Liebes Forum!
Erst einmal hallo an alle! Derweil plagen mich zwei Probleme, zu deren Beschreibung ich gerne erst ein wenig weiter ausholen möchte: Ich habe eine jetzt 7 ½ Monate alte Australian Shepherd Hündin, mit der ich seit letzten September die Hundeschule besuche. Das heißt: Erst Welpenstunden, bzw. -schule und dann einen Kurs für die Basiserziehung, indem die Kommandos „Hier“, „Aus“, „Sitz“, „Platz“ und die Leinenführigkeit erlernt werden sollten.
In der Welpenstunde gehörten mein Hund und ich eigentlich immer zu dem besseren Drittel. Der Basiskurs verlief am Anfang einigermaßen gut, in meinen Augen aber nicht optimal. Ursprünglich sollte ich in einen neu anlaufenden Kurs kommen, welcher aber aus irgendwelchen Gründen offenbar nie begann. Das heißt, ich kam in einen laufenden Kurs, wo zwar darauf Rücksicht genommen wurde, dass mein Hund und ich (wie ein weiteres Team) neu waren, aber irgendwie konnte ich mich mittendrin nicht so recht einfinden. Außerdem hatten wir bislang nie zwei Stunden Unterricht am Stück auf dem Platz: Sei es durch einen verregneten Platz, die Weihnachtsfeier, Feiertage, ein Verkehrstraining, eine Theoriestunde, die Krankheit meines Hundes… Ebenfalls wechselten öfters die Trainerinnen.
Nun zu meinen Problemen!
1. Leinenführigkeit: Ich übe mit meiner Maus sehr fleißig, bei jedem Spaziergang (2-3x täglich). Angefangen haben wir das Ganze in ablenkungsarmer Umgebung, also im Garten. Dann haben wir uns gesteigert. Wo wir wohnen, sind die Straßen nicht so doll befahren, es gibt aber natürlich Fußgänger ect. Ab und zu sind wir auch schon auf stärker befahrenen Wegen unterwegs gewesen (und sogar in Fußgängerzonen), wo es mit der Leinenführigkeit natürlich noch nicht so gut klappte. Das alles war für mich kein Beinbruch, da mein Hund kein Sporthund werden soll. Sie ist zwar ein Aussie, aber eher atypisch ruhig veranlagt. Sie dreht beim Spielen zwar gerne auf, welcher junge Hund nicht?, aber wenn es regnet, dann ist sie nicht vor die Tür zu kriegen. Für meinen Geschmack muss sie auch nicht perfekt neben mir laufen, ein Stück vor mir reicht, von mir aus darf sie auch mal die Seite wechseln. Das macht mir nichts. Sie soll halt nur nicht ziehen. Ich bin auch immer sehr konsequent: Das heißt, ich mache es, wie in der Hundeschule befohlen und gehe jedes Mal rückwärts, wenn sie zieht. Bislang waren auch immer Erfolge zu sehen. Kurzum: Sie geht für gewöhnlich toll an der Leine, solang sie keine anderen Hunde sieht oder die Ablenkung überdimensional groß wird. Allerdings begreifen die Trainer nicht, dass es mir reicht, wenn sie nicht zieht. Sie sehen nur den Aussie und denken sofort an Agility, was ich nicht betreiben möchte. Jedes Mal, wenn ich sage, sie soll ein Reitbegleithund werden, werde ich komisch angesehen…
Gestern war ich wieder in der Hundeschule und kam leider nur wieder frustriert zurück. Sobald mein Hund andere Hunde sieht, ist die Ablenkung so enorm, dass sie sich auf kaum etwas anderes mehr konzentriert. Zudem war es kalt und die Trainerin sagt, da riecht alles noch mehr, weswegen sie nur geschnüffelt hat. Leider kann ich unter diesen Bedingungen (etwa 15 andere Hunde) nicht täglich üben (verständlicherweise). Und auch die Kommentare der Trainer, die leider immer mal wieder wechseln, helfen mir nicht: Ich soll als Hausaufgabe, die Leinenführigkeit und Aufmerksamkeit meines Hundes üben. Zu Hause bekomme ich sie ja recht einfach.
Wie gesagt: Mittlerweile bin ich nach dem Hundeplatz immer frustriert, da ich auch das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden. Mein 2. Problem ist nämlich folgendes: Als kleiner Welpe hat mein Hund immer alle Blätter aufgesammelt. Zwischenzeitlich funktioniert das „Aus“ gut und sie machte so etwas gar nicht mehr. Seit dem Wochenende sammelt sie wieder jedes Holz auf und frisst es, wenn ich es ihr nicht abnehme. Auch das „Aus“ wird überhört. Ich persönlich vermute ja, dass das die einsetzende Pubertät ist. Allerdings will in der Hundeschule niemand etwas davon wissen. Ich will ja nicht, dass das als Entschuldigung gilt, ich möchte nur, dass so etwas nicht ignoriert wird und dass ich mit jemandem sachlich darüber reden kann und informiert werde. Außerdem denke ich, dass eine Hundeschule Spaß machen sollte. Erziehung ist wichtig, aber man sollte sie doch nicht so verbissen sehen, dann kann das Lernen doch gar nicht funktionieren.
Jetzt meine Fragen: Was denkt Ihr? Macht es in so einem Umfeld überhaupt Sinn, nach Ende des Kurses weiterzumachen? Ich wäge da klar den Nutzen gegen die nichts nützende Frustration ab und komme zu keinem Schluss.
Wie sieht es mit der Leinenführigkeit aus? Leider widersprechen sich alle Trainer/Trainerinnen, die ich hatte, immer wieder. Zuerst sollte ich stehen bleiben und auf Augenkontakt warten, dann erst wieder gehen, dann hieß, es das reiche nicht, mein Hund würde sich „hochpushen“ und ich sollte zurück gehen und sie hinter mir her ziehen und kreuz und quer gehen. Meine Tierärztin meinte dazu, dass so eine Methode doch überholt sei. Andere meinen, ich soll den Hund Sitz oder gar Platz machen lassen, das drücke ihn dann auch emotional runter. Andere empfehlen Haltis oder Norweger-Geschirre, die von anderen verteufelt werden und es heißt, die bringen zwar Effekt, der Hund lernt aber nichts. Wieder andere meinen, jedes Mal, wenn der Hund zieht, ihn zurückziehen. Was nun?!
Und was kann ich noch an Übungen machen, wenn mein Hund mir keine Aufmerksamkeit schenken will, bzw. ist das in diesem Alter durchaus mal normal? Jedes Mal, wenn mein Hund mich nicht bemerkt und zieht in der Hundeschule, habe ich das Gefühl, als wollte man mir weismachen, ich habe eine reißende Bestie an der Leine, wenn der Hund ausgewachsen ist… Dabei komme ich zu Hause prima mit ihr klar…
So, was denkt Ihr? Ich freue mich über jede Art von Antworten, auch seelischen Beistand!
Viele Grüße!!
Erst einmal hallo an alle! Derweil plagen mich zwei Probleme, zu deren Beschreibung ich gerne erst ein wenig weiter ausholen möchte: Ich habe eine jetzt 7 ½ Monate alte Australian Shepherd Hündin, mit der ich seit letzten September die Hundeschule besuche. Das heißt: Erst Welpenstunden, bzw. -schule und dann einen Kurs für die Basiserziehung, indem die Kommandos „Hier“, „Aus“, „Sitz“, „Platz“ und die Leinenführigkeit erlernt werden sollten.
In der Welpenstunde gehörten mein Hund und ich eigentlich immer zu dem besseren Drittel. Der Basiskurs verlief am Anfang einigermaßen gut, in meinen Augen aber nicht optimal. Ursprünglich sollte ich in einen neu anlaufenden Kurs kommen, welcher aber aus irgendwelchen Gründen offenbar nie begann. Das heißt, ich kam in einen laufenden Kurs, wo zwar darauf Rücksicht genommen wurde, dass mein Hund und ich (wie ein weiteres Team) neu waren, aber irgendwie konnte ich mich mittendrin nicht so recht einfinden. Außerdem hatten wir bislang nie zwei Stunden Unterricht am Stück auf dem Platz: Sei es durch einen verregneten Platz, die Weihnachtsfeier, Feiertage, ein Verkehrstraining, eine Theoriestunde, die Krankheit meines Hundes… Ebenfalls wechselten öfters die Trainerinnen.
Nun zu meinen Problemen!
1. Leinenführigkeit: Ich übe mit meiner Maus sehr fleißig, bei jedem Spaziergang (2-3x täglich). Angefangen haben wir das Ganze in ablenkungsarmer Umgebung, also im Garten. Dann haben wir uns gesteigert. Wo wir wohnen, sind die Straßen nicht so doll befahren, es gibt aber natürlich Fußgänger ect. Ab und zu sind wir auch schon auf stärker befahrenen Wegen unterwegs gewesen (und sogar in Fußgängerzonen), wo es mit der Leinenführigkeit natürlich noch nicht so gut klappte. Das alles war für mich kein Beinbruch, da mein Hund kein Sporthund werden soll. Sie ist zwar ein Aussie, aber eher atypisch ruhig veranlagt. Sie dreht beim Spielen zwar gerne auf, welcher junge Hund nicht?, aber wenn es regnet, dann ist sie nicht vor die Tür zu kriegen. Für meinen Geschmack muss sie auch nicht perfekt neben mir laufen, ein Stück vor mir reicht, von mir aus darf sie auch mal die Seite wechseln. Das macht mir nichts. Sie soll halt nur nicht ziehen. Ich bin auch immer sehr konsequent: Das heißt, ich mache es, wie in der Hundeschule befohlen und gehe jedes Mal rückwärts, wenn sie zieht. Bislang waren auch immer Erfolge zu sehen. Kurzum: Sie geht für gewöhnlich toll an der Leine, solang sie keine anderen Hunde sieht oder die Ablenkung überdimensional groß wird. Allerdings begreifen die Trainer nicht, dass es mir reicht, wenn sie nicht zieht. Sie sehen nur den Aussie und denken sofort an Agility, was ich nicht betreiben möchte. Jedes Mal, wenn ich sage, sie soll ein Reitbegleithund werden, werde ich komisch angesehen…
Gestern war ich wieder in der Hundeschule und kam leider nur wieder frustriert zurück. Sobald mein Hund andere Hunde sieht, ist die Ablenkung so enorm, dass sie sich auf kaum etwas anderes mehr konzentriert. Zudem war es kalt und die Trainerin sagt, da riecht alles noch mehr, weswegen sie nur geschnüffelt hat. Leider kann ich unter diesen Bedingungen (etwa 15 andere Hunde) nicht täglich üben (verständlicherweise). Und auch die Kommentare der Trainer, die leider immer mal wieder wechseln, helfen mir nicht: Ich soll als Hausaufgabe, die Leinenführigkeit und Aufmerksamkeit meines Hundes üben. Zu Hause bekomme ich sie ja recht einfach.
Wie gesagt: Mittlerweile bin ich nach dem Hundeplatz immer frustriert, da ich auch das Gefühl habe, nicht ernst genommen zu werden. Mein 2. Problem ist nämlich folgendes: Als kleiner Welpe hat mein Hund immer alle Blätter aufgesammelt. Zwischenzeitlich funktioniert das „Aus“ gut und sie machte so etwas gar nicht mehr. Seit dem Wochenende sammelt sie wieder jedes Holz auf und frisst es, wenn ich es ihr nicht abnehme. Auch das „Aus“ wird überhört. Ich persönlich vermute ja, dass das die einsetzende Pubertät ist. Allerdings will in der Hundeschule niemand etwas davon wissen. Ich will ja nicht, dass das als Entschuldigung gilt, ich möchte nur, dass so etwas nicht ignoriert wird und dass ich mit jemandem sachlich darüber reden kann und informiert werde. Außerdem denke ich, dass eine Hundeschule Spaß machen sollte. Erziehung ist wichtig, aber man sollte sie doch nicht so verbissen sehen, dann kann das Lernen doch gar nicht funktionieren.
Jetzt meine Fragen: Was denkt Ihr? Macht es in so einem Umfeld überhaupt Sinn, nach Ende des Kurses weiterzumachen? Ich wäge da klar den Nutzen gegen die nichts nützende Frustration ab und komme zu keinem Schluss.
Wie sieht es mit der Leinenführigkeit aus? Leider widersprechen sich alle Trainer/Trainerinnen, die ich hatte, immer wieder. Zuerst sollte ich stehen bleiben und auf Augenkontakt warten, dann erst wieder gehen, dann hieß, es das reiche nicht, mein Hund würde sich „hochpushen“ und ich sollte zurück gehen und sie hinter mir her ziehen und kreuz und quer gehen. Meine Tierärztin meinte dazu, dass so eine Methode doch überholt sei. Andere meinen, ich soll den Hund Sitz oder gar Platz machen lassen, das drücke ihn dann auch emotional runter. Andere empfehlen Haltis oder Norweger-Geschirre, die von anderen verteufelt werden und es heißt, die bringen zwar Effekt, der Hund lernt aber nichts. Wieder andere meinen, jedes Mal, wenn der Hund zieht, ihn zurückziehen. Was nun?!
Und was kann ich noch an Übungen machen, wenn mein Hund mir keine Aufmerksamkeit schenken will, bzw. ist das in diesem Alter durchaus mal normal? Jedes Mal, wenn mein Hund mich nicht bemerkt und zieht in der Hundeschule, habe ich das Gefühl, als wollte man mir weismachen, ich habe eine reißende Bestie an der Leine, wenn der Hund ausgewachsen ist… Dabei komme ich zu Hause prima mit ihr klar…
So, was denkt Ihr? Ich freue mich über jede Art von Antworten, auch seelischen Beistand!
Viele Grüße!!
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