dass war kein Problem. Puma jummelte etwas, ich habe es ignoriert, er hörte auf und legte sich zur Ruhe.
Dann kamen aus dem Behandlungszimmer zwei Pudel. Kaum waren sie in seinem Sichtfeld, verfiel er in sein altes Verhaltensmuster. Mit aufgestelltem Nackenfell, hing er in der Leine und verbellte die Pudel.
Ich konnte ihn Kopfmäßig nicht mehr zu mir bekommen. Er war total fixiert. Ich weiß, dass er aus Unsicherheit dieses Verhalten zeigt, aber wie kann ich ihm in diesen räumlich engen Situationen Sicherheit vermitteln?

Draußen beim Vorbeigehen an anderen Hunden mit Leine, habe ich im Training gemerkt, dass er immer einen festen Ablauf benötigt. Ist der Ablauf falsch, wird er unsicher. Nun wollte ich erst mal draußen auf Abstand versuchen, dass wir Hunde passieren lassen wenn er sitzen muss. Und dann langsam den Abstand verkleinern, sodass wir vielleicht eine Basis für Räumlichkeiten in denen sich Hunde befinden schaffen...

Er war nach der Situation gestern beim Tierarzt total durch den Wind. Unsicher und wollte sich ungern untersuchen lassen. Dann starrte ihn die Praktikantin auch noch die ganze Zeit mitten in die Augen...die wurde dann schließlich auch verbellt. :(
Das tat mir innerlich so weh ihn so zu sehen. Da er sich gerne anfassen lässt und Menschen offen und herzig begrüßt. Sch*** Hofhund. :mad:

Ich bin für jeden Tipp dankbar.
 

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