Dexter außer Rand und Band

Dabei
4 Sep 2012
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#1
Hallo, unser Aussie Dexter(Rüde) wird bald 8 Monate alt.

Langsam verzweifeln wir echt. ich weiß es ist viel Text, aber ich würde mich freuen wenn ihr ihn durchlesen könnt und uns vielleicht etwas helfen könnt.
Ich wollte auch extra in ein Aussie Forum gehen, da ich denke das Leute mit eigenen Aussies mehr erfahrung darin haben, als andere Hundebesitzer( da es ja schon eine Rasse für sich ist)

Inzwischen sind wir auch bei ihm in der Pubertät angelangt und haben so einige Probleme mit unserem Lieben. Vielleicht könnt ihr mir bei einigen Helfen, den inzwischen sind wir etwas am verzweifeln, da es unser erster Hund ist.
Wir gehen regelmäßig 1x die Woche zur Hundeschule seitdem wir ihn haben.
Wir haben ihn kurz nach der 8 Woche bekommen.
So nun fange ich an etwas über unsere Schwierigkeiten zu berichten.

Er ist am Tag maximal 4-6 Stunden alleine. Doch schon einige male wenn ich nach hause gekommen bin war einiges zerlegt. Er ist bei uns nur noch im Flur(schon von anfang an) aber inzwischen müssen wir immer mehr rausräumen, anscheinend hat er soviel langeweile das er irgendetwas zerstören muss, mal ein Motorrad Helm, Sonnenbrille, gestern Teppichleiste sowie etwas im Putz kratzen was schon ziemlich heftig war. Aber was können wir da machen? Abwarten bis er älter ist oder gibt es eine lösung, langsam können wir echt nichts mehr aus dem Flur rausnehmen.

So das war der erste Streich.

Der 2te ist das teilweise pure Ignorieren und ständig unter Strom sein.
An der leine laufen klappt, bis zur kleinsten ablenkung, da wird dann stehen geblieben nicht mehr reagiert, selbst ein stärkeres anschubsen bringt ihn nichtmal dazu mich anzuschauen. Wenn er ohne leine läuft und etwas sieht dann ist er auch sofort weg, daher haben wir verordnet bekommen erstmal nur noch mit der Schleppleine zu laufen.Zuhause schläft er meistens wenn jemand da ist und liegt rum und hat einen ständig im Blick. Bloß draußen ist das alles vergessen.
Desweiteren haben wir das Problem das er gefühlt nie zur Ruhe kommt sobald wir das Haus verlassen, alle Hunde sind schon Ko und liegen rum und er springt immernoch durch die Gegend, bei Fremden rennt er ständig durch die Wohnung, unsere Hundetrainieren hat auch schon gesagt das wir auf den Stress aufpassen müssen, er fängt auch schnell an zu hecheln und seine augen sind auch sehr oft rot um das weiße herum(Ist das normal oder auch ein zeichen für Stress?)
Er kriegt von uns viel Liebe und wir setzen uns auf den Boden und kuscheln mit ihm, oder spielen(auch nur wenn wir es wollen)

Er darf auch ab und zu mit auf die Couch( Wobei ich mir aber auch nicht ganz sicher bin ob das immer ok ist, oder ob er sich dann vielleicht eher als Boss sieht)

Oft haben wir das gefühl ihn nicht genug auszulasten, wir gehen Morgens eine Stunde, mittags 1/2-1 Stunde, nachmittags 1-2 Stunden und Abends noch eine kleine Runde. Meine Freundin macht ab und zu Suchspiele.
Wir haben auch tausend sachen gelesen aber im moment ist alles echt nicht einfach.
Bei meiner Freundin beißt er öfter mal in die Leine(sehr oft, teilweise sehr heftig)
Wenn sie ihn z.b nach dem freilaufen ran nimmt.
Bei mir macht er es fast nie, vielleicht 3mal in den letzen Monaten bei meiner Freundin jeden Tag.

Ich würde mich unglaublich doll freuen wenn ihr mir vielleicht helfen könntet.
Vielleicht als kleine Information falls ihr sie benötigt, wir barfen und er ist ansonsten Gesund:)

PS: Von Anfang an haben wir ihn chronisch gelangweilt, weil wir uns kein Bewegungsfanatiker erziehen wollten.Haben nie allzuviel mit ihm gemacht, den bei Hunden soll am Anfang eher weniger ist mehr sein.
 
Dabei
26 Jun 2012
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#2
Hallo Normi,

habe mir den kompletten Text durchgelesen und kann nur eines sagen: Macht weniger.
Wenn ich konservativ rechne, dann komme ich auf 3 Stunden Gassi gehen am Tag, und das mit einem 8 Monate alten Hund, egal ob Aussie oder nicht, ist definitiv zu viel !! Ich gehe mit meinen Hunden (Aussie und BorderCollie) morgens 20 Minuten, Mittags 20 Minuten und abends sind wir 2 Stunden im Stall bei den Pferden, und in diesen 2 Stunden warten sie 1 Stunde in der Hundebox im Auto und die andere Stunde laufen Sie entweder mit im Wald oder machen was sie wollen.
Am Wochenende machen wir dann auch mal mehr, z.B. sind sie den ganzen Tag mit auf dem Reitturnier, oder wir fahren igendwo hin, oder sonst was, dafür haben Sie dann aber auch wieder einen Tag komplett Pause, ohne HalliGalli.

Meine Kleine hat am Anfang auch viel "zerstört" sämtliche Fussleisten in der Wohnung, die Tapete im Schlafzimmer, etc. aber das hat sich von selbst gelegt, habe ihr manchma Knabbersachen angeboten, mehr nicht.

Das der Hund ständig unter Strom steht mag vielleicht daran liegen, dass der Hund bei 3-4 Stunden Beschäftigung am Tag überhaupt nicht dazukommt, das gesehene, gehörte, gerochene und erfahrene zu verarbeiten bevor er schon wieder neuen Reizen ausgesetzt ist.

Mein Tipp:
Weniger Gassi gehen, Schleppleine und langsam Gassi gehen (Schritttempo, gaaaanz langsam, noch laaangsamer !!) damit der Hund Zeit hat das was er erschnüffelt auch in Ruhe zu erkunden, ohne das Du ihm den Stress machst weiterlaufen zu müssen. Und zum Schluß noch das wichtigste: Ruhe, viel Ruhe.

Du hast geschrieben "Von Anfang an haben wir ihn chronisch gelangweilt". Dieser Satz interessiert mich. Wie lange habt ihr ihn den chronisch gelangweilt ? Wenn ihr jetzt mit 8 Monaten schon 3-4 Stunden am Tag mit ihm unterwwegs seit ??

Gruß
Matrix

PS.: Kopf hoch, Aussies sind so !! Und die meisten brauchen einfach länger, aber dann sind sie die besten Hunde die es gibt.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#3
Erst einmal ein herzliches Willkommen bei den Aussieverrückten :):)

So, nun zu deinen fragen :)
Wir geben rumo zum alleinbleiben immer etwas zum knabbern, einen Ochsenziemer oder ihnen gefüllten Kong, irgendetwas das ihn länger (aber ruhig) beschäftigt, Kauen und knabbern wirken zum einen als stressabbau, machen den knirps aber auch müde :) normalerweise schläft rumo danach einfach :) ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit dass ihr ihn an einen zimmerkennel gewöhnt, dieser positiv und als rückzugsort empfunden wird und den kleinen dort hineinlasst, wenn ihr geht. Wir lassen rumo im reizärmsten und ruhigsten Raum, bei uns ist das das Schlafzimmer :)

Beim Spazierengehen:
Erstens möchte ich sagen, dass ich glaube, dass ihr viel zu viel mit ihm geht, denk an die 5 Minuten Regel (5min. Pro lebensmonat pro Tag, also 40 Minuten), letztlich ist auch zu viel Bewegung stressig für den Hund und sie können irgendwann wirklich nicht mehr runterkommen...
Wie reagiert ihr denn wenn er so unaufmerksam ist? Ich drehe immer abrupt um, wenn ein andere Hund kommt, meiner aber lieber durchdrehen will :):) außerdem hat uns viel der clicker geholfen, ich hab den aufgebaut und dann jedesmal belohnt, wenn rumo sich mir zugewandt hat oder gekommen ist, dann gabs ja auch noch die leckerlies (clicker deswegen, weil man schneller und besser verstärkt) außerdem ist es nie schlecht mit den kleinen viel impulskontrolle zu üben, das steigert außerdem die Frustrationstoleranz, zb spiele ich mit einem Spielzeug und rumo darf erst nach einer Aufforderung dazu...
Allgemein sollte man mMn den Hunden draußen auch mal zeigen dass sie nicht die erste Geige spielen :) ich setze mich dazu gerne auch eine Parkbank und mach da irgendwas, am Anfang hat rumo auch gefiept weil er weiter wollte, aber ich bin sitzen geblieben und hab ihn belohnt sobald er sich hingelegt hat.
Das in die Leine beißen kann ein Ausdruck von Frust sein, versucht den kleinen auch mal so abzurufen und dann wieder losschicken (sonst verbinden sie ganz schnell "hier" mit anleinen und der Spaß hört auf :)), wenn rumo in die Leine gebissen hat, bin ich stehengeblieben, hab die Leine wirklich kurz genommen und hab gewartet bis er losließ, dann gelobt und wir gingen weiter... Wenn es mal besonders schlimm war, hab ich ihn auch angeknurrt, als Zeichen für "lass das lieber mein sehr junger Freund" :)

Ich finde es gut, dass ihr am Anfang wenig gemacht hab, glaube aber gerade, dass ihr jetzt ein bisschen zu viel macht und die Pubertät hat viele von uns im griff (oh manchmal möchte ich rumo zerwuzeln:))
 
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1 Dez 2011
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#4
denk an die 5 Minuten Regel (5min. Pro lebensmonat pro Tag, also 40 Minuten)
Das ist meines Erachtens viel zu wenig! Die 5min Regel finde ich beim Rassen wie dem Aussie, Border und anderen Arbeitsrassen voellig hinfaellig. Im jungen Welpenalter vielleicht noch als Richtlinie geeignet aber der Hudn ist jetzt 8 Monate alt. Da ifnde ich 1h Gassi fuer den Nachmittag oder Abend schon angebracht.

Ich wuerde aber gar nicht mal so auf dieses Gassi gehen eineghen.

Was viel interessanter ist, was macht ihr, Normi, mit Dexter außer Gassi gehen? Wie lastet ihr ihn aus?
Klar, so ein Hund muss lernen Ruhe zu geben. Aber fuer mich klingt das alles eher nach einem gelangweilten, unausgelasteten Junghund.

Wegen des Sofas wuerde ich mir keine Sorgen machen. Das hat nix mit "Boss sein" oder Dominanz (gerne so ausgedrueckt) zu tun. Wenn Dexter dich nicht mehr auf dem Sofa dulden wuerde...dann solltest du dir Gedanken machen. Ich wuerde es einfach so halten, dass du entscheidest wann dein Hund aufs Sofa darf.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#5
Das ist meines Erachtens viel zu wenig! Die 5min Regel finde ich beim Rassen wie dem Aussie, Border und anderen Arbeitsrassen voellig hinfaellig.
finde ich nicht. Das A und O ist Ruhe bei diese Rasse. Und nicht ab 2 Monate dauer Beschäftigung wie manche denken und machen. Klar langsam üben und Gewisse Sachen trainieren, aber nicht übertreiben. Ich gehe mit meine auch nicht jeden Tag über 2 Std. Nachmittags. Je nach dem was an dem Tag ansteht (Obe/Agi). Der Hund ist entspannt und 100% dabei wenn sie arbeiten muss.

Zerstörungswut: schonmal überlegt ihn an ein Kennel zu gewöhnen?

Ablenkbar: es ist nun mal so mit manchen Aussies. Ich hab selbst so eine Dame hier. Nicht aufgeben ist hier das Motto. Es war noch vor paar Monaten nicht daran zu denken dass wir BH schaffen und bald ist schon unser erstes Turnier. Die brauchen halt Zeit bis sie einige Sachen lernen, und manche brauchen halt länger. Meine ist jetzt fast 2 Jahre ;) und so langsam kann ich mich auf Sie verlassen, dass sie nicht sofort ausflippt beim irgendetwas.

Bleib konsequent und nicht aufgeben. Danach wirst du mit Schmunzeln zurück denken wie er mal war ;)
 
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1 Dez 2011
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#6
Dass der Hudn Ruhe lernen muss, dass habe ich ja auch gar nciht angezweifelt. Und klar, der Hund darf nicht non stop beschaeftigt werden. Das habe ich doch auch gar nicht gesagt o_O
 
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15 Mai 2012
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#7
Also vielleicht muss man nicht haargenau 40 Minuten als ausreichend betrachten, aber ich finde dass man max 10 Minuten drauflegen kann.... Das sollte genügen...
 
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19 Jul 2012
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#8
Zwar kann ich auch noch nicht so mitreden weil nayeli noch so jung ist...allerdings hört es sich für mich schon auch viel an was ihr macht...vor allem weils beim aussi ja heißt "weniger ist mehr" ...vor allem bis zum ersten jahr oder sogar eineinhalb jahre! Vielleicht solltet ihr statt dem 2 stunden gassi gehen mehr "denkarbeit" für ihn bereit halten in ruhigerer Umgebung...
ansonsten denke ich dass es schon an der pupertät liegen wird dass er so "unter strom steht" - wenn ich da an meine 12 jährige tochter denke :-D
Zum zerstörungsproblem...wie wäre es ihn an eine große box zu gewöhnen? wobei 6 stunden vielleicht ein bisschen lange sind für eine box...???
Lg cony
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#9
ich sehe das wie die meisten hier, ihr geht viel zu viel mit dem Hund, meiner ist grade 7 Monate alt und ich gehe höchstens morgens ne halbe Stunde und abends ne halbe Stunde, da werden dann aber auch Übungen und Suchspiele eingebaut und sonst mach ich NICHTS an normalen Tagen. Joey ist potenziell auch so ein Hibbel und hat schnell Stress, grade da ist es wichtig, Ruhe zu üben, auch mal draußen nur hinsetzen und so. Er hat auch Schwierigkeiten woanders zur Ruhe zu kommen, deshalb übe ich das ganz gezielt.

Habt ihr ihn denn ans Alleinsein gewöhnt? Knabbert er sonst auch viel an Sachen rum? Meiner ist auch in nem Raum wo er eigentlich nichts kaputt machen kann und bekommt immer was zum Kauen wenn er allein sein muss

Die Unaufmerksamkeit ist auch normal in der Pubertät, da hilft nur dranbleiben
 
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4 Sep 2012
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#10
Hi,

erstmal vielen dank für die Zahlreichen antworten. Ich bin momentan dabei nur noch sehr wenig mit ihm zu gehen, nach euren tipps.Ist es eigentlich langeweile wenn er schläft aufsteht und sich ab undzu einen neuen schlafplatz sucht, oder würde sich langeweile ausdrücken indem er anfängt unfug zu machen. Weil sonst würde es ja heißen, was mir sehr gefallen würde, das es gut für ihn ist wenn er viel schläft und sich dabei wohlfühlt.
Ja ok am Anfang das war vielleicht bis er keine Welpe mehr war, da dachten wir das er nun mehr auslauf benötigt.
Ab und zu machen wir Kopfspiele mit ihm, aber jetzt nicht in einem allzugroßen ausmaße.
Heute hat er mal nichts demoliert, gott sei dank. An die Box hatten wir ihn am Anfang gewöhnt, aber da steht er überhaupt nicht drauf über einen längeren Zeitraum, erst recht nicht wenn wir den Raum verlassen.
Aber ich denke das 5-6 Stunden auch zulange währen in solch einer Box. Vielleicht wird er ja jetzt insgesamt ruhiger.

Wie macht ihr das eigentlich bzw. habt es gemacht wenn der Hund beim Spazierengehen ohne leine komplett verschwindet weil er etwas interessantes gesehen hat? Erst allgemein von der leine lassen wenn er älter und Ruhiger ist?
Bestimmtes Training? Rückruf klappt so ganz gut und ganz selten auch bei ablenkung, aber wir trainieren das schon öfter, aber ich seh inzwischen leider keine besserung mehr, wobei ich aber auch denke das es viel mit der Pubertät zu tun hat.
Unsere Hundetrainieren hat gesagt nur noch schleppleine bis er lernt sich an uns zu orientieren und nicht wegzurennen.

Da er sehr gut springen kann und sehr fit ist, dachten wir daran Agility mit ihm zu machen, aber da er momentan so seine probleme mit dem hören hat, wäre es dafür vielleicht etwas zu früh.
Ich werde jetzt defintiv weiter daran bleiben ihn mehr oder weniger zur Ruhe zu zwingen. Vielleicht schafft er es dann nicht immer so gestresst zu sein.
 
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18 Mrz 2012
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#11
Mit 8 Monaten würde ich noch kein Agility machen erstmal erwachsen werden lassen das kann sonst sehr schädlich sein.

Rückruf klappt ja in der Pubertät bei den Meisten eher schlecht ich würde da auch erstmal die schlepp dranmachen wenn er weg läuft und den Rückruf damit weiter trainieren. hat das denn vorher unter Ablenkung geklappt? Wenn joey nicht kommt laufe ich weg oder gehe ihn holen

ich glaube nicht, dass aufstehen was mit Langeweile zu tun hat, Joey hat das auch von Anfang an gemacht und den schlafplatz oft gewechselt. wenn er Langeweile hat fängt er eher an, mit seiner decke zu spielen... außerdem finde ich es auch wichtig, dass sie lernen, Langeweile auszuhalten
 
Dabei
27 Jun 2012
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#12
mit 8 Monaten kann man eingeschränkt mit Agility anfangen. das geht schon.
da werden dann eben kontaktzonen trainiert, Sprünge mit der Latte auf dem Boden und Tunnel. Slalom mit Gasse ist auch möglich.
Es könnte sein, dass ihr über das Agility wieder mit ihm anknüpfen könnt. Yankee ist jetzt auch knapp 8 Monate und hört auf dem Platz sehr gut. Draussrn werd ich jetzt auch die Schlepp wieder dran machen mûssen, weil nix mehr geht. Pubertät halt...
Wenn der Rückruf nicht klappt, mache ich es wie Glöckchen. Abholen oder weg gehen.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#13
ich würde eher erst an Gehorsam arbeiten und Bindung, Agility kann man immer noch später anfangen.
 
Dabei
14 Mai 2012
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#14
Ich habe auch das Gefühl, dass Dexter mit der vielen Bewegung (3-4 Stunden am Tag!!) einfach überfordert ist. Unser Kibo wird im Dezember 2 Jahre alt und wir gehen am Tag in Summe etwa 2 bis 2,5 Stunden spazieren (an manchen Tagen auch mal länger, an manchen kürzer). Das heißt zwei kurze Gassirunden zwischen 15 und 30 min und ein langer "Abenteuerspaziergang" - das reicht im Normalfall, auch einem Aussie!! Hin und wieder gehen wir mal Skaten oder Joggen. Man muss wirklich aufpassen mit der Bewegung. Überlegt mal, euer Süßer ist noch nicht mal ein Jahr alt - wieviel wollt ihr denn mit ihm gehen wenn er 4 Jahre alt ist? Das wächst euch über den Kopf wenn ihr so weiter macht. Also erstmal - runter schalten! Einen schönen langen Spaziergang am Tag (1 Stunde reicht!) und die anderen zwei bis drei Gassirunden so kurz wie möglich halten (ich weiß mit einem Rüden kann es schon etwas länger dauern, bis der sich "ausgepinkelt" hat ^^) Den großen Spaziergang solltet ihr dafür wirklich spannend und schön gestalten. Vorerst solltet ihr Dexter dabei vielleicht nicht mehr von der Schleppleine lassen, wenn er dazu neigt einfach auf und davon zu sein, er lernt dadurch nur, dass ihr in der Distanz null Einwirkungsmöglichkeit auf ihn habt und er quasi tun und lassen kann was er will, wenn er eure Rückrufe ignoriert. Haltet ihn mit der Aufmerksamkeit bei euch indem ihr oft die Richtung wechselt (verzweigte Waldwege sind dafür super ;)), oder Dinge am Wegesrand "findet" mit denen man klasse spielen kann, oder die super lecker schmecken. Auch könnt ihr kurze Einheiten Unterordnung einbauen. Lasst Dexter für ein paar Meter schön bei Fuß laufen, oder abliegen und belohnt ihn dafür mit einem tollen Spiel (bei euch!! also keine Wurfspiele!). Unserer findet es auch super, wenn er sein Spielzeug oder seinen Futterdummy im Gestrüpp suchen darf, nachdem wir ihn dort (von ihm unbemerkt) "verloren" haben. Zeigt Dexter einfach wie spannend es mit euch (auch draußen!) ist, das könnte durchaus helfen eurer "schwupps-und-weg" Problem in den Griff zu bekommen. Ahja, ein gutes Orientierungstrainig ist es auch jeden Rückblick von ihm, wenn er sich also nach euch umdreht und euch anschaut zu belohnen (anfangs mit einem Leckerchen, später reicht auch ein Wort bzw variable Bestärkung) Zusätzlich solltet ihr nochmal ganz generell am Rückruf arbeiten! (sprecht das in der HuSchu an! Die sollen mit euch daran arbeiten!)

PS: Finger weg vom Agility solange Dexter schon von allein so aufgedreht ist!! Dieser Sport pusht zusätzlich und würde in eurem Fall sicher kontraproduktiv wirken! Sucht es was ruhigeres wie Dogdance oder Fährtenarbeit - das strengt den Kopf an und macht richtig schön müde und zufrieden!
 
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4 Sep 2012
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#15
Herzlichen dank für die vielen Tipps. Ihr habt mir wirklich sehr geholfen. Hab mich auch dafür entschieden, mit ihm gar kein Agility zu machen, sondern Dogdance. Find das viel spannender und denke, dass das noch besser für die Bindung ist.
 
Dabei
12 Apr 2012
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#16
Hi Normi!
Ich habe auch so ein kleines Energiebündel zuhause und ich kann dir auch nur zu mehr Ruhe raten. Ich würde die langen Spaziergänge reduzieren und dafür mehr Kopfarbeit einbauen (das allerdings auch nicht zu lange) Ich habe mit Madoc sehr viel Trickdog gemacht und es hilft. Es fordert den Hund auch mehr als reines Spazierengehen weil er den Kopf anstrengen muss. Nach 10 Minuten ist Madoc platt, wenn wir was neues lernen schon vorher. Das klappt auch heute noch. Wenn Madoc aufgedreht oder nervös ist werden ein paar Gehorsamkeitsübungen und der eine oder andere Trick reingeschoben und dann passts in den meisten Fällen auch wieder. Agility würde ich in dem Alter wirklich noch nicht machen. Madoc ist jetzt 16 Monate alt und wir haben vor 1 Monat damit angefangen. Allerdings über wir erstmal das Warten und er darf nur kurz an die Geräte ;)
 
Dabei
19 Sep 2012
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#17
Hallo Normi !
Denke auch, dass in Eurem Fall weniger "mehr" ist. Nachdem wir Randy bekommen haben ( auch mit 8 Wochen ), war ich anfangs auch unsicher, wie wir so den Tagesaublauf mit Aussie gestalten sollen.
Bin mit ihm ziemlich bald in die Huschu gegangen, und dort sagte man, dass es speziell im ersten Jahr viel wichtiger sei, an der Bindung, also an der Beziehung von Mensch und Hund, zu arbeiten.
Bin zuhause mit drei Kindern und kleinen Nebenjobs ganz gut ausgelastet, so dass ich mich auch nicht rund um die Uhr mit Randy beschäftigen kann. Wir haben aber Gott sei Dank ein großes Gelände, wo er sich auch unbeaufsichtigt mal eine weile alleine beschäftigen kann. Außerdem haben wir ihm draussen einen kleinen Auslauf eingerichtet, wo er sich wenn ich arbeite aufhalten kann, wenn´s regnet hat er dort auch eine Hundehütte.
Er hat diesen Auslauf toll akzeptiert, wo ich anfangs auch erst ein schlechtes Gewissen hatte, den Hund für 5 Stunden darin zu lassen. Er bekommt dann auch "Kauwerkzeug" wie Ochsenziemer oder Rinderkopfhaut, wo er sich dann eine Weile mit beschäftigen kann. Vi elleicht wäre so ein Kennel auch etwas für Euch. Du kannst ihm den mit einigen "Schmankerln", die er sonst nicht bekommt richtig schmackhaft machen, dass er die Wartezeit so ohne Eure Wohnungseinrichtung anzuknabbern gut herum,bekommt. Zusätzlch kannst Du ihm ja noch irgendetwas zum "zerfleddern" hineingeben, was er zerbeissen darf ( Klorolle, Pappkarton o.ä. )
 

Marie

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2 Dez 2011
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#18
So ein Aussie ist ja nun mal ein Arbeitshund und kann nix dafür, dass wir ihn uns als Familienhund ausgesucht haben. Sicher kann man jeden Hund irgendwie mit Verlusten konditionieren, viele Stunden allein und ohne Arbeit zu sein. Aber ich glaube langsam, diese Rasse ist für unsere Familienbedürfnisse noch nicht reif, sich ohne Kompromisse anzupassen.
Ich sag das auch so offen, weil ich zu meinem Aussie gekommen bin, ohne groß drüber nachzudenken, was für einen Hund ich bekomme. Ich hatte mich da auf die Wahl meines Sohnes eingelassen und selbst nicht recherchiert, weil ich wusste, wenn ich mich mit irgend einer Rasse intensiv auseinandersetze, will ich womöglich gar keinen Hund....Ich hatte eh Scheißangst vor dieser Verantwortung, obwohl meine Sehnsucht nach einem Hund auchn groß war.
Und jetzt ist es ein Aussie.
Ich liebe meinen Sam und glaube, der weiß das.
Manchmal überkommen mich aber so ne Art Schuldgefühle, so von wegen: Du bräuchtest ein Riesengrundstück, oder eine Schafherde, oder irgendwas, das er morgens zwischen 6 und 7 Uhr dann 12 Stunden am Tag hüten oder beschützen könnte. Das resultiert nicht unbedingt aus den Mythen um den Aussie, sondern echt auch aus meinen Erfahrungen mit meinem Hund. Der hat einfach mehr Energie und Kraft als ich und will das auch ausleben. Wenn ich nicht mittlerweile Border Collies kennen würde und deren Charakter, einfach nur zu beobachten, würde ich auch noch verzweifeln, wenn mein Hund mir bei der Hausarbeit zusieht.....weil ich immer denke, der will jetzt mitmachen und lauert nur rum, weil ihm grad nix besseres geboten wird. Mittlerweile hab ich aber kapiert, dass ihm das aber Spaß macht, einfach zuzusehen, was ich da tue......Gut, ist nicht Schafe hüten.....aber ich mach was, wobei er zusehen und lernen kann! Wird sich noch rausstellen, ob er mir da irgendwann behilflich sein kann ;-)
Der hasst es, wenn ich nichts mache! Ist echt wahr. So ein Aussie ist ein Therapiehund. Nicht wegen Hilfestellung bei Alltagsaktivitäten, sondern weil der es nicht ausstehen kann, wenn man melancholisch abhängt. Damit kann der nix anfangen. Der will, dass du was machst. Egal was. Und dann macht der auch nix kaputt oder so.......Der will von dir was lernen. Ob du Kuchen backst oder Garten umgräbst, das ist dem wurscht. Du kannst auch Betten beziehen oder Briefe schreiben(das aber eher ungern).....Du musst dem Aussie zeigen, dass du lebst und am Leben teilnimmst. Ansonsten hält der dich für "krank" und wird dir zeigen, dass Langeweile destruktiv sein kann! Therapiehund eben....
 
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10 Mrz 2014
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#19
Hi, eigentlich kann ich noch nicht mitreden denn unsere Hündin ist knapp 6 Monate, sie ist aber bereits meistens gut 6 Stunden alleine daheim. Da ich immer Mitleid mit ihr habe, bekommt sie ihr Futter in einem Pappkarton gemischt mit viel Papierknödel ( Küchenrolle ) manchmal ist auch ein Rinderknochen dabei. Sie muss dann ihr Futter erarbeiten, suchen, kann sich am Papier austoben. Bis jetzt hat sie alles andere verschont. Als Ostergeschenk bekam sie einen 1/2 Rinderknochen. Den habe ich abgekocht und seit dem knabbert sie an dem rum. Der ist so ergiebig das er bestimmt noch lange hält. Mühsam hat sie ihn sooft auf die Fließen gedonnert das er am Gelenk auseinandergefallen ist und sie anscheinend an die besten Stellen hinkommt. Jetzt hat sie zwei Knochen.
 

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