Rettungshunde

Dabei
21 Okt 2012
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#31
Herzlichen Glückwunsch an Aimen und Dich! Für Sali drücke ich die Daumen, dass es ihr bald wieder besser geht!
 
Dabei
7 Feb 2012
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#33
Danke für die Glückwünsche. Ich bin schon sehr stolz auf meinen Freund Christian (er führt Aimen in der RH-Arbeit) und auf Aimen:)

Ich hoffe, dass das mit Sali wieder einigermaßen wird. Sie bekommt momentan Gelenktabletten, die auch die Schmerzen nehmen. Eine Lasertherapie hat sie auch bekommen. Bisher gehts ihr wieder ganz gut, mal sehen wies wird, wenn die Gelenktabletten weg sind... Ob sie je wieder Rettungshundearbeit betreiben kann, steht noch in den Sternen:(. Aber Gesundheit geht nunmal vor...

Grüße Vanessa
 
Dabei
15 Mai 2012
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#34
Von mir auch herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!!! Für Sali wünsch ich gute Besserung, hoffentlich wird es doch wieder was mit der RH!
 
Dabei
14 Mai 2012
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#35
Huch, den Fredl hab ich bis jetzt irgendwie übersehen ^^

Unser Kibo ist auch RH-Azubi und macht sich bis jetzt wirklich toll. Wir sind in Österreich bei einer Staffel der ÖRHB und das nun seit etwa einem Jahr. An Prüfungen haben wir jetzt nur die BH absolviert, aber die Eignung rückt in greifbare Nähe ^^ Kibo soll Flächen- und Trümmersuchhund werden, allerdings haben wir auch schon an einer Lawinenübung in Tirol teilgenommen - das war vielleicht ein Spaß! Er stellt sich wirklich geschickt an und ist immer voll bei der Sache - das einzige Problem ist, dass er im Wald zur Zeit echt Probleme mit dem Wild hat - das war eigentlich bis vor kurzem absolut kein Thema während der "Arbeit". Mal sehen, wie wir das wieder in Griff bekommen. Eine echte Hürde war es auch ihn zum Bellen zu bringen - das hat echt gedauert, bis er verstanden hat "Aaaah, okay - hier ist Bellen also super!" XDDD Nun klappt das Verbellen auf kurze Distanz aber schon sehr gut. ^^
 
Dabei
21 Okt 2012
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#36
Hilda ist auch ein RH-Azubi. Wir waren seit Ende des letzten Jahres bis Ende August bei einer DRK-Staffel. Dort haben wir für Fläche und Trümmer trainiert. Ich habe mich allerdings entschieden, dort nicht zu bleiben und nach einer kurzen Pause sind wir jetzt beim BRH. Dort trainieren wir hauptsächlich Fläche.
 
Dabei
14 Mai 2012
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#37
Da in meinem eigenen Thema niemand geantwortet hat dachte ich mir ich probiers hier nochmal:

Ein etwas deprimiertes Hallöchen in die Runde!

Ich brauch mal wieder eure geschätzten Meinungen und Erfahrungen. *seufz*
Ich fang einfach mal bei der konkreten Situation heute an:
Wir waren wieder einmal in Gesellschaft von anderen befreundeten Hundehaltern eine richtig schöne große Runde am Schafberg spazieren. Kibo war den ganzen Spaziergang über 1A! Ich war stolz wie Oskar auf meinen Süßen nachdem er insgesamt drei pöbelnde, stänkernde Rüden wie Luft behandelt und auch kein einziges Mal zum Jagen angesetzt hatte. Da uns dann leider der Bus vor der Nase weggfahren war mussten wir noch eine halbe Stunde warten, also sind wir zurück und haben die Hunde nochmal laufen lassen. Es kamen noch ein Flatdoodle Rüde und eine Boxerhündin dazu und alles war eitel Sonnenschein, sie sind zusammen gelaufen und hatten ihren Spaß. Irgendwann hat dann einer der Hunde ein Stöckchen ins Spiel gebracht und normalerweise ist auch das kein Problem. Mal hatte es der eine, mal der andere, eigentlich alles super. Als wir uns dann wieder richtig Bushaltestelle bewegt haben hatte glaub ich Kibo gerade das Stöckchen in seiner Gewalt und die anderen waren eben hinter ihm her. Und dann hab ich leider nicht wirklich gesehen was passiert ist, weil ich gerade mit einer Freundin nebenher am Tratschen war aber plötzlich hatten Kibo und die Boxerhündin sich in der Wolle! Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ums Stöckchen gegangen sein muss. Ich dann gleich mal nen Brüller losgelassen, worauf sie kurz innegehalten haben, aber weil die Hündin da ihre Pfote auf Kibos Schulter hatte und was weiß ich, jedenfalls ging nochmal kurz los, sodass ich "abgepfiffen" habe, was Gott sei dank super funktioniert hat. Es ist also nichts Dramatisches passiert, aber HALLO?? Wegen eines doofes Stöckchens so ausflippen?

Gut, das war jetzt aber eigentlich der Tropfen, der das Fass bei mir zum Überlaufen gebracht hat. Ich bin seit letzten Samstag nämlich stark am Überlegen ob die intensive Triebarbeit mit Spielbeute im Rettungshundetraining Kibo zu sehr "gaga" auf Beuteobjekte macht. Er steigert sich echt immer sehr in diese Beutespiele hinein (was ja im Training auch erwünscht ist!) und ich glaube so ganz hin und herschalten zwischen hoher Trieblage und Entspannung gelingt ihm noch nicht so astrein. Letztes im Training (ich war leider nicht dabei, macht mein Freund mit ihm) hat er sogar nach unserem Trainer geschnappt als sie die Übung eigentlich beenden wollten und der die Beißwurst (angeblich) gar nicht in der Hand hatte. Da wurde mir schon sehr flau im Magen als er mir das erzählt hat. Ich mein, irgendwo hört der Spaß auf. Triebarbeit schön und gut, aber so sollte das auf keinen Fall ausarten. Unser Trainer meinte auch, dass er sich da jetzt mal ernsthafte Gedanken machen müsse wo genau da was schief gelaufen ist. Ich nehm halt an es liegt daran, dass er, als wir der Staffel beigetreten sind, trieblich wirklich sehr niedrig war, sodass er ganz schön gepusht werden musste. Da wird es dann auch so gemacht, dass der Hund, wenn er eigentlich schon wieder die Leine drum hat und vom Platz geführt wird (dann darf es allerdings nicht "fertig!" heißen!) nochmal zum Helfer zurückrennen (sich also quasi "losreißen") darf, wenn er sich auf dessen Anfeuerungsrufe hin nach ihm umdreht und dann wird noch einmal mit der Beißwurst gespielt. Ich glaube fast, dass hier das Problem liegt! Er hat halt wahrscheinlich verknüpft "hey! Wenn ich die Leine umbekomm dann darf ich nochmal so richtig Gas geben!"

Was meint ihr? Übernimmt er diese Passion für die Beute einfach zu stark in den Alltag? Kann er da nicht gut unterscheiden, zwischen Training und Freizeit? Ihm ist die Beute (welche auch immer) auch im Spiel so dermaßen wichtig geworden, dass ich echt Angst habe solche blöden Situationen wie heute am Schafberg könnten jetzt öfter auftreten. Er lässt auch bei Zerrspielen NIE(!!!) andere gewinnen und setzt ordentlich nach sollte der andere doch mal (zum Beispiel weil der Stock einfach bricht) als Sieger hervorgehen. Ich weiß nicht, irgendwie ist mir das nicht mehr ganz geheuer...*seufz* Könnte es vielleicht einen Versuch wert sein ihn von Beute- auf Futterbelohnung umzustellen in der RH-Arbeit?
 
Dabei
5 Sep 2011
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#38
Hm, ehrlich gesagt weiß ich da jetzt auch nicht so Bescheid. Aber ich finde es nicht gut, wenn er sich nach dem Anleinen nochmal losreißen darf. Bei uns in der Staffel werden die Hunde angeleint und dann wird vllt. noch gespielt oder weitergefüttert, dass der Hund Anleinen nicht negativ verknüpft.
Lotta bekommt bei der RHS nur Futterbelohnung, sie will beim Arbeiten nicht spielen sondern lieber fressen (is für sie mit dem Zwischenbestätigen auch besser). Vielleicht könnt ihr ja mal mit eurem Ausbilder besprechen, ob eine Umstellung für ihn Sinn macht (vor allem, wenn er sich da so reinsteigert).

Leider konnte ich dir jetzt nicht wirklich helfen, sorry.
 
Dabei
21 Okt 2012
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#39
Ich kann dir leider auch nicht wirklich helfen, sehe es aber ähnlich. Das Losreißen von der Leine irritiert mich und das kenne ich so auch nicht. Ich habe ja gerade die Staffel gewechselt. In der letzten und auch in dieser Staffel habe ich das so nicht erlebt. Bei beiden wurde bis zum Anleinen gefüttert oder gespielt.
Hilda wird im Training mit Futter bestätigt ( da wechsle ich auch immer wieder zwischen den tollsten Sachen, damit es nicht langweilig wird) und für die letzte Versteckperson bringe ich zusätzlich ein Spielzeug mit, mit dem nach dem Füttern noch (zu mir) gespielt wird.
Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll auf Futterbestätigung umzustellen?
 
Dabei
14 Mai 2012
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#40
Wer nur mit Futterbelohnung arbeitet kann das mit dem "Losreißen" (er wird ja eh losgelassen) vielleicht nicht gleich so gut verstehen. Der Sinn dahinter ist es, den Hund erstens für sein Interesse am Helfer und der Spielbeute zu belohnen indem er nochmal hinlaufen und weiterspielen darf und zweitens kommt der Hund natürlich sehr hoch in den Trieb, wenn er zuerst "weggezogen" (bitte jetzt auch wieder nicht so dramatisch vorstellen) wird, weil sich der HF ja umwendet und so tut als wolle er mit dem Hund den Platz verlassen und sich dann doch noch "losreißen" darf. Das ganze Spiel mit der Beißwurst wird so für den Hund sehr stark emotional besetzt und er entwickelt mehr Willen und Motivation für seine Beute zu arbeiten. Ich hoffe ich habe das Konzept jetzt einigermaßen verständlich erklärt XDD Wahrscheinlich haben wir bei Kibo aber einfach eine Grenze überschritten und er steigert sich so sehr rein, dass er mit sich selbst nicht mehr klarkommt und dann eben nur mehr "reagiert" anstatt mit Verstand zu handeln. Die Idee ihn auf Futter umzustellen fand unser Trainer nicht so schlecht und wir werden es sicher probieren. Mal sehen wie er reagiert wenn er mit Futter fürs Anzeigen belohnt wird statt mit Spiel, ob er dann trotzdem nach vorne geht, wenn er angeleint werden soll.
 
Dabei
9 Dez 2012
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#41
Hallo,

nach dem hier ja einige RHler schreiben, wollte ich mal fragen wie der zeitliche Ablauf bei euch so ist? Grundsätzlich finde ich Mantrailing und Flächensuche schon spannend, aber schafft man das als 'normal' arbeitender Mensch? Ich meine, wie oft ist Training? Wenn es Einsätze gibt, wird verlangt das man immer verfügbar ist?
Sicher ist das wohl Staffel abhängig, aber wie ist so der Zeitplan bei euch?
Ich bin Vollzeit arbeitend, daran wird sich in diesem Leben auch (hoffentlich) nichts ändern, kriegt man die Trainingszeiten gut unter, oder muss man Beamter :p sein?

Grüße,
Moni
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#42
Moni um erst kurz auf deine Frage zu antworten wir trainieren bei einer BRH Staffel haben zweimal die Woche Training unter der Woche von 18.30 Uhr Ende unterschiedlich mal 20.00Uhr kann aber durchaus auch mal 22.00Uhr sein. Und am Wochende von 14.00Uhr bis Ende sehr unterschiedlich. Ich habe ja gerade auch erst angefangen und arbeite auch Vollzeit ich finds unter der Woche (vorallem in der Jahreszeit) sehr happig und komm am nächsten Tag dementsprechend schlechter aus dem Bett :p Wegen Einsätzen kann ich dir leider nicht weiterhelfen weil wir bis jetzt noch bei keinen dabei sind.

Und jetzt habe ich auch noch eine Frage...
Arbeitet von euch jemand an der Impulskontrolle seines Hundes mit Spielzeug: Ich mein werft ihr Spielzeug Hund darf aber nicht hinterher etc. erst auf Kommando muss sich zwischendrin abrufen lassen etc.? Weil ich hab das mit Lennox relativ früh begonnen und dort anfangs auch den Dummy eingesetzt. Jetzt in der Staffel wird ihm aber ja wenn er jemand gefunden hat sein Dummy geworfen und er darf ihn sich direkt holen und mir bringen. Seit dem bin ich bei Impulskontrolle wieder ziemlich am Anfang und hab jedes mal einen Kampf weil er direkt hinterher will egal ob Dummy oder Spielzeug =( Muss ich das jetzt einfach so hinnehmen um ihn nicht zu verwirren? weil wenn ich zuhause beim üben das Spielzeug werf und ihn zum warten auffordere und das auch konsequent durchsetz, bringt er das nächste mal in der Staffel beim Training den Dummy nicht sondern wartet auf ein weiteres Kommando =(
 
Dabei
21 Okt 2012
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#43
Ich mache zu Hause gelegentlich Impulskontrollübungen (aber eher selten, gebe ich zu). Hilda wird in der Staffel ja zuerst gefüttert und danach wird gespielt, das sind allerdings Zerrspiele. ABER: ich mache ja auch Dummytraining und werfe dort zum Abschluss des Trainings immer ein Spielzeug (ist mittlerweile ein richtiges Ritual für Hilda, damit sie weiß, dass es jetzt vorbei ist) und dort rennt sie immer sofort zum Spieli, sie bringt es mir, wir zergeln zusammen, ich gewinne, werfe es wieder usw. Da käme sie wahrscheinlich nie auf den Gedanken zu warten. Ich packe bei der Gelegenheit aber auch mein tollstes "Supi-Jippie-Gequietsche" aus und freue mich wie blöde. Beim Impulskontrolltraining kann ich das gar nicht sooo nachmachen (bin da halt auch selber nicht gerade motiviert).
 
Dabei
21 Sep 2012
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#44
@ Ginabella: Kannst du ihm im Training dort nicht einfach schon beim Werfen das Kommando fürs Holen bzw. Loslaufen geben? Also dass das so fließend ineinander übergeht und er nicht erst noch warten muss, bis das Bringsel liegt. Ich machs bei Yala sowieso mal so, mal so, weil sie es, der Jagdleidenschaft sei dank -.-, liebt, einem bewegten Gegenstand hinterher zu flitzen und ich ihr diesen Spaß mit Erlaubnis dann auch mal gönne. Oder geht das bei euch nicht? Ich weiß ja nicht, wie da so trainiert wird... Ich finde Rettungshundearbeit auch total spannend :)
 
Dabei
2 Apr 2013
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#45
Hallöchen!!

sagt mal, ihr habt doch da bestimmt einiges an Erfahrung. ich wollte nicht unbedingt nen eigenen Thread aufmachen :eek:

Wir sind gerade in der großen Hundeplanung und am Züchter anschauen....

Wir möchten gerne in die RHS, da wir bereits jetzt schon sehr aktiv im DRK sind (Wir sind mein Mann und ich :D). Jetzt überlegen wir uns halt, auf welche Eigenschaften wir (verstärkt ) achten sollten, wenn wir einen Welpen aussuchen. KLar, es muss passen. aber gibts Eigenschaften, die z.B. eher hinderlich sind (Vorsicht, Wesen??) eine Züchterin meinte zu mir, dass ein Rüde besser sei *verwirrt*. ich kenne aber genug Hündinnen in RHSn *omg*;)
Oder sollen wir das Ziel erstmal ganz außer acht lassen und einfach unseren Traumwelpen suchen ohne an die RHS zu denken? ich meine, wenn wir merken, dass es dem Hundi nicht liegt, lassens wirs natürlich. Es ist jetzt nicht mit aller Macht ein DU MUSST :cool: wir stehen auch in Kontakt mit einer Züchterin, die viele viele spätere RH abgegeben hat, aber sie möchte ich auch nicht wegen jedem Pups fragen, wo wir noch gar keinen Welpen von ihr haben :rolleyes:

was meint ihr??:confused:
 
Dabei
14 Mai 2012
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#46
Hy!
Natürlich gibt es Eigenschaften, die sich auf das RH-Training förderlich/hinderlich auswirken. Ein von Natur aus (wage)mutiger, unerschrockener und neugieriger Hund, wird sich mit neuen Herausforderungen wahrscheinlich leichter tun, als ein eher vorsichtiger und zurückhaltender, aber lernen können beide wie die Arbeit gemacht wird ^^ bei einem Welpen ist es sowieo schwer finde ich, wenn man sie für spätere Aufgaben auswählen möchte, denn sie verändern sich einfach noch so stark. Wer mit fünf Wochen noch ruhig träumend hinter den anderen hergetapst ist mausert sich vielleicht zum super Draufgänger und umgekehrt ^^ Ich würde die Züchterin auf alle Fälle auf euren Wunsch nach einem Welpen mit dem ich später RH-Arbeit machen könnt äußern. Sie kennt ihre Babys am Besten und kann euch bestimmt sagen, bei welchem Zwerg sie eher ein gutes Gefühl hat und bei welchem nicht. Dennoch denke ich, kann es sicher nicht schaden sich für so eine Aufgabe nicht unbedingt den introvertiertesten, ruhigsten und schühcternsten Welpen auszusuchen, denn wir ihr ja wisst brauchen die Hunde schon einiges an Tapferkeit, Mut und "Biss", um sich als Rettungshund gut zu schlagen.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#47
Ich möchte dieses Thread wieder ausgraben! Mich hat ja Rettungsstaffel schon immer interessiert und hatte immer den Plan mal mit Emma Mentrailing zu machen. Jetzt hab ich heute eine Frau kennengelernt, die hier im Ortsverein dabei ist und ich fand das total spannend. Ich werd mir das mal wohl anschauen gehen, ich könnte mir gut vorstellen dass es für mich und Emma richtig gut passen könnte.

Jedoch hab ein paar Fragen, eher von emotionaler Natur :rolleyes: Die Frau sagte mir halt auch, dass die Hunde natürlich auch bei Einsätzen dabei sind. Also die arbeiten eng mit der freiwilligen Feuerwehr zusammen und haben auch Einsätze vor Ort. Ist ja auch klar, wenn ein Hund das kann, soll das ja auch eingesetzt werden.

Der letzte Einsatz war auf einem Fabriksgelände wo Explosionen stattgefunden haben und es Vermisste gab. Das andere wo eine Schule brannt und die Hunde dort Kinder im brennenden Gebäude gesucht haben. Jetzt muss ich ehrlich zugeben, ich hänge total an Emma und bin auch manchmal echt ne Hundemutti :rolleyes: Ich frag mich ob ich vor Ort es wirklich schaffe den Hund in Gebäude zu schicken wo Explosionen stattfinden und in Schule wo es brennt - auch wegen Rauchgasvergiftung usw.

Wie geht ihr damit um? Und wie weit wird das akzeptiert dass man seinen Hund mal wo nicht reinschicken möchte? Weil ich stelle mir das schwierig vor, dann dort zu stehen und zu sagen: "Nein, mein Hund geht da nicht rein" wenn da noch Kinder drin sind. Oder kann eine gute Staffel das eh abwägen?
Also klar weiß ich das auch im Trümmerfeld eine Verletztungsgefahr besteht, und ich bin jetzt nicht jemand die dann hinter ihrem Hündchen herläuft, damit er sich bloss nicht das Pfötchen verletzt.

Doch *buh* wenn es halt wirklich um so ne große Gefahr geht wie Explosionen und Feuer... Fänd ich echt schwierig! Eure Erfahrunge, Meinunge, Erlebnisse dazu würde mich echt interessieren.

Ich finde das so toll, und wie gesagt ich könnte mir echt vorstellen dass Emma dafür wirklich gut geeignet wäre und auch echt Spass dran hätte.
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#48
Ich kann deine Gedanken gut nachvollziehen, da hätte ich auch ein mieses Gefühl- aber ich glaube ja, dass man, wenn Kinder in Lebensgefahr sind, nicht lang fackelt und auch sein eigenes Leben ohne zu zögern einsetzen würde
 
Dabei
31 Okt 2012
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#49
Ja, das glaub ich auch - ich bin selbst mal in die Donau gesprungen und hab ein Kind rausgezogen. Also nicht total kopflos, ich hab auch den Rettungsschwimmer, aber wenn mich vorher mal wer gefragt hätte ob ich jemals freiwillig in die Donau springe, hätte ich jeden den Vogel gezeigt (da sind halt richtig krasse Unterströmungen..) und es sind mir mir auch noch zwei andere rein ins Wasser - also ich denke auch, man handelt dann einfach.

Doch ich stell mir von daher auch vorher die Frage - also möchte ich überhaupt mit meinen Hund in so eine Situation kommen. Also ich hänge echt extrem an Emma und besonders da ich sie seit Welpen habe, fühle ich mich auch sehr verantwortlich für sie.

Anderseits finde ich die Rettungsstaffel echt toll, ich meine die haben dank der Hunde dann bei den letzten Einsätzen halt wirklich Menschenleben gerettet und das ist ja schon richtig klasse! Außerdem hab ich immer das Gefühl Emma braucht ne richtige Aufgabe, also tricksen ist schön und gut - doch speziell bei Emma hab ich das Gefühl die wäre Feuer und Flamme für so einen richtigen Job.

Danke für Deine Meinung, Anna - ich mach mir da grad viele Gedanken. Es würde ja auch gut zu mir passen, auch wenn mir manche Dinge wahrscheinlich sehr nahe gehen würde.
 
Dabei
2 Apr 2013
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#51
Yuki, du musst dir weiterhin bewusst sein, dass es nicht nur eine Hundeausbildung, sondern auch eine Helfer-Ausbildung gibt. D.h. mind. eine Sanitäterausbildung, damit du bei Auffindung einer Person zumindest fachgerechte (professionelle!) Erste-Hilfe leisten kannst. die geht 3 Wochen plus Prüfung bzw. gibt es auch Kurse, die man nur am Wochenende macht (für Berufstätige). Dazu kommen Fortbildungen und viele viele Übungen, auch ohne Hund. Ich bin bereits in einer Bereitschaft, auch ohne Hund und selbst das ist schon zeitaufwendig (kommt drauf an, wie man mitmacht :D) in BW muss man als Sani 30 Fortbildungsstunden in 2 Jahren, als Rettungshelfer 30 in einem Jahr vorweisen (was ich (RH) schon nur geschafft habe, weil ich mir durchs Studium und Beruf einiges anerkennen lassen kann). Nicht nur Emma, sondern auch du musst dich damit arrangieren, auch mal eine Leiche zu finden, oder zu reanimieren und es nicht zu schaffen. das ist der Job und man kann vielen, aber nicht allen helfen. Wenn du dir dessen nicht bewusst bist, macht dich der Job schnell fertig. und dies auszublenden schafft nicht jeder. Bitte überleg also auch, ob es was für Dich ist :D Dennoch ist es toll, ehrenamtlich zu helfen und ich selbst bereue keinen einzigen Einsatz. das gefühl, was Gutes getan zu haben, ist super.

zu deinen Bedenken: das kann ich sehr sehr gut nachvollziehen. Nichtsdestotrotz bleibt es dabei: oberste Priorität im Einsatz bleibt der Helferschutz. Was nutzt dir ein Helfer (ob Mensch oder Tier), der wegen Rauchgas nur am Husten ist und selbst Hilfe braucht.... (weißte, was ich meine?) kein Helfer wird blindlings irgendwo reingeschickt und es ist immer deine Entscheidung, ob du es, auch deinem Hund gegenüber, verantworten kannst und möchtest. Du machst das ganze ehrenamtlich und dich kann niemand zwingen, eine bestimmte Tätigkeit zu machen, und erst recht nicht eine, die eigentlich unverantwortbar ist (unabhängig vom Ehremamt). man geht immer ein gewisses Risiko ein. Wenn wir im Fußball-Stadion Dienst machen, wurde unsere Wache schon von "Fans" eines gewissen bayrischen Clubs, der nicht blau-weiß ist, mit Pfefferspray eingeräuchtert. das geht natürlich gar nicht und jegliche Hilfeleistungen unsererseits wurden eingestellt bis man auf der Wache wieder arbeiten konnte. (um nur eines von vielen Beispielen zu nennen)

Geh doch einfach mal hin und gucks dir an:) frag, ob du zu Großübungen mitfahren kannst, damit du einen Eindruck von Einsatztaktik und Ernstfall kriegst. Die Großübungen sind immer sehr realistisch aufgelegt und vermitteln einem wirklich das Gefühl, es sei ein Ernstfall.

ich hoffe, dass ihr euch FÜR die RHS entscheidet. Ehrenamt ist einfach was tolles :D
 
Dabei
31 Okt 2012
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#52
Susi, Danke für die ganzen Einblicke - kann mir vorstellen dass es ganz schön Zeitaufwendig ist und an die Substanz geht.

Die freie Hundestaffel, für die ich mich interessiere ist wirklich ein kleiner Verein, der hauptsächlich vermisste Person (Kinder, alte Menschen). Ansonsten arbeiten die noch mit der freiwilligen Feuerwehr zusammen, doch wir reden hier wirklich von einem kleinen Aufgabengebiet.

Ich weiß auf alle Fälle das meine Aufgabe nur und ausschließlich darin besteht den Hund auszubilden und zu führen. Sobald die Person gefunden ist übernehmen die entsprechenden - professionell ausgebildeten Personen. Ich würde da niemals alleine auf Suche gehen, sondern wir werden immer nur von entsprechenden Personen begleitet, also mindestens eine Person ist mit mir unterwegs - die dann übernehmen.

Natürlich verfüge ich über eine erste Hilfe Ausbildung, die sollte ich auch mal wieder auffrischen, doch es ist nicht meine Aufgabe vor Ort Massnahmen zu treffen. Weder gewollt noch erwünscht.
Ich muss auch ehrlich sagen, DAS wäre auch nix für mich! Also natürlich sieht man auch da mal nicht so schöne Dinge, doch die Verantworung vor Ort erste Hilfe Massnahmen anzuwenden würde mich überfordern. Natürlich kann auch das mal vorkommen, doch genauso wie es jeden anderen Menschen passieren kann.

Auch richtige Grosseinsätze gibt es nicht, das sind alles kleine Bereiche wo die Hundestaffel mal untersützen soll. Natürlich gibt es ganz tolle Übungsplätze für Trümmersuche oder Trainingsgelände für Fläche - doch wie gesagt - die Einsätze sind wirklich überschaubar und finden keinenfalls in den Dimensionen statt, die Du beschreibst. Doch danke für die Einblicke, ist sehr interessant!

Und für Deine Gedanken über das Thema "Helfereschutz" das hilft mir schon mal weiter.

Ich werds mir auf alle Fälle anschauen, wird eh noch etwas dauern, ich möchte das Emma noch ein bißchen älter wird und ich brauch jetzt erstmal wieder ein Auto :) Ich werd berichten sollte ich mich dafür entscheiden!
 
Dabei
2 Apr 2013
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#53
ah ok, wenn es quasi so Add-On läuft und ihr die Fachkräfte unterstützt und damit keine sanitätshelferausbildung verbunden ist, dann ist es natürlich was anderes :D ich dachte jetzt so richtig übers DRK, die nicht nur Mantrailing machen, sondern wo auch die Helfer entsprechend selbst medizinisch ausgebildet werden. in das Helfen vor Ort und Helfen unter Extrembedingungen gewöhnt man sich schnell, ich hatte persönlich immer etwas Hemmungen mit den Patienten zu reden und Untersuchungen durchzuführen, aber das ist alles weg ;) Wenn man seinen ersten Besoffenen hatte und an dem Venenpunktion "geübt" hat, weil er eh nix mehr mitkriegt, dann ist alles gut *vorsicht, Übertreibung*

wir werden so mit nem Jahr mal in unsere RHS reingucken, bis dahin müssen wir uns mit ner "normalen" Bereitschaft zufrieden geben ^^

Berichte mal weiter, wie ihr euch entscheidet und was ihr so macht :D
 
Dabei
27 Jun 2012
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#54
bei uns in der RHS ist es auch so, wie Yuki es beschreibt. Ich bin da zwar nicht mehr tätig (aus Zeitgründen), aber es war immer toll!

Das Einsatzgebiet war eigentlich nur die Vermisstensuche in unübersichtlichen Gebieten (bspw Wald).
Hier werden die Hunde auch überwiegend zu Flächensuchhunden ausgebildet und teilweise auch zum Mantrailer. Aber hauptsächlich Flächensuchhund. die Mantrailerausbildung ist da doch etwas aufwendiger.
 
Dabei
31 Okt 2012
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#55
Ja, exakt - ein Add-On! Das beschreibt es!

Also ich denke mit den psychischen Sachen kann ich glaub ich umgehen bzw. hab ich schon Sachen in die Richtung gemacht wie zB Streetwork - aber dieses ganze körperliche und organische... Das wäre nix für mich! Also wenn ich schon lese Venenpunktion - na, da liegen echt nicht meine Talente :D und von daher würde ich das niemand zumuten dass ich dann bestenfalls käseweis in der Ecke sitze.

Ja, ich werd berichten! :)
Ich hab übrigens höchten Respekt wenn man so eine ehrenamtliche Tätigkeit macht - also sowas wie Du machst! Ich kannte da auch einige - und was da Zeit, Nerven und Energie draufgeht... Einfach nur toll das es Menschen gibt die für andere soviel bereits sidn einzusetzen!
 
Dabei
2 Apr 2013
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#56
JDas wäre nix für mich! Also wenn ich schon lese Venenpunktion - na, da liegen echt nicht meine Talente :D
Ja, ich werd berichten! :)
Ich hab übrigens höchten Respekt wenn man so eine ehrenamtliche Tätigkeit macht - also sowas wie Du machst! Ich kannte da auch einige - und was da Zeit, Nerven und Energie draufgeht... Einfach nur toll das es Menschen gibt die für andere soviel bereits sidn einzusetzen!
:eek: bin da mehr so durch meinen Mann reingerutscht :D ich find halt die Gemeinschaft an sich dort auch gut. wie eine große Familie, leider gibt es aber auch genug, die der Meinung sind, wunder wie toll zu sein, weil sie irgendein Amt innehaben. naja, solche hat man überall :D

venenpunktion macht ein Sani nicht, und lernt es auch nicht und darf es auch gar nicht, also keine Angst:cool:
 
Dabei
28 Mai 2013
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#57
Hallo ihr Lieben!

Ich schleich mich hier auch mal rein. Klein-Louis ist auch seit einiger Zeit RH-Azubi. Natürlich gibts für ihn noch keine großen Übungen. Er erarbeitet sich bisher den "Kindergarten" (kleine Gerätepacours und viele verschiedene Untergründe) und das Verbellen. Bisher ist unsere Trainerin sehr zuversichtlich. Hoffentlich bleibts auch so...
 
Dabei
20 Jan 2013
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#58
Crusher ist auch in der Ausbildung und soll in der Fläche suchen! Im September wird bei uns auch wieder geprüft! :) Aber unser kleiner Mann hat da noch viel viel Zeit
 
Dabei
13 Jul 2014
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#59
Hallo,
Auch ich bin "Rettungshundler"...klein Luka soll später in die Fußstapfen meiner Hündin treten. Aber ich gebe ihm Zeit, will mit der aktiven Ausbildung erst beginnen, wenn er etwa 1 Jahr alt ist. Vorher wird natürlich nicht gefaulenzt und so wird er in der nächsten Zeit Basics lernen, die nachher hilfreich sind.
Langweilig wird es sicher nicht und ich freue mich schon sehr auf die kommende Zeit und seinen Einzug in unser Leben.

Rettungshundearbeit ist eine wunderschöne Art seinen Hund und sich zu beschäftigen, ich finde man muss aber auch ein bischen speziell sein um sowad zu machen ; 0)
 
Dabei
17 Jun 2013
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#60
Hallo!

Hier auch eine RH-Anfängerin. Meine Maus is jetzt 3 und wir hatten bisher immer in der UO gearbeitet. Jetzt solls mal etwas anders sein und da wir die RH-Arbeit im Verein haben und es mich schon immer gereizt hat, haben wir nun den Schritt gewagt.

Erstes Training war super!! Geräte, hat sie sofort super toll gemeistert. Die Wippe ist ihr noch etwas ungeheuer aber das wird auch schon besser. Die Unterordnung können wir schon großteils. Aber ich war ja total skeptisch bzgl. verbellen. Aber der Trainer spielte sie kurz an, nahm die Beisswurst unter den Arm und kniete sich hin.... was macht meine Maus ... hinleben und bellen. Obwohl sie das zuhause nicht draf!! Es wird ausserhalb des Trainings nicht gebellt! und sie kannst super unterscheiden.

Was noch etwas unser Prolbem ist... sie kann sich nicht sehr gut von mir lösen... und fragt micht noch sehr viel... also wenn der Figurant mit ihr spielen will, fragt sie erst mich, wenn ich das ok gebe dann gibt sie natürlich gas. Da vl. jemand tips wie sie sich etwas besser lösen kann. (Luste Situation letztens, Figurant wollte die Beisswurst unter den arm nehmen zum verbellen, und sagte AUS. Meine Maus war wohl der Meinung so redest du nicht mit mir, obwohl er es wirklich nur leise und ruhig gesagt hat und ist zu mir gerannt gekommen. Schaut mich an, schaut den figuranten an ...*g*)
 

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