Menschen die um Ecken kommen

Dabei
6 Okt 2021
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#1
Hallo zusammen :)

Ich bin ganz neu hier und direkt am verzweifeln, also dachte ich nutze ich mal Aussieschwarmwissen.
Bei mir ist vor kurzem ein 1 1/2 jähriger aussie Rüde eingezogen, der eigentlich ziemlich entspannt drauf ist.
Nun zeigt sich aber dass ihn Menschen die unerwartet hinter Ecken auftauchen total verunsichern und nervös machen und er anfängt wie wild zu bellen. Den ganzen Spaziergang geht alles gut, er läuft an allen brav vorbei und dann lässt er sich plötzlich nicht mehr beruhigen…was aber auch nicht bei jedem Spaziergang vorkommt…
Ich weiß in den Situationen nicht wirklich was ich tun kann
Ist das normal, kennt ihr das? Lässt sich sowas mit Ablenkung über Futter regeln? (Er ist sehr verfressen)
Ich habe nun auch einer Hundeschule geschrieben um bei dem Weg den ich beschreite regelmäßig Hilfe zu bekommen :D
Aber ich hoffe trotzdem auf Erfahrungswerte und sofort-tipps für den spontanen Umgang :)

LG
 
Dabei
21 Aug 2020
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#2
Hallo,
ich kenne ähnliche Situationen von Sam auch. Jogger, Fahrradfahrer und Füßgänger ignoriert er. Verhalten diese sich "komisch" oder kommen plötzlich auf uns zu gelaufen, bellt er diese an. Beispielweise läuft ein Jogger an uns vorbei, zehn Meter weiter dreht er plötzlich um und läuft wieder auf uns zu. Oder ein Mensch steigt aus einem parkenden Auto und rennt in unsere Richtung, wahrscheinlich weil er in Eile ist. Oder, wie bei dir, einer kommt plötzlich um die Ecke und auf uns zu.
Ich packe ihn dann unterm Kinn am Halsband, drehe ich mich vorne ihm so in den Weg, dass er Sitz machen muss und sage energisch "Lass es"! Mittlerweile reicht ein kurzes Signal über die Leine und ein "Lass es" aus.
Bei einer nicht gut einzusehenden Ecke o.Ä. muss er grundsätzlich hinter mir gehen. Dass Signal "hinter!" muss natürlich vorher geübt werden.
Viel Erfolg!
 
Dabei
6 Okt 2021
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#3
Oh danke, das klingt alles sehr gut!
Und das Kommando "hinter" ist eine richtig guten Idee!
Ich denke das werde ich aufjedenfall mit ins Repertoire nehmen :)
 
Dabei
19 Jan 2017
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#4
Hallo Amun,

ich denke ihr seid besser beraten einen seriösen Trainer einzubinden, der sich die Situationen genau anschaut.
Es kann viele Gründe geben warum dein Rüde derart reagiert. Unsicherheit, Überforderung, etc.
Über Druck an der Leine und am Halsband mit Hunden zu kommunizieren ist nie eine gute Vorgehensweise.
Vor allem wenn das Fehlverhalten aus Unsicherheit und Angst gezeigt wird.
Bitte nicht machen.
 
Dabei
6 Okt 2021
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#5
Joo mach ich nicht :)
Ein Trainer wird gesucht, ich wollte nur nicht dass sich dieses Verhalten bis dahin weiter festigt :)
Ich habe einen Verdacht dass es Unsicherheit ist…ich hab nun versucht ihn mehr auf die sichere Seite zu nehmen, ihm mit meinem Körper Sicherheit zu bieten und wenn es unübersichtlich wird aktiv hinter mir laufen zu lassen
Es gab bisher keine Zwischenfälle selbst im Dunkeln nicht
 
Dabei
21 Aug 2020
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#6
Guten Morgen,
ich drücke es mal verständlicher aus: Ich übe keinen Druck aus. Das hat nichts mit "Leinenrucken" zu tun. Er geht sowieso nur am Geschirr. Ich stell mich vor ihn, halte ihn unterm Kinn fest am Halsband und drücke meinen Unmut aus. Oder ich zieh ihm am Geschirr leicht zur Seite, damit er aufmerksam wird. Das alles geschieht sehr schnell und dauert nicht lange. Wir gehen gechillt weiter und die Sache ist erledigt.
Viele Dinge sind auch ohne teuren Hundetrainer zu lösen. Die wollen auch nur Geld verdienen, dürfen sie auch. Für viele Probleme bei Hunden gibt es aber tatsächlich eine ganz einfache Lösung, und jetzt nicht erschrecken.....Es einfach zu verbieten!!
Ob es jetzt aus Unsicherheit oder Angst oder Über-/Unterforderung oder weil er schon mit diesem und jenem schlecht Erfahrungen gemacht, ist egal.
Er SOLL es einfach nicht machen - fertig-aus!
Natürlich geschieht es irgendwie auch aus Unsicherheit. Aber im Grunde erschreckt er sich einfach und bellt dann. Find ich normal. Und dann liegt es am Hundebesitzer zu sagen, so nicht, halt die Klappe! Und damit gebe ich meinem Hund ein Zeichen, dass ich weiß wie die Situation zu regeln ist.
Es geht gar nicht das der Hund andere Menschen anbellt. Es kann auch mal eine Oma mit Rollator oder ein Kind auf einem Rad um die Ecke kommen.
Also nicht immer alles auf die mein Hund ist unsicher oder hat Angst Schiene schieben. Einfach mal den gesunden Menschenverstand sprechen lassen.
Bei uns funktioniert es bestens, auch in anderen Situationen.
Wenn ich sage "Lass es" weiß er, dass er da raus ist und ich die Situation einzuschätzen weiß.
Und wenn ich abends allein mit ihm gehe, und jemand Fremdes kommt auf uns zu, darf er auch mal bellen. ;-)
 
Dabei
19 Jan 2017
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#7
Hallo Elly,

ich erschrecke nicht. Im Gegenteil. Mit den Argumenten habe ich fest gerechnet.

An Amun: ich freue mich, dass deine Fellnase die sichere Seite gut annimmt. Spricht für Unsicherheit.
Noch ein kleiner Tipp. :)
Unsicheren Hunden hilft es, wenn unübersichtliche Ecken in einem kleinen Bogen angelaufen werden.
Eine eventuelle frontale Situation wird dadurch noch einmal angenehmer. Hilft übrigens auch bei anderen Situationen.
In Hundesprache bedeutet frontales aufeinander zulaufen immer : " Ich will dir nichts Gutes"
Achte beim Laufen der Ecke auf deine eigene Körperachse, auf deine Schultern und Füße.
Damit kannst du Amun auch zeigen, dass ihr die Ecke nicht eng nehmt.

Zusätzlich kann man Hunde auf bevorstehende Situationen vorbereiten und ihnen somit Sicherheit geben.
Beispielsweise durch Benennung der Situation. Klingt vielleicht erst einmal befremdlich, aber funktioniert. ;)
Auch ein Kommando in welche Richtung ihr die Ecke passiert gibt Sicherheit, damit kann sich die Fellnase entsprechend einstellen.
Das wären jetzt so meine spontanen Erstehilfe-Tipps. :)
 
Dabei
29 Mrz 2018
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#8
Den perfekten Hund gibt es wohl nicht , hier ist jeder HH zuständig und für die richtige Führung seines Hundes verantwortlich .
Je besser es gelingt einen Hund zum Gehorsam zu erziehen und ihn zu sozialisieren , desto mehr Freiheiten kann er bekommen .

Je jünger ein Hund ist , desto leichter gelingt die Sozialisierung .
Ich denke , eine ganz einfache Lösung wird es bei Deinem Hund wohl nicht geben, damit er seine Unsicherheit verliert .

Meine Empfehlung wäre ,
jetzt gleichzeitig ein Training zum Gehorsam , so wie eine vorsichtige Gewöhnung an Situationen in denen der Hund andere Menschen anbellt.
Wenn der Hund durch ein Kommando lernt, ruhe zu bewahren und gleichzeitig seine Angst und Aufregung durch Gewöhnung vermindert werden, wird es vielleicht gelingen dieses Problem irgendwann zu beherrschen .
 

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