Ist ein Australian Shepherd geeignet für mich?

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29 Okt 2020
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#1
Hallo,

ich finde Australian Shepherds schon lange toll, allerdings konnte ich meine Eltern nie überreden, einen Hund zu holen. Jetzt überlegen wir, ob wir eine Hund holen oder doch nicht.

Der Hund wäre dann meiner, also müsste ich mich um die Erziehung, die Auslastung, die Pflege und alles Drum und Dran kümmern. Meine Mutter meinte, sie würde den Hund lediglich mal streicheln und vielleicht mit ihm spielen.
Ich gehe noch zur Schule, also bin ich Montag-Freitag meistens von 7:30- 15:15 nicht daheim, allerdings wäre meine Mama daheim.
Dazu kommt, dass wir im Haus Treppen haben, die ziemlich rutschig und dazu auch noch rund sind.
Da im Erdgeschoss immer irgendetwas los ist und immer irgendwer rumläuft, hätten wir unten keine Stelle für den Hund, wo er seine Ruhe hätte, sondern nur oben, wo eben das Treppen Problem herrscht.

Mir ist bewusst, dass ein Aussie Zeit und Geduld beansprucht.
Wenn der Hund erwachsen ist, könnte ich ihn am Morgen ca. 30-60min Beschäftigen/ Spazieren gehen. Wenn ich nach Hause komme, würde ich eine kleine Runde mit dem Hund gehen (15-20min) oder ihn anderweitig beschäftigen, z.B. Spielen und je nachdem welche Charaktereigenschaften der Hund hat, sein Köpfchen fördern.
Am Abend würde ich auch nochmal eine Stunde oder mehr, je nachdem wie viel ich für die Schule machen muss, mit dem Hund raus.
Einmal in der Woche würde ich zum Hundesport.
Dazu kommt, dass ich eine 8 jährige Schwester habe, die auch gerne mal mit den Hund Gassi gehen würde bzw. zum Fahrrad fahren mitnehmen würde.
Ich würde natürlich auch zur Hundeschule gehen.

Wenn ich mal garnicht da bin, weil ich auf Klassenfahrt bin oder wenn ich ausgezogen bin und mal ein Hundsitter bräuchte, würde meine Eltern sich um den Hund kümmern.

Ich weiß nicht, ob es vielleicht problematisch werden könnte, wenn der Hund ein Welpe ist und ich so viel nicht da bin.
Mir ist vollkommen bewusst, dass ein Welpe 20-22 Stunden Ruhe und Schlaf täglich brauchen. Allerdings habe ich bedenken, dass er sich dann einsam fühlt, da meine Mutter ja nichts mit ihm macht und natürlich auch ihre eigenen Sachen macht.

Nach der Schule mache ich wahrscheinlich erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr auf einen Reiterhof, wo ich den Hund auch mit nehmen würde.

Denkt ihr, dass ein Australian Shepherd für uns geeignet wäre oder wir uns einen Hund holen sollten, der etwas weniger anspruchsvoll ist bzw. ein komplett ungeeigneter Haushalt für einen Hund sind?
 
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22 Nov 2019
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#2
Nachtrag, Alter steht ja im Profil :)

Finde es gut, dass du dir so viele Gedanken drüber machst, wie alt bist du denn? Habt ihr einen Hundeführerschein oder ist der nicht notwendig? Das größte Problem für mich sind eigentlich die Treppen, ich bin zwar der Meinung das Treppen an sich jetzt nicht das Schlimmste sind, aber andauernd eine steile hohe Treppe hoch und runter ist auf Dauer nicht empfehlenswert, im Welpenalter sowieso nicht.
Wie du schon richtig sagst brauchen Hunde viel Ruhe, insbesondere die Aussies, das musste ich am eigenen Leib erfahren, wobei es auch solche und solche gibt, daher ist es auch nicht so dramatisch, wenn man den Hund nicht die ganze Zeit bespaßen würde, manchen schadet das sogar eher.
Du sagst, dass wenn du zur Schule gehst, deine Mama zu Hause wäre, das wäre dann ja schon mal ein Pluspunkt, besonders in der Welpenzeit funktioniert ein längeres Alleinelassen nicht unbedingt und ist daher auch nicht empfehlenswert, das sollte man auch defintiv nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Ein Aussie ist jetzt nicht unbedingt ein "Familienhund" meiner Meinung nach, sie haben meist einen eher speziellen Charakter, sind sehr aufgeweckt und neugierig und können ab und an auch mal nerven, wenn man sie nicht richtig auslastet :)
Habt ihr einen Garten?
Wie gesagt, finde es gut, dass du dir Gedanken machst und erstmal ein paar Fragen stellst. Generell kann man dir einen Aussie natürlich nicht verbieten, er ist aber kein "Anfängerhund" und braucht daher auch jede Menge Zeit, ob das mit der Schule vereinbar ist, lasse ich mal dahingestellt.
Die nächste Frage ist natürlich, ob ihr euch Gedanken über die Kosten gemacht habt, momentan zahlt man gut und gerne über 2.000 EUR allein für die Anschaffung, plus die ganzen Nebenkosten, die noch hinzu kommen.
 
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29 Okt 2020
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#3
Nachtrag, Alter steht ja im Profil :)

Finde es gut, dass du dir so viele Gedanken drüber machst, wie alt bist du denn? Habt ihr einen Hundeführerschein oder ist der nicht notwendig? Das größte Problem für mich sind eigentlich die Treppen, ich bin zwar der Meinung das Treppen an sich jetzt nicht das Schlimmste sind, aber andauernd eine steile hohe Treppe hoch und runter ist auf Dauer nicht empfehlenswert, im Welpenalter sowieso nicht.
Wie du schon richtig sagst brauchen Hunde viel Ruhe, insbesondere die Aussies, das musste ich am eigenen Leib erfahren, wobei es auch solche und solche gibt, daher ist es auch nicht so dramatisch, wenn man den Hund nicht die ganze Zeit bespaßen würde, manchen schadet das sogar eher.
Du sagst, dass wenn du zur Schule gehst, deine Mama zu Hause wäre, das wäre dann ja schon mal ein Pluspunkt, besonders in der Welpenzeit funktioniert ein längeres Alleinelassen nicht unbedingt und ist daher auch nicht empfehlenswert, das sollte man auch defintiv nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Ein Aussie ist jetzt nicht unbedingt ein "Familienhund" meiner Meinung nach, sie haben meist einen eher speziellen Charakter, sind sehr aufgeweckt und neugierig und können ab und an auch mal nerven, wenn man sie nicht richtig auslastet :)
Habt ihr einen Garten?
Wie gesagt, finde es gut, dass du dir Gedanken machst und erstmal ein paar Fragen stellst. Generell kann man dir einen Aussie natürlich nicht verbieten, er ist aber kein "Anfängerhund" und braucht daher auch jede Menge Zeit, ob das mit der Schule vereinbar ist, lasse ich mal dahingestellt.
Die nächste Frage ist natürlich, ob ihr euch Gedanken über die Kosten gemacht habt, momentan zahlt man gut und gerne über 2.000 EUR allein für die Anschaffung, plus die ganzen Nebenkosten, die noch hinzu kommen.
Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Das Alter im meinem Profil stimmt nicht . Ich bin erst 15 Jahre alt.
Einen Hundeführerschein haben wir nicht und der wäre auch nicht notwendig.
Einen Garten haben wir, der ist auch recht groß und eingezäunt, dort könnte der Hund auch immer hin.
Über die Kosten haben wir uns auch Gedanken gemacht, aber die wären nicht das Problem.
Im Erdgeschoss würde man auch ein Ruheplatz finden, am geeignetsten wäre fast die Garderobe, weil da fast nie jemand drinnen ist, aber die ist recht dunkel. Damit könnte man das ständige Treppensteigen vermeiden.
 
Dabei
22 Nov 2019
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#4
Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Das Alter im meinem Profil stimmt nicht . Ich bin erst 15 Jahre alt.
Einen Hundeführerschein haben wir nicht und der wäre auch nicht notwendig.
Einen Garten haben wir, der ist auch recht groß und eingezäunt, dort könnte der Hund auch immer hin.
Über die Kosten haben wir uns auch Gedanken gemacht, aber die wären nicht das Problem.
Im Erdgeschoss würde man auch ein Ruheplatz finden, am geeignetsten wäre fast die Garderobe, weil da fast nie jemand drinnen ist, aber die ist recht dunkel. Damit könnte man das ständige Treppensteigen vermeiden.
Gibt bestimmt wieder Leute, die dir sagen werden, dass ein Aussie nichts für ein jugendliches Kind ist. Ich selbst war über 2 Jahre in Australien und habe dort auch einige Farmkinder gesehen, die noch weitaus jünger waren als du und super mit den Hunden umgegangen sind, wobei man das Leben dort natürlich nicht 1:1 übertragen kann. Daher denke ich, ein junges Alter schließt erstmal nichts aus, solange man weiß worauf man sich einlässt.
Ich würde den Hund definitv nur unten lassen, ansonsten spricht meiner Meinung nach nichts gegen einen Hund, aber da gehen die Meinungen anderer User bestimmt auseinander =) Vielleicht gibt es ja gleich noch ein paar Einwände.
Wichtig ist, Schule geht vor, aber der Hund muss definitiv gleichzeitig beschäftigt werden und kann nicht komplett links liegen gelassen werden, aber da du ja sogar planst einen Sport mit ihm auszuführen scheint auch dieser Punkt erstmal in Ordnung, aber man muss es auch durchziehen.
 
Dabei
4 Jan 2012
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#5
Meine Tochter ist 16, führt erfolgreich "ihre" Hunde im Hundesport. Sie trainiert mit ihnen, kümmert sich um Futter, Pflege, Erziehung und Gassi. Aber ganz klar: Die Verantwortung für die Hunde im Alltag liegt bei uns Eltern.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#6
Hmm, also ich sehe das eher problematisch. Du bist 15 Jahre und so wie du schreibst, werden dich deine Eltern nicht groß in Sachen Hund unterstützen. Deine Schwester ist mit 8 Jahren auch noch viel zu jung, um allein mit dem Hund spazieren zu gehen. Die Aufzucht und Erziehung eines Welpen ist zudem durchaus anspruchsvoll und der Welpe/Junghund braucht da mehr Aufmerksamkeit, als "nur" nach der Schule...
Ich kenne Jugendliche die in dem Alter ihren ersten eigenen Hund bekommen haben und wo es eine ausgezeichnete Kombination war. ABER: in allen Fälle standen Eltern und auch teilweise ältere Geschwister dabei zur Seite. In allen Fällen "Hundefamilien", denen bewußt war, was da an Arbeit auf den Teenager zukommt UND denen bewusst war, das der Teenager dies nicht allein bewältigen kann. Denn in dem Alter gibt es so viele andere wichtige Dinge: Prüfungen, Veranstaltungen, die ersten Reisen ohne Eltern, andere Hobby u. Interessen, aber auch Freunde und der oder die erste Freundin, die erste Beziehung usw. . Sehr viele Dinge, die den Hund sehr schnell zur Nebensache werden lassen. Und wo es dann auch die Eltern brauchte, um den Teenager an seine Aufgaben u. Pflichten in Sachen Hund zu erinnern, wenn er denn mal so gar keinen Bock hat u. andere Dinge wichtiger sind.

Hinzu kommt: ein Hund ist für (hoffentlich) nächsten 10-15 Jahre an deiner Seite. Aber: Du bist jetzt in einem Alter, in dem es in wenigen Jahren sehr viele Veränderungen geben wird: die Schule wird zu Ende sein und dann? Ausbildung? Praktikum? Studium? Vielleicht an einem anderen Ort in einer anderen Stadt? Land? Was wird dann mit dem Hund?
Ein weiterer Punkt: der Aussie bringt oft die (gewünschte!) Anlagen der Reserviertheit gegenüber Fremden und Schutztrieb mit. Das ist nicht in allen Fällen einfach zu handeln, schon gar nicht für einen Teenager.

Ich finde es gut, wenn junge Menschen einen Hund haben möchten. Ich selber hatte das Glück mit ihnen aufzuwachsen. Aber ich weiß auch, das das fantastisch war, aber nicht immer alles so einfach, wie man sich das vorgestellt u. ausgemalt hat. Und da solltest du jetzt sehr ehrlich dir u. dem Hund gegenüber sein, ob das zur jetzigen Zeit die richtige Entscheidung ist.
 
Dabei
10 Nov 2018
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#7
Hmm also ich wollte selbst immer einen Hund ab dem zeitpunkt wo ich eigentlich denken konnte. Meine Mutter sagte damals wen du ausgezogen bist kannst du machen was du willst. Aber ich passe nicht auf den hund auf. Als ich ausgezogen bin war nach 2 Jahren der hund an meiner Seite. (Ja meine Eltern haben auch mal auf den Hund aufgepasst, aber erst als er gut erzogen war).

Bin mir sicher wenn wir einen hund bekommen hätten als ich noch zuhause bei meinen Eltern gelebt hätte, wäre sicher viel an meinen Eltern hängen geblieben.

Denke ähnlich wie Aussiwolf. Du bist 15 Beziehungen kommen auf dich zu, Schule und oder Arbeit. In Zeiten wie diesen ist es evtl. ein wenig leichter die anfangs Zeit in Griff zu bekommen. Aber ich frage mich hast du die Energie wen du eine Arbeit hast den hund auszulasten? Es klingt einfach aber bei vielen ist es oft so ich bin müde ich lass den Hund heute nur in den Garten. Was dem Aussi nach der zeit mit seiner kreativen Ader auslebt ;)

Meine Frau als wir den Welpen holten hatte auch auf den Aussi aufgepasst wen ich in der Arbeit war. Die war oft geschafft und hat ihr die Nerven gezogen. Nicht das deine Eltern dan sagen nein das geht nicht mit dem hund und er muss weg.
Bitte bedenke das ein welpe einen grad in den ersten Monaten evtl auch ersten 2Jahren den Besitzer einiges an Nerven Kostüm abverlangt. Denke auch an die erste Zeit wo sie kleiner zwicken Zangen sind ;) und das wie aussiwolf sagte dich die nächsten 10-15 Jahren dich begleiten undndiebsie diese Zeit mal mehr mal weniger fordern solltest.
Meinnaussi macht zb. Gerade eine Therapie Hunde Ausbildung. Aber er hat einige Dinge wo wir arbeiten müssen. Aussi hat halt doch einen gewissen schutztrieb. Wen zb. Wen meine Kinder mit spazieren gehen dürfen fremde nicht zu nah an uns ran das mag meiner gar nicht.

Bitte nur als denk anstoß sehen.
Wen dich das alles nicht abschreckt und du denkst wow das ist alles kein Problem kriegen wir in der Familie locker hin. Dan ist ein aussi bestimmt was für euch :)
 
Dabei
6 Jul 2017
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#8
Hallo Marlene,

ich habe mir, seit ich denken kann, immer einen Hund gewünscht. Mein Papa (arbeitet den ganzen Tag) wollte keinen, für meine Mama (arbeitete 50% Schicht in einem Altersheim) war es auch ein Kindheitstraum einen Hund zu haben und mein Bruder (drei Jahre jünger als ich) fand die Vorstellung einen Hund zu haben, mit ihm zu spielen und gassi zu gehen, toll.

Als ich 14 war (und mein Bruder dementsprechend 11), haben meine Eltern endlich einem "Familienhund" zugestimmt. Meine Lieblingsrasse waren immer Dalmatiner und ich hätte gerne einen Dalmatinerwelpen gehabt ;) Ich war damals sehr enttäuscht, dass ich keinen Welpen haben durfte, es musste ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz sein. Meine Eltern hatten Bedenken, dass wir der Verantwortung für einen Welpen nicht gewachsen sind. Es ist dann schlussendlich eine kleine (6 Kilo) Hündin aus dem Tierschutz eingezogen. Sie war geschätzt 1,5 Jahre alt. Wir haben uns alle riesig über den Hund gefreut, besonders natürlich mein Bruder und ich :) Aber: der Hund ist in den ersten Tagen nur mit mir gassi gegangen, mit allen anderen wollte sie nicht. Und gespielt hat sie in der ersten Zeit gar nicht. Das war meinem Bruder ganz schnell zu langweilig und er hat mit dem Hund dann auch später nichts mehr gemacht - außer vielleicht mal ein bisschen zu kuscheln. Für deine kleine Schwester ist ein Aussie zu groß und zu stark, sie wird noch ein paar Jahre nicht allein mit ihm gassi gehen oder gar Fahrrad fahren können.

Die Erziehung habe ich damals bei unserem Hund ganz alleine übernommen und ein bis drei Mal in der Woche war ich mit ihr auf dem Hundeplatz. Meine Mama war morgens mit ihr spazieren, mittags und abends war ich mit ihr unterwegs. Da zwei Freundinnen von mir auch Hunde hatten, waren wir oft den ganzen Nachmittag lang zusammen mit den Hunden unterwegs oder im Reitstall :). Was manchmal schwierig war, war von A nach B zu kommen, weil meine Eltern mich nicht immer fahren wollten und die Strecken zum Laufen teilweise zu weit waren. Ich habe mir dann einen Anhänger fürs Fahrrad gekauft und bei ganz schlechtem Wetter sind wir mit dem Zug gefahren, es ist also immer irgendwie gegangen.

Als ich 18 wurde, ist meine erste ganz eigene Hündin eingezogen, sie war damals 5,5 Monate alt und schon immer einfach nur lieb und einfach ;)

Meinen ersten Welpen hatte ich dann tatsächlich "erst" vor 3 Jahren und ich muss sagen: Puh. Ich habe ja durch die anderen beiden Hunde und schon ein bisschen Erfahrung gesammelt und natürlich viel gelesen. Ich wusste auch in der Theorie, dass man viel Zeit und Geduld braucht. Aber dass es SO anstrengend ist, wusste ich nicht. Ich habe mir gerade überlegt, ob das "damals" als Schülerin geschafft hätte. Ich glaube nein. Nicht ohne dass ich mehr Unterstützung von meinen Eltern gehabt hätte.

Aber wenn deine Eltern bereit sind, dich zu unterstützen, dir den Rücken zu stärken und ggf. auch zeitweise den Hund mal komplett zu übernehmen, wenn dir Schule und Hund zugleich über den Kopf wachsen und ihr euch einen guten, verantwortungsvollen Züchter sucht, der seine Hunde gut einschätzen und euch den entsprechend passenden Welpen vermitteln kann dann sehe ich keinen Grund, warum es nicht klappen sollte :)
 
Dabei
8 Jul 2017
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#9
Hallo Marlene,

wenn Eltern gestatten ihren Kindern Tiere ins Haus zu holen, sind sie mitverantwortlich: Meine Meinung

Erzähle dir unsere Tochter-Hund Geschichte. Unsere Tochter bekam ihren Hund mit 13 Jahren, zusammen mit meinem Hund kamen sie als Welpen ins Haus. Geschwisterrüden....
Ohne Rückhalt unserer Seite, hätte unsere Tochter nie diesen Werdegang einschlagen können. Während der Schulzeit war das alles entspannt , regelmäßige Zeiten waren einfach vorgegeben. Füttern Gassie ... alles nie ein einziges mal ein Thema. Hat sie alles sehr zuverlässig gemacht.

Anders wurde es mit dem Beginn des Studium. Wohnungssuche mit Hund in ner Stadt, in einer Studentenstadt, hmm, wenn die Finanzen nicht bis oben offen sind :) nicht einfach. Also ohne Hund, schon weil der Hund mitten in der Stadt wohnend, naja er hatte schon sein Päckchen und das passte eher nicht in die Stadt. Vlt findet sich ja noch was, kann er später mit.
Später , ja später : ) war dann ein Auslandssemster in Indien angesagt. Der Job danach, mit diesem Studiengang gibts nicht an jeder Ecke nen Job, schon gar nicht auf dem Lande ... man nehme, zumindest beim ersten Job, was man bekomme.
Der Rest ist Geschichte , mittlerweile lebt der Hund nicht mehr, er wurde 12,5 Jahre alt, lebte hier bei uns bis zu seinem versterben. Er wurde 12,5 Jahre alt. Sein Bruder 15,5 Jahre...
Ich bin froh, dass wir es so entschieden haben. Kind hat sich weiterbilden können zu dem was sie jetzt ist. Im Job sind Messen, Auslandsaufenthalte in der ganzen Welt angesagt und sie liebt es, hat auch keinen Hund mehr. Heisst nicht, dass das so belieben muss, alles zu seiner Zeit. Zeit zum Entwickeln nicht nur bei Hunden auch bei den Kids.
Auch dem Hund bin ich dankbar, mei das war schon ne Nummer, im Nachhinein erinnern wir uns gern an seine " Bringer " :) Auch das Kind hat viel gelernt , gerade mit nem Hund der nicht einfach war. Arsch zusammen kneifen und Kopf hoch und durch, auch wenn die "Nachbarschaft wieder aus den Fenstern gafft". Macht stark :)

Gute Entscheidung
 
Dabei
12 Jan 2013
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#10
Hallo Marlene,
ich schreibe jetzt mal aus meiner Sicht. Ich bin jetzt fast 23,meine Hündin Ayla ist nun 8 Jahre alt. Sie war mein Geschenk an mich selbst zum 15. Geburtstag.
Zu dem Zeitpunkt ging ich noch zur Schule und strebte mein Abitur an,somit war klar,das ich noch einige Weile die Schulbank drücken würde.
Der Tagesablauf war folgender:
Morgens um 5 Uhr aufgestanden,mit Ayla raus,gespielt,bewegt und anschließend Hund geduscht,mich geduscht und ab zur Schule. Um 16:30 wieder daheim,kurz einen Snack zwischen die Zähne und raus,entweder mit Hund ausgeritten,Inliner gelaufen oder Rad gefahren. Ob ich müde oder fertig von der Schule war,hat auch keiner gefragt. Danach noch Hausaufgaben gemacht,Abend gegessen,vorm Fernseher noch gekuschelt oder getrickst und dann ab ins Bett.
Aber Achtung! Bei mir war es sehr entscheidend,dass mein Vater Vormittags Zuhause war und sie mit auf den Hof rausgenommen hat,ohne ist es unmöglich. Ein Hund sollte wirklich nicht dauerhaft 8-10 Std. täglich alleine sein oder nicht rausgehen müssen!

Während meine Klassenkameraden auch gerne mal unter der Woche wild gefeiert haben oder den ganzen Sonntag verkatert im Bett lagen,musste ich andere Prioritäten setzen. Bei Klassenfahrten oder Urlauben mit Freundinnen musste ich explizit fragen,ob mein Vater und meine Schwester sich um Ayla kümmern. Und ehrlich gesagt,so geil war es nie. Urlaub ohne Hund ist einfach anders,es fehlt ein Teil und ja last but not least macht man sich doch irgendwie immer Sorgen,das etwas passiert und man nicht dabei ist
Schulzeit schön und gut,aber wie geht es dann weiter? Studium?Ausbildung? oder kommt doch der Wunsch nach dem Ausland? Wie siehts mit Beziehung aus? ich meinerseits landete direkt in einer Fernbeziehung und wir sahen uns alle 2-3 Wochen,der Hund musste mit,weil es teilweise nicht anders ging. Ins Kino oder Theater fällt auch weg,wenn der Hund nicht in einer fremden Wohnung allein sein kann.
Bei mir war es so,dass ich gerne nach der Schule für längere Zeit ins Ausland gegangen wäre,es mir aber durch den Hund schlicht nicht möglich war. Also begann ich direkt ein Studium,was leider nach einem Jahr dann zum Abbruch meinerseits führte,weil es bei weitem nicht das war,was ich mir vorgestellt hatte. Wieder stand ich vor der Frage,was jetzt? FSJ war leider ach nicht drin,weil ich es nicht hätte leisten können,mit dem geringen Gehalt eine Wohnung und einen regelmäßigen Hundesitter zu zahlen und außerdem ist ein Hundeleben viel zu kurz,als das man den Hund 10 Stunden 7 Tage die Woche in Fremdbetreuung gibt.

Wie sieht die Wohnungssuche in einer Stadt aus? Hier in Kiel geht es noch,aber Hamburg oder meine persönliche Traumstadt München sind einfach nicht drin. Wenn das nicht wie bei @Senior läuft,das die Eltern einem da so unter die Arme greifen hat man kurz gesagt einfach Pech gehabt. Leben nach Hund umstellen oder eben abgeben. Ich habe am Dienstag zB mit Studium und Nebenjob einen 15 Std. Tag. Warum? Weil es anders nicht geht,ohne das der Hund ewig alleine sein müsste und an dem Tag hat mein Freund halt frei. Meine Eltern können das nicht und ich bin wirklich alleine für diesen Hund verantwortlich,bin sehr froh,meinen Freund an Bord zu haben,aber das ist nicht selbstverständlich.

Ich bekam letztes Jahr einen neuen Studienplatz in Oberfranken angeboten,aber ohne Freund (der weiter in Kiel studiert) traute ich mir das mit dem Hund alleine nicht zu,ans andere Ende von Deutschland zu ziehen und musste schweren Herzens absagen ohne zu wissen,ob ich nochmal die Chance bekomme.
Jetzt habe ich einen Studiumplatz in der Nähe und bin sehr glücklich,aber an manchen Tagen übernimmt mein Freund den Hund zu 80% und dafür bin ich unendlich dankbar!

Ich könnte die Geschichte noch ewig weiterspinnen,der Kern ist allerdings,das alles schon irgendwie möglich ist,aber alles sehr sehr viel schwieriger wird,wenn man da ein kleines Fellwesen an sich hängen hat.
Bereue ich es? Es wäre viel zu viel für mich, zu sagen,ich bereue es,mir damals Ayla gekauft zu haben. Aber ich saß durchaus des öfteren da und habe teilweise auch geweint,weil meine Entscheidung mit damals 14 1/2 Jahren mich sehr viel Freiheit und Freizeit gekostet hat.
Ich möchte Ayla nie niemals missen,sie ist das beste was mir je passiert ist und mein absoluter Seelenhund,aber ich hätte es auch leichter haben können (Und Ayla ist ein unglaublich flexibler Hund,Umzüge,günstige Campingurlaube oder stundenlang im Zug fahren machen ihr nichts aus).
Nicht jeder Hund ist so easy going wie meine und schon gar nicht jeder Aussie. Insofern würde ich da ganz klar sagen,nein ein Aussie passt aktuell nicht zu dir.

Ich würde dir ganz konkret raten,beende deine Schule,mach dein FSJ,gehe ins Ausland,ziehe ins Studentenwohnheim oder mach einfach alles,worauf du Lust hast. Ganz frei und ohne Verpflichtung. Und wenn du dann einen festen Studium oder Ausbildungsplatz hast und auch relativ sicher bist,dass du das ganze abschließen willst,dann ist die Zeit für einen Hund gekommen. Bis dahin kannst du dir ja einen Pflegehund suchen,mit dem du regelmäßig Gassi gehst und der vielleicht auch mal bei euch schläft. Informiere dich ganz viel über Aussies,fahr zu Aussietreffen und rede mit Züchtern und so weiter. Die Zeit vergeht viel schneller als du denkst und man landet sehr viel schneller im Ernst des Lebens,als einem das lieb ist :).
 
Dabei
24 Okt 2017
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#11
Hallo Marlene. Zuerst einmal super das du dir über den Charakter eines Aussi Gedanken gemacht hast. Viele finden den Hund toll, gekauft ist er schnell und dann kommt das große Erwachen. Bei einem Aussi ist es immer eine Gradwanderung zwischen überdrehen und nicht gefordert werden. Wir haben unsere von Anfang an nach dieser Devise erzogen, obwohl sie anfangs nur powern wollte. Mittlerweile ist sie 3 Jahre und der absolute Morgenmuffel. Gassigehen morgens beschränkt sich auf 30 min pisseln und schissern und dann relaxt sie bis gg. Mittag. Dann sind wir aber ca. 2Std. Unterwegs. Das fordert sie auch ein. Ich nehme sie in der Woche 2-3x zum biken oder joggen mit. Das genießt sie auch, denn sie liebt Geschwindigkeit. Ballspiele, Agillity u.ä. mag sie gar nicht. Du siehst jeder Hund ist unterschiedlich. Nur darüber musst du dir klar sein. Ein unterforderter Aussi wird ein launischer Aussi. Aussis wollen Bewegung Und gefordert werden. Hier bei uns scheint aktuell ein Hype auf Aussis ausgebrochen zu sein. Leute die ich als Couchsurfer ansehe, mit ihrem Hund kurz um die Ecke gehen haben dementsprechend einen völlig unentspanntes Tier. Kläffen alles und jeden an, hören nicht, freilaufen geht gar nicht. Aber es ist bekanntlich immer das andere Ende der Leine Schuld In den wenigsten Fällen das Tier. Wenn du Zeit und viel Liebe dem Tier entgegenbringst bekommst du einen tollen Partner und Kameraden fürs Leben.
 
Dabei
24 Okt 2017
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#12
Ganz vergessen. Treppen, spezielle Plätze kannst du vernachlässigen. Der Hund sucht sich seinen Platz. Unsere schläft auf dem Teppich oder der Couch ein und gg. Morgen kommt sie ins 1OG und legt sich vors Bett und schläft dort weiter bis wir aufwachen.
 

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