Zu Beginn der Ausbildung eines Fährtenhundes steht die sog. Abgangssuche: Hierunter musst du dir Folgendes vorstellen: Auf einem abgeernten Acker wird ein Rechteck mit 1,5m Länge und ca. 1m Breite vollständig ausgetreten. Hierauf wird wahllos kleine Wurstschnipsel verstreut. Am linken oberen Rand dieses Rechtecks steckt das Fährtentaferl. Hier liegt ein gut großer Brocken Dose. Ziel dieser Übung ist es, dass der Hund die Wurst ruhig ALLE aufnimmt (Reihenfolge erstmal egal), als letztes bekommt er am Abgang den Broken Dose. Sitzt diese Übung, also sucht der Hund mit tiefer Nase das Rechteck komplett ab (dies dauert ca. 5 Trainingseinheiten), folgt Übung 2: Auch hier wird ein Rechteck ausgetreten, nun wird die wurst allerdings von rechts unten nach links oben S-förmig ausgelegt, am Abgang (also dem Fährtentaferl) liegt wieder ein Stück Dose. Nun ist es das Ziel, dass der Hund gezielt das S nachsucht (wird mit der Leine am Geschirr so auf Spannung gehalten, dass er nicht wahllos suchen kann; Trainer nimmt die Leine, Frauchen/ Herrchen hilft bei der Suchabfolge mit dem Finger am Boden und Kommando Such! Auch dies nimmt ca. 5 Trainingseinheiten in Anspruch. Dann wird als 3.Übung aus dem Rechteck heraus (wieder S legen) am Fährtentaferl einige Meter gerade hinaus gesucht (Bedenke hierbei: mit dem Ansatz tiefe Tritte, in jeden Absatz ein Stück Wurst fallen lassen). Das nimmt einige Übungseinheiten in Anspruch und ist vollkommen entscheidend für die spätere Sucharbeit! Dann wird die Abgangssuche eingestellt und am Fährtentafertl begonnen und an der Länge der Fährte (Fährtenausdauer) gearbeitet.