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Mein Mädchen beißt gerne

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Dabei
23 Jun 2011
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#1
Es geht um meinen ersten Aussie. Ich hab sie seit etwas über einer Woche, sie ist also jetzt 9 Wochen alt.
In den ersten zwei Tagen hat sie noch öfter mal zwischen den Beinen geschlafen oder sich ausgiebig streicheln lassen. Mittlerweile beißt sie bei jeder Gelegenheit mit voller Freude ins Handgelenk. Und wenn man steht in die Hosenbeine oder Schuhe (mit Birkenstock ist das besonders fies).

Am Anfang hab ich immer ein deutliches Nein gesagt dann hat sie aufgehört.
Als das nicht mehr 100%ig funktionierte hab ich sie kurz abgelenkt mit irgendeinem Geräusch und dann hat sie aufgehört zu beißen.
Irgendwann biss sie fester zu als das normale "Betasten mit Zähnen" normal ist und dann hab ich angefangen den Griff über die Schnauze zu machen. Das war ihr herzlich egal. Ich hab dann ihre Zähne aus meinem Pulli/ Hosenbein gezogen und bin aufgestanden hab deutlich Nein gesagt. Je nachdem wie fest sie gebissen hat hab ich vorher natürlich auch Aua gerufen.
Manchmal lege ich meine Finger unten an ihren Hals hin, das beeindruckt sie zumindest etwas und sie hört solange auf wie meine Finger da sind.
Dass ich sie Anbelle oder ins Gesicht puste bringt gar nichts mehr. Da schaut sie nur ein bisschen und beißt weiter.

Mittlerweile ist sie fast nur noch ab beißen sobald ihr langweilig wird. Entweder sie beißt in Decken die vom Sofa hängen, Schuhe, Socken... oder wenn sie grad in meiner Nähe ist mein Handgelenk oder Hosenbein.
Im Moment funktioniert es ganz gut wenn ich sie von mir wegbringe, aufstehe mich umdrehe und ignoriere solange bis sie ihre eigenen Wege geht.
Aber manchmal ist sie so in Rage dass sie auch dann nicht aufhört.

Ich kann sie überhaupt nicht mehr streicheln ohne dass sie währenddessen an irgendeinem Kauknochen herumkaut oder Leckerchen frisst.
Wenn ich sie einfach so mal streichle dann fängt sie nach zwei drei Streichlern an zu schnappen.

Wenn ich mit ihr Spiele - also z.B. Apportieren oder spazieren gehe dann versuche ich sie möglichst ständig Beschäftigt zu halten dass sie keine Möglichkeit hat zu schnappen. Also wenn sie z.B. den Ball gebracht hat lasse ich sie gleich Sitz machen und geb ihr ein Leckerchen. Da kommt sie gar nicht auf die Idee zu Schnappen.
Das Problem ist dann eher nach dem Spiel - sie kommt danach lange Zeit gar nicht mehr runter. Ich mach ca 20 -30 Minuten am Tag was mit ihr. Für einen Welpen sollte das ja eigentlich genug sein. Ich schau eben wann ihre Aufmerksamkeit nachlässt und dann geh ich nur noch etwas mit ihr spazieren.
Wenn ich mich dann hinsetze fängt sie sofort an mich anzuspringen und zu beißen oder fängt an das Hosenbein zu beknabbern oder beißt in die Fersen.

Ich hab auch schon versucht ihr ein Tau anzubieten wenn sie beißen will. So ein Kaudingens. Aber entweder sie ignoriert das völlig, oder sie beißt in die Hand die das Tau hält - also das ihr abgewandte Ende. Das find ich überhaupt sehr seltsam dass sie wenn ich ein Spielzeug halte sie lieber in die Hand beißt als das Spielzeug. Einzig beim Ball verschont sie die Finger.
Was sie auch gerne macht ist wenn sie an ihrem Tau herumhaut und mit ihm kämpft dass sie es dann nimmt, zu meinen Beinen trägt und dort kurz damit weiterspielt um dann "aus Versehen" in meine Schuhe zu beißen. Natürlich macht sie das mit voller Absicht. Das weiß sie auch.

So jetzt ist meine Frage eigentlich schon klar:
Wie gewöhne ich ihr das ab?

Ich lobe sie ja schon für alles das sie richtig macht. Sollte ich mehr Bewegung mit ihr machen? Wieso kommt sie nur ganz schwer runter wenn irgendjemand in ihrer Nähe ist?

Ich werd wohl auch bald mal zur Hundeschule gehen - weil so hab weder ich noch sie was vom Zusammenleben.
Trotzdem bin ich für jeden Tipp dankbar!
 

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Dabei
21 Dez 2007
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#2
Ich hab jetzt wenig Zeit
aber ich würde sagen schalte mal ein Gang runter
wo meiner so alt war wie deine da habe ich fast garnicht gemacht mal im Garten ein bisschen gespielt und gut war.
 
Dabei
21 Dez 2007
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#3
Hab noch ein Bisschen Zeit darum schreibe ich es dir schnell hin.

Erstmal, ein Aussie Welpe braucht keine Auslastung, der ist erstmal gut beschaeftigt damit, sein neues Leben bei euch kennen zu lernen und zu lernen, wie das bei euch so laeuft. Der muss sich orientieren lernen, stubenrein werden, usw. usw.
Ein Welpe braucht viel, sehr viel Schlaf, denn da muss er alle Eindruecke verarbeiten. Ein Baby muss nicht speziell ausgelastet werden.
Also lass alles ganz ruhig angehen, zeig dem Welpen alles nach und nach, und Schritt fuer Schritt was von nun an zu seinem Leben gehoeren soll und wird. Mach dir da keinen Stress. Ein Welpe sollte 20 Stunden am Tag schlafen.
Bring dem kleinen bei, Ruhe zu geben, Aktion koennt ihr dann noch frueh genug machen.
Und mit Auslastung wuerde ich mir vor dem ersten Lebensjahr bei einem Aussie ueberhaupt nicht beschaeftigen.
 
Dabei
12 Jun 2011
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#4
ich denke in der 1. Woche (9.Lebenswoche) haben wir auch noch keine Aktivitäten gemacht, haben uns aufs Sauber werden konzentriert, Leine laufen, Straßenlärm, andere Leute, später sind wir dann zur Welpenspielstunde, da ging es dann los mit kleinen Komandos usw.

muß natürlich auch sagen, dass wir auch keine ganzen Hosen mehr hatten und meine Waden waren auch blau, auch spielen konnte ich mit Wallace nicht, mußte das Spiel stendig abbrechen weil er außer Rand und Band war, er war so aufgedreht, dass er mir auch öfter am Arm hing, mit seinen kleinen spitzen Zähnchen

Hundeschule, Bücher sind das eine, aber das Umsetzen ist das allerschwerste. Ich als Ersthundebesitzer hatte manchmal an mir gezweifelt, weil alles stendig hinterfragt wurde. Ewig bin ich mit der Schleppleine durch die Wiesen gezogen, Nerven, Nerven, Nerven.... Konsequenz

Anderthalbjahr hat das alles gedauert und dann machte es KLICK und ich hatte und habe den liebsten Hund, leider spielt er heute nicht, weil er es nie gelernt hat, dafür aber mit anderen Hunden.

mach nicht den Fehler und überfordere den Hund, er will dann immer mehr und will nur noch arbeiten, geh es langsam an

als ich mir dann gar keinen Rat mehr wußte wie ich den aufgedrehten Hund runter bekam, hab ich mir ne Wasserflasche genommen und hab ihn vollgespritzt, er ist erschrocken und ließ erstmal ab, dann brauchte ich nur noch die Flasche zeigen, sie standen überall herum, so waren sie immer griffbereit, das hat natürlich den Nachteil, ich kann kein Spray benutzen, mach ich auch nicht

wünsch Dir viel Geduld, Nerven, Kraft ....... aber es lohnt sich!
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#5
Hallo! :)

Für mich hört sich das auch nach VIEL ZU VIEL Action für die Kleine an und dieses Beissen sehe ich persönlich als Unart, die sich einzubürgern droht, an. Bring ihr bei, dass es laaaange Ruhephasen für sie gibt -notfalls in eine schön große Box sperren, wenn ihr draussen wart.
Ständig Kauknochen oder anderes Kauzeugs anbieten würde ich auch nicht ... Sie muss ja lernen, dass beissen nicht geduldet wird - das strenge und notfalls laute NEIN, dass du angewendet hast, würde ich schleunigst wieder einführen und jedesmal, wenn sie auch nur ANSATZWEISE zuschnappt sagen plus ALLE Kommunikation mit ihr abbrechen - notfalls eben wieder mithilfe der Box. Die Box sollte natürlich keine Strafe für sie sein, also erstmal ein-zwei Tage darin füttern, loben, wenn sie freiwillig reingeht etc.
Wir haben in der Welpenzeit leider (für uns natürlich GOTT SEI DANK!) überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht bzw. Probleme mithilfe unserer Züchterin, anderen Welpenbesitzern und unserer Hundetrainerin (ab der 12. Woche waren wir dort) schnell aus der Welt geschafft.

Die Wasserspritze ist bei uns auch ein Allheilmittel. ;) Loki kündigt mittlerweile echt jeden an, der an unserer Terasse auch nur ansatzweise vorbeiläuft ... und das nicht nur einmal, sondern minutenlanges Knurren und Wuffen. Hat sich enorm gebessert, seit er ab und zu die Wasserspritze gespürt hat, er ist schon viel ruhiger geworden. Nachteil: Er hat eben Angst vor diesem Spritzgeräusch, also an Sprenkelanlagen vorbeigehen ist ihm ein Graus. Und das ja vollkommen zurecht, er weiss ja nicht, was er falsch macht, dass er beständig angespritzt wird!

Liebe Grüsse,
Linda
 
Dabei
23 Jun 2011
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#6
Super danke schon mal für die Antworten.
Am Montag werde ich mir direkt 2 Sachen besorgen: eine Wasserpistole und eine Hundebox.

Im Moment setze ich sie immer in einen Holzkasten im Flur. Aber da ist sie eben nicht bei mir in der Nähe, kann mich allenfalls hören. Irgendwie widerstrebt es mir auch sie ständig wegsperren zu müssen - andererseits kann ich mich ohne das im Haus nicht ohne festes Schuhwerk bewegen.
Heute und gestern war's schon etwas besser mit ihr. Sie schnappt jetzt öfter nur noch so halb weils sie testet ob ichs ihr immer noch verbiete. Ich zieh das mit dem ignorieren weiterhin knallhart durch. Also beim kleinsten Anzeichen von Schnappen kriegt sie die kalte Schulter und ein "NEIN".

Danke WASA für deinen kurzen Erfahrungsbericht - ich werd da genauso auf mein Nervenkostüm setzen müssen :)

Ich hoffe nur dass sie keine Abneigung gegen Hundeboxen, Wasserpistolen etc entwickelt. Im Moment mag sie es schon gar nicht wenn ich sie in ihre Kiste setze. Da kriegt sie jetzt immer ein Leckerchen hinterher.
Auf jeden Fall werd ich weniger mit ihr machen und ihr mehr Raum zum runterkommen geben. Wobei sie sich den auch oft nicht nimmt... besonders wenn irgendjemand in der Nähe ist kann sie nicht abschalten. Ich hab mich oft draußen mit ihr in den Garten gesetzt ein Buch gelesen und Kaffee getrunken. Nach 10 Minuten herumlaufen hat sie angefangen an mir herumzunagen.
Manchmal hat sie auch schon ruhige Minuten in denen sie sich streicheln lässt ohne Anzeichen von Schnappen - aber eben Minuten... keine Viertelstunden :D

Wie ist das eigentlich mit Handfüttern. Ich muss ihr Knochen und ähnliches Kauzeug aus der Hand füttern weil sie das sonst gerne runterschluckt. Das hat mich am Anfang ziemlich geschockt aber die Lammknochen hat sie dann zum Glück doch verdaut. Nur es muss ja nicht sein dass sie jeden Tag mit Extrarippen herumläuft. Bei Ochsenziemern ist halt der Vorteil dass sie sich dabei ganz gut enspannt und sich auch Streicheln lässt. Ich hab bisher nicht den Eindruck gehabt dass sie das irgendwie gleichsetzt - also am Knochen kauen und in die Hand beißen. Wenn sie beim Nagen nahe an die Hand kommt dann wird sie eigentlich schon vorsichtiger weil sie meine Hand ja merkt. Oder sollte ich das aufhören bis sie wirklich ins Zahnen kommt?
 

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