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Leinenzwang

Dabei
8 Apr 2016
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#1
Hallo, jetzt wird es wieder stressig.....3,5 Monate an der Leine und Sam, 5 Jahre, reagiert schon.

Kläfft rum, kontrolliert, hütet vermehrt und nervt einfach nur!

Sonst lasse ich ihn rennen, dann läuft er seine Strecken, schaut sich immer nach mir um und dreht große Runden auf Wiesen und Feldern. Das braucht er einfach!

Ich fühle mich selbst schon unbehaglich. Mir wäre nur wohl, zu wissen, ob ihm das jetzt nicht schadet, wenn er sich nicht ausleben kann. Er genießt es einfach, nur mal Gas zu geben.

Kann man das irgendwie kompensieren? Ist ja nicht das erste Jahr, aber immer wieder unangenehm. Und bei Freunden auf Grundstück wird er obsessiv beim Ballspiel und ist völlig gestresst....also Erleichterung bringt das auch nicht.

Oder bin ich das Problem?
 

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Dabei
22 Sep 2014
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#2
Ich steh gerade etwas auf dem Schlauch: warum besteht denn Leinenzwang? Wenn es gesundheitlich bedingt ist, würde ich ihn mit Kopfarbeit auslasten?

Obsessives Ballspiel gab es weder bei meinem vorherigen Hund, noch bei meinem jetzigen. Wenn, dann gibt es etwas, das er apportieren soll. Sprich: ich lasse ihn absitzen, werfe, lasse ihn holen. Manchmal lasse ich ihn mitten im Lauf auch wieder umkehren oder ins Platz ablegen und er darf erst danach weiter und den Gegenstand holen. Aber nie irgendwas, was süchtig macht oder ihn hochpushen könnte.
 
Dabei
8 Apr 2016
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#3
Das ist hier gesetzlich in Niedersachsen so vom 1.4-15.07....Dann darf man überall nur den Hund an der Leine führen.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#4
Ok, hättest du erwähnen müssen :)

Wie gesagt: Kopfarbeit, eine Runde Joggen, Rad fahren. Es gibt auch genug Möglichkeiten den Hund mit Leine auszulasten. Wenn ich an den armen Pitbull aus dem Tierschutz von neben an denke: er darf gar nicht abgeleint werden und ist null frustriert, weil das Herrchen die Dame echt gut auslastet.

"Hüten", kontrollieren... das kommt, meiner Meinung nach, nicht daher, weil der Hund gerade zu wenig rennen darf. Er sucht sich offenbar gerade andersweitig Beschäftigung und zum anderen liegt es an dir, das kontrollieren usw zu unterbrechen. Ich meine: er ist 5 Jahre alt und kein pubertierender Junghund mehr. Von jetztg auf gleich wird das nicht gekommen sein?

Gibt es ansonsten gar keine Auslaufflächen, wo man die Hunde ableinen kann? Kann ich mir gar nicht vorstellen?
 
Dabei
31 Jan 2015
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#5
In Niedersachen ist das wohl tatsächlich komplett verboten. Außer natürlich auf extra dafür vorgesehenen und abgezäunten Hundewiesen und im Garten.

Mh...
Also wenn dein Hund so arge Probleme damit hat, angeleint zu sein, solltest du es aber vllt. auch nach dem Leinenzwang vermehrt üben?
Also mal ganz bewusst 1x pro Tag NUR an der Leine gehen?

Und ansonsten: wie Nadine gesagt hat: ordentlich vom Kopf auslasten, dann dürfte das eigentlich kein Problem darstellen.
Vielleicht liegt das Problem doch eher wo anders. (Hüten kommt ja nicht von der Leine?)
 
Dabei
10 Dez 2015
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#6
Ja hier in Niedersachsen ist das echt streng... Brut- und Setzzeit heißt hier strenge leinenpflicht und wer sich nicht dran hält, wird mit Geldstrafen geahndet... Die "Parkranger" laufen hier ständig Streife... Bei uns ist das gute, dass wir im Sommer sehr viel im garten sind und das reicht zum auspowern. Außerdem gibt's hier ja viele Seen und da kann man abends mit den Hunden schön apportierspiele im Wasser machen. Das lastet die Hunde auch super aus. Ist zwar eine Grauzone weil eigentlich Leinenzwang ist aber wenn der Hund nicht im Gestrüpp rumläuft sondern sich ausschließlich am Strand aufhält stört er ja auch nicht die Brutvögel.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#7
Leinenzwang heißt ja nicht 2m Kurzleine. Schleppleine oder lange Flexi geht auch! Es geht i.d.R. nur darum, das die Hunde auf dem Weg bleiben u. aufspringendem Wild nicht nachstellen. Leider gibt es auch immer wieder Hundehalter, die es abenteuerlich finden mit ihren Vierbeinern, fern der Wege durchs Unterholz zu marschieren. Wenn man ländlich wohnt u. ruhige Landstraßen vor Ort hat, kann man auch eine Weile dort ausweichen. Ich lasse meine Hunde da in der Schonzeit auch ohne Leine laufen (sie gehen nicht vom Weg/von der Straße ab) weil es heißt: In Feld u. Flur, d.h. gegen freilaufende Hunde auf der Straße, kann niemand etwas sagen.
Und ansonsten gibt es schon genannte Alternativen, wie Radfahren, joggen, schwimmen usw. Auch Nasenarbeit powert den Hund gut aus. 20 Min. Nasenarbeit entspricht ca. 1 h Spazierengehen. Oder man macht in dieser Zeit einen Agility, Obediencekurs usw.
 
Dabei
12 Jul 2012
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#8
ja..wir armen niedersachsen. kennst du keine strecken wo keiner kontrolliert? ich geh früh morgens, da läuft niemand herum und dann gern am kanal. da kann kein auto fahren und wenn wer kommt seh ich das kilometerweit. also heißt es leinen los!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#10
Ich entschuldige mich schon mal vorneweg, wenn das, was ich schreibe, etwas hart klingt.
Es ist nicht böse gemeint und ich will damit auch niemanden angreifen.

Zum einen gibt es, wie die anderen ja schon schrieben, genügend Möglichkeiten, seinen Hund auch angeleint auszulasten.
Wenn ein Hund da nach so kurzer Zeit schon durchdreht, läuft irgendwas anderes mit schief.

Dem Hund wird es nicht schaden, wenn er sich mal 3,5 Monate nicht "ausleben" darf.
Denn auch die Wildtiere haben ein Recht darauf, sich "auszuleben".....ganz ohne von Hunden aufgestöbert und gejagt zu werden.
Diese rücksichtslose Einstellung vieler Hundehalter kotzt mich, gelinde gesagt, etwas an. Erlebe ich das hier doch viel zu oft :(

Da treffen sich mehrere Hundehalter mit noch mehr Hunden. Mit diesen läuft man lieber über eine Wiese, die fürs Vieh gemäht werden soll, trampelt alles nieder, anstatt 100 Meter weiter unten den Weg zu nutzen, weil nämlich direkt neben diesem Weg eine Pferdkoppel ist. Und so dicht bei der Koppel müsst man ja seine Hunde anleinen oder sie unter Kontrolle haben. Und das kann man dem Hund ja nicht zumuten, mal so ein paar Meter an der Leine zu laufen. Dann kann er sich nicht ausleben und austoben. Besser, man trampelt alles nieder......ne, da fehlen mir die Worte.

Wie bereits geschrieben, das ist nicht gegen jemand persönlich gerichtet. Mit etwas Phantasie kann man seinen Hund super auslasten, auch wenn der mal für eine gewisse Zeit an der Leine bleiben muss.
Ihr werdet sicher einen guten Weg finden.
 
Dabei
10 Dez 2015
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#11
Was mir noch eingefallen ist, wozu man nicht soooo viel Platz braucht (ein Garten reicht) und was den Hund SUPER auslastet, ist longieren. Das wollen wir nächstes Jahr mit Amy auch anfangen. Julie hat es total gern gemacht und war nach 5-10 min total platt. So haben wir sie dann ausgelastet. Und wie schon geschrieben... Joggen, Radfahren, schwimmen sind auch super mit (Schlepp-) Leine zu machen und der Hund läuft nicht ins Unterholz.
 

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