Nachhilfe fuer frische Hundemama

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12 Nov 2018
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#1
Hi liebes Forum,

Achtung hier kommt wohl ein langer Text, damit ihr meine Situation so gut wie moeglich versteht. Mein Partner und ich leben in Neuseeland und er betreibt eine Suesskartoffel und Schaffarm. Seit ewigen Zeiten wuenscht er sich einen Huetehund und ich bin mit Hunden und Welpen aufgewachsen. Vor 2 Wochen zog dann unsere Mia (Australian Sheperd, 8 Wochen alt) ein. Die ersten zwei Wochen bin ich voll mit ihr daheim und habe sehr auf Ruhe geachtet. Sie war allerdings ein kleiner Teufel, was ich ihr nicht uebel nehme, es war ja alles neu und aufregend. Aber egal wie, ich habe sie einfach nicht beruhigen koennen, meine Hand war ein tolles Spielzeug. Also haben wir uns eine Box angeschafft und positiv aufgebaut kommt sie dort zur Ruhe und darf dann raus und legt sich iwo auf den Fliessen ab. Sie geht allerdings nicht freiwillig in die Box um dort zu schlafen, allgemein habe ich das Gefuehl das sie sich schwer tut einen Ruheplatz zu finden. Hundebett, Decke etc. wird alles nur bespielt, wenn schlaeft sie immer auf einem anderen Platz auf den Fliesen. Das stoert mich an sich nicht, jedoch tut sie mir Leid wenn ich das Gefuehl habe sie sucht sich einen Platz, findet aber keinen und wird davon wieder aufgedreht. Kann ich ihr helfen?
Weiterhin ist der Umgang in Neuseeland mit Tieren leider ein anderer.Viele Hunde werden hier erschossen oder eingeschlaefert, wenn sie sich zum "Problemhund" entwickeln. Deshalb bin ich sehr strikt mit ihr und im Umgang mit anderen Menschen. Leider kriege ich nicht sehr viel Hilfe dabei, da sie ja so suess ist..... Die Mutter meines Partners hat in unserer Wohnung ihr Buero (haha fragt nicht). Sie muss also durch unseren Wohnbereich mehrere male am Tag und macht dann ein riesen Theater, laesst Mia hochspringen, beissen (bei uns tut sie beides fast nicht mehr, da wir sie bei diesem Verhalten ignoriert haben). Danach ist Mia wieder auf 180 und ich kann sie wieder beruhigen. Ich habe meiner Schwiegermutter tausend mal erklaert, wie sie sich verhalten soll. Sie kapiert es einfach nicht... Kommt sie jetzt rein, muss Mia in die Box. Nun bin ich die boese die den Hund ja nur in der Box hat und sich nicht um sie kuemmern will und sie ist ja nur ein Welpe da muss man nicht streng sein... Bin ich mit Mia alleine ist sie wirklich kaum in der Box, nur wenn wir ihren Welpenbloedsinn nicht runtergefahren kriegen. Ideen was ich mit dem Schwiegermutterproblem machen kann?
Wenn Mia zu aufgedreht ist, versuche ich sie durch Sitz, Platz und Nase an die Hand spiele runterzubringen. Ich sehe das echt nicht eng oder als Training aber ich habe das Gefuehl das keine Art der Zuneigung sie anders runter bringt (alles, wirklich alles wird bespielt, Kleidung, Hand, Haare, zuckender Zeh) und immer die Box als Loesung? Kommen wir also aus dem Garten und sie ist ein bisschen aufgedreht, spielen wir eben diese drei Kommandos fuer 2 Minuten, danach beschaeftigt sie sich in Ruhe mit einem Kauspielzeug oder schlaeft. Ich habe es mit Kontaktliegen, streicheln, ignorieren probiert, aber wenn sie aufgedreht ist hilft A unser spielchen oder B die Box. Denkt ihr ich ueberfordere sie damit?
Nun zur Stubenreinheit, sie zeigt pinkeln ueberhaupt nicht an. Kein schnueffeln, drehen, suchen... Das geht blitzschnell, Popo runter und psst. Ich machs dann halt kommentarlos weg, drausen im Garten tue ich mich schwer sie zu loben, da sie ihr Geschaeft zwar immer in Sicht aber nie nahe an mir verrichtet. Lob ich sie von dort kommt sie noch halbpinkelnd oder naja haha Wuerstchen ist noch nicht ganz raus. ahhh wie krieg ich hier das richtige Timing? Wenn sie aufsteht ist sie ja schon wieder mit was Anderem beschaeftigt und ich bin immer so um die 3m entfernt von ihr (nein wir haben sie nicht fuer drinnen machen geschimpft und ich erwarte jetzt auch keine Wunder in einer Woche) Aber wie kann ich mein Timing verbessern? Soll ich evtl mit der Leine raus, sodass sie neben mir machen muss?
So langsam wuerde ich sie auch gerne an die Farm gewoehnen ca. 20 min Autofahrt. Hier haben wir einen Welpenauslauf mit Huette, mein Partner kann dort nach ihr schauen, sie wird aber auch mal ne halbe Std/ Std allein klarkommen muessen. Auserdem soll sie sich an die Geraeusche und Gerueche etc gewoehnen. Mein erster Kundentermin ist in 2 Wochen, sie muss dann in ihrem Auslauf bleiben. Sollte ich bereits beginnen mit ihr das zu trainieren?
Das ist jetzt viel gemeckere und auf hohem Niveau.. Mia ist echt ein Traumwelpe, sie ist genial und ich liebe sie einfach. Ich habe mich auch ewig eingelesen aber mit diesen Situationen komme ich gerade nicht weiter.... Wuerde gerne ein Bild hochladen aber ich finde den Knopf hierfuer nicht..

lg und danke fuer eure Geduld

Mia und Andrea
 
Dabei
27 Feb 2017
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#2
Hallo Andrea,
Grüße nach Neuseeland!
Wenn Dobby aufgedreht war, habe ich mich oft mit einem Buch direkt neben seine Box gesetzt, mit ein paar Fingern in der Box. Und dann abgewartet, bis er ruhig geworden ist, nicht mehr gejammert und sich hingelegt hat. Oft hatte er dann auch was zu Knabbern da drin, einen Kong oder Rinderkopfhaut oder so was. Wenn er ruhig war, habe ich langsam und wortlos die Tür der Box aufgemacht, er durfte aber nicht raus, bis ich ihm das erlaubt habe. Keine Sorge, mittlerweile ist die Box für Dobby der liebste Rückzugsort: wann immer er seine Ruhe vor mir haben will, geht er in die Box und schläft da auch jeden Abend drin ein. Allerdings wechselt er auch sehr schnell wieder auf die Fliesen oder das Parkett und liegt da den Rest der Nacht.
Wenn er nicht in die Box sollte, er aber überdreht war, habe ich mich neben ihn auf den Teppich gesetzt, wieder irgendwas gelesen oder aus dem Fenster geschaut und ihn nicht beachtet. Irgendwann hat er sich dann meist seufzend neben mich gelegt und Ruhe gegeben. So mache ich das heute noch, wenn er wieder mal komplett aufdreht.

Bei der Stubenreinheit hatten wir auch das Problem - ich wohne allerdings auch noch im zweiten Stock und musste immer runter rennen. Wenn ich gesehen habe, dass er sich hinhockt, habe ich einen Schrei losgelassen (eher aus eigener Panik und Übermüdung), habe mir den Hund geschnappt (egal was da gerade noch rauskam) und bin runter. Da war er dann meist leer und hat mich mit großen Augen angeschaut, aber irgendwann hatte sich dann der Knoten gelöst. Ich persönlich würde tatsächlich eher mit Leine raus, weil Du sie dann einfach näher bei Dir hast und besser loben kannst, wenn sie draußen macht.

An die Farm gewöhnen würde ich sie auf jeden Fall jetzt schon! Sie muss dann ja keinen ganzen Tag da sein, am Anfang würde ich mit ihr hinfahren, sie alles mal beschnüffeln lassen, in den Welpenauslauf, ganz viele Leckerlies oder einen Kong geben und bei ihr bleiben und dann wieder nach Hause fahren. Am nächsten Tag wieder, da muss sie aber etwas länger in den Welpenauslauf. Und nach ein paar Tagen dann das erste Mal da drin alleine lassen. Übt ihr das alleine bleiben auch schon zu Hause? Dass Du mal alleine raus gehst oder die Badezimmertür zu machst oder so? Das denke ich ist auch wichtig.

Mit Deiner Schwiegermutter kann ich Dir leider nicht helfen, ich habe zum Glück Familienmitglieder, die meine Regeln akzeptieren. Wobei das auch helfen könnte: Ich habe ganz feste Regeln aufgestellt, was Dobby darf und was nicht. Und dazu eine "Bedienungsanleitung", welche Kommandos wir eintrainieren, wie mit ihm umgegangen werden soll, welche Macken er gerade hat. Wenn diese Regeln nicht befolgt wurden, durfte Dobby eben nicht mehr zu der Person - wie Du es mit Schwiegermutter ja auch schon machst.

Ansonsten: Gibt es in Neuseeland Hundeschulen oder Trainer, mit denen Du Kontakt aufnehmen kannst? Eventuell wäre ansonsten eine Online-Hundeschule was für Dich.

Und ansonsten: Viel Spaß mit dem kleinen Wirbelwind!
 
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8 Jul 2017
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#3
Hallo,

Welpen haben einfach ihre irren Minuten, manchmal muss man wirklich nachhelfen mit der Ruhe. Deine Schwiergermutter macht es dir in diesem Punkt nicht leicht, meine Eltern haben es auch immer nicht kapiert . Glaub fast die waren stolz drauf, dass der Hund sie mag :) mein Kleiner hatte tagsüber ein ganz leichtes Stoffgeschirr an mit superleichter Hausleine, da brauchte ich ihn nur ganz ruhig an der Leine wegnehmen. Mir hat's in vielen Situationen geholfen z.B auch beim Pflanzkübel ausräumen....immer ruhig und immer mit den Gleichen Worten. Sehr schnell hat er dann kapiert was ich wollte. Seh die Schwiergermutter als Übung, draußen quasseln die Leute auch mal Hunde an und wir müssen reagieren, wird schon.

Stubenrein hat bei uns auch gedauert, dachte der schafft das nie :) zuverlässig war er schon ein paar Monate alt.
 
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19 Jan 2017
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#4
Hallo liebe Andrea,

herzlich Willkommen im Forum. :)
Die Stubenreinheit dauert etwas. Mach dir in dem Punkt keinen Stress. Mal ist man nicht schnell genug, hat sich verschätzt und es geht schief. Alles normal. Ich denke, dass ist uns allen schon so ergangen und gehört einfach zur Welpenzeit dazu. ;)
Ich finde du machst es genau richtig. Das Malheur in Ruhe aufwischen. Welpi raustragen. Loben. Nur Geduld. Für das genaue Timing beim Loben ist die Leine eine gute Idee.

Hundebett, Decke etc. wird alles nur bespielt, wenn schlaeft sie immer auf einem anderen Platz auf den Fliesen.
Ich glaube Aussies sind "Fliesenhunde".:) Meine Jungs schliefen und schlafen auch heute noch lieber auf Fliesen, als in Hundebetten. Deswegen haben wir die Dinge abgeschafft. Sie schlafen einfach auf den Teppichen im Wohnbereich und nach einer bestimmten Zeit gehen sie auf die Fliesen.


Ich würde die Kleine auch zur Farm mitnehmen. Kleine Ausflüge zur Gewöhnung an die Umweltreize sollten kein Problem sein. Schau nur, dass du nicht den Moment verpasst wo sie kippt und über den Punkt ist.
Es kann allerdings auch sein, dass sie durch die neuen Eindrücke den Schlaf der Gerechten zu Hause schläft. Musst du einfach ausprobieren. Das sind so Erfahrungen die man gemeinsam mit seiner Fellnase macht- man lernt sich kennen. :)

Ein Beispiel von uns: Knödel war als Welpe (sehr offener, aktiver verspielter Grundcharakter) mit in der Uni. Überhaupt kein Problem mit Überdrehtheit. Schlief zu Hause direkt ein. Puma war eher der ruhige Welpe. Kam jedoch mit einer Stunde in der Welpengruppe schon nicht gut zu recht. Dabei war er während der Welpengruppe total ruhig und spielte nicht viel. Er beobachtete lieber alles. Wieder zu Hause angekommen war er total überdreht. Fand kein Platz zum Schlafen, ruhelos, viel Hechelei.
So unterschiedlich kann es sein. :) Deswegen würde ich die Besuche auf der Farm einfach ausprobieren und schauen wie die Kleine drauf reagiert. Je nach Reaktion würde ich die Gewöhnung dementsprechend gestalten.


Mit deiner Schwiegermutter ist schwierig. Diese Situationen sind immer doof...
 
Dabei
24 Aug 2016
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#5
Da Schwiegertöchter sowieso keine Ahnung haben (ich kenn das, ich hab auch eine) bringt es vielleicht was wenn dein Mann ein ernstes Wörtchen mit seiner Mutter spricht? Er kann ja ruhig ein wenig übertreiben und ihr sagen dass sie ja sicher auch nicht möchte dass das kleine Herzchen erschossen werden muss. Mit ordentlich Pathos in der Stimme. Sie habe seine Erziehung ja schließlich auch ernst genommen und ihn zu einem ordentlichen und guten Mann erzogen, sowas in der Art.
 
Dabei
12 Nov 2018
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#7
Hallo Deutschland,

danke fuer eure Antworten und Hilfe. Haha Adalbertha als wuerde ich das jemals falsch verstehen (; Der Kong ist bestellt und auf dem Weg, sowas gibts leider hier nicht in jedem Laden. Bis dahin muessen Rinder und Hirschohren zum knabbern herhalten (dummerweise will ich die nur unter Aufsicht geben, sodass sie nicht wirklich hilfreich sind um das Alleinesein totzuschlagen). Wir waren heute auf der Farm und Mia durfte ein bisschen ihr nahes Umfeld beschnuppern. Ihren Auslauf fand sie toll, da gabs auch soviele Leckereien. Mein Partner und ich konnten uns gemeisam ein Stuendchen frei schlagen um mit ihr dort Zeit zu verbringen.
Alleinesein zuhause ueben wir auch, ich darf schon ohne gemecker ( ihrerseits natuerlich) auf Toilette (haette nie gedacht das man sich darueber so freuen kann). Nun habe ich einen traumhaften Schlummerhund, bauchi in die Luft.
Nunja ich habe ein Mia-Handbuch.... kompakt kurz und eig recht niedlich gehalten, erzaehlt Mia darin was passieren wuerde, wenn wir sie nicht erziehen und warum Regeln wichtig sind. Kiwis (Neuseelaender) an sich sind leider nur wahnsinnig Beratungsresistent und Kritik sagt man sich auch nicht offen ins Gesicht, andere Laender andere Sitten. Nunja wenn ich mir Schwiegermamas Umgang mit Mia und so manche Marotten meines Partners so anschaue.... *leise kicher, Schwiegermama sitzt nebenan* ich denke ich werde da an meiner Einstellung arbeiten und es tatsaechlich als Uebungschance sehen.
Mit der Stubenreinheit mache ich keinen Stress, sie soll das in ihrem Tempo lernen und ihre Pfuetzchen werden als totaler Liebesbeweis aufgefasst.
Koennt ihr mir vllt noch helfen mit der Thematik das Mia sich schwer tut einen Platz zum Ausruhen zu finden? Kommt das noch von selber? Hat sie vllt nur Angst was zu verpassen? Dann sollte sie ja bald merken das wir echt mega langweilig zu Hause sind?
 
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8 Jul 2017
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#8
Platz zum Ausruhen , wir haben es ihm gezeigt wo er sich ausruhen soll. Gibt sicher bessere Möglichkeiten, auf die muss man aber erst kommen :)) wir haben die Hausleine benützt, habe ihn auf den Platz geführt und ihm gesagt " auf die Decke" z.B während des Essens . Wobei die Decke in meiner nächsten Nähe ist.
Sehr ruhiger etwas abgelegener Ruheplatz ist " Körbchen" da saß ich dann echt mit im Raum und habe gelesen. Zumindest am Anfang um ihn nicht " bloß " wegzusperren. Alles wurde langsam erweitert. Entweder ich hatte ihn auf dem Schirm und ihn korrgiert oder ich habe auch mal mit der Hausleine nachgeholfen. Alles beobachtet natürlich, das hatte der Kleine aber Ratzfatz drauf und wusste was gemeint war. Ich glaube man muss ein Bischen ein Gespür dafür bekommen was seinem Hund guttut, unser Zwerg neigte dazu da zusein wo ich bin , so und schlafen? dachte ja mal die wissen wenn's müde sind, dachte ich :))
Hat gut geklappt so, fand es mega hilfreich für viele Lebenslagen. Bissi muss ich zwischendurch an mir arbeiten, vergesse ihn da manchmal wieder " frei" zugeben. So pupertär ist das natürlich blöde
 
Dabei
19 Jan 2017
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#9
Ich muss ehrlich gestehen in der Hinsicht haben wir nichts geübt. Nach der Eingewöhnungszeit, also ein paar Tage nach dem Einzug, hat sich die Thematik von alleine eingependelt. Nachdem wir draußen oder unterwegs waren, schliefen sie einfach dort wo wir im Haus waren ein. Die Idee mit dem Zuweisen eines Platzes finde ich jedoch nicht verkehrt. Ist auch für später eine gute Sache.

Ich habe mir eben noch mal deinen ersten Text durchgelesen. Dabei geht mir gerade noch ein anderer Punkt durch den Kopf. Mia ist jetzt zwei Wochen bei euch? Irgendwo muss der Knackpunkt liegen, dass sie keinen Platz zum Ruhen für sich findet. Wenn ich es richtig verstanden haben (bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege. :)) läuft sie rastlos auf der Suche nach einem Schlafplätzchen hin und her. Steht auf. Legt sich hin. Steht auf. Legt sich wieder hin.

Ich kenne es auch, das Welpen nach ihrem Umzug ins neue Zuhause durchaus etwas länger brauchen um einen Schlafplatz für sich zu finden. Deswegen können sie öfters in den ersten Tagen den Platz wechseln. Dieses Verhalten sollte sich jedoch legen.
Danach schlafen sie eigentlich, nach den eventuellen fünf dollen Minuten, ein. Oder schlafen direkt ein- egal wo. Dieses typische "zusammenbrechen" wo sie sofort in den Tiefschlaf verfallen. Vielleicht irre ich mich- für mich ließt es sich als wenn das Gleichgewicht zwischen Be- und Entlastung aus der Bahn geraten ist. Ich komme darauf, weil du geschrieben hast, dass du in den ersten zwei Wochen sehr auf Ruhe geachtet hast (was genau richtig ist.:)), jedoch gleichzeitig deine Schwiegermama regelmäßig und mehrmals am Tag Unruhe hineinbringt. Sie muss dann immer in die Box. Gleichzeitig versucht ihr durch Tricksen, sie wieder runter zubekommen. Fühlt sich alles einbisschen viel an. Zu viel Unruhe und Reize an dem Ort wo sie zu Ruhe kommen sollte. Vielleicht befeuern sich diese Punkte gegenseitig, sodass es Mia schwer fällt in den Schlaf zu finden. Mich macht es stutzig. Dass sie nach der Zeit, noch so gar keinen Platz für sich gefunden hat. Und sich schwer tut auf ihrer Suche von selbst runterzukommen. :confused:

Bitte nicht falsch verstehen, ich versuche durch die Aufzählung ein besseres Bild zubekommen, was bei euch daheim genau passiert. Damit wir hier im Forum einen guten Lösungsweg finden können. :)
 
Dabei
11 Nov 2016
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#10
Hallo Neuseeland!

Unser Aussie zog mit 10 Wochen ein, er war also so alt wie eurer Kleiner jetzt ist. Das ist natürlich noch ein absolutes Baby.

Was sich zumindest bei unserem Aussie bereits als Welpi zeigte und was ihn von unseren vorherigen Hunden (Bobtail und Labrador) komplett unterscheidet, ist seine deutlich niedrigere Reizschwelle. Alles Neue (auch heute noch) führt bei Merlin zu einer kompletten Überreizung. Alles was ritualisiert wurde, funktioniert sehr gut.

Unser Hund ist von alleine als Welpe nicht zur Ruhe gekommen. Er ist trotz wirklich sehr guter Sozialisierung bei der Züchterin mit allen neuen Eindrücken komplett überfordert gewesen und konnte nicht abschalten. Da gab es nicht mal das typische Zusammenbrechen, wie Katrin es beschreibt und wie wir es kannten. So ein übermüdeter kleiner Welpi, der nicht von alleine zum Schlafen kommt, ist eine echte Herausforderung und für uns völlig neu gewesen. Da nützte es auch nichts, ihn auf seinen Platz zu schicken. Der stand keine 10 Sekunden später wieder auf. Unsere ersten Hunde verhielten sich als Welpen dagegen wie Katrins Knödel und der Tagesablauf pendelte sich innert weniger Wochen ein.

Merlin war anders. Auf Anraten der Welpenschule (der Hundeschullehrer hatte selbst drei Aussies) haben wir nach 2-3 Wochen eine Box angeschafft (war für uns erst ein No-Go), den Hund räumlich im Haus auf max. 2-3 Räume eingeschränkt und einen strukturierten Tagesablauf eingeführt (morgens raus, fressen, etwas Action - ½-1 Stunde Boxenstopp zum Schlafen - gut dosierte Action - Boxenstopp etc.). Alle neuen Reize und Örtlichkeiten haben wir nach Möglichkeit erst nach und nach eingeführt. Das war schon etwas schwierig, weil so eine kleine Fellnase ja süss und Merlin alles andere als reserviert ist (im Gegenteil ist er begeistert, wenn er neue Menschen kennenlernen kann).

Wenn Dein Welpi einen solchen Ruheort nicht hat und ihn sucht und zugleich von der Schwiegermama aufgeputscht wird, ist das für den Kleinen schon sehr schwierig.

Bei uns war es so, dass wir bei Merlin erst mit 6 Monaten im Tagesablauf den Boxenstopp ausschleichen konnten und er von alleine runter kam. Nach 12 Monaten erst schlief er auch nachts nicht mehr in der Box - bis dahin war die Box der einzige Rückzugsort für ihn, wo er ablenkungsfrei wirklich zur Ruhe kam und schlafen konnte. Heute schläft er wo er will - einfach in unserer Nähe auf dem Holzboden. Er mag keine Decken, sind ihm viel zu warm.

Unser Hund hat im ersten Lebensjahr "Ruhe" und "von alleine schlafen" wirklich lernen müssen. Heute ist das im gewohnten Umfeld alles kein Thema mehr. In den Ferien jedoch, an einem neuen Ort, braucht er sicher 2-3 Tage bis er sich eingewöhnt hat. Wir hoffen, auch das wird sich mit zunehmendem Alter etwas bessern.

Daher würde ich mit 10 Wochen noch nicht zuviel von so einem kleinen Aussiewelpen erwarten und ihn einfach nach und nach an die Welt heran führen. Es gibt viele Aussies, die bereits als Welpe recht gechillt sind. Aber nicht alle sind so und bei manchen dauert das etwas länger bis sie es lernen. Da braucht es etwas Geduld.

Viele Grüsse aus der Schweiz :)
 
Dabei
12 Nov 2018
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#11
Hi liebes Forum
Merlin-Aussie, danke du beschreibst glaube ich unsere Mia! Keine Sorge Farbkraft ich verstehe das nicht falsch, ich moechte Mia helfen und weis das die Fehler bei mir liegen. Ich bim fuer Mias Umfeld verantwortlich und vllt stress ich mich auch zu sehr ihr es moeglichst perfekt zu machen.
Kurz zu unserer Wohnsituation. Kueche, Wohnzimmer, Essbereich und Eingang sind ein grosser Raum mit einer halbhohen Mauer als Trennwand.. Wenn ich alleine bin und mich null bewege, schlaeft sie wie ein Lamm unter meinem Stuhl. Wenn ich aber auf Klo gehe oder mir einen Tee mache folgt sie mir, ich ignoriere sie komplett aber sie attackiert dann eben schon Fuesse oder Hose und ist wieder hellwach. Dann braucht sie etwas und kommt aber wieder runter oder eben in der Box. Ich denkeich werde die Box, wenn Schwiegermama da ist in einen anderen Raum stellen, die Tuer aber offen lassen, sodass sie nicht weggesperrt ist. Die Raeume sind dummerweise mit Teppich ausgelegt, weswegen ich sie ungern frei darin herumlaufen lassen wuerde.... Allerdings ist sie dann wieder nur in der Box, haette aber den kuehlsten ruhigsten Raum. Was haltet ihr davon?
 
Dabei
19 Jan 2017
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#12
Wenn Dein Welpi einen solchen Ruheort nicht hat und ihn sucht und zugleich von der Schwiegermama aufgeputscht wird, ist das für den Kleinen schon sehr schwierig.
Ich denke auch da liegt das Kernproblem. Dazu kommt ihre starke Reaktion auf Andreas Bewegung in der Wohnsituation. Puscht die kleine Maus alles hoch. Könnte mir in diesem Zusammenhang vorstellen, dass der Tipp von Senior unter diesen Grundvorraussetzungen und zu diesem Zeitpunkt für Mia dann doch nicht der Richtige ist. Gut, dass du noch mal Mias Reaktion auf deine Bewegung im Wohnbereich erwähnt hast. :) Ich dachte erst Mia läuft dir nur hinterher. Schaut wo du bist. Nicht, dass sie dich hütet/korrigiert. Wegen diesem Verhalten haben wir hier ganz viele Anregungen im Forum. Schau mal bei dieser Linkansammlung: https://www.aussie.de/forum/t/6717-linksammlung-welpenproblemen-fragen. Eigentlich bin ich nicht so ein Freund von der pauschalen Verweisung auf Links, aber bei der Korrektur dieser Verhaltensweise reagieren Welpen ganz unterschiedlich. Vielleicht findest du unter diesen vielen Tipps, den der zu Mia und dir passt.

Wenn alles ruhig ist und war, schafft sie es von allein in den Schlaf zu kommen. Wenn jedoch zu viel Umweltreize auf sie einwirkten, Schwiegermama, deine Bewegung etc. Kommt Mia nicht zur Ruhe und schafft es auch nicht von selbst.
Es fügt sich langsam alles zusammen. :) Ich würde da wie Merlin-Aussie auf einen strukturierten Tagesablauf mit festen Ruhezeiten achten. Und versuchen das Hüteverhalten in den Griff zu bekommen, damit Mia die Möglichkeit bekommt ihren Schlaf nicht zu unterbrechen. Und ganz wichtig Mia versuchen, auch wenn es schwierig ist, in ihren Ruhezeiten von deiner Schwiegermama abzuschirmen. Ist alles viel, aber ich denke so seid ihr auf einen guten Weg. :)
 
Dabei
12 Nov 2018
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#13
Hi liebes Forum,

vielen Dank das ihr uns so sehr helft! Sorry Farbkraft ich habe das wohl etwas ungluecklich ausgedrueckt. Wenn ich mich bewege laeuft sie mir hinterher, macht nebenmir sitzt oder steht und dann kann man es foermlich in ihren Augen rattern sehen "was stell ich nun an, bin ja wieder wach... oh Hose wackelt oder Socken" ich denke nicht das es hueten ist, kein attackieren von hinten in der Bewegung oder korrigieren etc.... Vllt nur ein kleiner Welpe der mehr Ruhe und Zeit braucht. Die Links habe ich bereits durch, bevor ich euch geschrieben habe. Aber danke dir!
 
Dabei
11 Nov 2016
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#14
Hallo Anschi

Naja, Aussies können ganz schöne Stalker sein "dabei sein ist alles" und man fühlt sich leicht wie im betreuten Wohnen :rolleyes:. Daher vermute ich mal, dass Dir Dein Baby einfach folgt wohin Du gehst. Schliesslich könnte ja was Spannendes passieren.

Das mit dem Hosenbeissen ist eine ganz dumme (nervige) Verhaltensweise, die Welpen schon mal haben können. Merlin machte das als Welpi auch zeitweise. In der Linksammlung von Farbkraft sind viele gute Tipps und da reagiert wirklich jeder Hund anders (ignorieren, korrigieren, ablenken etc. - also ignorieren half bei uns = 0 ;-)

Das mit der Schwiegermama ist sicher das zunächst grösste Problem. Mein ultimativer Vorschlag: die Schwiegermama in die Box stecken, ist leider vermutlich nicht möglich ;) nein, nicht ernst gemeint :cool:. Allerdings finde ich es nicht optimal, wenn der Hund tagsüber über Stunden in der Box sein müsste, nur wegen Schwiegermama.
Was wäre mit einem Babylaufstall (mit "Hund beisst" Schild aussen dran für die Schwiegermama ;) )? Solange Mia noch so klein ist, würde das vielleicht gehen. Der Welpe hätte mehr Spielraum und könnte aber nicht angefasst werden. Wir hatten bei uns aufgrund unserer vielen Treppen zeitweise Babygitter angebracht - das ist bei euch vermutlich keine Option, wenn sich alles in einem Raum abspielt und der einzige separate Raum mit Teppich ausgelegt ist?

Die Welpenzeit habe ich mit Merlin als recht stressig empfunden, vor allem, da sie auch ganz anders ablief als bei unseren ersten Hunden. Ständig hatte ich Sorge, ausgerechnet bei dieser Rasse etwas falsch zu machen. Daher verstehe ich Deine Sorge mit "perfekt sein wollen" sehr gut! Rückblickend war die Welpenzeit leider viel zu schnell vorbei und nochmal wäre ich wesentlich gelassener und geduldiger aber ich wäre auch konsequenter ;). Geduld und Konsequenz sind im ersten Aussie-Lebensjahr ganz wichtig und zwar (leider) in jeder Sekunde. Das sind nämlich helle Köpfchen mit einer sehr guten Beobachtungsgabe.
 
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12 Nov 2018
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Hallo liebes Forum,
ihr wisst ja ueber unsere Problemchen bescheid, ich moechte euch ein kleines Update liefern. Mia und ich haben uns das komplette Wochenende (Fr, Sa, So)zuhause eingekugelt und mal alles auf Null gestellt. Keine Aufregung, Besuch verboten, nur raus zum Loesen, bisschen schnueffen, kurzes Spiel und wieder Ruhe. Hierzu habe ich anfangs die Box benutzt, als sie schlaefrig wurde aufgemacht und schwupps schlief sie neben mir. Heute (Sonntag) ist auch mein Partner dabei und siehe da sie sucht sich ihre Ruheplaetzchen selbst, pieseln in die Wohnung ist weit besser. Auch unsere Kommunikation und Bindung ist deutlich besser geworden, ihr Spiel ruhiger, korrigieren musst ich kaum (zwecks Sachen ankauen).
Leider kann ich mich ja nun nicht ein Leben lang mit Schnulzen und Eiscreme aufs Sofa verziehen, werde es aber nun besonders behutsam angehen Mia die Welt zu zeigen und immer mal wieder so ein Wochenende einlegen (das naechste mal vllt nicht bei strahlendem Sonnenschein). Unsere Kleine ist wirklich kein entspannter Aussie, das wurde mir mit dem Wochenende sehr deutlich. Am Fr tat sie mir echt Leid da sie relativ viel Zeit in der Box verbringen musste, aber gegen Abend und am Sa maximal 10 Minuten am Stueck. Ich denke wir sind auf einem guten Weg! Vielen lieben Dank fuer eure Hilfe, wir melden uns wieder.
 
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12 Nov 2018
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#16
Hallo liebes Forum,

ich wollte mal berichten wie es bei uns so weiterging. Die liebe Schwiegermutter hat sich endlich ein neues Schloss fuer ihr Buero einbauen lassen, sie kann jetzt also von ausen rein.
Mia schlaeft jetzt auch mehr, nachdem wir viel mit der Box geuebt haben. Trotzallem muessen wir da noch sehr darauf achten. Fuer sie ist halt alles interessanter als schlafen... jeder fussel und jede Fliege. Daher ist sie in der Wohnung nun an der Hausleine, wenn sie gar nicht von selber runterkommt binde ich sie an ihren Platz an, hilft auch das nicht ab in die Box... aber es wird immer immer weniger, das wir zu diesen Mitteln greifen.
Das Problem mit dem uns nachlaufen hat uns noch lange Probleme bereitet.Daher haben wir nun unseren Handtuchtrick, sofern wir uns mit ihr beschaeftigen wollen legen wir das Handtuch auf den Boden und warten bis sie von selber Platz macht, reinbeissen ist verboten und dann kommt das Handtuch weg. Sie springt aber zu 90% mit einer Freude drauf und liegt. Dort gibt es dann Kuscheln, spielen, warten auf Fressen freigabe oder Schuhe anziehen zum Gassi. Danach kommt ein Abbruchsignal, das Handtuch weg und sie wird ignoriert.... Seitdem gibts kaum nachgelaufe mehr. Spielen tun wir meist Kaese suchen, seitdem hat sie auch erkannt das unsere Haende auch mehr koennen, als Spielzeug zu sein. Aber natuerlich toben und tollen wir auch noch, eben seltener und weitaus dosierter.
Wir waren jetzt sogar mit ihr Zelten und ich hatte so Angst mit dem aufgedrehten Maeuschen aber alles unbegruendet. Wir haben einfach alles so beibehalten wie daheim. Sie hat viel Schlaf bekommen aber auch Restaurantbesuch, eine Kinderhorde und andere Hunde, jung, alt und schwanger.
Sie ist zum ersten mal geschwommen ganze 30 Zentimeter. Ich habe noch nie einen stolzeren kleinen Hund gesehen, wie sie danach. Wir grinsen immernoch.
Der Zahnwechsel hat begonnen, der Vorhang leidet manchmal... Moehren und Kong im Gefrierfach.... Es waren echt harte erste Monate aber wir beisen uns gemeinsam durch und lernen jeden Tag soviel ueber die gerade friedlich schlummernde Maus
 
Dabei
19 Jan 2017
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#17
Hi,

ich finde es toll, dass ihr euch gemeinsam durch diese Zeit kämpft. Das schweißt zusammen und macht euch später zu einem starken Team.:)
Und für die Fütterung wird sich bestimmt auch eine Lösung finden. :)
 
Dabei
3 Jan 2013
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#18
Hi,
das hört sich doch positiv an.
Einfach weitermachen und durchhalten..

Danke, dass Du berichtet hast
 
Dabei
12 Nov 2018
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#20
Hi ihr Lieben,

Mia ist jetzt 4 Monate alt. Hoffe mit dem Zahnwechsel klappt alles. Ich muss sagen, sie leidet schon. Frisst ca. 1/3 weniger, aber eingeweicht mag sie ihr Trockenfutter ja schon mal gar nicht. Vom Verhalten her ist sie leider auch wieder etwas unausgeglichener... vom superknuddeln zum ausraster in sekundenbruchteilen. Kann man eig auch Gurkenstreifen einfrieren und ihr gegen Zahnschmerzen geben? Hier hat es tagsueber 32 Grad und da dachte ich so ein kuehler Gurkenstreifen hoert sich gut an.
 
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22 Sep 2015
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#21
Klar das kannst du ihr geben, das gleiche auch mit Möhren, Apfeln und Co.

Meine ist 5 Monate alt und hat auch unfassbar gern auf Rinderkopfhaut und Co. herumgekaut. Oder einen nassen Waschlappen einfrieren und ihr dann geben zum darauf herumkauen <3
 
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