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Australian Shepherd & Collie (Border Collie) - Pferdewurmkur

Dabei
13 Okt 2012
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#1
Hallo,
ich habe da eine Frage an euch die mich sehr Interessiert.

Es ist leider weniger bekannt das Australian Shepherds und Allgemein Collies (besonders Border Collies) auf keinen Fall auch nur ein bisschen Pferdewurmkur fressen dürfen (auch Hunde die auf MDR 1 +/+ geprüft sind), da es ein starkes Medikament ist und sie nach 3-4 Stunden nach der Einnahme gnadenlos sterben ohne das ihnen geholfen werden kann.
Eine Bekannte von uns hatte so ein Problem und deswegen wollte ich mal Fragen woran das liegt, das ausgerechnet die am liebsten für Reitbegleitung gewählten Hunde an so etwas sterben, während andere Rassen (egal ob groß oder klein) nicht ein bisschen Schaden daran nehmen...
Zudem möchte ich auch gleichzeitig darauf hinweisen für die Aussie / Collie Besitzer, die dieses nicht wissen.
In Hundebüchern und auch bei Google ließ sich nichts wirklich dazu finden (oder ich war nicht fähig genug zu googlen). Was ich allerdings auch schade finde, da den Hunden nach einer Einnahme nicht mehr geholfen werden kann.

Liebe Grüße, Judith
 

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Dabei
21 Feb 2011
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#2
Um welche Wurmkur handelt es sich denn? Oder besser um welchen Wirkstoff?

Im Herbst werden Pferde gern mit Ivermectin entwurmt, da das ein Mittel ist, das gegen die sog. Magendassel wirkt. Leichtere Wurmkuren helfen da nicht.
Da sollte man schauen, dass die Hunde das wirklich nicht aufnehmen....für MDR1 -/- Hunde ist das tödlich.
Dieser Wirkstoff ist aber zb auch in Wurmkuren für Schafe enthalten.
 
Dabei
21 Sep 2012
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#3
Oh, ich wusste gar nicht, dass es auch für MDR 1 ++ Hunde so sehr gefährlich sein kann! o_O Ich dachte MDR 1 -- sowieso und bei MDR 1 +- kann eine hohe Dosis dieser Medikamente etwas auslösen. Liegt es denn tatsächlich an dem Gendefekt oder würde es vielleicht auch andere Hunderassen betreffen, die diesen Defekt nicht haben? Ich könnte mir vorstellen, dass das Mittel pur aufgenommen natürlich bei der Konzentration an Wirkstoff bei jedem Hund üble Auswirkungen hat, wenn ich mir überlege, dass es sogar meinem Pferd ab und zu nach der Wurmkur nicht so gut geht.
Ich nehme Yala immer am Tag der Wurmkurvergabe und die ganze Woche danach nicht mit in den Stall, um vorzubeugen. Mir ist aber aufgefallen, wie oft Hunde auch Kontakt zu anderen für Pferde hoch dosierte Medikamente haben können. Mein Pferd hat neulich Schmerzmittel kriegen müssen in Pulverform im Mash. Leider saut er damit immer so rum und was auf dem Boden landet, schlabbert Yala gerne auf. Da musste ich diesmal schon sehr aufpassen... Und wer weiß, wie oft andere Einsteller, die nicht an die Hunde denken, Medikamente einsetzen, die die Hunde irgendwie noch aufnehmen können :-/ Schon ziemlich doof...

Habt ihr eure Hunde nochmal auf den MDR 1 Defekt testen lassen? Ich weiß nur von Yalas Eltern, dass sie ++ und +- haben...
 
Dabei
21 Sep 2009
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#4
Schau mal hier: http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt/tierarztbroschuere.pdf

[h=2]Was sagt mir der MDR1-Befund[/h]Zu MDR1+/+:
Der Defekt MDR1 nt230(del4) wurde nicht nachgewiesen. Nach derzeitigem Kenntnisstand liegt ein funktionsfähiges MDR1-Transportsystem vor. Bei der Arzneimitteltherapie müssen diesbezüglich keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Nebenwirkungen) aufgrund anderer Ursachen können nicht ausgeschlossen werden.
Zu MDR+/-:
Der Hund ist heterozygoter Merkmalsträger für den Defekt MDR1 nt230(del4). Der Defekt wurde nur von einem Elternteil vererbt und kann weitervererbt werden. Es kann zu einer Zunahme von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (Nebenwirkungen) bei einer Therapie mit Zytostatika und makrozyklischen Laktonen (hochdosiert) kommen.
Zu MDR1-/-:
[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Der Hund ist homozygot von dem Defekt MDR1 nt230(del4) betroffen. Es fehlt ein funktionsfähiges MDR1-Transportsystem in der Blut-Hirn-Schranke, Leber, Niere, Plazenta und den hämatopoetischen Stammzellen. Der Defekt wurde von beiden Elternteilen vererbt und kann weitervererbt werden. Bei der Therapie dürfen bestimmte Arzneistoffe nicht angewendet werden. Eine aktuelle Liste mit problematischen Arzneistoffen finden Sie unter:[/FONT]
Kritische Arzneistoffe bei MDR1-/- und MDR1+/- Hunden[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif].[/FONT]
[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Unabhängig von der multiplen Arzneistoffüberempfindlichkeit wissen wir heute, dass es bei MDR1-/- Hunden zu einer Fehlsteuerung endokriner Regelkreise kommt. Dies äußert sich in erniedrigten Cortisolspiegeln und führt in einem Stress- oder Krankheitszustand unter Umständen zu einer eingeschränkten Stressbewältigung bzw. Regenerationsfähigkeit. Des Weiteren mehren sich die Hinweise, dass MDR1-/- Hunde eine erhöhte Anfälligkeit für die Entwicklung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen aufweisen. Klinische Studien zur Untersuchung dieser Problembereiche werden in den nächsten Jahren erwartet.[/FONT]

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Quelle: [/FONT]http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt/befund.php Uni Klinik Gießen

[h=2]Kritische Arzneistoffe bei MDR1-/- und MDR1+/- Hunden[/h]1. Makrozyklische LaktoneArzneistoffe aus dieser Gruppe (Ivermectin, Doramectin, Selamectin, Moxidectin, Milbemycinoxim) werden beim Hund zur Therapie parasitärer Erkrankungen eingesetzt. Zu einer Aufnahme kann es aber auch im Rahmen der Entwurmung von Pferden mit hoch dosierten Präparaten kommen, welche bei Unachtsamkeit von Hunden aufgenommen werden. In beiden Fällen kommt es bei MDR1-/- Hunden zu gravierenden und zum Teil lebensbedrohlichen Vergiftungen. Diese äußern sich initial als Mydriasis, Visusverlust, Ataxie, Hypersalivation, Desorientiertheit und Krämpfen und gehen dann in einen mehrere Tage andauernden komatösen Zustand über, welcher einer intensivmedizinischen Behandlung bedarf. Besonders kritisch ist dabei der lang anhaltende ZNS-depressive Zustand sowie eine Beeinträchtigung der Magen-Darm-Motorik bei zeitweise aussetzendem Schluckreflex. Dies führt häufig zum Auftreten von Sekundärkomplikationen.1.1 Vergiftungen durch therapeutische ApplikationMakrozyklische Laktone dürfen, sofern nicht explizit für den Hund zugelassen, nicht bei MDR-/- Hunden angewendet werden, da es zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen kann. Ein MDR1-Gentest ist daher zwingend vor dem hoch-dosierten Einsatz von Makrozyklischen Laktonen, z.B. zur Therapie der generalisierten Demodikose. Auch heterozygote MDR1+/- Hunde zeigen hierbei vermehrt Nebenwirkungen wie Mydriasis und Ataxie, welche aber beim Absetzen der Präparate auch ohne Behandlung innerhalb eines Tages reversibel sind.1.2 Unbewusste Aufnahme im Rahmen der Entwurmung von PferdenMDR1-/- Hunde müssen der Entwurmung von Pferden mit Ivermectin- oder Moxidectin-haltigen Präparaten dringend fern gehalten werden, da es selbst bei Aufnahme sehr geringer Mengen dieser hoch dosierten Präparate zu gravierenden Vergiftungen von MDR1-/- und auch MDR1+/- Hunden kommen kann. Insbesondere neuere Präparate in Tablettenform wie Equimax Tabs®, Eraquell Tabs®, oder Vectin® können für Hunde mit MDR1-Defekt extrem gefährlich sein: Bereits die Aufnahme einer einzigen Tablette mit ~20 mg kann bei MDR1+/- Hunden leichte Vergiftungssymptome hervorrufen und ist für MDR1-/- Hunde sogar tödlich!

IVM=Ivermectin, PQT=Praziquantel, MOX= Moxidectin
*: alle Angaben ohne Gewähr

1.3 Sichere Anwendung von Makrozyklischen LaktonenNur für sehr wenige Arzneistoffe wurde bisher die Sicherheit der Therapie auch bei MDR1-/- Hunden untersucht und bestätigt. Dazu zählen insbesondere drei für den Hund zugelassene Präparate aus der Gruppe der Makrozyklischen Laktone: das Moxidectin-Präparat Advocate®, das Selamectin-Präparat Stronghold® und die Milbemycinoxim-Präparate Milbemax® und Program Plus®. Allerdings müssen alle genannten Präparate auf Grund der geringeren therapeutischen Breite bei MDR1-/- Hunden streng nach Herstellerangaben verabreicht werden. Insbesondere sind eine Überdosierung dieser Präparate sowie eine versehentliche orale Verabreichung der spot-on Präparate Advocate® und Stronghold® zu vermeiden.2. Loperamid (Imodium®)Loperamid wird häufig auch ohne Konsultation eines Tierarztes zur Behandlung von Durchfallerkrankungen des Hundes eingesetzt. Bei MDR1-/- Hunden passiert das sonst nur peripher wirksame Loperamid die Blut-Hirn-Schranke und löst so ein schweres und komplexes Vergiftungsgeschehen aus, welches nur schwer zu therapieren ist. Loperamid darf daher bei MDR1-/- nicht angewendet werden.3. ZytostatikaZytostatika wie Vincristin oder Doxorubicin, welche zum Beispiel im Rahmen der Lymphomtherapie beim Hund eingesetzt werden, sind hoch toxisch fÜr MDR1-/- Hunde. Dabei sind vor allem das Blutbildende System und der Gastrointestinaltrakt betroffen. Ein Test auf MDR1-Defekt wird daher vor der klinischen Anwendung dringend empfohlen. Unter Therapie bedürfen sowohl MDR1-/- als auch MDR1+/- Hunde einer besonderen Überwachung um gravierende Nebenwirkungen rechtzeitig zu erkennen und die Therapie entsprechend anzupassen bzw. abzusetzen.4. Emodepsid (Profender®)Der in dem Präparat Profender® enthaltene Wirkstoff Emodepsid gehört zu den MDR1-Arzneistoffen. Entsprechend ist bei MDR1-/- Hunden die therapeutische Breite dieser Substanz reduziert. So wurden in einer kontrollierten Studie bei MDR1-/- Hunden schon nach Gabe der doppelten empfohlenen Dosis kurzzeitiges, leichtes Zittern und Ataxie beobachtet. Die Symptome klingen ohne Behandlung vollständig ab; ein spezifisches Gegenmittel ist bisher nicht bekannt. Darüber hinaus wird von Seiten des Herstellers darauf hingewiesen, dass die Anwendung wegen der Formulierung als Retardtablette nur bei nüchternen Tieren erfolgen darf und eine Fütterung kurz vor oder kurz nach der Tabletteneingabe die Verträglichkeit herabsetzt. Während sich bereits gezeigt hat, dass es bei korrekter Anwendung und Dosierung von Profender® selbst bei MDR1-/- Hunden nicht zu einem vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen kommt, kann es bei der Anwendung an nicht-nüchternen MDR1-/- Hunden bereits bei einer Standarddosis zu Zittern, Ataxie und Erbrechen kommen. Bei der Anwendung von Profender® an MDR1-/- Hunden sind die Anwendungsvorschriften des Herstellers daher zwingend einzuhalten.5. OpioideNeben Loperamid wurde für zahlreiche weitere Opioide eine Interaktion mit dem MDR1-Transporter nachgewiesen. In einem MDR1-defekten Mausmodell konnte sogar gezeigt werden, dass Morphin, Methadon und Fentanyl bei Fehlen von MDR1 viel stärker über die Blut-Hirn-Schranke permeieren und so eine stärkere analgetische Wirkung erzeugen als bei MDR1-intakten Mäusen. Entsprechendes muss auch für MDR1-/- Hunde angenommen werden, wobei klinisch insbesondere die atemdepressive Wirkung dieser Opioide im Rahmen von Narkosen als kritisch zu bewerten ist. Ein Einsatz der genannten Arzneistoffe bedarf bei MDR1-/- Hunden daher besonderer Sorgfalt und Überwachung.6. Weitere kritische ArzneistoffeFür zahlreiche weitere Arzneistoffe wurde eine Interaktion mit dem MDR1-Transporter bestätigt. Diese Arzneistoffe sollten nur unter gründlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und unter Beachtung der pharmakokinetischen Besonderheiten bei MDR1-/- Hunden angewendet werden. Durch das Fehlen eines funktionsfähigen MDR1-Transporters kann es leicht zu einer unbewussten Überdosierung der entsprechenden Arzneistoffe kommen und es muss mit einem vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen gerechnet werden. Eine MDR1-Genotyp basierte Dosierung wäre bei MDR1-/- Hunden wünschenswert, ist für die meisten problematischen Arzneistoffe aber bisher noch nicht etabliert. Für die Arzneistoffe Acepromazin und Butorphanol kann aber auf Grundlage klinischer Erfahrung bereits eine Dosisreduktion um 30-50% empfohlen werden.
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[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/FONT]Tabelle 3: Übersicht über problematische Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen bei Hunden mit MDR1-Defekt.

Quelle: http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt/arzneistoffe.php

 
Dabei
21 Sep 2009
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729
#5
Wir entwurmen unsere Pferde wie folgt:
2 Jernadex (Wirkstoff, so viel ich weiß Pyrantel) (März und September), 1 Eraquell (Juni), 1 Equimax (Dezember) -->findest du alle oben auch in der Tabelle ...
 

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