Sammy, der instabile A-Typ

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26 Feb 2016
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#1
Hallo ihr Lieben.

Ich möchte euch mal eine kleine Zusammenfassung geben, was mein Sammy hat, wie es sich zeigt und was es bedeutet, bzw. Was ich dagegen tun kann.

Von klein auf hat unser Miniaussie mehrere Verhaltensweisen, die mir immer schon Sorgen gemacht haben, aber keiner ist darauf eingegangen.
Von Tierarzt bekamen wir gesagt, dass legt sich mit dem Alter, wird sich ändern, wenn er kastriert wird und ist eben typisch Aussie.
Zwei Trainer haben sich den Hund angeschaut und zusammen mit uns daran gearbeitet und geübt, eine Besserung war nicht in Sicht. Die Feststellung war immer wieder, der ist überdreht, typisch Aussi, es legt sich mit der Zeit.
Leider Nein.
Ich habe mir selbst immer wieder gesagt, dass kann doch nicht sein, mein Hund ist dermaßen gestresst, dass ist doch nicht normal.

Wie es sich zeigt bei ihm, erläutere ich euch in Stichpunkten

- völlige Überdrehtheit
- kaum Schlaf und Ruhephasen
- Schwanz jagen und reinbeißen den ganzen Tag und bei jeder Kleinigkeit.
- Gliedmaßen lecken und reinbeißen
- kein Ende finden nach Aktivitäten
- ständig gestresst
Immer wenn wir rausgehen, egal wie kurz oder lang
Er ist immer massiv gestresst
- Jagen, er jagt jedem Fussel, Blatt hinterher
- Viele Beschwichtigungen
- kann nichts aushalten, kaum Frusttoleranz trotz
Ständiges üben
- Immer den Drang nach vorne, bei jeder Ablenkung oder
lauten Geräuschen.
- In der Leine stehen, Theater machen bei Hundebegegnungen oder wenn ihm irgendetwas nicht geheuer ist.

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Diese ganzen Verhaltensauffälligkeiten sind sehr stressig, man kann kaum etwas mit dem Hund unternehmen, da er ständig unter Strom steht und zum Terrorkrümmel mutiert, wenn es jetzt grad für ihn nicht passend ist. Trotz täglichen übens und der langsamen Heranführung an sämtliche normale Alltagsgeräusche und Umwelteinflüsse, hat sich bis jetzt (9 Monate) wirklich nichts geändert.

Dank eines neuen Trainers, der sich auch auf viele Dinge spezialisiert hat, u.a Verhaltenstherapie und Ernährung, kommen wir unserem Problem ein Stück näher.
Er hat sich den Hund angeschaut und ihn als instabiler A-Typ bezeichnet.

Die Erläuterung:
Der A-Typ reagiert bei langandauernder und nicht bewältigbarer Stressbelastung überwiegend mit einer Aktivierung des Adrenalins/Noradrenalins System ( Flucht und Kampfsystem) und die "Selbstbelohnungsdroge" Dopamin.
Im Verhalten zeichnet sich der A-Typ durch Schnelle aus. Bei gleichbleibender und überschaubarer Lebensumstände ist der A-Typ daher schneller in der Lösung von Problemen, hat jedoch eine geringe Frusttrationstoleranz und ist bei nicht lösbaren Problemen bzw. Durch sich ändernde Umwelten schnell überfordert.

Maßnahmen zur Fütterung:
Die Aminosäure Phenylalanin, der Ausgangssstoff für die Bildung des gesamten Katecholaminkomplex, einschließlich des Kampfhormons Noradrenalin sollte in der Nahrung abgeschwächt werden.
Die bedeutet, auf Rind, Wild, Herz und Innereien aller Art von Tierarten, Huhn, Lachs, Forelle sollte verzichtet werden. Stattdessen sind Lamm, erhitztes Schwein, Dorsch oder Seelachs empfehlenswert. Eine phenylalaninarme Kohlenhydratquelle sind Kartoffeln.
Die Aminosäure Tryptophan/ Ausgangssubstanz für die Bildung des Serotonins als natürlicher Stimmungsaufheller sollte in der Fütterung verstärkt werden.

Das heißt für uns, Nahrungsumstellung vom Trofu und Fleisch und Gemüse, Bierhefe als Vitaminquelle und Magnesium und Leinöl, als Omega 3-Fettsäuren zur Verbesserung der Lern-und Konzentrationsfähigkeit.
Auch gebe ich ihm den Nahrungsergänzungsstoff
5-HTP.
Dazu Training und die Hoffnung, dass ich mit meinem Hund stressfreier durchs Leben gehen kann und Spaß zu haben, ohne die oben genannten Verhaltensschwierigkeiten.
 
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7 Sep 2012
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#2
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26 Feb 2016
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#3
Ich habe den Kontakt zur Züchterin abgebrochen. Was bringt es mir? Was kann ich ändern? Nichts.
Seit November sind schon mal wieder einige Würfe gefallen, was interessiert sie das? Ich glaube nichts. Wer mir ein Würgehalsband schon mit 16 Wochen empfiehlt, da weiß ich auch nicht weiter.

Die beiden Berichte hab ich gelesen. Interessant, zu wissen. Gleichzeitig auch frustrierend.
Denn wenn es sich nicht ändern sollte, echt nervenaufreibend.

Einige Verhaltensweisen kann ich stoppen, das Schwanzbeißen und dabei Kreiseln macht er nur noch, wenn wir stehen bleiben und uns mit jemand unterhalten. Das ist ein heftiges Problem für uns alle.

Ich hoffe trotzdem, ihm auch da ein alternativverhalten aufzuzeigen, welches weiß ich aktuell noch nicht. Denn bisher hieß es, er macht das, weil er keinen Bock grad drauf hat.

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21 Feb 2011
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#4
Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen. Diese ganzen Verhaltensauffälligkeiten sind sehr stressig, man kann kaum etwas mit dem Hund unternehmen, da er ständig unter Strom steht und zum Terrorkrümmel mutiert, wenn es jetzt grad für ihn nicht passend ist. Trotz täglichen übens und der langsamen Heranführung an sämtliche normale Alltagsgeräusche und Umwelteinflüsse, hat sich bis jetzt (9 Monate) wirklich nichts geändert.
Was machst du, wenn dein Hund zum Terrokrümel mutiert, ausser auf der Leine stehen und warten bis es vorbei ist?
Mir fehlt hier, auch was ich so im anderen Thread gelesen habe, deine Persönlichkeit, deine Präsenz.
Auch hier fällt mir auf, da bist du übrigens in bester Gesellschaft, dass monatelang immer mit der selben "Methode" gearbeitet wird, obwohl sich absolut kein Erfolg zeigt.
Warum?
Wie soll der Hund sich verändern, wenn du nichts veränderst?

Ich glaube dir, dass dein Hund sicher nicht der einfachste ist.
Aber viele Dinge sind echt hausgemacht, unbewusst natürlich.
Denn meist hapert es an der Kommunikation zwischen Hund und Mensch und umgekehrt.
Hast du mal darüber nachgedacht, dass dein Hund gar nicht versteht, was du da von ihm willst? Dass er von dir Einsatz erwartet, von dir als Mensch? Dass er mit den ganzen Keksen und Alternativverhalten gar nichts anfangen kann?
Dass er dir vlt schon anderes Verhalten angeboten hat, was du gar nicht bemerkt hast, weil du so fixiert darauf warst, dass er jetzt dieses oder jenes tun muss?

Wie schon geschrieben, viele Probleme schafft man sich selbst oder verstärkt vorhandenes störendes Verhalten, ohne dass es einem bewusst ist.
Es ist nicht immer der Züchter oder die Zucht an allem Schuld.
Auch nicht der Hund.....im Sinne von: der hat Verhaltensstörungen, oder besser: er hat störende Verhaltensweisen.
Das ist für den Mensch natürlich der einfachste Weg. Jeder hat Mitleid und man selbst eine tolle "Ausrede", warum der Hund so ist wie er ist.

Einige Verhaltensweisen kann ich stoppen, das Schwanzbeißen und dabei Kreiseln macht er nur noch, wenn wir stehen bleiben und uns mit jemand unterhalten. Das ist ein heftiges Problem für uns alle.

Ich hoffe trotzdem, ihm auch da ein alternativverhalten aufzuzeigen, welches weiß ich aktuell noch nicht. Denn bisher hieß es, er macht das, weil er keinen Bock grad drauf hat.
Schon mal versucht, es ihm einfach zu verbieten? Auch mal ganz ohne Alternativverhalten? Ein Hund sollte das aushalten können. Das ist nicht zuviel verlangt und das kann er auch lernen.
Du könntest ihn absitzen lassen, vlt zwischen deinen Beinen (das wäre eine Alternative) und jedesmal, wenn er zu seinem Schwanz will, ihn kommentarlos, ruhig aber bestimmt, wieder hinsetzen.

Das sind keine Vorwürfe. Ich kenne weder dich noch deinen Hund und kann völlig falsch liegen.
Es soll einfach zum Nachdenken anregen.
 
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7 Okt 2014
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#5
Ich finde das mit den angeborenen Stresshormonen zwar sehr interessant, habe aber die Befürchtung, dass es sich (wie überall) einige Leute aufgrund solcher Artikel recht einfach machen könnten.
Quasi: Der Hund hatte "ne schlechte Kindheit", deshalb kann man an seinem Verhalten nichts ändern.
 
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26 Feb 2016
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#6
Ich habe dieses bestimmte Verhalten in dieser Situation gelöst, mit auf die Leine stellen, weil es mir so gesagt wurde.
Die zusammengefassten Verhaltensweisen sind die, die bei uns von Welpenalter an aufgetreten sind, besser gesagt, so vom Züchter kamen. Ich wollte eigentlich nur diesen Threat aufmachen, zum nachlesen, wenn jemand anderes das gleiche Problem hat oder hatte. Das sollte praktisch eine Information sein.

Wir haben das Schwanzjagen komplett weg, bis auf eben diese Situation, wenn wir stehenbleiben und es nicht weitergeht. Seit längerer Zeit nehmen wir ihn da zwischen unsere Beine, wo er sitzen bleiben muss und bekommt es verboten.

Ich persönlich versteife mich nicht auf das was im Mutterleib oder bei der Geburt passiert ist.
Dann könnt ich Sammy gleich vergessen oder aufgeben. Ich vergleiche das mit meiner Kindheit, die war hart, lieblos und brutal. Ich bin auch das genaue Gegenteil geworden.



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7 Sep 2012
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#7
Ich finde das mit den angeborenen Stresshormonen zwar sehr interessant, habe aber die Befürchtung, dass es sich (wie überall) einige Leute aufgrund solcher Artikel recht einfach machen könnten.
Quasi: Der Hund hatte "ne schlechte Kindheit", deshalb kann man an seinem Verhalten nichts ändern.
Naja, so war der Artikel weder von Sophie Strodtbeck (eine der besten Hunde-Verhaltensexpertinnen die ich kennen) sicherlich nicht gedacht und auch nicht von mir. Aber er erklärt, warum ein so junger Hund bereits eine solche Palette an Verhaltsproblemen mit sich bringen kann und warum es deshalb auch so wichtig ist, einen Hund von einem guten Züchter u. Aufzüchtet zu nehmen. Denn nicht nur an Krankheiten kann im Nachhinein eine Menge Geld für TA & Co. draufzahlen, sondern auch an Training und Ausbildung. Und gerade als Hundeanfänger ist das natürlich auch eine Herausforderung, wenn der erste Hund nicht so einfach ist. ABER: Man kann daran arbeiten und daran wachsen und so mancher genannter Punkt läßt sich sicherlich komplett abstellen.
Wie Gundi aber bereits schrieb und wie auch im anderen Threat zu lesen, ist hier eine Menge über das Verhalten des Hundes zu lesen und nur sehr wenig über die Reaktion und das Verhalten der Halterin darauf.
 
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7 Okt 2014
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#8
Ich weiß, dass der Artikel so nicht gedacht war, ich weiß aber leider auch um die Ausreden vieler Hundehalter :eek:

Fluffy , ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was dieses auf die Leine stellen bringen soll ausser Halsschmerzen .
Das meine ich jetzt aber nicht explizit im Bezug auf dich, ich habe mich das immer schon gefragt.
Der Hund soll runterfahren, klar...Aber er würgt sich dabei und dass sein Verhalten unerwünscht ist, kapiert er dadurch auch nicht.
Und deine Nerven leiden von Mal zu Mal mehr.

Ich hatte heute übrigens mal absolut keine Lust, mit meinem Hund zu trainieren, zu diskutieren oder mich zum Affen zu machen, als wir wieder seinem Erzfeind begegnet sind.
Da der Halter eh nicht auf Seite geht und der Hund sonst geifernd in die Leine knallt, meiner wiederum dann mein Knie abbekommt beim Kontern und ich da heute keine Nerven zu hatte, habe ich ihm kurzerhand die Augen zugegehalten.
Kurioserweise ist rein gar nichts passiert, bei BEIDEN Hunden nicht, der andere ging ohne Geifern vorbei und Finn blinzelte etwas irritiert, bevor ihm einfiel, dass er auch eine Nase hat.
Damit ist das Problem zwar immer noch nicht gelöst, aber der Spaziergang war gerettet.

Was ich damit sagen will: Auch wenn man immer am Ball bleiben muss, wenn etwas nach langer Zeit nicht fruchtet, wird es Zeit, einfach mal etwas anderes auszuprobieren.
Finn junkert an der Leine gerne rum, wenn ich stehen bleibe und mich unterhalte.
Entweder zische ich ihn dann an , oder ich hocke mich neben ihn , beides führt dazu, dass er sich hinlegt und Ruhe gibt.
Würde ich mich hingegen auf die Leine stellen und ihn ignorieren, würde er garantiert immer lauter jammern...Der hat da nämlich echt Ausdauer.
 
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26 Feb 2016
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#9
Deswegen nehmen wir ihn ja auch mittlerweile zwischen die Beine ins Sitz und er muss da durch. Bei uns gibts auch nicht nur Watte, sondern auch ein scharfes Ey oder Schluss und das sitzt dann auch. Ich bleib auch bei meiner Persönlichkeit und das ist dann auch mal ein anderes Wort oder schhhht, zischen, trotzdem weiß er in dem Moment, er darf das, was auch immer, gerade nicht.
Ich schrieb ja schon öfters, dass mir meine vorherige Trainerin das und jenes als absolut passend erzählt hat. So auch die Nonverbale Kommunikation.
Ich hab ja lange selbst gemerkt, dass das gar nicht zu uns passt und das Blödsinn ist.
Deswegen kann man mich da nicht festnageln, ich habe ja auch selbst aggiert und anderst gehandelt und mir schleunigst einen neuen Trainer gesucht.
Der wie gesagt, meinen Hund als das hier eingestuft hat und das wohl dazu beiträgt, dass es nicht so easy ist und wir da Ernährungstechnisch was tun müssen, können und das ganze unterstützen.



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7 Okt 2014
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#10
Fluffy, ich habe den Thread ja mitverfolgt und dir schon gesagt, dass ich es super finde, wie sehr zu dich reinhängst!
Trotzdem würde _ich_ mich jetzt an deiner Stelle nicht zu sehr drauf verlassen, dass eine Umstellung der Ernährung rasch Erfolg bringt.
Weil sich bestimmte Verhaltensmuster schon manifestiert haben, und zwar bei euch beiden.
Unterstützend finde ich das klasse!
Aber letztendlich ist es egal, welcher Typ dein Hund ist, ihr werdet einen (anderen als den bisherigen) Weg im Bezug auf Erziehung einschlagen müssen.
Und ich glaube, dass schafft ihr zusammen mit dem Trainer :)
 
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26 Feb 2016
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#11
Finnie Pooh, dass weiß ich doch.
Ich bin der letzte, der sich darauf verlassen würde. Sprich, ich schieb dem Hund jetzt was unter und dann ist gut. Oder Thema Kinderstube. Sowas gibt es bei mir nicht, dass es eine Ausrede ist für mein Hund und die Erziehung. Da wär ich ohne die Berichte gar nicht drauf gekommen.
Und auch charakterlich muss man in gewissen Dingen denn Hund auch akzeptieren. Er ist trotz allem eine Persönlichkeit, ich drück mich vielleicht falsch aus jetzt, aber ihr wisst bestimmt was ich meine.



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FrauRossi

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26 Mai 2015
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#12
Zu diesem "auf der Leine stehen" die Leine soll dabei ja so locker sein dass der Hund bequem sitzen / stehen / liegen kann kann. Das drauf stehen verhindert einfach dass der "angespannte" Halter unbewusst an der Leine rumzieht, oder "mit ausgefahrenem Arm" nach gibt. Wenn der Hund dann in die Leine springt ist das auch nicht ätzender für ihn, als wenn er es sonst macht.

Allerdings so richtig habe ich das auch nie verstanden. Kann vielleicht hilfreich sein bei "normaler" Aufgeregtheit bevor man auf den Hundrplatz geht oder so. Aber bei dem Problem von Fluffy ist dass sicher nicht das Mittel der Wahl.
 
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21 Feb 2011
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#13
Trotzdem würde _ich_ mich jetzt an deiner Stelle nicht zu sehr drauf verlassen, dass eine Umstellung der Ernährung rasch Erfolg bringt.
Weil sich bestimmte Verhaltensmuster schon manifestiert haben, und zwar bei euch beiden.
Genauso dachte ich auch immer....als Unterstützung ja, aber mehr ist es nicht.
Heute weiß ich es besser.
Denn ich habe einen Hund hier, mit dem ich das erlebt habe.
Bei uns haben sich ganz schnell kleine, positive Veränderungen gezeigt, wie z. B. einfach nach dem Fressen hinlegen und ruhen.
Das war vor der Umstellung nicht möglich, außer man hat den Hund zur Ruhe gezwungen.

Habs ja schon öfter geschrieben: bei uns ist die Futterumstellung jetzt gute vier Monate her und ich habe einen ganz anderen Hund.
Als der Hund anfing, entspannter zu werden, wurde ich es auch. Ja, ich weiß, es sollte andersrum sein, aber niemand, der das Tag für Tag mitmacht, kann da auch nur annähernd ahnen, wie es ist, wenn man alles versucht, sogar Wege geht, von denen man ganz und gar nicht überzeugt ist, und nichts, aber auch wirklich nichts fruchtet.
Niemand sonst kann sich annähernd vorstellen, was da, nach Wochen oder gar Monaten mit so einem gestressten Hund, in einem Hundehalter vorgeht.
Man ist schlicht und einfach am Ende, immer kurz davor, aufzugeben.

Dadurch, dass der Hund nun viel gechillter ist, hat auch mein Training plötzlich Erfolg, weil der Hund nun aufnahmefähig ist.

Dass Futter und Ernährung zusammenhängen, wusste ich bereits vorher. Dass es sich so drastisch (positiv gemeint) auswirken kann, hätte ich niemals geglaubt.

Der einzige Unterschied zu Fluffy ist, dass mein Hund das nicht mitgebracht hat. Es hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, vermutlich durch verschobene Spurenelemente im Blut.

Fluffy, ich drücke dir alle Daumen, dass eure Futterumstellung genauso anschlägt wie bei uns.
Ich persönlich würde auf zwei Mahlzeiten am Tag umstellen. Das ist besser für den Hundemagen und würde es dir wohl auch leichter machen.

Trotzdem bleibe ich dabei: fall nicht in den alten Trott zurück, und pack irgendwelche Verstärker aus. Nimm dich selbst als Verstärker, sei für deinen Hund da, wenn er dich braucht (also auf so Situationen bezogen, wie z. B. mit den Motorrädern).
Ist man auf dem richtigen Weg, stellen sich rasch Erfolge ein (die sind natürlich nicht gleich dauerhaft, aber man merkt, dass sich was in die richtige Richtung bewegt). Halte also nicht an etwas fest, was auch nach Wochen nichts bringt.

Es wär toll, wenn du weiter berichtest.
 
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26 Feb 2016
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#14
Genauso dachte ich auch immer....als Unterstützung ja, aber mehr ist es nicht.
Heute weiß ich es besser.
Denn ich habe einen Hund hier, mit dem ich das erlebt habe.
Bei uns haben sich ganz schnell kleine, positive Veränderungen gezeigt, wie z. B. einfach nach dem Fressen hinlegen und ruhen.
Das war vor der Umstellung nicht möglich, außer man hat den Hund zur Ruhe gezwungen.

Habs ja schon öfter geschrieben: bei uns ist die Futterumstellung jetzt gute vier Monate her und ich habe einen ganz anderen Hund.
Als der Hund anfing, entspannter zu werden, wurde ich es auch. Ja, ich weiß, es sollte andersrum sein, aber niemand, der das Tag für Tag mitmacht, kann da auch nur annähernd ahnen, wie es ist, wenn man alles versucht, sogar Wege geht, von denen man ganz und gar nicht überzeugt ist, und nichts, aber auch wirklich nichts fruchtet.
Niemand sonst kann sich annähernd vorstellen, was da, nach Wochen oder gar Monaten mit so einem gestressten Hund, in einem Hundehalter vorgeht.
Man ist schlicht und einfach am Ende, immer kurz davor, aufzugeben.

Dadurch, dass der Hund nun viel gechillter ist, hat auch mein Training plötzlich Erfolg, weil der Hund nun aufnahmefähig ist.

Dass Futter und Ernährung zusammenhängen, wusste ich bereits vorher. Dass es sich so drastisch (positiv gemeint) auswirken kann, hätte ich niemals geglaubt.

Der einzige Unterschied zu Fluffy ist, dass mein Hund das nicht mitgebracht hat. Es hat sich im Laufe der Zeit entwickelt, vermutlich durch verschobene Spurenelemente im Blut.

Fluffy, ich drücke dir alle Daumen, dass eure Futterumstellung genauso anschlägt wie bei uns.
Ich persönlich würde auf zwei Mahlzeiten am Tag umstellen. Das ist besser für den Hundemagen und würde es dir wohl auch leichter machen.

Trotzdem bleibe ich dabei: fall nicht in den alten Trott zurück, und pack irgendwelche Verstärker aus. Nimm dich selbst als Verstärker, sei für deinen Hund da, wenn er dich braucht (also auf so Situationen bezogen, wie z. B. mit den Motorrädern).
Ist man auf dem richtigen Weg, stellen sich rasch Erfolge ein (die sind natürlich nicht gleich dauerhaft, aber man merkt, dass sich was in die richtige Richtung bewegt). Halte also nicht an etwas fest, was auch nach Wochen nichts bringt.

Es wär toll, wenn du weiter berichtest.
Danke Gundi, für deinen Beitrag.

Am Anfang, da hatte ich mich verhalten, nach meiner eigenen Persönlichkeit, da war ich auch ich. Nach und nach wurde ich dann Unsicher, da ich immer im Gefühl hatte, irgenetwas läuft schief und so ging es los mit den Trainern. Und meine Persönlichkeit verschwand Stück für Stück. Damit möcht ich sagen, dass ist der Grund, warum ich immer weniger "für meinen Hund da war" und ihn ausschließlich nur über die Leine korrigiert hab. Ohne Ton, ohne Worte und ohne anfassen! Erklärung der Trainerin" dass macht es nur schlimmer und gibt falsche Signale.
Wahrscheinlich hat er dadurch in einigen Dingen wirklich nichts gelernt außer Leinengezoppel in jeder Situation.
Jetzt ärger ich mich darüber, was es für Unterschiede bei den Trainern gibt, und die verschwendete Zeit und falschen Ratschläge.
Aber ich war völlig fertig und nervlich am Ende und habe angenommen, was man mir zeigte und dachte natürlich, dass seinrichtig so. Ich hab mich dann auch mit dem Thema Ernährung auseinander gesetzt, weil sich sein Verhalten verschlimmerte.
Nur wollte keiner wirklich mir glauben.

Der Weg bis jetzt war zwischenzeitlich sehr schwer, aber er ist trotzdem ein toller Hund, der auch mir hilft, mich zu verändern, auch hat er mir immer wieder gezeigt, dass er viel besser mit meinem wahren Ich klar kommt, als diesen ständigen Druck und sehr wenig Freiraum. Ich sollte ihn tagtäglich dem Stress aussetzen, die Umwelt und seine Probleme damit. Das ließ ich in dem Ausmaß aber recht schnell, weil er nur noch mehr gestresst war und ich diesen Druck für ihn nicht mehr wollte und selbst nicht mehr konnte.
Auch merkte ich, trotz Futterumstellung später, dass es ihm immer noch nicht guttut. Er schlief danach überhaupt nicht und war stark unruhig und sehr aufgedreht und unkonzentriert.
Ich habe immer wieder zwischendurch auf die Ernährung geachtet, Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, aber da hab ich euch ja schon geschrieben, sollte ich nicht machen.

Jetzt hab ich die Vergangenheit gestrichen!!
Ich werde jetzt sein wie ich bin und auch so meinen Hund erziehen.
Wir brauchen dringend einen Neuanfang, denn ich hatte vor kurzem meine Grenze absolut erreicht.
Jetzt hab ich den richtigen Trainer gefunden, der mich auch viel bestätigt hat, im Umgang mit meinem Sammy. Damit mein ich nicht das "alte Erlernte", sondern mich, als Mensch.
Und ich bin froh, dass er von seinem Verhalten heraus, auch auf die Ernährung einging. Da setze ich jetzt an und werde in Ruhe weitermachen. Es wird ihm dann auch bestimmt unterstüzend helfen, wenn er ruhiger wird und glücklicher. Dann können wir uns an alles gelassener rantasten.
Und werden im Training bleiben und weiter arbeiten.
Ich wünsche mir einfach nur einen gelasseneren und nicht so gestressten Sammy, dem ich helfen kann, und mir selber, ihm jeglichen Stress abzunehmen, ich meine, zu zeigen, dass ich regel und nicht er und trotzdem gewissen Stress einfach aushalten muss, ohne zu mekkern.

Ich bin sicher, dass wird schon alles werden und da denk ich nicht mehr dran, was war oder was bei seiner Züchterin war, wir leben jetzt und der Weg ist das Ziel.



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7 Okt 2014
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#15
Also ist das im Grunde mit der Ernährung also nicht viel anders als bei der Substitution der Schilddrüse?
Wenn es körperlich "anschlägt" wirkt sich das auf die Psyche aus, dadurch aufs Training.
Trotzdem können aber gewisse Verhaltensmuster ja schon manifestiert sein, grade bei Fluffys Hund, weil der eben schon von Anfang an problematisch war in dieser Hinsicht.
 
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21 Feb 2011
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#16
Trotzdem können aber gewisse Verhaltensmuster ja schon manifestiert sein, grade bei Fluffys Hund, weil der eben schon von Anfang an problematisch war in dieser Hinsicht.
Das ist natürlich richtig und war bei uns auch so.
Wir haben ein dreiviertel Jahr gekämpft....da hatte sich so einiges eingeschlichen.
Trotzdem musste ich mich jetzt nicht groß umstellen.
Als Apps ruhiger wurde, haben sich auch manifestierte Verhaltensweisen gut trainieren lassen.
Ich kann das schwer beschreiben...man selbst bekommt so einen Motivationsschub, wenn, mal als Beispiel, ein deutliches "Nein, lass das" mit der passenden Körperhaltung auf einmal funktioniert.
So motiviert, wenn man merkt, da geht was, ändert man schon seine ganze innere Einstellung von: "Ach, das wird eh nix" zu: "Ja, das kriegen wir hin, klappt doch."
Und das merkt der Hund nämlich auch sofort.

Bei Fluffy kann es auch ganz anders sein als bei mir.
Aber das werden wir ja hoffentlich erfahren :)
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#17
Wenn die Ernährungsumstellung "nur" eine positivere Sicht auf den Hund erreicht. (z.B.: der Hund findet 5 Minuten eher Ruhe nach dem Fressen), wird auf langer Sicht eine Verhaltensänderung möglich sein, allein aus der Tatsache das der Teufelskreis von Frustration... durchbrochen wird.
Ich unterstelle jetzt auf keine Weise das Futterumstellung nichts bringt, im Gegenteil ich glaube schon das es Auswirkungen auf den Hund hat. Zusammen mit einem kompetenten Trainer der dir Sicherheit gibt ist es sicher der richtige Weg für dich. Ich habe bemerkt, das sich mein unbewusstes Verhalten auf den Hund sofort überträgt. Bin ich unsicher habe ich einen viel unsicheren Hund. Bin ich integer mir gegen über strahle ich dies aus, und dem Hund geht es besser.

Ich wünsche euch das ihr euren Weg nun findet, mit allen Hochs und Tiefs die auch kommen werden. Ob er ausschließlich mit Persönlichkeit stattfindet oder auch zeitweise mit Leckerli, ablenken, oder oder oder... ist letztendlich nicht wichtig. Der Weg muss für Euch stimmen. Viel Spaß beim begehen.
 
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26 Feb 2016
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#18
Ich habe das Futter schon umgestellt und koche meinem Hund jetzt auch. So wie mir Gundi empfohlen hat, gibt es jetzt 2 mal am Tag. Einmal kohlenhydrate, Fleisch und Gemüse und einmal Trofu. Er hat auch keine Probleme mit Unverträglichkeit gezeigt, sprich Durchfall. Hoffe es bleibt so. Die Nahrungsergänzungsmittel hab ich jetzt auch alle da und die bekommt er täglich. Dann müssen wir abwarten, ob es etwas bringt, aber ich denke schon. Falsch kann es nicht sein.

Die letzten Tage habe ich mich auch komplett geändert und bin jetzt ich und tatsächlich ist mein Sammy schon anders. Er übt fleißig mit mir und hat richtig Spaß dabei. Er bekommt draußen jetzt ein Teil seines Trofus um das ganze positiv noch zu verstärken, aber nicht dauernd, klar. Aber ich übe jetzt gerade das "Fuß "und verstärke das "bei mir" einfach, weil ich das ja die letzten Monate sehr wenig gemacht habe. Und es klappt.
Er braucht jetzt, laut meines Trainers, eine andere Erfahrung mit mir draußen. Mit der Orientierung an mir mit der lockeren Leine hatte ich jetzt auch einige positive Übungen gemacht.
Hatten auch schon einige Hundebegegnungen im Wald und durch die Orientierung an mir, die ich einfordere, ist es nicht mehr ganz so schlimm, aber das buche ich nur als positiv ab, ist ja immer anders, aber er hat sich auch schon für mich statt des anderen Hundes entschieden, also zeigt es mir, ich bin auf dem richtigen Weg.

Mit dem blödeln an der Leine wenn wir stehen, da viel mir ein, dass ich es ihm ja schon auf meine Weise verboten hatte und er damit aufgehört hatte. Ich habs nur doofer Weise gelassen, weil die andere Trainerin gesagt hat, sie machen sich damit nicht zum Rudelführer, wenn sie laut mit ihrem Hund sind oder schimpfen. Hmmm, kann man jetzt denken, was man will. Aber zu dem Zeitpunkt war das ICH und er hats angenommen.
Oder die Fresserei draußen, hab ich mal laut Ey gesagt, da spuckte er es direkt wieder aus.


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26 Mai 2015
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#19
Schön zu lesen. Es gibt bestimmt viele Trainingsmethoden die zum Ziel führen, wenn sie mir aber noch entsprechen und ich nicht mehr ich selbst bin, also total unautentisch dann nimmt mir mein Hund das einfach nicht ab und dann ist auch die beste Methode für den Allerwertesten :)

ich freu mich für Euch dass es schon Verbesserungen gibt.
 
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26 Feb 2016
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#20
Hallo ihr Lieben,
Während viele Dinge bei uns scheinbar gut laufen, scheint es trotzdem nicht gut zu sein. Mittlerweile bin ich echt verzweifelt und davon überzeugt, dass ich meinem Hund nicht gerecht werde oder mit ihm nicht auskomme. Ich bin wirklich gut informiert, viel auch durch das Forum, hab mir die Erziehung wirklich nicht leicht vorgestellt, aber dass gewisse Dinge so heftig sind, hätt ich nicht gedacht. Und selbst mit Training wird eines immer schlimmer: Ich kann abends im dunkeln praktisch nicht mehr raus gehn. Alleine schon die Tür raus, geht das gewuffe los, und ich kann es nicht abbrechen. Hab die letzten Monate echt alles durchprobiert, was möglich ist. Das schlimme daran, uns darf niemand begegnen und das ist schlecht, denn im Nachbarhaus sind Hunde, selbst in unserem Haus sind welche. Bei dem Gewuffe bleibt es leider nicht. Er tickt vollkommen aus. Schon im Ansatz nimmt er mich nicht wahr und bei einer Korrektur geht er schon fast gegen mich. Ignorieren bringt nichts. Die" alles ok Methode" klappt auch nicht, kann ich noch so ruhig bleiben, er zieht sein Ding durch, ihn zurückdrängen geht auch nicht, stachelt ihn nur an und jetzt gehn mir echt die Ideen aus. Hab zur Zeit das Gefühl, egal was ich mache, es bringt nichts. Klar, Trainer hab ich schon gefragt, meinen Hund interessiert es nur nicht. Wenn ich bedenke,er ist jetzt 10 1/2 Monate alt und das vorm Haus wird immer schlimmer, dann passt da was nicht bei uns und ich frag mich zur Zeit, ob tatsächlich unser Hund nicht in unser Lebensumfeld passt. Ich weiß, welch Schutztrieb und noch Unsicherheit dabei bewirken kann, dachte, mit Training wird es besser, aber daran zweifel ich mittlerweile. Weiß echt nicht mehr weiter, noch ein anderer Trainer? Hab doch schon alles probiert.
Viele Dinge laufen meiner Meinung nach dem Alter und Training entsprechend gut, bis auf das, dass er immer wieder nach vorne will, selbst wenn er nur ein Mensch sieht. Trotz das ich so lange vorher einen Hüte/Schutzhund hatte und da wesendlich weniger Training von nöten war, bin ich glaub dem jetzt, nicht gewachsen, weil es zur Zeit eine Belastung ist und ich glaube, es liegt an mir, ein Hund ist ja nie Schuld an seinem Verhalten. Wäre für mich/uns echt schlimm, wenn wir den Hund und unser Zusammenleben versauen würden. Ich möcht das irgendwie auch nicht auf die Pupertät schieben, bin mir nicht sicher, ob es damit zu tun hat, aber ab jetzt wirds ja dann nur schlimmer werden, wenn ich es nicht in den Griff bekomme. Alle Hunde machen keinen einzigen Mucks, und meiner dreht so ab. Es ist nie etwas negatives passiert, ich versteh es nicht. Zumindest nicht in dem Ausmaß. Da ist sicher auch nicht die Ernährung dran Schuld, momentan bin ich total gefrustet....
 
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29 Mrz 2015
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#21
Ach Fluffy sei mal gedrückt!

Für mich klingt das als hängst du grad ganz tief drin in einem Loch und schaffst da auch schwer wieder raus zu kommen. Sammy merkt das und das hilft seiner Unsicherheit gerade so gar nicht weiter. Kannst du dir mal etwas Auszeit verschaffen, um etwas zu Ruhe zu kommen? Das was ihr da habt, lässt sich nicht in kurzer Zeit lösen, du brauchst einen langen Atem, viel Zuspruch und Hilfe. Kennst du vielleicht jemanden, der dir etwas helfen kann? Neuer Trainer? Klingt für mich ein bisschen so, als musst du noch weiter suchen. Es muss jemand sein, der vor allem dir ganz viel Unterstützung bietet und mit dir arbeitet. Den du auch alles fragen kannst und dem du vertraust. Es scheint mir auf jeden Fall aktuell erst mal das Wichtigste zu sein, dass du an dich denkst und dich aufbaust!
 
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26 Feb 2016
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Alter
38
#22
Ich bin seit 3 Wochen zuhause, weil mein Körper nach und nach immer weniger konnte. Ich hab massiv Herzprobleme gehabt und nach etlichen Untersuchungen kam raus, dass ich zu dem noch einen starken Mangel im Blut hatte und eine vergrößerte Schilddrüse mit Unterfunktion. Erst dachten sie, es wäre Überfunktion, da ich auch relativ schmal bin, dass nächste Blutbild sagte was anderes. Dazu kommt warscheinlich noch nervliches dazu.
Trotzdem hatte ich die letzte Zeit immer Spaß mit Sammy und wurde wieder ruhiger. Das innere Gefühl besteht allerdings schon Jahre. Ich weiß, ich kann mich nicht wirklich verstellen, aber es wurde besser.
Vom Trainer bekam ich auch gesagt, er ist schon besser, als manches was er kennt, die letzten Tage ist es auch so, er hat die Nase immer am Boden, führt Kommandos nur zögerlich aus und hat oft den Blick von unten raus, so als sprich, ich weiß, was NEIN heißt, mag aber net. Der Rückruf geht noch, Aufmerksamkeit naja und er fängt an, einfach loszupinkeln im Laufen, wenn ich ihn nicht schnell genug gehen lass. Er hebt noch nicht das Bein, hat allerdings gestern im Wald 3 mal gepinkelt.
Das sind ja alles nicht so die heftigen Sachen.
Ich hab die ganze Nacht nicht schlafen können, und wieder Herzrasen. Gestern hab ich vor Wut geheult.
Ich hab auch das Gefühl, er ist oft wieder gestresst. Da gehts in Wald gestern und er beschwichtigt nur.
Er schaut mich an, leckt sich die Schnauze und gähnt. War nicht er selbst. Dabei hatte ich gar kein Gefühl dazu und mich richtig gefreut. Aber alles war ihm zufiel. Er macht es mir da nicht leicht, auf seinen Stresslevel einzugehen.


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Dabei
29 Mrz 2015
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#23
Ja so was habe ich mir schon gedacht :( Daher die Idee mit der Auszeit, und die meinte ich zwischen dir und Sammy. Ich glaube das würde dir mal gut tun und Sammy vielleicht auch? So wie du es schreibst könnte es so sein. Mein Trainer nimmt Hunde mit zu sich und arbeitet mit ihnen mal für ein paar Tage. Das ist glaube ich gar keine so schlechte Sache, gerade bei festgefahrenen Themen. Und bei euch werden jetzt die Weichen gestellt in seinem Alter. Wenn du so jemanden nicht kennst, kann der Hund vielleicht mal zu Freunden? Ich habe ab und an mal einen Besuchshund; die sind gerne da und es ist für den einen wie Urlaub... (Ich selber bin da nicht so, ich kann mir gar nicht vorstellen, meine weg zu geben, nicht mal kurz. Da muss schon ein Notfall passieren. Daher kann ich auf jeden Fall verstehen, wenn das nichts für dich ist.)
Was dir auch helfen würde sind Menschen, die dich verstehen und dir Halt geben. Egal, wie dein Hund sich verhält. Hattest du schon geschrieben, wo du wohnst? Vielleicht kennt hier auch jemand einen guten Trainer in deiner Ecke?
 
Dabei
7 Okt 2014
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#24
Das klingt alles übel, fühl dich mal gedrückt.

Ich weiß nicht, ob dir das etwas Druck nimmt, vielleicht erreiche ich damit auch das Gegenteil, aber eventuell solltest du dir bewusst machen, dass es manchmal einfach nicht passt und einige Hund/Mensch Beziehungen nicht funktionieren.
Das heißt nicht, dass das bei euch der Fall ist!
Aber wenn es so wäre, wären deine Selbstvorwürfe fehl am Platz.
Wenn ihr beide untereinander leidet und du womöglich deshalb psychisch wie körperlich jetzt völlig am Stock gehst , nutzt das Niemandem.
Überlege genau, wann für dich der Punkt gekommen ist, an dem du nicht mehr kannst und wenn du dann tatsächlich beschließt, dass es für alle Parteien besser ist, wenn Sammy zu jemand anderen kommt, mache dir bitte nicht ständig den Vorwurf, versagt zu haben.
 
Dabei
26 Feb 2016
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#25
Der Gedanke stand schon im Raum, aber das ist auch keine leichte Entscheidung. Jeder rät mir davon ab, weil der Kleine ja noch formbar ist. Zuerst suche ich immer bei mir die Fehler, vieles seh ich vielleicht auch zu kritisch, bis auf das aktuelle Problem.
Alle Trainer sagten mir, ich wäre sehr ehrgeizig. Ja, das ist richtig, mein Hund läßt mir da aber auch keine andere Wahl. Würd ich ihn einfach lassen, würd er immer vorraus gehen, mit aufgestellten Ohren und immer zum klären bereit. Wenn wir im Wald sind, lass ich ihn aber von der Leine, wo er sich frei bewegen kann. Ich übe dabei immer etwas, das "zu mir" , dass er"hier" kommt und lass ihn danach wieder mit "ok lauf" frei. Sitz und Platz und versteck mal Futter in den Bäumen oder spiel mit dem Dummy.
Trotzdem ist er nie entspannt und scannt immer die Umgebung. Er hört auf mich und folgt mir auch immer. Er hat mich immer im Blick. Ich mache nie etwas aufputschendes mit ihm, außer Dummy suchen, holen und mir bringen. Aber er ist nach kurzer Zeit immer überfordert.
Übersprungshandlungen hat er auch viele. Er frisst dann grad alles was auf dem Boden oder Wegrand grad in der Nähe ist. Ich breche dann gleich ab und geh einfach weiter. An manchen Tagen müsst ich ihn dauernd korrigieren, sei es, fresserei vom Boden, ständiges schnüffeln, wuffen oder immer vorrausgehen. Zuhause hat er eigentlich viel Ruhe und kennt Entspannung. Keine Kinder, nix wo rumrennt und Arbeiten gehn wir auch. Bin ich vielleicht zu streng? Oder hat er einfach einen langen Atem für alles?
Wenn ich mit ihm draußen bin wo Menschen sind, immer geht er nach vorne, bei allem, ich kann ihn mit Nein rausholen, manchmal nicht. Schon bei einer Korrektur, wenn ich ihn neber mir mit der Hand am Brustkorb blockiere, Beschwichtigt er schon öfter mal, obwohl ich weder laut noch böse bin. Z.B. hat er nie schlechte Erfahrung mit dem Geschirr gemacht, irgendwann fing er an, sich wegzudrehen oder wegzugehen. Mit Leckerli kein Problem, dass mach ich aber auch nicht mehr. Ich bin mit ihm immer freudig, locker, ruhig und doch hab ich das Gefühl, er nimmt es nicht an. Oder ist die Pupertät so schwierig bei ihm? Ich weiß es nicht. Er ist ansonsten total lieb und viele Dinge sind ja auch hündisch, er tanzt mir zuhause nicht auf der Nase rum und hört auch. Ich weiß nicht, ob meine Konsequenz ihm zu stressig ist, sein Leben zu langweilig oder ich zu zweifelhaft. Da er sich entwickelt und es nie oder kaum richtig "ausgeglichen" läuft, macht es das nicht einfach.
Damit mein ich, dass er zwar nicht mehr seinen Schwanz jagt, dafür aber vermehrt am schlecken ist mittlerweile. Durch die Gerüche draußen und den Spaziergang, kommt er danach schwer zur Ruhe. Ist aber nicht aufgedreht. Ich finde dadurch nicht den Grund, ob das massive Aufpassen und wuffen mit über oder Unterforderung zu tun hat.
Laut meines Trainers mach ich es richtig und soll nur dranbleiben. Ich warte zur Zeit auf seine Antwort, weil es ja einen Weg geben muss, an dem jetzigen Problem zu arbeiten.
Vielleicht gibt es Probleme, die ich nicht seh. Eine andere Sache noch, er kann selten liegen bleiben wenn ich das Zimmer verlasse, er wird sofort wach, auch wenn ich ihm sage, zeige, er soll bleiben, versucht er es trotzdem. Oder kommt und sieht bei jedem Geräusch das ich mache. Vielleicht liegt da ein Problem? Ich lass ihn auch als ohne Beachtung mitlaufen, sonst müsst ich da ja auch dauernd rumerziehen.
Sorry für den Roman jetzt, ihr wollt ja auch gerne immer wissen, wie es zuhause so läuft.

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Dabei
25 Aug 2016
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#26
klingt wirklich sehr hart...Was ich ein wenig vermisse ist eine Info wo er denn mal wirklich Energie los wird.
Ich bin ja auch ein Vertreter einer sehr ruheorientierten grunderziehung aber gerade in dem alter wo alle Synapsen lose sind und Konzentration auch für vorzeigehunde schon schwer genug ist...Da muss er auch mal die sau rauslassen und das ohne das ständig ein Kommando kommt.
Natürlich ist es sehr schwer wenn der Hund so schnell überdreht aber einfach mal Geschirr dran und joggen...Später Fahrradfahren...zielgerichtete Bewegung um die körperliche Energie zu reduzieren.
Macht ihr sowas?

Wir haben damit gerade angefangen...Mal fünf bis zehn Minuten joggen und prompt kann das pubertier wieder besser zuhören. Laufen ohne denken müssen...Damit haben wir in der Pubertät beste Erfahrungen gemacht.


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Dabei
7 Sep 2012
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#27
Also via Forum eine Prognose zu stellen ist eh´ schon quasi unmöglich. Aber es nutzt mir nichts, wenn hier die Befindlichkeiten der Halterin näher beschrieben werden, hier aber aber jede konkrete Aussage in Bezug auf den Hund und dem Training fehlen.
Wie oft und wie lange kommt der Hund überhaupt raus? Was wird dabei unternommen? Wie ist der Tages-/Wochenplan?
Wie genau wird auf den Hund eingewirkt, was genau hat der Trainer zu dem Problem gesagt, welche Ursachen sieht er hier, wie soll geübt/trainiert werden, wie genau reagiert der Hund? Wie ist seine Körperhaltung dabei? Was wurde in den Monaten ausprobiert (jeder Trainingseffekt braucht seine Zeit, wurde hier viel zu früh abgebrochen und was neues ausprobiert?) Wie blockiert man einen Hund mit der Hand am Brustkorb??? Du bist freudig, locker und ruhig? Weiter oben schreibst Du, das Du schon Stress hast, wenn Du in die Nähe eueres Hauses kommst... Hier entstehen mehr Fragen als Antworten.

Hier steht viel Text, aber sehr wenig aussagekräftiges, wo man (inwieweit via Forum überhaupt möglich) mal für Hilfestellungen ansetzen kann...
 
Dabei
12 Jul 2016
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#28
Hallo Fluffy

Ich persönlich finde es schwer etwas zu beurteilen, wenn man das Gespann - Mensch und Hund - nicht live sieht und eine Weile mit Ihnen verbringt. Was ist normal? Was läuft schief? Sehr schwierig.

Ich versuche dennoch, meine Gedanken hierzu mitzuteilen. Und sie sind keineswegs Provokativ oder böse gemeint.

Ob Du zu streng bist, wie Du selbst schreibst, kann ich nicht beurteilen. Aber kann es sein, dass Du alles so perfekt machen möchtest und dabei ein zuviel des Guten machst? Was ich so lese, weisst Du immer genau, was Dein Hund gerade machst. Das geht nur, wenn man den Hund permanent im Auge hat und ständig selbst auf Hab acht ist. Hunde haben so ein feines Gespür, sie merken das. Vielleicht wäre hier ein erster Lösungsansatz: Distanz schafft Nähe.

Hast Du jemanden, eine neutrale Person, die mit Euch spazieren geht? Kann auch ohne eigenen Hund sein. Dann würde ich ihr (oder ihm) einfach mal die Leine in die Hand drücken und hinterherlaufen. Verhält er sich dann anderst, wenn ihn jemand anderes an der Leine hat? Wäre mal einen Versuch wert.

Das war jetzt etwas von mir, worüber ich mir Gedanken gemacht habe. Und abschließend noch etwas zur "Entspannung": Als wir Chester bekamen - es war in den Weihnachtsferien - waren wir gerade im Garten als ein Mann mit zwei Buben und einem wunderschönem Aussie vorbeikamen. Er blieb stehen, sah Chester und wie das halt so ist, kamen wir über den Gartenzaun ins Gespräch. Ein suuuuper perfekt erzogener Rüde. Ich war hin und weg, auch von der Optik - ein toller Blue Merle mit tollen Kupferabzeichen. Wir unterhielten uns auch über die Erziehung natürlich. Seiner sei jetzt 5 Jahre alt. Und dann erzählte er mir: Bis der Rüde 2 Jahre alt war, sei er jeden Samstag auf dem Hundeplatz mit ihm gewesen. Und jeden (wirklich jeden!) Samstag habe er danach geheult. Nix lief richtig, vieles aus dem Ruder. Und im Alter von 2 Jahren hat es irgendwann schlagartig "klick" gemacht und aus dem Rüpel wurde dieser Traumhund.

Das ein wenig zur Aufmunterung.

Lieben Gruß

Susanne
 
Dabei
7 Okt 2014
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#29
Also erstmal würde ich an deiner Stelle nochmal zum Tierarzt und körperliche Ursachen ausschließen.
Ein Blutbild machen lassen, ihn abtasten lassen...Manchmal sind die Probleme auch gar nicht nur psychischer Natur.

Und dann sprichst du etwas sehr Wichtiger an, nämlich sein ständiges Kontrollieren .
Das würde ich ganz streng unterbinden, Aussies neigen dazu , sich für alles verantwortlich zu fühlen und machen sich das Leben damit selber schwer, wenn man nicht eingreift.
Es muss einfach mal komplett Ruhe und Langeweile einkehren, dadurch dass du so krampfhaft versuchst etwas zu ändern, schon mehrere? Trainer da waren und sich immer wieder etwas ändert, fehlt meiner Meinung nach eine gewisse Konstanz im Zusammenleben.
Und das erzeugt Stress.

Was das Geschirr angeht: eventuell drückt ihn das und sitzt nicht gut, meiner hat mir das auch so gezeigt.
 
Dabei
7 Okt 2014
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#30
Mit Ruhe und Langeweile will ich übrigens nicht sagen, dass der Hund sich nicht auspowern soll/darf.
Das halte ich ebenfalls für enorm wichtig, grade in dem Alter.
Einfach mal rennen lassen und ihn machen lassen, soweit möglich, viel Frust fällt dabei schon ab.
 

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