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Hilfe gesucht. Probleme mit Leinenführigkeit und Rollenverteilung

Dabei
13 Okt 2012
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#1
Hallo ihr lieben,
ich benötige einmal ganz dringend eure Hilfe da ich einfach nicht mehr weiter weiß...

Unser Aussie Rüde ist nun 9 1/2 Monate alt und erst seit ungefähr einem Monat so richtig in der Pflegelphase (wie ich mal vermute). Zu Hause ist er der liebste Hund der Welt. Er kennt die Ruhe (wenn keiner was von ihm will liegt, er den ganzen Tag in seiner Ecke. Schaut ab und zu mal zu uns hin und geht dann wieder). Natürlich machen wir auch Tricks oder andere Dinge.
Doch Probleme gibt es seit Neustem wenn wir Gassie gehen. Abrufen und co ist alles kein Problem.

Es ist sogar entspannter, wenn wir ohne Leine gehen. Denn da fängt das erste Problem an. Wir haben nun schon 3 Hundeschulen durch und doch zieht er noch immer an der Leine (ohne Leine geht er komischerweise direkt neben uns). So viele Tipps haben wir probiert uns sogar welche von Freunden (die auch Aussies oder andere Hunde besitzen) zeigen lassen doch es will einfach nicht klappen. Zudem muss ich anmerken, dass er ein sturer Bursche ist.
So hart es klingt aber, als wir Rad gefahren sind und er mir vor das Fahrrad lief (keine Sorge er hat nicht gejault und sonst ist auch nichts passiert, er ist noch heile) hat er nur komisch geguckt aber daraus nichts gelernt. Das Gleiche gilt sogar für schmerzhafte Erlebnisse es ist bei ihm so als hätte er diese längst vergessen.
Er verbindet sie, das merkt man daran das es dann 2 Minuten danach funktioniert, doch nach den 2 Minuten scheint alles wieder Vergessen. Und am schlimmsten wird es, wenn uns andere Hunde entgegen kommen.
Er ist keines Wegs aggressiv, sondern er möchte spielen. Aber er schaltet dann total ab und zieht einfach nur hin (was nun langsam bei 23 Kg. echt lästig wird).
Ich weiß, dass er noch jung ist und noch viel lernen kann... nur weiß ich einfach langsam nicht mehr wie. Könnt ihr mir Tipps geben, wie es bei euch geklappt hat?

Außerdem habe ich seit Neustem ein Problem mit ihm. Komischerweise macht er das nur bei mir, was mich sehr verletzt :/
wenn ich ihn 'zurückschicke' so wie wir es in der HuSchu gelernt haben, wenn er zieht, dann klammert er sich an mein Bein und grummelt. Also er macht keinen aggressiven Gesichtsausdruck. Aber er bellt oder grummelt mich an.

Es ist mir wirklich unangenehm und verletzten zu gleich. Und das Schlimme ist, das er es nur bei mir macht. Was genau bedeutet das und was kann ich dagegen tun?
Über eure Hilfen wäre ich sehr dankbar. Es muss doch Lösungen geben die funktionieren :/
Liebe Grüße, Judith
 

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Dabei
4 Mrz 2012
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#2
Also ich sage einfach mal, was ich in der Situation machen würde... ist natürlich nur meine persönliche Sicht und muss keinesfalls richtig sein, sowieso ist ja jeder Hund anders :)

Generell würde ich beim an-der-leine-gehen dann in so einem Fall ganz konsequent dafür sorgen, dass er hinter mir bleibt. Sprich, eine gedachte Linie auf höhe deiner Hüfte ziehen, die er nicht überschreiten darf mit seiner Schulter, er darf also maximal im "bei fuß" neben dir laufen, nicht weiter vorn.

Das kannst du entweder machen, indem du einfach eine 180°-Drehung machst (entweder über den rechten oder den linken Fuß, je nachdem, auf welcher Seite er läuft) und dich einfach angespannt vor ihn stellst bzw ihm den Weg versperrt, mit einem Markerwort deiner Wahl (beispielsweise "Langsam!", ich betone es eher "Lanxxxxxam").
Das würde ich einmal sehr bestimmt und "einschüchternd" machen und dann die nächsten Male versuchen, ihm deinen Fuß vor die Brust zu halten, wenn er versucht, dich zu überholen. Also mit deinem Fuß seitlich "ausholen" und ihn quasi vor die Brust klopfen. Wenn ihn das nicht interessiert, nochmal ihm in den Weg stellen. Und auch da würde ich persönlich durchaus aufdringlich werden und ihn auch zurückdrängeln, wenn ihn das Weg-Versperren nicht beeindruckt.
Sobald er etwas richtig macht durchaus auch verbal loben.

Ein anderer Weg (den wir auch genutzt haben) ist, dass immer sobald spürbar Zug auf dem Halsband ist, wir also sicher sein konnten, dass Maggy da auch gerade Zug spürt, haben wir angehalten und sie an der Leine zielstrebig zurückgeangelt (NICHT geruckt!! sondern einfach zielgeführt und gleichmäßig zurückgezogen), sie einmal hinter unserem Rücken an der Leine herumgeführt und nichts weiter gesagt. Das hintenrum-führen lief auch im gleichen Tempo wie das Zurückziehen ab, ganz egal, ob sie sich gesträubt hat oder nicht. Nachdem sie also hinter uns herumgegangen ist haben wir die Leine noch weiterhin kurz gelassen, bis sie ruhig neben uns stand, und dann erst ging es mit "Langsam!" weiter.
Das hintenrum-führen haben wir angefangen, weil einfach nur stehenbleiben und auf Aufmerksamkeit warten bei Maggy wenig gebracht hat. Sie hat sich dann immer kurz umgedreht, einen Schritt in unsere Richtung gemacht und wollte dann wieder los.
Das kann man auch kombinieren mit dem Weg-Versperren... also wenn er zieht, zurückholen, hinten rum führen und dann darf er die nächsten paar zig Meter dich nicht überholen, sonst versperrst du ihm den Weg. Nach einer Weile kommt dann ein "Okay" und "Langsam", und wenn er das als Freibrief zum Ziehen nimmt, kommt wieder das Zurückziehen, hintenrum führen, und er muss wieder hinten bleiben.

Was das "Ich will spielen angeht", da würde ich ganz eiskalt auf die Aufmerksamkeit bestehen und dafür sorgen, dass du immer zwischen ihm und dem anderen Hund bist, ihn also ruhig direkt an deine Seite neben, vom anderen Hund weg. Dieses kopflose HInziehen sollte dann schon früh unterbrochen werden, sprich sobald er den fremden Hund anvisiert (meistens spitzen sich dann die Öhrchen erstmal und dann folgen weitere Reaktionen). Bereits da kann man sowas sagen wie "Hierher!" bzw ein Markerwort eurer Wahl und ihn dann an die vom anderen Hund abgewandte Seite nehmen. Wenn er auf das Wort nicht hört, stehenbleiben, ihn in den Oberschenkel kneifen oder pieksen, seine Aufmerksamkeit verbal loben und dann neben dich nehmen. Das alles sollte idealerweise schon mind. 10m bevor man den Weg des anderen Hundes kreuzt ablaufen.
Das Grummeln und ans Bein klammern hört sich nach Frust an, da könntest du ihm ein Ersatzverhalten anbieten (bspw einfach einen Trick einüben, den er stattdessen machen soll, sowas wie "Immer wenn ein Hund kommt, soll ich Slalom zwischen Frauchens Beinen durchmachen" oder einfach "Immer wenn ich einen Hund sehe, soll ich zu Frauchen Blickkontakt halten, bis sie mich freigibt").

So das war's, Monsterabsatz zu lesen hier :p Viel Erfolg schonmal!
 
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Dabei
13 Okt 2012
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#3
Hallo JoVe,
ich danke dir sehr herzlich für deine Antwort. Der zweite Trick mit dem nach hinten ziehen finde ich sehr plausibel und danke dir dafür. Ich werde es gleich nachher einmal ausprobieren. :)
Wir hatten es damals nur mit dem stehen bleiben probiert doch das hatte, wie du aus deiner Erfahrung auch geschrieben hast, bei ihm nicht funktioniert.
Jedoch habe ich bei deinem Vorschlag ein gutes Gefühl, da es ihm sicherlich richtig auf die Nerven geht :D

Wegen dem Spielen wollen. Mit der Aufmerksamkeit ist immer echt schwierig. Weit weg von dem Hund funktioniert das einwandfrei. Ich kann entweder ein Leckerli hochhalten, auf das er fixiert oder ihn in die Seite zwicken.
Doch sobald der Hund kurz vor uns ist, geht nichts mehr. Ich sehe das er den Hund fixiert doch mein buffen, zwicken o.ä. stört ihn gar nicht. Ich habe es sogar ein Würstchen vor ihn gehalten um ihn abzubringen und selbst umdrehen klappt nicht. Und sobald der Hund neben uns ist, rennt er in die Leine und zieht zu dem anderen Hund (auch wenn ich zwischen ihm und den anderen Hund stehe) :/
Das mit dem Slalom finde ich allerdings eine super Idee. Blickkontakt wird für ihn wohl noch eine Nummer zu schwer (da er sich ja nicht mal mit einem Würstchen ablenken lässt). Ich werde es nachher einmal Testen *endlich mal wieder auf andere Hunde Treff Hoffnung* ^^

Und eine kleine Frage habe ich noch. Er ist ein kleiner Mitstänkerer. Das heißt, wenn ein anderer Hund bellt, bellt er mit. Zwar nur ein paar Mal aber was soll ich denn in der Situation machen? Auf das Nein reagiert er zwar, bellt danach aber gleich wieder. Zwicken hatte da auch nichts bewirkt. Genauso, wie er manchmal bellt, wenn wir spazieren gehen und da hinten ist etwas falsch. Als z.B. letztens nach Hause wollten, ist jemand mit einem Pferdeanhänger (ohne Pferd) auf das Grundstück unserer Nachbarn gefahren und er hat auf einmal so ein Angstbellen angefangen. Also ganz leise und mit langen Pausen dazwischen immer mal ein "Wuff".
Wie sollte ich darauf am besten reagieren?

Liebe Grüße, Judith
 
Dabei
7 Sep 2012
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#4
Sorry, aber ein 9,5 Monate junger Aussie sollten auf keinen Fall schon am Rad laufen! Seine Sehnen, Bänder u. das Skelett sind noch nicht voll ausgebildet, die Knochen noch nicht vollständig durchmineralisiert. Daher am Rad laufen m. frühestens 12 Monaten u. am besten wäre es auch, der Hunde wäre zuvor geröngt u. Herz-/Kreislauf durchgecheckt worden.
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#5
Hmm, da kann ich dir irgendwie gar nicht weiterhelfen ...
Auch das mit dem "Anrammeln" kenne ich gar nicht. Allerdings - wenn er das ja eh nur bei dir macht, wenn er "zurück geschickt" wird - würde ich es im kleinsten Ansatz sowas von unterbinden. Sowas darf dir einfach nicht mehr passieren!!!!
Ich denke, er nimmt dich in diesen Situationen nicht (mehr) ernst und denkt, er kann das alleine entscheiden. Zeig ihm ganz konsequent, dass DU der Boss bist!

Und am Fahrrad würde ich einen 9,5 Monate alten Hund auch nicht mitlaufen lassen (ausser du fährst zum Nachbarn). ;)
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#6
Wegen dem Spielen wollen. Mit der Aufmerksamkeit ist immer echt schwierig. Weit weg von dem Hund funktioniert das einwandfrei. Ich kann entweder ein Leckerli hochhalten, auf das er fixiert oder ihn in die Seite zwicken.
Doch sobald der Hund kurz vor uns ist, geht nichts mehr. Ich sehe das er den Hund fixiert doch mein buffen, zwicken o.ä. stört ihn gar nicht. Ich habe es sogar ein Würstchen vor ihn gehalten um ihn abzubringen und selbst umdrehen klappt nicht. Und sobald der Hund neben uns ist, rennt er in die Leine und zieht zu dem anderen Hund (auch wenn ich zwischen ihm und den anderen Hund stehe) :/
Ich würde erst mit Würstchen arbeiten und dann erst körperlich werden. Wir haben Maggy von Anfang an ein Leckerli vor die Nase gehalten, wenn wir einen anderen Hund gesehen haben. Später dann haben wir es zugelassen, dass sie den Hund auch selbst registriert und dann ihren Namen gesagt und Leckerli vor die Nase... dann die Zeit, in der sie den anderen Hund ansehen darf, immer weiter erhöht, bis wir schließlich nur noch ein Leckerli gegeben haben, wenn wir am Hund vorbei waren. Sie darf gucken, aber sie darf keinen einzigen Schritt Richtung andere Seite machen bzw versuchen rüberzudrängeln. Inzwischen bleibt das Leckerchen meistens ganz weg.
In deiner Situation jetzt würde ich entweder versuchen, es erst so aufzubauen, also von vornherein das Leckerli bieten und ihn da stumpf vorbeiführen. Und halt auch nicht erst mit dem Würstchen wedeln a la "bitte ignoriere den Hund doch jetzt doch, dann kriegst du auch das Würstchen!", wenn er eh schon beim anderen Hund hängt.

ODER du sagst ihm einfach mal klar an, dass du gefälligst seine Aufmerksamkeit willst, und nimmst ihn dir mal richtig zur Seite, wenn er solche Mätzchen macht. Sprich, du holst ihn per Leine nah an dich heran, drehst dich zu ihm (und von dem anderen Hund weg) und drängst ihn energisch nach hinten, quetschst dich in sein Sichtfeld, tippst ihm mit dem Knie an der Brust an (also nicht dolle kicken oder so, nur ein "Hallo, hier spielt die Musik")... was dir einfällt, damit er dir den nötigen Respekt zollt.
 
Dabei
1 Okt 2012
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#7
Simba läuft wunderbar neben mir an der Leine. Da war aber viel Training nötig. Ich bin immer stehen geblieben wenn er gezogen hat und wenn er die Leine gelockert hat und zu mir gekommen ist habe ich geklickert. Jetzt wird immer ab und zu geklickert wenn er locker neben mir läuft und es klappt super. :)
Außerdem hat mir das Kommando "Schau" sehr dabei geholfen. Allerdings läuft er noch nicht sooo gut wenn uns andere Hunde entgegen kommen. Aber da sind wir gerade am trainieren. ;)
Ich würde allerdings nie mit einem 9,5 Monate altem Hund Fahrrad fahren. Das darf Simba mit seinen nun mehr als 11 Monaten noch nicht mal.
 
Dabei
13 Okt 2012
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#8
Danke ihr lieben.
JoVe das werde ich mal probieren :)

Was das Radfahren angeht. Wir schieben das Rad und fahren erst wenn er ohne Leine ist. D.h. er ist nicht mit Leine am Rad und hat so die Möglichkeit wie bei einem ganz normalen Spaziergang.
Dort rennt, sprintet oder trabt er auch mal. Außerdem fahre ich Schrittgeschwindigkeit und keine weiten Strecken. Meist 'einmal um Pudding'
 
Dabei
29 Apr 2012
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#9
Vielleicht solltest du dir das mit dem Fahrrad fahren etwas mehr zu Herzen nehmen. Es ist definitiv mehr Belastung als ein Spaziergang. Dein Hund ist noch im Wachstum!

Erstmal solltest du nicht verletzt sein, weil dein Hund dich nicht Ernst nimmt. Erstens ist das zu menschliches Denken und zweitens ist es meiner Meinung nach immer ein bisschen ein Spiegel der bisherigen Erziehung. Ich bin immer noch dafür, mit einem Hund von Welpen an konsequent zu sein. So lassen sich viele Probleme in der Pubertät vermeiden, andere sind dann nicht ganz so schlimm. Wenn einer meiner Hunde anfangen würde mein Bein zu rammeln, könnte ich nicht sagen, was ich dann machen würde. Ich glaub, da wär dann die Wiese zu klein. Aber meine Hunde haben von Anfang an gelernt, was ich sage ist Gesetz. Im Gegenzug dazu hab ich auch immer versucht, fair zu bleiben.

Du schreibst auch, es wird langsam echt lästig, wenn er zu anderen Hunden unbedingt hin will. Wieso wird es jetzt erst langsam lästig? Was hast du vorher schon dagegen getan? Ablenken mit Würstchen funktioniert nicht. Wenn dann sollte er auf deine Stimme reagieren und dafür kriegt er eine Belohnung.

Ein Hund sollte etwas machen und dann eine Belohnung dafür bekommen und nicht nur etwas machen und dafür eine Belohnung bekommen. Das ist ein klitzekleiner aber entscheidender Unterschied!
 
Dabei
13 Okt 2012
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#10
sano1002

Mit dem Fahrradfahren werde ich mir zu Herzen nehmen.

Wegen dem klammern. Es ist kein wirkliches rammeln. Sondern wenn ich ihn zurück schicke klammert er einfach nur die Vorderbeine an mein Bein welches ihn nach hinten 'schiebt'.
Wegen den anderen Hunden. Vorher hatte er nie wirklich etwas gemacht. Da ließ er sich noch ablenken aber erst seit neustem funktioniert das nicht mehr so ganz...

Ich danke dir für den letzten Satz. Diesen werde ich mir auch zu Herzen nehmen. Heute in der Hundeschule ist er ein längeres stück artig an der Leine gegangen. Meine Trainerin meinte aber auch ich Lobe zu oft was ich auch eingesehen habe. Allerdings war ich so überwältigt vor Freude das es wenigstens schon mal ein recht langes Stückchen geklappt hatte. ;)
 
Dabei
29 Apr 2012
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#11
Du kannst ihn bei anderen Hunden auch ansprechen und ihn dann belohnen, indem du ihm ein besonders tolles Leckerlie wirfst und zwar vom anderen Hund weg. Die Aussies, die ich kenne, sterben alle für Essen. Es muss für ihn interessanter werden, zu reagieren, als den anderen anzumachen. Ich würde ihn auch nicht ein Leckerlie fixieren lassen, da ist der Anreiz nicht groß genug. Ich würd ihn dich anschauen lassen und dann Leckerlie dafür geben. Am Anfang relativ häufig und je sicherer es wird, desto weniger Leckerlies werden es. Ich hoffe, es ist verständlich geschrieben :)
 
Dabei
29 Apr 2012
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#12
Heute in der Hundeschule ist er ein längeres stück artig an der Leine gegangen. Meine Trainerin meinte aber auch ich Lobe zu oft was ich auch eingesehen habe. Allerdings war ich so überwältigt vor Freude das es wenigstens schon mal ein recht langes Stückchen geklappt hatte. ;)
Du darfst natürlich auch nicht zu viel reden, denn irgendwann schaltet der Hund dann dieses anhaltende Geräusch aus. Geht uns als Mensch ja auch nicht anders. Wenn dich einer volllabert, schaltest du ja bestimmt auch irgendwann genervt das Gehör aus ;)
 
Dabei
21 Feb 2011
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#13
Du schreibst auch, es wird langsam echt lästig, wenn er zu anderen Hunden unbedingt hin will. Wieso wird es jetzt erst langsam lästig? Was hast du vorher schon dagegen getan? Ablenken mit Würstchen funktioniert nicht. Wenn dann sollte er auf deine Stimme reagieren und dafür kriegt er eine Belohnung.
Weil jetzt die "Schmerzgrenze" erreicht ist. Solange für den Menschen die Handlungen des Hundes nicht wirklich schlimm sind, unternehmen die meisten nichts. Irgendwann kommt dann mal der Punkt. Das kenne ich von ganz vielen.

Wegen dem Spielen wollen. Mit der Aufmerksamkeit ist immer echt schwierig. Weit weg von dem Hund funktioniert das einwandfrei. Ich kann entweder ein Leckerli hochhalten, auf das er fixiert oder ihn in die Seite zwicken.
Doch sobald der Hund kurz vor uns ist, geht nichts mehr. Ich sehe das er den Hund fixiert doch mein buffen, zwicken o.ä. stört ihn gar nicht. Ich habe es sogar ein Würstchen vor ihn gehalten um ihn abzubringen und selbst umdrehen klappt nicht. Und sobald der Hund neben uns ist, rennt er in die Leine und zieht zu dem anderen Hund (auch wenn ich zwischen ihm und den anderen Hund stehe) :/
Das mit dem Slalom finde ich allerdings eine super Idee. Blickkontakt wird für ihn wohl noch eine Nummer zu schwer (da er sich ja nicht mal mit einem Würstchen ablenken lässt). Ich werde es nachher einmal Testen *endlich mal wieder auf andere Hunde Treff Hoffnung* ^^

Und eine kleine Frage habe ich noch. Er ist ein kleiner Mitstänkerer. Das heißt, wenn ein anderer Hund bellt, bellt er mit. Zwar nur ein paar Mal aber was soll ich denn in der Situation machen? Auf das Nein reagiert er zwar, bellt danach aber gleich wieder. Zwicken hatte da auch nichts bewirkt. Genauso, wie er manchmal bellt, wenn wir spazieren gehen und da hinten ist etwas falsch. Als z.B. letztens nach Hause wollten, ist jemand mit einem Pferdeanhänger (ohne Pferd) auf das Grundstück unserer Nachbarn gefahren und er hat auf einmal so ein Angstbellen angefangen. Also ganz leise und mit langen Pausen dazwischen immer mal ein "Wuff".
Wie sollte ich darauf am besten reagieren?

Liebe Grüße, Judith
Ablenkung funktioniert in der Erziehung nicht....und du willst ja, dass dein Hund das Verhalten lässt. Also muss er lernen, was du willst und was unerwünscht ist. Das kann er nicht, wenn du ihn ablenkst. Damit lernt er nichts
Ich vermute mal, dass du REAGIERST und nicht agierst. Wenn du doch weisst, dass es schwierig wird, wenn die anderen Hunde näher kommen, solltest du auch schon viel früher etwas unternehmen....zb schon beim allereresten Blickkontakt deinem Hund sagen, dass er sich an dir zu orientieren hat und nicht den anderen Hund zu fixieren hat usw. Deine Handlungen kommen, mMn, viel zu spät.

Wegen der Bellerei: es kommt darauf an, warum er bellt....stänkert er, ist er unsicher, hast du das Gefühl, er steigert sich da in was rein? Bei letzterem zb wäre nur kurzes Zwicken total kontraproduktiv, das lässt ihn nur noch mehr hoch fahren. Stell dir nur mal vor, du bist irre nervös wegen irgendwas, total aufgeregt, vlt auch richtig gereizt. Und dann kommt einer her und tippt dir alle nasenlang mehrmals kurz mit dem Finger auf die Schulter. Meinst du, du würdest dich dann beruhigen oder würde sich deine gereizte Stimmung eher verstärken? Hier solltest du also wirklich rausfinden, warum er bellt, um richtig gegensteuern zu können.
 
Dabei
29 Apr 2012
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#14
Weil jetzt die "Schmerzgrenze" erreicht ist. Solange für den Menschen die Handlungen des Hundes nicht wirklich schlimm sind, unternehmen die meisten nichts. Irgendwann kommt dann mal der Punkt. Das kenne ich von ganz vielen.
Ist mir klar Gundi ;) Ich frag halt gerne nach, weil die Leute sich dann über Antworten Gedanken machen müssen und sich dadurch vielleicht über ihr Verhalten bis jetzt auch ein paar Gedanken machen. Ich geb da die Hoffnung nicht auf :)
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#15
Wenn mein Hund sich an meine Beine klammert oder mich anbellt, weil ihm was nicht passt, dann ist aber Holland in Not. Ich glaube das mit dem Klammern hat Joey genau einmal probiert, dann hat er es verstanden: Wenn ich was von ihm erwarte, kann er sowas nicht machen, weil er meint, er muss nicht auf mich hören. Punkt. Auch mich aus Frust anbellen geht nicht, da bin ich knallhart (nicht falsch verstehen, der Hund wird dann von mir nicht geschlagen oder so, aber ich mache ihm ziemlich deutlich klar: So nicht). Er darf bellen, aber nicht mich ANbellen, das ist für mich ein himmelweiter Unterschied. Und Klammern ist auch nicht gerade die feine Art. Dafür darf man natürlich andererseits auch nichts zu Schi´wieriges und Unfaires vom Hund erwarten.

Ablenken funktioniert- wie du ja jetzt selber merkst- nicht, ich finde es auch ganz wichtig, dass der Hund belohnt wird, wenn er auf das Kommando reagiert hat, anstatt mit Leckerchen oder Spieli abgelenkt zu werden. Er muss schon lernen, dass Frauli interessant ist und das Sagen hat, aber eben, dass das auch so ist, wenn sie gerade nichts in der Hand hat
 
Dabei
25 Mrz 2013
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#16
@glöckchen: was machst du genau um das anbellen zu unterbinden? finn hat vor 2 tagen damit angefangen, ich ermahne ihn, sag: schluss (ist bei uns das wort für "hör auf"! und ignoriere ihn bis er aufhört... mit mäßiger wirkung, manchmal funktionierts, manchmal macht er nach kurzer pause weiter.
 
Dabei
29 Apr 2012
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#17
Wenn dein Hund dich aus Frust anbellt, würd ich persönlich ihm mal eine Ansage machen. Justin hat das vor ein paar Wochen auch angefangen, dann gibts ne Ansage und gut ists dann auch schon wieder.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#18
Also wenn er nur so was anderes anbellt, dann kommt irgendwann ein "ruhig" auf polnisch, das hat so nen schönen Zischlaut. ALs er mich angebellt hat (das hat er echt ewig nicht mehr gemacht, muss erstmal überlegen) hat er verbal einen auf den Deckel bekommen, also ich habe mit lauter und tiefer Stimmlage "SChluss" (glaube ich, vielleicht wars aber auch was länger ;) ) gerufen, aber wirklich deutlich. Wenn ich so werde, dann wird er meist ganz klein mit Hut, daher funktioniert das bei uns. Einmal habe ich ihn dafür auch kurz in nen anderen Raum gesetzt. Das hat er auch wirklich schnell verstanden. Im Spiel ist das natürlich was anderes, oder wenn der Hund das aus Unsicherheit oder so macht, da muss man dann schon aufpassen. Und immer dem Sensibilitätsgrad des Hundes anpassen, meiner ist da hart im Nehmen, da muss ich schon ein ordentliches Donnerwetter loslassen, damit das ankommt, bei anderen Hunden reicht eine leicht erhobene Stimme völlig
 
Dabei
13 Okt 2012
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#19
Danke ihr lieben :)

Ablenkung funktioniert in der Erziehung nicht....und du willst ja, dass dein Hund das Verhalten lässt. Also muss er lernen, was du willst und was unerwünscht ist. Das kann er nicht, wenn du ihn ablenkst. Damit lernt er nichts
Ich vermute mal, dass du REAGIERST und nicht agierst. Wenn du doch weisst, dass es schwierig wird, wenn die anderen Hunde näher kommen, solltest du auch schon viel früher etwas unternehmen....zb schon beim allereresten Blickkontakt deinem Hund sagen, dass er sich an dir zu orientieren hat und nicht den anderen Hund zu fixieren hat usw. Deine Handlungen kommen, mMn, viel zu spät.
Ich habe es schon öfter Versucht früh die Aufmerksamkeit zu holen welche ich auch bekam. Dann habe ich ihn gefüttert da er ja auch mich fixiert war. Doch sobald er den Hund hinter (wenn er saß) oder neben sich (wenn wir gegangen sind, da ich beides ausprobiert hatte) bemerkt hatte war alles vorbei mit der Aufmerksamkeit...
 
Dabei
21 Feb 2011
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#20
Du wirst hier mit füttern nicht viel weiter kommen. Ich denke, da musst du dich persönlich mehr einbringen, darauf vorbereitet sein, dass er vor geht.....ihn zb blocken und zurückdrängen oder ähnliches.
Mein Rüde zeigt dieses Verhalten sehr gern bei Katzen....da macht der sich steif und reagiert nicht auf mich. Wenn ansprechen, mit Leine wackeln oder zwicken nichts bringt, werde ich eben massiver. Ich lauf dann zb auch mal in ihn rein, schubs ihn mit dem Knie.....irgendwas halt, damit er mich anschaut. Denn dann ist die Spannung bei ihm sofort wieder raus.
Möglichkeiten gibt es da viele, man muss schauen, welche am besten ankommt.
 
Dabei
6 Nov 2012
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#22
huhu, ich hätte da auch noch nen trick! wenn dein hundi bei "fuß" gehen soll, leg ihn ins platz sobald er dein knie eingeholt hat!!! denn, der merkt ganz schnell dass das sooooo langweilig ist und er/ihr nicht vorran kommt. Ich hab auch wirklich alle tricks und methoden durch. und das ist das einzige was wirklich hilft bei uns!
 
Dabei
6 Nov 2012
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#24
bin mal gespannt ob das bei euch auch klappt:rolleyes::D
du mußt das aber auch ne weile durchziehen!
 
Dabei
13 Okt 2012
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#25
Ich habe es heute Morgen einmal probiert (dem Schulfrei sei Dank ich war so gespannt auf den Spaziergang das ich es gar nicht abwarten konnte) :)
Für den Weg bis in die Feldmark habe ich 15 Minuten gebraucht (bei einer Strecke von 2 kurzen Straßen ^^).
Ich habe mit euren Methoden ein wenig gespielt und auch noch ein bisschen die 'be a tree' Methode mit eingebaut und den Rückweg ging er nun wenigstens schon ohne ziehen. Ich danke euch :)
 
Dabei
29 Apr 2012
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#26
Du darfst nur nicht vergessen, solange die Pubertät da ist, wird es immer mal wieder Rückschläge geben. Dann musst du einfach immer wieder denken: Nein, er ist kein ****, ich mag in ;);)
 
Dabei
13 Okt 2012
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#27
Ja das stimmt. Keine Sorge, das denke ich immer wieder :)
Spätestens wenn wir wieder zu Hause sind, da er dort komischerweise das liebste Tierchen auf Erden ist ^^
 

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