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Ist das schon Territorialverhalten?

Dabei
20 Okt 2012
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12
#1
Hallo
Unser Mylo wird bald 6 Monate.
Wir wohnen direkt am Feldweg und hier gehen viele spazieren.
Neuerdings werden Leute die er noch nicht kennt, böse verbellt.
Also Rute wedelt, er ist stocksteif und das Bellen klingt schon richtig tief und böse.
Ich denke mehr es ist Unsicherheit, aber wir wissen noch nicht so ganz damit umzugehen.
Er läßt sich kaum ablenken. Sitz, Leckerchen, die Leute begrüßen gehen, etc. haben wir schon versucht.
Wenn wir wo anders sind, ist es noch nicht vorgekommen.

Liebe Grüße
Gabi

IMG_0873a.jpg
 

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Dabei
14 Mai 2012
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522
#2
Hallo!
Sein Bellen könnte mehrere Ursachen haben, das lässt sich so per Ferndiagnose kaum genau feststellen. Mein Kibo zeigt dieses Verhalten auch hin und wieder bei Menschen und Dingen, die ihm unheimlich sind. Ich deute es als ein "vertreiben wollen" so a la "Angriff ist die beste Verteidigung". Leider haben wir damit selbst noch Probleme und noch nicht die "ultimative" Lösung dafür gefunden, aber ich denke wichtig ist immer eben heraus zu finden, warum genau der Hund dieses Verhalten zeigt. Aus deiner Beschreibung ist für mich nicht ganz klar hervorgegangen, ob er denn die Leute verbellt, wenn er im Garten ist und die Personen sich draußen vorbei bewegen (dann würde ich wohl auf Territorialverhalten tippen), oder ob das bei Spaziergängen passiert (dann könnte es unter Umständen auch Territorialverhalten sein, aber eben auch einfach Unsicherheit).
 
Dabei
19 Aug 2011
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1.261
#3
Biko hatte dieses Verhalten vor kurzem auch hin und wieder gezeigt gehabt.
Meine Freundin meinte, es wäre in seinem Alter nicht untypisch, da sie in dem Alter oft noch einmal eine Art "Angstphasse" haben.
Bei Biko hat sich das nun innerhalb von 4 Wochen wieder gelegt :)
 
B

Bautienchen

#4
von dieser angstphase in dem alter hab ich auch schön öfter was gehört.
der goldi meines freundet bellt auch öfter wenn ihm sachen komisch vorkommen. ihn zu uns zu rufen oder einfach seinen namen zu sagen. irgendwie hat er wohl gelernt, dass wir dann das ruder übernehmen.
 
Dabei
14 Mai 2012
Beiträge
522
#5
Biko hatte dieses Verhalten vor kurzem auch hin und wieder gezeigt gehabt.
Meine Freundin meinte, es wäre in seinem Alter nicht untypisch, da sie in dem Alter oft noch einmal eine Art "Angstphasse" haben.
Bei Biko hat sich das nun innerhalb von 4 Wochen wieder gelegt :)
Achja, siehst du...glatt vergessen!

Entwicklung der 2. Angstphase ca. im Alter zwischen 6. und 12. Lebensmonat.

Auch in der Pubertät ist es biologisch sinnvoll, Angst als Kontrollmechanismus gegen überschäumende Hormone einzusetzen. Weder sollte sich der Jungmacho wahllos mit jedem Altrüden anlegen, noch sollte die Jungzicke alle erwachsenen Hündinnen anpöbeln – beides wäre weder für den jungen Hund selbst noch für die Funktionalität des Gesamtrudels produktiv.
Soziale Sicherheit „seinen Menschen“ und anderen Hunden gegenüber hat der Junghund bis dahin hoffentlich längst gewonnen – nun formt sich auch die Umweltsicherheit aus.
„Grundloses“ Herumkläffen, „Gespenstersehen“, Unsicherheit gegenüber eigentlich bereits bekannten Objekten (die Mülltonne steht links statt rechts – Hund stutzt und will nicht dran vorbei) – all so was kann in diese Phase fallen. Mit Hilfe seines Vertrauens zum Besitzer sollte sich der Hund aber rasch wieder fangen, wenn er solchen „Schrecklichkeiten“ begegnet. Hier ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Nicht jeder Hund hat nun einmal Nerven wie Drahtseile, es MUSS auch nicht jeder Hund Anlagen zum Kriegshund, der unbeeindruckt zwischen Granateinschlägen und Panzern herumläuft, haben. Je weniger man seinen Hund in der Zeit, in der die Nerven ein bisschen „flattern“, überfordert, desto größer ist die Chance, dass er durch die Erfahrung, dass ihm ja nichts passiert, im Erwachsenenalter selbstsicher sein wird. Je cooler sein Chef, auf den er sich verlassen kann, mit allem umgeht, desto besser wird der junge Hund sich daran orientieren.
Für den täglichen Umgang bedeutet das: einen prinzipiell sehr sicheren Hund führt man vorsichtig – innerhalb der Grenzen, die sein Verhalten uns deutlich zeigt – an die „schwierige“ Situation heran. Mit einem generell eher „schüchternen“ Hund beschäftigt man sich lieber einmal mehr daheim, als ausgerechnet JETZT z.B. auf dem Hundeplatz neue Übungen erlernen zu wollen!

​
Quelle: http://www.deutsche-pinscher-initiative.de/mensch_hund/pinscher_entwicklung.htm
 
Dabei
15 Mai 2012
Beiträge
5.029
#6
Huhu, ich kenne das in dem alter auch als "monsterphase" da hat rumo auch häufig etwas angebellt und so ähnlich wie du das beschrieben hast. Ich bin dann zu den angstauslösenden Objekten hingegangen und hab sie gelobt ^^ (ja, auch einen Mähdrescher). Rumo kam dann hinterher und hat seinerseits beobachten und schnüffeln können. Ich hab ihn dann gar nicht groß angesprochen sondern entdecken lassen. War er wieder ruhig hab ich ihn kurz gestreichelt und dann ging's weiter :)
 
Dabei
20 Okt 2012
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#7
Wir haben gestern unsere Trainerin drauf angesprochen, sie hat nochmal gefragt : wie er die Rute dabei hält. Antwort von uns, eher waagerecht.
Sie sagte, wenn die Rute nach oben geht, sollen wir aufpassen. Dann wäre er kurz davor nach vorne zu gehen und auch mal zu schnappen. So sei es Unsicherheit :Mehr auf Rückenhöhe. Je nach Geschwindigkeit des Wedelns zeigt es auch den Grad der Erregung an. Sie hat vorgeschlagen zu ihm runterzugehen und in den Arm zu nehmen, damit er sich geborgen fühlt.
Ich werde es beim nächsten Mal ausprobieren und in noch genauer beobachten.
Grüße
 
Dabei
15 Mai 2012
Beiträge
5.029
#8
na, ich weiß nicht ob das runtergehen und in arm nehmen den gewünschten ERfolg bringen wird. Ich habe das nie gemacht, weil ich immer Angst hatte, dass ich aus Versehen das Verhalte bestärke bzw. belohne....
 

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