Meine Anfängerfragen

Dabei
10 Apr 2021
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#1
Hallo in die Runde,
Auch ich komme nicht drum herum mal meine Frage(n) zum Thema Fütterung bei Euch abzuladen
Zu meiner Situation:
Ende Juni zieht ein 12 Wochen alter Welpe bei uns ein, den ich, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, dann auch immer mit ins Büro nehmen kann.
Nachdem ich fast schon entschlossen war, der Einfachheit halber trocken zu füttern, bin ich nach meinen Recherchen zu Erfahrungsberichten und Expertenmeinungen nun doch zu dem Entschluss gekommen, zumindest überwiegend roh zu füttern.
Das wäre auch schon die erste Frage: Auf der einen Seite habe ich gelesen, dass man nicht durcheinander füttern soll, auf der anderen Seite gibt es das Teilbarfen. Wie kann/sollte man beides sinnvoll kombinieren, was gibt es zu beachten?
Aus Respekt vor der eigenen Zusammenstellung oder am Anfang überfordert zu sein, würde ich gerne mit Fertigmenüs barfen - könnt ihr da einen Anbieter empfehlen?
Wie binde ich Trainingsleckerlies in die Gesamternährung ein, die müssten ja wieder gegengerechnet werden, was bei Trockenfütterung ja sicherlich einfacher wäre. Gibt es da irgendwie eine Faustformel?
Gibt es aus eurer Sicht eine galante Lösung für die Rohfütterung im Büro, wenn man aus Platzmangel im Kühlschrank jeden Tag die Ration in einer Kühltasche ins Büro fahren müsste? Oder wäre es in dem Fall sinnvoller trocken zu füttern?
Long Story Short. Ich freue mich über jede Antwort auf diesen erschlagenden Fragenkomplex, selbst, wenn nur einzelne Fragen beantwortet werden würden. Mich überfordert die Informations- und Angebotsvielfalt des Internets enorm, daher freue ich mich über persönliche Erfahrungen.
Vielen Dank und liebe Grüße
Sophia
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Dabei
21 Feb 2011
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#2
Hallo, wichtig ist, dass der Bedarf an allen Nährstoffen gedeckt wird. Also, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente usw müssen in in ausreichender Menge im Futter enthalten sein.

Natürlich kannst du Teilbarfen und, entgegen aller Meinungen, kannst du das sogar mischen.
Die Fertigbarfmenues sind meist nicht bedarfsdeckend, da wirst ergänzen müssen.

Gerade bei einem Welpen würde ich mir die Rationen von einer/m ErnährungsberaterIn ausrechnen lassen. So kannst du sicher sein, dass dein Hund alles bekommt, was er braucht, um gesund aufzuwachsen.
 
Dabei
10 Apr 2021
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#3
Hallo, wichtig ist, dass der Bedarf an allen Nährstoffen gedeckt wird. Also, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente usw müssen in in ausreichender Menge im Futter enthalten sein.

Natürlich kannst du Teilbarfen und, entgegen aller Meinungen, kannst du das sogar mischen.
Die Fertigbarfmenues sind meist nicht bedarfsdeckend, da wirst ergänzen müssen.

Gerade bei einem Welpen würde ich mir die Rationen von einer/m ErnährungsberaterIn ausrechnen lassen. So kannst du sicher sein, dass dein Hund alles bekommt, was er braucht, um gesund aufzuwachsen.
Vielen Dank für Deine Antwort. Dann schließe ich daraus auch, dass ich mich ja durchaus vom anfänglichen Trockenfutter, welches ich vom Züchter übernehme, schrittweise herantasten kann. Der Tipp mit der Ernährungsberatung ist auch nochmal ein guter Hinweis. Hab zwar allerlei Rechner im Netz gefunden, aber die werden mich auch nicht zur Erleuchtung führen, ich möchte es ja gern auch verstehen.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#4
Das Futter vom Züchter würde ich erstmal weiterfüttern bis du was passendes gefunden hast.

Die Umstellung auf ein anderes Futter sollte man schrittweise über mehrere Tage machen, damit der Hund sich an das neue Futter gewöhnen kann.

Die Rechnerei nützt nichts, wenn man nicht weiß, welche Nährstoffe und wieviel davon in den einzelnen Zutaten, von z. B. Fertigbarf, enthalten ist.
Daraus ergibt sich dann ja auch, was man ergänzen muss und wieviel davon.
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#5
Hallo,
nun bin ich kein Ernährungsberater , oder so ,
aber ich denke , Du brauchst das Füttern nicht zu wissenschaftlich angehen .
Wenn die grobe Richtung stimmt , das Futter abwechslungsreich ist ,insgesamt über einen gewissen Zeitraum den Nährstoffbedarf abdeckt,
genügt dieses schon . Es müssen nicht in jeder Mahlzeit alle Nährstoffe , Mineralien ,oder Vitamine enthalten sein .

Wenn Du einen Einblick in die Vorstellung der BARF - Anhänger haben möchtest , es gibt genügend Literatur und Anleitungen da zu ,
auch bei Google kannst Du schauen . Doch gerade die Frage der Ernährung ist sehr umstritten , vergleichbar , wie bei den Religionen .
Gerade durch rohes Fleisch können Krankheitskeime übertragen werden und mit den zunehmenden , multiresistenten Erregern ,
sollte man nicht unachtsam umgehen . Diese mögen vielleicht für gesunde Menschen , oder Hunden nicht so gefährlich sein,
aber jeder kann zum Überträger werden und sobald schwache , kranke Individuen betroffen sind , können diese Keime töten .

Wenn auch alle Hunde von Wölfen abstammen , leben diese schon seit 20.000 Jahren mit den Menschen zusammen .
Im Grunde sind die Hunde Abfallfresser, sie haben sich anders wie Wölfe , weltweit daran angepasst mit der Nahrung zurecht zu kommen ,
welche ihre Menschen jeweils gerade hatten und für sie vielleicht noch übriggeblieben ist .
Ob Obst , Fisch , Nüsse , Getreide , Schlachtabfälle , oder sonst was , Hunde fraßen das Futter, welches ihre Menschen übrig hatten .

Auch eine Fütterung wehrend Deiner Arbeitszeit ist nicht unbedingt lange erforderlich , Intervallfasten ist bei Hunde normal ,
sie können auch große Mengen Nahrung gleichzeitig verschlingen , und mit längeren Abständen bis zur nächsten Fütterung zurecht kommen .
Nur bei Welpen ist es vielleicht noch sinnvoll ,ihnen kleinteiliege Nahrung , in mehreren kleinen Portionen , über den Tag verteilt zu geben .
 
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Dabei
8 Jul 2017
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#6
Eine Bekannte von mir hat einen Welpen übernommen der sofort nach Mutter gebarft wurde. Der Welpe war nach ein paar Wochen beim der Besitzerin schwer krank, Besitzer hat die Mengen des Züchters weitergefüttert. Das Tier hatte grottenschlechte Nierenwerte usw. Der Tierazt gab dem Tier 3 Jahre Lebenszeit. Bis zum Ende des ersten Lebensjahr war das Tier eingeschränkt und oft beim TA und Klinik.

Futter wurde umgestellt und dem Tier gings zusehends besser....über Monate gesehen.

Liest man so oft, dass der Hund Abfallfresser ist. Ernährung wird nicht nur das Leben von Menschen beeinflussen, mitunter die Lebenserwartung auch von Hunden.
 
Dabei
10 Apr 2021
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#7
Hallo,
nun bin ich kein Ernährungsberater , oder so ,
aber ich denke , Du brauchst das Füttern nicht zu wissenschaftlich angehen .
Wenn die grobe Richtung stimmt , das Futter abwechslungsreich ist ,insgesamt über einen gewissen Zeitraum den Nährstoffbedarf abdeckt,
genügt dieses schon . Es müssen nicht in jeder Mahlzeit alle Nährstoffe , Mineralien ,oder Vitamine enthalten sein .

Wenn Du einen Einblick in die Vorstellung der BARF - Anhänger haben möchtest , es gibt genügend Literatur und Anleitungen da zu ,
auch bei Google kannst Du schauen . Doch gerade die Frage der Ernährung ist sehr umstritten , vergleichbar , wie bei den Religionen .
Gerade durch rohes Fleisch können Krankheitskeime übertragen werden und mit den zunehmenden , multiresistenten Erregern ,
sollte man nicht unachtsam umgehen . Diese mögen vielleicht für gesunde Menschen , oder Hunden nicht so gefährlich sein,
aber jeder kann zum Überträger werden und sobald schwache , kranke Individuen betroffen sind , können diese Keime töten .

Wenn auch alle Hunde von Wölfen abstammen , leben diese schon seit 20.000 Jahren mit den Menschen zusammen .
Im Grunde sind die Hunde Abfallfresser, sie haben sich anders wie Wölfe , weltweit daran angepasst mit der Nahrung zurecht zu kommen ,
welche ihre Menschen jeweils gerade hatten und für sie vielleicht noch übriggeblieben ist .
Ob Obst , Fisch , Nüsse , Getreide , Schlachtabfälle , oder sonst was , Hunde fraßen das Futter, welches ihre Menschen übrig hatten .

Auch eine Fütterung wehrend Deiner Arbeitszeit ist nicht unbedingt lange erforderlich , Intervallfasten ist bei Hunde normal ,
sie können auch große Mengen Nahrung gleichzeitig verschlingen , und mit längeren Abständen bis zur nächsten Fütterung zurecht kommen .
Nur bei Welpen ist es vielleicht noch sinnvoll ,ihnen kleinteiliege Nahrung , in mehreren kleinen Portionen , über den Tag verteilt zu geben .
Ich danke dir sehr für deine Zeit und ausführliche Antwort! Rein vom logischen Menschenverstand finde ich das auch absolut nachvollziehbar, was du schreibst. Man findet so viele, teilweise widersprüchliche, Empfehlungen, dass ich einfach einen sehr großen Respekt vor diesem Thema habe.
Das mit der Bürosituation ging mir auch nochmal durch den Kopf, dass man über kurz oder lang durch die Reduzierung der Mahlzeiten ohnehin nicht mehr am Tag füttern brauch.
 
Dabei
10 Apr 2021
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#8
Eine Bekannte von mir hat einen Welpen übernommen der sofort nach Mutter gebarft wurde. Der Welpe war nach ein paar Wochen beim der Besitzerin schwer krank, Besitzer hat die Mengen des Züchters weitergefüttert. Das Tier hatte grottenschlechte Nierenwerte usw. Der Tierazt gab dem Tier 3 Jahre Lebenszeit. Bis zum Ende des ersten Lebensjahr war das Tier eingeschränkt und oft beim TA und Klinik.

Futter wurde umgestellt und dem Tier gings zusehends besser....über Monate gesehen.

Liest man so oft, dass der Hund Abfallfresser ist. Ernährung wird nicht nur das Leben von Menschen beeinflussen, mitunter die Lebenserwartung auch von Hunden.
Vielen Dank für deine Erfahrung. Ist denn bekannt, woran genau der Hund letztlich erkrankt ist? Falsche Zusammensetzung, Minderqualität, falsche Mengen... des Futters?
 
Dabei
8 Jul 2017
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#9
Vielen Dank für deine Erfahrung. Ist denn bekannt, woran genau der Hund letztlich erkrankt ist? Falsche Zusammensetzung, Minderqualität, falsche Mengen... des Futters?
Da wurde sehr viel minderwertiges verfüttert, Schlund, Kehlkopf ... Kenne mich mit barf nicht aus. Nu, erinnere ich mich auch daran, dass auch die Schilddrüsenwerte lange daneben waren.
Der Welpe hatte Urin der war klar wie Wasser.
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#10
Hallo,
anders wie unsere Ratten in der Kanalisation , die zunehmend auch immer stärkere Gifte tolerieren ,
unterliegen heute die meisten Hunde keiner natürlichen Selektion mehr .
Besonders viele Rassenhunde werden nicht mehr auf Vitalität und Gesundheit gezüchtet ,
sondern müssen hauptsächlich nur noch bestimmten Schönheits- und Rassenmerkmalen entsprechen ,
sonst werden sie rundum medizinisch und gesundheitlich versorgt und wenn nötig, aufgepäppelt .
Da wundert es nicht , dass viele Hunde auch sehr empfindlich , wie kurzlebig geworden sind
und Allergien , Unverträglichkeit entwickeln , oder anfällig für Infektionen geworden sind
und einige von ihnen sogar nur noch mit ganz speziellem Futter ernährt werden müssen .

Schlund, Kehlkopf ist nicht zwingend ein minderwertiges Futter , auch ein gewisser Anteil an Knorpel, Bindegewebe , oder Fett
sind für die gesunde Hundeernährung sogar sehr wichtig .
 
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Dabei
21 Feb 2011
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#11
Da Nährwertwurde sehr viel minderwertiges verfüttert, Schlund, Kehlkopf ... Kenne mich mit barf nicht aus. Nu, erinnere ich mich auch daran, dass auch die Schilddrüsenwerte lange daneben waren.
Der Welpe hatte Urin der war klar wie Wasser.
Schlund und Kehlkopf sind wirklich sehr minderwertig und haben so gut wie gar keinen Nährwert. Dazu kommt noch, dass durchaus winzige Teile der Schilddrüse da anhaften können. Was für den Hund Folgen hat, denn auch in diesen winzigen Stücken sind die Schilddrüsenhormone vorhanden.
Leider wird immer mehr Schlund in gewolftem Barffleisch verarbeitet.
Würde ich barfen, gäbe es hier nur große Fleischstücke. Da sehe ich, was ich habe und hygienischer ist es auch. Denn das Fleisch kann ich abwaschen. Gewolftes eben nicht und durch das Zerkleinern hat es eine viel größere Angriffsfläche für Keime.
Wie sauber die einzelnen Betriebe arbeiten....das überlass ich der Phantasie. Da ist ja schon bei der Lebensmittelproduktion der Wurm drin......
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#12
Der Schlund ist die Speiseröhre beim Rind , er hat ein sehr feines, mageres Fleisch mit einem Anteil von Sehnen, ist gut durchblutet
und hat zu Unrecht den schlechten Ruf .
Bei Rindern sitzt die Schilddrüse unterhalb des Kehlkopfes, zwischen Schlund und Luftröhre .
Nur unseriöse Futterhersteller wolfen manchmal Schlund wie die Luftröhre gemeinsam und entfernen auch die Schilddrüse nicht.
Der Schlund an sich hat aufgrund der Nachbarschaft zur Schilddrüse manchmal einen etwas höheren Jodgehalt,
die Schilddrüse dagegen ist der größte Jodspeicher des Körpers .

Nur eine längerfristige vermehrte Fütterung von Teile mit erhöhtem Jod - , wie Schilddrüsenanteilen ,
könnten auch die die Schilddrüse der Hunde vielleicht dauerhaft schädigen .

Besonders häufig passiert es bei Futter aus nachlässig verarbeiteter , Massenproduktion ,
dass die Schilddrüse nicht sorgfältig entfernt wurde ,
darum ist es wichtig , das dieses Futter nur aus einer zuverlässigen Quelle stammt .

Gesunde Hunde haben wohl keine großen Probleme ,wenn sie bei abwechslungsreicher Fütterung,
auch hin und wieder Schlund und Kehlkopf bekommen .
Hunde, welche unter Schilddrüsenfunktionsstörungen leiden , können auf Futteranteile mit Jod gegebenenfalls besonders stärker mit Unruhe ,
oder Herzklopfen reagieren . Solche Symptome verschwinden normalerweise von allein, sobald der Hund das vorhandene Jod abgebaut hat.
 

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