Reichen diese Bluttests aus, oder muss etwas ergänzt werden?

Dabei
18 Dez 2015
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#1
Hallo, ich würde meine Hündin gerne auf die gängigen Krankheiten testen lassen. evtl. würde ich später einen Wurf mit ihr planen. Ich weiß, dass der ASCA keinerlei Tests vorschreibt, ich möchte aber nicht einfach drauf los vermehren, sondern wenn, dann die Sache ordentlich angehen. REichen diese Werte?

Maligne Hyperthermie (MH), Degenerative Myelopathie (DM), Hyperuricosurie (SLC), Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL), Progressive Retina Atrophie (prcd-PRA), Canine Multifokale Retinopathie (CMR), Hereditäre Katarakt (HSF4), Brachyurie (Stummelrute), Collie Eye Anomalie (CEA), Cone Degeneration (CD), MDR1-Gendefekt (Ivermectin-Überempfindlichkeit)

Daneben würde ich sie noch HD und ED - Röntgen lassen. Muss ich sie beim DOC-Arzt vorstellen oder sind mit den Werten oben die Augenkrankheiten quasi abgedeckt? Dies oben ist ein von Labokin angebotenes Aussiepaket.

Vielen Dank für eure Antworten.
 
Dabei
14 Feb 2008
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#2
Informiere Dich bitte noch gaaanz viel mehr, bevor Du mit Zuchtgedanken spielst. Einige der Untersuchungen sind nicht relevant!
Der Gedanke "Ich habe eine ganz tolle Hündin und möchte gerne Nachkommen von ihr" ist nicht neu. Zucht ist das in keinster Weise.
Und Nein, die Untersuchungen ersetzen keine DOK Untersuchung.
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#3
Hallo, ich würde meine Hündin gerne auf die gängigen Krankheiten testen lassen.
Die genannten sind doch nicht die gängigen "Krankheiten" (du meinst wohl gängige Gentests) beim Aussie. Was Laboklin da anbietet ist völlig "unsinnig".

Wenn du einen Wurf mit ihr planst, dann ist IHR Züchter eigentlich der beste Ansprechpartner - oder eben andere Züchter, die du so in der Aussiewelt findest und deren Zucht dir "eher" zusagt. :)
Die meisten Züchter möchten wissen, wenn mit ihrer Nachzucht gezüchtet werden soll. Hast du eine solche Klausel nicht in eurem Kaufvertrag stehen?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#4
Vor einem Jahr warst Du Dir nicht mal sicher, welche Farbe Dein Hund hat und nun konkretisieren sich hier die (zuvor ausgeschlossenen) Zuchtgedanken.
Meiner Meinung nach, hast Du einfach noch erheblich zu wenig Hintergrundwissen, um ernsthaft über die Zucht nachzudenken.
Dein Hündin ist noch dazu gerade mal knapp über ein Jahr alt. Es gibt schon viel zu viele Leute, die viel zu wenig über die Rasse und die Zucht wissen. Im Sinne der Rasse würde ich daher vorerst darauf verzichten.

Was zeichnet sie Deiner Meinung nach als Zuchthündin aus? Hast Du sie schon einmal ausgestellt u. von unabhängigen Richtern beurteilen lassen etc.pp.?
 
Dabei
18 Dez 2015
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#5
Ich plane weder konkret einen Wurf, noch möchte ich nächste Woche einfach drauf los züchten, wie es hier scheinbar angenommen wird. Vielleicht hab ich mich einfach blöd ausgedrückt. Ich möchte einfach sicher sein, dass meine Hündin gesund ist, nicht mehr und nicht weniger. Zweitens war mir eigentlich klar, dass sie blue merle ist, mich hat nur der beige Farbton damals verunsichert, der mittlerweile auch komplett weg ist. Es gibt ja neben blue und red merle auch Fehlfarben, das war meine eigentliche Befürchtung. Ich bin gerade dabei, mich einfach zu informieren, aber scheinbar wussten hier viele einfach alles und mussten sich nie informieren. Ich weiß, dass meine Hündin erst 17 Monate ist und mir ist auch bewusst, dass eine Hündin mind. 2, besser 3 sein sollte beim ersten Wurf, falls ich mich überhaupt dazu entschließe, was absolut in den Sternen steht. Aber scheinbar wissen hier alle mehr als ich. Vielleicht sollte ich einfach HD und ED röntgen lassen, damit ich ohne schlechtes Gewissen Sport mit ihr machen kann. MDR 1 ist sie nämlich +/+ über die Eltern, das muss ich dann ja nicht checken lassen. Ich glaube, ich werde hier völlig missverstanden. Ich habe sie bisher nicht ausgestellt, weil ich ihr die Zeit zum Reifen geben wollte, da sie zeitweise sehr unsicher war. Mittlerweile ist sie eine selbstsichere, leichtführige Hündin. Ich überlege dem ASCD oder dem RFD beizutreten, bin mir aber noch nicht sicher. Nach Erfahrungen frag ich vielleicht lieber nicht, sonst denkt wieder jemand, der Deckrüde steht schon vor der Tür. Sorry, fühl mich gerade völlig missverstanden.
 
Dabei
18 Dez 2015
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#6
Hallo Georg, die wichtigen Untersuchungen sind, wenn ich richtig informiert bin: CEA, PRA, HSF 4, CMR und MDR 1 sollte klar sein, oder? Mir war klar, dass dort auch Mist dabei ist, gerade die Stummelrute ist bei Aussie ja nicht wirklich ein Problem. Ich hatte nur Angst, es würde eine wichtige Untersuchung fehlen. Wenn der unrelevante Rest mitgetestet wird, ist mir das egal, da es in dem Paket einfach dabei ist und der Paketpreis einfach günstiger ist, als alle einzeln zu wählen. HD und ED werde ich so in den nächsten Monaten röntgen lassen, um mir beim Agi einfach sicher zu sein und im Frühjahr dann richtig durchstarten zu können. Ist es sinnvoll, OCD in dem Zug mit zu röntgen? Ich möchte einfach sicher sein, dass ich einen kerngesunden Hund habe.
 
Dabei
10 Mrz 2012
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#7
Erstmal finde ich gut, dass du dich informierst. Ich lese hier auch nirgends etwas von konkreten Wurfplanungen sondern einfach nur ein Gedanke der im Raum steht. Weis nicht warum da nicht einfach die Fragen beantworten kann ohne gleich so negativ zu sein!? Man kann ja die Dinge nennen mit Beispielen als Anregungen über die man nachdenken sollte wie z.B. Was ist so besonders an der Hündin, dass ich sie ggf. in die Zucht nehmen will? Sind Erfahrungen vorhanden bei der Geburt? Hab ich zB einen Züchter meines Vertrauens, der vllt in der Nähe ist und bei der Geburt mit dabei ist und mich auch sonst unterstützt? Hab ich so viel Zeit und unterschätze nicht wie viel Zeit und Geld investiert werden sollte um den Wurf optimal Gros zu ziehen usw. Aber die Ausgangsfrage ist und bleibt ja trotzdem eine
andere.
Den Aspekt, ob man auf Ausstellungen bereits finde ich zB völlig unrelevant. Da gibt es doch viel wichtigere Aspekte,
die geklärt sein sollten. Die hier angesprochenen gesundheitlichen und natürlich der Charakter. Was nützt mir eine einwandfreie Richterbewertung für die Optik? Das sie dem Standard entspricht? Lege ich zB überhaupt kein Wert drauf sonst hätte Bspweise keinen Hund aus Al die auf Austellungen quasi keine Chance haben.
Was ich einfach nur sagen will hier will sich doch erstmal nur jemand informieren über gesundheitsuntersuchen das ist doch schon mal gut!
 
Dabei
3 Jan 2013
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#8
Hi,
finde prinzipiell gut, dass Du Dich kundig machen willst. Wie auch immer, hat so ja letztendlich jeder mal so angefangen. Ich hatte vor 20 Jahren weder Internet, Foren noch ähnliche Quellen. Ich konnte mich nur an die ganz wenigen Züchter die bereit waren zu informieren wenden :)

DAs zum züchten mehr gehört als Gentest wurde Dir ja bereits oben geschrieben.

Was Gesundheit und Gen-Test betrifft : Die Labore bieten für Aussie mittlerweile Komplettpakete an, die günstiger sind als einzelne Untersuchungen. Ich persönlich würde bei meinem Hund gerne den MDR; HSF4, CEA und PRA -Status kennen. Auch ist leider ja DM ein Thema, da sind mittlerweile aber fast schon alle Deckrüden getestet. HD ist natürlich selbstverständlich und sollte zuerst gemacht werden. Ebenso wie eine aktuelle DOK-Untersuchung. ED und OCD ist beim Aussie kein großes Thema, aber wird meistens mitgemacht-
 
Dabei
7 Sep 2012
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#9
Sorry, Petra, aber Dein Satz suggeriert jetzt irgendiwe, das es bei DM ausreicht, wenn der Deckrüde getestet ist. Zumindest liest es sich so...
OCD sind mir leider einige Fälle bei Aussie bekannt, daher gehört es für mich unbedingt mit untersucht.

Niemand hat geschrieben, das Du jetzt sofort einen Wurf planst, sondern Du hast das Thema aufgebracht das später ein Wurf kommen soll. Also bitte jetzt hier nicht andere Leute anmachen, nur weil sie sich kritisch über zukünftige Zuchtpläne geäußert haben! Wenn es Dir rein um die Gesundheit ging, hättest Du das anders formulieren sollen. Und auch das sichert Dir nicht zu, das Du einen kerngesunden Hund hast, da es noch viele Krankheiten gibt, die nicht getestet werden können. Wie ist es z.B. mit dem Epi-Risiko in ihrem Ped?

Deine Hündin hat ASCA Papiere, warum züchtest Du dann nicht unter dem ASCA?
Der RFD ist ein Dissidenz Verein, der nicht gerade für Qualität spricht. Also warum nicht beim ASCA bleiben?

Und auch wenn ich mich bei Dir unbeliebt mache: Bei allen Deinen Antworten merkt man Deine Unerfahrenheit die mir sagt, das Du noch eine Menge lernen musst, bevor Du Dir Zuchtgedanken machen solltest, denn da sind die Gesundheitsauswertungen gerade mal der Anfang.
 
Dabei
3 Jan 2013
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#10
Hi Julia,

Also ich kenne zum Glück keinen Aussie mit OCD, aber sicher kann man es schauen lassen, es werden ja eh Bilder gemacht. Ich bin jetzt auch nur von dem Minimum der Untersuchungen ausgegangen..... , denn die Frage war ja....... was ist wichtig und ausreichend. Mehr geht natürlich immer.

Und ja, Du hast es richtig verstanden. Momentan ist es so, daß ich bei DM nach einen +/+ Rüden schauen würde. Ich selber habe noch nicht getestet. Ich wollte aber nicht so verstanden werden, dass ich den Test für unwichtig halte, sondern eher so, dass man bei einfachen Erbgängen ja durchaus beide Zuchtpartner sehen muss.


DA ich die Threadstellerin, ihre Hündin oder sonstige Verbindungne (zu Dissidenzvereinen) nicht kenne.... mag ich hierzu nix sagen. Aber jeder sollte eine Chance bekommen es so gut wie möglich zu machen. Immer noch besser als sich gar nicht zu informieren.

Und ja, es gibt eine Menge zu lernen

Sich mit Linien auseinander zu setzen ist natürlich eine der wichtigsten Aufgaben......
 
Dabei
7 Sep 2012
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#11
Und ja, Du hast es richtig verstanden. Momentan ist es so, daß ich bei DM nach einen +/+ Rüden schauen würde. Ich selber habe noch nicht getestet. Ich wollte aber nicht so verstanden werden, dass ich den Test für unwichtig halte, sondern eher so, dass man bei einfachen Erbgängen ja durchaus beide Zuchtpartner sehen muss.
Leider ist es so, das DM noch immer unterschätzt wird und leider leider weiter verbreitet ist, als anfangs gedacht. Das zeigen die Testergebnisse der Züchter, die alle ihre Hunde aus völlig unterschiedlichen Linien haben testen lassen oder auch Hunde die aus den USA importiert werden sollten.
Hinzu kommt, das es sich wohl nicht sehr einfach züchterisch umgehen läßt, wie MDR, da es sich ungünstigerweise recht dominant vererbt.
Daher gehört für mich der DM-Test heute unbedingt zu jedem Aussie dazu und ich würde persönlich keinen Hund mehr kaufen, ohne DM Status zu kennen.
 
Dabei
18 Dez 2015
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#13
Danke für die nette Diskussion, das war eigentlich mein Ziel, etwas Insiderwissen zu bekommen. Ich kenn mich nur mit der Zucht von DSH aus, da schreibt der SV aber genau vor, was getestet werden soll, welche Körungen erfolgen sollten etc. Im ASCA gibt es ja leider gar keine Vorgaben oder Empfehlungen. Ich bin bei FB in einer Gruppe, in der Epibetroffene Hunde registriert werden, gibt es noch eine Möglichkeit, solche Linien ausfindig zu machen? Die Linien, die dort beim Aussie genannt sind, wurden bei uns zum Glück nicht eingekreuzt. Wie ihr seht, ich hab mir schon Gedanken gemacht, kam vielleicht nicht so rüber, sorry
 
Dabei
7 Okt 2014
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#14
Etwas offtopic

Ergibt es überhaupt "Sinn" , einen Hund (Status der Eltern nicht bekannt, natürlich keine Zuchtgedanken) testen zu lassen auf DM?
Behandeln kann man eh ja eh so gut wie nicht, heilen schon mal gar nicht .:(
Meinen Welpen werde ich sicherheitshalber auf MDR1 testen lassen, obwohl beide Elterntiere frei sind.
DM lasse ich dann wohl auch mitbestimmen, auch wenn er maximal Träger sein kann.
Ich überlege halt, ob ich Finn dann direkt auch testen lasse, auch wenn mir das Wissen ja eigentlich dann nichts bringt außer womöglich lebenslanger Angst.
Sollte ich es mir also vielleicht besser sparen?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#15
Etwas offtopic

Ergibt es überhaupt "Sinn" , einen Hund (Status der Eltern nicht bekannt, natürlich keine Zuchtgedanken) testen zu lassen auf DM?
Behandeln kann man eh ja eh so gut wie nicht, heilen schon mal gar nicht .:(
Meinen Welpen werde ich sicherheitshalber auf MDR1 testen lassen, obwohl beide Elterntiere frei sind.
DM lasse ich dann wohl auch mitbestimmen, auch wenn er maximal Träger sein kann.
Ich überlege halt, ob ich Finn dann direkt auch testen lasse, auch wenn mir das Wissen ja eigentlich dann nichts bringt außer womöglich lebenslanger Angst.
Sollte ich es mir also vielleicht besser sparen?
Ja, da würde ich es auch nicht machen, sondern bei etwagigen Problemen die Sache im Hinterkopf behalten. Meine beiden kastrierten Seniorinnen habe ich seinerzeit auch nicht mehr darauf testen lassen, nur die junge Hündin, da wir wussten, das sie Trägerin sein wird und ganz sicher sein wollten, das sie nicht mehr ist. Den Test gibt es ja auch noch nicht so lange...
Meine Züchterin hatte aus einem Träger x Frei-Wurf 5 Träger und nur einen Freien. Soviel also zur dominanten Vererbung... bei MDR wären max. 50% Träger gewesen und der Rest frei.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#16
Danke für die nette Diskussion, das war eigentlich mein Ziel, etwas Insiderwissen zu bekommen. Ich kenn mich nur mit der Zucht von DSH aus, da schreibt der SV aber genau vor, was getestet werden soll, welche Körungen erfolgen sollten etc. Im ASCA gibt es ja leider gar keine Vorgaben oder Empfehlungen. Ich bin bei FB in einer Gruppe, in der Epibetroffene Hunde registriert werden, gibt es noch eine Möglichkeit, solche Linien ausfindig zu machen? Die Linien, die dort beim Aussie genannt sind, wurden bei uns zum Glück nicht eingekreuzt. Wie ihr seht, ich hab mir schon Gedanken gemacht, kam vielleicht nicht so rüber, sorry
Diese FB Gruppe ist nur ein sehr sehr kleiner Ausschnitt eines leider sehr komplexen Themas und kann daher für züchterische Pläne keinerlei Grundlage sein. Bitte bedenke, das es keine Epi-freien Linien gibt und man leider nie weiß, ob man nur einen Schritt von Epi entfernt ist oder viele tausend Schritte.
 
Dabei
18 Dez 2015
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#18
Ja Aussiewolf, das ist mir schon klar. Aber dass ich gucke, in welchen Abstammungen vermehrt Epi auftritt, sollte logisch sein. Von den betroffenen Hunden, die ich gefunden habe, ist keiner näher verwandt. Zudem Epi ja nicht rein erblich ist, sondern auch aus anderen Gründen auftreten kann und die Dunkelziffer, in der im Hinterhof wild verpaart wird, ohne Rücksicht auf Verluste, ist sicher sehr sehr hoch. Jede Rasse hat so ihre Probleme, beim Schäfi ist es die HD, beim Dackel sind es Bandscheibenvorfälle und bei vielen Hütehunden ist es leider die Epi usw.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#19
Danke Aussiewolf!
Ich denke auch, es reicht dann eigentlich zu testen, wenn jemals Symptome auftreten sollten, was hoffentlich nie passiert...
 
Dabei
15 Jun 2008
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#20
J
Meine Züchterin hatte aus einem Träger x Frei-Wurf 5 Träger und nur einen Freien. Soviel also zur dominanten Vererbung... bei MDR wären max. 50% Träger gewesen und der Rest frei.
Das stimmt so nicht. Bei Genmutationen oder -defekten aus rezessiven Erbgängen, liegt nur eine 50%ige Wahrscheinlichtkeit vor, dass ein Träger und ein freier Hund wieder 50% Träger und 50% freie Hunde hervor bringen. Das Gesetz des Mendel lebt aber von der Menge, dem Durchschnitt und von den Möglichkeiten. Wie die Ausprägung der Möglichkeiten im einzelnen Wurf ist, ist allerdings willkürlich. Der ganze Wurf kann frei oder auch komplett Träger sein. 50:50 möglich, aber nicht unvermeidlich. Nur, weil in einem Wurf (fast) alle Träger sind, hat das nichts mit einer dominanten Vererbung zu tun. Der gleiche Wurf wiederholt, kann ein ganz anderes Ergebnis bringen.
 
Dabei
15 Jun 2008
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#21
Davon ab, halte ich DM auch für ein nicht zu unterschätzendes Thema in der Zucht und der Test gehört für mich mittlerweile ebenso dazu, wie alle anderen, die längst gängige Praxis sind. Der HSF4 Test hat sich in seinen Anfängen 2008 auch erst schwer getan, sich zu etablieren; heute - wenn auch Erbgang/Ausprägung anders sind - ist er nicht mehr weg zu denken.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#22
Das stimmt so nicht. Bei Genmutationen oder -defekten aus rezessiven Erbgängen, liegt nur eine 50%ige Wahrscheinlichtkeit vor, dass ein Träger und ein freier Hund wieder 50% Träger und 50% freie Hunde hervor bringen. Das Gesetz des Mendel lebt aber von der Menge, dem Durchschnitt und von den Möglichkeiten. Wie die Ausprägung der Möglichkeiten im einzelnen Wurf ist, ist allerdings willkürlich. Der ganze Wurf kann frei oder auch komplett Träger sein. 50:50 möglich, aber nicht unvermeidlich. Nur, weil in einem Wurf (fast) alle Träger sind, hat das nichts mit einer dominanten Vererbung zu tun. Der gleiche Wurf wiederholt, kann ein ganz anderes Ergebnis bringen.
Das Bild hat sich bereits in mehreren Würfen so ergeben.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#23
[OT]Ach, Elke - ich lese Deine Posts immer so, so, so gerne! Danke dafür! Bei Dir merkt man einfach über wieviel Fachwissen Du verfügst und dass Du Dir immer über neue Erkenntnisse Gedanken machst. Und Dich eben nicht nur auf Dein begrenztes Umfeld beziehst und zwanghaft daraus Schlüsse ziehst, sondern immer züchterische Themen für Dich reflektierst und mit eigenen Erkenntnissen kombinierst. Ich finde es einfach super spannend was Du schreibst - und da muss man auch mal Danke sagen :) [/OT]
 

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