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Immer mehr "Problemaussies"?

Dabei
18 Mrz 2012
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#1
Eins direkt vorweg: Ich spreche hier von niemand bestimmten, möchte auch niemanden angreifen, beleidigen oder sonstwas, sondern ganz sachlich und neutral über etwas reden, was mir in letzter Zeit verstärkt auffällt

Ich habe das Empfinden, dass es immer mehr Aussies (oder vielleicht Hunde allgemein?), gerade auch Welpen gibt, die einiges an Problemen mit sich bringen. Damit meine ich jezt nicht übliche, normale Dinge, die ein Hund erstmal lernen muss, also Rückruf, Leinenführigkeit etc., sondern z.B. das, was viele User hier über ihre Welpen schildern: Extremes Zwicken, Beißen, Knurren, Unruhe, Hochdrehen, Bellen und co. Kommt mir das nur so vor, oder nimmt das immer mehr Überhand? Woran könnte das eurer Meinung nach liegen?
 

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Dabei
16 Jul 2013
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#2
Ist mir auch aufgefallen, allerdings bin ich noch recht frisch und neu im Forum. Kann natürlich nicht erahnen wieso es so ist, wie es eben so scheint. Ich hab ständig das Gefühl Neelix ist entweder nicht normal oder vielleicht bin ich zu streng? Neelix bellt daheim und auch so nicht (ausnahme war die Messe in Erlangen wo er Hazel zum spielen auffordern wollte), er springt niemanden an, er zwickt nicht (einmal da wurde er kräftig angeknurrt seitdem nie wieder). Er lässt sich super abrufen, ist zwar nicht reserviert aber auch nicht misstrauisch oder bekommt schnell Angst, Kindern gegenüber ist er sehr vorsichtig (und das als Welpe).

Keine Ahnung wieso aber wir haben Null Komma Null Probleme, außer Bindungsprobleme am Anfang aber seitdem läuft es. Und wenn mal was war dann gabs beim ersten mal eine riesige Ansage und seitdem ist das nie wieder passiert. :)
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#3
Also ich hab Joey als Welpen schon als recht unruhig und forsch empfunden, aber wenn ich so lese, was manche hier erzählen, da war er echt ein Engel. Klar, Welpen und Junghunde schlagen mal über die Stränge, müssen sie ja auch, aber so krass war es bei uns auch nie. Und wenn gabs auch immer direkt ne Ansage, dann wurd das vielleicht 2-3 Mal "ausdiskutiert" und die Sache hatte sich- bis auf eben so typische Unarten wie Anspringen von Leuten, aber das rechne ich jetzt auch nicht zu den oben aufgeführten Sachen. Fehlt es vielleicht manchmal an "Mut", einfach mal deutliche Grenzen zu ziehen? Oder sind vielleicht die Hunde schon durch Züchtung "vorbelastet"?
 
Dabei
20 Jan 2013
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#4
Ich habe oft das Gefühl, das gerade Besitzer von aktiveren Hunden oft meinen ich muss den Kleinen doch beschäftigen, sonst nimmt der mir die Bude auseinander.
Man braucht viel Geduld, um manche Dinge wirklich auszusitzen. In der Hundeschule ist mit uns auch ein Aussie. Und der konnte schon recht früh jegliche Tricks etc und das schon als Welpe.
Crusher hat in den ersten Wochen (bestimmt 8 Wochen) nur Ruhe gelernt und Kleinigkeiten. Klar hat er auch Flausen im Kopf, aber er nimmt uns nichts auseinander, bellt und zwickt nicht. Mist macht allerdings der andere Aussie. Frauchen über den Haufen rennen, pöbeln, Wände anfressen etc.

Ich glaube das man den Zwergen einfach Ruhe gönnen sollte, egal welche Rasse! :)
 
Dabei
16 Jul 2013
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#5
Denke mit der Züchtung wird es nichts zu tun haben. Hazel und Neelix sind ja Vollblutgeschwister und scheinen sich in vielem zu unterscheiden. Vielleicht liegt es in dem Fall daran, das Neelix länger bei der Züchterin war? Wobei das auch nur eine Woche länger war. :confused: Ich muss allerdings sagen ich sehe in Neelix auch keinen Welpen, sondern einfach (m)einen Hund. :) Mein Freund sagt öfters mal: "der ist doch noch ein Baby." Trotzdem weiß er in meinen Augen schon was er darf und was eben nicht. Sicherlich wird er irgendwann wieder versuchen Grenzen auszutesten, spätestens in der Pubertät.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#6
Das ist mir auch schon aufgefallen und ich hab mich auch schon gewundert. Ich könnte mir unter anderem folgende, ungünstige Kombination vorstellen:

* Aussies bringen einige Eigenschaften mit die unter Umständen das ganze begünstigen (Wach- und Schutzinstinkt, Reizempfänglichkeit, Trieb ...)
* kommt dann eventuell noch ein Vermehrer dazu, der keine Ahnung von guter Sozialisierung oder Auswirkung einer Verpaarung hat
* und jemand der seinen Hund keine klaren Grenzen aufzeigt

dann kann ich mir vorstellen dass das ganze ein explosiver Mix werden kann. Ich kenn das auch über andere Rassen, man braucht ja nur mal zu lesen wieviele Hunde im Tierschutz landen weil sie plötzlich einmal schnappen. Und die Betonung liegt auf EINMAL - solche Dinge werd ich nie verstehen. Wenn Emma schnappen würde, dann hätte ich kein Problem die deutlich zu korrigieren - ABER ich würde sie nie und nimma gleich in den Tierschutz abschieben, sondern mich fragen wo was wie schief läuft.

Doch so ist es, als Welpen wird das noch hingenommen - dann wird der Hund 1 Jahr und plötzlich sind es nicht mehr kleine Welpenzähnchen, sondern der Hund schnappt halt richtig. Und dann bricht die Welt zusammen - und ausbaden muss es der Hund. Ich bin jemand der absolut für eine gute Züchter ;) gute Sozialisierung, gute Verpaarung (zu mir passend) und faire, klare Erziehung ist. Bei Emma hat es funktioniert, ich hoffe beim nächsten Hund wieder :)


Ich glaube das man den Zwergen einfach Ruhe gönnen sollte, egal welche Rasse! :)
Und dem stimme ich 100% zu.
 
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19 Jun 2013
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#7
ich glaube nicht, dass es Ueberhand nimmt, ich vermute, dass die Leute sich mittlerweile einfach trauen darueber zu reden und bereit sind, sich bei Problemen Hilfe zu suchen. Hunde sind ja heutzutage Familienmitglieder. Damals gab es bestimmt auch Probleme, aber wenn der Hund da Probleme bereitet hat, kam er weg. Ich kenne keinen der seinen Hund bei Problemen abschieben wuerde, es wird halt mehr an den Problemen gearbeitet, deshalb vielleicht der Eindruck, dass es mehr gibt.

So viel zu meiner Meinung :D
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#8
Super Beitrag, Yuki!!! Kann antürlich gut sein, dass da viele Faktoren zusammenkommen

Vicky, das mag natürlich auch sein. Aber allein wenn man hier mal guckt- in den letzten Monaten sind so viele Threads über extreme Probleme mit Welpen!!! entstanden, die gerade mal ein paar Tage im neuen Zuhause waren- da fragt man sich schon, wie das so plötzlich so zunehmen kann und ob es wirklich nur an dem Mut liegt, nachzufragen
 
Dabei
31 Okt 2012
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#9
Ich kenne keinen der seinen Hund bei Problemen abschieben wuerde, es wird halt mehr an den Problemen gearbeitet, deshalb vielleicht der Eindruck, dass es mehr gibt.
Schön wärs ... :( Der Tierschutz zeigt aber da ganz ein anderes Bild! Meine Freundin arbeitet ehrenamtlich seit fast 10 Jahren im Tierschutz - so schlimm wie momentan war es noch nie. Klar arbeiten viele Leute auch dran, man halt viel mehr Möglichkeiten auf Informationen zuzugreifen und viele Leute nutzen das auch - das ist toll!

Doch leider nimmt auch extrem zu dass JEDER einen Hund will und das dieser entsorgt wird wenn er nicht dem Bild des "best friend forever" entspricht, dem einem die heilen Filmwelt vorgauckelt.
 
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19 Jun 2013
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#10
vielleicht liegt es auch mit daran, dass der Aussie gerade zu einem Modehund wird. So viele wollen einen Aussie haben. Oft auch Leute die null Hundeerfahrung haben. Ich persoenlich finde, dass ein Aussie kein Anfaengerhund ist. Haetten wir vorher keinen Hund gehabt, haetten wir so manches Problem, das Caillou aus der vorigen Haltung mitgebracht hat, bestimmt nicht loesen koennen bzw wesentlich verschlimmert!
Und beim Welpen kommt natuerlich dazu "ohhhh ist der suess! Ohh der kann sogar bellen, ist ja noch viel suesser. Das muessen wir gleich mal bestaerken." usw.

Im Bekanntenkreis gab es auch den Fall (kein Aussie), dass vom Hund viel zu viel erwartet wird. Der Hund muss funktionieren. Tut er das nicht, gibts n Klapps. Und das bei einem 5 Monate alten Welpen bzw Junghund, der gerade mal 1 Woche im neuen zu Hause ist. Da sind doch Verhaltensstoerungen vorprogrammiert.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#11
Also zu allererst schließe ich mich mal Yuki an :)

als weiteren Punkt vertrete ich die Meinung dass viele einfach auch selbst wahnsinnig unter Druck stehen und das dem Hund weitergeben. Weiterhin habe ich das Gefühl dass manche echt zuviel von so einem jungen Hund haben und teilweise völlig überzogene Ansprüche und Erwartungen an ein Hundekind haben. Ein welpe zwickt nunmal, der bellt auch mal, der springt, der hüpft, reißt, der macht alles und setzt sich damit mit seiner Umwelt auseinander...
Letztens hab ich erst wieder welche beim Spaziergang getroffend, haben sie mir gaaanz staunend erzählt dass ihr kleiner Labbiwelpe auch gern mal auf den Finger rumkaut.. Nein, welch eine Neuheit!!

Einfach auch mal Hund Hund sein lassen, drüber nachdenken dass das halt eben ein Hund ist (man merkt hier schließt sich der Kreis :D:D ich bekomms grad ned besser hin :D) und einfach mal so reagieren wie man meint und gut ist. Man kanns auch anders ausdrücken, nämlich Hunde kommunizieren analog und wir menschen analog und digital... analog werden beziehungen und Intentionen vermittel, digital sachinhalte... Ich denke man merkt worauf ich rauswill :D
 
Dabei
20 Jan 2013
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#12
Das denken aber leider ganz viele, das die funktionieren müssen! Ist ja auch richtig, aber das ist immer noch ein Tier, dem man auch viel Zeit und Geduld entgegenbringen muss.
Man erlebt das immer wieder in der Huschu! Und wenn die Größer sind knallts. Dann hab ich auf einmal einen "Problemhund"
 
Dabei
16 Okt 2012
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#13
Wenn ich mir so angucke was es heutzutage alles gibt...
Da gibts "Tricktreffs" für Welpen und Junghunde, da müssen die Slalom und was weiß ich nicht mit 4,5 ,6 Monaten lernen...

Welpenfrüherziehungskurse...

Ich höre das auch immer von meinen Eltern wenn ich mal bei einem bin " der Hund ist jetzt 13 Monate der MUSS doch schon hören" - ( ja wir waren vlt von Emmy verwöhnt, aber Emmy ist nicht Nilesh und Nilesh nicht Emmy)
Heutzutage herrscht ein totaler Druck der Welpe, Junghund, Hund MUSS das, das ,das können und zwar von heute auf morgen.
Es gibt Agi,Obi,DD,Longieren,Hüten,Hunderennen, was weiß ich nicht...
Es ist einfach ZU VIEL ...

Dann hört man doch immer und immer wieder -speziell der Aussie MUSS beschäftigt werden, jeden Tag mind 24 h ...
Da stell ich mir die Frage wenn sich damit jemand überfordert fühlt ( tja nicht informiert, falsch informiert) WARUM holt man sich dann so einen Hund?
 
Dabei
7 Jan 2012
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#14
Ich glaube auch, dass Hund ja einfach nach den Vorstellungen von Herrchen und Frauchen funktionieren soll. Immer weniger kann er einfach nur mal Hund sein. Er hat keine sinnvolle Aufgabe mehr und wird in das menschliche Leben integriert. So gesehen sollten sich viele Leute sicher keinen Hund anschaffen. Ich bin nicht generell gegen die Haltung auch in der Stadt, aber einige Bedingungen für eine glückliches Hundeleben sollten doch beachtet werden und dass ist nicht nur nebenan die Parkanlage. Muss Hundi bei Regen unbedingt einen Mantel bekommen? Warum denn? Soll er sich doch richtig schütteln dürfen, auch wenn ich hinterher alles sauber machen muss.

LG Biggi mit Jacki
 
Dabei
31 Okt 2012
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#15
Muss Hundi bei Regen unbedingt einen Mantel bekommen? Warum denn? Soll er sich doch richtig schütteln dürfen, auch wenn ich hinterher alles sauber machen muss.
:D Also ich bezweifel das ein Mantel aus einem Hund einen Problemhund macht :D Emma hat auch einen Regenmantel, einfach weil ich gerne 1h oder mehr durch den Regen gehe und es nicht sein muss dass sie dann komplett durchnässt ist. Ich hab noch nicht festgestellt dass sie sich deswegen weniger als Hund fühlt oder mit Verhaltensaufälligkeiten kompensieren muss :D Schütteln darf und tut sie sich trotzdem.

Ich bin auch dafür dass ein Hund Hund bleiben darf - doch genauso finde es total witzlos wenn sich zB meine Freundin rechtfertigen muss warum ihr Hund im Winter einen Mantel trägt. Richtig böse wird die deswegen angemacht. Meine Güte... letztendlich trägt diese Hick/Hack zwischen den Hundehaltern nur dazu bei, dass der Druck wächst und damit der Druck auf den Hund wächst.
 
Dabei
7 Jan 2012
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#17
Yukiko- war ja nur ein Beispiel, meinte damit, dass viel Hundi nur nach ihren Bedürfnissen und nicht nach den Bedürfnissen des Hundes halten.

LG Biggi mit Jacki
 
Dabei
24 Sep 2012
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#18
Kann es nicht einfach sein dass das Forum immer mehr wächst (also immer mehr Mitglieder) und deshalb auch mehr Probleme geschildert werden- kann ja auch proportional gestiegen sein. Bzw das sich viele Leute einfach anmelden um Hilfe zu bekommen? oder die Leute machen sich immer mehr Gedanken um ihre Hunde? Bei uns wirst sicher nicht viele Menschen finden die einen "Problemhund" haben- aber nur weil sie die Probleme nicht sehen weil sie keine Ahnung von Hunden haben und gar nicht merken wenn etwas zum Problem wird (ja dann zieht der halt an der Leine, ja dann bellt und knurrt d er halt andere Hunde und Menschen an). Ich denke es gibt so viel Wissen über Hunde und desto mehr man sich informiert, desto mehr wird einem ein Problem bewusst und man will daran arbeiten und dann fragt man halt in einem Forum nach.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#19
ich denke auch das sich vorallem die leute an ein forum wenden die probleme haben. leuten bei dennen alles super läuft und die nicht so die www-freaks sind werden sich nicht an ein forum wenden. auch ist das www mittlerweile fast in jedem haushalt vorhanden. früher war das ja auch nicht so extrem...
 
Dabei
31 Okt 2012
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#20
Im Prinzip geb ich Euch Recht wenn es eben um so normale Dinge / Problemchen geht - doch Anna meint ja explizit wenn der Welpen / Hunde extremes Verhalten zeigt (siehe Zitat von Anna).
Das nimmt wirklich die letzte Zeit sehr zu - hier im Forum, aber auch was ich so aus dem Tierschutz so höre.

Damit meine ich jezt nicht übliche, normale Dinge, die ein Hund erstmal lernen muss, also Rückruf, Leinenführigkeit etc., sondern z.B. das, was viele User hier über ihre Welpen schildern: Extremes Zwicken, Beißen, Knurren, Unruhe, Hochdrehen, Bellen und co.
 
Dabei
18 Jan 2013
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#21
Hallo!

Ich gehe auch zur Hundeschule und ich erlebe dort einen schwierigen Aussie. Es ist der erste Hund der Familie. - Jetzt würde ich natürlich gerne wissen: wie viele, die sich hier wegen ihres (schwierigen) Welpen melden, sind Ersthundebesitzer? Oder besser Erstwelpenbesitzer.

Meinen ersten Hund habe ich erwachsen bekommen. Habe einiges verstanden und gelernt und dann kam der erste Welpe. Meine Güte! Was habe ich viel falsch gemacht! Was habe ich mit diesem Hund zu kämpfen (gehabt)! Und wenn es ein Forum gegeben hätte, dann hätte ich ganz sicher ähnliche Dinge gepostet, wie ich hier lese. Dabei war ich in der Hundeschule. Nur haben die aus einem anderen Blickwinkel beraten. Es ging darum, Sporthunde zu "bekommen". Dabei wollte ich nur einen alltagstauglichen Hund.
Hier bekommt man Ratschläge, ohne dass es dem Ratschlag-Geber nützt. Das macht ganz sicher einen Unterschied aus.

Und ich glaube, wenn man bestimmte Dinge mit seinem Welpen erreichen "muss", dann wird es in den Punkten immer schwierig. Ein Beispiel bei uns ist Hund mit zur Arbeit nehmen. Darek war immer brav zu Hause. Ausgeglichen und vorbildlich (nun ja, so wie es passend für einen Welpen ist halt). Im Büro ging es gar nicht. Jetz weiß ich, dass es an mir lag. Ich habe auf einige seiner Anzeichen reagiert. Zu Hause habe ich sie gar nicht so wahrgenommen. Im Büro sollte er nicht stören, sollte unauffällig sein. Nun, das hat nicht geklappt.
Manche solcher Ziele hat man einfach. Der Hund muss alleine bleiben können, weil bald der Urlaub um ist. Der Hund muss stubenrein werden. Der Hund darf nicht knabbern wegen den Kindern. Was auch immer. Und ich vermute, dass man bei diesem Druck anders mit dem Hund umgeht und es sich genau falsch herum auswirkt.

Liebe Grüße, Tanja
 

Katja85

Katjas Heartbreaker :-)
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31 Jan 2012
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#22
Huhu Anna,

ja mir ist das auch schon hier aufgefallen...und ich denke aber das es auch sehr daran liegt das die Besitzer sich denken (und gerade die die weniger Erfahrung haben!) so nen Aussie muss man fordern...und gerade das ist meiner Meinung nach bei einem Welpen, wie bei ner anderen Rasse auch, überhaupt nicht wichtig.

Ich hab mir da bei Spicy null Gedanken gemacht, also ich war nicht der Meinung das ich ihn viel fordern muss und ich hatte und habe echt einen seeeeeehr ruhigen und ausgeglichenen Hund, das zeigt mir das ich da alles richtig gemacht habe und es auch wieder so machen werde.. :)

Anfangs macht man da glaube ich einfach zu viele Gedanken, besonders die neu-Hund-Besitzer,

LG
Katja
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#23
NAja, Joey ist auch mein erster Hund, und ich hab mir auch viiiiiieeeeele Gedanken gemacht, aber solche Probleme hab ich bis jetzt zum Glück nicht- und ich würde auch nicht so pauschal sagen, dass der Aussie nicht für Ersthundebesitzer geeignet ist. Alelrdings glaube ich auch, dass man den Hund oft zu wenig Hund sein lässt (wobei ich das jetzt nicht an nem Regenmantel festmachen würde, der ist halt manchmal einfach praktisch) und zuviel erwartet, zuviel Druck aufbaut. Ein Welpe muss bei viielen in den ersten Tagen schon Sitz, Platz, PFote lernen, muss schon mit Beißhemmung zur Welt kommen und wissen, was er darf und was nicht- kann ja kein Hund leisten
 
Dabei
15 Jun 2008
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#24
Ich glaube, dass es wenig "echte" (schwer/nicht lösbare) Problemfälle gibt; egal ob Aussie oder jede andere Hunderasse.

Ich glaube, dass ein gut sozialisierter Aussie, egal welcher "Linie" bei jedem offenen, willigen, flexiblen und gut aufgeklärten Besitzer zurecht kommen kann und er/sie mit ihm.

Ich glaube, dass viele ihren Hund bzw. die Rasse unter falschen Erwartungen und ohne ausreichende Beratung wählen.

Ich glaube auch, dass der Hund - egal welcher Rasse - heute eine andere Rolle in Gesellschaft und Alltag einnimmt und damit anderen Aufgaben/Erwartungen gegenüber steht, die er nicht immer vollends erfüllen kann (und muss?!?).

Ich glaube zudem, dass es heute einen großen und gut funktionierenden Markt zum "Problemhund" gibt, der gesättigt werden möchte ............
 
Dabei
1 Okt 2012
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#25
In unserer Hundeschule ist auch nur ein weiterer "normaler" Aussie, der erst neu dazu gekommen ist.
Sonst sind sie alle irgendwie "gestört".. Entweder aggressiv oder überdreht.

Simba ist eigentlich fast immer total ausgeglichen , ruhig und beißt/zwickt nicht. Was ja eigentlich selbstverständlich sein sollte. Wenn mein Hund mich zwicken würde, hätte ich schon längst dran gearbeitet bzw. es nicht geduldet, dass er überhaupt soweit geht.
Er kann auch ohne Probleme neben dem Parcours liegen. Sogar wenn total aufgedrehte , dauerkläffende Hunde gerade dran sind(das macht der eine sogar beim Fuß gehen :eek:). Davon haben wir 2 in unserer HuSchu..
Hach, ich liebe ihn einfach. :D
 
Dabei
7 Okt 2013
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#26
Hi,

mir ist zu dem Thema gerade wieder ein Spruch eingefallen, den ich in irgendeinem Forum in irgendeinem Fred gelesen habe, nämlich: "Das größte Problem eines Hundes ist das andere Ende der Leine!" (Den find ich übrigens cool, ich glaub den übernehm ich in meine Signatur :p)

Ich möchte hier niemanden anprangern, ganz bestimmt nicht (versprochen :D), trotzdem glaube ich, dass in dem Spruch schon ein ganz gewaltiges Stück Wahrheit steckt.

Ich muss mich jetzt hier mal als (noch) Nicht-Hundehalter outen. Jaja, ich weiß, die wollen immer alles am besten wissen *g*. Ne, aber mal ehrlich. Ich beschäftige mich jetzt seit ca. 2 Monaten mit der Thematik Hund, da wir ja planen uns einen Wauz anzuschaffen und was mir als Noch-Außenstehender aufgefallen ist in der zugegebenermaßen recht kurzen Zeit, ist die Tatsache, dass viele Leute einfach verunsichert sind und in vielen Foren noch zusätzlich verunsichert werden. Es gibt Foren (damit meine ich NICHT dieses, sonst wäre ich nicht mehr da), da graußts einem beim Lesen, weil Neu-Hundehalter erst mal niedergemacht werden, anstatt dass man ihnen ihre Fragen sachlich beantwortet, denn woher sollen sies denn auch wissen.

Ich glaub echt, dass viele Leute einfach total unsicher sind und sich teilweise einfach nicht abgrenzen können und das dann natürlich auf den Wauz übertragen. Entweder sie informieren sich zu wenig im Vorfeld und meinen, das wird schon werden und wenn sie ne Hundeschule besuchen wird das ausreichen, ohne sich über die Rassemerkmale informiert zu haben und überlegt zu haben, ob die Rasse oder der Hund überhaupt mit dem Alltag vereinbar ist. Oder sie machens so wie ich und informieren sich wie Süchtlinge in fast jeder freien Minute und sind dann verunsichert, weil sie 1000 gegensätzliche Meinungen zu nem Thema haben - aber keine EIGENE Meinung mehr *g*. Letzteres trifft GsD auf mich nicht zu, ich kann mich da abgrenzen und mir meinen Teil denken, ich bin ja schon groß :), aber das kann halt nicht jeder.

Ist ja wie mit der Kindererziehung. Heißts da auch nicht immer: "Früher hatte die Jugend noch Anstand" usw.? Alles Erziehungssache.

Schönen Abend noch :p

Grüßle
 
Dabei
8 Okt 2013
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#27
Ich sehe diese Veränderung der von mir gerne so genannten "Terrorknöddel" allerdings nicht nur bei Aussies sondern bei vielen aktiven Hunderassen?
Bestes Beispiel sind doch die Jack Russel ? Ich bin/ war überzeugter Jack Russel Fan, habe inzwischen vier Stück selbst besessen und habe bis auf meinen letzten "Indigo" NIE einen so genannten "Problemhund" gehabt. Indigo kam aus mittlerweile vierter Hand, weil seine Besitzer immer wieder mit dem für die rassetypischen Verhalten überfordert waren. Ein Jack Russel der Kaninchen hetzt finde ich hingegen völlig normal. Wenn nun aber die Nachfrage nach Jackies steigt, dann wird auch mal ein triebiger mit einem triebigen Hund verpaart und schon habe ich ggf einen überdrehten, der auch Kinder jagt, wenn er nicht ausgelastet wird.

Ähnlich verhält es sich meiner Meinung nach auch mit Aussies... ihr dürft mich gerne korrigieren, aber bilde mir zumindest ein, dass der Aussie als weniger anstrengender, optischer sehr nahe am BC liegende Hunderasse gerade sehr in Mode kommt. Bei uns laufen zur Zeit im Umkreis von 10 Kilometern 23 Aussie Welpen herum. Das finde ich für eine Rasse viel und ich denke auch hier, wird vielleicht ein hippeliger/ schwieriger Hund dann auf nachfrage mit einem ähnlichen Hund gekreuzt und schon habe ich einen Aussie der in meine Hacken beißt und meine Kinder hütet... und das der Hund dann in die Hacken, Hände beißt ist eigentlich ganz normal denn so treibt der Hüttehund nun mal sein Vieh bzw mein Kind dann zusammen.

Und ja, ich denke der Trend geht auch dazu, Probleme mit Hunden inzwischen anzusprechen. Immer weniger Leute wollen ihren hund irgendwie handeln und verstecken sondern eben wirklich einen Begleiter im Alltag haben und dazu muss man das Problem ansprechen. Und wo ginge das besser als bei Hundehaltern der selben Rasse, die eben vielleicht das selbe durch gemacht haben...

Nur so ein paar Gedanken eines Noch nicht Aussie Halters.
 
Dabei
11 Nov 2012
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#28
Ich denke es spielen viele Faktoren eine Rolle.
Fangen wir vorne an - Die Zuechter!!
Die wenigsten der ueberall aus dem Boden schiessenden Zuechter haben Ahnung von dem was sie da verpaaren und wundern sich, dass aus netter Mutter+nettem Vater nicht = nette Welpen werden.
Daraus folgt - Genetik laesst sich nicht bescheissen und wesensschwache Welpen und teilweise auch Zuchthunde machen es ihren Besitzern schwer.

Zweites Problem - Ersthunde bzw. Welpenbesitzer!!!
Auch wenn ich dafuer sicher gelyncht werde, aber ich halte die Arbeitshunderassen nicht unbedingt Ersthundegeeignet. Es gibt natuerlich einige Ersthundebesitzer die das gut hinbekommen bzw. mit den Problemchen gut leben koennen, auf der anderen Hand gibt es aber auch einige, die einem Aussie und dessen Rassetypischen Eigenschaften nicht so ganz gewachsen sind. (siehe Aussies in Not, DHD24 usw.)
Man kann einen Hund nicht unbedingt mit Checkliste und Buechern gut erziehen. Viele Leute wuenschen sich, eine Checkliste und harken da dann gerne die Punkte ab, die sie "erledigt" haben. So funktioniert das aber nun leider nicht.
Und ich sag es einfach so, fuer Hundeerziehung braucht man ein gewisses Bauchgefuehl fuer Timing, fuer Aktion und Reaktion usw.
Viele Ersthundebesitzer analysieren so viel, da ist jede Reaktion zu spaet. Genauso das clickern. Eigentlich eine wunderbare Sache, wenn es nicht Leute gaebe, die meinen es unglaublich gut, haben aber das schlechteste Timing von der Welt, bzw. sehen noch nicht mal, wann der richtige Moment zum clickern waere und wundern sich dann, dass es in die Hose geht. Training und Erziehung sind in meinen Augen unterschiedliche Dinge.
Dazu kommt jetzt noch, dass es leider mehr schlechte Welpenschulen gibt als gut.
Erfahrene Hundehalter meiden Welpenstunden normalerweise wie der Teufel das Weihwasser und das aus Gutem Grund. (ausser die Welpenstunde ist eine der wenigen guten ;) )

Dann kommen wir zu einem ganz wichtigen Punkt, naemlich was nach Meinung vieler Besitzer ein Aussie koennen muss!!! Er muss die Stadt abkoennen, viel Besuch abkoennen, schreiende Kinder abkoennen, nicht jagen, nicht bellen, nicht bewachen, nicht schuetzen, bloss nicht hueten, usw. usw.
Der Rasse also komplett entgegen. Ein Aussie ist nunmal kein Labrador und waere er einer haette ich keine Aussies!!!!

Dann gehen wir weiter, ich denke viele Menschen machen aus einer Muecke einen Elefanten. Ja das zwicken von Welpen nervt, aber es gibt ein paar ganz einfache Regeln, spiele nicht mit deiner Hand in der Welpenschnautze herum, lasse dich niemals von dem Welpen zwicken ohne nicht postwendend, am besten reflexartig, dem Kleinteil das doch sehr deutlich zu machen, dass das nicht geduldet wird. Ehrlich, ich wuerde mit einem 12 Wochen alten Welpenbaby sicher keine Diskussionen beginnen, die habe ich in der Pupertaet noch frueh genug.

Es kommt noch mehr sorry. Dann dieser Druck unter dem manche meinen zu stehen, weil sie einen Aussie haben und der doch so schnell lernt. Was den meisten Welpen gut tun wuerde ist, nicht staendig im Mittelpunkt zu stehen, sondern mal den Thron zu verlassen und einfach mitzulaufen. Nicht staendig die Uhr zu stellen, wie lange war ich jetzt mit Welpi draussen? , Wie lange habe ich trainiert? Habe ich ihn heute eigentlich schon geistig beschaeftigt? usw.
Einfach mal ruhig Blut und back to the roots. Der natuerliche Platz eines Hundes, ist sicher nicht auf einem Thron und das ganze Leben rotiert um dieses gottgleiche Lebewesen. Ich habe drei Hunde und davon kommt immer mal wieder einer zu kurz. Und sie sehen es mir mit Freude nach.

Unsere Gesellschaft verlangt viel von Hunden, ob da der Aussie immer so super reinpasst wage ich zu bezweifeln, aber das muss jeder selber fuer sich entscheiden.
Ansonsten sind viele Probleme einfach nur deshalb Probleme, weil sie in das Leben desjenigen nicht reinpassen.
Ich meine ich finde z.B. meine June perfekt. Sie muss andere fremde Hunde die ihr begegnen nicht gut finden, ich bin nicht darauf angewiesen, dass sie die meisten Hunde lieben muss. Wuerde ich so leben, dass ich jeden Tag duzende andere Hunde treffen wuerde, faende ich June wahrscheinlich nicht mehr perfekt, sondern anstrengend.

Ach ja, in meinen Augen ist das Thema "Auslastung" das am Meisten ueberbewertete Thema in der ganzen Aussiedebatte. Einen Aussie auszulasten ist ehrlich kein grosses Problem, das schafft jeder halbwegs engagierte Mensch.
Warum sich da alle immer drauf einschiessen verstehe ich nicht.
Die meisten Menschen haben nicht mit der auslastung ein Problem, sondern mit der Ressourcenverteidigung, mit dem Wach und Schutztrieb und mit der reaktionsschnelle eines Aussies. Alles Dinge die der Arbeitshund Aussie mitbringen kann.
Wir reden hier immer noch von der Arbeitshunderasse Aussie und nicht von einem Malteser.
Und der wichtigste Punkt den ich noch mal hervorheben moechte - GENETIK laesst sich nicht bescheissen oder aendern.
Aussies gehoeren einer Arbeitshunderasse an und bringen daher Dinge mit, mit denen ein Ersthundebesitzer vielleicht ueberfordert sein kann.

P.S. noch etwas vergessen "Gut meinen und Gut machen" sind unterschiedliche Dinge und auch das ist teilweise ein Probelm.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
9 Apr 2013
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225
#29
Also ich kann Euch nur mal berichten, wie es bei unserem ersten Hund und Welpen war. Jeder der uns gesehen hat, hat gleich gesagt: Oh, ein Dalmi, der braucht aber vieeel Bewegung!
Ich als frischgebackene Ersthundebesitzerin hab mich selber da sehr unter Druck gesetz, denn ich wollte einen zufriedenen Hund haben. Ich bin dann mit dem Welpen ganz viel raus, viel zu viel. Wenn ich jetzt daran denke, bin ich froh, dass meine Velez mir das nie übelgenommen hat und sie trotzdem ein ausgeglichenen Hund geworden ist.

Wenn ich mir das ansehe wie die Leute reagieren, wenn man mit einem Aussie kommt, wundert es mich nicht, wenn sich da einige unterdruckgesetzt fühlen, wenn es heißt der muß dauernd arbeiten. Wenn man den Welpen dann auch gleich so fordert , dann hat man wohl auch schnell einen Problemhund.

Desweiteren scheint der Aussie ein Modehund zusein (bei uns irgentwie nicht so), da gibt es natürlich auch einige Besitzer, die vielleicht wirklich nicht zum Aussie passen.
Und es gibt bestimmt auch so einige Vermehrer, deren Hunde bestimmt auch nicht den besten Start ins Leben haben.
Desweitern denke ich auch, dass es immer mehr Leute gibt, die sich über das Internet Hilfe suchen (die Aktivitäten im Internet nehmen doch allgemein zu).

Und mal zum thema Nothunde:
Ich finde dafür, dass es so viele Aussies geben soll, finde ich die zuvermittelden Tier noch nicht so extrem viel-klar jeder Hund der kein zu hause hat ist einer zu viel!!! Ich kann es jetzt nur mit den Dalmatinern vergleichen, da finde ich,dass es viel mehr Nothunde gibt. Viele die auch aus den Südländern kommen, dass ist mir beim Aussie noch nicht so aufgefallen.
Und der Dalmatiner ist zur Zeit kein Modehund.

Vielleicht irre ich mich auch, aber das sind so meine Beobachtungen.
 
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