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Müsste mal auf euren Erfahrungsschatz zu greifen -- Aussie Hündin schnappt ---

Dabei
18 Dez 2011
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#1
Hallo liebe Aussie-Besitzer,

ich bräuchte mal euren Erfahrungsschatz:).
Ich habe seit ca. 3Monaten eine jetzt 8,5Monate alte Aussie-Dame aus sagen wir einmal suboptimalen Lebensverhältnissen übernommen. Sie wurde zum Teil an einer Laufkette auf einem Hof gehalten, kannte außer dem Hof und 10 Min in den Wald rein und auf dem gleichen Weg wieder raus nichts. Zudem gab es ein autistisches Kind, das die arme Maus auch nicht gerade zimperlich angefasst hat (ich hatte nach dem 1.Besuch schon einen blauen Fleck, obwohl das Kind gegen mich und ich nicht gegen das Kind gelaufen bin!). Ich weiß das sind nicht die besten Voraussetzungen für eine gute Prägung:-( aber dort lassen konnte ich die arme Maus auch nicht...also hab ich es mir durch den Kopf gehen lassen und mich dann dafür entschieden sie zu mir und meiner Border/Schäfer-Mischlingshündin dazu zu holen. Die anfänglichen Probleme (die Kleine zickt meine Hündin an, verteidigt alles sobald meine Hündin auch nur den Raum betritt, schnappt nach vorbei fahrenden Autos,...) haben wir konsequent und mit Erfolg geklärt:). Mit meiner Hündin und ihr bereits bekannten Menschen ist sie inzwischen echt super. Jetzt mein Problem: fremde Menschen (vor allem Männer und Kinder) sind leider immer noch zum angreifen da ( bis jetzt war ich zum Glück immer schneller als sie). Ich hab es inzwischen schon etwas verbessern können. D.h. wir können schon an Menschen vorbeilaufen und solange die Menschen sie nicht ansprechen ist alles ok, bei Kindern ist es ganz einfach das Alter (jünger als Grundschule), dazu das rumrennen und Geschrei was sie nicht ab kann.
Gestern kam es dann wieder zu einem Vorfall, wir waren mit einer Gruppe wandern und plötzlich fängt sie an einen Freund von mir anzubellen (er lief schon gut 2Std. mit uns zusammen und stand auch in der gleichen Position seit ca.10Min am Feuer. Keiner der anderen Hunde hat sich davon beeindruckt lassen, die sind alle liegen geblieben. Er hat sich dann hingekniet und sie rannte dann freudig hin, er hält ihr ein Leckerli hin (wir arbeiten daran dass fremde Menschen echt toll sind und nicht furchteinflößend). Sie setzt sich, nimmt das Leckerli und als er keines mehr hat schnappt sie nach ihm. Ich war zum Glück direkt neben ihr und schnell genug um dazwischen zu gehen. Sie ist dann auch nicht ansprechbar, wie wenn sie aus tickt. Werfe ich dann die Wurfkette im richtigen Moment ist sie kurz ansprechbar und man kann sie mit ruhiger Stimme auf sich fixieren und dann ist sie wieder so: Ah, ok dann halt nicht und setzt sich hin. Das gleiche nur eben in einer viel ängstlicheren Ausführung habe ich bei Männern die sie sehr gut kennt. Wenn da einer sie streng anschaut, etwas rasch in die Hand nimmt,... rennt sie unters Sofa und versteckt sich. Ich denke dass sie echt schlechte Erfahrungen gemacht hat. Wir arbeiten mit einer guten Hundeschule zusammen und ich bin auch recht Hütehunde erprobt:). Dennoch stellt mich die Kleine manchmal schon auf eine harte Probe.

Jetzt meine Frage an euch Aussie-Kenner: Hat jemand mit solchem Verhalten Erfahrung und möchte mir Mut machen, dass sich das Ganze mit konsequenter Arbeit/Erziehung in den Griff kriegen lässt? Gerade die "Aussetzer" wo sie kurz echt nicht ansprechbar ist finde ich erschreckend. Ich weiß dass sie schon große Fortschritte gemacht hat, aber ich habe doch etwas bedenken ob sich das alles noch "verwächst". Zumal sie das Gleiche Gehabe seit Neuestem hin und wieder bei meinen "Tages/Spaziergeh-Hunden" an den Tag legt, was zu einem diskussionslosen Time-out führt:) danach ist es dann auch gegessen und sie ist wieder runter gekommen. Manchmal kommt sie mir wie ein wütendes Kind vor, dass einfach mal 5 min in seiner Wuthöhle Dampf ablassen muss:)

Über Tipps, Anregungen und co bin ich jederzeit froh:)
LG
 

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Dabei
14 Feb 2008
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#2
Also als ein spezielles Hütehundeproblem würde ich das nicht ansehen. Der arme Hund hat ganz offensichtlich in seinem Leben nur Schlechtes erfahren.

Grundsätzlich denke ich, dass ihr auf einem guten Weg seid und ja offensichtlich schon einige Fortschritte gemacht habt.
Kopf hoch und geht Euren Weg weiter. Der Hund muss Vertrauen erlernen, das braucht seine Zeit.
 
Dabei
12 Jun 2011
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#3
Erstmal Hut ab, dass Du sie da gerettet hast - was gibt es nur für Menschen???

Denke auch, dass Du auf dem richtigen Weg bist, hätte sie kein Vertrauen zu Dir, hättet Ihr noch keine Fortschritte erzielt.
Es wird noch ein sehr langer Weg sein, denn ein Aussie hinterfragt sehr lange und ausdauernd und nun kommt noch die Pupertät, wo die meisten sowieso nochmal von vorn anfangen. Könnte mir aber vorstellen, dass die Zeit Deine Chance ist, wird allerdings hart.

Hoffe Deine Hundeschule hat den richtigen Dreh, Konsequenz hoch3 und ganz viel Liebe.

Ich wünsch Dir Nerven wie Drahtseile, Geduld und Kraft und hoffentlich keine Unfälle, aber es lohnt sich!

Wir hatten alle eine Zeit, wo wir dachten - es geht nicht mehr - und wenn es am schlimmsten kommt, geht es bergauf und dann kann es nur noch besser werden - Alles Gute!

LG Sabine und Wallace
 
Dabei
18 Dez 2011
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#4
Vielen lieben Dank euch Beiden! Es gibt einfach so Tage, da braucht man wirklich Drahtseile als Nerven:) und da hilft es schon wenn man von anderen, die schon über den Berg sind hört dass es besser wird:) Über die Leute kann man sich echt nur wundern, kaufen sich nen Aussie (die Kinder wollten ja einen bunten Hund) um den Hof an einer Laufleine zu bewachen und wundern sich dann wenn der kleine Welpe nicht immer freundlich ist. Wie kann man nur? Ich möchte gar nicht wissen wieviel Angst die arme Kleine hatte. Die ersten 2 Wochen ist sie jede Nacht quietschend aufgewacht und hat gebrummt und sich unter dem Bett versteckt. Das tut einem echt in der Seele weh.Ich hoffe nur dass das nach vorne gehen und schnappen nachlässt. Heute Mittag hatten wir z.B.einen super Spaziergang, sie hat wirklich mit ihrem Dummy gespielt und ihn apportiert und das ist ja mal was*freu*! Also nochmals vielen lieben Dank für eure Aufmunterung! Ganz liebe Grüße
von mir und der momentan durch´s ganze Haus spielenden Rasselbande:)
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#5
Boah, wenn ich so höre, was manche Menschen ihren Hunden antun, dakönnte ich echt sauer werden :mad:. Aber Hut ab, dass du die Kleine da raus geholt hast!!!
Klingt für mich auch nach dem Verhalten eines Welpen, der schlechte Erfahrungen gemacht und wenig kennengelernt hat plus Pubertät... Ihr habt ja schon echt viel geschafft, 3 Monate sind ja wenig Zeit und sie ist sehr jung. Mit viel Liebe und Konsequenz und harter Arbeit werdet ihr das bestimmt hinkriegen. Kann natürlich gut sein, dass sie kleine Kinder nie wirklich mögen wird, aber ist ja auch die Frage, ob sie das muss
 
Dabei
15 Mai 2012
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#6
Hallo!!!
Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen; ich finde es ganz ganz toll das du die süße da rausgeholt hast!!!!!!!!!
Ich denke wie die anderen, mit viel Geduld, einer guten Hundetrainer/in an der Hand und viel viel Liebe wird sich das Verhalten bestimmt weiterhin bessern, du hast ja ohnehin schon sooooo viel mit ihr durchgestanden!!!
Das mit den Kindern ist bestimmt schwierig für sie, besonders wenn sie eben so schlechte Erfahrungen gesammelt hat, aber ich denke auch da, durchhalten und weitermachen. Sie muss sie ja nicht lieben und "aus dem Weg gehen" kann man sicherlich trainieren (wobei ich da wirklich keine Ahnung von habe, Rumo ist mein erster Hund und ich brauch auch noch viel Unterstützung von erfahreneren Leuten :))
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#7
Ein kompetenter Hundetrainer (am Besten einer, der ohne Wurfkette arbeitet, denn das ändert ja nichts am Problem selbst) kann dir da sicher wirklich am Besten helfen. Frag doch mal Gundi, ob sie wen weiß für dich ....
Wichtig ist, dass du ihr Sicherheit, Regeln und Grenzen konsequent aufweist und das alles noch mit viel Liebe und einem tollen Umfeld. Anscheinend hast du ja wirklich Glück mit Freunden und Bekannten, dass dir da keiner den Hund ausredet.
DAUMEN HOCH FÜR DICH!!!
 
Dabei
18 Dez 2011
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#8
Oh ja, ich glaube Kinder werden sicher nicht ihre liebsten Freunde werden:) müssen sie ja auch nicht, solange sie lernt sie eben einfach zu akzeptieren und ihnen auszuweichen bin ich ja schon mehr als zufrieden... Ich komm zum Glück aus einem ziemlich Hunde-verrückten Umfeld, also da steht niemand negativ einem Wau-Wau mit ein paar Macken gegenüber. Das ist natürlich sehr angenehm. Es wär mir auch ziemlich egal wenn jemand etwas gegen die Kleine hätte - man kann er mir ja aus´m Weg gehen - mich gibt´s nur mit Hunden:) Zur Wurfkette muss ich sagen, dass ich davon absolut kein Fan bin! Und ich auch nicht will dass die Hunde bei jedem Rasseln zusammen zucken. Deshalb benutze ich sie auch etwas anders. Ich spiel auch mit der Kette mit ihnen, lass sie apportieren, etc.. Ich werfe sie auch etwas entfernt vor sie, damit sie eben kurz von ihrem Verhalten abgelenkt wird. Im Grund genommen könnte ich auch was schrilles Quietschen lassen, ne Leine oder nen Schuh schmeissen oder nen Luftballon platzen lassen oder so etwas. Hab ich allerdings nicht immer dabei:) Ich will ja nur ne Überraschungsmoment schaffen um sie auf mich fixieren zu können. Und momentan läuft das ganz gut, ohne dass sie die Kette als bedrohlich empfindet. Ich hoffe natürlich früher oder später keine Ablenkung mehr zu brauchen um an die Aufmerksamkeit zu kommen, aber im Augenblick muss ich in solchen Situationen eben noch auf Hilfsmittel zurück greifen:)
 
Dabei
12 Jun 2011
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#9
Ich würde auf Quietschies umsteigen und das mit der Kette ganz lassen, denn an der Kette hing sie lange genug.
Quietschies in der Hosentasche, dass sie es gar nicht sieht und schon hast Du alle Aufmerksamkeit der Welt.

Irgendwann wird es auch ohne Hilfsmittel gehen, aber bei ihr wird es schon noch ne Weile dauern, den Schalter umlegen ist nicht einfach
 
Dabei
18 Dez 2011
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#10
Ja, den Quietschie findet sie leider gar nicht interessant:( Geräusche sind nur interessant, wenn z.B. Kreide auf ner Tafel quietscht oder ansonsten nur dumpfe und laute (das Platzen von Luftballons findet sie z.B. super) Geräusche oder nen Knall, dann kommt sie aufjedenfall angerannt. Leider funktioniert es nicht wenn ich es mit´m Handy aufnehm und dann abspiel:(
 

AnubisKIB

Gesperrt/Gelöscht
Dabei
19 Apr 2012
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#11
OT: Hast du nen IFön? Es gab da mal eine App, die einige Quietschies und Ähnliches hatte, die man dann direkt oder als Wecker abspielen konnte. Und es klang sogar sehr real, die Hündin meiner Bekannten hat die App geliebt! Ich glaube, DogPrank oder so ähnlich hies das...
 
Dabei
18 Dez 2011
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#13
Hallo ihr Lieben,

eigentlich wollt ich das schon länger schreiben. Aber wie es eben so ist, die positiven Dinge vergisst man eher mal:).
Ich bin nämlich soooo mega stolz auf mein kleines Monster, die nach einigen Auseinandersetzungen jetzt ein echt liebenswerter Aussie geworden ist:). Sie ist jetzt knapp über 1,5 Jahre und jagt keine Fahrradfahrer, Jogger oder ähnliches mehr, verträgt sich super mit meinem restlichen Fellknäulen und lässt inzwischen auch jeden ins Haus. Ich arbeite noch am Kinder-mögen aber sie läuft an denen inzwischen total unbeteiligt vorbei. Unser Trainer im Mobility meinte letztens: "aus der wird ja noch ein ganz normaler Hund":) Nachdem ich sie anfangs ja eher zur Mitarbeit tragen musste, arbeitet sie inzwischen auch gerne und freudig mit. Zwar mag sie noch immer nicht jeden Hund bei uns im Haus haben, aber sie lernt solche Situationen einfach hinzunehmen und nicht gleich wütend zu werden (ihr "Psychoblick" kommt auch nur noch ga7nz selten durch):). Möchte an der Stelle allen die in der gleichen Situation sind, wie ich´s war als ich die Kleine übernommen habe, einfach nur sagen: ES WIRD BESSER bzw. ALLES WIRD GUT:).

Ganz liebe Grüße
an euch alle!
 
Dabei
3 Jan 2013
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#16
Schön zu lesen .
Vielleicht kann es anderen mit Problemen Mut machen, konsequent ihren Weg zu gehen.
Irgendwann kommt der Erfolg.

Weiterhin viel Spaß
 
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