Kann ein Welpe schon mit zur Arbeit?

Dabei
2 Feb 2015
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#1
Hallo Zusammen.
Schön hier zu sein.
Wir sind noch keine Aussie Besitzer....aber in der Suchphase:D
Ich mache mir gerade Gedanken, ob ein Welpe mit zur Arbeit kann?
Meine Situation:
Ich arbeite 3x pro Woche 4 Std in der Schulbetreuung einer Grundschule...kann da ein Welpe schon mit???
Oder ist er dort gnadenlos überfordert?
Sollte ich ihn besser zu Hause lassen?
Meine 12jährige Tochter kommt ca 1,5 Std nachdem ich das Haus verlasse von der Schule...Sie ist sehr verantwortungsbewusst...kann man ihr dad schon zumuten?
Ich kann schlecht 8 Wochen freinehmen....
Wie habt ihr das gemacht als der Welpe eingezogen ist?
Ist ein Aussie als Schulhund geeignet?
Ich möchte ign auch gerne als Therapiehund ausbilden lassen....
Oder ist Schule zu quirlig für eiben Aussie?
Dann Ruhe ja sehr wichtig ist..
Danke füe Eure Antworten
 
Dabei
27 Feb 2017
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#2
Hallo Nimile,
also, Du solltest Dir im Idealfall schon erstmal ein paar Wochen freinehmen, wenn das irgendwie geht. Allein, weil der Kleine sich ja erstmal bei Euch zu Hause einleben muss, inclusive fehlender Stubenreinheit und schreiender Sehnsucht nach den Geschwistern und der Mama. Bei Dobby bin ich 10 Tage am Stock gegangen nach seinem Einzug, weil er die ersten zwei Nächte durchgejault hat und ich alle zwei Stunden mit ihm raus bin, Tag und Nacht, damit er stubenrein wird.
Andererseits habe ich ihn aber auch mit 12 Wochen das erste Mal mit zur Arbeit genommen, damit er sich da einleben kann. Das waren dann auch nur zwei Stunden erstmal, aber so hat er gelernt, dass er auf der Arbeit Ruhe halten muss und von mir nicht beachtet wird. Allerdings hatte ich das so mit meiner Chefin vereinbart, ich hatte drei Wochen frei und bin in der Zeit nur am Wochenende einen Tag zur Arbeit gegangen. Da war es ruhig und es gab nicht viel zu tun, aber er konnte die Umgebung schon kennen lernen. Grundsätzlich ist es aber später sicher kein Problem, den Hund in diese Umgebung mitzunehmen, wenn er gelernt hat, auch in quirliger Umgebung Ruhe zu halten. Und: Sowas ist von Hund zu Hund unterschiedlich, das kann Dir keiner garantieren!
Alleine lassen ist auch so eine Sache, das muss er eben alles erst lernen. Ein Welpe ist ein Baby, das vor Kurzem von seiner Familie weggerissen wurde und genau so verhält er sich auch - 1,5 Stunden sind schon echt viel für so einen kleinen Fratz. Aus dem Zimmer gehen, alleine aufs Klo gehen und zum Briefkasten sind Trennungen, die am Anfang gerade so aushaltbar sind, oft allerdings mit Geschrei.
Auch bei der Ausbildung zum Therapiehund ist zu sagen: Grundsätzlich kann das auch mit einem Aussie klappen, ich kenne Geschwister von Dobby, die diese Ausbildung machen. Mit meinem könnte ich das nicht. Er hat zwar Ruhe gelernt und liebt Kinder, hat also kein Problem damit, von anderen Menschen angefasst zu werden (auch das kann beim Aussie ein Problem sein!), aber er ist viel zu temperamentvoll und stürmisch und würde die Kinder entweder vor Freude umhauen oder hüten...
Wieso wollt Ihr dennn unbedingt einen Aussie?
 
Dabei
10 Jan 2016
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#3
Ein paar Tage frei wären gerade zu Beginn schon kein Luxus!
4h in der Grundschule fände ich schon recht viel... da kannst du auch viel kaputt machen. Zu dem ist der kleine wie schon gesagt, noch nicht stubenrein und hat mal erst noch ganz andere Probleme.


Was ich machen würde, ihn mal ne halbe Stunde mit nehmen die Kinder aber vorher coachen, wie sie sich am besten verhalten (nicht von oben greifen, den Welpen von selbst kommen lassen, schnuppern lassen, nicht einfach nach ihm greifen und solche Sachen), damit der Hund hier schon mal grundsätzlich gute Erfahrungen machen kann. Im Alter von 8-9 Wochen musst du schauen, da gibts nochmal en Angstphase, da würde ich das nicht machen.

Ob deine 12 jährige Tochter mit dem Welpen klar kommt.... hm...
Auch mein Sohn ist verantwortungsbewusst, er war 14 als wir Yari bekamen, ich musste ihn 2h alleine lassen mit Yari, da war dieser elf Wochen alt. Als ich zurück kam saß mein Sohn aufgelöst, weinend auf der Couch und wollte, dass wir den Welpen zurück bringen. Yari hat ausgerechnet in den 2h den Arschlochwelpen rausgekehrt und Leon hatte keine Chance, da kann so mancher Erwachsener an seine Grenzen kommen. Dazu sei gesagt, Yari war echt ein einfacher Welpe, wenn ich so überlege, wie Koda die ersten Wochen war.......

Alleine bleiben muss man langsam aufbauen... Koda schafft jetzt mit 5 Monaten ne Stunde, seine Schwester mehr, ich bin da nicht so in Zug zwang dadurch dass ich ganz zu Hause bin und wir lassen uns da mehr Zeit wie nötig. ich erledige jetzt halt mittlerweile kurze Einkäufe und solche Sachen ohne Koda im Schlepptau. Aber auch hier, jeder Hund ist anders die eine lernen es schneller als die anderen. Es gibt hier wohl auch Leute im Forum, da musste es wohl auch schneller gehen und hat wohl auch funktioniert, aber da habe ich keine Erfahrungswerte.

Was den Therapiehund generell betrifft, das kann mit einem Aussie funktionieren, muss aber nicht. Da gibt es tatsächlich geeignetere Rassen. Ich hätte Yari auch gerne stundenweise mit zur Arbeit genommen, als ich noch arbeiten ging, aber für Yari wäre das nix gewesen, also haben wir das gelassen, da muss man halt schauen wie sich der Hund entwickelt, meist zeigt sich das auch erst in der Adoleszens....
 
Dabei
24 Aug 2016
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#4
Es gibt einige hier, die den Hund mit zur Arbeit nehmen. Meine zum Beispiel ist nicht der Typ dafür. Sie hat eine ordentliche Portion Wachtrieb entwickelt und meldet jeden Unbekannten, der zur Tür reinkommt. Außerdem kann sie den Hund im Nachbarbüro nur im Freien leiden, im Büro hat er ihrer Meinung nach nichts zu suchen. Also lass ich sie lieber zuhause.
Vormittags ist sie ca. 4h alleine und schläft, dann kommen meine Kinder (10 und 12) aus der Schule. Im Haus und im Garten kommen sie prima mit Emma klar, vor allem die 10-jährige hat sie gut im Griff. Der Große ist oft zu zaghaft, wird aber auch immer sicherer. Alleine Gassi gehen lassen würde ich sie aber nicht. Vom Rechtlichen ganz abgesehen, glaube ich nicht, dass die beiden mit unangenehmen Situationen umgehen könnten.
Emma liebt ihre Familie genauso wie Besuchskinder, wenn sie oft genug kommen. Seltene Besucher sind unerwünscht, da muss ich ständig den Daumen drauf haben. Stört mich aber nicht, ich mag auch keinen Besuch wenn mir allerdings von vornherein klar gewesen wäre, der Hund muss mit zur Arbeit mit vielen fremden Kindern, glaub ich nicht dass es ein Aussie geworden wäre. Reserviertheit, Wach-und Schutztrieb steht nicht umsonst in der Rassebeschreibung
 
Dabei
22 Sep 2014
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#5
Kommt auf den Welpen an. Wäre mit meinem nicht gegangen: Beißhemmung hat eine gefühlte Ewigkeit gebraucht und wir mussten Auszeiten im Flur "veranlassen", wenn er zu wild wurde. Schwer machbar auf der Arbeit.

Es gibt eben Welpen, die kommen damit klar. Andere brauchen ihre Ruhe und drehen dadurch nur unnötig auf.


Als Therapiehund sehe ich den Aussie ehrlich gesagt gar nicht. Dafür gibt es besser geeignete Rassen.

Ich war damals auch 12, als unser Familienhund einzog. Ich bin auch nach der Schule mit ihm Pipi machen gegangen. War alles gut (war ein Labbi ;) ).
 
Dabei
12 Jul 2012
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#6
ich war auch nur eine woche zuhause und hab sie mit zur arbeit genommen - tierarztpraxis. also nicht gerade ruhig. hab an 2 tagen 8 std mit pause gearbeitet, den anderen tag 4 std. hat super geklappt
 
Dabei
1 Jun 2015
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#7
Hi, ich lese gerade dass du in der Schulbetreuung arbeitest, also NACH dem Unterricht. Hast du schon mit dem Arbeitgeber gesprochen wie der Hund da eingebunden werden kann, soll. Hast du dort einen Raum, Ecke wo er seine Ruhe finden kann? Bei uns in der OgATA sind 75 Kinder, die da teils rumwuseln. Da muss das schon gut geplant sein, dass der Hund nicht “überrannt” wird.
Ich habe meinen ersten Aussie in die Betreuung von 4 Kleinkinder eingebunden, konnte ihn aber nach kurzen Übungsphasen immer in den Flur schicken, der mit einem Türgitter getrennt wurde. Bei der Welpenauswahl habe ich glücklicher Weise den ruhigsten erwischt, der auch schon den Test zur Eignung des Therapiehundes erfolgreich abgelegt hat.
Mein zweiter Aussie wurde nicht so oft mit reingenommen und hat sich in Kombination mit seinem Charakter auch nicht zu so einem geduldigen ruhigen Hund entwickelt den ich sicher nicht zum Therapiehund ausbilden könnte. Er mag die Nähe zum Fremden nicht.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#8
wobei...du mußt dich evtl auch darauf einstellen, das dein hund nicht so gut mit kindern/fremden kann. bestes beispiel meine kleine. kommt super sozialisiert aus einer tollen zucht mit kindern verschiedener altersstufen inkl. besuchskinder etc. es ist niemals etwas vorgefallen aber je älter sie wird desto weniger lässt sie sich von fremden anfassen. das geht sogar soweit das sie schnappt wenn sie sich in die enge getrieben fühlt. ich muß sehr sehr sehr aufpassen. mit unseren kindern 7 und 10 - ist alles super - die können mit ihr machen was sie wollen...
 

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