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Aussie will Beute nicht abgeben -

Dabei
10 Mrz 2014
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#1
Hallo,
heute geht es um einen Aussierüden (kastriert), den wir seit 2 Wochen bei uns haben. Ich nenne ihn mal Benny. Er ist jetzt knapp 2,5 Jahre alt und wurde wegen Zeitmangel abgegeben. - Mittlerweile kann ich sagen, dass er mit meinem Yuma (1 Jahr) sehr schön spielt und die beiden sind wirklich gute Kumpel geworden. Am Anfang sah das nicht gleich so gut aus da dieser Hund nicht mit ihm spielen wollte. Er brachte den Spielkong (dieses lange Ding von Kong) immer zu mir und forderte mich zum Spiel auf. Ich hab das ignoriert und nach 2 Tagen haben die Hunde sich gegenseitig zum Spiel aufgefordert und das klappt wunderbar. - Neulich fand Benny ein altes Spielzeug das quietscht. Es lag wohl im Keller unterm Regal. Er brachte es hoch und als Yuma ran wollte hat er böse geknurrt und nach ihm geschnappt. Ok; dieses Spielzeug wollte er dann nicht teilen und nahm es in seine Box. Jeder hat im Flur eine Box in der sie sich zurück ziehen können, wenn es ihnen zu viel wird. Das respektieren auch beide gegenseitig. Yuma lief beleidigt weg und holte sich auch ein Spielzeug. Als Benny keine Lust mehr hatte ging er zu Yuma, da hat ihn dieser dann ignoriert. Also das lief wirklich alles sehr schön ab und ich konnte da auch sehen, wie sie lernen und miteinander umgehen.
Ich merke nun aber auch, dass Benny außer Spaziergänge und Stöckchenwerfen nicht viel gemacht hat und die Vorgeschichte kenne ich auch nicht. Wir wollen ihn auch mehr beschäftigen und so haben wir, genau wie mit Yuma, den Futterdummy in der Wohnung versteckt. Yuma war in der Zeit nicht im Haus, also allles total stressfrei. Er sucht ihn, findet ihn, aber wollte ihn dann nicht hergeben. Mittlerweile bin ich so weit, dass er ihn fallen lässt. Also er bringt ihn noch nicht zu mir, aber er lässt ihn fallen... ok, das müssen wir halt üben und irgendwann wird er es verstehen. Schritt für Schritt. - Was mich heute aber gestört hat und ich nun nicht weiß, ob ich mich richtig verhalten habe war folgendes:
Er hat den Futterdummy gefunden und ihn in seine Box gebracht. Da bin ich hin und da hat er mir angeknurrt. Also er wollte die Beute für sich haben und nicht teilen. Bein einem scharfen "Nein" hat er aufgehört zuknurren, aber kam nicht raus. Ich hab mich dann groß gemacht und bin weg... da hat er mir nachgeschaut. - Dann hab ich ihn gerufen "Hierher" und er kam zögernd. Das hab ich dann belohnt. Er ging aber gleich wieder rein und das Spielchen haben wir dann mehrmals wiederholt, bis ich ihn weg vom Flur hatte. Da ging ich wieder raus und hab den Dummy aus der Box geholt. Die Tür zum Flur geschlossen und das Ganze noch mal in Wohnzimmer und Küche probiert. Da hat er den Dummy dann wieder fallen lassen. - Meine Frage: Kennt ihr solch ein Verhalten? War es richtig so zu reagieren? Er muss erkennen, dass ich der Chef bin, aber in die Box hab ich mich nicht getraut reinzulangen. Dazu kenne ich ihn noch nicht lange genug und er muss sich ja an uns gewöhnen. Ich glaub aber, dass er nicht rausgekommen wäre, wenn er mich nicht respektiert hätte. Also er hört ansonsten gut auf "Nein" und wartet auch vor dem Fressnapf bis ich das Kommando gebe. Ansonsten haben wir auch keine Probleme, lediglich wenn er irgend etwas fressbares findet. Da ist er unmöglich. Er ist total fressgesteuert und ich hab ihn schon mehrmals erwischt mit Pfoten auf dem Tisch und dann gleich zurecht gewiesen. Für mich sieht es momentan so aus, als wär er früher mit Fressen ruhig gestellt worden und ich möchte das gerne ändern. Ich möchte ihn mit Spielchen belohnen und nicht so auf Futter fixieren. - Nun hab ich überlegt, ob ich ihn besser auf mich fixieren kann, wenn ich ihn aus der Hand füttere, damit er den Napf oder überhaupt das Thema Fressen nicht so arg sieht. Gestern Abend hat er wieder so geschlungen, dass er gleich alles gekotzt hat. also es wirkt auf mich, als hätte er Angst dass man ihm das Fressen weg nehmen möchte. Totaler Futterneid oder Futterangst... ich weiß es nicht. - Ach ja, ich füttere die beiden Herren momentan noch in getrennten Räumen, aber gleichzeitig. Also das kommando "Friss" gebe ich in der Küche während einer im Flur vor der Küchentür seinen Napf hat und der andere im Esszimmer.. so hab ich beide im Auge und es bleibt auch jeder vor seinem leeren Napf sitzen bis ich abräume.
Danke schon mal für eure Antworten
 

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Dabei
7 Jan 2014
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#2
Zwei Rüden in dem Alter, mit relativ geringen Altersabstand, sind schon eine Herrausforderung. Der Hund ist noch so kurz bei dir und muss seinen Platz erst finden. Würde jetzt am Anfang klare Regel aufstellen wie was zu laufen hat und nicht viel hin und her probieren. So wie du das beschreibst finde ich es schon mal in Ordnung. Rituale ,an denen sich beide orientieren können, sind immer gut. Lasse den Hund mal in deiner Familie ankommen . Übungen würde ich dann mit den Hunden erst mal getrennt aufbauen. Auch hilft für die Bindung zu dir wenn du mit jedem einzeln was machst.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#3
Lass doch den Hund mal erst ankommen, bevor man solche Übungen macht. Du weißt nichts über seine Vorgeschichte u. warum er sich so verhält. Also würde ich das ganze erst Mal lassen u. zunächst einmal zusehen, das ihr alle Euch viel besser kennenlernt u. eine Bindung u. vor allem Vertrauen aufgebaut wird. Und wenn Du Dir in so vielen Punkten unsicher bist, dann würde ich doch einfach mal eine Hundeschule aufsuchen u. hier etwas über die Körpersprache etc.pp. der Hunde lernen. Und auch ein Hund muss richtiges apportieren erst Mal lernen u. man muss es Step-by-Step aufbauen. Zudem weiß man nicht, ob er vorher z.B. unregelmäßig u. zuwenig gefüttert wurde u. er daher z.B. so auf diese Ressourcen erpicht ist.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#4
Schon klar, mir ging es nicht um die Übungen, sondern dass ich mich mit ihm alleine beschäftige, also um die Bindung aufzubauen. Vlt. hab ich die Überschrift falsch gewählt. Dass er zuwenig gefüttert wurde glaube ich nicht. Er war eher übergewichtig. Für mich sieht es eher so aus, dass er mit Futter bestochen wurde. - Ein paar Dinge weiß ich zur Vorgeschichte und das würde passen. Der Besitzer hatten keine Zeit mehr und seiner Frau tanzte er auf der Nase rum und sie hatte eigentlich Angst vor Hunden. Also bei ihr war er wohl der Chef. Viele Leute neigen leider dazu den Hund mit Leckerlie ruhig zu machen. Hundeschule bin ich mit Yuma und das Wissen bringt mir auch viel in der neuen Situation. Wie gesagt, mir geht es nur darum wie ich mich verhalten soll, wenn er etwas klaut (hier geht es nicht nur um Übungen) und sich dann in die Box legt und mich anknurrt. Er hat auch schon Brot geklaut und das war das selbe Spiel. Das mit dem Futterdummy war nur ein Beispiel. Ich übe mit ihm täglich das "Abgeben" mit diversen Dingen und das klappt auch immer besser, wenn er eine Belohnung bekommt. Also hier geht es wirklich nicht darum, dass ich mit ihm irgendwelche Übungen erlernen möchte, sondern die Bindung aufbauen. Ich gehe auch mit beiden getrennt spazieren, wenn ich alleine bin und da baue ich immer kleine Spielchen ein. Also da merke ich auch, wie er jetzt schon bestimmte Dinge weiß und darauf wartet. - Man merkt, dass eine Grunderziehung vorhanden ist. Er war mit dem Vorbesitzer auch in der Hundeschule, das merkt man schon. - Das einzige Problem wo ich jetzt mit ihm habe ist diese Dieberei und dass er es dann in seine Box bringt und keinen ran lässt. Eine andere Überlegung wäre die Box tagsüber zu schließen, aber da würde ihm ja der Rückzugsort fehlen.. oder denke ich da falsch? - Normalerweise liegen beide auch nur nachts in ihren Boxen. Das war Benny so gewohnt und Yuma auch. Also das ist für beide nichts neues. Da kuscheln sie sich von alleine rein.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#5
Gegen die Dieberei hilft erst Mal Ordnung, sprich, er bekommt kein weiteres Erfolgserlebnis mehr.
Und dann würde ich in der jetzigen Phase nicht auf Konfrontation gehen, sondern erst Mal mit Tausch arbeiten. Damit der Hund überhaupt erst Mal lernt, Dir zu vertrauen.
Wahrscheinlich hat er in seinem alten Zuhause gelernt, sich in dieser Situation durchsetzen zu können. Hier würde ich mir an Deiner stellen schon sehr sorgfältig überlegen, ob u. wie Du das Problem in der jetzigen Phase angehen willst oder die Sache erst Mal auf sich beruhen läßt (in dem er erst gar nichts mehr keine Chance auf Dieberei hat!) u. daran später arbeitest, wenn ihr Euch besser kennt.
Du arbeitest ja schon am Abgeben m. Belohnung, warum dann nicht in der Situation?
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#6
ja, hatte ich ja so probiert... ich wollte die "Beute" im Tausch, aber er hat sie erst mal nicht aus der Box gebracht..... Er selbst wollte ja nicht aus der Box kommen. Also ich möchte das mit dem Tausch schon so weitermachen, denn so hat auch mein Ersthund das Abgeben gelernt. Der bringt mittlerweile Ringe und räumt auf.. alles im Tausch. - Meine Vermutung ist die, ob der Benny wenn er in seinem früheren Zuhause geklaut hat dann in die Box musste und dort mit der Beute dann bleiben durfte... Eben weil er denen auf der Nase rumgetanzt ist. Das möchte ich aber nicht unterstützen und daher die Überlegung: Mach ich die Box zu, damit er gar nicht in Versuchung kommt sich dort zurück zu ziehen, oder locke ich ihn dann wieder raus und biete ihm den Tausch an. - Wir passen hier auch alle sehr auf, dass nirgendwo etwas Essbares rumliegt, aber manchmal vergisst man doch etwas oder der Mann denkt mal nicht dran, da er es vom Ersthund nicht gewohnt war. Ich bin da mittlerweile sehr aufmerksam geworden und er darf auch nicht in die Küche.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#7
Tja, mal im ernst, was bleibt Dir dann?
Entweder er schafft es nicht mehr zu klauen oder Du machst die Box zu, damit er sich nicht entziehen kann u. arbeitest dann via Tausch. Das Verhalten des Hundes kann auch schon anzeigen, das er Dir (noch) nicht traut.
Ich denke aber mal, das Einfachste wird es sein, zunächst weiter am Tauschen/Abgeben zu arbeiten u. schlicht die Diziplin aufzubringen, das der Hund kein Erfolgserlebnis mehr hat.
 

KON

Berliner Schnauze
Dabei
22 Mrz 2011
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#8
Wenn dein Hund die Box tagsüber nur dafür benutzt, um zu bunkern, wäre für mich fraglich, ob hier wirklich ein Nutzen gegeben ist. Es gibt ja durchaus Hunde, die in Ermangelung von Hundespielzeug oder Futter irgendwas anderes klauen (Hausschuh,...) um den dann zu bewachen. Sollte der Hund die Box tagsüber wirklich nur für sein Beutespielchen brauchen, würde ich sie wahrscheinlich zu machen.

Zumindest wenn du wieder mit dem Futterbeutel arbeiten willst, solltest du auf jeden Fall die Box zu machen. Wie schon geschrieben wurde, Konflikte kann man auch erstmal vermeiden, bevor man offensiv daran arbeitet. Ansonsten würde ich schauen, wie dein Hund die Beute bewertet und welche Belohnung ihm wirklich etwas wert ist. Ich muss da demnächst auch mit meinem Hund ran, weil er im Sport sehr hoch über die Beute gezogen wurde und jetzt logischerweise seine Beute lieber zerlegen möchte. Da muss ich jetzt auch schauen, was ihm wichtiger ist und ich habe da so eine Vermutung, dass es auf Wiener Würstchen hinaus läuft ;D
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#9
ich glaube der Hund wurde wirklich zu sehr auf Futter konditioniert weil die Vorbesitzer nicht mit ihm klar kamen. Ich musste ihn gerade mal wieder aus der Küche verweisen. Das war früher wohl sein Lieblingsort, da vermutlich ständig etwas auf den Boden fiel... anders kann ich mir das momentane Verhalten nicht erklären. Ein scharfes "Nein" und "Raus" und die Platzzuweisung klappt schon ganz gut. Trotzdem muss ich da sehr aufpassen. - Zukünftig werde ich die Box schließen, wenn wir etwas üben, denn die soll Rückzugsort und nicht Bunkerstelle sein.
 

Katja85

Katjas Heartbreaker :-)
Dabei
31 Jan 2012
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#10
Kannst du den Futterdummy daheim nicht an eine lange Leine oder an eine lange Schnur machst? So kann er auch nicht damit abhauen. Die Box würde ich dann ebenfalls schließen.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#11
Kannst du den Futterdummy daheim nicht an eine lange Leine oder an eine lange Schnur machst? So kann er auch nicht damit abhauen. Die Box würde ich dann ebenfalls schließen.
das hat mir heute eine Freundin empfohlen und ich werde das nächste Mal so vorgehen. - danke für den Tipp
 

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