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Ricky ist ängstlich

Dabei
30 Okt 2013
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#1
Hallo min Ricky ist ein Jahr am 01.10.14 geworden, wir haben ihn überall mi hingenommen, er kennt Geräusche eigentlich sehr gut, wie Flugzeug, Autos, Rasenmäher, usw. Wenn wir draussen sind störte es ihm garnicht, aber neuerdings wenn wir in der Wohnung sind und er hört ein Flugzeug, wird er ängstlich und verkriecht sich unter dem Tisch was kann das bedeuten.
 

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Dabei
13 Feb 2014
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#2
Wie sieht es denn mit der Pubertät aus, wenn du schreibst er ist ein Jahr?
Da kann es ja ganz typisch sein, das die Mülltonne an der er gestern noch vorbeigetrabt ist heute ein furchteinflösendes Monster ist.
Eben so auch bei Geräuschen wie beim Flugzeug. Oder hat sicher irgendetwas in eurer Umgebung gravierend verändert?
 
Dabei
30 Okt 2013
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#3
Es hat sich Garnichts verändert in der Umgebung ist alles beim alten, ausser das er schnupfen hat. Ob er in der Pubertät ist, ist schwer zu sagen ansonsten merke ich keine Veränderungen. Ebend nur die Ängstlichkeit in der wohung aber auch wenn das fenster auf ist.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#4
Also entweder ist er in der Angst und - Schreckenphase der Pubertät (meiner hatte plötzlich vor gelben Säcken, Mülltonnen, Taschen etc. Angst, obwohl er das alles längst kannte) oder er hat vlt. das Geräusch eines Flugzeugs (sofern es nur dieses Geräusch ist) mit etwas Negativem verknüpft.
Finn hat Angst vor Hufklappern, seit er er unbedingt ein Pferd beschnüffeln wollte und angeschnaubt wurde.
Das Schnauben hat ihn erschreckt, im gleichen Moment kam aber ein anderes Pferd über Pflaster, es war also ziemlich laut, aus dem Stall - Pferde mag er weiterhin, aber alles, was annähernd wie Hufgeklapper klingt, findet er furchtbar seither.
Aussies haben eh ein sehr gutes Gehör und sind des öfteren geräuschempfindlich.

Was macht ihr denn, wenn Ricky eine solche Panikattacke bekommt?

Hat er wirklich nur einen (diagnostizierten) Schnupfen?
 
Dabei
30 Okt 2013
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#5
ich denke auch das er in der Pubertät ist, es gibt keine negativen Erfahrungen mit Flugzeugen, er macht das seit 2 Wochen, sogar wenn ein Auto kommt verkriecht er sich unter dem tisch, seltsam auf der straße macht das Garnichts, nur in der Wohnung wen das fenster auf ist.
ich streichle ihn dann und er ist dann total beruhigt.
Der Doc sagt der schnupfen kommt von der bindehutentzündung hatte aber vorher Angina,
 
Dabei
7 Okt 2014
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#6
Bitte nicht streicheln in einer solchen Situation.
Du darfst ihn auf keinen Fall trösten, das bestärkt ihn in seiner Angst und manifestiert sie.
Ignoriere ihn, benimm dich ganz normal, mache mit dem weiter, was du grade tust in solch einem Moment und zeige deinem Hund damit, dass er keinen Grund zur Besorgnis hat.
Ihn zu bestätigen durch Körperkontakt heißt für IHN nämlich nichts anderes, als :ja, du hast recht, da ist was Schlimmes, gut gemacht!
Und das wird seine Angst immer weiter steigern.
Du musst für ihn die Kontrolle übernehmen, du bist der, der entscheidet, ob eine Situation bedrohlich ist, er wird sich nach dir richten.
Viele sagen, man solle einen Hund dann nicht mal ansprechen, ich persönlich sage trotzdem ganz ruhig zu meinem Hund "Das ist nichts", für ihn ein Signal, sich wieder zu entspannen.
Oder ich gehe zur " Gefahr" hin und demonstriere, dass nichts passiert...was bei Geräuschen natürlich leider nicht möglich ist.
 
Dabei
30 Okt 2013
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#7
danke so habe ich das noch nicht gesehen, und werde es auch gleich machen, man lernt immer dazu danke nochmal
 
Dabei
9 Apr 2014
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#8
Hallo liebe Foris,
ich hätte gerne mal ein paar Erfahrungberichte um einer heftigen Angstsituation von Miro entgegenzutreten:

Wir sind im Sommer immer mit dem Wohnwagen auf ein und dem selben Campingplatz an einem See. Miro war jetzt 2x mit (er ist ja auch erst 2,5 Jahre alt). Im ersten Jahr war alles easy und im zweiten fing er an auf den extrem lauten und übergrossen Rasenmäher-Trecker des Platzes mit heftiger Panik zu reagieren. Gleich in der ersten Urlaubswoche steigerte sich seine Angst so doll, dass er den Mäher nur aus der Entfernung zu hören brauchte um sich dann sofort völlig panisch im Wohnwagen unter einen niedrigen Tisch zu verkriechen. Dort lag er dann am ganzen Leibe zitternd mit aufgerissenen Augen und tat uns wahnsinnig leid. Er machte echt den Eindruck von Todesangst.

Nun wissen wir ja, dass man ihn ignorieren soll, damit seine Angst nicht noch bestärkt wird. Das haben wir zu Anfang auch getan, aber er hat dann glatt ´ne ganze Stunde so zitternd unter dem Tisch gelegen. Bei der 3. oder 4. Panikattake haben wir einfach die Wohnwagentür zugemacht, damit er nicht fliehen konnte. War sch... den armen Kerl so zu sehen - auf der Suche nach einem Versteck. Danach hat mein Mann sich auf eine Liege gelegt und ihn dazugeholt. Man konnte Miro aber anmerken, dass er das auch nicht wollte. Alles, was wir versuchten, hat ihm überhaupt nicht geholfen.

Das Ende vom Lied war sogar, dass er in der zweiten Urlaubswoche ein Meideverhalten gegenüber des Campingplatzes gezeigt hat: Immer, wenn wir von einem Spaziergang zurück kamen, hat er alles versucht um nicht auf den Platz zu müssen (er hat immer von dem Eingang des Platzes weggezogen). Waren wir aber wieder am Wohnwagen, war erstmal alles i. O.. Bis der blöde Mäher wieder zu hören war. Und das Ding fährt da jeden Tag rum...

Unsere HuSchu-Trainerin haben wir dann auch gefragt. Sie sagt, dass er sich ruhig verstecken darf. Aber nicht zu lange und wir sollen ihm durch unsere Anwesenheit zeigen, dass er nicht allein ist. Auch eine Decke über ihn legen wäre eine Möglichkeit, da fühlen sich manche Hunde wohl wie in einer geschützten Höhle. Liegt er aber unter dem Tisch, kommen wir nicht an ihn dran - er selber passt so gerade drunter, wir nicht mehr. Auch sollen wir immer, wenn der Mäher zu hören ist, mit ihm spielen. Ganz langsam sollen wir während das Spieles die Distanz dann verringern aber sofort wieder weiter weg gehen, wenn wir merken, dass es für Miro zu nah geworden ist. Das probieren wir selbstverständlich aus.
Hier zu Hause "üben" wir schon an zufälligen Begegnungen mit Treckern und LKW´s. In Haus und Garten ist er gegenüber dem Staubsauger und dem "kleinen" Rasenmäher schon sehr viel entspannter geworden. Er bleibt mittlerweile beim Saugen im selben Raum und beim Mähen mit im Garten. Ich bewege mich aber auch auf keinen Fall mit diesen Geräten direkt auf ihn zu.

Ihr seht, ich bin am Ball und habe schon viele Tipps mit denen ich bereits arbeite. Trotzdem wäre ich dankbar, wenn ein paar "Gleichgesinnte" mal über ihre Erfahrung, Erfolge oder auch Misserfolge schreiben. Vielleicht finden sich ja auch noch weitere Ratschläge oder Ideen...der nächste Urlaub kommt bestimmt...

Vielen Dank und
 
Dabei
5 Sep 2014
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#9
oh je, das ist natürlich wirklich sch.....e! Ich kann da echt gut mit dir fühlen...
Meine Betty hatte bis vor kurzem richtige Panikattacken wenn es irgendwo krachte und sie wurde dann natürlich viel sensibler gegenüber allen Geräuschen. Wir haben dann auch den Tipp mit dem Spielen bekommen und ich hab dann beim Spaziergang immer ein Spieli dabei gehabt. Wenn ich irgendwo sah dass Handwerker am arbeiten sind hab ich mit ihr schon von weitem gespielt und bin so "spielend" dran vorbei. Das hat echt Wunder gewirkt! Mittlerweile ist sie schon seeehr entspannt wenn es irgendwo lauter kracht. Ich würde also da auch dem Rat deiner Trainerin folgen...

Was auch gut gewirkt hat war die Lachstube bei der sie dran lecken darf wenn sie angespannt ist (das war das einzige, das sie in diesen Situationen nahm). Anscheinend beruhigt es denn Hund wenn er an was Kauen/lecken darf und baut auch Stress dabei ab.
Und ich bin nicht dafür den Hund zu ignorieren... das wurde mir anfangs auch geraten aber ich hatte immer das Gefühl sie ganz alleine in der Angst zu lassen und da gibts für mich keinen Lerneffeckt. Bei den letzten Panikattacken habe ich sie ganz fest bei mir gehalten (wirklich, wirklich FEST gehalten, weil sie einfach nur WEG wollte) und hab gewartet bis sie sich so weit beruhigt hatte um A) an der Lachstube zu lecken oder B) ein Leckerli zu nehmen. Dann versucht einigermassen langsam aus der Situation raus zu kommen und immer wieder ein Spiel initiieren bis sie darauf eingeht und dann ausgelassen spielen!

Ich wünsch dir ganz viel Geduld und du hast ja noch einige Zeit um zu üben bis zu den Sommerferien! Also nicht verrückt machen, das wird schon wieder!
 
Dabei
9 Apr 2014
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#10
Hallo Elli,
lieben Dank für Deine Antwort.
Ich freue mich für Euch, dass Betty von Eurem Training so schön profitiert. Die Idee mit der Lachstube ist super, auf so was steht Miro ja auch total. Ich habe sie allerdings (in diesem Fall Gott sei Dank) schon lange nicht mehr gekauft, weil sie immer im Kühlschrank gelagert werden muss und dann so schwer zu drücken ist, wenn sie kalt ist. Ich nehme seit Langem immer eine befüllbare Silikontube mit Katzennassfutter. Das ist dann die Belohnung für das Pfeifentraining und zwar ausschließlich dafür. Klappt 100%-ig. Aber die Lachstube kann ich dann ja ausschießlich für das "Geräusche-Training" nehmen. Verfressen ist der Kleine ja extrem...:). Als er unter dem Wohnwagentisch lag, haben wir auch das erste Mal überhaupt erlebt, dass er kein Leckerchen angenommen hat.
Also, morgen werde ich gleich zum Fressnapf fahren und dann warten wir auf den nächsten grossen Trecker...

Auf dem Campingplatz probiere ich dann auch mal das Festhalten, mal schauen, ob ich genug Kraft habe...

Nochmals Danke, Elli
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
18 Jun 2014
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#11
Interessantes Thema. Wie geht es Ricky??? War es nur die Pupertät?
 

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