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Eifersucht!

Marie

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2 Dez 2011
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#1
Ist euer Aussie auch so extrem eifersüchtig, bzw. anhänglich? Ich hab da echt grad Probleme.
Finde immer neue Hundefreunde, wohne auch noch nicht so lange hier und bin über jeden mit Hund zum Klönen und so dankbar....
Sam, jetzt knapp über 5 Monate alt, spielt auch super gut mit anderen Hunden, er ist da immer richtig ausgelassen und genießt das Spiel.
Aber sobald sich mir ein anderer Hund nähert, flippt er aus. Ich kenne das auch von Sam nicht, dass er sich, wie andere Hunde, von Fremden sofort streicheln lässt.
Auf Grundstücken von anderen Hundebesitzern wird er unruhig und richtig unglücklich, wenn die fremden Hunde zu mir kommen und sich an meine Seite setzen etc.
Mir tut das auch so leid, weil ihm das so einen Stress macht.
Aber er muss ja auch mal lernen, dass es nicht nur ihn und mich, bzw. seine guten Bekannten gibt.
Auf der Straße kläfft er mittlerweile auch wieder Fremde an. Alle finden ihn immer so süß und hübsch, aber er ist echt nix zum Knuddeln. Natürlich muss das auch nicht sein, aber es erschwert eher meine Sozialkonakte, als seine....mit Hunden kommt er ja gut klar.....
Er liebt seine Freunde zum Spielen, meist große Hunde, Labrador, oder Labradordoodle, etc. Aber wenn die mit mir Kontakt haben wollen, wird er ganz merkwürdig. Immer geht er dazwischen, als ob er sagen will: Das ist mein Frauchen, lass die in Ruhe, die gehört mir!
Ist das jetzt ein normaler Lernprozess, oder haben die Aussies da generell ein Problem?
Hundeschule ist er immer perfekt, völlig relaxed und der Star. Vielleicht, weil ich mich da so sicher fühle, weil unter Freunden?
 

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Dabei
21 Dez 2007
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#2
Hab auch so ein Eifersüchtigen Aussie aber ich entscheide wer zu mir kommt..Meint Merlin rum zu spinnen schicke ich ihn weg .Und streichel den anderen Richitg Knuddel ihn aus ich mache da das ganze Programm.
Der Aussie merkt wenn du unsicher bist dann regelt er das.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#3
Er kontrolliert dich und das hat mit Eifersucht nichts zu tun. Er betrachtet dich als sein Eigentum und das geht gar nicht.
Vlt könntest du mal einen Trainer aus der Huschu bitten mit dir bei euch zuhause, bzw da, wo ihr immer Gassi geht, eine Stunde zu machen.
 
Dabei
9 Feb 2011
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#4
Das Problem haben wir auch - selber von anderen knuddeln lassen, aber sobald ein Hund zu uns kommt, gibt's Stress :rolleyes: Uns wurde geraten, sie abseits von uns sitzen oder liegen zu lassen und ihr ganz deutlich machen, dass dieses dazwischendrängeln und u.U. sogar wegschnappen des Hundes auf keinen Fall erlaubt ist ^^
 

Marie

Gesperrt/Gelöscht
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2 Dez 2011
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#5
Das ist ganz schwer sich vorzustellen, dass der Hund mich als Eigentum betrachet, obwohl ich nachvollziehen kann, dass er es so sieht. Aber trotzdem kann ich mich nicht einfühlen, weil ich persönlich solche Ansprüche an Mensch oder Tier nicht stelle, bzw. mir das nicht eingestehe. Da geht man echt an eigene Grenzen!

Irgendwie ist das ja auch ein Teufelskreis, wenn das Tier so abgöttisch an einem hängt....und das soll man dem dann abgewöhnen....Und dann immer so der Zwiespalt, wieviel Aussie und wieviel normaler Hund....

Ja, blöd, so denke ich schon! Dass er sehr sensibel ist, hab ich langsam kapiert, das ist echt Fakt. Aber wie damit umgehen? Ich beneide langsam die anderen Hundebesitzer, die nicht minder charakterlich unterschiedliche Hunde haben, aber die sind meist auf Menschen konditioniert und sehr liebebedürftig.
In dem Buch " Das andere Ende der Leine" schrieb die irgendwo, dass die mal einen Welpen kaufen wollte und die Züchterin meinte, dass die Mutter Menschen nicht gern an die Kleinen ranließe - da hat die gleich kehrt gemacht und meinte, so einen Hund wollte sie nicht....
Und die Mutter meines Hundes war genau so, aber ich hab das als positiv erachtet, weil ich dachte, die passt auf ihre "Kinder" auf und das sei sozial von Vorteil....

Uns beiden würde es gut tun, wenn er nicht so kontrollierend/eifersüchtig wäre- wahrscheinlich wird das eine Arbeit, die noch ne Menge Zeit und Geduld in Anspruch nimmt
 
Dabei
21 Feb 2011
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#6
Ja, da geht man an eigene Grenzen. Aber......wenn du eine harmonische Beziehung mit deinem Hund haben möchtest, wenn du möchtest, dass er mit seiner Umwelt zurecht kommt und ein glücklicher Hund wird.....dann wirst du an diese Grenzen gehen müssen.
Hunde brauchen diese Grenzen genau wie kleine Kinder und du solltest ihm zeigen, wo diese Grenzen sind und dass es Konsequenzen hat, wenn er diese Grenzen überschreitet.
Wieviel Arbeit und Zeit du investieren musst, hängt auch davon ab, wie deutlich du es ihm sagst.
Und....auch wenn es nicht nett ist, was ich jetzt schreibe....es hat nichts, aber auch wirklich gar nichts damit zu tun, dass er an dir hängt.....du bist seine Ressource und nichts weiter. Das hat auch nichts damit zu tun, dass er ein Aussie ist, das machen andere Hunde auch.
Er wird an dir hängen, wenn du anfängst, ihm zu zeigen und zu sagen, was genau du von ihm möchtest und ihm Sicherheit gibst.
Unterbinde das so schnell wie möglich, sonst hast du uU bald ein richtiges Problem an der Backe.....dann drängelt er sich nicht mehr nur dazwischen....dann wird er auf die andern Hunde losgehen und das wirklich böse.
Er ist ein Hund und denkt und tickt anders als ein Mensch!
 

Marie

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2 Dez 2011
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#7
Darum "funktioniert" er so gut in der Hundeschule, weil ich mich da sicher fühle - so mit erstem Welpen.....Ich weiß, da ist die kompetente Trainerin und denke, uns wird nix passieren, und da sind andere Hundebesitzer, die wollen auch nur das Beste für ihr Tier. Das spürt er und ist echt der Kracher in der Gruppe, die anderen gucken mich schon komisch an, was ich wohl anders mache, oder kann, als die...
Sam liegt da nur rum und guckt, während alle anderen Hunde völlig angespannt reagieren. Bei Übungen ist er total konzentreiert und auf mich fixiert, filmreif!
Ich mag diese Stunden auch besonders.

Bin ich dann wieder zu Hause, mit meinen Zweifeln.....das spürt er. Sind ja nicht immer Hundeliebhaber unterwegs....Und ich find´s auch oft so traurig, wenn dann ein Idiot "blöder Hund" oder sowas sagt....solche Leute gibt´s ja genug. Mittlerweile kenne ich ja meinen Hund auch und sehe, wie er reagiert. Und der ist echt anders als andere Hunde, wirklich sensibler. Der denkt echt, auch wenn ich das nie glauben wollte und den Hype wegen der Aussies nicht mitmachen wollte. Oder ich bin mit dem zu verwachsen, weil das mein erster Welpe ist.....
 
B

Bautienchen

#8
ich denke mal wenn du, jetzt, früh einlenkst ersparst du dir sicherlich einige probleme. mhh was heißt denn dazwischen? stellt er sich einfach zwischen dich und den anderen hund? ich habe dies bei dem goldi meines freundes und meinem aussi beobachtet. ein labbi wollte an ihr schnüffel und er der goldi hat sich einfach dazwischen gestellt. aber nicht provozierend sondern quasi mhh ihm die seite gezeigt. der goldi und der labbi kennen sich und verstehen sich auch miteinander, warum er den kontakt unterbrochen hat, weiß ich nicht, die situtation hatte erst meine volle aufmerksamkeit als er sich vor ihn gestellt hat. es war hoch interessant die körpersprache von den beiden zu beobachten. der labbi hat den wink verstanden und ist dann auch weg gegangen. mein ich hätte was dazu irgendwo gelesen... ah genau calming signals von turid rugaas seite 57 "das dazwischengehen/splitten". Zitat: "sich körperlich zwischen hunde oder leute zu drängen soll verhindern, dass allzu große nähe in einem konflikt endet. [...] viele leute missverstehen dieses dazwischengehen des hundes und glaube, es habe etwas mit eifersucht zu tun. aber das ist höchst unwahrscheinlch" meine hündin führt dies lustigerweise nur bei fremden goldis und labbis durch. sie mag diese rassen einfach nicht, weil die meisten sehr aufgedreht und hektisch sind. einmal ist auf mich ein labbi zugewuselt und sie hat sich dazwischen gestellt...in seinem ganzen gewusel hat er das wohl nicht verstanden und dann auch promt ne schelle von ihr bekommen.
auch wenn das nicht in dem buch so gesagt wird, empfinde ich genauso wie du spitten irgendwie noch als kontrollierend. ich mein er ist ja noch sehr jung, wie kommt er auf die idee, dass er da eingreifen muss. vllt. solltest du anfangen situtationen mit anderen hunden mehr zu kontrollieren, damit er merkt, dass du das alles selber gut einschätzen kannst und seine unterstützung gar nicht brauchst.
als beispiel liefen wir an einen engeren weg entlange. rechts und links dornensträucher-also keine ausweichmöglichkeiten. der goldi meines freundes war bei mir bei fuß. am ende dieses weges liegt ein hundeplatz und ein "anfänger" lief mit seiner dalmatinerdame ein stück den weg hinauf, damit sie sich erntleeren konnte. als sie dabei war liefen wir an ihr vorbei. doch direkt danach kam sie uns hinterher gelaufen. der man schrie und fauchte, doch die ohren waren voll auf durchzug. ich hab ihr ebenfalls gesagt sie soll verschwinden. nix passiert. sie steckte weiterhin mit ihrer nase tief in dem po von dem goldi der braf weiter lief, wohin auch sonst...ich merkte das ihm die situation nicht gefiel, ich wusste entweder kläre ich das jetzt oder er übernimmt das ruder.... sie ignoreriete mein errneutes AB immer noch, also gabs nen gefühlvollen kniestupser in die rippen des dalmatiners. er kuckt mich verdutst an. ich stell mich zwischen beide,ich gebe zu nicht seitlich, denn wäre sie noch ein schritt weiter gegangen hätte es noch ne ladung knie gegeben. aber sie verstand das ich den kontakt nicht wollte und ging...natürlich immer noch net zu ihrem schreienden herrchen :D
es gibt einige situationen wo ich splitten angewendet habe und leider auch einige wo ich es damals nicht gemacht habe (muss man sich ja auch erstma trauen... ), u.a. eine die auch in eine beißerei geendet hat. danach wusste ich genau den punkt, in dem ich noch überlegt hatte hin zu gehen und ihn weg zu nehmen, wo ich den goldi hätte kontrollieren müssen.

das er meint die situation kontrollieren zu müssen ist klar, ob er jetzt beschwichtigen will oder dann doch aus eifersucht, kann dann sicherlich ein FACHMANN besser beurteilen...die paar euronen lohnen sich auf jeden fall
 

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