Mythos: rote Aussies = agressiv

Dabei
1 Jun 2015
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#1
Hallo Zusammen,

ich habe nun schön ein paar Mal von dem "Mythos" gehört, dass Aussie mit roter Fellfarbe schneller zu aggressiven Verhalten neigen. Dazu habe ich auch bereits einmal was im Internet gelesen, dennoch würde ich gerne von anderen Quellen ( alte Hasen / Züchter / Fachleute mit Genetikwissen ) hören ob da was dran ist. Gibt es Studien dazu? oder nur Erfahrungswert?
LG mit einem roten Aussie
 
Dabei
7 Okt 2014
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#2
Hast du für mich vielleicht mal die Quelle , die das behauptet?
Ich habe das auch schon einige Male in Foren gelesen und halte es für absoluten Schwachsinn, finde selbst aber Nichts dazu.
 
Dabei
13 Nov 2016
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#4
Hast du für mich vielleicht mal die Quelle , die das behauptet?
Ich habe das auch schon einige Male in Foren gelesen und halte es für absoluten Schwachsinn, finde selbst aber Nichts dazu.

Ich wollte es erst auch nicht glaube, aber da scheint es wirklich einen kleinen Zusammenhang zu geben.
Um Aggression geht es allerdings nicht, sondern darum, dass "rote" Aussies stressanfälliger und empfindlicher auf Reize reagieren sollen.

Das soll wohl mit dem Phaeomealin und dem Cortisolspiegel zusammenhängen.

Das alles ist aber immer noch nicht exakt bewiesen (wie groß der Einfluss wirklich ist), aber genauso wenig widerlegt. Daher hat die Theorie immernoch bestand.

Zuletzt habe ich mich da aber mal vor einem Jahr etwas reingelesen....also GEFÄHRLICHES HALBWISSEN ohne Gültigkeit.
 
Dabei
4 Mrz 2015
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#5
Ich dachte immer, dass das irgendwelche Oberschlaumeier vom roten Cocker mit Cockerwut auf alle anderen Roten Hunde gemünzt haben.
 
Dabei
13 Nov 2016
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#7
Hallo Zusammen,

ich habe nun schön ein paar Mal von dem "Mythos" gehört, dass Aussie mit roter Fellfarbe schneller zu aggressiven Verhalten neigen. Dazu habe ich auch bereits einmal was im Internet gelesen, dennoch würde ich gerne von anderen Quellen ( alte Hasen / Züchter / Fachleute mit Genetikwissen ) hören ob da was dran ist. Gibt es Studien dazu? oder nur Erfahrungswert?
LG mit einem roten Aussie
Studien die ich auf Anhieb finde wiederfinde (mit dem Schneeballsystem findet man dann auch schnell Grundlagen und Referenztheoretiker):

-https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20705413
- jenkins_vitousek_safran_2103_hb.pdf
- http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0739724010000433?via=ihub
- https://watermark.silverchair.com/a...Nmneugiu4pUp3D2j4q4mlq_Fa63yhQS18PABMnpAJgZWw
(Hoffe dass man da auch ohne Zugangsdaten rankommt)

Wie gesagt...in der Theorie gibt es da einen - wenn auch marginalen - Einfluss. Wirklich belegt werden konnte das bisher nicht, weil die Auswirkungen - so vermutet man - zu gering sind.
Zudem sollte man bei Studien mit Haushunden vorsichtig sein, da dort eine Menge mit reinspielt (Drittvariablen und soziale Konstrukte) und die Ergebnisse meist sowieso wenig valide sind.
Daher auch die Studie mit den Vögeln (ich glaube es waren Schwalben?)
 
Dabei
1 Jun 2015
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#8
Die ersten beiden Links funktionieren. Vielen Dank dafür. Das kann ich nicht einfach überfliegen, ich muss mir etwas Zeit nehmen um das richtig zu verstehen.
Bzgl. der Quelle, da möchte ich jetzt nicht übel nachreden, las ich es denn auch in abgeschwächter Form ( stressanfälligkeit, Nervosität und Agression ) auf einer Züchterhompage. Um näher in die Thematik einzusteigen und besser argumentieren zu können, werde ich mir die beiden Link von alter Ego mal "antun".
 
Dabei
13 Nov 2016
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#9
Dabei
7 Sep 2012
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#10
Das gleiche Annahme hält sich doch auch hartnäckig bei Pferden:

",Wähl den Rappen,
willst du Feuer,
Falben gut,
sind nie zu teuer,
Schimmel
oftmals träg geboren,
Füchse
haben's hintern Ohren,
Braune,
leuchten sie auch wenig,
[FONT=Helvetica Neue, Arial, sans-serif]sind verlässlich, drahtig, sehnig!"[/FONT]

[FONT=Helvetica Neue, Arial, sans-serif]Füchse gelten gemeinhin als schwierig, insbesondere Stuten. Ist auch alles so ein Mär.
[/FONT]
 
Dabei
7 Okt 2014
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#11
Ich dachte immer, dass das irgendwelche Oberschlaumeier vom roten Cocker mit Cockerwut auf alle anderen Roten Hunde gemünzt haben.
Das war auch mein erster Gedanke, als ich das das erste Mal gelesen habe.
Und der zweite war , dass es früher mit Sicherheit mehr Red Tris als beispielsweise Blue Merles gab im Alltag und ein roter Hund sicherlich besser in Erinnerung bleibt, als beispielsweise ein Black Tri.
 
Dabei
1 Jun 2015
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#12
Für mich waren zum ersten Einlesen war deine beiden zweiten Quellen schon mal sehr gut und höchst interessant. So schreibt doch Frau Prof. Dr. Sommerfeld -Stur , dass

"Daraus könnte sich eine stärkere Ängstlichkeit und Unsicherheit sowie eine schlechtere Stressbewältigung bei Hunden mit einem höheren Anteil an Phäomelanin ergeben." sowie "Alle diese Überlegungen sind zunächst mal recht spekulativ. Aussagekräftige Studien dazu sind mir für den Hund keine bekannt."
Zitaten
 
Dabei
22 Sep 2014
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#13
...selbst über rothaarige Menschen gibt es so einen Mythos. Frag mal meine Oma: die ist der Meinung, dass das alle "falsche" Menschen seien *an den Kopf fass*
 
Dabei
1 Jun 2015
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#14
Na dann pass ich mit einen roten Haaren ja gut zum Hund mit seinem roten Fell!!! Wie heisst es noch? Gleich und Gleich gesellt sich gern. Verrückte unter sich. ;)
 
Dabei
19 Jan 2017
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#15
...selbst über rothaarige Menschen gibt es so einen Mythos. Frag mal meine Oma: die ist der Meinung, dass das alle "falsche" Menschen seien *an den Kopf fass*
Oh nein, nicht doch! Ich bin auch rothaarig ;)
Meine Oma pochte immer auf den Spruch mit den Augen: Blaue Augen Himmelsstern, küssen und posieren gern. Grüne Augen Froschnatur, von der Liebe keine Spur... usw.

Ne, an so etwas glaube ich nicht. Egal ob bei Mensch, oder Tier. Bin da auch beim Mythos...
 
Dabei
24 Nov 2015
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#16
Ohja, das darf ich mir über mein Pferd auch regelmässig anhören (vorzugsweise wenn er seine hysterischen Totalausfälle hat...) - "Selbst schuld, wenn du dir nen Fuchs holst!" - sogar mein Tierarzt "glaubt" daran :D
Meine Erklärung wäre eher, dass es weniger phänotypisch "rote Tiere" (oder auch Menschen) gibt und dann bestimmte "Auffälligkeiten" eher gemerkt und abgespeichert werden und die folgende Hypotheseneinbettung durch die eigene Wahrnehmung stimmig gemacht wird. Wenn 10 braune Pferde und 1 rotes Pferd verrückt spielen, deckt sich der "verrückte Fuchs" eher mit der eigenen Hypothese als der lethargische Fuchs 10 m weiter :D Und wir alle wissen ja, wie schwierig es ist, eine Einstellung oder Erfahrung als widersprüchlich anzusehen und zu ändern :D
 
Dabei
15 Mai 2012
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#17
Ohja! Ich hab hier auch so einen roten Teufel :p die ist hochgefährlich! Zum Beispiel abends, wenn ich gemütlich auf der Couch liegen will, kommt sie hinterrücks angeschlichen und schmeißt sich mit vollem Körpereinsatz auf meinen Oberkörper!!! Vor lauter Angst wage ich mich nicht mehr zu bewegen :p. Fies ist besonders dabei, dass sie mir immer wieder mit ihrer rauen Zunge übers Gesicht schlecken will - das sind meiner Meinung nach Foltermethoden!!! schlimm auch beim spazierengehen... ein falsches Wort und sie wirf sich ihrer rechten Schulter einfach an mein linkes Bein, starrt mich an, und läuft einfach so mit!!! Ich trau mich schon gar nicht mehr hinzuschauen :p Oder dieses ewige Gewedel mit der Rute des Grauens!!! Nenene Du!!

so und nun mal ohne Blödsinn :D
ich kenne diese Gerüchte ebenso, auch diese wissenschaftlichen Auseinandersetzungen, ich meine sogar, dass Dr. Gansloswe etwas dazu geschrieben hat, ich weiß aber nicht mehr genau wie dessen Einschätzung war :). Ich halte es für eine falsche Schlussfolgerung von zufälligen Korrelationen und glaube schlicht nicht daran :)
 
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Dabei
19 Aug 2011
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#18
Ich selber halte es auch für einen Mythos.
Von dem "Cocker Rage Syndrom" habe ich jedoch auch schon gehört aber man darf da auch nicht vergessen, dass das Rot beim Cocker genetisch nicht das gleiche Rot ist wie beim Aussie.
Denn das "rot" beim Aussie liegt auf dem "B-Lokus" (bb) zu grunde, das "rot" vom Cocker liegt auf dem "E-Lokus" (ee) zu grunde.
Daher denke ich, sollte das irgendwann mal wirklich mal soweit kommen, dass dieser Mythos entschlüsselt wird und mit der genetischen Farbe "ee" zusammen hängt, wird es den Aussie nicht betreffen, weil er eben aufgrund des B-Lokus "rot" ist.
 
Dabei
10 Okt 2016
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#19
Susi, wie ist denn deine Erfahrung in der Praxis mit deinem roten? :p
Ich habe davon auch schon gehört... und was habe ich hier sitzen? Den Red-merle... :p
 
Dabei
1 Jun 2015
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#20
oh mann, text weg.

nochmal.....

Also Charlie ist grundsätzlich sehr sensibel und aufmerksam. Bisher zeigt er einen starken Willst to please und hat sich immer bemüht alles richtig zu machen. Scheinbar ohne Probleme, denn VOR der jetzt beginnenden Pubertät hat er sich kaum gekratzt vor Stress oder gegähnt . Seit einer Woche brüllt er jeden an. 1. andere Hunde und 2. Leute. Letzte Woche sogar bei Tageslicht. Ich schiebe es jetzt mal auf die Pubertät und denke erstmal nicht daran dass er stressanfällig oder aggressiv ist. Wobei mir bewusst ist, dass ich das in die richtige Bahn lenken muss, damit es sich nicht so entwickelt.
 
Dabei
10 Okt 2016
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#21
Ich denke das liegt weniger an der Farbe, sondern an der Tatsache das die Pubertät kommt und von den Linien her eben waschechte, ursprüngliche Aussies bei uns eingezogen sind :rolleyes: Wir wollten es so :rolleyes:
Connor ist zuhause und auf der kurzen Pinkelrunde direkt am Haus sehr territorial. Wir arbeiten stetig daran ihm zu zeigen das er dort nicht das sagen hat... Ich muss gestehen, ich fütter da auch nichts schön! Ich versuche es zu verbieten...
Draußen macht er einen auf Macho und zuhause ist er aktuell der Kuschelkönig. Aber nur wenn keiner guckt... ;)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#22
Mal angenommen , da wäre was Wahres dran, würde sich das dann auch auf RotTRÄGER auswirken?
Oder auf einem Hund mit besonders viel Kupfer, wenn doch angeblich das Phäomenalin schuld ist?
 

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