Hündin und Rüde halten?!

Dabei
25 Jan 2017
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#1
Hallo,

ich war schon lange nicht mehr online. Wollte mich nochmal zurückmelden. Wir haben eine 1 1/2 Jahre alte Hündin namens Luna und bekommen jetzt einen 2. Aussie. Wir haben uns auch schon einen ausgesucht/reserviert und können den nun am 27.4 abholen. Es ist ein Rüde.
Jetzt stellt sich mir schon seit ca 2-3 Monaten die Frage, wird das klappen? Muss ich ihn sterilisieren/kastrieren lassen? Wenn ja ab wann macht man das?
EIGENTLICH möchte ich das nicht. Jedoch weiß ich auch nicht wie es zwischen den beiden klappen wird. Das ich sie räumlich, zur Läufigkeit trennen muss ist klar.
Ich möchte keinesfalls vom irgendjemandem gesteinigt werden, weil ich diese Frage stelle. Ich weiß nicht wie sensibel das Thema hier ist.

Danke für Tipps und Beiträge

LG
 

Suki

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9 Okt 2014
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#2
Ich habe auch ein unkastriertes Pärchen und bei uns klappt das sehr gut, aber das muss nicht sein. Wir trennen immer in den Stehtagen, aber da muss wirklich zu 110% sicher gestellt sein, dass die Hunde nicht zueinander kommen können. Also am besten mit abgeschlossen Türen/ getrennten Gassi gehen und man sollte in der Zeit dennoch keinem Hund das Gefühl geben , dass er ausgeschlossen wird.
Wir haben es in den ersten gemeinsamen Läufigkeiten so gemacht, dass meine Hündin während den Stehtagen zu Freunden kam. Das hat zunächst am wenigsten Stress bedeutet, wenn sie wieder zusammen gelassen wurden, ist das 2 Tage immer sehr stressig und danach alles wieder normal.

Mittlerweile trennen wir bei uns im Haus räumlich, da teilen wir uns dann einfach auf. Einer nimmt den Rüden und der andere die Hündin.

Manche Rüden leiden da immer sehr darunter, meiner nicht und deswegen sehe ich keinen Grund ihn zu kastrieren. Ein unkastriertes Pärchen in der Läufigkeit bedeutet mehr Stress, ist aber meiner Meinung nach völlig machbar.

Vorausgesetzt die Hunde leiden nicht zu sehr darunter, man hat die Möglichkeit 110% sicher zu trennen, man in der Läufigkeit getrennt Gassi gehen kann und eine Notlösung, so dass man einen Hund zu Freunden geben könnte.

Ich bereue das auf jeden Fall nicht ein unkastriertes Pärchen zu halten und kann mit 2 stressigen Wochen im Jahr gut leben, was aber auch damit zusammenhängt dass meine Hunde da recht entspannt sind.

Ich würde den Rüden auf gar keinen Fall voreilig kastrieren, das erst einmal ausprobieren ob sie mit einer Trennung gut leben können und nur wenn er komplett erwachsen ist und es für ihn nur puren Stress bedeutet ( etwas Stress ist natürlich auch bei uns gegeben, aber völlig im Rahmen ) , eine Kastration in Erwägung ziehen. Sowas kann dir aber niemand vorher sagen, die Erfahrung muss man einfach selbst machen. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass es mehr Arbeit bedeutet, aber man so eine in manchen Fällen unnötige Kastration ersparen kann.
 
Dabei
19 Jan 2017
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#3
Hallo Gamergirl,

steinigen möchte dich sicherlich keiner. ;)
Ich frage mich nur, warum muss es unter diesen Gegebenheiten unbedingt ein Rüde sein?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#4
Die Frage wird Dir niemand beantworten können, weil das individuell sehr unterschiedlich ist. Ich kenne solche Kombinationen, da klappt das wie bei Suki u. selbst mit Deckrüden sehr gut u. ohne Probleme und ich kenne Kombinationen da klappte es überhaupt nicht u. einer von beiden wurde daher schlussendlich kastriert.
Und es gibt selbst Kombinationen, wo es mit einem kastrierten Rüden u. einer intakten Hündin auch nicht klappt, weil der Rüde selbst als Kastrat sehr penetrant ist. Schließlich heißt kastriert lediglich das er keine Nachkommen mehr zeugen kann, alles andere geht noch. Das ist dann Stress für alle angesagt, weil er beim geringsten Anzeichen von Läufigkeit bei "seiner" Hündin, zum Triebtäter mutiert. Und auch wenn nichts passieren kann, ist die Dauerbaggerei für die Hündin sehr stressig.

Aber egal, wie es sich verhält: auf Dich kommt eine große Verantwortung zu, denn man glaubt nicht, wie kreativ Hunde die sich paaren wollen sein können u. es gab schon die verrückteste Einfälle auf die Hunde für diesen Zweck gekommen sind.
 
Dabei
4 Mrz 2015
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#5
Ich habe auch ein intaktes Paar plus einem kastrierten Rüden.
Die beiden Aussies sind Vater und Tochter, er ist nun 3 1/2 Jahre und sie ist 1 Jahr alt.
Allerdings war sie noch nicht läufig, da kann ich dir noch keine praktische Beobachtung abliefern.
Achso, ich bin allein und habe ein Haus, in dem ich die Rüden von der Hündin in meiner Abwesenheit trenne. Der Plan ist, alles andere dennoch immer gemeinsam zu machen, sprich Gassi, Couchabende etc.
 
Dabei
29 Dez 2012
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#6
Ich hab mich genau deshalb, damals für einen Rüden entschieden. Und solange ich intakte Rüden habe wird hier auch keine intakte Hündin einziehen.

Ich kann in meinen 60m^2 schlecht trennen und möchte mir diesen Stress auch garnicht zumuten.

Daher zieht hier nichts vom anderen Geschlecht ein ;) (außer sie ist vorher schon kastriert, warum auch immer)

Gesendet von meinem SM-A310F mit Tapatalk
 
Dabei
11 Dez 2014
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#7
Diese Fragen hätte ich mir gestellt, bevor ich mich für das eine oder andere Geschlecht entschieden hätte...
 
Dabei
19 Jan 2017
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#8
Und auch wenn nichts passieren kann, ist die Dauerbaggerei für die Hündin sehr stressig.
Ich finde immer schade, dass der Stress beim Rüden vergessen/runtergespielt wird. :(
Wenn es nicht wie bei Suki klappt muss der Rüde auch noch auf den OP-Tisch, weil es immer heißt, dass es das kleinere Übel sei und nicht die Hündin.
Tut mir leid, aber ich bin von ganzem Herzen gegen solche unnötigen Eingriffe. Vorallem wenn man sie von vornherein selbst in der Hand hat und verhindern kann.

Wer weiß vielleicht geht ja alles gut. :)
Ich halte es wie Riaku. :)
 
Dabei
7 Sep 2012
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#9
Ich finde immer schade, dass der Stress beim Rüden vergessen/runtergespielt wird. :(
Also ich sehe das eher genau anders herum, das der Stress der Hündin immer gerne heruntergespielt wird. Vor allem wenn ich mit einer läufigen u. angeleinten Hündin unterwegs bin u. freilaufende Rüden ohne Halter/-in weit u. breit, einen penetrant verfolgen u. auf Abwehr der Hündin sogar mit Aggression reagieren. Ich vergesse den Stress beim Rüden sicherlich nicht, aber die sind meist so hormongesteuert, das das sie den Stress als solchen eher noch positiv empfinden.
Hatte letzte Woche erst das Vergnügen eine 3/4 h von einem JRT Rüden begleitet zu werden, der sich in meine Junghündin "verliebt" hatte, was sie total verunsicherte. Zum Glück hat meine Große ihn bis zum Auto auf Distanz gehalten. Den Stress hatte in dem Fall auch sie, weil sie ganze Arbeit leisten musste.
Und ja, für den Rüden ist der Eingriff nun mal um einiges weniger belastend, als bei der Bauch-OP einer Hündin u. für nicht wenig Rüden ist es einfach besser, weil sie sonst ununterbrochen bei jeder Läufigkeit in der Nachbarschaf/Auslaufgebiet im Stress sind.
 
Dabei
24 Aug 2016
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#10
Ich bin der Meinung, wenns nicht sein muss, braucht man sich kein Pärchen halten. Ich gehe immer vom worst case aus, ob ich damit umgehen könnte. In diesem Fall bedeutet das, einen oder beide kastrieren zu müssen, bloß weil ich unbedingt einen Rüden zu meiner Hündin haben wollte. Will ich das? Nein, denn ich würd es unfair finden, wenn die Hunde nur wegen mir an sich rumschnippeln lassen müssten.
Ich halte nix von Kastration nur weils praktischer ist.
 
Dabei
4 Mrz 2015
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#11
Aber nur weil man zwei Hunde von verschiedenen Geschlechtern hat, muss doch nicht zwangsläufig einer oder beide kastriert werden.
Ich kenne zig Leute, die Gemischtgeschlechtliche Haltung betreiben, wenn beide Hunde lernen durften mit ihrer Sexualität und dem jeweils anderen Geschlecht umzugehen, dann ist das weder für den Halter, noch für die Hunde eine große Nummer (sicherlich gibt es auch andere Kaliber, jedoch verhältnismäßig eher selten).
Sicherlich ist es 2x im Jahr stressiger als wenn man nur gleichgeschlechtliche Hunde hat aber ein Hexenwerk ist es nicht.
Hier wird keiner von den beiden intakten kastriert, beide sind gesund, einen Grund zur Kastration gibt es nicht.
 

Suki

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9 Okt 2014
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#12
Aber nur weil man zwei Hunde von verschiedenen Geschlechtern hat, muss doch nicht zwangsläufig einer oder beide kastriert werden.
Ich kenne zig Leute, die Gemischtgeschlechtliche Haltung betreiben, wenn beide Hunde lernen durften mit ihrer Sexualität und dem jeweils anderen Geschlecht umzugehen, dann ist das weder für den Halter, noch für die Hunde eine große Nummer (sicherlich gibt es auch andere Kaliber, jedoch verhältnismäßig eher selten).
Sicherlich ist es 2x im Jahr stressiger als wenn man nur gleichgeschlechtliche Hunde hat aber ein Hexenwerk ist es nicht.
Hier wird keiner von den beiden intakten kastriert, beide sind gesund, einen Grund zur Kastration gibt es nicht.


Hier kann ich zustimmen.


Zu argumentieren man solle sich kein Paar holen, weil es sein könnte, dass ich einen Hund kastrieren muss, finde ich persönlich falsch. Und ich bin strikt gegen unnötige Kastrationen und unnötigen Stress.
Es gibt schlichtweg Hund, die mit gleichgeschlechtlichen Zweithunden schlechter auskommen.
Den Stress den meine Hündin hätte, wenn eine andere Hündin eingezogen wäre, wäre deutlich höher als die zwei Tage die es jetzt sind.

Ich finde das sollte jeder für sich selbst entscheiden und vor allem ist es hundabhängig.

Ich würde mich immer wieder so entscheiden, wenn ich einen Ersthund wie Suki hätte, der mit anderen Hündinnen nicht so viel anfangen kann.

Es gibt viele gleichgeschlechtliche Hundepaare bei denen das Stresslevel das ganze Jahr höher ist, als bei uns in der Läufigkeit. Genauso gibt es Hunde die hervorragend mit einem gleichgeschlechtlichen Zweithund auskommen. Genauso ist es bei intakten Pärchen.
 
Dabei
4 Mrz 2015
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#13
Genau so ist es.
Meine Hunde waren mehr oder weniger alle Zufall, ebenso wie ihre Geschlechter. Nur bei der Hündin war mir klar, dass ich als nächstes eine Hündin will.
Ich hatte verdammt großes Glück, dass mein Schäferrüde so wahnsinnig gut mit meinem Aussierüden klarkommt. Noch einen intakten Rüden hätte ich mir nicht ins Haus geholt, das Risiko wäre mir zu groß geworden, dass es da Ärger gibt.
Sollte hier irgendwann ein 4. Hund einziehen, dann eine zweite Hündin.
 
Dabei
24 Aug 2016
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#14
Deswegen hab ich explizit von mir geschrieben. Mal davon abgesehen dass ihr beiden langjährige Hundeerfahrung habt und es bei euch prima funktioniert, will ich nicht wissen, wieviele Ups-Würfe auf das Konto von “ach, das wird schon klappen“ gehen. Mir persönlich wär es zu unsicher und wie ich schon sagte, ich frage mich halt vorher, ob ich mit dem schlechtesten Fall umgehen könnte.
 

Suki

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Dabei
9 Okt 2014
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#15
Und ich habe von uns geschrieben.:)

Die langjährige Hundeerfahrung habe ich nicht, ich habe mich einfach vorher informiert und kenne meinen Ersthund gut.

Naja , ich würde jetzt nicht jedem ein Pärchen empfehlen, weil es hier so gut klappt.;) Das muss und ist nicht die Regel und ich musste auch was dafür tun , dass es hier gut klappt.

Aber ich stimme dir zu. Das muss jeder für sich entscheiden.

Wenn man eine Hündin oder einen Rüde hat, die mit gleichgeschlechtlichen Zweithunden kein Problem hat, muss man sich solche Gedanken auch nicht zwingend machen, aber das ist eben nicht nur die Regel.

Und wenn es eben nicht so, spricht ja nichts dagegen sich in andere Richtungen zu informieren.
 
Dabei
3 Jan 2013
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#16
Hallo,
ich hatte einige Jahre zweigeschlechtliche Haltung und ich konnte den Rüden in den Stehtagen bzw. extrem heißen Tagen zu einer Freundin bringen die er gut kannte und liebte. DAs war entspannt und sicher.
Im gleichen Haus während dieser Zeit erfordert schon ein perfektes Management.
Hunde sind wirklich kreativ........ und sobald mehrere Menschen im Haus leben können auch mehr Fehler passieren..... und dann lässt doch Jemand die Tür kurz auf

Ich selber hatte auch schon einen sogenannten "Ups-Wurf" mit einem Besuchshund...... und den Deckakt (den ich übrigens nicht für möglich gehalten habe) hat nichtmal Jemand mitbekommen, sodass es dann einige Wochen später eine große Überraschung gab.... ich bin da jetzt lieber. doppelt vorsichtig
 
Dabei
19 Jan 2017
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#17
@ Aussiewolf: wenn Hünndinen auf Spaziergängen bedrängt werden ist das natürlich nicht in Ordnung. :( Da verstehe ich dich. Jedoch sehe ich auch den Stress bei vielen Rüden, wo die Augen mehr als knallrot werden, Stresshecheln, heftiger Puls. Vorallem wenn sie in das Verhalten rutschen was wir als Hormongesteuert beschreiben, das ist purer Stress und hat nichts mehr mit Freude zutun. Das gehört jetzt zwar nicht hier her, aber es ist genauso unfair wenn Hundehalter ihre läufige Hündin nicht alleinen und diese um den Rüden rumschlawiniert und ihr Hinterteil immer gegen den Rüden drückt. Gibt es auch. Sehe wir es individuell. Für beide Geschlechter kann es mega stressig sein. :( Auch wenn die OP beim Rüden für viele harmloser erscheint, aber es gibt auch eine Narkose, es werden auch Medikamente verabreicht, der Rüde leidet auch unter Schmerzen und muss durch diese gräusliche Aufwachzeit nach der OP, er muss danach ebenso ruhig gehalten werden. Der Rüde weiß ja nicht, das er keinen Bauchschnitt bekommen hat und er angeblich das leichtere Los gezogen hat. Für ihn sind das ebenso Schmerzen. Ne, die Argumention mag ich nicht mehr hören, dass der Rüde es leichter hat. Ich finde beide Geschlechter haben es verdient von diesem unnötigen Eingriff verschont zu werden. Ich würde auch nicht meine Hünndin unnötig unters Messer liefern.

Ich bin da vielleicht etwas speziell mit dem Zusammenleben mit Hunden, aber für mich persönlich wäre es nichts. Für mich geht das Wohl für die Vierbeiner über alles, sie können es sich schließlich nicht aussuchen in welches Leben sie als Welpe kommen und müssen all unsere Entscheidungen auf ihren Rücken austragen. Ich möchte auch nicht, dass meine Hunde wegen mir räumlich getrennt, oder aus dem Familienbund genohmen werden müssen. Auch wenn es zu netten Menschen geht und nur für eine kurze Zeit sein sollte. Ich bin da Adalberthas Meinung. Aber wie gesagt ich bin da sehr speziell. :)
 
Dabei
19 Jan 2017
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#18
Wenn man eine Hündin oder einen Rüde hat, die mit gleichgeschlechtlichen Zweithunden kein Problem hat, muss man sich solche Gedanken auch nicht zwingend machen, aber das ist eben nicht nur die Regel.
Ich merke immer mehr, dass ich in der Hinsicht wirklich ganz anders bin. Ich wollte nichts sehnlicher als einen Zweithund, aber wenn Knödel es nicht mit Rüden gekonnt hätte, wäre bei mir auch keine Hündin eingezogen.
Hätte ich als Ersthund eine Hündin und sie würde sich nicht mit Hündinnen verstehen wäre kein Rüde eingezogen. Ich würde und hätte meinen Wunsch nach einem Zweithund hintenangestellt...
Würde ich jetzt gerne mit einer Hündin zusammenleben wollen, würde ich mit meinem dritten Aussie warten bis meine Jungs über die Regenbogenbrücke gegangen sind.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#19
Es gibt kein stressfreies Leben. Weder für Mensch noch für Tier. Er sollte nur in einem vertretbaren Rahmen bleiben u. dennoch wird es immer Zeiten in unser aller Leben geben, in denen der Stress überhandt nimmt. Das ist übrigens (weil viele sich ja immer auf diese vermeintlich heile Welt berufen) in der Natur nicht anders. Stressige Situationen, Momente, Lebensabschnitte kommen überall vor u. ja, zum Leben gehört es auch dazu, Stress bewältigen und aushalten zu können. Und für das eine Individuum kann der Stress schon übermäßig sein, wo das andere Individuum ihn noch nicht mal als Stress empfindet.

Es gehört zu einem normalen Leben eines Rüden, das er in Gegenwart einer läufigen Hündin mal "in Wallung kommt" und rote Augen bekommt oder hechelt etc.pp. Die Phase durchlebt ein Deckrüde ebenfalls, auch wenn er sicherlich einen positiveren Abschluss hat (wobei das anschließende Hängenbleiben oft auch Stress für beide Seiten ist). Ich frage mich nur, ob dieser völlig normaler Vorgang, nur von Dir als negativer Stress empfunden wird und ob es für den Rüden tatsächlich negativer oder nicht doch positiver (weil völlig (Glücks-)hormon gesteuerter) Stress ist, der nun mal dann auch zum Leben eines intakten Rüden gehört. Nicht anders als bei einer Hündin auch.
In der Natur gibt es auch Jungrüden in einem Rudel, die in der Paarungszeit nicht zum zug kommen, weil nur die Leittiere sich paaren dürfen. Auch er muss das aushalten.
Allerdings leben unsere Rüden halt nicht in einem Rudel, sondern begegnen Tag ein- u. aus div. Hündinnen ohne persönlichen sozialen Hintergrund.

Und hier muss dann der Halter (aufgrund des Verhaltens seines Rüden) entscheiden, ob der Rüde nun unter deutlichem Stress leidet oder nicht u. ob er ggf. (mit einer Kastration) dem Stress ein Ende bereiten sollte/muss.
Ich kenne Rüden, die laufen problemlos mit läufigen (nicht in Standhitze befindlichen) Hündinnen mit, ohne irgendein Anzeichen von Stress. Gleichzeitig kenne ich Rüden, die nehmen eine 3 Tage alte Duftspur einer läufigen Hündin auf u. verlieren den Verstand.


Es sagt auch niemand, das ein Rüde durch eine Kastration nicht leidet, aber sorry, dies mit der Bauch-OP einer Hündin auch nur annähernd gleichsetzen zu wollen, hinkt in meinen Augen gewaltig! Den Rüden halte ich max. 2 Tage ruhig, eine Hündin mindestens 8 Tage, bis ich die Fäden ziehen kann u. auch dann bleibt ihr die größere Wundnarbe.
Und auch hier ist es leider so, das wir alle ob Mensch oder Tier im Leben auch mal Stress durch Schmerzen auszuhalten haben. Wobei es zum Glück ja heute auch wirksame Schmerzpräparate gibt.
Ich bin auch gegen die Kastration, aber man muss auch ganz eindeutig sagen, das es Tiere gibt, für die sie schlicht besser ist.
Wir haben bei Hunden glücklicherweise meist die Möglichkeit, ihnen diesen Eingriff zu ersparen, indem wir ihr Leben in bestimmten Zeiten entsprechend managen. Bei anderen Tierarten ist sie nach wie vor schlicht Notwendigkeit und niemand macht sich groß Gedanken darüber, siehe etwa bei Pferden oder z.B. auch bei meinen Schafböcken. Da ist dieser Eingriff i.d.R. unumgänglich oder sie gehen den Weg ohne Wiederkehr...
Aber da zerbrechen wir uns in Bezug auf Stress und Schmerzen nicht annähernd so den Kopf, weil es dort nur ein entweder/oder gibt.
 

Suki

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Dabei
9 Okt 2014
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#20
Mmh , das sehe ich einfach anders. Jussi tut Suki extrem gut . Suki versteht sich mit Hündinnen , aber sie würde nie eine enge Bindung mit ihnen eingehen, wie sie das mit Rüden tut.

Mit Rüden kam sie immer gut klar und profitiert davon.
Sollten wir dann keinen Zweithund bekommen, nur weil es keine Hündin sein sollte , wenn ansonsten alles passt und es so eben sein kann, dass der eineHund für eine Woche bei Freunden Urlaub macht ? Das war für mich ein Risiko was ich bereit war einzugehen.

Jussi ist es damals geworden, weil er perfekt zu Suki gepasst hat, nicht weil ich jetzt auf einmal auf Zweiten wollte.

Ich bin der Meinung der Zweithund sollte perfekt zum ersten Hund passen. Ich bin der letzte Mensch, der sich mal eben so einen weiteren Hund holen würde.


Wir haben lange überlegt, uns lange beraten lassen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass das die beste Lösung ist und ich habe mich darin bislang nicht getäuscht.

Ich würde immer wieder ein Pärchen halten, wenn ich die Möglichkeit und die passenden Hunde habe.

Aber das muss einfach jeder für sich entscheiden. Meine Hunde kommen wunderbar mit einander klar und durch Koordination haben wir 2 Wochen im Jahr in denen wir trennen oder ein Hund Urlaub machen darf und ansonsten haben wir 11 1/2 Monate ein komplett unkompliziertes Zusammenleben.

Klar bestand ein Risiko, dass mein Rüde damit Probleme haben könnte (bei der Hündin wusste ich ja als Ersthund wie sie drauf ist) Aber es kann genauso sein, dass Zwei gleichgeschlechtliche Hund absolut nicht mit einander klarkommen.

Wie gesagt, das kann man nicht verallgemeinern. Da muss jeder die eigene Entscheidung treffen, für uns war das auf jeden Fall die richtige Entscheidung, für den nächsten dann einfach nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
19 Jan 2017
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#21
Hier praalen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Wie gesagt ich finde es unnötig und finde es schlichtweg unfair gegenüber beiden Geschlechtern. Egal ob Rüde oder Hündin. Und auch nach zwei Tagen ist so ein Eingriff beim Rüden nicht erledigt. So schnell ist keine Wundheilung der Welt, egal wie groß der Eingriff war. Vielleicht hinkt der Vergleich, aber auch nur aus der menschlichen Sichtweise. Aber die Schmerzen und das Leid hätten man dem Rüden ersparen können. Das es kein stressfreies Leben gibt und nicht immer heile Welt ist, ist keine Frage und auch das es mal Schmerzen gibt, oder Hunde was aushalten müssen stelle ich nicht in Frage. Aber wenn man es doch vermeiden kann. Gerade in der Hundehaltung haben wir es doch selbst in der Hand und sollten meiner Meinung nach bestrebt sein solche unnötigen Dinge den Hunden zu ersparen. Auch den Rüden von der Familie zu trennen und bei Freunden abzugeben, käme für mich nicht in Frage. Weiß nicht, ist das euren Hunden so egal eine ganze Woche von euch getrennt zu sein? Dazu hätte es doch erst nicht kommen müssen. Ich persönlich würde mir Vorwürfe machen und könnte nur schlecht damit Leben. Vor allem wenn ich mir vorstelle, dass genau dieser Rüde in einer anderen Familie hätte Leben können, ohne diese Einschränkungen. Ich würde es auch nicht meiner Hündin antun wollen. Wie gesagt ich bin da anders gestrickt. ;)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#22
Naja, dann dürfte man auch nie mehr ohne Hund in Urlaub, nie ins Krankenhaus, niemals Vollzeit arbeiten etc.
Immerhin kommt der Hund zu Freunden, nicht zu völlig Fremden und ich glaube, das fällt dem vermutlich um Einiges leichter, als wir Menschen uns einbilden.
Deshalb jetzt ein bestimmtes Geschlecht nicht zu wählen, fände ich doch arg überzogen.

Aber ich bin auch der Meinung, dass grade Rüden lernen müssen, mit dieser Art von Stress umzugehen.
Und die meisten können das auch, selbst wenn sie einige Tage vermehrt hecheln und rote Augen kriegen.
Das geht meinen Kastraten bei vielen, ganz alltäglichen Dingen so, ganz ohne Hündin.
Muss er trotzdem durch, denn die Umwelt ändert sich nicht für ihn, nur weil Sie ihn manchmal stresst ;)
 
Dabei
19 Jan 2017
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#23
Richtig, ich fahre auch nicht ohne meine Beiden in den Urlaub, oder gebe meine Jungs ab, weil ich mal meine Freizeit ohne Hunde genießen möchte. Das wusste ich bevor ich mich für einen Vierbeiner endschied. Hätte ich beruflich und privat nicht die Möglichkeit gehabt und würde ich auf längere Zeit die Einschränkungen die Hunde mit sich bringt nicht wollen, hätte ich nie meinen Ersthund und Zweithund in mein Leben geholt. Ich finde auch nicht richtig, das man immer denkt, es ist nichts dabei wenn man den Hund bei ihm bekannten Menschen lässt. Auch Krankheitsbedingt einen Hund in andere Hände zugeben ist meiner Meinung nach noch immer etwas anderes als wenn man wissentlich dem Hund in Situationen bringt, die wirklich nicht nötig gewesen wären. Das sie auf Spaziergängen lernen müssen, damit umzugehen da bin ich ganz bei euch. Das ist für mich aber kein Grund einen Rüden zu einer Hündin zu holen, oder umgekehrt. Das wäre jetzt so, wenn ich von uns ausgehen würde, als wenn ich zu Puma eine Hündin holen würde. Puma hat draußen auch kein extremes Interesse an läufigen Hündinnen. So jetzt sperre ich ihn zur Sicherheit trotzdem in einen anderen Raum (man weiß ja nie), oder gebe ihn sogar ab... das wäre die Höchststrafe für ihn und für mich auch. Klappt das nicht, oder möchten und können Freunde ihn aus irgendwelchen Gründen nicht mehr: kastriere ich ihn.

Ich gebe euch recht, dass ich in diesen Punkten eine überzogene und harte Meinung vertrete. Aber ich finde es gegenüber unseren Hunden, die uns so viel Loyalität und Treue schenken nicht fair und würde mich als Verräter fühlen.
Ne, ich bleibe bei meiner Meinung. Da bin ich jetzt dickschädelig. ;) Wir werden bei dem Thema nicht auf einen Nenner kommen. Was auch nicht schlimm ist. Ich wollte meine Sichtweisen darstellen und für mich persönlich wäre es nichts. Ich hoffe Gamergirl helfen die unterschiedlichen Meinungen und sie findet den richtigen Weg für sich.
 
Dabei
25 Jan 2017
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#24
Hallo :)

ich bedanke mich schonmal mit den vielen Meinungen und Tipps.

Ich habe mich schon bevor ich mich für einen Rüden entschieden habe mit dem Thema beschäftigt. Und zwar ist es so, dass mir aufgefallen ist, dass Luna mit Hündinnen so gar nicht klar kommt. Weder in der Hundeschule hat das geklappt, noch beim hobbymäßigen Agility noch sonst wo. Selbst Begegnungen beim Gassi mit weiblichen Hunden gestalten sich eher schwierig. Sie ist nicht aggressiv oder so und hat auch keine Verhaltensstörung, sie mag sie nur nicht. Und mit Rüden kam sie bisher immer super aus. Da gab es wirklich nicht eine Situation, in der sie sich unwohl gefühlt hat. Das ist einer der Gründe weshalb ich mich für einen Rüden entschieden habe.
Ein anderer wäre, dass wir selbst irgendwann, aber wirklich erst irgendwann züchten möchten. Das dauert aber noch und der Plan ist noch nicht ausgereift. Ich bin gerade erstmal bei meinem 2. Aussie. Alles andere ist erstmal nicht wichtig :D Und darum gehts jetzt eig auch nicht.

Ich weiß, dass der eine oder andere es nicht verstehen kann, dass ich mir einen Rüden zu meiner Hündin nehme. Jedoch denke ich für mich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Und werde ja dann auch in den nächsten Zeit sehen wies läuft. Gerne berichte ich euch!
Tagsüber wären die beiden sowieso getrennt, denn mein Freund nimmt einen Hund mit zur Arbeit und ich auch. Das einzige "Problem" wäre dann halt nur, wenn sie während der Läufigkeit Zuhause sind zusammen. Aber da sehe ich jetzt auch kein riesig großes Problem. Aber wie gesagt, kann erst berichten wenn er da ist. Und dann weiß ich mehr :)

Ich hätte da noch andere Fragen. Wie sollte ich die beiden am besten zusammenführen? Könnt ihr mir Tipps geben so generell, wenn ein 2. Hund dazu kommt?

Danke nochmal liebe Grüße
 
Dabei
19 Jan 2017
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#25
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Wir haben es so gemacht, dass Knödel zu unseren ersten Welpenbesuch in der siebten Lebenswoche mitkam. Bei uns ging diese Art der Zusammenführung aber nur, weil wir im engen Kontakt mit den Züchtern stehen und Knödel sehr vorsichtig mit Welpen umgeht. Knödel und die Mutterhündin kennen sich sehr gut. So konnte Knödel den kleinen Puma schon mal frühzeitig auf neutralen Boden kennenlernen. Dann kam der Tag wo die Welpen ins neue Zuhause umzogen. Auch dort kam Knödel mit. Knödel durfte sich wie bei den vorherigen Besuchen frei im Garten aufhalten, wo die Kleinen im Welpenauslauf waren. Schließlich gingen wir zusammen zum Auto und fuhren Heim. Zuhause angekommen stiegen sie zusammen aus und gingen in unseren Garten. Dort kam Puma in einen abgegrenzten Bereich (wie beim Züchter der Welpenauslauf) in den Knödel jederzeit von sich aus raus und rein konnte. So konnten Beide in den ersten Stunden frei endscheiden, wann und wie nah sie Kontakt aufnehmen möchten. Dann ging es Stück für Stück ins Haus.

Wäre Puma aus einer anderen Zuchtstätte wie Knödel gewesen, hätten wir die erste Kontaktaufnahme an einen neutralen Ort gemacht und von da aus dann ins Auto und nach Hause. :)
Versuch am Tag der Abholung den kleinen Mann frühzeitig abzuholen, damit ihr für die Zusammenführung den Tag in Ruhe nutzen könnt. :)
 
Dabei
6 Jul 2017
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#26
Unsere Hunde haben den neuen Welpen noch nicht vor der Abholung bei der Züchterin kennen gelernt. Wir haben sie mitgenommen, als wir den Kleinen abgeholt haben und uns für den Rückweg eine Stelle ausgesucht, wo unsere Hunde noch nie laufen waren. Dort haben wir dann angehalten und sind einfach ein paar Meter den dreien Richtung Wald gelaufen. Zuerst waren alle Hunde angeleint und nach dem ersten Beschnuppern durften unsere beiden erwachsenen Mädels ohne Leine laufen, damit sie den Abstand zum Zwerg selbst wählen können. Nach ein paar Minuten sind wir dann die restlichen Kilometer nach Hause gefahren. Daheim haben wir alle drei Hunde gemeinsam mit ins Haus genommen und unsere Hündinnen so lange an der Leine behalten, bis sich der Kleine in Ruhe ein bisschen umgeschaut hat, dann durften sie auch frei laufen. Wenn ihnen der Welpe zu viel wurde, sind sie auf Sofa gegangen, da kam der Zwerg noch nicht hoch ;). So war unsere Zusammenführung sehr entspannt - man muss aber vielleicht dazusagen, dass unsere Hunde wenig Territorialverhalten zeigen und es gewohnt sind, dass wir Besuch von anderen Hunden bekommen.
 

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