Anzeige:

Hirschen- wer kann es mir erklären?

Dabei
13 Aug 2015
Beiträge
241
#1
Hallo ihr Lieben,

ich bin auf eine Ausbildungsmethode gestoßen, die sich "Hirschen" nennt. Werde aber aus den Infos dazu nicht richtig schlau. Es gibt wohl keine Belohnungen (Futter, Spieli, Zuwendung) und auch keine aversiven Methoden, wenn der Hund ein anderes Verhalten zeigt als das gewünschte. Aber ein Ampelsystem gibt es, um ggf. ein "gelb" oder "rot" mitzuteilen.

Mich interessiert, wie genau diese Dinge dann umgesetzt werden bzw. Vielleicht findet sich hier jemand, der mir die Grundlagen erklären kann? Ich blicke dabei nicht wirklich durch, außer dass es um körpersprachliche Kommunikation geht verstehe ich nichts. Daher wäre ich dankbar über Aufklärung. :)
 

Anzeige:
Dabei
30 Sep 2012
Beiträge
1.538
#2
Also Hirschen sagt mir gar nichts. Aber von einem Ampelsystem habe ich doch schon gehört und es auch mal "angewendet" aber es ist nicht das was ich brauche. Es gibt erst eine kurze "nette" Warnung, dann ein "knurren" von mir und bei rot wird quasi geschimpft - von wegen das geht gar nicht. Wie ich es verstanden habe macht man das nacheinander wenn ein Hund ungewünschtes Verhalten zeigt (zb Ziehen an der Leine oder so)

Aber andere können dir da vermutlich besser helfen
 
Dabei
24 Jan 2008
Beiträge
1.364
#3
Ich denke mal da ist die " Methode" von Brigitte Hirsch mit gemeint - um das verstehen zu können muß man so wie ich es verstanden haben , ihre Seminare und Webinare besuchen . Alle Leute die dran teilnehmen rücken aber mit der Sprache auch nicht raus .Evt zum Schweigen verpflichtet ? Keine Ahnung
 
Dabei
31 Mrz 2014
Beiträge
242
#5
Hallo :)
Ich war bei nem Basis-Seminar, weil ich auch wissen wollte, was genau dahinter steckt und ob es wirklich alles verbessert, wie man liest ;)
"Hirschen" wird es bezeichnet, weil die Seminare von Brigitte Hirsch gehalten werden ;)
Wie schon Katja geschrieben hat, wird mit dem Ampelsystem gearbeitet (grün, gelb, rot).
Grün: Korrektur über Blick
Gelb: Korrektur mit Hilfe eines Zisch-lautes
Rot: Zisch-Laut plus taktile Berührung (keine allzu feste Berührung)
Man gibt allgemein keine Kommandos (Sitz,Platz,..) oder Sichtzeichen, die Hunde dürfen/sollen nicht mehr vorwärts denken,..

Ich hab mir auch eine DVD von Anita Balser angeschaut und im Endeffekt muss ich sagen, dass es nahezu fast genau das selbe Schema ist ;)

Ich persönlich hab mir manche Sachen aus dem Seminar rausgezogen,aber andere sind nichts für mich, wie bspweise man den Hund nicht mehr anschauen soll (gilt ja als grüne Korrektur), man streichelt den Hund nur, wenn es von einem selber ausgeht und nicht, wenn der Hund kommt,..

Aber es war es mir auf jeden Fall wert mitzumachen und mitreden zu können :D
 
Dabei
19 Jun 2013
Beiträge
67
#6
Huhu :) ich war letztes Jahr ebenfalls auf einem Seminar von Brigitte. Da meine Hündin allerdings so auch schon sehr brav war und nicht wie oft dort ein "Pflegefall" konnten wir von dem Seminar nicht viel mitnehmen. ich wollte meine Hündin auch mal mit dem Ampelsystem korrigieren aber leider reagiert sie auf ein Rot eher selten (vielleicht zu stark korrigiert oder falsch!?)

Ich tendiere aktuell auch eher zu Anita Balser, allerdings bin ich da noch zu geizig um so viel Geld für DVD's auszugeben :)

Aber bei meiner Hündin habe ich von verschiedenen Trainingsmethoden das rausgesucht was bei ihr am besten geklappt hat. Ich arbeite weiterhin auch mit leckerli und quatsche sie zu :p
 
Dabei
27 Mai 2016
Beiträge
53
Alter
35
#7
Ich war erst letzten Monat auf einem Seminar.
Zum Schweigen sind wir nicht verpflichtet, das wäre ja der knüller :) aber ich muss zugeben das es unheimlich schwer ist das zu erklären in ein paar Sätzen.
Ich werde mein bestes geben euch mehr informationen zukommen zu lassen.

Fakt ist Brigitte Hirsch nennt es Hirschen wegen ihrem Namen wie oben geschrieben.
Das ist IHRE art mit Hunden zu arbeiten.
Da ich mich davor schon mit Hundeteamschule Anita Balser beschäftigt habe muss ich auch anmerken das es bis auf gewisse Dinge zu 80% dasselbe ist oder ähnlich.

Brigitte arbeitet ausschließlich auf Energiebasis, Telephatie - so wie sich Hunde verständigen und so ähnlich wie auch Tierkommunikation funktioniert. Jeder Mensch hat das in sich aber fast jeder verlernt es. Jedoch erklärt sie auch im Basisseminar SEHR WICHTIGE Grundlegende Dinge über das Verhalten des Hundes, Körpersprache und der jeweiiligen Energie.
Das wenn ein Hund eine Korrektur überzogen findet er dich nicht mehr voll nimmt, aber uns menschen ist nicht bewusst das diese überzogen war.

Beispiel:

sie sagte wenn dein Mann nach hause kommt und er ist definitiv zu spät haust du ihm ja auch nicht gleich die bratpfanne drüber oder er kriegt eine backpfeife oder drückst ihn auf den Stuhl damit er dir zuhört gefälligst!
---> dieses verhalten wäre nämlich ROT!

(Viel zu viele Leute setzten rot ein, absolut ungerecht, und werden dann vom Hund aussortiert - werden jedoch noch aggressiver weil der Hund ja IMMER über die stränge schlägt!!!)


Bedeutet: das Rot wird unter Hunden sehr selten eingesetzt - Nur in Ausnahme situation ansonsten klar wirkt es unglaubwürdig.

Bedeutet auch, das wir eigtl unseren Mann erst mal "vorwarnen" wenn er heimmkommt, "LIeber Mann du bist zu spät das ist nicht schön!"
----> das wäre Gelb!

UND gerechtfertigt!

Und wenn ein Hund dann eine Korrektur überzogen findet, hat er damit vollkommen recht diesen menschen als nicht ganz zurechnungsfähig einzuschätzen geschweige denn dafür ein Rudel souverän zu leiten. Also entzieht er sich oder wie meiner, klärt und entscheidet eben selber seine Situationen, oder bockt oder ignoriert oder zeigt dir deutlich den mittelfinger.

grün gelb rot wurde ja schon oben erkläRt. bei grün spielt aber auch deine energie und dein Gedanke "lass es " eine große rolle. Aber wie man das einsetzt müsste man fast zeigen!

Dann geht es dort noch um eine 10 m Distanz. Und eben basiert eigtl alles auf einem tollen Grundwissen das Brigitte super erklärt, auf Energiearbeit!!!!, der Inneren Mitte!!, auf BEZIEHUNGSarbeit und nicht Erziehung. Alles ohne Leckerlie. und alles basiert auf Aufmerksamkeit und mentale zusammenarbeit. Bedeutet der Hund macht vll sitz wenn ein auto kommt weil er es so gelernt hat aber das ist konditioniert und nicht kommuniziert.

Mein Hund war nach den zwei tagen am sonntag abend so aufmerksam das er ständig gefragt hat durch augenkommunikation was er für mich tun kann und wenn es nichts für ihn zu tun gibt liegt er ab und JA da wird er NICHT angeschaut, weil der hund sich sonst immer in einer Haltung befindet, gleich sagt sie was, gleich muss ich aufstehen.

Ich fand das seminar toll. ALLE Hunde haben am WE eher so reagiert wie: "mensch endlich hat mich mein besitzer verstanden wie ich denk!"

Die umsetzung wird sich jetzt zeigen aber ich finde danach zu arbeiten wäre schon toll und es wäre toll wenn sich so gute erfolge erzielen wie man z.B in der Facebook gruppe sieht.

falls ihr fragen habt fragt gerne.
 
Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.679
#8
Klingt sehr interessant, ist allerdings nicht neu. Aber ich finde es sehr wichtig, dass den Menschen beigebracht wird, mit Hund richtig umzugehen, seine Körpersprache zu lesen und ihm vernünftig und angemessen seine Grenzen zu zeigen.
Diese ganze Vermenschlichung, dieses "der Hund muss sich doch frei entfalten" macht Mensch und Hund nur unglücklich. Leider merken es die meisten nicht.

Erziehung hat mit Beziehung zu tun. Ohne das geht es nicht. Beziehungs- und Erziehungsarbeit kann man nicht trennen.
Stimmt die Beziehung zwischen Hund und Mensch, weil Mensch klar und deutlich in seinem Tun und ist damit für den Hund berechenbar, braucht es keine Leckerlis und Co.

Wie Bexti ja schon schrieb: Sachen wie Sitz, Platz usw, sind nichts weiter als Tricks und haben nichts mit Erziehung zu tun.
 
Dabei
27 Mai 2016
Beiträge
53
Alter
35
#9
Richtig Gundi, dein Absatz bringt es auf den Punkt!!

Hab oben ein paar Satzzeichen vergessen und mir fiel grad selber auf, das dies dann ganz schön schwierig ist zu lesen :D!

Neu ist es nicht, und vor allem saß ich 2 Tage in dem Seminar und dachte mir danach, "eigentlich weißt du das schon alles!“
Aber es fast immer durch Schludrigkeit, Vergesslichkeit, nicht Konsequentheit vernachlässigt wird. Oder gar vergessen.


Wir haben viele Übungen gemacht, an denen man gesehen hat, wie viel Aufmerksamkeit der Hund, dem Besitzer überhaupt schenkt, mein Freund hat die Zeit bei meinem Hund gestoppt, wann er das erste mal mir einen Blick zu wendet, bei der einen Übung.
11 Minuten hat er mich im Regen stehen gelassen anfangs, und mir quasi den Mittelfinger mit seinem verhalten gezeigt. Aber er konnte dafür gar nichts, er war eben falsch konditioniert.

Aber als er sich verstanden gefühlt hat und merkte wie ICH jetzt anders handle verhielt er sich komplett anders. Brigitte sagt, dass sie gar nicht denkt, dass meine Probleme im Freilauf liegen. Sondern das er eigtl ständig eigene Entscheidungen treffen darf und dem Mensch das gar nicht bewusst ist, wie viel eigene Entscheidungen, die Hunde am Tag treffen. Also warum sollten sie dies auch dann nicht draußen tun??

Ich solle nach dem Hirschen leben und es auch mit ganzen herzen leben und auf meine Energie achten und meine Probleme, bei denen ich denke es sind Probleme, werden vergessen sein.

Ach ja, für das Gelb benutzt sie ein Zischlaut wie oben geschrieben, weil es emotionfrei ist.

Sie meinte auch, das MEIN Hund einer ist der niemals ROT braucht, so sensibel er ist. Ich hab ihn zu oft falsch korrigiert - Viel zu viel Rot, deshalb hat er es auch nie angenommen , sondern sich dagegengestemmt, weil es überzogen war in seinen Augen und wie soll er so jemanden glauben !!

Der Wahnsinn war ich konnte meinen Hund zu 90% am WE mit GRÜN korrigieren, das heisst nur mit Körperhaltung und Blick und Energie. Ich brauchte nur 10% mal gelb.

Ich hab jetzt viel erzählt, aber das war jetzt auch bewusst von mir so, weil es mir auch immer so ging, ich hatte immer das Gefühl keiner rückt mit der Sprache raus, ich hoffe ich konnte es etwas rüber bringen!

Letztendlich beruht alles auf Kommunikation statt Konditionierung, Psychologiearbeit, Energiearbeit, Beziehungs und (nicht) Erziehungsarbeit, Gedanken, Gefühle, innere Mitte. Also eigtl alles was so einfache scheint aber es gar nicht ist.


Sehr interessant jedoch nicht neu wie Gundi auch sagt. ABER es weckt auf und fordert einen fairen gerechten Umgang auf emotionaler Ebene, Kommunikation durch blicke, Bewegungen, Gesten und Mimiken... und es wird verständlich gemacht wie hunde denken und handel - eben einer tieferen Ebene, die es zu 100% gibt ! und ganz wichtig: Auf gegenseitiges Vertrauen!


Wie gesagt mein Hund ist seit Wochen total blickfixiert auf mich.


Brigitte sagt wenn das alles im Grundstein passt, wird sich auch der Freilauf um 180Grad drehen.

Alles was draußen nicht erwünscht wird, wird mit der Ampel korrigiert und er gernell, egal wo, nach mir schauen weil wir ab sofort KOMMUNIZIEREN und nicht mehr nur konditioniertes verhalten abspielen, welches draußen dann weniger gut klappt wie im Haus.

natürlich ist es im Seminar noch interessanter weil so viele alltagsgeschehen beschrieben gezeigt werden. und ganz ganz viele kleine details erzählt werden, bei denen man sich denkt, krass hätte ich nie dran gedacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
21 Feb 2011
Beiträge
5.679
#10
Letztendlich beruht alles auf Kommunikation statt Konditionierung, Psychologiearbeit, Energiearbeit, Beziehungs und (nicht) Erziehungsarbeit, Gedanken, Gefühle, innere Mitte. Also eigtl alles was so einfache scheint aber es gar nicht ist.
Sehr interessant jedoch nicht neu wie Gundi auch sagt. ABER es weckt auf und fordert einen fairen gerechten Umgang auf emotionaler Ebene, Kommunikation durch blicke, Bewegungen, Gesten und Mimiken... und es wird verständlich gemacht wie hunde denken und handel - eben einer tieferen Ebene, die es zu 100% gibt ! und ganz wichtig: Auf gegenseitiges Vertrauen!
Und genau das ist es. Es gibt viel zu wenig solcher Trainer oder zu wenig Leute, die das dann annehmen.
DAS ist es, was Mensch lernen muss.....seinen Hund zu lesen, nicht den Hund zu vermenschlichen, sondern sich in den Hund hineinversetzen, zu wissen, warum ein Hund was tut usw. Dieses Verständnis für den Hund fehlt ganz vielen Menschen.
Mit welcher Methode Mensch das lernt, ist letztlich nicht so wichtig. Da muss man sich raussuchen, was einem selbst sympathisch ist.
Dass hier viel Kommunikation über Körpersprache stattfindet, ist eine super Sache. Damit können die Hunde nämlich sehr viel mehr anfangen als mit diesem "Zugetexte", was viele machen. Das blendet der Hund nämlich komplett aus.
Auch wichtig finde ich, dass ich als Mensch dem Hund mal den Stinkefinger zeige, mein Ding mache und mein Focus nicht dauernd auf dem Hund liegt. Denn genau dann fängt der Hund an, sich für seinen Menschen zu interessieren. Aber wenn sich die Welt des Menschen nur um seinen Hund dreht, warum soll er auf den Menschen achten? Hat er doch gar nicht nötig.
 
Empfehlungen:

Ähnliche Themen


Oben