Seriöser Züchter

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22 Jan 2021
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#1
Hallo liebe Aussie Freunde,

das ist mein erster Beitrag in diesem Forum und ich falle sozusagen gleich mit der Tür ins Haus.
Unsere letzte Hündin, eine Jagdhündin, verstarb im Herbst vorletzten Jahres nach langem Leben in unserem Haus.
Wir waren untröstlich ob des Verlustes unseres vierbeinigen Familienmitgliedes und wollten uns keinen neuen Hund mehr anschaffen.
Letztlich wuchs im Laufe der Zeit aber doch der Wunsch, wieder eine Hündin im Haus zu haben. Es sollte wegen des Jagdtriebes dieses Mal kein Jagdhund sein,
jedoch auch kein Couchpotatoe. Die Wahl fiel auf einen Welpen der Rasse Australian Shepherd, Standard oder Mini, nicht Toy. Die Rasse und deren Spezifika waren uns von Familienangehörigen in USA bekannt.
Die nun folgende Suche nach Züchtern im späten Frühjahr 2020 geriet zu einer Mischung aus Panoptikum und bitterer Komödie hinsichtlich der Vorauswahl der potenziellen Käufer durch die Züchter und die Preisgestaltung für den Kauf eines Welpen. Wir haben uns bei der Suche auf VDH- und ASCA Zuchten beschränkt. Nicht nur, dass der Preis innerhalb von 14 „Corona Tagen“ um bis zu 30% erhöht wurde, trotz vorab anderer telefonischer Preiszusage, bei diesen „seriösen“ Züchtern, erregte dabei unseren Unmut, sondern auch die Abfrage nach den zukünftigen Lebensumständen des abzugebenden Welpen. Sicher ist es nicht nur legitim, sondern wünschenswert, dass sich der Züchter eingehend damit beschäftigt, in wessen Hände sein Hund kommt, wie er zukünftig leben wird. Wenn die diesbezügliche Befragung jedoch den Charakter einer Abiturprüfung annimmt, ist der Züchter, mag er züchterisch noch so fit sein, an Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Wenn dann noch ein Krisen-Wucherpreis erhoben wird, empfinde ich nur noch Geringschätzung für diese Zeitgenossen. Ich habe mehrmals den Spieß abrupt während des Telefonats umgedreht und mich bewußt penetrant nach den Lebensumständen des Züchters erkundigt.
Da die Suche nach einem Welpen, gleich welcher Rasse, sich in der gegenwärtigen Situation in unserer Region schwierig gestaltete, habe ich praktisch in ganz Deutschland gesucht und konnte dabei feststellen, dass sich vorgenanntes Gebaren bei vielen Züchtern etabliert hat. Dergleichen habe ich in früheren Jahren nie erlebt.

Meine Suche endete dann glücklicherweise letztlich bei mir im „Hinterhof“. Das Beste lag so nah im Norden (40 km Umkreis) und wir bekamen unseren Wunschwelpen, nein es war kein „Mode-Blue-Merle“, zu einem seriösen „Vor-Corona-Preis“ mit allen Papieren. Die Züchterfamilie züchtet seit frühen Jahren des Aufkommens der Aussies in Deutschland. Eine bessere Grundsozialisation als in dieser Familie konnte und kann ich mir nicht vorstellen. Ich liebe diese Familie, die so wunderbar bodenständig, ehrlich, unverbogen, voller Liebe für ihre Hunde und frei von jedem „Überkandideltsein“ der beschriebenen Züchter ist. Nein, es waren nach meinem Eindruck ausschließlich Züchterinnen der Generation X.

*** Edit (Admin): keine Welpenvermittlungsangebote erlaubt ***

Edit: Mein angegebenes Alter stimmt nicht, es basiert auf einer Fehleingabe von mir, die noch korrigiert werden muß. Ich bin über 40.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dabei
15 Jun 2008
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#5
Magst du mal ein paar der zu persönlichen Fragen nennen? Vielleicht hast du da auch nur eine viel engere Auffassung dessen, was für andere Interessenten völlig in Ordnung ist. Ich kann mir so gar nicht so richtig vorstellen, dass du im VDH an so viele zu neugierige und preislich zu abgefahrene Züchter geraten bist; und das gilt auch für einen Großteil der ASCA Züchter. Vielleicht liegen die Fragen auch nur an geänderten, gesellschaftlichen Auffassungen vom Zusammenleben von Mensch und Hund, was aber auch oftmals mit unterschiedlichen Rassen nochmal variiert. Ich gehöre auch zur Generation X und weiß grad nicht so wirklich, wie ich da jetzt so rein passe, in deine Wertung ... ^^
 

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