Aussie mit Jagdtrieb??

Dabei
8 Jan 2012
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#1
Hallo an Alle,

mich und meine Familie beschäftigt in letzter Zeit immer wieder die Frage, was bei unserem eigentlichen Hütehund denn schief gelaufen ist, da die 9 Monate alte Tiva nichts mehr sieht/hört sobald sie in der Ferne ein Reh, einen Hase oder sogar Vögel entdeckt. Natürlich ist uns klar, dass auch ein Aussie nicht komplett ohne Jagdtrieb ist (wird ja zum Hüten auch benötigt) aber schlimmer als bei unserem Ersthund (Golden Retriever) haben wir uns das Ganze dann doch nicht vorgestellt.
Die Jagerei begann als sie mit ca. einem halben Jahr einem Feldhasen hinterherhetzte, der 1m vor ihr aufsprang. Damals verfolgte sie ihn über 3 Felder hinweg und raste dann im Jagdfieber kreuz und quer als die Beute anscheinend in einen Bau verschwand. Ich bin ihr hinterhergerannt und hab sie dann im vorbeifetzen abgefangen (nein keine Angst ich hab sie nicht ausgeschimpft ;D)
Der Trainer unseres Junghundekurses hatte damals prophezeit, dass wenn sie ein Mal jagen, man es nie wieder aus dem Hund rausbekommt.
Inzwischen ist es so, dass sie nach ca. 5min spätestens wieder kommt, ich vermute wenn die Beute doch unerreichbar wird oder verschwindet.
Eine Tierärztin hat meiner Mutter letztens erklärt, dass unsere Tiva nicht jagt sondern versucht die Rehe zu uns zu treiben.. sieht für mich aber etwas anders aus. Die Ärztin meinte außerdem dass die Hunde nur jagen wenn sie eine Fährte am Boden aufnehmen, was unsere Hündin jedoch auch tut. Also jagt sie dann schon oder?
Gut wie sieht das mit euren Aussies aus? Ist das vielleicht normal, legt sich das und wenn nicht, kann man ihr das wieder abgewöhnen? Wenn ja, wie?
Ich weis das sind jetzt viele Fragen und eine lange Geschichte dazu, ich hoffe aber trotzdem, dass ihr mir vielleicht helfen könnt..
Vielen Dank schon im Vorraus :)

Liebe Grüße,
Lisa & Tiva
 
Dabei
14 Dez 2011
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#2
Ja, es gibt durchaus auch Aussies die jagen. Meine hat da auch zu gehört. Da hilft nur konsequentes Training mit Schleppleine und viel Impulskontrollentraining. Du musst schauen das Du eine Ersatzaufgabe für sie schaffst. Luna z.B. sucht total gerne fährten. Das hab ich mir zu nutze gemacht und hier wird jetzt regelmäßig Spielzeug oder der gleichen versteckt. Ein ganz wichtiger Punkt ist auch sie zu bremsen BEVOR sie losstartet. Meistens gibt es da irgendwelche Anzeichen für bevor der Hund losrennt. Meine bleibt z.B. kurz stehen und fixiert, wenn ich sie da noch abrufen kann dann kommt sie auch und es gibt ne dicke Belohnung.
 
Dabei
8 Jan 2012
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#3
Danke schonmal..
ja Schleppleine steht schon auf der Anschaffungsliste, aber könnt ihr mir eine dünne oder eher eine dickere (also wie eine Pferdelonge) empfehlen? Und was ist unter Impulskontrolltraining zu verstehen? Tut mir leid aber mit solchen Ausdrücken kenn ich mich noch nicht so gut aus ;)
Ist es hilfreich sie jetzt noch auf eine Hundepfeife zu trainieren? Denn letztes mal als sie Rehe entdeckt hat und ich noch versucht habe sie abzurufen (also wie du gesagt hast, noch als sie diese erst fixierte) hat Tiva sogar eine sekunde gezögert.. mit einer Pfeife (also wenn das Signal ausdrücklicher gewesen wäre) hätte sie sich vielleicht dazu entschieden doch zu mir zu kommen, denn sonst ist sie wirklich sehr folgsam und kommt auf (fast) jedes "hieeeeeer" voller begeisterung angeprescht.

Liebe Grüße
Lisa & Tiva
 

K&K

Admin
Dabei
25 Okt 2010
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#4
Hallo,
es ist gar nicht selten das Aussies einen ausgeprägten Jagdtrieb haben, es kommt sogar relativ häufig vor und hängt von vielen Faktoren (Wesen, Umgebung, Impulskontrolle, Erlebnisse usw.) ab.
Eine von meinen beiden Mädels hat auch einen recht ausgeprägten Jagdtrieb.

Der Hütetrieb bei Hütehunde ist ja durch den umgewandelten jagdtrieb entstanden. Es ist also ein Trieb der vorhanden ist, wenn auch abgewandelt. Unsere Hütehunde sind extreme "Bewegungsseher", und reagieren auch stark auf diese Reize. Wenn sich etwas schnell von ihnen fortbewegt, dann ist das zunächst höchst interessant. Kommt ein Hund dann dazu nachzuhetzen ist das ganze natürlich auch noch höchst selbstbelohnend und so steigert sich das dann.
Wenn man in einem Gebiet mit viel Wild wohnt, dann kommen die Hunde dort öfter in Kontakt mit diesen Tieren und man muss rechtzeitig gegenlenken.

Das Training dagegen ist echt harte arbeit. Wie schon gesagt, musst du es schaffen einen "Ersatz" zu bieten, etwas das deinem Hund etwa gleichwertig lieb ist, wie das jagen. Das ist von Beginn an nicht unbedingt gegen, dass muss man sich erst erarbeiten durch viel Beschäftigung unterwegs. Ich würde die Beschäftigung im Haus/in der Wohnung einstellen und alles nach draussen verlegen. Man kann auch mit einer Reizangel arbeiten (es gibt dazu bereits ein tolle Thema im Forum), das kann bei richtigem Training die Impulskontrolle stärken.

LG
 
Dabei
8 Jan 2012
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#5
Danke Josi,
eine Reizangel würde ihr sicher vieeeel Spaß bereiten (vergleichbar mit begeistertem fangen von Longierpeitschen ;D), aber mit der sollte man erst arbeiten, wenn der Hund bereits ausgereifte Knochen hat, also mindestens 1 Jahr als ist oder nicht?
Ein Futterbeutel könnte mir sicher auch sehr behilflich sein oder? Hat noch jemand Ratschläge wegen den verschiedenen Arten von Schleppleinen?

LG
 
Dabei
14 Dez 2011
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#6
Ich würde eine breite Schleppleine nehmen. Dünne Leinen sind sehr schmerzhaft wenn der Hund mal durchstartet.
Wenn Dein Hund noch so jung ist würde ich mal das Fährten in Erwägung ziehen das geht nicht so auf die Knochen. Die meisten Hunde sind da mit Begeisterung dabei. Für den Anfang eine Schleppfährte legen d.h., Hund wird abgelegt oder angebunden und Du schleppst irgendwas hinter Dir her, z.B. ein Stück Pansen oder was ähnliches. Am Ende der Fährte sollte eine Belohnung warten damit der Hund ein Erfolgserlebnis hat. Es ist halt wichtig das Dein Hund lernt das das arbeiten mit Dir wichtiger ist als das jagen alleine.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#7
Schleppleine ist eine gute Idee....egal welche, ich würde immer Handschuhe anziehen. Denn wenn der Hund mal durchstartet und dir die Leine durch die Hände zieht, macht das ganz schön "aua". Auch sollte dein Hund mit Schlepp immer ein gut sitzendes Geschirr tragen.

Wahrscheinlich hat die Jagerei schon viel früher begonnen....bei Blättern im Wind....mal einem Vogel hinterher. Wir Menschen denken uns nichts dabei. Wenn sie hinter Blättern her rennen, sehen wir das als niedliches Spiel.....bei Vögeln denken wir, die bekommen sie ja nicht. Aber: dem Hund ist es egal....für ihn ist es jagen.
Und so einen Hasen, der einem direkt vor der Nase aufspringt, den kann man auf keinen Fall ignorieren ;)

Du kannst auch selber eine Fährte legen: am besten auf einer Wiese / einem Feld, wo sonst nicht soviele drauf rum laufen. Dann setzt du wirklich einen Fuß vor den andern und legst in jeden Tritt ein Leckerli. Am Ende der Fährte befindet sich dann ein "Jackpot". Dann läufst du das mit dem Hund ab und zeigst ihm dabei erstmal die Leckerlis. Ich denke, nach zwei bis drei Stück wird er wissen, was er tun soll. Hat er den Jackpot erreicht, machst du Party mit ihm.
Nach und nach kannst du dann die Leckerlis reduzieren und deine Tritte (Spur) immer weiter auseinanderziehen.

Auch Dummyarbeit wäre eine Alternative.

Dass ein Hund das Jagen nicht mehr lässt, wenn er es mal angefangen hat, ist m M n Quatsch. Es gibt spezielle Antijagdtrainings und die funktionieren auch. Es ist harte und konsequente Arbeit, die auch von dir eine Menge Geduld und Ausdauer erfordert. Denn der Hund sollte natürlich keinen "Erfolg" mehr haben.

Wünsch dir viel Glück und Erfolg. Vlt magst du ja weiter berichten. :)
 
Dabei
28 Okt 2011
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#8
Hallo Foris,
wir haben seit zwei Wochen auch das Jagdproblem:(
Uns hat ein Rehrudel gekreuzt!
Das Rudel wurde von einem anderem Hund gehetzt.
Ein Mann schrie, ein Hund bellte und wusch rannten die Rehe 3m vor uns vorbei.
Es ging alles so schnell,ich konnte nicht mehr reagieren...Fernando war weg!
Der Reiz war zu groß:(

Jetzt schnüffelt er bewusst Fährten hinterher, Streckt die Nase in die Luft, lässt den Blick schweifen...er sucht richtig nach dem Wild.

Wir Apportieren, wir machen Schleppleinentraining, Handfütterung usw
Jetzt arbeite ich extrem mit ihm! Ich gehe bewusst in Wälder wo ein großer Wildbestand ist. Zeigt er Jagdverhalten, gibt es jedes Mal ein ordentliches Donnerwetter! Als nächstes werde ich mit eingezäunten Rehen üben.

Ich habe gelesen, dass Fährtensuchen Jagdverhalten noch verstärkt.
 
Dabei
8 Jan 2012
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#9
Danke für die Tipps,
oke gut also kann ich als schleppleine dann auch eine longe nehmen oder?

ich glaub jetzt probier ich erst mal das Ablenken mit einem Futterbeutel aus..
wobei wir beim Apportieren auch das Problemchen haben, dass sie zwar hellauf begeistert ist wenn man was zum werfen in der Hand hält und dieses dann auch im Turbo-Gang holt, bei der erstbesten Ablenkung (z.B. eben einer Fährte von einem Wild o.ä.) dann leider vergisst was die Aufgabe war und meine Mam oder ich dann wieder den Ball oder was auch immer selbst suchen können. (leider findet sie die kurzzeitig vergessenen Gegenstände nämlich auch beim besten Willen selbst nicht mehr)
Habt ihr hierfür auch noch einen guten Rat vielleicht? :)

LG
Lisa & Tiva
 
Dabei
6 Jan 2012
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#10
Hallo Lisa,
Fame hat auch mal gejagt. Mit etwa nem halben Jahr fing sie an gezielt im Wald oder auf dem Feld nach Bewegungen zu suchen. Hatte auch das ein oder andere Mal Erfolg und flitzte hinterher. Meine Trainerin meinte ich solle bereits dieses Veralten, das suchen mit den Augen unterbinden. Habe ich gemacht und ihr sofort bei dem geringsten Versuch hat sie die Rütteldose geworfen bekommen. Es hat ein paar Wochen große Aufmerksamkeit von mir gefordert, aber sie ist mitlerweile 2 1/2 und sie läuft ohne Schleppleine mit mir durch den Wald. Ich habe immer ein Auge auf ihre Körpersprache und lasse sie auch nicht wild im Gebüsch rum suchen. Sie darf auf Wegen laufen und wenn ich ein großes Feld weit einsehen kann und in der Nähe keine Straße ist lasse ich sie auch mal gerne flitzen/ vor allem mit ihren Hundekumpels. Bisher geht es ganz gut. Ach ja und wir hüten etwa seit einem Jahr. Hier darf sie den Blick gezielt einsetzen und kontrolliert, mit mir zusammen, an Enten und Schafen arbeiten.
Lg Olin und Fame
 
Dabei
8 Mai 2016
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#11
Muss mal einen älteren Thread ausgraben.

Jetzt weiß ich wieder warum ich meinen Hund im Freilauf lieber vor mir statt hinter mir habe ...
Dusty geht seit kleinst auf immer frei mit auf Feldwegen, ist eigentlich immer abrufbar, bei anderen Hunden, Vögeln etc.
Heute geht er also hinter mir am Wiesenrand, wird auf einmal unruhig, flitzt an mir vorbei. Habe gesehen dass er hinter was herjagt, rufe nein. Da erkenne ich es ist ein junger Feldhase. Der Hase duckt sich in einen Graben zwischen Maisfeld und Wiese, Dusty will hin, bleibt aber auf Entfernung (50 cm) nach meinem Verbot. Ich bin nur ca. 20 cm vom Hasen weg, greife nach Dusties Leine, in dem Moment schießt der Hase los ins Maisfeld, Dusty hinterher. Konnte ihn natürlich nicht mehr sehen. Ich rufe 2 x , er kam nicht sofort (vielleicht ja doch, je nachdem wie weit er weg war dauert das), ich pfeife, nach 10 Sekunden kommt er aus dem Feld. Total freudig und ohne Reue. War mir jetzt auch nicht sicher ob ich ihn strafen soll? Aber er ist ja nicht dumm, also gabs Korrektur meinerseits, dann Unterordnung und dann durfte er wieder normal (aber diesmal näher bei mir) laufen.
Mich ärgert das total, denn wenn ich ein Tier vor ihm sehe und das Nachjagen verbiete klappt es auch. Da er aber hinter mir war ging das nicht so leicht. Zum Glück jagt er nur nach und tötet nicht, das hätte er leicht gekonnt, er konnte ja sogar an dem Hasen während dem Nachrennen schnuppern.
Von wegen Aussies jagen nicht. Nettes Ammenmärchen ;)

Hütetrieb ist halt doch nur umgelenkter Jagdtrieb.

Ich frage mich, wie reagiert man in so einer Situation? Strafen? Anleinen? Er ist 8 Monate und die Impulskontrolle zwar i.d.R. gut aber selten geht es mal mit ihm durch. Ganz selten. Bisher nur einmal bei einem Eichhörnchen und einmal jetzt bei dem Hasen.

Muss er jetzt an die Schleppleine? Ich komme mit der leider überhaupt nicht klar :(
 
Dabei
31 Jan 2015
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#12
Wir haben das Jagdthema bei Yumo leider sehr ausgeprägt, allerdings leine ich ihn trotzdem ab, da ich mittlerweile herausgefunden habe, wie ich ihn abhalte.
Wenn er mir doch mal entwischen sollte, weil ich nicht aufgepasst habe, dann mache ich es folgendermaßen:
meist läuft er irgendwo lang, wo ich nicht hinterher kann. Das heißt, ich warte erst einmal auf dem Weg, bzw gehe einfach weiter. Sobald ich sehe, dass er zurück gelaufen kommt, flitze ich ihm entgegen und es gibt ein Donnerwetter.
Das heißt: Ich gehe quasi zu ihm, statt dass er zu mir kommt, damit er die Bestrafung nicht mit dem Zurückkommen verbindet.

Ansonsten habe ich Yumo sowieso immer im Blick - auch, wenn er hinter mir ist. Dann drehe ich mich halt etwas häufiger um.
Sobald ich sehe, dass er in den Wald oder aufs Feld "starrt" und nach Tieren sucht, die er jagen könnte, gibt es ein "Nein" oder ein "Lass es" oder ein "Weiter" und seit wir das intensiv geübt haben, hört er dann auch auf zu suchen. Allerdings muss ich das während eines Spaziergangs durchaus häufiger sagen. Es wird aber so langsam weniger. :)

Wo wir angefangen haben, das zu üben, habe ich ihm die Leine an den Kopf gepfeffert, wenn er nicht reagierte. Das musste ich tatsächlich aber nur 3 oder 4 Mal machen, seit dem nie wieder. :) Die Leine hatte ich dazu eine ganze Zeit lang immer zusammengeknüddelt in der Hand - quasi wurfbereit. Mittlerweile hänge ich sie mir wieder um die Schulter, ich brauche sie nämlich nicht mehr.

Die Schleppleine hatte mein Freund immer benutzt, ich nur ganz selten - ich mag das olle Ding nicht und Yumo ist, obwohl sie 15 Meter lang ist, damit auch nie gelaufen, sondern nur gelangweilt neben mir her getrottet. Das wollte ich dann auch nicht.
 
Dabei
31 Jan 2015
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#13
achja, vergessen:
Wenn jetzt ganz plötzlich ein Kaninchen vor uns auftauchen sollte, und Yumo auf das "Lass es" nicht mehr reagiert, sondern sofort hinterher prescht, dann gibt's halt das Donnerwetter, wenn er wieder da ist.
Loben würde ich ihn aber auf keinen Fall. Zumal ich meist selber so stinkewütend bin, wenn er jagen geht, dass ich dazu gar nicht in der Lage bin und dann sowieso meist direkt nach Hause gehe ;)
 
Dabei
2 Nov 2015
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#14
Ich habe auch nen jagdfreudigen Kandidaten zu Hause sitzen:)
Mittlerweile haben wir es aus einer Kombination von vorrausschauendes Spazieren, Impulskontrolle und Dummytraining ziemlich gut im Griff - ich mag die Schleppleinen auch nicht wirklich, zumal er an der Schleppleine nicht mal nen versucht machte irgendeinem Getier hinterherzujagen. Habe es extra getestet und bin mit ihm an der Schlepp bis auf ein paar Meter an Gänse ran (soweit das sie halt noch nicht wegfliegen), für die er einen Tag zuvor noch über das ganze Feld gerannt ist - tja, was soll ich sagen, mein Hund hat sich ohne Kommando brav neben mich gesetzt und mich angeguckt.
Auch ich hab ihn seither, wie Alinchen, immer im Blick, sodass ich rechtzeitig reagieren kann. Inzwischen habe ich ihn auch zu Lesen gelernt, sodass das sehr gut funktioniert. Sollte es jedoch trotzdem mal passieren das er jagt, gibts auch bei mir ein Donnerwetter. Ich glaube ein Lob fürs Zurückkommen, würde er mir aufgrund meiner Gefühlslage garnicht abnehmen;).
Wobei meiner mittlerweile auch genau weiß, dass er nicht jagen darf, macht er es doch, weiß er das er sch***e gebaut hat und zeigt das auch mit seinem Verhalten, wenn er zurückkommt - Anschiss gibts trotzdem.
 
Dabei
27 Mai 2016
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#15
Ich hab auch so einen Jagdhund im Aussie Fell zuhause.Ganz ehrlich? Ich komm damit auch gar nicht klar. Entspannung auf spaziergängen ist was anderes und ich kannte bis jetzt nur hunde die immer überall ohne Leine laufen. Ich laufe viel mit Schlepp weil ich MICH einfach nicht stressen will obwohl ich das Teil hasse. Aber wir arbeiten seit einem halben jahr daran und sein generelles Verhalten ist schon wesentlich besser, runtergefahrener, gechillter...ansprechbarer ABER nachgehen würde er trotzdem. Ich hab einfach keine lust auf kompromisse... des ist verboten und fertig. Aber wie das auf dauer durchsetzten. Meiner wäre auch so - das er trotzdem nachrennt und aber wüsste das es falsch ist - von daher schlepp ... er hatte seit nem halben jahr kein erfolg mehr aber wie ganz rausbringen... ich hab auch einfach schiss das was passiert.

Meiner cousine ihr Goldie mischling ist auch einem hasen ins maisfeld nach, überschlagen - genickbruch. den haben sie nach zwei tagen tod im feld gefunden, abgesehen davon gibt es unzählige jäger die schießen oder landstrassen.... aber so gefällt es mir auch nicht, vorallem erwarte ich nachwuchs und es ist einfach mein ziel das es am Kinderwagen klappen MUSS!
 
Dabei
27 Mai 2016
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#16
...und zu dusty....ich mag dir jetzt keine angst machen aber mit 9 monaten ging es bei uns los, davor alles ohne leine... und jetzt ist er 1 1/2 oder 1 3/4 ....

meiner scannt auch willkürlich... sicht und spuren!
 
Dabei
29 Dez 2012
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#17
@ bexti: warst du damit schon bei einem Trainer?

Meistens jagen aussies azs Langeweile, unterforderung. Aber wenn es wirklich Jagdtrieb ist, kann dir ein Anti-Jagd Training da helfen.
Ich hab einen Labbi, ehem. Straßenhund der sich selbst ernähren musste. Nach anstrengendem Anti-jagt Training mit schleppleine kann er mittlerweile wieder frei laufen und das abbruchsignal klappt zu 100%

Gerade wenn ihr Nachwuchs erwartet ist es vielleicht eine Überlegung wert, damit das dann besser klappt.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#18
...und zu dusty....ich mag dir jetzt keine angst machen aber mit 9 monaten ging es bei uns los, davor alles ohne leine... und jetzt ist er 1 1/2 oder 1 3/4 ....

meiner scannt auch willkürlich... sicht und spuren!
Zaro fing auch mit etwa 9 Monaten an Interesse am Wild zu zeigen, bei Naila dauerte es bis sie etwas über ein Jahr alt war. Ich bin damals mindestens 6 Monate lang häufig mit einer oder 2 Schleppleinen gelaufen (die verheddern sich ganz toll :(). Danach auch noch mal sporadisch.
Bei mir gab es für jeden Jagdansatz Ärger (schimpfen, gehen oder Gehorsam an kurzer Leine, Abbruch des Spaziergangs oder ähnliches). Parallel dazu habe ich den Rückruf noch mal völlig neu mit Superleckerlie und Spielzeug aufgebaut.
Das nächste was mir dann bei Zaro im Freilauf passierte war, dass er laufend begeistert auf ein Feld lief, sich dauernd zu mir umdrehte und darauf wartete, dass ich ihn zurückrief, damit es Spiel + Leckerlie gibt. Verhaltensketten lernen sie super schnell :p. Immerhin war er abrufbar. Die Belohnung habe ich dann langsam nur noch variabel gegeben. Es ist aber auch jetzt nicht so, dass ich mit Zaro vor mich hin träumend spazieren gehen kann. Er scannt schon noch manchmal die Umgebung ab so dass ich aufpassen muss ihn rechtzeitig rauszuholen. Der Rückruf klappt aber auch nach kurzem Durchstarten noch. Bei Naila hat sich das Interesse ganz gut gegeben.
Ich weiß nicht ob die Methode jetzt gut zum Nachahmen ist. Es gibt bestimmt nachhaltigere Ansätze aber wir kommen jetzt gut klar. Es hat nur eine Zeit gedauert.
Bei unserem Rettungshundetraining oder bei Einsätzen hatten wir das Problem übrigens noch nie. Da war ihm seine Aufgabe bisher immer wichtiger :eek:.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#19
Ich denke das ist auch mein Ansatz, ich habe es vermasselt, ihn nicht im Blick gehabt. Er hat auch Anschiss kassiert, ich bin auf ihn zu, er wusste erstmal nicht so recht was Sache ist. Aber ich denke er hats kapiert.
Dusty wird nach wie vor frei laufen ABER ich bin in Zukunft schneller! Jedes fährten, schnuppern, wittern wird unterbunden. Bei Vögeln kann ich ihn übrigens IMMER aus dem Hetzen abrufen. Vielleicht weil er weiß dass er sie doch nicht kriegt? Es kam ja erschwerend dazu dass der Hase jung-dumm-langsam war und immer stoppte so dass Dusty sogar an ihm schnuppern konnte :(
 
Dabei
27 Mai 2016
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#20
ja das mit dem hasen war natürlich echt ungünstig.. :(
aber ist rum! besser machen! ich muss mich auch wieder mehr trauen bei meinem hund. Vorallem fahren wir nächste woche an die nordsee... ich hab einfach kein bock auf das schleppleinen gezerre .....

anja... meiner macht es beim fährten oder beim Agility auch, da ist ihm leider die aufgabe nicht wichtiger :(

Antijagdtraining wäre auch toll - auch das fehlt hier eindeutig, ich muss nochmal genauer googeln.
aber ich bleib stetig dran und bin mir sicher das er in einem halben jahr wenn er 2 ist schon wieder etwas anders tickt, zurzeit ist so eine zweite pubertät hab ich das gefühl im anmarsch.


Und jenny - nein... ich war bei 3 trainern... ich weiß nicht mehr wo ich in meiner umgebung hinsoll, die 3 waren auf jeden fall nicht mein fall :(
 
Dabei
29 Dez 2012
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#21
Ohje, das ist natürlich doof.

Liest man aber immer öfter, dass kein vernünftiger Trainer in der Umgebung zu finden ist.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#23
Wir wohnen hier ja direkt am Naturschutzgebiet und umgeben von Wäldchen und Feldern, also viel Wild. Daher habe ich immer Möglichkeit zum Üben aber auch immer den Reiz für Dusty. Heute wars schon viel besser, habe ihn einfach näher bei mir gehalten, also nicht mehr als max. 20 m Abstand zu mir sonst Rückruf. Wenns nicht anders geht muss es eben so gehen.
 
Dabei
25 Aug 2016
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#24
Wieviel Spielraum hast du ihm denn bisher gelassen?
Wir haben von klein auf an den 10-20 m gearbeitet, ich persönlich mag es überhaupt nicht wenn der Hund sich auf einem normalen Spaziergang weiter entfernt. Das kann man dann ja kaum noch überschauen. Ich hab einen Kollegen mit dem gehen wir ab und an mal spazieren, seine Weimeranerin rennt bis zum Horizont und er findet das gut. Wäre nicht so mein Ding weil man dann ja auch kaum noch die Möglichkeit hat den Hund durch Entzug von Nähe aufmerksamer zu machen.

Ich würde dir raten am Radius nicht mit einem Rückruf zu arbeiten. Ich denke Rückruf heisst er muss wirklich zu dir kommen (mit oder ohne Vorsitzen)?
Daraus ergeben sich dann zwei Probleme, erstmal verschleißt das Kommando schnell weil er ja anfangs recht oft zu weit gehen wird wenn er es noch nicht anders kennt und zweitens lernt er nicht von sich aus darauf zu achten wieweit er weg ist.
Der schlendert dann immer weiter nach dem Motto "Frauchen ruft dann schon", das ist ja aber nicht das Ziel ;)

Ich drehe sofort um wenn ich meine das der Abstand zu groß ist, ist der Hund sehr beschäftigt dann wird gerannt. Das hat bei uns den angenehmen Effekt das Yoshi sich stetig nach hinten absichert und so einen schönen Radius hält. Er ist auch gerade in dem Alter indem er versucht diesen aufzuweichen aber umdrehen oder hinter den nächsten Baum stellen wenn er länger nicht guckt klappt zu 100%.
Außerdem habe ich an der Schlepp einen Kurzpfiff für "Leine gleich zuende" eingeführt. Ist die Situation so das ich mich nicht einfach umdrehen oder verstecken kann dann gibt es einen Kurzpfiff...Hund bleibt stehen orientiert sich um und dann fällt ihm auf das er zu weit weg ist und er wartet. Ihn ständig ranrufen würde ihn so nerven das er die Mitarbeit zügig verweitert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
8 Mai 2016
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#25
Ah ok, guter Denkansatz. Meist ist Dusty zu weit hinter mir, er markiert ständig...
Ich schicke ihn dann mit "weiter" voran, das klappt ganz gut. Hin und wieder muss er aber auch ganz rankommen (mit Vorsitz), macht er aber recht gerne
da er dann geknuddelt wird und / oder Leckerchen bekommt :)
 
Dabei
27 Mai 2016
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#26
Oh wirklich toller Ansatz! Auch danke :)! Ich hab es bisher mit rückruf gemacht, und weiter wie 10 meter möchte ich beim normalen schlenderspaziergang auch nicht das mein hund geht.
zumindest in so einer phase zurzeit. Meine hündin läuft auch 30 meter vor aber die wartet IMMER und würde nicht mal einem hasen nach wenn dieser vor ihr nase hoch hüpft also darf sie das :)!


Der rückruf wenn er zu weit war, klappte bis jetzt bei uns super, das er so seine 10-12 meter einhält und zwischendurch durch schnüffeln etc mal abbremst und sich orientiert... wenn es mir zu weit war, hab ich gerufen und wenn er bei mir war, ihn nur bestätigt mit blick, ruhigen streicheleinheiten, runterfahren kurz bei mir, und sobald er mir in die augen geschaut hat und kontakt sucht, ihn mit den worten "bei mir" wieder eingeladen mitzukommen.

Das "bei mir" habe ich neu aufgebaut, früher in der komischen hundeschule hieß das "LAUUUUUF" und leine ab. und durch mein kommando und warten bis er mit mir kommuniziert haben wir schon viel geschafft, nämlich viel viel ruhe reingebracht und nicht mehr diese energie, die die Aussies ja EH SCHON besitzten. Das muss man ja nicht noch pushen.
 
Dabei
25 Aug 2016
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#27
Ich hatte selber noch keinen Aussie und kann daher nicht sagen wie lange sie bei für sie "sinnlosen" Kommandos mit Freude am Ball bleiben. Mit nem Schafpudel geht das nicht, der sagt nach dem 5. Rückruf "schon wieder rankommen? ist doch garnix los". Auch bezweifel ich das die Hunde dann die gewünschte Verknüpfung ziehen und einen Radius lernen. Man muss ihnen ja irgendwie kommunzieren welche Entfernung noch ok ist.
So hat man ja nur den Effekt das es ein "zu weit" gibt und der Hund dann rankommen muss. Ich möchte eben das der Hund selber denk und aufpasst, das gibt ihm auch gleich Arbeit im Kopf.

Meist ist Dusty zu weit hinter mir, er markiert ständig...
Dann würde ich schauen das ich immer schneller werde, vlt. auch renne wenn er zuweit zurückfällt. Oder mal spontan abbiegen und zickzack laufen. Oder einen Ausfallschritt hinter einen Baum wenn er gerade nicht guckt.
Ich bin, wie ihr lesen könnt, kein Freund davon dem ständig vorzukauen wo es kang geht und in welchem Tempo. Hunde die schon gelernt haben das Frauchen wartet oder ruft brauchen natürlich öfter mal einen Dämpfer. Aber bei Junghunden von anfang an geübt gibt es nichts entspannteres. Vor allem weil man nicht soviel verbales Feuer verschießt und sich mit den Kommandos auf das wesentliche konzentrieren kann.
 
Dabei
15 Mai 2014
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#28
Ich hatte selber noch keinen Aussie und kann daher nicht sagen wie lange sie bei für sie "sinnlosen" Kommandos mit Freude am Ball bleiben. Mit nem Schafpudel geht das nicht, der sagt nach dem 5. Rückruf "schon wieder rankommen? ist doch garnix los". Auch bezweifel ich das die Hunde dann die gewünschte Verknüpfung ziehen und einen Radius lernen. Man muss ihnen ja irgendwie kommunzieren welche Entfernung noch ok ist.
So hat man ja nur den Effekt das es ein "zu weit" gibt und der Hund dann rankommen muss. Ich möchte eben das der Hund selber denk und aufpasst, das gibt ihm auch gleich Arbeit im Kopf.


Dann würde ich schauen das ich immer schneller werde, vlt. auch renne wenn er zuweit zurückfällt. Oder mal spontan abbiegen und zickzack laufen. Oder einen Ausfallschritt hinter einen Baum wenn er gerade nicht guckt.
Ich bin, wie ihr lesen könnt, kein Freund davon dem ständig vorzukauen wo es kang geht und in welchem Tempo. Hunde die schon gelernt haben das Frauchen wartet oder ruft brauchen natürlich öfter mal einen Dämpfer. Aber bei Junghunden von anfang an geübt gibt es nichts entspannteres. Vor allem weil man nicht soviel verbales Feuer verschießt und sich mit den Kommandos auf das wesentliche konzentrieren kann.
Sehe ich ganz genau so :).
Wenn man zuviel auf die Hunde (zumindest meine beiden) einquatscht verlieren sie das Interesse. Leckerlies, die es dann für den Rückruf gibt, werden auch nie so spannend sein wie Wild oder andere starke Ablenkung. Ich habe mich immer wenn ich das Gefühl hatte dass sie überhaupt nicht auf mich achten, versteckt, bin abgebogen oder ähnliches. Das hilft richtig gut.
 
Dabei
8 Mai 2016
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#29
Ich fange an zu rennen, klappt auch wunderbar, da kommt er immer. Beim verstecken lässt er sich in bekanntem Gelände zu viel Zeit für meinen Geschmack.
 
Dabei
27 Mai 2016
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#30
das kenn ich mit dem zuviel zeit lassen in bekannten gelände.. als ob sie wüssten das wir uns verstecken!! .....
 

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