Hallo liebe Foris,
ich hätte gerne mal ein paar Erfahrungberichte um einer heftigen Angstsituation von Miro entgegenzutreten:
Wir sind im Sommer immer mit dem Wohnwagen auf ein und dem selben Campingplatz an einem See. Miro war jetzt 2x mit (er ist ja auch erst 2,5 Jahre alt). Im ersten Jahr war alles easy und im zweiten fing er an auf den extrem lauten und übergrossen Rasenmäher-Trecker des Platzes mit heftiger Panik zu reagieren. Gleich in der ersten Urlaubswoche steigerte sich seine Angst so doll, dass er den Mäher nur aus der Entfernung zu hören brauchte um sich dann sofort völlig panisch im Wohnwagen unter einen niedrigen Tisch zu verkriechen. Dort lag er dann am ganzen Leibe zitternd mit aufgerissenen Augen und tat uns wahnsinnig leid. Er machte echt den Eindruck von Todesangst.
Nun wissen wir ja, dass man ihn ignorieren soll, damit seine Angst nicht noch bestärkt wird. Das haben wir zu Anfang auch getan, aber er hat dann glatt ´ne ganze Stunde so zitternd unter dem Tisch gelegen. Bei der 3. oder 4. Panikattake haben wir einfach die Wohnwagentür zugemacht, damit er nicht fliehen konnte. War sch... den armen Kerl so zu sehen - auf der Suche nach einem Versteck. Danach hat mein Mann sich auf eine Liege gelegt und ihn dazugeholt. Man konnte Miro aber anmerken, dass er das auch nicht wollte. Alles, was wir versuchten, hat ihm überhaupt nicht geholfen.
Das Ende vom Lied war sogar, dass er in der zweiten Urlaubswoche ein Meideverhalten gegenüber des Campingplatzes gezeigt hat: Immer, wenn wir von einem Spaziergang zurück kamen, hat er alles versucht um nicht auf den Platz zu müssen (er hat immer von dem Eingang des Platzes weggezogen). Waren wir aber wieder am Wohnwagen, war erstmal alles i. O.. Bis der blöde Mäher wieder zu hören war. Und das Ding fährt da jeden Tag rum...
Unsere HuSchu-Trainerin haben wir dann auch gefragt. Sie sagt, dass er sich ruhig verstecken darf. Aber nicht zu lange und wir sollen ihm durch unsere Anwesenheit zeigen, dass er nicht allein ist. Auch eine Decke über ihn legen wäre eine Möglichkeit, da fühlen sich manche Hunde wohl wie in einer geschützten Höhle. Liegt er aber unter dem Tisch, kommen wir nicht an ihn dran - er selber passt so gerade drunter, wir nicht mehr. Auch sollen wir immer, wenn der Mäher zu hören ist, mit ihm spielen. Ganz langsam sollen wir während das Spieles die Distanz dann verringern aber sofort wieder weiter weg gehen, wenn wir merken, dass es für Miro zu nah geworden ist. Das probieren wir selbstverständlich aus.
Hier zu Hause "üben" wir schon an zufälligen Begegnungen mit Treckern und LKW´s. In Haus und Garten ist er gegenüber dem Staubsauger und dem "kleinen" Rasenmäher schon sehr viel entspannter geworden. Er bleibt mittlerweile beim Saugen im selben Raum und beim Mähen mit im Garten. Ich bewege mich aber auch auf keinen Fall mit diesen Geräten direkt auf ihn zu.
Ihr seht, ich bin am Ball und habe schon viele Tipps mit denen ich bereits arbeite. Trotzdem wäre ich dankbar, wenn ein paar "Gleichgesinnte" mal über ihre Erfahrung, Erfolge oder auch Misserfolge schreiben. Vielleicht finden sich ja auch noch weitere Ratschläge oder Ideen...der nächste Urlaub kommt bestimmt...
Vielen Dank und