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Aussie-Hündin wird aggressiv anderen Hunden gegenüber

Dabei
23 Okt 2012
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#1
Hallo,
ich weiß echt nicht, was ich noch machen soll, vielleicht kann mir jemand ein paar Denkanstöße zu meinem Problem geben.

Ich habe eine Aussie-Hündin, 3 Jahre, unkastriert.
Ich bekam sie als Welpe und sie wurde liebevoll aufgezogen.
Ich war auch von Anfang an zunächst in der Welpenstunde, dann in der Junghundstunde.
Meine Hündin "war" also sehr sozialisiert, es gab keinerlei Probleme.

Erste Auffälligkeiten bemerkte ich während eines Hütetrainings- sie war leicht aggressiv gegenüber den anderen Hunden.
Ich verband dies damals aber mit dem Stress - schließlich war es ein langer Tag, sehr viele Hunde, lange Warterei und Hitze über 30 Grad.

Bei künftigen Begegnungen mit anderen Hunden wurde es zunehmend offensiver, ich bin heute an einem Punkt angelangt, wo ich mir echt Sorgen mache. Ich kann meine Hündin nicht mehr mit anderen Hunden zusammen lassen, egal ob Hündin oder Rüde. Sie geht sofort aggressiv auf den anderen Hund los, egal ob mit oder ohne Leine.

Eine mögliche Ursache sehe ich in einem Vorfall, der jetzt ca. 1 1/2 Jahre zurückliegt.
Ich war einige Tage im Ausland und wir hatten eine Bekannte gebeten, die Hündin auszuführen.
Später stellte sich heraus, dass es damals zu einer unschönen Begegnung mit zwei anderen Hunden (Jagdhunden) kam, die nicht angeleint waren. Sie haben beide meine Hündin verbissen, das war sogar Dorfgespräch. Meine Hündin war angeleint und konnte sich nicht wehren, die Bekannte wußte nicht, was sie tun sollte. Hier kann man keinen Vorwurf machen.

Sehr wahrscheinlich war dies der Auslöser. Gespräche mit verschiedenen Hundetrainern ließen mich aber irgendwie zu der Erkenntnis kommen, dass man diese Aggression nicht wirklich mildern oder gar rückgängig machen kann.

Ich habe noch einen 1 1/2-jährigen Rüden, den akzeptiert sie zwar, hat aber das uneingeschränkte Sagen. Aufreiten als Dominanzgeste passiert öfter.

Zusätzlich stehe ich aber noch vor dem Problem, dass ich einen der beiden kastrieren lassen muss - es ist schon sehr mühselig, aller 5 bis 6 Monate "Schlimmeres" zu vermeiden


In einem Bericht habe ich jedoch gelesen, dass eine Kastration bei Hündinnen oftmals eine vorhandene Aggressivität noch verstärkt

Kann das jemand bestätigen ?

Über ein paar Hinweise würde ich mich freuen.

Ach ja ... Menschen gegenüber ist die Hündin sehr sehr lieb - hier gibt es keine Probleme, auch nicht mit Fremden.

LG vom Lolinchen
 

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Dabei
18 Mrz 2012
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#2
Mit Aggressivität kenne ich mich ehrlich gesagt gar nicht aus, aber ich würde hier eh zu einem kompetenten!!! Trainer raten, der sich auf Aggressivität bei Hunden spezialisiert hat, vielleicht sogar ein Hundepsychologe
 

AnubisKIB

Gesperrt/Gelöscht
Dabei
19 Apr 2012
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#3
Hm, möglicherweise könntest du mit Bachblüten etwas ausrichten, aber bevor ich da jetzt noch mehr Mist erzähle, halte ich es wie Anna - lass da unbedingt einen kompetenten Trainer drauf schauen, weil das Meiste dann doch eher Erzeihungssache denn Bachblütentherapie ist.
 
Dabei
23 Okt 2012
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#5
Danke für Eure Antworten.
Ich habe bereits schon zwei Hundetrainer/psychologen um Rat gefragt.
So richtig konnte mir aber keiner helfen oder zumindest einen Rat geben.
Ich bin gerade umgezogen - werde mich demnächst mal in der neuen Umgebung nach einem Hundepsychologen umsehen.

Bezüglich der Kastration war ich gestern bei einem TA zum Beratungsgespräch.
Da ich Hündin und Rüde habe, wurde mir nahe gelegt, bevorzugt die Hündin kastrieren zu lassen (aus den allseits bekannten medizinischen Gründen).
Da meine Rüde (Bordercollie/Aussie/Bearded-Mix) sehr ängstlich veranlagt ist, wäre bei ihm eine Kastrastration eheer fehl am Platz, da er dann durch das fehlende Testesteron noch ängstlicher werden könnte.

LG Lolinchen
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#6
Warum genau möchtest du denn einen der Hunde kastrieren?? Ist ja nicht ohne so ein EIngriff und beii deinen wäre das ja anscheinend auch noch für beide eher kontraproduktiv
 
Dabei
10 Okt 2012
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#7
Wir hatten bei unserem ersten Hund auch mal das Problem und mehrere sogenannte Hundetrainer konnten uns auch nicht weiterhelfen. Bis wir auf eine Hundeschule bei uns in der Nähe gekommen sind. Das Problem war in 4-6 Wochen gelöst. Eigentlich war es unser Problem. Unser Hund war immer der Meinung, er muss uns beschützen. Uns fehlte die Souveränität. Das hat auch etwas mit Rangordnung zu tun. So war es zumindest bei uns. Ich bin allerdings auch nicht der Profi. Ich will eigentlich nur damit sagen, dass es schon Möglichkeiten gibt und das Problem zu lösen ist. Unsere Hundetrainerin wurde bei Canis ausgebildet.
 
Dabei
23 Okt 2012
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#9
Danke für Eure Antworten.
Hhmm .. kastrieren lassen muss ich einen von beiden
Ursprünglich wollte ich früher mal züchten, nun machen persönliche Umstände (Umzug und andere Tierhaltung) es einfach sehr schwer, die beiden während der Läufigkeit genau zu beobachten. Trennen kann auch sie auch nicht. Habe bereits schon drei Läufigkeiten erfolgreich :) überstanden, aber da konnte ich die Hunde immer sehr genau beobachten. Zudem scheint die absolute Dominanz meiner Hündin eine Rolle gespielt zu haben, denn sie hat den Rüden nie dran gelassen. Zudem wäre eine Nachwuchs-Mischung aus aggressiv und ängstlich auch nicht gerade toll.

Ich habe mich jetzt bei meiner alten Hundeschule zu einem speziellen Training angemeldet - muss aber noch die Läufigkeit abwarten.
Werde dann mal berichten...

@Lena - das Angebot nehme ich gerne an, befürchte aber, dass es im PLZ-Gebiet 0.. in DE keine Möglichkeit gibt.
LG Lolinchen
 
Dabei
19 Feb 2012
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#11
Das kann ich mir gut vorstellen, dass es eine schwierige Entscheidung ist.
Ein ängstlicher Rüde wird eventuell noch ängstlicher oder eine aggressive Hündin wird eventuell noch aggressiver...
Vielleicht könnte man beim Rüden zuerst einen Chip versuchen?

LG mariposa
 
Dabei
20 Feb 2011
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#12
ist sie denn durchgehen aggressive? Oder gibt es bestimmte Zusammenhänge? Vor der Läufigkeit? Danach oder während? Denn wenn sie nur im Rahmen der Läufigkeit so ist dann wäre Kastration ok. Wenn nicht ist es eher abzuraten, wobei man da ganz klar live die Hündin sehen muss. Viele Hündinnen sind auch gestresst wegen ständigen Hormonschübe.
 
Dabei
23 Okt 2012
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#13
Die Hündin ist auch außerhalb der Läufigkeit aggressiv, das ist eigentlich egal.
Aber ich habe auch beobachtet, dass sie nach der letzten Läufigkeit scheinträchtig war, zwar nicht auffällig schlimm, aber immerhin.
Das muss ich jetzt nochmal beobachten.

Beim Thema Kastration geht es mir in erster Linie um das Verhüten, die Reduzierung der Aggressivität ist eigentlich mein wichtigstes Anliegen.

Bedingt durch unseren Umzug habe ich noch zusätzlich das Problem, dass auf unserem Hof noch 3 (!!!) Jack Russell (2x männlich, 1x weiblich, alle kastriert) wohnen. Ich sehe keine Chance auf Zusammenführung. Meine Hündin hat die Jackie-Dame schon zweimal auseinander genommen, beide Male mußte der TA ran.
Hier treffen aber zwei aggressive Hündinnen aufeinander. Die beiden mögen sich überhaupt nicht. Jetzt ist ständiges Aufpassen angesagt-leider.
Vorgestern ist wieder mal einer entschlüpft, diesmal einer der Rüden. Ich dachte schon, auweia ... aber den hat sie sich nur geschnappt, er hat sich ihr unterworfen, lag also auf dem Rücken und meine hat obenauf gelegen. Sie hat ihm nichts getan. Das hat mich sehr verwundert, zeigt aber sehr wohl ihr absolut dominantes Verhalten.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#14
Was du so erzählst, erinnert mich sehr an die Mutter meines Rüden. Sie lebte in einem grossen Rudel, dass mehr oder weniger sich selbst überlassen war (erziehungstechnisch). Und sie war wahrscheinlich auch die, die in diesem Rudel das Sagen hatte.
Als wir sie endlich da rausbekommen haben, war sie so drauf wie deine Hündin.....und ich denke, das will niemand zu Hause haben.
Ihre Züchterin hat sie wieder zu sich genommen, um sie weiter zu vermitteln und dort hätte sie fast die andere Hündin der Züchterin totgebissen.
Wir waren zusammen bei einer Canis-Trainerin und bereits nach 2 Einzelstunden zeigte sich deutliche Besserung. Die Züchterin hat es hinbekommen und konnte den Hund wieder vermitteln. Sie hat auch da noch nicht alle Hunde geliebt........aber Begegnungen waren kein Problem mehr.

Du siehst, es ist durchaus machbar.....aber du wirst es nicht allein schaffen. Und ich glaube auch nicht, dass eine Kastra dieses Problem verringert oder gar löst. Denn dieses Verhalten ist bereits erlernt und gefestigt.
 
Dabei
23 Okt 2012
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#15
Was du so erzählst, erinnert mich sehr an die Mutter meines Rüden. Sie lebte in einem grossen Rudel, dass mehr oder weniger sich selbst überlassen war (erziehungstechnisch). Und sie war wahrscheinlich auch die, die in diesem Rudel das Sagen hatte.
Nun ja, das kann ich nachvollziehen.
Aber meine Hündin habe ich mit 12 Wochen bekommen und liebevoll aufgezogen, mit Welpen-und Junghundstunde.
Sie war eigentlich super sozialisiert und hatte auch im Dorf mit anderen Hunden keine Probleme.
Deswegen kann ich das jetzige Verhalten absolut nicht verstehen und bin auch sehr unglücklich darüber.
Kannst Du mir denn pauschal beschreiben, wie das Training abgelaufen ist? Du schreibst Einzelstunden .... waren da auch andere Hunde mit dabei ?
Falls ich hier in meiner Gegend jemand finde, würde sehr gerne ein Training in Anspruch nehmen.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#16
Nein, es waren keine anderen Hunde dabei. Es war dann wirklich Zufall, dass so im letzten Drittel der Stunde von einer anderen Trainerin noch eine Junghundestunde abgehalten wurde.
Pauschal erklären geht da wirklich nicht.....so ein Training wird ganz individuell auf ein Team zugeschnitten.

Eigentlich wollte ich mit der Erzählung über die Hündin gar nicht auf die Sozialisierung raus, sondern darauf, dass man eben auch bei so einem aggressiven Hund, wie jetzt zb dieser Hündin, mit einem wirklich guten Trainer wahnsinnig viel erreichen kann. Und das recht schnell. Das sollte dir Mut machen, dass es Wege aus dem Dilemma gibt.....hab ich mich dann wohl nicht so geschickt ausgedrückt. :eek:
 

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