Hat der Shepherd zu dickes Fell ?

Dabei
29 Mrz 2018
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#1
Hallo,
ich habe den Eindruck, dass meine Mini- Aussiehündin ein zu dickes Fell hat ,
denn ständig sucht sie kühle Plätze auf und mag nicht in der warmen Wohnung , oder in der Sonne sein.
Am liebsten liegt sie im Bad auf den kalten Steinen und draußen , unter dem dichten Laub der Büsche,
oder sie gräbt sich ein Loch in der kühlen Erde.

Immer wieder sehe ich bei den Australian-Shepherd , dass dies von ihren Haltern kurzgeschohren wurden.
Meine Züchterin hat mir jedoch von Anfang an davon abgeraten, jemals meinen Hund zu schähren ,
weil die Wolle sowohl vor der Kälte isoliert, wie auch vor der Wärme .

Doch gibt es Hunde von der Arbeitslinie , deren Fell weniger dick ist ,
aber bei vielen von den Australian-Shepherd in meiner Gegend , besonders bei Rüden
erscheint mir die Behaarung über proportional dick zu sein.

Was meint Ihr zu diesem Phänomen ,
ist das Fell bei vielen unserer Hunde zu dick ?
Sollte man die Hunde jetzt scheren
und sollte man schon beim Welpen- kauf darauf achten,
um möglichst dann gleich Hunde mit weniger dickem Fell zu erwerben ?

Fritz.
 
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Dabei
22 Sep 2015
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#2
Scheren würde ich nicht, aber sehr gut auskämmen das Hilft den Hunden ! Und ja ich finde auch, dass viele Aussies solche Fellmassen haben die auch einfach nicht mehr zweckmäßig sind .... :(
 
Dabei
11 Nov 2012
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#3
Mein rüde (mischmaschlinie) hat dickes Fell. Er ist aber absolut gar nicht Hitze anfällig. Ausbürsten der unterwolle hilft. Meine AL aussie Hündin, hat total praktisches, gar nicht dickes Fell. Die muss man gar nicht bürsten.

Mir haben viele aussies zu viel Fell, oft showlinien, aber auch einige AL Hunde. Rüden oft viel mehr als Hündinnen, einer der Gründe warum für mich nur noch eine AL aussie Hündin in frage kommt.

Ich mag bürsten nicht besonders und mag praktisches, wetterhartes Fell lieber.

Lg
 
Dabei
26 Mai 2015
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#4
Meine hat absolut kein dickes Fell, nicht sonderlich lang und nicht sonderlich dick.

Bei Ihr ist die Unterwolle schon komplett ausgebürstet und sie hat nach der Läufigkeit alles abeworfen. Die langen Puschel zwischen den Pfotenballen, an der Ohren und die super puscheligen Hosen wurden professionell gegroomt.

Was an Fell noch da ist, ist leicht luftig und fluffig. Trotzdem ist meine eine von denen die Sonne meiden, lieber im Schatten liegen und mit Hitze nicht so super klarkommt.

Daher vermute ich, hat es nicht zwingend mit der Masse an Fell zu tun wie Hitze vertragen wird.

Insgesamt finde ich diese totalen Fellmonsteraussies aber nicht gut.
 
Dabei
14 Nov 2014
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#5
Meiner (showlinie) hat schon ziemlich viel, dick und dichtes Fell. Er kommt auch mit der Hitze überhaupt nicht zurecht und leidet sehr. Mir kommt solch ein Fellmonster nicht mehr ins Haus. Beim nächsten würde ich auch explizit darauf achten.
Er wird dieses Jahr 9 Jahre alt. Vor zwei Jahren habe ich ihn das erste mal geschoren und wenn es ihm dieses Jahr wieder so zu schaffen macht, kommt das Fell wieder ab.
 
Dabei
20 Feb 2011
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#6
meine 3 sind aus gemischten Linien und haben alle normales Fell. Nicht zu viel, aber sind auch keine Nacktis. Peach ist 8 Jahre und kastriert sie hat etwas mehr. Da käme ich die Unterwolle gut raus und es reicht aus.
Die liegen auch alle gern in der Sonne. Ich verstehe es echt nicht, wenn viele Hunde jetzt schon ein Problem mit der Wärme haben, wo es gerade mal anfängt warm zu werden?! :rolleyes:
 
Dabei
15 Jun 2008
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#7
Ich denke, wir haben auch alle ein mehr oder minder unterschiedliches Empfinden davon, wie gut oder schlecht unsere Hunde Wärme (und im Gegenzug auch Kälte) vertragen. So, wie wir auch alle mehr oder minder unterschiedlich das Aktivitäts- oder Ruhebedürfnis unserer Hunde einordnen. Was der eine schon als Wärmeempfindlichkeit bezeichnet, fasst der andere noch als völlig normal auf.
Ich für mich habe hier 7 Aussies, mit leicht unterschiedlichen Felllängen/-dichten, die jedoch alle als moderat im Rahmen des Standards liegen. Dabe sind es nicht immer die mit dichterem/längerem Fell, die einen Schattenplatz bevorzugen, sondern hängt eher von ihren üblichen "Lieblingsplätzen" ab.
Der Aussie hat an sich ein recht gut (Wärme und Kälte) isoliertes Fell mit mittlerer Länge und Beschaffenheit und mit den klimatischen Gegebenheiten variabler Unterwolle. Wer nicht über einen längeren Zeitraum die lose Unterwolle im Haus verteilt haben will, unterstützt seinen Hund und holt im Fellwechsel raus, was schon lose ist. Wer auch bei Sommerhitze den Hund am Rad mitlaufen lassen möchte oder im Agility oä Belastungssportarten starten möchte, tut dies natürlich auch. Wer da weniger aktiv ist und wen Wollmäuse nicht stören, lässt die Natur die Sache selbst übernehmen und den Hund bei starker Hitze Siesta machen.
Was ich meine ist, dass die Diskussion darüber, wieviel Fell dem Hund im Sommer zu viel und im Winter zu wenig ist, bedeutet oftmals Äpfel mit Birnen vergleichen, da sowohl das hündische, als auch unser eigenes Empfinden stark abweichen kann. Und da wir nicht von messbaren, subjektiven, sondern eben von objektiven Skalen reden, ist es schwer auf einen Nenner zu kommen. So bleibt leider oft hängen "die Showlinien" haben zu viel und die "Arbeitslinien" haben zu wenig Fell. Was wiederum in die nächste Frage - was genau ist moderat und was sind Arbeits- und Showlinien und wie unterscheidet sich deren Rassestandard - abdriftet, aber das würde hier den Rahmen der Grundfrage sprengen.

Mein Rat an dich Fritz - und das völlig unabhängig davon, ob sie nun viel oder wenig Fell hat - lass sie bitte nicht scheren, solange es keine medizinische Indikation gibt. Und eine solche heißt nicht Sommer, sondern zB Stoffwechselerkrankung, Ekzem, Alter, Herz oä. Schaltet einen Gang runter und genießt den Sommer, wie es Menschen schon seit Jahrhunderten tun, die bei starker Hitze ihre und die Arbeit ihres Viehs in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden oder gar in die Nacht verlegen. Es ist eine sehr moderne "Erfindung", immer 100% funktionieren zu müssen.
 
Dabei
4 Mrz 2015
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#8
Meine beiden aus Mischlinie sind vom Fell her ziemlich moderat.
Mein Rüde hat weder viel noch dickes Fell, meine Hündin hat etwas mehr und etwas dickeres Fell als er aber beide haben im Sommer keine Probleme. Wir verlegen das Gassi auf die Abendstunden und sind sonst im Garten, da liegen sie auch mal in der Sonne, stört keinen.
Mein Schäferhund wird nur aus gesundheitlichen Gründen geschoren.
 
Dabei
27 Mrz 2014
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#9
Auch auf die Gefahr hin mich hier unbeliebt zu machen...Aber Jasper ist dieses Jahr geschoren worden.
Nicht weil ich es hübsch finde (sonst hätte ich keinen Langhaarhund), sondern weil er eine so dicke "Matte" hatte, das wir ihm kaum Herr wurden. Und schon jetzt, obwohl es noch nicht mal richtig Sommer ist, merkte ich das es ihm sehr warm ist. Auskämmen war kaum noch möglich, da die Unterwolle so dicht war.
Jasper ist kastriert und hat seitdem jedes Jahr dickeres Fell bekommen. Die letzten Jahre waren wir immer beim Hundefriseur zum ausbürsten und "in Form schneiden", das reichte. Aber dieses Jahr haben wir gemeinsam beschlossen das die Matte runter kommt.
Für mich hat es auch noch 2 Vorteile. Er hatte ja in den letzten 2 Jahren massive Gesundheitliche Probleme mit seinem Bein (versaute OP/Fehldiagnose ect) und wir kommen jetzt gut an den Muskel um ihn besser bearbeiten zu können. Die Physio war begeistert das wir jetzt deutlich gezielter arbeiten können.
Und Jasper geht sehr gern schwimmen, ohne die dicke Matte trocknet er natürlich deutlich schneller.
Klar, nur deshalb hätte ich es sicher nicht gemacht. Ebenso ist pflegeleichter natürlich kein Grund, denn bürsten muss man trotzdem, um die Unterwolle jetzt gezielt raus zu ziehen.
Und ganz ehrlich? Ich finde er sieht sehr niedlich auch :D Obwohl ich ihn mit langem Fell noch deutlich hübscher finde.

Meinen Altdeutschen Hüter haben wir in den letzten Jahren auch immer geschoren. Es ging ihm so viel besser damit, er war viel besser drauf. Und Sonnenbrand ect war nie ein Thema, da er natürlich rechtzeitig geschoren wurde und auch nicht so kurz, das dies ein Problem im Sommer wurde.
 

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29 Mrz 2018
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#10
Ich denke, wir haben auch alle ein mehr oder minder unterschiedliches Empfinden davon, wie gut oder schlecht unsere Hunde Wärme (und im Gegenzug auch Kälte) vertragen. So, wie wir auch alle mehr oder minder unterschiedlich das Aktivitäts- oder Ruhebedürfnis unserer Hunde einordnen. Was der eine schon als Wärmeempfindlichkeit bezeichnet, fasst der andere noch als völlig normal auf.
Ich für mich habe hier 7 Aussies, mit leicht unterschiedlichen Felllängen/-dichten, die jedoch alle als moderat im Rahmen des Standards liegen. Dabe sind es nicht immer die mit dichterem/längerem Fell, die einen Schattenplatz bevorzugen, sondern hängt eher von ihren üblichen "Lieblingsplätzen" ab.
Der Aussie hat an sich ein recht gut (Wärme und Kälte) isoliertes Fell mit mittlerer Länge und Beschaffenheit und mit den klimatischen Gegebenheiten variabler Unterwolle. Wer nicht über einen längeren Zeitraum die lose Unterwolle im Haus verteilt haben will, unterstützt seinen Hund und holt im Fellwechsel raus, was schon lose ist. Wer auch bei Sommerhitze den Hund am Rad mitlaufen lassen möchte oder im Agility oä Belastungssportarten starten möchte, tut dies natürlich auch. Wer da weniger aktiv ist und wen Wollmäuse nicht stören, lässt die Natur die Sache selbst übernehmen und den Hund bei starker Hitze Siesta machen.
Was ich meine ist, dass die Diskussion darüber, wieviel Fell dem Hund im Sommer zu viel und im Winter zu wenig ist, bedeutet oftmals Äpfel mit Birnen vergleichen, da sowohl das hündische, als auch unser eigenes Empfinden stark abweichen kann. Und da wir nicht von messbaren, subjektiven, sondern eben von objektiven Skalen reden, ist es schwer auf einen Nenner zu kommen. So bleibt leider oft hängen "die Showlinien" haben zu viel und die "Arbeitslinien" haben zu wenig Fell. Was wiederum in die nächste Frage - was genau ist moderat und was sind Arbeits- und Showlinien und wie unterscheidet sich deren Rassestandard - abdriftet, aber das würde hier den Rahmen der Grundfrage sprengen.

Mein Rat an dich Fritz - und das völlig unabhängig davon, ob sie nun viel oder wenig Fell hat - lass sie bitte nicht scheren, solange es keine medizinische Indikation gibt. Und eine solche heißt nicht Sommer, sondern zB Stoffwechselerkrankung, Ekzem, Alter, Herz oä. Schaltet einen Gang runter und genießt den Sommer, wie es Menschen schon seit Jahrhunderten tun, die bei starker Hitze ihre und die Arbeit ihres Viehs in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden oder gar in die Nacht verlegen. Es ist eine sehr moderne "Erfindung", immer 100% funktionieren zu müssen.
Hallo,
ich denke, man sollte sich ruhig einmal auch über den Rassenstandart im Allgemeinen und dem beim Aussie austauschen.

Bei vielen Hunderassen hat ja leider eine Überbetonung beim Rassenstandart im Laufe der Zeit bis zu Qualzucht geführt.
Leider ist der züchterrische Einfluss, besonders wenn nur "Schönheit" im Vordergrund steht, ungünstig für die betroffenen Hunde.
Die Struktur beim Fell der Australian- Shepherd ist bestimmt , solange dieser Hund noch als Hüttehund genutzt wurde,
für diese Anforderungen sehr nützlich gewesen .
Besteht jetzt , wo solche Hunde nur noch nach einer Vorgabe , aber ohne jeden praktischen Sinn, nur nach Schönheit selektiert werden , nicht die Gefahr , dass die Agilität dieser Hunderasse abnimmt ?

Fritz.
 
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Dabei
15 Jun 2008
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#11
Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage bzw. deinen Ansatz jetzt ganz verstanden habe, versuche aber mal darauf zu antworten, muss aber vielleicht etwas dafür ausholen; sorry, wenn's lang wird ... ^^

Es gibt einen auf Funktionalität niedergeschriebenen Standard im ASCA, der für jeden Aussie maßgeblich ist - egal, welcher Linie oder Verwendung er zuzurechnen ist. Gleiches gilt auch für im FCI & Co. registrierte Aussies, denn auch dort gibt es nur jeweils einen für alle geltenden Standard. Von Verband zu Verband gibt es übrigens nur ganz marginale Unterschiede, so dass es reicht, zB nur auf den des ASCA einzugehen.

Was überaus schade ist, ist dass die Hauptintention des "Arbeitshundes mit starkem Hüte- und Schutztrieb" bei den meisten Zuchten (ich möchte mich da nicht ganz ausschließen) heute nur noch wenig im Fokus steht; ja von einigen sogar mit dem Nichtvorhandensein dieser Attribute geworben wird. Aber auch die "Statik" des Arbeitshundes Aussie ist für die dauerhaft schadlose Erfüllung eines solchen Fulltimejobs von großer Bedeutung; diese verlieren jedoch leider auch sehr viele Zuchten aus den Augen. Beides ist Käse, aber das Optimum ist (in der heutigen Zeit) schwierig in großer Zahl zu erhalten.

Ich kann nur für den ASCA sprechen, da ich im FCI noch nicht genug zu Hause bin. Aber die viel besungenen "Show-Fluffies" - hiermit ist ja immer das "geplatze Fell-Sofa" gemeint - sind idR nicht die, die in einer ASCA Show einen großen oder nur kleinen Blumentopf gewinnen, denn diese ASCA Conformation Judges sind häufig auch Judges im Hüten, im Obedience oä. und wollen tatsächlich den korrekt gebauten, in jedweder Hinsicht moderaten Hund sehen. Und der moderate Hund hat auch kein übermäßig langes oder gelocktes Fell. Nur weil diese Hunde also irgendwo existieren, sind sie nicht gleich in die Ecke "Show-Fluffies" zu stellen - ganz und gar nicht.

Tatsächlich ist es mEn so, dass grade die Zuchten ohne nennenswertes Zuchtziel (vielleicht noch "nette Familienhunde", oder auch immer beliebter - Fell-/Augenfarben-Zuchten) oftmals die Hunde hervor bringen, die zu groß sind, die zuviel oder gar zuwenig Fell haben, die Bänderschwächen haben, lose Haut uvm. Diese Standard-Entgleisungen sehen wir nicht bei einem Züchter, der seine Hunde (auch!) erfolgreich auf Shows vorstellen möchte, da sie da schlichtweg keine Chancen haben.

Allerdings sehe ich die Sache im FCI schon ganz anders - meine (nur) im FCI züchtenden Kollegen möchten es mir nachsehen, bzw sich hier in Deutschland glücklicherweise auch nicht angesprochen fühlen - aber hier sehe ich schon den Ansatz der Veränderung im Gebäude. Und das nicht, weil der Standard ein anderer ist, sondern weil es eine Herde von Richtern gibt, die den Aussie nicht ansatzweise so gut kennen und nicht so "leben", wie es ein Breeder-Judge nur kann. Die aber mit ihrem Urteil leider viel zu sehr "den Takt" vorgeben. Dann gibt es Käufer und leider auch Züchter, die entweder selbst nicht genug Ahnung haben, oder die aber einfach "für den Markt/den Richter" züchten und damit peu-à-peu das Chassis verändern. Da, wo ASCA und FCI & Co. noch Hand in Hand gehen, wird der Aussie immer ein moderater Hund wie er geschrieben steht, bleiben. Und auch hoffentlich noch zumeinst mit einem guten Hüte- und Schutzinstinkt. Auch wenn man nicht gezielt auf spezielle Hüteleistungen selektiert, so ist eine vielseitige Zucht auch immer noch ein Erhalt des vielseitigen Arbeiters, da man diese Attribute ja auch nicht bewusst wegzüchtet. Immer wieder zu sehen, wenn ein solcher Hund in die richtigen Hände geht.

Die "Schönheit", oder eher "wie standardkonform" im Exterieur, ist im ASCA somit also nicht als nachteilig für den Hund zu sehen; als einseitig vielleicht, wenn nicht auch noch auf Hüte- und Schutzinstinkt selektiert wird, aber in keinem Fall nachteilig. Nochmals - die "größer-schneller-breiter"-Fraktion ist da zu suchen und zu finden, wo der Standard nicht mehr als ein Blatt Papier ist, das man vielleicht mal gelesen, aber nicht verinnerlicht hat.

Ich hoffe, ich bin mit meinen Ausführungen etwas auf deinen Gedanken eingegangen, Fritz?!
 
Dabei
11 Nov 2012
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#12
Ich denke auch, dass z.b. nicht nur das Fell, sondern auch die Wendigkeit, Schnelligkeit unter immer größer zu leiden hat. Sorry, aber ein ich sag mal 55 cm aussie rüde mit 30-35 kg Gewicht, der kann einfach nicht mehr so arbeiten, wie das im Standard steht.

Mein aussierüde Hudson ist nun wahrlich nicht klein, 56 cm hoch, wog er in den sportzeiten 22,6 kg. Jetzt im Alter wiegt er 24 kg. Im Vergleich zu einigen anderen aussies, ein Handtuch und dabei ist meiner Meinung nach Hudson vom Fell, knochenstärke und Gewicht an der absoluten Obergrenze. Mit mehr Gewicht, mehr knochenstärke und noch mehr Fell, ist ausdauerndes, hartes arbeiten, bei Wind und Wetter, strukturell einfach nicht mehr möglich, egal ob überhaupt eine Veranlagung dazu noch vorhanden ist.

Blöder Vergleich, aber mein arbeitslinie Border Collie rüde, ist 53 cm hoch und wiegt sagenhafte 16 kg. Klar, der Border hat nicht die knochenstärke wie Hudson, aber zum arbeiten, zum flink sein usw. tut sich der Border viel leichter, als mein aussiebär.

Gerade aussierüden finde ich mittlerweile zu oft, viel zu groß, massig und unter viel zu viel Fell vergraben.

Lg
 
Dabei
15 Jun 2008
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#13
Nein, ein 55 cm Aussie Rüde mit 30-35 kg Gewicht kann sicher nicht mehr so arbeiten, wie es nötig wäre - der wäre entweder viel zu fett, oder aber mit der Statur einer Bulldogge versehen. Meine Jungs sind zwischen 53 und 55 cm groß, wiegen muskulöse 23-25 kg etwa und sind ASCA und/oder VDH Conformation Champions. Meine Mädels liegen alle bei 46-49 cm und 16-19 kg - ebenfalls Conformation CHs oder auf dem Weg dorthin.

Nochmals - die größer, schwerer, fluffiger Fraktion ist nicht die, die auch auf (ASCA/VDH) Shows erfolgreich ist. Es sind hierzulande eher die Aussies zu groß und schwerfällig, die aus Zuchten ohne nennenswert dem Standard entsprechenden Zielen stammen.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#14
Immer dieses Thema mit dem größer... bei Rüden sagt der Standard nunmal bis 58cm.
Aber ich bin da eh raus, dieses Zuviel fell/ zu wenig, der Standard sagt moderat und das passt schon. Ob der nun drei Haare mehr oder weniger hat ist mir völlig egal. Schließlich entscheiden für mich andere Attribute wie Leistungsbereitschaft, gesunder Körperbau deutlich mehr.

Aber wenn’s schon um Äußerlichkeiten geht: mein Mädchen, showline, 49cm und 18kg, quasi ein Hemd :p mag die Sonne nur so halb... rüde, auch Show, 58cm und 25kg liiiiiebt die Sonne und liegt sogar in Kroatien auf den Steinen in der Sonne... doofi.

Übrigens war mein kleinteil auf jeder besuchten Show immer entweder 1. oder zweite ihrer Klasse und wurde auch mehrfach für die WB gepullt. Insofern gilt bei Shows definitiv nicht schneller, höher, weiter :) zum Glück!
 
Dabei
19 Mai 2016
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#15
Hallo

Hunde mit Unterwolle sollten generell nicht geschoren werden.

Wie hier schon erwähnt ist gutes Ausbürsten der Unterwolle wichtig. Das Deckhaar dient als Schutz vor Sonne und sonstigen Umwelteinflüssen. Wenn ein Hund, wie der Aussie geschoren wird, dann bleibt nach wie vor die Unterwolle, welche wärmt, aber nicht schützt, womit dem Hund nicht wirklich geholfen ist. Zudem sieht das Fell dann einfach nur noch stumpf aus.

Unsere erste Hündin war eine black-tri und kam mit der Hitze besser klar als unsere aktuelle Hündin, red-tri. Ich gehe auch davon aus, dass das Ertragen der Hitze nicht unbedingt mit Fell und Farbe zu tun hat, sondern halt einfach mit dem Hund selbst.

Beste Grüsse
NiKa
 
Dabei
31 Jan 2015
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#16
Ich kann mich meinen Vorrednern eigentlich nur anschließend. :)
Wir haben eine reine Arbeitslinie hier sitzen, mit sehr moderatem Fell, der die Hitze ähnlich schlecht ab kann, wie ich (ich sterbe jeden Sommer :D).
Unser anderer Rüde hat zwar auch einen Großteil Arbeitslinie in sich, hat aber dennoch erstaunlich langes und dichtes Fell. Er ist immer derjenige, der total entspannt in der prallen Sonne döst, während wir auch im Schatten, mit Füßen im Wasserbad und Eis in der Hand eingehen. ;)

Zum Thema Scheren: Wir mussten Yumo (der wuschelige) das Fell am Popo abschneiden. Leider waren seine Zotteln dort so lang, dass er sich selbst beim Koten eine "Auffangschüssel" aus Haaren formte, weil das Fell beim Hinhocken eben den Boden berührte... und wenn der Kot dann mal etwas matschiger war oder gar dünn, war gleich alles eingesaut. Seit dem schnippel ich alle paar Wochen die Spitzen ab. Leider sieht sein Hintern seit dem ganz, ganz furchtbar aus. Ich glaube, dass seit dem quasi nur noch seine Unterwolle wächst und sein Deckhaar gänzlich verschwunden ist. Echt doof gelaufen, aber besser ein wuscheliger Popo, als einer, der ständig eingesaut ist. ;)
Aber daher würde ich definitiv sagen: bloß nicht scheren!
 
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Dabei
29 Mrz 2018
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#17
Hallo,
nun habe ich keine Ahnung, nach welchen Vorgaben der Aussie bei der Zucht selektiert wird
und welche Kriterien ein Richter hat um gute Noten zu geben.
Was mich betrifft, oder bestimmt auch viele andere Hundehalter, ist wohl auch ein schönes Äußeres,
doch wichtiger noch sind Gesundheit , Langlebigkeit, das Wesen , oder die besonderen Fähigkeiten ,
welche diese Hunde mitbringen sollen .

Nun werden wohl bei uns die meisten Australian Shepherds oder Ameican Ahepherds
nicht mehr zum hüten von Vieh verwendet ,
sondern müssen jetzt ihr Leben als Familien und Begleithund verbringen,
darum gibt es für diese Hunde eigentlich keine Gelegenheit mehr,
ihre ursprünglichen Qualitäten beim Hüten zu beweisen.
Ich glaube aber , ohne eine Selektion nach seinen ursprünglichen Anlagen als Gebrauchshund,
wird langfristig der Aussie seine Charakterstärken verlieren .

Es ist wohl für manche Menschen weniger wichtig , daß ihr Hund noch den Trieb zum Hüten zeigt,
doch ich denke, andere Eigenschaften, wie z.B. Robustheit , körperliche Fitness,
oder die Lernfähigkeit, sollten diese Hunde doch möglichst nicht verlieren.

Wäre es darum nicht auch wichtig, wenn alle Aussies welche in der Zucht eine Verwendung haben sollen,
auch irgend eine Leistungsprüfung mitbringen müßten , bei der bewiesen wurde, daß der Hund auch
die gewünschten Eigenschaften hat ?

Bei Jagdhunden, muß jeder Hund eine , oder mehrere Prüfungen ablegen ,
bei der dieser seine speziellen, jagdlichen Fähigkeiten nachweisen muß,
sonst kann dieser Hund nicht als Jagdhund eingesetzt werden .

Beim einem Shepherd , könnten doch wenigsten irgendwelche Leistungen im Hundesport,
wie die Begleithundeprüfung und andere sportliche Prüfungen als Auswahlkriterium
bei der Zulassung als Zuchttier sein ?

Ich denke, dann würden solche Hunde, welche gute Anlagen besitzen leicht erkannt,
aber Tiere mit körperlichen , oder verhaltensauffälligen Anzeichen und anderen Mängeln
würden zur Zucht nicht weiter verwendet.
Eine Sichtung und Beurteilung nach äußerlichen Merkmalen , wie der Größe, oder auch beim Fell ,
könnte man an die 2. Stelle setzen , denn bei leistungsfähigen Hunden würden sich ungünstige Erscheinungsformen wohl von selber ausschliessen.

Fritz.
 

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