Hund schnappt nach Kind

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14 Feb 2019
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#1
Hallo an alle. Ich bin zwar die Neue hier habe aber gleich ein Thema was mir sehr auf der Seele liegt.
Wir haben unseren Cooper als Welpen bekommen, mittlerweile ist er ein Jahr alt, wird im Mai 2. Wir haben letzten Sommer endlich unser Grundstück eingezäunt und Cooper hat die meiste Zeit des Tages draußen verbracht. Leider hat er seitdem ein unmögliches Verhalten an der Leine entwickelt. Egal ob Auto,Fahrrad, Spaziergänger oder Kinder, alles was sich an uns vorbei bewegt oder auf uns zukommt wird angebellt, angeknurrt und versucht anzuspringen. Wegen diesem Verhalten haben wir bereits einen Trainer mit ins Boot geholt. Seitdem ist Cooper wieder die meiste Zeit des Tages bei uns im Haus und wir trainieren beim Spaziergang sehr viel.Wir haben ein Kind ebenfalls ein Jahr jung. Bisher konnte sie spielen und krabbeln wie sie wollte, Cooper hat es nie gestört. Er hat dann nach und nach immer mehr angefangen ihr hinterher zu laufen und permanent abzulecken, was wir versucht haben zu unterbinden. Auf jeden Fall kam es diese Tage zu mehreren heiklen Situationen. Wenn Cooper unter einem Tisch lag und unsere kleine Tochter nur in seine Richtung krabbelte, ist er nach vorn „gegangen“ und hat versucht ihr ins Gesicht zu schnappen und auch teilweise dabei geknurrt. Ihr ist auch mal ihr Spielzeug runtergefallen, als sie es sich wieder holen wollte und dabei in seine Richtung gekrabbelt ist, hat er das gleiche Verhalten gezeigt. Jetzt zu meiner Frage. Wir haben jetzt natürlich kein Vertrauen mehr zu ihm. Wir haben die beiden jetzt räumlich getrennt. Aber hatte das schon mal jemand von euch? Wir wollen ihn nicht einfach weggeben, dafür hängen wir zu sehr an ihm. Aber wir müssen natürlich an das Wohl unserer kleinen Tochter denken. Hat schon jemand die gleiche Situation erlebt und den Hund nicht weggegeben und mit ihm gearbeitet? Hättet ihr wieder Vertrauen? Ist so etwas nochmal bei euch vorgefallen?
 
Dabei
3 Apr 2015
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#2
Denke, da gibts nicht wirklich viele Alternativen...
Entweder werdet ihr euch mit dem Gedanken auseinandersetzen müssen, den Hund NIEMALS mehr mit dem Kind zusammen auch nur ne Sekunde alleine lassen zu können oder eben Abgabe. Das wäre zumindest meine Vorgehensweise. Schreibst ja selbst, kein Vertrauen mehr.
Natürlich kann man sich das jetzt schön argumentieren, man solle generell den Hund mit Kind nicht unbeobachtet lassen.
Für mich ist das Wissen, dass ich es mit meinem Hund dennoch machen könnte sehr wichtig. Und ich habe KEINE Kinder.

Vermutlich ist das nicht mal bösartiges Verhalten, was das an sich noch tragischer macht. Aber bei nem Kleinstkind gäbe es für mich da kein "Spielraum".

Nur warum wundern sich die Leute immer über Verhalten, was sie selbst herbeirufen?
Ihr lasst den Junghund die meiste Zeit draußen im Garten, wo er auf sich gestellt machen kann was er will. Dann wundert ihr Euch darüber, dass er beginnt Faxen zu machen. Ich MUTMAßE jetzt mal, dass das Hüten Eures Kindes auch damit zusammen hängt.
Der Hund wird schlicht zu wenig Führung erfahren.

Ach und um auf deine Frage zurück zu kommen, ja hatte Sowas vor 3 Jahren im Bekanntenkreis.
Ziemlich ähnlich. Haus, Kind und BorderCollie. Alles innerhalb von 1,5 Jahren. Der Hund hatte auch das Glück, ab dem 1. Lebensjahr fast den ganzen Tag im Garten sein zu dürfen....klar, kann man sich dann auch was mehr in ruhe um den eigenen Nachwuchs kümmern.
Für den Hund war das aber nix anderes als soziale Ausgrenzung, für die der Hund das Kind verantwortlich gemacht hat.
Ende vom Lied war das Tierheim. Ok, haben auch noch 2 oder 3 Trainer zum Schluss dran rumgefummelt

Wünsche Euch da mehr Glück!
 
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Dabei
11 Nov 2016
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#3
Hallo und willkommen
Das liest sich nicht so gut und einiges liest sich auch widersprüchlich. Daher versuche ich mal für mich, Deinen/Euren Lebensweg mit dem Hund zu verstehen.
Wenn der Hund im Mai 2019 zwei Jahre alt wird, ist er im Mai 2017 geboren und somit nicht 1 Jahr (12 Monate) sondern 21 Monate alt. Das ist ein Unterschied in der Entwicklung und im Verhalten.
Deine Tochter ist ein Jahr alt (geboren 2018?) - somit war der Hund vorher bereits ein Jahr alleine bei euch?
Ihr habt im letzten Sommer das Grundstück eingezäunt - und den Hund den Tag über nur (alleine?) im Garten gelassen?
Jetzt ist der Hund mehrheitlich nur im Haus?
Welpenschule, Junghundschule etc. besucht?
Wie sieht die tägliche Auslastung des Hundes aus?
Wie habt ihr das Verhältnis Kind/Hund aufgebaut? Habt ihr die beiden einfach aufeinander los gelassen? Schützt ihr nur das Kind vor dem Hund oder auch den Hund vor dem Verhalten des Kindes?

Das sind nur wenige grundsätzliche Verständnisfragen die sich mir direkt beim Lesen des Textes stellen.

Für mich liest es sich aus dem was Du schreibst so, als wäre euer Aussie in einer wichtigen Phase seines Lebens mehrheitlich sich selbst überlassen worden. Und spätestens ab der Geburt des Kindes wurde er sozial ausgegrenzt. Daher verwundert mich weder sein Verhalten an der Leine noch das gegenüber dem Kind. Einen Ratschlag kann ich Dir hier nicht geben, das wird nur ein guter Trainer können. Den solltet ihr asap hinzuziehen, vor allem was das Verhalten Hund / Kind betrifft. Ansonsten dürfte es wirklich sinnvoll sein, den Hund besser abzugeben, bevor der ein ausgeprägtes Anti-Kinder Trauma bekommt und als nicht vermittelbarer Wanderpokal durch die Tierheime zieht. An der Stelle macht es Sinn, vor dem Tierheim Kontakt mit dem Züchter aufzunehmen, dem Hund zuliebe, damit er nicht ins Tierheim muss. Der Hund kann nichts dafür!
 
Dabei
19 Jan 2017
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#5
Schwierige Vorgeschichte. Cooper für immer und ewig räumlich zum Kind trennen, oder sofort Abgabe?! Finde ich etwas vorschnell geurteilt. Ich würde meiner Familie eine faire Chance geben. Mit räumlicher Trennung wird man nie Fortschritte machen. Im Gegenteil. Du nimmst allen Seiten die Möglichkeit die Situation neu aufzubauen.

Ich finde, dass Kinder und Hunde nie unbeaufsichtig sein sollten. Nie. Hunde können noch so gut sozialisiert sein, es kann immer aus Hundesicht eine unangenehme und schwere Situation durch Verhalten von Babys/Kleinkinder eintreten. Kinder in diesem Alter sind für Hunde schwer zu lesen und einzuschätzen. Ich bin auch gerade in der Familiäresituation, dass wir mit einem Kind, welches fast 1 Jahr alt ist, und wir mit zwei Aussies das Zusammenleben üben und aufbauen. Ich passe da auf wie ein Schießhund, dass sich beide Seiten mit einem angenehmen Gefühl begegnen können.
Wir lassen die Drei nie unbeobachtet zusammen.

Für Coopers Verhaltensweisen kann es viele Ursachen geben. Man kann jetzt nur Vermutungen aufstellen, da wir Cooper und ihre Tochter nicht zusammen agieren sehen.

Zu Beginn hat er keine Auffälligkeiten gezeigt. Dann lief er ihr hinterher. Hinzu kam das Ablecken. Also war er grundsätzlich nicht aggressiv gegenüber dem Kind eingestellt. Er kontrollierte es. Mit dem Ablecken ist eine Stufe des Besitzanspruches eingetreten. Ist jetzt die Frage- wie habt ihr versucht dieses Verhalten zu unterbinden? Habt ihr Cooper zum Beispiel nach der Unterbindung ein Alternativverhalten gezeigt? Damit sich kein Frust aufbaut und er mit dem Kind keine negative Verhaltenskette verbindet. Wenn nicht, würde ich versuchen ihm ein Alternativverhalten anzubieten. Zum Beispiel: du darfst im Raum sein, du darfst die Kleine auch beobachten, aber du musst Abstand halten. Das Abstandhalten würde ich dann positiv aufbauen und mit was Schönem verknüpfen. Ich würde ihm dann aber auch die Sicherheit vermitteln, dass er dort wo er sich befindet, nicht von der Kleinen aufgesucht wird. Das geht nicht von heute auf morgen. Ich trainiere seid einem Jahr. Mit dem Krabbeln funktioniert es (nur weil es funktioniert, lasse ich sie trotzdem nicht allein).

Jetzt beginnt der Aufbau vom Neuem, weil die Kleine ihre ersten Gehversuche macht. Sehr ulkig und gewöhnungsbedürftig aus Hundesicht. ;)

Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Situation unter dem Tisch und mit dem heruntergefallenen Spielzeug zum Schnappen geführt hat, weil die Individualdistanz von Cooper gestört wurde. Die Distanz auf der er sich sicher fühlte, dass ihm kein Ärger geschieht. Kann gut sein, dass er eure Tochter mit "Strafe oder Ärger" verbunden hat und diesen Ärger nicht mehr möchte und dann kommt dieser Ärger unter den Tisch, oder in seine Richtung gekrabbelt...

Ist jetzt alles nur eine Vermutung und bitte zur Sicherheit für beide Seiten kein unbeaufsichtigtes oder leichtsinniges Zusammensein.
 
Dabei
14 Feb 2019
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#6
Mit räumlicher Trennung wird man nie Fortschritte machen. Im Gegenteil. Du nimmst allen Seiten die Möglichkeit die Situation neu aufzubauen.
Diese Trennung haben wir in Absprache mit unserem Trainer gemacht. So dass Cooper auch seine Ruhe vor unserer Kleinen hat. Aber wir essen auch gemeinsam in einem Raum, so dass sie trotzdem Kontakt zueinander haben. Er tröstet sie auch wenn sie weint oder begrüßt sie freudig wenn sie aus der KiTa kommt. Wir machen alles in Absprache mit dem Trainer. Wir versuchen jetzt langsam Cooper an das sich verändernde Verhalten unserer Kleinen zu gewöhnen ohne dass er von ihr „überrannt“ wird und auch immer die Möglichkeit für einen Rückzug hat
 
Dabei
12 Jul 2012
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#7
wir hatten ähnliches problem mit unsererem bobtailrüden. er war auch ca 2 jahre als unser sohn geboren wurde. als dieser das krabbeln anfing ging es los. diese ungewohnten bewegungen konnte er nicht einordnen. wir haben unserem sohn! beigebracht den hund in ruhe zu lassen sobald dieser auf seiner matte lag. das geht auch bei kleinen kindern. zudem hatten wir einen maulkorb. wir haben sehr viel trainiert aber hatten sonst auch keine baustellen mit ihm. hat nicht lange gedauert und es ging ohne korb. klar, wir mußten sehr aufpassen aber eine abgabe kam zu keinem zeitpunkt in frage. als er kurze zeit später das laufen anfing wurde es noch besser. sie wurden nie beste freunde aber meine kinder haben durch den dicken respekt gelernt...sie haben sie toleriert und akzeptiert aber das große knuddeln gab es nicht. da müssen die aussies wesentlich mehr leiden :)

ich denke wenn ihr einen guten! Trainer habt und sehr viel zeit ins training investiert kann es was werden. nur würde ich ihn nicht räumlich weg sperren sondern eine box einführen damit ihr bei euch sein kann. ein aussie ist kein hund der allein sein möchte..wie man an eurem beispiel sieht gehts gründlich in die hose. und nicht nur mit dem hund trainieren sondern mit dem kind.
 
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14 Feb 2019
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#8
nur würde ich ihn nicht räumlich weg sperren sondern eine box einführen damit ihr bei euch sein kann. ein aussie ist kein hund der allein sein möchte.
ich hab das vielleicht ein wenig missverständlich ausgedrückt. Wir haben quasi eine Trennung geschaffen durch ein Gitter. Unser Hund ist trotzdem bei uns, sieht und hört uns, nur kann er halt derzeit nicht zu unserer Tochter wenn sie spielt. Er kann sich aber so frei bewegen, kann ins Wohnzimmer, Flur, Küche etc. Nur der Bereich des Wohnzimmers in dem unsere Tochter spielt ist für ihn derzeit tabu. In seinem abgetrennten Bereich hat er auch seine Box stehen in der er seine Ruhe hätte, die er allerdings so gut wie gar nicht selbstständig nutzt, da er lieber dabei ist.
 
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14 Feb 2019
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#9
und nicht nur mit dem hund trainieren sondern mit dem kind.
Unserer Tochter versuchen wir das auch klar zu machen, dass sie nichts in seinem Körbchen etc zu suchen hat und auch Cooper in Ruhe lassen soll. Aber bei einer 1 Jährigen dauert das Verständnis natürlich etwas, vorallem da sie eh gerade in ihrer Testphase steckt. Aber wir geben unser bestes.
 
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12 Jul 2012
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#11
wenn unser rüde zb irgendwo lag und unser sohn angekrbbelt kam ist der hund blitzschnell knurrend aufgesprungen. aber unser dicker war eh ein unikat, absolut niedrige reizschwelle was für einen bobtail eher nicht zutrifft. unser sohn mußte ihn nicht mal berühren, halber meter reichte manchmal schon aus. er hat nicht gewarnt, sprich das aufspringen/knurren/schnappen war zeitgleich
 
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#12
hätten wir die zwei nicht ständig bewacht und aufgepasst wäre es mehrfach am tag passiert. war ein fulltime job aber hat sich gelohnt
 
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#13
wenn unser rüde zb irgendwo lag und unser sohn angekrbbelt kam ist der hund blitzschnell knurrend aufgesprungen. aber unser dicker war eh ein unikat, absolut niedrige reizschwelle was für einen bobtail eher nicht zutrifft. unser sohn mußte ihn nicht mal berühren, halber meter reichte manchmal schon aus. er hat nicht gewarnt, sprich das aufspringen/knurren/schnappen war zeitgleich
Ja genau so lief es auch bei uns ab. Jetzt schauen wir halt,dass unsere Tochter ihm ja nicht zu nah kommt. Am Dienstag kommt dann endlich der Trainer wieder. Ich hoffe wir bekommen das auch wieder hin. Denn bei dem Gedanken unseren Cooper weg zu geben bricht mir das Herz.
 
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#14
hätten wir die zwei nicht ständig bewacht und aufgepasst wäre es mehrfach am tag passiert. war ein fulltime job aber hat sich gelohnt
Wie lang war dann der „kritische“ Zeitraum bei euch. Ab wann hattet ihr wieder ein ruhigeres Gefühl? Wie sah denn euer Training dahin gehend bei euch aus? Tut mir leid dass ich so viel frage, aber das liegt mir so am Herzen
 
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12 Jul 2012
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#15
kann ich verstehen. sobald mein sohn sicher laufen konnte hatte sich das thema erledigt. als sohnemann ca 2 jahre alt war hatte sich alles soweit eingespielt. auch als unsere tochter dann geboren wurde 2 jahre später war es unproblematisch. klar mußten wir schauen aber es ging keine `gefahr`mehr von ihm aus. die letzten jahre konnte ich alle bedenkenlos allein lassen. die kinder sind ihm aber immer mit respekt und abstand begegnet. mehr als über den kopf streicheln haben sie nicht gemacht
 
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#16
kann ich verstehen. sobald mein sohn sicher laufen konnte hatte sich das thema erledigt. als sohnemann ca 2 jahre alt war hatte sich alles soweit eingespielt. auch als unsere tochter dann geboren wurde 2 jahre später war es unproblematisch. klar mußten wir schauen aber es ging keine `gefahr`mehr von ihm aus. die letzten jahre konnte ich alle bedenkenlos allein lassen. die kinder sind ihm aber immer mit respekt und abstand begegnet. mehr als über den kopf streicheln haben sie nicht gemacht
Aber wie habt ihr denn mit eurem Hund trainiert. Dass ich meiner Tochter beibringen muss, dass sie unseren Cooper in Ruhe lassen soll, ist klar. Aber wie habt ihr das Training mit ihm gestaltet?
 
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#17
wie gesagt, wir haben hauptsächlich an den kindern gearbeitet dass sie den hund in ruhe lassen. was soll ich denn bei dem hund groß machen der sich bedrängt fühlt - außer ihm seine ruhezonen zu geben. maßregel ich ihn wird er ohne vorwarnung schnappen. wir haben ihn fürs knurren gelobt - so blöd es auch klingt und dann das kind vom hund weg genommen. so hat er gemerkt dass wir uns drum kümmern wenn es ihm zuviel wird und er es nicht muß. zudem haben wir ihn immer wieder auf seine matten geschickt wo er sicher seine ruhe hatte.
 
Dabei
15 Feb 2019
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#18
Hallo an alle. Ich bin zwar die Neue hier habe aber gleich ein Thema was mir sehr auf der Seele liegt.
Wir haben unseren Cooper als Welpen bekommen, mittlerweile ist er ein Jahr alt, wird im Mai 2. Wir haben letzten Sommer endlich unser Grundstück eingezäunt und Cooper hat die meiste Zeit des Tages draußen verbracht. Leider hat er seitdem ein unmögliches Verhalten an der Leine entwickelt. Egal ob Auto,Fahrrad, Spaziergänger oder Kinder, alles was sich an uns vorbei bewegt oder auf uns zukommt wird angebellt, angeknurrt und versucht anzuspringen. Wegen diesem Verhalten haben wir bereits einen Trainer mit ins Boot geholt. Seitdem ist Cooper wieder die meiste Zeit des Tages bei uns im Haus und wir trainieren beim Spaziergang sehr viel.Wir haben ein Kind ebenfalls ein Jahr jung. Bisher konnte sie spielen und krabbeln wie sie wollte, Cooper hat es nie gestört. Er hat dann nach und nach immer mehr angefangen ihr hinterher zu laufen und permanent abzulecken, was wir versucht haben zu unterbinden. Auf jeden Fall kam es diese Tage zu mehreren heiklen Situationen. Wenn Cooper unter einem Tisch lag und unsere kleine Tochter nur in seine Richtung krabbelte, ist er nach vorn „gegangen“ und hat versucht ihr ins Gesicht zu schnappen und auch teilweise dabei geknurrt. Ihr ist auch mal ihr Spielzeug runtergefallen, als sie es sich wieder holen wollte und dabei in seine Richtung gekrabbelt ist, hat er das gleiche Verhalten gezeigt. Jetzt zu meiner Frage. Wir haben jetzt natürlich kein Vertrauen mehr zu ihm. Wir haben die beiden jetzt räumlich getrennt. Aber hatte das schon mal jemand von euch? Wir wollen ihn nicht einfach weggeben, dafür hängen wir zu sehr an ihm. Aber wir müssen natürlich an das Wohl unserer kleinen Tochter denken. Hat schon jemand die gleiche Situation erlebt und den Hund nicht weggegeben und mit ihm gearbeitet? Hättet ihr wieder Vertrauen? Ist so etwas nochmal bei euch vorgefallen?
Ich würde euch raten einen Tierarzt aufzusuchen! Ich will euch keine Angst machen aber wenn er ohne Grund plötzlich aggressiv reagiert könnte auch ein Tumor im Kopf denkbar sein. Nur ihr wisst ob es einen Auslöser gab hat das Kind ihn gezwickt oder Haare gezogen oder ähnliches? Wenn nicht würd ich das abklären lassen. Lg
 
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11 Nov 2016
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#19
Meine Eltern hatten auch einen Bobtail, mit dem bin ich aufgewachsen. Ein intakter Rüde.
Als mein Bruder sein erstes Kind bekam, wurde das mit ca. 1 Jahr meiner Mutter zum Hüten gegeben an zwei Tagen / Woche.
Der Bobtail war da 8 Jahre alt, als das Kind den Tag über bei meinen Eltern war.

Was niemand gedacht hätte - der sonst komplett gechillte und jedermann gegenüber freundliche Hund reagierte sehr eifersüchtig. Bei den Besuchen von meinem Bruder mit Kind vorher war das nie ein Thema. Der Hund hatte das Kind mehrheitlich ignoriert. Als meine Mutter ihn dann hatte, war es anders.

Das ist 1986 gewesen, da gab es kein Internet und keine Hundeschulen/Trainer in der Nähe, die man hätte um Rat fragen können. Meine Mutter handelte also aus dem Bauch heraus. Sie stellte sich auf den Standpunkt: Der Hund war zuerst da. Der wird nicht verstossen oder zurückgeschoben, nur weil jetzt der Enkelsohn auch da ist.

Ihre Vorgehensweise war damals recht unkonventionell und vermutlich auch nicht unbedingt korrekt. Aber sie hatte Erfolg und sie basierte darauf, dass sie dem Hund kontrolliert vertraute und seine Eifersucht ernst nahm, ohne sie zu verurteilen. Nur ein paar Beispiele, die ich noch in Erinnerung habe: Wenn sie das Kind fütterte mit Brei - sass der Hund (der eigentlich ein mäkeliger Fresser war) eifersüchtig daneben und wollte auch Brei. Den bekam er auch. Hund und Kind bekamen parallel den Babybrei. Sie hatte das Kind auf dem Schoss sitzen und liess es den Hund mit Keksen füttern und reagierte auch nicht panisch, wenn das Kinderärmchen im Hundemaul verschwand, denn sie vertraute dem Hund, dass er dem Kind nichts tat. Das Spielzeug vom Hund war für das Kind tabu und umgekehrt durfte der Hund das Spielzeug vom Kind beschnuppern, jedoch nicht ins Maul nehmen. Wenn mein Neffe am Hundefell ziehen wollte, kniff ihn meine Mutter in den Arm. Das tat dem Kind weh aber er wiederholte sein Verhalten nicht. Meine Mutter schützte den Hund vor dem Kind und sie erzog ihren Enkel darin, den Hund in Ruhe zu lassen und zu respektieren. Dem Hund zeigte sie mit ihrem Verhalten, dass er ihr gleichwertig wichtig ist und er nicht hinter dem neuen Wesen zurückstehen musste.

Das war eine anstrengende Zeit für meine Mutter, denn sie konnte beide niemals auch nur eine Minute alleine lassen, der Hund wurde auch nicht räumlich abgetrennt. Es war ein Fulltime-Job, der meiner Mutter keine Zeit liess, etwas anderes zu tun. Das Verhalten vom Hund änderte sich erst, wie mein Neffe laufen lernte. Von dem Moment an waren der Hund und mein Neffe die besten Freunde und das Kind konnte mit dem Hund schmusen, ihn umarmen etc. das war alles kein Problem mehr. Wir sprachen neulich noch über die Zeit und sie meinte zu mir, dass mein Bruder all das damals hätte nie wissen dürfen. Er hätte ihr das Kind vermutlich gleich wieder weg genommen. ;-)

Mein Neffe ist jetzt 32 und hat selbst zwei Huskys.
 
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14 Feb 2019
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#20
wie gesagt, wir haben hauptsächlich an den kindern gearbeitet dass sie den hund in ruhe lassen. was soll ich denn bei dem hund groß machen der sich bedrängt fühlt - außer ihm seine ruhezonen zu geben. maßregel ich ihn wird er ohne vorwarnung schnappen. wir haben ihn fürs knurren gelobt - so blöd es auch klingt und dann das kind vom hund weg genommen. so hat er gemerkt dass wir uns drum kümmern wenn es ihm zuviel wird und er es nicht muß. zudem haben wir ihn immer wieder auf seine matten geschickt wo er sicher seine ruhe hatte.
Ach okay. Vielen Dank. Dann weiß ich ja jetzt dass wir nicht so verkehrt liegen mit dem was wir jetzt machen.
 
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12 Jul 2012
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#21
mein hund hatte defintiv keine körperlichen beschwerden, er hat noch munter 10 jahre mit uns zusammen verbracht. leider ist er im letzten jahr verstorben...
 
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14 Feb 2019
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#22
mein hund hatte defintiv keine körperlichen beschwerden, er hat noch munter 10 jahre mit uns zusammen verbracht. leider ist er im letzten jahr verstorben...
Oh das tut mir sehr leid. Es ist immer so schwer sie gehen zu lassen. Unserer hat auch keine Erkrankung o.ä. Das haben wir auch vom Tierarzt abklären lassen.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#23
Unser Sohn ist jetzt 2,5 und die Zwei sind ein Herz und eine Seele. Trotzdem würde unser Hund ihn gerne pausenlos kontrollieren. Ich schicke ihn dann auf die Decke und dort haben wir einen dicken Haken in der Wand, an dem eine Leine befestigt ist. Die Leine assoziiert er mit "zur Ruhe" kommen und nicht als Bestrafung.
Einen solchen Haken werden wir auch an der Terrassenwand montieren, damit er nicht doch mal "eingreifen" sollte, wenn fremde Kinder mit unserem Sohn im Garten spielen (da lege ich nämlich nicht meine Hand ins Feuer, dass mein Hund nicht doch ein fremdes Kind an der Hose stoppen würde. Ist eben immer noch ein Tier).
Vielleicht wäre so ein Haken eine Option für euch? Der Hund ist dabei, es kann aber nichts passieren?
 
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14 Feb 2019
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Unser Sohn ist jetzt 2,5 und die Zwei sind ein Herz und eine Seele. Trotzdem würde unser Hund ihn gerne pausenlos kontrollieren. Ich schicke ihn dann auf die Decke und dort haben wir einen dicken Haken in der Wand, an dem eine Leine befestigt ist. Die Leine assoziiert er mit "zur Ruhe" kommen und nicht als Bestrafung.
Einen solchen Haken werden wir auch an der Terrassenwand montieren, damit er nicht doch mal "eingreifen" sollte, wenn fremde Kinder mit unserem Sohn im Garten spielen (da lege ich nämlich nicht meine Hand ins Feuer, dass mein Hund nicht doch ein fremdes Kind an der Hose stoppen würde. Ist eben immer noch ein Tier).
Vielleicht wäre so ein Haken eine Option für euch? Der Hund ist dabei, es kann aber nichts passieren?
Ja das ist auch eine Idee. Vielleicht machen wir uns auch solche „Sicherheitshaken“.
 

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