Ein Hallo von uns - und unsere Geschichte (Aggressivität gegenüber Menschen, anderen Hunden)

Dabei
16 Mrz 2018
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#1
Hallo liebes Forum,

erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich euch gleich so mit unserer Geschichte überfalle, aber mich macht das Ganze sehr traurig und ich muss das einfach irgendwo loswerden.

Wir, das sind mein Freund und unser Mini Aussie Rüde, er ist jetzt fast 6 Monate alt. Wir leben auf einem großen Grundstück mit angeschlossenem Waldgebiet, auf dem unser Hund frei laufen kann. Ich habe von Anfang an eine Hundeschule besucht, in der er auch ein absoluter Musterschüler ist. D.h. er arbeitet sehr gerne mit, ist dann hochkonzentriert und tut alles für Belohnung und natürlich Leckerlis. Sitz, Platz, Rolle, Bitte, Gib Laut, Peng, Bring usw. kann er und lernt es teilweise in 2 Tagen, es ist eine Freude mit ihm zu üben.
Jetzt aber zu meinem Problem: Das erste Mal aufgefallen ist es mir, also ich einen Knochen in der Hand hatte und ihn gebürstet habe. Da gab es ein warnendes Knurren in meine Richtung. Ich habe mich furchtbar erschrocken, da war er noch ein ganz kleiner Zwerg. Habe dann in der Hundeschule gefragt und es hieß, das sei mehr oder weniger normal und man sollte dem Hund Fressen, das er einmal hat, nicht wegnehmen und am Vertrauen arbeiten. Unser kleiner Mann knurrt allerdings auch bei Müll, Zigarettenstummeln etc., die er im Maul hat und anscheinend als Beute erachtet. Er macht das nicht immer und es ist absolut nicht vorhersehbar, bei was geknurrt wird und bei was nicht. Bei Spielzeug normalerweise nicht, ist aber auch schon vorgekommen. Ich mache es meistens so, dass ich ihm nicht ins Maul greife, ohne das vorher anzukündigen. Ich sage Aus (was er auch zuverlässig macht) oder tausche gegen ein Leckerchen wenn es schnell gehen muss.

Zur Zeit ist er in einer absoluten Aggro-Phase und bellt alles an, was am Zaun vorbei geht. Er macht keinen Unterschied zwischen Mensch oder Hund. Wenn wir spazieren gehen und uns begegnet jemand, hole ich ihn immer zu mir und er geht bei Fuß, da ich absolut nicht vorhersehen kann, wer verbellt wird und wer nicht. Mir scheint dass er das nach Geschmack und Laune macht. Wenn ich schneller bin und ihn zu mir rufen kann, klappt das auch absolut unproblematisch. Leider sieht er in seinem jugendlichen Alter ziemlich knuffelig aus und jeder würde ihn gerne anfassen. Was mich besonders irritiert ist folgende Situation: Eine ältere Dame beugt sich herunter und lockt ihn zu sich. Er geht hin, schnüffelt, hat genug Möglichkeit auszuweichen, aber er knurrt und bellt sie an! Mir ist das schon einmal aufgefallen, da saß er auf meinem Schoß und ein Mädchen streichelt ihn und auf einmal fängt er an zu knurren. Da dachte ich noch, ok, wenn er nicht ausweichen kann, soll ihn keiner mehr anfassen. Aber dass er die Wahl hat und er geht hin und reagiert aggressiv?! Ist das normal? Ich bin ja nur froh, dass er warnt und nicht sofort schnappt. Aber ich kann nicht garantieren, dass er das nicht irgendwann tut. Er hat auch viel Kontakt zu unseren zwei kleinen Nachbarskindern und obwohl er da immer ein Engel war, wird mir ganz anders, wann immer ich sie sehe und lasse ihn auch keine Sekunde mit ihnen alleine. Auf der anderen Seite hatten wir letzte Woche Besuch von einem männlichen Bekannten, der hat ihn einfach angepackt und gestreichelt, wo ich gedacht hätte, jetzt rastest er gleich aus, ist er der liebste Schatz und kuschelt und wedelt und freut sich. Ich muss dazu sagen, der Bekannte hat Hundeerfahrung und ist an sich nicht zimperlich, sonst wäre ich von Anfang an dazwischen gegangen.
Am allerschlimmsten ist es beim Tierarzt. Er hasst es angefasst zu werden, vor allem Zähne angucken geht überhaupt nicht. Kein TA hat sich die mal anschauen können, obwohl das dringend nötig wäre, da seine Milchzähne ausfallen und die Bleibenden durchstoßen. Man sagt mir, ich muss das unbedingt üben, aber wem soll ich das antun? Ich weiß sicher dass er in so einer Situation beißen wird.
So, jetzt habe ich in langer Kurzfassung erzählt, was mich bedrückt. Was ist eure Meinung dazu? Sollte man ein medizinisches Problem in Betracht ziehen? Wenn ja, was wäre das? Schilddrüse? Und da ich das eigentlich ausschließe; er ist topfit, agil, auch geistig voll anwesend, nur meiner Meinung nach sehr sehr stressanfällig und auch reaktiv auf Stress den ich empfinde (mich stressen Begegnungen, in denen er aggressiv reagiert, total), kennt ihr Hundetrainer im Raum Köln? Ich nehme das Ernst und will auf eine Fall, dass das schlimmer wird, die Pubertät kommt ja eigentlich noch :(

Ich freue mich auf Meinungen, Kommentare, Anmerkungen von euch und würde mich freuen, wenn ihr von euren Erfahrungen berichtet. Mir geht es hier auch ein bisschen um emotionalen Support.

Vielen lieben Dank euch schonmal und ganz herzliche Grüße vom kleinen Racker und mir :)
 
Dabei
27 Feb 2017
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#2
Hallo,
ich kann Dir leider nicht bei Deinen Problemen helfen, weil ich dazu selbst nicht genug Erfahrung habe, aber ich kann Dir die Hundeschule Colonia in Köln empfehlen. Madeleine (die Chefin) hat selbst zwei Border Collies, von denen einer aggressiv auf andere Hunde reagiert - sie kennt diese Problematik also. Sie hatte auch schon mal einen Aussie. Und alle Trainer in der HuSchu sind unglaublich nett und hilfsbereit. Es geht auch viel um die Beziehung zwischen Hund und Halter, um einen Aufbau von Vertrauen und das richtige Auftreten gegenüber dem Hund. Ich bin sehr zufrieden dort und weiß mich und meinen Hund (10 Monate) in sehr guten Händen.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#3
dein hund nimmt dich nicht ernst. zum ersten. es geht gar nicht das er dich anknurrt, das ist respektlos. zähne anschauen etc mag idr kein welpe/Junghund, muß er dafür doch still halten. sowas muß geübt werden. wenn mein hund mich anknurrt und sogar schnappt bekommt er eine gewatscht. Das versteht er. aussies haben einen nicht zu unterschätzenden wach und schutztrieb. das wird leider oft verkannt. meine lütte ist genauso alt wie deiner,sie hat auch gerade die spooky phase, meinte vorhin unsere nachbarin anpöbeln zu müssen. das geht mal gar nicht. sie mag sich auch nicht von fremden anfassen lassen, es ist dann deine aufgabe drauf zu achten das dies nicht geschieht.

zur stressanfälligkeit würde ich sagen - kommt jetzt so für mich rüber - er lernt in 2 tagen. na klar macht er das, aber meiner meinung nach ist das wieder ein klassischer fall von zuviel gemacht. in der ersten zeit muß der hund RUHE lernen damit er ausgeglichen und nicht nervös ist. mir scheint als wäre das hier zu kurz gekommen. wozu muß ein so junger hund schon soo viele kunststücke können...rückruf, nein/pfui, sitz, platz, bleib...das reicht doch.

mein hund ist im haus top, in der huschu..nun ja...sagen wir mal so..seit 2wochen üben wir ..so jeden 2. tag 5 minuten. das reicht.
 
Dabei
16 Mrz 2018
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#4
Hallo la.petite.princesse, danke für deine schnelle Antwort, werde ich mir mal angucken :)

Und AnnaAussie, auf jeden Fall ein guter Tipp, dass er mich nicht Ernst nimmt, das habe ich mir auch schon gedacht. Die Hundeschule hat einen kurzen Griff in den Nacken empfohlen, wenn man strafen will, das zieht bei ihm aber nicht und er geht dagegen. Aber da muss ich wahrscheinlich durchsetzungsfähiger werden.
Das mit den Tricks verstehe ich nicht, darf ein junger Hund noch nichts anderes lernen außer Sitz/Platz/Komm? Runterfahren kann er sehr gut, im Haus und Büro ist er ruhig, auch wenn wir irgendwo warten oder im Auto.
Und wie würdest du das mit dem Anfassen lassen üben? Bei allen die er kennt geht es problemlos, aber bei Fremden traue ich ihm nicht. Ich finde das auch etwas widersprüchlich, wenn ich ihn einerseits davor beschützen soll, dass ihn einer anfasst aber auf der anderen Seite lasse ich dann jemanden an ihm herumdoktern? Diese Person ist für ihn dann ja genauso fremd.

Alles Gute dir und deiner Kleinen auf jeden Fall! Finde das natürlich super, von Gleichaltrigen zu hören <3

Vielen Dank euch beiden schonmal!
 
Dabei
25 Mai 2016
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#5
Hallo CrazyEye,

wenn dir bei deiner jetzigen Hundeschule ein Nackengriff empfohlen wird, solltest du dir auf jeden Fall einen anderen Hundetrainer suchen. Und in eurer Situation solltest du diesen Griff am besten nicht mehr anwenden. In welchem PLZ Bereich wohnst du denn? Glaube gewisse Verhaltensweisen haben sich bei euch nun schon zu sehr eingeschlichen, da ist es besser, wenn euch jmd begleitet, der Hütehunderfahrung hat und vor Ort ist. (Wie von la petite princesse empfohlen). Ihr solltet erst einmal das Thema mit dem Anknurren angehen und danach das Anfassen üben, wenn der Kleine euch vertraut.

Kann mir Vorstellen, dass es sehr verstörend sein muss, wenn der Welpe/Junghund schnell so selbstbestimmt ist und man sich das auch anders vorgestellt hatte. Aber gerade deswegen solltest du zügig nach einem kompetenten Trainer schauen, damit sich zeitig etwas bei euch ändern kann.

Achja und medizinische Dinge kann man nie ausschließen, ohne nachgeschaut zu haben, aber das Verhalten klingt eher nach Erziehungsfehlern (Die jedem passieren können, aber die korrigiert werden sollten).

Hoffe ihr findet den richtigen Trainer für euch :)
 
Dabei
12 Jul 2012
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#6
wenn dir bei deiner jetzigen Hundeschule ein Nackengriff empfohlen wird, solltest du dir auf jeden Fall einen anderen Hundetrainer suchen
DAS habe ich auch als erstes gedacht. respekt verdient man sich nicht indem man den nackengriff durchführt *amkopfkratz* sondern durch klares, konsequentes auftreten in allen situtionen. aussies sind "leider" so schlau und nutzen jede gelegenheit um ihr ding durchzuziehen.

ich bin ein gegner von diesen ganzen kunststücken in dem alter, es gibt wichtigeres zu erlernen - siehe korrekte führung, anfassen lassen, begegnungen mit anderen menschen/tieren. DAS sind mE dinge die ein hund die ersten 3 monate bei seinem besitzer lernen sollte. das kommt nicht allein sondern ist oft mit viel arbeit verbunden. Wenn man zuviel auf einmal will bleibt etwas auf der strecke,zuviel input für einen zwerg.

zum anfassen. es ist ein riesen unterschied ob fremde ihn anfassen oder du. mein hund muss sich auch nicht vom spazieränger angrabbeln lassen, wozu auch. aber wenn ICH sage sie muß es erdulden dann ist es so. ohne hinterfragen ihrerseits. das widerrum hat auch etwas mit respekt zu tun. gerad beim TA ist es sooo wichtig...nichts ist schlimmer als aggro-zappelige hunde auf dem tisch. dein machtwort steht immer über dem was dein hund dort will.
 
Dabei
3 Apr 2016
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#7
...aber wenn ICH sage sie muß es erdulden dann ist es so. ohne hinterfragen ihrerseits. das widerrum hat auch etwas mit respekt zu tun. gerad beim TA ist es sooo wichtig...nichts ist schlimmer als aggro-zappelige hunde auf dem tisch. dein machtwort steht immer über dem was dein hund dort will.
DAS habe ich gerade bei Ilay zu schätzen gewußt , weil er einen tiefen schnitt in der nase hatte , der gestern genäht worden ist .

meine ta`in war mal wieder sehr erstaunt , WAS ich alles machen kann ohne , daß der hund sich aufregt ...

als erstversorgung einen druckverband von der nase bis hinter die ohren - > kein problem , er lag still im wohnzimmer und wartete ab , was ich als nächstes mit ihm mache .
beim ta -> untersuchen des schnittes und desinfektion des selben = wieder kein problem , weil er stillhällt und abwartet .

ich finde solche dinge essentiell wichtig für den fall , daß mal was passiert . gsd läßt ilay sowas mit sich machen und ich kann ihm in entsprechenden situationen dann auch helfen .
 
Dabei
26 Mai 2015
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#8
Hallo,

also vermutlich hat dein Hund kein medizinisches Problem. In erster Linie hört sich das nach rotzfrechem Junghund an.

Wie die anderen schon sagten: erstmal machst du Zuviel Dönekes mit ihm. Das kannst du sofort ändern. Keine Tricks mehr üben, das kann er in einem Jahr immernoch lernen.

Dass er in der Hundeschule der totale Streber ist, ist für'n Aussie fast normal. Aber überlege mal genau was ihr da macht und lernt und ob irgendwas davon dir im Alltag hilft? Ich weis jetzt nicht as ihr da macht aber so als Beispiel: mit nem Keks in der Hand dem Hund "Sitz" bei bringen? Musst du dafür tatsächlich in die Hundeschule? Würdest du dir nicht viel eher wünschen dass dir gezeigt wird wie du es managen kannst, wenn dein Hund Fremde anbellt? Ist dein Problem dass dein Hund nicht "Platz" kann? Oder doch eher dass er sich verkriecht wenn das Baby schreit? Usw.

Wie die anderen schon gesagt haben, bist du wohl nicht in der besten Hundeschule gelandet. Aus welcher Region kommst du? Vielleicht kann dir hier jemand eine Hundeschule empfehlen. Du kannst auch auf der Canis Seite einen Trainer nach PLZ suchen, meist findest du da jemand kompetenten.

Ich glaube dass du grundsätzlich Hilfe benötigst, einen Trainer der zu euch kommt und sich das Ganze zu Hause und in eurer Umgebung anschaut und euch zeigt wie ihr euch vernünftig und fair (Nackengriff ist beides nicht) bei eurem Hund durchsetzen könnt.

Die Tipps hier werden dir nicht viel helfen, weil du noch nicht weist wie du das richtig bewerkstelligen sollst. Zudem ist es schwierig alles über ein Forum zu beurteilen. Mit der Hilfe eines guten Trainers wirst du es aber lernen und ein guter Trainer hätte euch längst gesagt dass Tricks überflüssig sind. Wichtiger ist es normale Dinge mit dem Hund zu üben: sich ins Maul schauen lassen, sich überall anfassen lassen, auf dich zu achten und dir zu vertrauen :) aber das hast du ja jetzt selbst schon gemerkt. Lass den Kopf nicht hängen, mit Hilfe bekommt ihr das auch hin
 
Dabei
8 Jul 2017
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#9
Mini Aussie Rüde, er ist jetzt fast 6 Monate alt. Wir leben auf einem großen Grundstück mit angeschlossenem Waldgebiet, auf dem unser Hund frei laufen kann
Zu den viele Tricks, würde ich diese Situation auch mitüberdenken. Alles in allem viel Job für den Kleinen
 
Dabei
8 Mai 2016
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#10
Habe ich mir auch gedacht. Einen jungen Hund mit angeborenem Wach-und Schutzrieb alleine das Grundstück überlassen ist ungünstig, nimmt er sofort als seine Aufgabe an mit der er total überfordert ist. Wir haben hier im Ort sogar Labbis und Goldies die aggro bellend an den Zaun schießen, ganz einfach weil sie alleine im Garten sind und es als ihre Aufgabe sehen.

Meiner war übrigens auch nie Fan vom Anfassen durch Fremde, er weicht aus. Früher hat er auch verbellt.
Mittlerweile freut r sich über die meisten Fremden oder toleriert sie wenigstens.
 
Dabei
16 Mrz 2018
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#11
Hallo,

vielen lieben Dank für euren ganzen Input, ich werde das auf jeden Fall beherzigen und vor allem nach einem Trainer schauen. Wieso rät eine Hundeschule zu so was wie Nackengriff?! Anscheinend teilt sich ja die Meinung darüber.
Dass er rüpelig ist, habe ich mir auch bereits gedacht, was mir etwas Angst macht ist seine Unberechenbarkeit. In der einen Sekunde schnüffelt er noch, dann knurrt er schon und schnappt. Wie soll man ihm da denn vertrauen. Und dass er sich nicht anfassen lassen MUSS ist mir klar, aber wie habt ihr das beigebracht, dass euer Hund weggeht anstatt sich zu wehren?

Vielen Dank euch!
 
Dabei
26 Mai 2015
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#12
Wie gesagt dabei hilft dir ein guter Trainer. Auf dem Programm werden da erstmal andere Übungen stehen, die dabei helfen dass dein Hund sich auf dich verlassen kann, erst dann geht's an so Probleme wie "er soll nicht nach vorn gehen"

Ein Stückweit ist das auch eine Charakterfrage. Manche Hunde nehmen es schnell dankbar an dass Herrchen alles regelt und gehen "freiwillig" zurück, anderen muss man das aktiv "sagen" und durchsetzen, immer wieder.

Wie du das genau bei deinem Hund machen sollst, kann dir ein Forum nicht sagen, weil dich und den Hund niemand kennt und nicht sieht. Also kann man auch nicht beurteilen aus welchem Grund er sich so verhält. Das ist aber wichtig um die richtige Methode zu finden. Sonst kann das auch schnell nach hinten los gehen
 
Dabei
18 Apr 2017
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#13
Wir hatten (haben es noch immer aber bei weitem nicht mehr so schlimm) dasselbe Problem, bis wir vor circa 1.5 Monaten eine Privatstunde bei einem Trainer nahmen.

Was bei unserem Energiebündel Wunder gewirkt hat: WASSERFLASCHE.
Sieht zwar ein bisschen "brutal" aus, aber ist harmlos.

Wir haben das so geübt:
Wenn ein Hund beim spazieren entgegenkam, blieben wir stehen, er musste neben uns sitz machen und warten, bis der andere Hund vorbeiging.
Jedes mal wenn er hochsprang oder bellte kam ein lautes "SCHLUSS" (ein neues Wort) und direkt ein Wasserstrahl aus der Flasche auf den Hund.

Glaub mir, das hat wirklich nach dem dritten Wasserspritzer geholfen, und mittlerweile brauchen wir das Wasser kaum, da er auf das Wort Schluss konditioniert wurde.

Dabei haben wir die Flasche für Notfälle aber trotzdem noch wenn wir ausser Haus gehen :)

Gestern hatten wir 6 Hundebegegnungen beim spazieren, und er hat nicht einmal gebellt oder ist hoch.
Vor 2 Monaten war das noch undenkbar, er ist alles angesprungen, ob Radfahrer, teilweise Menschen (vor allem mit Wanderstöcken), Autos, Jogger usw.

Konsequenz und Disziplin des Hundes wurde gefragt, hat aber wunderbar geholfen, die Flasche :)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#14
"Jedes mal wenn er hochsprang oder bellte kam ein lautes "SCHLUSS" (ein neues Wort) und direkt ein Wasserstrahl aus der Flasche auf den Hund."

Diese Idee hatte unser Trainer auch. Hat unser Hund anders verstanden, er nahm es als köstliches Nass an, hat getrunken. Danach mit der Aktion die er geplant hatte weitergemacht. Ja da hat der Trainer etwas verwirrt geschaut.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#15
Es ist wieder mal haarsträubend, welche Tipps hier gegeben werden... Wenn man weder den Hund, noch die Halterin oder dergleichen gesehen hat, kann man einfach keine Ratschläge via eines Forums geben. Das kann ganz gewaltig nach hinten losgehen!

Eine sehr gute Hundetrainerin kann ich Dir empfehlen: Gabi Soenius, Hundeschule Teamwork in Overath.
 
Dabei
18 Apr 2017
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#16
"Jedes mal wenn er hochsprang oder bellte kam ein lautes "SCHLUSS" (ein neues Wort) und direkt ein Wasserstrahl aus der Flasche auf den Hund."

Diese Idee hatte unser Trainer auch. Hat unser Hund anders verstanden, er nahm es als köstliches Nass an, hat getrunken. Danach mit der Aktion die er geplant hatte weitergemacht. Ja da hat der Trainer etwas verwirrt geschaut.
Welche funktionierende Trainingsmethode habt ihr dann angewendet?

Es ist wieder mal haarsträubend, welche Tipps hier gegeben werden... Wenn man weder den Hund, noch die Halterin oder dergleichen gesehen hat, kann man einfach keine Ratschläge via eines Forums geben. Das kann ganz gewaltig nach hinten losgehen!

Hier wird nach Meinungen gefragt, also darf man denke ich ruhig Tipps geben wie man das selbst in den Griff bekommen hat, oder?
Muss und kann jeder selbst entscheiden ob man es mal versucht. Und natürlich ist die Beste Variante immer einen Trainer zu holen, aber dann bräuchte man auch kein Forum
:rolleyes:
 
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Dabei
7 Sep 2012
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#17
Aus dem Text der Threaterstellerin geht relativ eindeutig hervor, das sie selber bei beiden Problemen unsicher mit der Einschätzung ist. Zudem schreibt sie (wie es bei fast allen solchen Anfragen ist) nur sehr wenig zu dem, wie sie auf das Verhalten des Hundes reagiert.
Unabhängig davon, kann NIEMAND via eines Forums das Verhalten des Hundes, seiner Halterin u. das von beiden zusammen in solchen Situationen einschätzen.
Daher sollte man nicht einfach ins blaue herein "irgendwelche" Tipps geben, sondern ganz klar sagen, das Tipps bei solchen Sachen via eines Forums nicht möglich sind. Deswegen muss man noch lange kein Forum aufgeben, dafür gibt es genug andere Themen.

Und ja, es gibt Probleme wo die beste und einzige Möglichkeit darin besteht, auf einen guten und seriösen Trainer zu verweisen.
Interessant ist, das auch quasi niemand weitere Detailfragen stellt... also ich hätte dutzende Fragen, bevor ich hier nur einen Ratschlag gebe.

Zudem war sie seit dem 03.04. nicht mehr im Forum. Scheinbar ist das ganze nicht mehr von belang.
 
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Dabei
21 Feb 2011
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#18
Nur einen Tipp kann ich dir geben: such dir schnellstmöglich einen Trainer, bevor sich das alles verschlimmert.

Ich weiß, Vorwürfe sind jetzt eher suboptimal....aber ich kann mich nicht auf die Finger setzen: der Hund ist noch keine 6 Monate alt, kann Sitz, Platz, Peng, Rolle und sonstiges unfugig Zeug. Wann bitte habt ihr die Dinge geübt, die man so im Leben braucht?
Zähne anschauen, Fell durchwühlen, z. B. um Zecken zu finden, Dinge wegnehmen usw?
Das wäre viel wichtiger gewesen. Tricks können die Hunde ihr ganzes Leben lang lernen.
 
Dabei
10 Jan 2016
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#19
Meine beiden letzten Vorredner Gundi und Aussiewolf haben alles geschrieben, was es dazu zu sagen gibt. Das ganze Zeugs was du genannt hast, was dein Hund schon kann nutzt dir überhaupt nichts. Dein Hund ist nicht umweltsicher und kommt jetzt in ein Alter in dem sich das gnadenlos rächt. Hier hilft die nur ein Trainer und zwar ein guter, bitte ohne so dubiose Methoden wie Nackengriff, auf den Rücken drehen und so ein Sch***

Einen Trainer hat Aussiewolf dir ja schon genannt wie sind mit BAT sehr gut gefahren
https://www.dogood.de/b-a-t
Das haben Yari und ich gemacht und machen das zum Teil immer noch!
 
Dabei
18 Apr 2017
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#20
Dann Versuch einen anderen Trainer!

Bei uns war erst der Dritte wirklich mit den Methoden erfolgreich... Jeder Trainer hat neue Ideen und ein anderes Feingefühl bei der Umsetzung :)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#21
Welche funktionierende Trainingsmethode habt ihr dann angewendet?

@vaskes, muss jetzt echt überlegen wie ich deine Frage richtig beantworte. Das kann ich so auf Anhieb nicht :) der Hund hatte seeehr viele Baustellen, diese waren nicht mit " einer Trainngsmethode" abzuarbeiten ( so wie du es kurz erwähnt hast) . Schon garnicht in EINER Privatstunde, das hatte ich auch mal geglaubt, ratzfatz nen Hebel umlegen und gut :)
Der Tipp von einer erprobten Hundeschule, die auch mit den Hüterlies kann, ist schon Gold wert. Hatten wir leider nicht, sind erstmal sehr lange Schäferhunddrill/ Dominanztheorie und der Ansage wir sind Pfeiffen, sonst würde der Hund funktionieren verfallen.Für sich den Spreu vom Weizen zu trennen, bei gelesenen Beiträgen und Trainern....ist sehr schwierig.
 

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