Hund wird ständig von anderen angegriffen

Dabei
7 Mrz 2017
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#1
So ihr Lieben,
Jetzt brauche ich dich mal euren Rat, denn ich weiß langsam nicht mehr, wie ich anderen Hundebesitzern kontern soll.
Ich hatte 2017 mal ein Problem mit zwei verschiedenen Hunden, bei denen auch jeweils ein Vorfall dann leider statt fand. Bis letztes Jahr hatte ich auch dann soweit meine Ruhe. Ich habe mich selbst immer an meine Anweisungen gehalten zum Glück auch mein Mann. Die sind auch ganz einfach zu befolgen und werden meistens von anderen Hundebesitzern akzeptiert. Ich schalte mich ein, wenn einer meint er müsse meinen besteigen und mittlerweile wird das auch von anderen Besitzern verstanden, dass ich das nicht will. Ein freundliches Lächeln hilft natürlich dabei sehr. Seit ich da sehr streng bin, hört meiner auch sehr auf mich wenn seine zwei Erzfeinde um die Ecke kommen. Er mault zwar mit jammern geht aber brav mit mir mit. Gut er wird auch schnell angeleint, da ich auch beim Gassi gehen versuche ihn ständig im Auge zu haben und versuche alle Hunde vor ihm zu entdecken, damit unbekannte Hunde erstmal langsam erkundet werden, da er sehr stürmisch sein kann. Bis jetzt hat das auch soweit von unserer Seite aus gut funktioniert. Seitdem er nicht mehr bestiegen wird und er weiß er kann sich auf mich verlassen hat er sich in manchen Situationen auch sehr geändert. Wenn zum Beispiel einer knurrend an ihm vorbei geht und ich Nein sage läuft er brav meistens mit mir weiter zwar Hin und wieder maulend, aber es ist viel entspannter. Letztes Jahr hatte ich zwei Vorfälle einmal bei mir als ein nicht angeleinter Hund mit seinem Herrchen auf dem Fahrrad an uns vorbei lief und er meinte er müsse nach meinem schnappen, der gerade dabei war sein großes Geschäft zu erledigen. Das Herrchen fuhr weiter interessierte sich nicht dafür meiner war leider auch nicht angeleint und die beiden liefen kurz zusammen keifend knurrend von mir weg. Ich wollte hinterher und fiel prompt kurz aufschreiend auf die Schnautze. Meiner hörte das und rann sofort an meine Seite und das Theater zwischen den beiden war vorbei. Hunde wurden untersucht alles war okay. Leider war der andere ein süßer Labrador. Bei meinem Mann passierte zwei Wochen davor leider das, dass Keks von zwei Labradoren gleichzeitig beim Spaziergang angegriffen worden ist. Die beiden spielten etwas weiter weg zusammen und mein Mann kam mit Hund um die Ecke. Meiner legte sich hin und beobachtete und urplötzlich schoss der eine auf ihnen zu und biss ihn am Nacken. Der andere machte dann gleich mit und mein Mann hatte drei Hunde versucht zu trennen. Der eine Besitzer half der andere musste mehrmals aufgefordert werden seinen von Keks fernzuhalten und endlich mal mit zu helfen. Fazit war es gab Streit und meiner war natürlich schuld, da sich hinlegen in den Augen der Besitzer eine Aggression darstellt. Eventuell sehe ich das ja falsch. Dass aber ihrer herüber schoss und meinen Biss war egal. Leider waren auch das Labradore. Meiner will seitdem nichts mehr von einem Labrador hören oder sehen. Keks ist bei ihnen jetzt angespannter und ich bekomme ihn nicht mehr ganz so leicht zur Ruhe. Er bellt und knurrt manchmal sie nun auch an. Ich versuche ihn da auch jedesmal zu korrigieren. Blöd nur es gibt bei uns sehr viele von ihnen und ich mag die auch ganz gerne. Aber man kann damit auch leben, denn es gibt ja Möglichkeiten auszuweichen.
Nun hatte ich vor zwei Wochen das Problem, dass er und sein größter Freund ein riesiger altdeutscher Schäferhund sich kurz in die Wolle bekamen, da dummerweise eine läufige Hündin unseren Weg kreuzte. Es ist zum Glück nichts passiert und zwei Tage danach sind die beiden auch wieder gemeinsam auf Tour gewesen und spielten wie eh und je. Gut die Hündin war blöd dass wir sie trafen aber das kann nun leider passieren in einem Wald wir wussten auch nicht dass sie läufig ist als sie uns entgegen kam. Jedenfalls sind beide Rüden wieder ganz normal zu einander.
und gestern musste dass passieren, was ich gerne vermieden hätte. Mein Mann hatte ihn an der Leine und ging im Wald spazieren, als urplötzlich ein großer Labrador ihm knurrend entgegen schoss und mein Mann noch versuchte ihn von unserem Hund fernzuhalten und sich zwischen beide stellte. Leider kam kein Besitzer und mein Mann fiel hin und Keks immer noch an der Leine Wehrte sich und der Labrador und dessen Kehle lagen am Boden und meiner ließ nicht mehr los. Mittlerweile kam der Besitzer der versuchte den eingeklemmten Hund zu sich zu ziehen und Keks fixierte ihn noch mehr. Erst als mein Mann bat dass der Besitzer damit aufhört und Keks lauthals korrigierte hat mein Hund den anderen freigegeben. Mein Mann ging sofort ein paar Meter weg und der andere wollte nochmal hin. Bis auf ein kleines Hämatom am Auge von Keks und lauter Wunden an den Fingern meines Mannes war bei uns nichts passiert. Wie immer wollte der andere auch keine Nummer austauschen usw.
vor ein paar Wochen hatte ich eine ähnliche Situation in der auch ein großer schwarzer Hund auf ihn los ging, meiner war angeleint, und ich drängte meinen hinter mich und Versuchte den anderen fern zu halten. Keks schaute mich öfters an und reagierte noch auf meine Worte. Ich versuchte ihn ruhig zu halten, was auch klappte nur dauerte recht lange und bedurfte eine Aufforderung von einer anderen Hundebesitzerin, damit die Besitzerin endlich zaghaft anfing ihren am Fell weg zu ziehen. Die konnte ihren auch nicht richtig halten und wurde dann selbst als wir schon ein paar Meter weg waren von ihrem gebissen, als sie ihren dann endlich angeleint hatte.Meiner hatte zwar während der Situation gekeift konnte aber nicht einmal an den anderen herankommen und ihn berühren. Ich stand dazwischen.Nachdem ganzen frage ich mich langsam liegt es nun an mir, meinem Mann oder an meinem Hund der selbst wenn man an anderen Hunden vorbei geht und er wirklich sich nicht mal mit dem Arsch zu ihnen hinwendet einfach gezwickt, gebissen angeknurrt usw wird. Mache ich was falsch? Oder die anderen? Die meisten Hundebesitzer reden dann auch immer davon lass das die Hunde es selbst klären, aber ich bin davon kein Freund. Habt ihr solche Erfahrungen schon gehabt? Soll ich da in Zukunft die Leine fallen lassen? Denn wenn ich versuche wegzugehen mit Keks dann folgen die anderen und die Besitzer machen gar nichts. Die stehen Stock steif da. Ich bin ständig diejenige die dazwischen geht. Ist das jetzt falsch? Ich weiß es hört sich blöd an, wenn man sagt meiner war nicht schuld, natürlich Körpersprache ist auch so ne Sache, aber dass kann doch nicht sein du gehst mit nem Hund angeleint über ne Straße und ein anderer knurrt los reißt sich teilweise los vom Besitzer und verbeißt sich bei deinem im Fell. Und keiner macht was. Was macht ihr be solchen Vorfällen und vor allem wie reagiert ihr den Besitzern gegenüber. Mir wird nur erklärt meiner wäre aggressiv oder ihre mögen keine Aussis. Wenn ich wüsste was an meinem aggressiv sein soll dann könnte ich ja was dagegen tun, aber mir fällt da nichts ein. Ein befreundeter Trainer meinte, da er öfters mal mit uns unterwegs war, dass Keks immer reagiert auf das was der andere macht. Beispiel ein anderer fängt an zu knurren und meiner fünf gefühlte Minuten später knurrt zurück. Er beobachtet sehr lange und gleicht dann sein Verhalten seinem Gegenüber an. Eventuell ist das schon bedrohlich ich weiß es langsam nicht mehr. Ich habe nur einfach Angst, dass sich irgendwann eine Gemeinde noch einklinkt und ich dann mehr Probleme als vorher habe.
leider wurde es sehr lang. Entschuldigung!
 
Dabei
19 Jan 2017
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#2
Hallo liebe Sorya,

ich habe den Text erst mal schnell überflogen, weil ich gleich einen Termin habe und nicht so viel Zeit zum Schreiben habe.

Wenn man bei solchen Begegnungen nicht live dabei ist, kann man schlecht aus einem Forum Rat geben, ob und wer sich falsch
in diesen Situationen verhält. Aber es gibt leider Hunde die wahre Opfer von Mobbing sind. Und auch ich habe zwei Rüden die in der Vergangenheit mehr mals in einem Jahr angegriffen wurden. Wo die fremden Rüden sich einfach von ihren Besitzern lösten und mehrere 100 m auf uns zu stürmten um meine Jungs zu attakieren. Ich habe schon Jogger samt angleinten Hund im Rücken hängen gehabt, weil die joggenden Hunde beim Vorbeilaufen sich entschieden haben, Knödel (der angeleint im Fuß auf der abgewandte Seite neben mir lief) von hinten in den Nacken zu packen. Wir habe Angriffe schon in verschiedenen Varianten durch, wo meine einfach weil sie da sind, angegriffen und schwer verletzt wurden.

Ich habe vor 2 Jahren, nach 9 Jahren Hundehaltung, endlich entschieden, bevor Angstagressionen bei Knödel und Puma entstehen, dass ich mich von Hundebesitzern wirklich für immer und in jeder Situation fernhalte. Zum Schutz von Knödel und Puma. Und weil ich es einfach leid war, mich ständig mit diesen Leuten und deren Hunde auseinander zusetzen. Ständig diese Diskussionen. Vor allem wenn man nach solchen Hundeattacken seine Hunde immer wieder von Neuem Seeleisch aufbauen muss, sich immer wieder neue Trainingswege überlegen muss, weil der alte Weg durch eine Attacke schlecht verknüpft wurde. Glaube mir, du kannst Keks in solchen Situationen noch so gut führen, ihn trainiert, sozialiesieren, Impulskontrolle aufgebaut haben usw. wenn du an solche Besitzer und Hunde geräts, hast du keine Chance. Ich gehe nur noch dort, wo ich viel Übersicht habe und schon von Weiten Hundebesitzer sehen kann. Und ich meine damit wirklich weit. Weil ich schon erlebt habe, dass fremde Hunde viel Wegstrecke auf sich nehmen um ihr Ego und Standpunkt gegenüber meinen Jungs körperlich mit Gewalt klar zu machen.

Es lebt sich besser und ruhiger.
Ich wünsche Euch mit Keks alles Gute!
 
Dabei
7 Mrz 2017
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#3
Danke dir. Für mich selbst sind die Hunde nicht mal das großes Problem, sondern wirklich die Besitzer die keine Rücksicht nehmen und komplett deinen Hund ignorieren. Der beste Satz war letztens der fremde Hund muss sich ja verteidigen können, als ich wir versuchten die beiden zu trennen, und was meinem Mann einfällt dazwischen zu gehen. Auf die Frage meines Mannes hin, ob Keks sich etwa nicht wehren darf wurde freundlich mitgeteilt ist ja nicht seiner und wir sollten unseren quasi anerziehen, dass er sich das gefallen lassen muss, wenn er der schwächere ist. Habe das Gefühl die sehen die Situation nicht richtig, denn wenn Kecks dann wirklich mit macht, habe ich fast jedesmal das Ende wie gestern: Kehle im Maul und Kecks lässt nicht los. Und da hört der Spaß bei mir auf. Ich gebe zu ich habe immer bei so ner Situation Angst, dass etwas größeres passiert und es dann dummerweise meinen erwischt. Zum Glück hält sich mein Dackel immer fern und schimpft die anderen von weitem, so dass ich mich nur um den großen kümmern muss. Dass mit Strecken so suchen, dass keiner kommt mach ich ja, schaue auch brav dass kein anderer Hund von mir übersehen wird. Aber die meisten fast nie angeleint und viele auch nicht Abrufbar sind kann ich mich ja nur vor meinen stellen und versuchen den anderen zu verscheuchen. Oder soll man das anders Hand haben?
 
Dabei
11 Nov 2012
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#4
Ich kann dir nur sagen, wie ich damit umgehe. Meine Hunde haben keinen Kontakt zu fremden Hunden mehr! Absolut gar keinen. Ich diskutiere da nicht. Übrigens hassen meine hütis die meisten Retriever mit Inbrunst.
Ich stelle mich immer zwischen die fremdhunde und meine Hunde. Zum Besitzer gewandt kommt immer von mir "lassen sie ihren Hund nicht zu meinen Hunden!" Wenn dem nicht Folge geleistet wird, brülle ich den fremdhund an, stampfe in seine Richtung auf, meist reicht das. Wenn das nicht reicht, schwinge ich eine Leine wie Windmühle vor mir, die den fremdhund, wenn er weiterläuft dann trifft. Notfalls wehre ich mit Fußtritt ab.
Ist mir völlig egal, was die Besitzer denken usw. Ich schütze meine Hunde und lasse die garantiert nicht, von irgendwelchen unsozialen Viechern angreifen.

Hundekontakte haben meine Hunde nur mit Hunden von befreundeten Hundehaltern, bei denen ich weiß, die haben ihre Hunde im Griff und achten auf sozial normales Verhalten. Alles andere bringt nur Ärger, tierarztkosten und verkorkst den eigenen Hund.

Lg
 
Dabei
20 Feb 2011
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#5
Wir handhaben es wie Hudson. Gerade bei drei Hunden, ist es schon eine ganz andere Dynamik da. Wir haben drei Mädels und viele Leute interessiert auch nicht, dass die läufig sind :mad:
Zum Glück ist es inzwischen in der Gegend wo wir wohnen alle Hunde/Besitzer bekannt sind. Es gibt welche da lässt man Kontakt zu, wir gehen aber meist einfach weiter, so dass die Hunde sich kurz beschnuppern und wir halt weiter gehen. Andere ziehen an der Leine vorbei.


Schwer wird es wenn es wie gerade wegen Corona...jeder meint in den Wald gehen zu müssen. Es interessiert auch niemanden, dass es eine Anliegerstraße ist und man hier nirgends Parken darf. Die Kötter laufen dann quer durchs Feld und kacken alles voll...wir haben hier alle super Beziehung zu den Bauern und Jäger/Förster. Sie kennen unsere Hunde und wir dürfen uns frei bewegen. Nun dank viele fremde sind die im Moment ziemlich angenervt...wäre ich auch wenn der Saat andauern umgerannt wird....diese Hundebesitzer/Hunde Gruppen sind dann natürlich oft von der Sorte..der tut nix..Ich versuche meine immer zu Verteidigen und anderen zu verjagen..manchmal stehen die plötzlich vor einem, dann lasse ich IMMER die Leine fallen. Dann kommt es halt drauf an wie es abläuft. Verscheuchen, schnüffeln lassen und weiter gehen. Man erkennt ja meist wie die Hunde sich benehmen. Meine mittlere Hündin mag keine Rüpel und Rüden die extrem aufdringlich sind. Sie knurrt die weg, schnappt manchmal in die Luft, aber nie in den Hund rein. Die Jüngere ist total verspielt und wird sich nur verteidigen wenn sie extrem angegriffen wird..sonst versucht sie erst mit Beschwichtigung..
Ich versuche meist dann auch direkt weiter zu gehen, und rufe meine Hunde mit. So staut sich nichts. Stehen und gucken ist nicht immer gut. Wenn einer sich doch aufbaut und die Spannung steigt, reicht meist ein "Hey" und weiter gehen.

Wir treffen uns dann auch nur mit Leuten und Hunden die wir länger kennen und wo man weiß, sie denken gleich und Hunde sind sozial.

P.S
es kann natürlich sein, dass durch die Vorfälle ihr (du und dein Mann) euch extrem verunsichert füllt. Das merkt dein Hund natürlich. Sein Verhalten kann dann ins "beschützen" fallen. Also es kann durchaus dran liegen, dass ihr unabsichtlich ihn für ein Angriff anstiftet. Die Körperspannung können unsere Hunde wunderbar ablesen.
 
Dabei
7 Mrz 2017
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#6
Danke für eure Antworten. Zögerlich bin ich nur, wenn es darum geht mit Leine herum zu fuchteln oder Schlüsselbund zu werfen. Hab mal die Leine wegen meinem verstorbenen Dackel auf den Boden geschmissen und traf leider den fremden Hund da ging es dann wirklich rund mit dem Besitzer. Nur war der Fall da anders, da meine keine andere Hunde nicht mochte und sie da knurrend anderen entgegen kam. Da gab es leider keinen großen freien Auslauf mehr außer bei uns am Grundstück oder in Frankreich am Meer. Da hatte sie komischerweise nichts gegen fremde Hunde . Freundin von mir wollte man verklagen nur weil sie ihre Hündin während der Läufigkeit beschützte.
es ist ja für mich nicht so, dass die fremden Hunde von Grund auf als böse angesehen werden, sondern dass die Besitzer sich nen grossen Hund anschaffen und dann sich überhaupt nicht kümmern. Sie können den nicht mal halten und schnauzten dich nur an.
wir haben wirklich sehr viele Hunde hier bei uns und dank Corona haben sich leider die Zeiten unglücklich verschoben.
wisst ihr wenn hier alle Aussis hätten dann hätte ich total meine Ruhe! Weiß nicht warum, aber meiner scheucht seine eigene Rasse, der will gar nichts mit denen zu tun haben.
vom Charakter her habe ich einen Frauenliebling, wirklich jede Hündin hier liebt ihn, die laufen ihm bis zu unserer Wohnung hinterher, der selbstbewusst ist, keinen an sein Frauchen lassen will (fremde Hunde kuscheln geht gar nicht), aber jetzt nicht Zähne fletschend vor einem steht damit der Weg geht, nein er drängt sich dazwischen. Er will die Nummer eins sein und ja vielleicht ist das mein Fehler bei meinen eigenen Hunden. Ansonsten ist er sehr ruhig und gelassen und will alles im Blick haben. Ich hätte ja gerne einen zweiten Rüden aber ich weiß nicht ob ich in bestimmten Situationen zwei auf einmal halten kann. Keks hat 26 Kilo und die können schon einen im blöden Moment einen umhauen. Bei zweien bin ich da noch sehr vorsichtig. Ich bewundere jeden von euch der ein tolles Doppelpack hat.
nachdem meistens die Sitiuationen mit meinem Mann passieren, werde ich ab morgen mal wieder jeden Tag mitgehen mit ner Wasserflasche bewaffnet. Schauen wir mal, ob es dann besser wird. Die Leine würde ich ja am liebsten auf die großen Zweibeiner schmeißen..... eventuell lernen sie dann daraus. Zum Glück habe ich mit meiner kleinen Dackeldame diese Probleme nicht. Die wird immer brav übersehen. Dafür geht sie alleine spazieren wenn man mal nicht richtig schaut und dass obwohl sie mal ne Jagdausbildung genossen hat und gut abrufbar ist. Aber mit anderen Hunden hat sie nie Probleme gehabt.

liebe Grüße
 
Dabei
7 Okt 2014
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#7
Ich würde da unbedingt nochmal einen (anderen) Trainer draufschauen lassen.
Für mich liest sich das stellenweise nämlich so, als sei dein Hund durchaus auch mal der Initiator.
Und da sowohl du als auch dein Mann schon hingefallen sind bei solchen Begegnungen, scheint er ja dabei auch noch ziemliche Kräfte zu entwickeln.
Es macht auf einen Hund leider keinen wirklich souveränen Eindruck, wenn sein Halter, während er etwas regeln will, plötzlich hilflos am Boden liegt.
Dass er splittet, wenn du andere Hunde streichelst, könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass er dich da nicht für kompetent genug hält, eine Situation (aus seiner Sicht) vernünftig zu regeln.

Das soll jetzt keine Entschuldigung für irgendwelche Hunde sein, die ohne Leine auf euren zurennen, aber ich fände es trotzdem sehr wichtig, dass mal jemand vor Ort das Verhalten deines Keks beurteilt und auch, wie ihr solche Situationen händelt.
Ein verzweifeltes Festhalten der Leine, während man selbst womöglich kurzzeitig außer Gefecht ist und zwei Hunde sich "prügeln", halte ich auch für euch auf Dauer für recht gefährlich.
 
Dabei
8 Jul 2017
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#8
versuche ihn ständig im Auge zu haben und versuche alle Hunde vor ihm zu entdecken, damit unbekannte Hunde erstmal langsam erkundet werden, da er sehr stürmisch sein kann.
"Da er sehr stürmisch sein kann" ist mir u.a aufgefallen. Mögen nicht alle Hunde wenn andere Hunde sich stürm
Ist das besteigen ev eine Ansage von dem Gegenüber die manchmal berechtigt ist? Ev lässt sich am Grund für zu schnell arbeiten... Ein guter Trainer weiß da mehr zu.

Ansonsten kann ich es gut verstehen, dass man vielen Kontakten aus dem Weg geht. Nicht nur der Hunde wegen, mich nerven auch die Leute , jeder meint er sei Hundetrainer :))
 
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Dabei
7 Mrz 2017
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#9
die stürmische Art kennt ihr sicherlich selbst sehr gut. Früher war das generell seine Art. Hinlegen und losstürmen. Das tat er gerne als Welpe und Junghund. Abtrainieren ging nicht so leicht anfangs aber nach ner Zeit klappte es ganz gut. Heute stürmt er bei seinen Freunden los. Ich mache die Leine immer erst dann ab wenn ich das ganze Feld sehen kann und keine fremden Hunde für mich sichtbar sind und erlaube es ihm dann. Er und seine Freunde stürmen kurz rum und dann ist wieder Ruhe.
Okay also mein Mann ist zwei Meter groß und ein kleiner Schrank. Ein ausgewachsener großer Schäferhund mit ca. 55 Kilo und meinem kleinen 26 Kilo können einen Menschen recht schnell umschmeißen, wenn man sie trennen will und versucht diese anzuleinen. Bei mir war es wirklich ein Stolpern als ich meinem Hund hinterher bin und er kam sofort zu mir. Und hat sich überhaupt nicht mehr um den anderen gekümmert gut der musste dann ja auch weiter und hörte in dem Moment auf seinen Besitzer.
Das Vordrängeln und der kleine Egomane war bei Keks von Anfang an, wenn es um mich geht. Als ich zum Züchter bin und er mich kommen sah war es vorbei. Jeder Hund wurde weggeschubst. Nur er sollte wichtig für mich sein. Der Züchter wollte ihn selbst behalten. Hat dann aber selber gesagt schweren Herzen verkauft er ihn mir, da ich den Hund nicht mehr los bekam. Ich bilde mir mal ein Liebe auf den ersten Blick.

Im Gegensatz zu den anderen Besitzern habe ich mich brav an einen neuen Trainer gewandt. Dieser hat sich nun seit dem Vorfall dreimal mit uns getroffen. Es wurden auch mit Absicht Zeiten gewählt wo er sich das genau anschauen kann. Blöd nur der kam zum selben Fazit wie ich. Keks war an der Leine und der andere kam wieder vorbei und dem Besitzer war es egal dass seiner auf andere los gegangen ist. Meiner hatte den anderen Hund diesmal noch nicht einmal gesehen und schon hatten wir das Dilemma aufs neue. Nur diesmal verstehe ich da keinen Spaß mehr, da gerade Kinder meinen am Wegrand gestreichelt haben und der andere keifend auf Ihn los ist. Zum Glück konnten wir uns schnell abstimmen und die Kinder hört sich jetzt blöd an verjagen, aber mir fällt da kein anderes Wort ein. Situation war wirklich nicht mehr schön. Mein Hund hat wirklich gut reagiert. Er hörte auf meine Kommandos und mein Trainer konnte den anderen abhalten. DaS gespräch hinterer mit dem Besitzer war wunderbar uneinsichtig. Zum Glück ist nichts mit den Kindern passiert. Ich konnte meinen gut fern halten und mit ihm mich aus der Situation befreien. Wäre aber kein anderer da gewesen, weiß ich nicht was dann passiert wäre. Keks liebt Kinder über alles. Ich kann ihn vor der Schule anbinden. Jedes Grundschulkind kennt ihn und wirklich alle kuscheln mit ihm usw. immer wenn ich die Kinder von der Schule abhole will er mit und es sieht komisch aus aber die anderen Eltern haben sich daran gewöhnt: Keks kommt an die Schule und legt sich relativ mittig auf den Boden und wartet auf seine Streicheleinheiten, die er auch bekommt. Kann eventuell ein Erziehungsfehler sein, aber der steht schon an der Türe wenn nur das Wort Schule fällt.
Ich hab ihn als die Nummer Eins erzogen im Bezug bei mir. Mein großer Fehler das ist . Ich streichele aus Prinzip andere fremde Hunde nicht wenn meiner dabei ist. Zum einen gibt es Besitzer die das nicht immer wollen und zum anderen ich mag auch nicht immer. Und ehrlich gesagt ich bin nicht die große Kuschelmaus. Ich gebe auch keine Leckereien wenn andere Hunde anwesend sind außer wir sind mit unseren Hundefreunden unterwegs ohne fremde Hunde. Seinen Schäferhund Freund da hat es sich das von selbst geregelt. Beim ersten Mal nach dem Vorfall Spaziergang haben sie sich nicht angeschaut am nächsten Tag haben sie sich gegenseitig wieder geputzt und am Maul abgeschlappert. Beide erkunden ohne Leine zusammen wieder Wald und Wiese und es ist wirklich entspannt. Nur der Labrador ist ein wirklich großes Problem. Auch habe ich mit anderen Besitzern mit denen ich früher viel gelaufen bin mich unterhalten und mich gewundert warum diese nun zu anderen Zeiten laufen als ich und ich sie lange nicht gesehen habe. Die Antwort war bei allen dreien beängstigen für mich, da sie alle erzählten, das durch mehrere Vorfälle wie bei mir sich ihre Hunde im letzten Jahr so charakterlich beim Spaziergang geändert haben, dass sie nun wirklich auf jeden Hund selbst losgehen. Auch sie bestätigten mir, dass sie es sehr schade finden, da Keks wirklich für ihre Hunde immer eine Wohltat war, da er so schön ausgeglichen ist. Er lässt andern ihre Ruhe wenn sie nicht mehr wollen und spielt aber auch mit wenn sie spielen wollen. Ich habe das auf dem Weg am Abend zum Auto nun selbst erlebt. Der eine ist ein großartiger auch heute und früher war er ein super sozialisierter Hund gewesen und nun wollte der auf meinen Zwergdackel los der neben mir zum Auto ging. Da ist es aber so, dass die Besitzerin auch sofort reagiert und ihren an der Leine usw. hat. Und das will ich nicht bei meinem Keks. Er muss nicht von allen Hunden geliebt werden aber ich möchte nicht dass er aggressiv generell bei allen Hunden wird. Wir arbeiten jetzt mit Trainer. Und ich werde sehen wie es weiter gehen wird. Mein Ziel ist es meinen Aussi nicht zu einem Kampf-Plüschbomber werden zu lassen, sondern dass er wieder weiß er kann sich auf mich verlassen und entspannt durch das Leben gehen.
Ob eine Kastration noch etwas helfen würde weiß ich nicht. Habt ihr eure alle kastriert oder nicht? Ich hatte schon Rüden die mit 16 mich nicht mal kastriert werden mussten aber das war zu einer anderen Zeit.
 
Dabei
6 Jul 2017
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#10
Zur "stürmischen" Begrüßung: Ich kenne das von unseren Aussies nicht, dass sie sich hinlegen und losstürmen. Auch mein lebhafter Rüde hat das nie gemacht. Stürmt er dann geradeaus auf die anderen Hunde zu?

Habt ihr mal eine Hundebegegnung gefilmt und euch in Kleinst-Abschnitten angeschaut? Vielleicht auch eine mit den "befreundeten" Hunden? Ich möchte niemandem zu nahe treten aber Hunde kommunizieren so fein, dass man seltenst alles in Echtzeit erfassen und verarbeiten kann. Was hat Dir der Trainer denn geraten, wie Du künftig mit solchen Angriffen umgehen sollst/wie Du dich verhalten sollst?

Wir hatten im Dorf eine Schäferhündin, die auf alle Hunde losgegangen ist. Wenn der Besitzer gesehen hat, dass jemand mit Hund kommt, hat er sie angeleint. Wenn uns die Hündin mit unseren Hunden gesehen hat, ist sie aber auch mal übers Feld gekommen oder dem Besitzer schon abgehauen, als wir noch mehrere hundert Meter weg waren. Ich habe meine Hunde dann hinter mich geschickt bzw. wenn wir zu zweit unterwegs waren, meinem Freund in die Hand gedrückt und habe die Hündin weggeschickt. Mit meinen Hündinnen geht das, weil sie mir zutrauen, dass ich das regle und hinten bleiben. Mein junger Rüde ist ein kleiner "Möchtegerngroß", er kommt mit nach vorne und will übernehmen. Er traut es mir nicht zu und daran arbeite ich derzeit. Allerdings hilft es nichts, wenn ich das nur in Hundebegegnungen übe, denn sie sind nur der Teil, in dem es sichtbar wird, dass er mir das Regeln (noch) nicht zutraut, viel mehr arbeiten wir an anderen Alltagssituationen.

Was macht Dein Hund, wenn Du ihn hinter dich schickst?

Puh. Das Thema Kastration ist schwierig. Mein bald 3-jähriger Rüde ist intakt und ich habe nicht vor, ihn kastrieren zu lassen, wenn es keinen driftigen Grund dafür gibt. Euch würde eine Kastration meiner Meinung nach nur helfen, wenn die Angriffe aufgrund des Hormonstatus Deines Rüden passieren.
 
Dabei
7 Mrz 2017
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#11
Los stürmen da fällt auch Boden Robben darunter. Eventuell beschreibe ich es blöd. Er legt sich mit Vorderteil in Richtung Boden, Hinterteil ist oben Schwanz wedelt, Ohren sind aufgestellt, dann rennt zu seinen Freunden hin macht meistens erst noch ne Kurve dann wird einmal links einmal rechts im ganzen Rudel zusammen gerannt. Kann auch sein dass er mitten drinnen stehen bleibt bevor er bei ihnen ist und zu mir kommt und die sich dann alle bei mir sammeln. Bei seiner Lieblingshündin robbt er auch langsam vor bis er bei ihr ist bleibt dann liegen und sie stürmt um ihn herum. Ich glaube die Wortwahl ist da blöd von mir. Bei seinen Rüdenfreunden hat man das Gefühl er sieht sie er freut sich rennt dann in ihre Richtung und die machen das ehrlich gesagt auch nicht anders bei ihm.

was macht er wenn ich ihn hinter mich schicke? Bei ruhigen Situation geht er brav hinter mich. Bei zum Regeln Situationen lässt er mir den Platz, dass ich mich vor ihn stelle. Er beobachtet dann zwischen meinen Beinen durch oder links an mir vorbei. Er sucht dann auch häufig mit seinen Augen mein Gesicht und lässt mich dann meine Aufgabe erledigen. Wenn die Situation vorbei ist wird mir erzählt durch ein kleines Jammern. Das hört dann auch schnell auf wenn ich dementsprechend reagiere mit einem mittleren Nein. Dann ist er wieder entspannt und läuft mit mir weiter.
nur wenn der andere Hund an mir vorbei kommt hab ich dann das Problem. Da bekomme ich ihn nicht raus aus der Situation. Wie gesagt ich kann damit leben anderen Hunden die mit meinem nicht gut gehen zu meiden, aber ich weiß nicht wie ich mit den Besitzern umgehen soll, denn wir haben hierunter mehr Leute die der Meinung sind Hunde können das selber regeln sie müssen da nicht um die Erziehung kümmern oder ihren Hund gar an die Leine nehmen. Das kann ich nicht verstehen. Ich meine du kannst deinen Hund noch so toll erziehen und Vertrauen aufbauen, aber wenn du öfter blöde Situationen hast kann alles vergebens gewesen sein. Und genau das will ich nicht.

wo mein Hund nicht gut reagiert ist wenn man schimpfend auf ihn los geht. Er ist eine ruhige leise und eventuell zu liebevolle Gangart gewohnt mit verbalen Befehlen. Genauso auch mit Handzeichen. Eine Freundin hat ihn ja öfter mal am Wochenende und wie sie so schön gesagt hat bei ihm hat sie gelernt nen süßen Tonfall zu benutzen da folgt er wie ne 1, aber um so härter der Ton wird umso weniger folgt er, er schaut dann einen nur ganz groß an. Das ist meine Art gewesen und da ich ihn fast alleine erzogen habe sind auch ein böses aus zuckersüß im Tonfall und er befolgt es ohne zu murren. Mit zuckersüß meine ich schon bestimmt aber keinerlei Aggression in der Stimme und ich muss auch ihn nicht anschreien. Wenn andere Besitzer ihre Hunde anschreien schaut er die auch immer ganz groß an.

Das habe ich mit der Kastration auch gedacht. Ansonsten sehe ich keinen Grund dafür. Andere Besitzer sind nur der ständig der Meinung alle Rüden müssen kastriert sein. Deswegen wollte ich wissen, ob ihr habt oder nicht.
 

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