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Ratlos...

Dabei
12 Dez 2011
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#1
Liebes Forum!
Erst einmal hallo an alle! Derweil plagen mich zwei Probleme, zu deren Beschreibung ich gerne erst ein wenig weiter ausholen möchte: Ich habe eine jetzt 7 ½ Monate alte Australian Shepherd Hündin, mit der ich seit letzten September die Hundeschule besuche. Das heißt: Erst Welpenstunden, bzw. -schule und dann einen Kurs für die Basiserziehung, indem die Kommandos „Hier“, „Aus“, „Sitz“, „Platz“ und die Leinenführigkeit erlernt werden sollten.
In der Welpenstunde gehörten mein Hund und ich eigentlich immer zu dem besseren Drittel. Der Basiskurs verlief am Anfang einigermaßen gut, in meinen Augen aber nicht optimal. Ursprünglich sollte ich in einen neu anlaufenden Kurs kommen, welcher aber aus irgendwelchen Gründen offenbar nie begann. Das heißt, ich kam in einen laufenden Kurs, wo zwar darauf Rücksicht genommen wurde, dass mein Hund und ich (wie ein weiteres Team) neu waren, aber irgendwie konnte ich mich mittendrin nicht so recht einfinden. Außerdem hatten wir bislang nie zwei Stunden Unterricht am Stück auf dem Platz: Sei es durch einen verregneten Platz, die Weihnachtsfeier, Feiertage, ein Verkehrstraining, eine Theoriestunde, die Krankheit meines Hundes… Ebenfalls wechselten öfters die Trainerinnen.

Nun zu meinen Problemen!
1. Leinenführigkeit: Ich übe mit meiner Maus sehr fleißig, bei jedem Spaziergang (2-3x täglich). Angefangen haben wir das Ganze in ablenkungsarmer Umgebung, also im Garten. Dann haben wir uns gesteigert. Wo wir wohnen, sind die Straßen nicht so doll befahren, es gibt aber natürlich Fußgänger ect. Ab und zu sind wir auch schon auf stärker befahrenen Wegen unterwegs gewesen (und sogar in Fußgängerzonen), wo es mit der Leinenführigkeit natürlich noch nicht so gut klappte. Das alles war für mich kein Beinbruch, da mein Hund kein Sporthund werden soll. Sie ist zwar ein Aussie, aber eher atypisch ruhig veranlagt. Sie dreht beim Spielen zwar gerne auf, welcher junge Hund nicht?, aber wenn es regnet, dann ist sie nicht vor die Tür zu kriegen. Für meinen Geschmack muss sie auch nicht perfekt neben mir laufen, ein Stück vor mir reicht, von mir aus darf sie auch mal die Seite wechseln. Das macht mir nichts. Sie soll halt nur nicht ziehen. Ich bin auch immer sehr konsequent: Das heißt, ich mache es, wie in der Hundeschule befohlen und gehe jedes Mal rückwärts, wenn sie zieht. Bislang waren auch immer Erfolge zu sehen. Kurzum: Sie geht für gewöhnlich toll an der Leine, solang sie keine anderen Hunde sieht oder die Ablenkung überdimensional groß wird. Allerdings begreifen die Trainer nicht, dass es mir reicht, wenn sie nicht zieht. Sie sehen nur den Aussie und denken sofort an Agility, was ich nicht betreiben möchte. Jedes Mal, wenn ich sage, sie soll ein Reitbegleithund werden, werde ich komisch angesehen…

Gestern war ich wieder in der Hundeschule und kam leider nur wieder frustriert zurück. Sobald mein Hund andere Hunde sieht, ist die Ablenkung so enorm, dass sie sich auf kaum etwas anderes mehr konzentriert. Zudem war es kalt und die Trainerin sagt, da riecht alles noch mehr, weswegen sie nur geschnüffelt hat. Leider kann ich unter diesen Bedingungen (etwa 15 andere Hunde) nicht täglich üben (verständlicherweise). Und auch die Kommentare der Trainer, die leider immer mal wieder wechseln, helfen mir nicht: Ich soll als Hausaufgabe, die Leinenführigkeit und Aufmerksamkeit meines Hundes üben. Zu Hause bekomme ich sie ja recht einfach.
Wie gesagt: Mittlerweile bin ich nach dem Hundeplatz immer frustriert, da ich auch das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden. Mein 2. Problem ist nämlich folgendes: Als kleiner Welpe hat mein Hund immer alle Blätter aufgesammelt. Zwischenzeitlich funktioniert das „Aus“ gut und sie machte so etwas gar nicht mehr. Seit dem Wochenende sammelt sie wieder jedes Holz auf und frisst es, wenn ich es ihr nicht abnehme. Auch das „Aus“ wird überhört. Ich persönlich vermute ja, dass das die einsetzende Pubertät ist. Allerdings will in der Hundeschule niemand etwas davon wissen. Ich will ja nicht, dass das als Entschuldigung gilt, ich möchte nur, dass so etwas nicht ignoriert wird und dass ich mit jemandem sachlich darüber reden kann und informiert werde. Außerdem denke ich, dass eine Hundeschule Spaß machen sollte. Erziehung ist wichtig, aber man sollte sie doch nicht so verbissen sehen, dann kann das Lernen doch gar nicht funktionieren.

Jetzt meine Fragen: Was denkt Ihr? Macht es in so einem Umfeld überhaupt Sinn, nach Ende des Kurses weiterzumachen? Ich wäge da klar den Nutzen gegen die nichts nützende Frustration ab und komme zu keinem Schluss.
Wie sieht es mit der Leinenführigkeit aus? Leider widersprechen sich alle Trainer/Trainerinnen, die ich hatte, immer wieder. Zuerst sollte ich stehen bleiben und auf Augenkontakt warten, dann erst wieder gehen, dann hieß, es das reiche nicht, mein Hund würde sich „hochpushen“ und ich sollte zurück gehen und sie hinter mir her ziehen und kreuz und quer gehen. Meine Tierärztin meinte dazu, dass so eine Methode doch überholt sei. Andere meinen, ich soll den Hund Sitz oder gar Platz machen lassen, das drücke ihn dann auch emotional runter. Andere empfehlen Haltis oder Norweger-Geschirre, die von anderen verteufelt werden und es heißt, die bringen zwar Effekt, der Hund lernt aber nichts. Wieder andere meinen, jedes Mal, wenn der Hund zieht, ihn zurückziehen. Was nun?!
Und was kann ich noch an Übungen machen, wenn mein Hund mir keine Aufmerksamkeit schenken will, bzw. ist das in diesem Alter durchaus mal normal? Jedes Mal, wenn mein Hund mich nicht bemerkt und zieht in der Hundeschule, habe ich das Gefühl, als wollte man mir weismachen, ich habe eine reißende Bestie an der Leine, wenn der Hund ausgewachsen ist… Dabei komme ich zu Hause prima mit ihr klar…
So, was denkt Ihr? Ich freue mich über jede Art von Antworten, auch seelischen Beistand! ;)

Viele Grüße!!
 

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Dabei
14 Feb 2010
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#2
Wenn Du Dich in Deiner jetzigen Hundeschule so unwohl fühlst, wie das nach Deinen Beschreibungen den Eindruck macht, dann überträgt sich das auch auf Deinen Hund. Unsere Fellnasen sind so sensibel, dass sie spüren, wenn wir nicht mit uns oder dem, was wir tun im Reinen sind. Eine vernünftige Arbeit ist so nicht wirklich möglich.
Hinzu kommt bei Deiner Maus meiner Meinung nach auch sehr wohl die Pubertät. In der muss man Abstriche machen, um sich selbst und auch den Hund nicht dauernd zu frustrieren. Sicher kann man das nicht als Entschuldigung nehmen, aber berücksichtigen muss man es.

Ich glaube, ich an Deiner Stelle würde die HuSchu wechseln.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#3
Hallo,

als erstes würde ich nach dem Kurs dort nicht weitermachen....einfach, weil du dich dort nicht wohlfühlst und gefrustet bist, was sich auf deinen Hund überträgt.
Da du mit deinem Hund keinen Sport oä machen möchtest, wären vlt ein paar Einzelstunden mit einem anderen Trainer hilfreicher. Der kommt im besten Fall zu dir, ihr könnt die Probleme direkt vor Ort angehen. Oft reichen da schon wenige Stunden.
Mit 7 1/2 Monaten ist dein Mädel in der Pubertät und da ist es ganz normal, dass die Ohren öfter auf Durchzug stehen und Kommandos, die sie schon konnte, plötzlich wie vergessen sind. Da hilft nur ruhig und konsequent bleiben. Sie will dich nicht ärgern......sie befindet sich in einem totalen Hormonchaos und kann gar nicht anders. Ist ja bei den Menschen auch nicht anders. Denk mal nur an pubertierende Teenies. :D
Mir wurde die Leinenführigkeit so gezeigt: wenn der Hund zieht, stehen bleiben, auf Augenkontakt warten und dann umdrehen und in eine andere Richtung laufen. Dein Körper sollte dabei möglichst ausdrücken, dass du grade eh nichts anderes vor hattest, als um zu drehen. Geredet wird hier mit dem Hund nicht.
Manche Hunde träumen sich auch mal so weg an der Leine und kommen dabei so langsam ins Ziehen (hoffe, du verstehst, was ich meine). In dem Fall kann man ruhig mal mit der Leine wackeln oder auch dem Hund mal ins Fell fassen, evtl auch daran ziehen. Guckt er dann, umdrehen und gehen. Dabei lernen die Hunde, aufmerksamer zu sein.
Hat bei uns ganz gut funktioniert, heute muss ich noch manchmal mit der Leine wackeln oder kurz das Fell berühren und schon hört meiner auf zu ziehen. Ganz selten, dass ich umdrehen muss.
Damit sie auch bei Ablenkung an lockerer Leine läuft, muss man beim Training für Ablenkung sorgen. Wie soll sie es sonst lernen? Auch hier wäre ein Trainer vor Ort hilfreich. Mit dem übt man dann mal in einem stärker frequentierten Gebiet. Dann kann er dir sagen und zeigen, was genau du machen kannst.

Wie sind denn die Welpenstunden bei euch abgelaufen?

Bildest du sie selbst zum Reitbegleithund aus? Bei den Westernreitern gibt es da ja tolle Sachen....zb Horse-and-Dog Trail.....vlt wär das ja was für euch.
 
Dabei
12 Dez 2011
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#4
Erst einmal danke für Eure Antworten! Ich habe mich sehr darüber gefreut! :D Offensichtlich bin ich nicht die einzige, die die Dinge so sieht! *freu*

Die Pubertät kam mir ja auch schon in den Sinn, aber jedes Mal, wenn ich in die Richtung was andeuten wollte, da wurde von Seiten der Trainer abgeblockt, so nach dem Motto: Davon wollen wir erst gar nicht zu reden anfangen. Dass mich meine Maus ärgern will, glaube ich eigentlich auch nicht, da sie schon sehr viel Spaß hat, mit mir zu arbeiten und alles richtig machen möchte. :D

Ablenkung gibt es ja eigentlich auch genug in unserem Umfeld: Es kommt mal ein anderer Hund vorbei oder eine Taube (die scheinen ganz interessant zu sein). Zwischenzeitlich geht es an der Leine auch schon an viel befahrenen Straßen besser. Noch nicht perfekt, aber für mich ok. Da gibt es Fortschritte und damit bin ich voll und ganz zufrieden. Nur auf dem Hundeplatz ist nichts mit ihr anzufangen. Es finden ja leider auch 3 Kurse und eine Welpenstunde auf 2 Plätzen dicht beieinander statt (zur gleichen Zeit!), sodass es nicht nur eine Gruppe mit mehreren Hunden wäre. Das würde sie – denke ich – schon von der Konzentration her packen. Aber so um die 15 Hunde, das ist für sie sooooo faszinierend und das kriege ich an Ablenkung einfach nicht zu Hause simuliert. Was wiederum heißt, sie kann gar nicht zeigen, was sie schon alles so kann und daher wiederum wird sie von den Trainern so als „Problemfall“ gesondert behandelt, was ich ungerecht finde. Dabei fällt mir ein, dass ich bemerkt habe, dass 60 Minuten Konzentration (auch mit kurzem auflockernden Spiel zwischendurch) bei meiner Maus irgendwie gar nicht geht. Auf dem Platz war nach 15 Minuten schon Schicht und ich musste nur noch kämpfen, zu Hause ist nach so 40 Minuten die Luft raus und sie wird unaufmerksam. Die anderen Hunde haben mit der Dauer offenbar kein Problem, jedenfalls nicht so sichtbar. Ist das auch noch normal bei einem Hund mit 7 Monaten? Oder müsste sie das schon besser packen? Ich meine, jeder Hund ist ja anders und überfordern möchte ich sie auch nicht.

Zu den Welpenstunden: Zu Beginn durften die Hunde unter Aufsicht spielen und dann wurde gearbeitet. Also ein bisschen „Platz“ und „Sitz“, schon mal die ersten Züge der Leinenführigkeit (auf Augenkontakt warten, dann gehen, eventuell wieder stehenbleiben), das „Aus“… Alles aber natürlich vollkommen spielerisch und alles nur kurz. Außerdem wurde immer etwas neues gezeigt: Z.B. ein Bollerwagen, was Vertrauen und Bindung erzeugen sollte, verschiedene Böden… Das alles war sehr durchstrukturiert und hatte mir im Gegensatz zur ersten Welpenschule (in einer anderen Hundeschule), die einfach nur chaotisch war, sehr gut gefallen. Auch die Trainerin widersprach sich nicht und zog ihren Weg liebevoll aber konsequent durch. Aber alles war ganz locker, Fehler durften gemacht werden, wurden aber verbessert, es wurde gelacht… Zum Schluss wurde dann noch einmal gespielt und dann gab es eine halbe Stunde Zeit, um Fragen zu stellen.
Im Grunde nicht soooo viel anders als jetzt beim Kurs, nur dass der Platz riesig viel größer ist. Das zehn- oder zwanzigfache? Oder mehr? Und statt sich wirklich um das wichtigste (laut den Trainern: Aus, Hier und Leinenführigkeit) zu kümmern, wird jedes Mal was anderes gemacht: Mal mit ein paar Hindernissen, wo der Hund rein und raus springen soll zu uns, dann die Übung Stop (die fünf Minuten gemacht wird und dann sollen wir das am besten bis nächste Stunde können) ect. Einfach soooo viel Kram drum herum, wo man sich nicht mehr retten kann, was man nun als nächstes machen soll.

Momentan hab ich leider kein Pferd mehr zum Reiten, daher werde ich vermutlich im Sommer, dann ist sie ein Jahr alt, im Urlaub erste Reit/Hund-Stunden nehmen und ab dann, sobald ich was geeignetes zum Reiten gefunden hab, die Arbeit selbst übernehmen (sei denn, da bräuchte ich dann weitere Hilfe). Ich hab auch schon überlegt, ob diese Trails was wären, da will ich einfach schauen, wo es uns hinbringt. Ich bin für alles offen, nur halt keine ambitionierte Sportlerin, die unbedingt Agility oder Obedience machen muss.

Ich denke, ich werde tatsächlich die Schule verlassen und mich mit dem Thema „Einzelstunden“ auseinandersetzen. Das hört sich sehr sinnvoll an und ich hatte auch schon mal darüber nachgedacht. Schade eigentlich, da mir die Schule unter anderen Umständen schon Spaß gemacht hätte.

Vielen Dank noch einmal!! Jetzt fühle ich mich gleich ein wenig bestätigter! :D
 
Dabei
21 Feb 2011
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#5
15 Minuten Konzentration auf dem Platz finde ich schon echt viel....vor allem, wenn da noch soviel gleichzeitig läuft. Und auch klar ist, jeder Hund ist anders. Nach allem, was du geschrieben hast, glaube ich auch nicht, dass deine Hündin ein Problemfall ist.
Wenn ich es richtig verstanden habe, dann durften die Hunde in der Welpenstunde zuerst spielen.....und auch jetzt in der Junghundegruppe noch? Erst spielen, dann arbeiten?
Zieht sie denn oder hat sie bereits als Welpe an der Leine gezogen, wenn ihr zum Platz geht? Falls ja, liegt vlt hier schon ein Problem.....Hund zieht zum Platz, wird zur Belohnung los gemacht und darf mit den andern spielen. So lernt er ganz einfach: andere Hunde = Party, ich zieh an der Leine und man macht mich los. :D
 
Dabei
1 Feb 2012
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#6
Ich weiß nicht, ob du dich schon für eine Lösung entschieden hast und zusätzlich weiß ich nicht von woher du kommst.
Ich fahre immer mit meinem Hund zu der bekannten Trainerin Anne Krüger aus Melle. (Kreis Osnabrück)Dort wird auf einer ganz tollen Art und Weise mit den Hunden gearbeitet. Sie ist Schäferin und arbeitet mit Aussis. Aber auch andere Hunde (ich habe selbst einen belgischen Schäferhund) sind dort gut aufgehoben. Wenn du mal auf ihrer Internet Seite guckst, wirst du auch WE-Kurse sehen. Ich habe das Glück, daß ich so ziemlich in der Nähe wohne und so immer wieder weitere Tips abholen kann.Ich will hier wirklich keine Werbung für Frau Krüger machen, aber wie du wohl merkst, bin ich voll begeistert von ihrer feinen Art mit den Hunden umzugehen. Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert. LG Froukje
 
Dabei
12 Dez 2011
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#7
Also, in der Welpengruppe war es so, dass wir die Hunde erst ins Sitz brachten, dann von der Leine machten, aber noch am Halsband festhielten und erst wenn sie uns angeschaut hatten, durften wir sie freigeben zum Spielen.
Als Welpe hat sie weniger gezogen, aber ich glaube, dass lag daran, dass sie da noch nicht so schnell laufen konnte! :D Ich meine, ich bin natürlich nicht gerast, aber da waren die kleinen Beinchen halt eben doch noch was kürzer. Und da war sie fremden Hunden gegenüber auch noch sehr scheu und hat sich lieber hinter mir verkrochen. Das hat sie jetzt gar nicht mehr und will immer drauf los spielen, spielen, spielen!
Derzeit dürfen die Hunde abhängig von der Trainerin (augenroll) spielen. Die eine lässt sie immer mit den Hunden der anderen Gruppen, die andere meint, das würde zu viel ablenken beim Üben hinterher. Ich hatte eigentlich den Eindruck, dass es entspannter geht, wenn die Hunde vorher spielen durften, aber das ist jetzt auch ein wenig auf der Goldwaage gewogen, so deutlich war es nicht zu sehen. Ist eher mein Gefühl. Leider sind es nicht nur Junghunde, die bei uns in der Gruppe sind, sondern auch schon ältere Hunde, die auch schon mehr Zeit zum Lernen hatten.
Bei Hunden auf der Straße bleibt sie stehen, sobald sie einen sieht und ist mit nichts anderem mehr abzulenken, nicht mal mit Käse Leckerchen und die liebt sie sonst. Will heißen, sie zieht dann zum anderen Hund, um zu spielen bzw. zu schnuppern. Um ihr nicht das Gefühl zu geben, dass sie gewinnt, wenn sie zieht und zum anderen Hund darf, versuche ich sie eigentlich immer zügig daran vorbeizuführen, wenn sie zieht. Klappt aber natürlich nur mäßig.
Jedenfalls bin ich schon mal froh, dass ihr meinen Hund auch nicht als Problemhund seht. Das würde ich eigentlich auch nicht tun. Sie zieht auch nicht mehr so stark, es lebt sich damit gut, aber wenn mich dann auf dem Hundeplatz der Ehrgeiz packt, dann möchte ich es auch gerne perfekt können, denn dann ist der Hund ja noch verlässlicher.
@ Froukje: Ich komme aus Köln, da wäre Osnabrück noch zu erreichen, vor allem für WE-Kurse. Da muss ich mich unbedingt mal auf der Webseite umschauen! Danke für den Tipp!!! Das werde ich gleich mal machen!
 
Dabei
21 Dez 2007
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#8
Hallo,

als erstes würde ich nach dem Kurs dort nicht weitermachen....einfach, weil du dich dort nicht wohlfühlst und gefrustet bist, was sich auf deinen Hund überträgt.
Da du mit deinem Hund keinen Sport oä machen möchtest, wären vlt ein paar Einzelstunden mit einem anderen Trainer hilfreicher. Der kommt im besten Fall zu dir, ihr könnt die Probleme direkt vor Ort angehen. Oft reichen da schon wenige Stunden.
Mit 7 1/2 Monaten ist dein Mädel in der Pubertät und da ist es ganz normal, dass die Ohren öfter auf Durchzug stehen und Kommandos, die sie schon konnte, plötzlich wie vergessen sind. Da hilft nur ruhig und konsequent bleiben. Sie will dich nicht ärgern......sie befindet sich in einem totalen Hormonchaos und kann gar nicht anders. Ist ja bei den Menschen auch nicht anders. Denk mal nur an pubertierende Teenies. :D
Mir wurde die Leinenführigkeit so gezeigt: wenn der Hund zieht, stehen bleiben, auf Augenkontakt warten und dann umdrehen und in eine andere Richtung laufen. Dein Körper sollte dabei möglichst ausdrücken, dass du grade eh nichts anderes vor hattest, als um zu drehen. Geredet wird hier mit dem Hund nicht.
Manche Hunde träumen sich auch mal so weg an der Leine und kommen dabei so langsam ins Ziehen (hoffe, du verstehst, was ich meine). In dem Fall kann man ruhig mal mit der Leine wackeln oder auch dem Hund mal ins Fell fassen, evtl auch daran ziehen. Guckt er dann, umdrehen und gehen. Dabei lernen die Hunde, aufmerksamer zu sein.
Hat bei uns ganz gut funktioniert, heute muss ich noch manchmal mit der Leine wackeln oder kurz das Fell berühren und schon hört meiner auf zu ziehen. Ganz selten, dass ich umdrehen muss.
Damit sie auch bei Ablenkung an lockerer Leine läuft, muss man beim Training für Ablenkung sorgen. Wie soll sie es sonst lernen? Auch hier wäre ein Trainer vor Ort hilfreich. Mit dem übt man dann mal in einem stärker frequentierten Gebiet. Dann kann er dir sagen und zeigen, was genau du machen kannst.

Wie sind denn die Welpenstunden bei euch abgelaufen?

Bildest du sie selbst zum Reitbegleithund aus? Bei den Westernreitern gibt es da ja tolle Sachen....zb Horse-and-Dog Trail.....vlt wär das ja was für euch.
Dito

ich war auch mal in so einer Hundeschule ...Merlin war der beste aber trotzdem hatte die immer noch was zu meckern also doch nicht der beste.Ich bin dann nicht mehr dahin gegangen.Und da wo ich jetzt bin haben wir beide richitg Spaß.
Hundeschule zocken eh nur Geld ab.
 
Dabei
12 Dez 2011
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#9
@Sheena: Leider hatte ich den Eindruck zuletzt auch. Beim sogenannten Verkehrstraining, was nur ein Rundgang war mit Tipps, wo mein Hund hier und da am besten läuft (was ich meiner Meinung nach noch immer selbst am besten einschätzen kann), gab es das beste Beispiel. Die Trainerin nahm meine Maus und machte heftig schnelle Richtungswechsel, ziemlich grob, woraufhin sich die Kleine richtig gewehrt hat (mit Anspringen), da sie verheddert war. Kommentar der Trainerin: "Das ist ein Aussie, die können das ab." ... *no comment*
 
Dabei
21 Dez 2007
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#10
Klar können die das mal ab aber dann solltes du das machen..die soll das mal mt meinen Hund versuchen der geht mit fremden erst garnicht mit.oder ich muss ihn sagen geht mal mit.

Wie alt ist dein Aussie?
 
Dabei
12 Dez 2011
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#11
7 1/2 Monate. Ich bin ja auch kein Fan davon, Hunde zu verhätscheln, aber wenn er sich so verfängt, dass er hinbrettert fast und zu mir zieht, dann find ich das schon ziemlich doof, um das mal so zu sagen. allein den spruch fand ich hammer. klar werde ich auch mal energisch, aber das war mir echt ne spur zu hart!
 
Dabei
21 Feb 2011
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#12
Schnelle, heftige Richtungswechsel sind in meinen Augen ein No Go.
Da wird der Leinenruck verteufelt und dann macht man sowas. Der Hund ist doch überhaupt nicht vorbereitet auf den plötzlichen Ruck, der durch den Wechsel entsteht und das gefährdert die Tiergesundheit. *justmytwocents*
 
Dabei
12 Dez 2011
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#13
Ja, meine Tierärztin meinte auch, dass das überholt sei. *seufz* Und mein Gefühl sagt mir auch, so möchte ich mit meinem Hund eigentlich nicht umgehen. Ein paar Schritte zurückgehen ist ja wieder was anderes, aber so zickzack... *kopfschüttel* bringt bei uns ja auch nicht wirklich was.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#14
Wenn Richtungswechsel, dann so, dass der Hund es mitbekommt.
So habe ich es ja auch gemacht....erst nachdem der Hund mich angeschaut hat, habe ich mich umgedreht und bin mit ihm in die andere Richtung gegangen....weg vom Objekt der Begierde.
So unvorbereitete Wechsel sind unfair.
 
Dabei
13 Okt 2011
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#15
Ich bin auch zunehmend unzufriedener mit meiner HuSchu und werde deshalb wechseln. Mein Aussie ist nun 5 Monate und es lief so ab: Welpenspielstunde, Milo zerrt jaulend zum Platz, die Hunde kommen drauf alle machen ihre Hunde ab. Ich wollte Milo daran gewöhnen "Sitz" zu machen bevor ich ihn ableine, dass war aber unmöglich da alle anderen schon tobend auf ihn zustürmten. Nach ca. 4 Wochen haben wir dann angefangen die Hunde zwischendrin anzuleinen und zu üben. Einzeltraining (jeder in einer anderen Ecke) war immer super, da waren wir ganz schöne Streber :D. Seit ca. 2 Wochen üben wir nun auch in der Gruppe (die Hunde dürfen vorher noch miteinander spielen). Letzens war es so: Milo kommt an die Leine nach dem Spiel, zerrt und jault wie ein Berserker und wenn er sitzen bleiben soll springt er wie ein Flummi an der Leine rum, da sagte der Ausbildungswart ich soll ihn festhalten damit er sitzen bleibt, also lag ich fast auf ihm drauf (fand ich komisch.. aber naja). Dann sollten wir in einer Reihe hintereinander her, Milo wollte lieber zu den anderen und zerrte, da sollte ich auch direkt in die entgegengesetzte Richtung weiter gehen, aber eher unvermittelt und abrubt, dass sollte den Sinn haben, dass er mehr lernt auf mich zu achten (Fand ich schon grob...). Dann sollten wir in eine Gruppe reinlaufen, die Leute haben sich eng um uns gestellt und Milo sollte sitzen, es war so eng, dass er die Rute eingekniffen hat und immer wieder raus wollte. Da hat ihn der Ausbildungswart am Fell gepackt, wieder reingezerrt und ihn auf den Boden gedrückt, dabei ist er ziemlich lautstark geworden und Milo saß dann da wie ein Häufchen Elend! Dann war ich verdammt sauer und habe den Platz verlassen, dass ging für mich absolut gar nicht!

Milo soll auch Reitbegleithund werden :) hattest du schonmal einen?
 
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27 Sep 2011
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#16
Moin Clarissa,

bin echt geschockt, das geht ja gar nicht! :mad:

Wenn ich das hier alles so lese (auch von den anderen Hundeschulen) dann bin ich nochmal doppelt so glücklich über meine Wahl, auch wenn wir dafür 2x pro Woche eine Dreiviertelstunde fahren müssen.

Wir haben bereits in den Welpenstunden angefangen, dass die Kleinen angeleint auf den Platz geführt wurden (so gut es eben ging) und dann wurde ein Kreis gebildet und jeder Welpe sollte Sitz machen (so gut es eben ging). Dann haben sich erstmal alle begrüßt und kurze Zeit später wurde dann abgeleint und auf Kommando (wenn "alle" abgeleint hatten) durften die Kleinen spielen. Uns wurde auch jede Regel eingehend erläutert und alle Hunde werden dort sehr lieb behandelt und erzogen.

Auch wenn man immer nur lieb mit dem Hund spricht, kann man konsequent sein:
Milo darf jetzt nach der Junghundeausbildung an der Leine "niemals" an mir vorbei gehen, höchstens genau neben mir. Das weiß er mittlerweile, weil er sonst ganz konsequent aber vorsichtig zurück korrigiert wird. Dort steht er dann 2-3 Sekunden und dann gebe ich das Zeichen zum Weitergehen. Das funktioniert super!

Wir haben in der Hundeschule gelernt, dass man dem Hund die Erwartung nimmt, indem man ihn zu Beginn des Spaziergangs 3x stoppt: 1 Schritt gehen, dabei vor den Hund drehen und ihn mit Sichtzeichen stoppen. Wenn man das 3x macht, ist die Erwartung des Hundes direkt mal gesunken, weil er ja nicht weiß, ob man gleich wieder stoppt. Ab und zu lassen wir beim Gassigehen auch mal die Leine fallen (Leine fällt - Hund steht!). Das haben wir auch mit dem Sichtzeichen für Stopp geübt.

Ich finde es total super, wie Milo das macht und das ganz ohne ihn zu bedrängen oder an der Leine zu rucken oder laut zu werden. Aber es erfordert eben konsequentes Handeln.
 
Dabei
13 Okt 2011
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#17
Ja, dass war ich im ersten Moment auch... mit ihren eigenen Hunden können die machen was sie wollen, aber so mit fremden Hunden umzugehen finde ich überhaupt nicht in Ordnung... naja das war jetzt das erste Mal und ich werde nun nicht mehr dahin gehen und schaue mich nach was anderem um. Das mit dem stoppen werd ich auch mal ausprobieren :)
 
Dabei
12 Dez 2011
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#18
Also, als Ivy 5 Monate alt war, da schon so Übungen machen, wo Hunde hintereinandergehen, das wäre gar nicht gegangen. Vorletztes Mal haben wir Hütchen im Viereck aufgestellt, jeder stand einem solchen und wir gingen im Kreis. Das ging einigermaßen. Andererseits frage ich mich, ob das so Sinn hat, wenn der Hund sich absolut nicht auf mich konzentriert. Ob es dann nicht eher sinnvoller ist, noch mal in der Ablenkung einen Schritt zurückzumachen und wenn das dann besser klappt, wieder höher zu gehen.

Mir wurde das mit dem ruckartigen hin und hergehen an der Leine auch so erklärt, dass mein Hund damit lernt, auf mich zu achten. Und ich fand es eben auch so grob. Wir sollten zwar schon dabei reden und den Hund locken, aber eben auch zackige Wendungen machen. Wo ich mich wieder frage, wieso reden? Erst sollten wir ja immer warten, bis der Hund uns anguckt und ihn bloß nicht auf uns aufmerksam machen, plötzlich wieder anders. So etwas meine ich damit, wenn ich sage, die widersprechen sich ständig. Der eine Trainer so, der andere so. Ich werde jetzt nur noch Wendungen machen, die meine Maus auch mitverfolgt, ansonsten bleibe ich eben stehen. Damit bin ich vorher auch immer gut gefahren. Dann werde ich ja sehen, was dabei herauskommt! :D Und meinen Hund lass ich so nicht mehr herumschleudern, von keinem. Nur in dem Moment, da war ich so total sprachlos, da konnt ich gar nicht eingreifen…

Na ja und wie gesagt, an der Welpenspielstunde kann es eigentlich nicht liegen, dass meine so ausflippt und zieht, da wir da ja wirklich gewartet haben bis der letzte Welpe sein Frauchen angeguckt hatte. (und das dauerte eben schon mal 2 Minuten). :D

@clari90: Was Du da schreibst hört sich ja furchtbar an! Also, so schlimm war das jetzt bei uns nicht. Aber ich stell es mir grausig vor! Ich hab die Kleine, als sie klein war und sie mir mal unter nen giftigen Strauch im Garten entwischt war am Halsband packen wollen und am Fell erwischt, aus Versehen natürlich, und sie hat so gequiekt, das tat mir richtig in der Seele weh!
Einen Reitbegleithund hatte ich noch nicht, nein. Ist sowieso mein erster eigener Hund! *stolz bin* Daher wird das eine kleine Herausforderung, die ich aber gerne annehme. Ansonsten kenn ich nur andere Aussies, die Reitbegleithunde sind, aus dem Urlaub. Da will ich mit meiner Maus auch die ersten Stunden Unterricht dahingehend nehmen!

@milo: Mit meiner Welpengruppe war ich auch sehr zufrieden, dass muss ich unbedingt noch mal betonen! Aber das mit dem 3x stopp finde ich eine super Sache, das werde ich auch mal ausprobieren. Und das mit der Leine fallen lassen und der Hund stoppt automatisch find ich auch klasse und praktisch (wieso bringen die uns sowas nicht bei?)! Das kenn ich nur so von den Westernpferden: Zügel unten, Pferd bleibt stehen. Ich glaube, da hab ich mal am Wochenende was zu üben. Wie hast Du Deinem Hund das denn genau beigebracht, dass er auch das Stoppzeichen sieht?
 
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27 Sep 2011
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#19
Wir haben es so geübt:
Den Hund natürlich im Haus anleinen und gerade mal bis vor die Tür führen.
Im Idealfall gehst du vor ihm.
Dann im 45 Grad Winkel zum Hund stellen (rechte Seite vom Hund) und gleichzeitig das Signal zum Losgehen geben und auch selber schon mit dem linken Fuß schräg vor den Hund treten (das ist dann ja schon der Anfang vom "sich vor den Hund stellen". Den rechten Fuß dann so stellen, dass man ganz vor dem Hund steht und dann das Stoppzeichen geben.

Dadurch, dass man mit dem linken Fuß ja schon so schräg vor den Hund tritt, wird dieser automatisch verwundert zu dir hochschauen (macht man ja sonst nicht) und bekommt dann das Stoppzeichen auch mit. Der Hund sieht also das Stoppzeichen und kann ja auch gar nicht weitergehen, weil du ja schon vor ihm stehst.

Ich musste mir das erstmal bei anderen ansehen, wie es funktioniert, werde daher nochmal ein kleines Video dazu hochladen. Ist dann bestimmt einfacher zu verstehen (zumindest war es ja bei mir so).

Beim Leine fallen lassen, ist das Prinzip genauso:
Die Leine fallen lassen und recht zeitgleich vor den Hund treten und das Stoppzeichen geben. Das muss sehr oft wiederholt werden, bevor der Hund sicher weiß, dass er stehen bleiben soll "wenn die Leine fällt".

Ich bin mit dieser Methode zumindest sehr zufrieden und Milo musste nie leiden.
Er weiß jetzt einfach "an der Leine laufen ist langweilig", aber wenn sie abgemacht wird und ich ihm "Lauf" sage, dann gehts ab... :eek:
 
Dabei
21 Dez 2007
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#20
Bei uns waren 6 Welpen und drei Tranierers das fand ich sehr gut ich fand auch das Tranig da gut die haben viel gemacht nicht nur blöd spielen.

Mit der Leinenfürhigkeit ich bleibe stehen wenn er zieht kommt er zu mir mache ich Party (nur bei mir gib es Party)
 
Dabei
6 Jan 2012
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#21
Hallo ihr,
Ramona das mit der Erwartungshaltung abbauen finde ich total toll. Diese macht die meisten Hunde verrückt. Ich werde Tür raus und Stopp direkt probieren;-) Wir haben im Dänemark Hundeurlaub letztes JAhr eine Schwimmnudel vor den Bauch halten müssen und der Hund durfte nicht daran vorbei (imaginäre Linie)...
Ich oute mich mal zu meiner Hundeschule. Meine Trainerin kommt von D.O.G.S. und hat mir bei der Erziehung meiner Fame sehr viel geholfen. Ich war auch bei meiner ersten Hundeschule zeimlich hilflos. Fame konnte sich mit den ganzen anderen Hunden auf dem Platz auch nur schwer konzentrieren. Ich wurde frustriert und das merkte mein Hund, so werde ich es nie wieder machen. Mitlerweile sind wir bei meiner Trainerin Ruth Räckers in Ahaus/NRW. Haben dort zuerst ein Einzeltraining gemacht und gehen seitdem dort zum Distanztraining. Für zwischenfragen seitens verbellen von Leuten und Hunden hat sie immer ein offenes Ohr und eine klare Linie als vorgabe. Ich denke dieses brauchst du auch.
Fame habe ich selbst als Reitbegleithund ausgebildet. Sie liebt es hinter dem Pferd herzulaufen und gelegentlich erlaube ich ihr auch zu überholen...das typische in die Hacken zwicken habe ich direkt unterbunden ;-) Sie soll das Pferd ja nicht hüten.
Ich würde an deiner Stelle sofort die Hundeschule wechseln, kann die von Martin Rütter D.O.G.S. zumindest hier bei mir, nur empfehlen.
LG Olin
 
Dabei
21 Dez 2007
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#22
Hallo ihr,
Ramona das mit der Erwartungshaltung abbauen finde ich total toll. Diese macht die meisten Hunde verrückt. Ich werde Tür raus und Stopp direkt probieren;-) Wir haben im Dänemark Hundeurlaub letztes JAhr eine Schwimmnudel vor den Bauch halten müssen und der Hund durfte nicht daran vorbei (imaginäre Linie)...
Ich oute mich mal zu meiner Hundeschule. Meine Trainerin kommt von D.O.G.S. und hat mir bei der Erziehung meiner Fame sehr viel geholfen. Ich war auch bei meiner ersten Hundeschule zeimlich hilflos. Fame konnte sich mit den ganzen anderen Hunden auf dem Platz auch nur schwer konzentrieren. Ich wurde frustriert und das merkte mein Hund, so werde ich es nie wieder machen. Mitlerweile sind wir bei meiner Trainerin Ruth Räckers in Ahaus/NRW. Haben dort zuerst ein Einzeltraining gemacht und gehen seitdem dort zum Distanztraining. Für zwischenfragen seitens verbellen von Leuten und Hunden hat sie immer ein offenes Ohr und eine klare Linie als vorgabe. Ich denke dieses brauchst du auch.
Fame habe ich selbst als Reitbegleithund ausgebildet. Sie liebt es hinter dem Pferd herzulaufen und gelegentlich erlaube ich ihr auch zu überholen...das typische in die Hacken zwicken habe ich direkt unterbunden ;-) Sie soll das Pferd ja nicht hüten.
Ich würde an deiner Stelle sofort die Hundeschule wechseln, kann die von Martin Rütter D.O.G.S. zumindest hier bei mir, nur empfehlen.
LG Olin
Da war ich hier ...ganz hier in der Nähe hat er seine Hundeschule fänd ich ok aber sehr teuer.
 
Dabei
12 Dez 2011
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#23
@Milo: Danke für die Beschreibung! Noch kann ich mir nicht allzu viel darunter vorstellen, ein Video wäre echt klasse!!
@Schnuppe: Also, es waren nicht in einer Gruppe 15. Es sind drei verschiedene Kurse, die auf einem großen Platz gleichzeitig laufen, und auch verteilt sind. Aber dennoch ist dadurch die Ablenkung einfach wahnsinnig enorm!
Martin Rütter finde ich eigentlich echt toll, weil er kein Konzept von vorneherein für nicht gut hält und nur ein eigenes durchbringen will. Ich denke, was hilft und gewaltfrei ist, wieso nicht? Zum Beispiel haben wir auch immer wieder gehört, den Hund nicht locken. Jemand anderes ist bald daran verzweifelt, dass der Hund ihn beim bei Fuß gehen nicht angucken wollte, also Spielzeug unter den Arm geklemmt, quasi zum locken. Und es funktionierte… (Auch ohne Spielzeug irgendwann).
UNd was den Reitbegleithund angeht, so kenne ich es eigentlich nur so, dass die Hunde von selber aufpassen, wo sie laufen (und nicht unter dem bauch des pferdes), ansonsten aber auch vorne, links und rechts gehen dürfen, sei denn sie werden herangerufen mit dem entsprechenden Kommando und sollen "bei Pferd" gehen (an Straßen oder wenn andere Hunde kommen). So will ich das eigentlich auch gerne handhaben.
 
Dabei
27 Sep 2011
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#24
Hallo miyuki84,

beim nächsten Gassigang drehe ich das Video, versprochen!
Mir ist da noch ein Fehler in meiner Erklärung aufgefallen:
Man steht im 90 Grad Winkel zum Hund (wie peinlich...leider pasiert mir sowas immer wieder! Sorry!).
 
Dabei
12 Dez 2011
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#25
@milo: danke! mit den ganzen winkeln komm ich auch immer durcheinander. früher beim reiten war das ganz schlimm, da hab ich nie verstanden, was die von mir wollten. :cool:

hab heute auch mal die wechsel beim gassigehen nur dann gemacht, wenn ivy mir folgen konnte (auf dauer war ihr das so blöd, dass sie sich wieder richtig "gewehrt" hat, also motzig weitergezogen hat). jedenfalls war der effekt auch noch nicht so groß. dann hab ich es mal ganz einfach gemacht. wenn sie weg von mir gelaufen ist, war ich ganz still und bin stehen geblieben, und sobald sie zu mir kam oder bei mir gelaufen ist, party! die leute dachten wahrscheinlich ich bin irre, ob sie schon mal die mit den langärmeligen weißen westen rufen sollen, aber das hab ich einfach ignoriert! :D und tatsächlich hat sie dann so langsam mitbekommen, wie es läuft. hoffentlich bringt uns das jetzt etwas weiter, damit wir uns dienstag bei der hundeschule etwas besser präsentieren können!
 
Dabei
6 Jan 2012
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#27
Sieht echt toll aus Ramona. Die Ruten und Körperhaltung von Milo ist echt entspannt. Super ihr beiden;-) Wir arbeiten dran...
Lg
 
Dabei
12 Dez 2011
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#28
@milo: danke für das video!!!! wow, ihr macht das soooo toll! :D da kann ich momentan (gerade wo es so kalt ist und ivy alles riechen will) nur träumen. manchmal geht sie schon in etwa so entspannt, ansonsten (gerade wenn es raus aus der tür geht), da ist sie vorneweg, da muss ich mir einfallen lassen, wie ich mich vor sie stelle. aber ich denke, das werde ich hinkriegen! wird gleich mal so geübt! wie alt ist milo denn, wenn ich fragen darf?
 
Dabei
27 Sep 2011
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#29
Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen und Komplimente :eek:
Milo ist jetzt fast 7 Monate alt und wohl gerade in der pupertären "Ich weiß auch nicht, wer Milo ist" Phase angekommen...
Aber da mussten ja auch schon sooo viele vor uns durch :eek:

Als wir mit der Leinenführigkeit angefangen haben (kurz vor Weihnachten), da haben wir nicht nur zu Beginn, sondern auch zwischendrin immer mal wieder gestoppt...und immer aufgepasst, dass er nie an uns vorbeigeht. Das war echt harte Konzentration für alle.

Ich wünsche euch viel Erfolg beim Training :eek:
 
Dabei
12 Dez 2011
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#30
@milo: da sind die beiden ja fast gleichalt! ^-^ aber ihr macht das irgendwie schon viel besser als wir. gerade aufm spaziergang ging es eigentlich ganz gut. bin ihr am anfang ein paar mal in den weg getreten.

gut sie läuft auch ein stück vor mir (schon seitlich), aber find ich ok. heute hat es gereicht, einfach stehen zu bleiben, wenn sie zug aufgenommen hat. manchmal aber fängt sie halt an, um mich rum zu schnüffeln, dann geh ich jetzt etwas zurück. auf dem rückweg vom spaziergang z.b. hat sie gar nicht gezogen und ist mir am bein geklebt!!!!! so wie bei euch.

vielleicht haben wir in der hundeschule auch einfach zu viel auf einmal gemacht. wir haben eigentlich ALLES gezeigt bekommen und auch immer sollten wir das und das und das üben. (z.B. das kommando voraus, mit dem hinweis, dass das für agility nützlich ist, wo ich mir denke: ja, kann nützlich sein, aber das hat doch noch zeit mit dem lernen). vor lauter wald sieht man da die bäume nicht mehr. ich werde mich jetzt erst auf die leinenführigkeit konzentrieren und dann auf "stopp" und andere kommandos. die zeit nehme ich mir jetzt. :cool:

und vielen dank noch mal für das video!! hat mir echt sehr geholfen!!!
 

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