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Hund-mensch Beziehung

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Dabei
15 Mai 2012
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#1
Hallo Ihr lieben,

Ich bin hier noch recht neu und auch mein Aussie lebt noch nicht sehr lange bei uns. Er ist jetzt 6 Monate alt, wir haben ihn mit 12 Wochen geholt und er ist einfach grandios! Wir spielen viel mit ihm und noch mehr kuscheln wir, er ist ein sehr fröhlicher Hund, dem es einfach nur wichtig ist, dass wir bei ihm sind. ich habe mich nun gefragt, was ihr wohl an Beziehungsarbeit mit euren Hunden gemacht habt. Wir üben zwar fleißig mit Rumo für die Hundeschule, aber ohne Druck. Also er muss nicht schon wahnsinnig viele Kommandos kennen und können, die paar die wir bisher etabliert haben genügen erstmal. Viel wichtiger ist es mir, dass er weiterhin ein fröhlicher und offener Hund bleibt, der jeden gerne hat. Aber nun zu meiner eigentlichen Frage, ich möchte gerne die Beziehung zwischen uns ausbauen, das ist für mich das essentielle, denn ich denke, dass jede Form von erziehung die auf Kommandos beruht dann noch besser greift. Aber bitte nicht falsch verstehen, natürlich erziehe ich meinen Hund, er darf vieles aber ebenso vieles darf er nicht.

Vielleicht habt Ihr ein paar tolle Ideen oder Erfahrungen für mich!
Liebe Grüße
Manuela
 

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Dabei
30 Dez 2011
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2.146
#2
Erst einmal herzlich Willkommen im Forum. Es wäre nett, wenn du dich un deinen Aussi kurz vorstellen würdest ;)
Ich glaube nicht, dass die Beziehung zu deinem Hund leidet, wenn du ihm Dinge verbietest. Im Gegenteil, dein Hund wird froh sein, wenn du ihm konsequent Strukturen vorgibst, in deren Grenzen er sich frei bewegen darf. Jeglcihe Zusammenarbeit mit deinem Hund stärkt deine Bindung zu ihm. Ich würde Bindungsspiele vermehrt einsetzten, wenn du noch was dran tun willst, Kuscheleinheiten und Fellpflege vermehren (oder bewusster wahrnehmen). "Look" (oder "Schau") halte ich für eine gute Übung, die ich trainieren würde. Generell würde ich ihn auf Spaziergängen für Kontaktaufnahme mit dir belohnen, Dinge mit ihm GEMEINSAM machen.
LG
 
Dabei
15 Mai 2012
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#3
Hallo!
Entschuldige, also ich bin 26 und habe endlich meinen Hund, der natürlich der tollste der Welt ist:) Er, Rumo, ist ein halbjähriger Black tri und einfach wundervoll. Die Schau-Übung mach ich auch schon mit ihm und ich belohne jegliche Kontaktaufnahme beim Spazierengehen. Wir machen bei unseren Gängen viel gemeinsam, also mal spielen, dann kurz üben und dann darf er auch wieder schnuffeln. Zu Hause ist er (noch) sehr ruhig, schläft viel und wird sehr häufig gekuschelt. Alles in allem ist er einfach ein toller Kerl und wenn er mal nicht soooo gut hört, ist er so lustig dabei, dass man ihm nicht böse sein kann... Aber da er mein erster Hund ist (ich hatte zwar immer die Hunde von Bekannten in beschlag), bin ich mir manchmal nicht so sicher ob ich die Bindung gut genug fördere und bräuchte da einfach Tipps.
Vielen Dank nochmal!
 
Dabei
4 Mrz 2012
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#4
Also wir haben Maggy jetzt seit fast 4 Wochen und bei uns sieht es mit der Bindung schon recht gut aus, finde ich :)

Ich habe es grundsätzlich auch so gemacht, dass ich mir immer alles mit ihr gemeinsam angeschaut hab. Wenn sie z.b. Angst vor einem Hund hatte und erstmal weggerannt ist, hab ich ihr kurz Zeit gelassen, dann ermutigt, selbst den Hund gestreichelt. Das nimmt sie inzwischen immer schon total dankbar an :)
 

Marie

Gesperrt/Gelöscht
Dabei
2 Dez 2011
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#5
Hallo, Manuela, 6 Monate ist ja schon was.....Sam ist fast 8 Monate jetzt und für mich "erwachsen"....und trotzdem noch der kleine Welpe irgendwie. Manchmal steht er auf dem Sofa rum, (ist nicht sonderlich erwünscht, aber gelegentlich geduldet) und dann denke ich: Was steht denn da für ein Riesenhund?!
Über Bindung habe ich mir kaum Gedanken gemacht, die war einfach sofort da. Ich wüsste auch nicht, wie ich das beurteilen könnte, wenn ich nicht andere Hunde kennen würde, auch junge, und dann sehe, wie unabhängig die sich bewegen.
Beim Hund ist das nur merkwürdig, Unabhängigkeit heißt nicht, dass die nicht angepasst sind, im Gegenteil, meist sogar mehr als mein Hund, die parieren oft sofort. Aber wenn sie außer Acht gelassen werden, machen die oft nur ihr Ding und scheren sich um nix. Mein Sam guckt immer nach mir, auch wenn er losgelassen wird und toben darf. Spätestens nach 50m dreht er sich um und schaut, ob ich noch da bin.
Ich hab immer Bezug zu ihm, auch wenn ich das Gefühl habe, der denkt grad: Die Alte kann mich mal, ich mach jetzt, was ich will. Bei vielen Hunden spürt man aber, dass die oft völlig mit ich allein beschäftigt sind.
Jetzt ändert sich natürlich vieles, weil Sam wirklich erwachsen wird und seine Beziehungen zu anderen Hunden bekommt eine Sichtweise, eine egoistischere.....Früher fand er alle Hunde toll - jetzt wird er eben wie ein Rüde. Nicht sonderlich schlimm, oder besonders aggressiv, aber schon bewusster (ich schreibe absichtlich nicht "selbstbewusster").

Verspielt und verschmust ist er immer noch. Aber eben auch noch auf diese Weise wie als kleiner Welpe. Der holt sich, was er braucht, dann trollt er sich. Kommt mit Spielzeug an und nervt so lange, bis man 10 Minuten mindestens spielt: Ich(Sam) sitz auf dem Sofa, schmeiß meine Kuschelkuh runter, Frauchen muss die aufheben! Ich schüttel die dann und schmeiß sie wieder runter(die Kuh)....Währenddessen sitze ich auf Frauchen und mach auch mal ein paar Minuten wohlig die Augen zu. War bei nem Welpen ja ganz süß - jetzt stell dir das mal mit nem, na, so 25kg Burschen vor.......Schon heftig.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#6
Vielen Dank erstmal!
Hmm, vielleicht bin ich da auch nur etwas ängstlich. Ich meine, wir machen viel für die Bindung; spielen, kuscheln und entdecken gemeinsam neues, z.B. hatte er bisher immer etwas Angst vor Wasser, wir haben hier aber zwei flache Bäche in die er von mir aus gerne gehen darf. Besonders wenns jetzt so heiß wird und schon war, hatte er immernoch angst daraus zu trinken oder reinzugehen, aber wenn ich reingehe schaut er mich verwundert an und merke, er ist immernoch besorgt, kommt aber nach. Beim spazierengehen ist es auch so, dass er sich häufig umsieht (alle paar minuten) oder beim Spiel mit anderen Hunden kommt er immer wieder zu mir und schaut wo ich bin. Wenn wir dann gehen (vom Hundespiel weg) ist das für völlig ok und freut sich dass er mit mir mitdarf (so interpretiere ich das). Ich habe mir nur überlegt, dass ich die Beziehung die wir irgendwie von anfang hatten, gerne noch ausbauen möchte. Aber vielleicht kommt das auch mit der Zeit... wir haben ihn ja erst seit drei monaten (wahnsinn wie die zeit vergeht :D) und man merkt auch, dass er zu mir eine bessere Beziehung hat als zu meinem Freund. Ich glaube ich bin der Typ Hundehalter, der sich ein bisschen zu viel informiert hat und sich darüber zu viele Sorgen macht ;)
 

Marie

Gesperrt/Gelöscht
Dabei
2 Dez 2011
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#7
Das hört sich für einen 6 Monate alten Hund alles normal an! Ist doch toll, dass er immer nach euch schaut. Und Wasser muss er ja nicht unbedingt mögen....ich vermute aber, das wird sich bald geben!

Und wenn ihr so ängstlich seid, passt er vielleicht nur auf euch auf? Mach dir mal nicht mehr so viele Sorgen und Gedanken, dann wird der Hund auch fröhlicher und lebt sich aus. Also, an der Bindung musst du absolut nicht arbeiten, eher am Loslassen.
Ich bemerke das bei uns auch immer, wenn ich übervorsichtig bin, reagiert Sam sofort und leider auch kontrollierend, was ich damit gar nicht bezwecken wollte....
Das Dumme ist nur, ich kann da noch so "selbstbewusst" auftreten, der spürt, wenn ich unsicher bin. Da muss man seine eigene Einstellung überprüfen und ggf. ändern.
Habe ich auch ganz gut hinbekommen, aber wenn meine blöden Nachbarn aufkreuzen, kann ich noch so locker tun, der merkt sofort, dass ich die eigentlich nicht leiden kann.....schon benimmt er sich auch unmöglich.....Tja, an mir liegt´s nicht, das müssen die Nachbarn regeln!!!!!! Die sind nämlich aggressiv, so innerlich....
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#8
Die Bindung wird auch durch alle "Schwierigkeiten" gefördert, die man zusammen meistert, also z.B. wie ihr das macht mit dem Bach, über schmale Stege, durch nen Tunnel oder so, in der Huschu gehen wir oft über den Laufsteg, die Wippe und so, oder man sucht mal beim Spaziergang, was man so findet. Und was bei uns echt die Bindung gestärkt hat, waren die Situationen, in denen ich mich echt durchsetzen musste, weil Herr Hund meinte, nicht hören zu müssen, das hat Wunder gewirkt. Auch Ausflüge in die Stadt, Kontaktliegen/ zusammen schlafen und so, wenn möglich :)
 

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