Anzeige:

Seriosität der Hundeschule

Dabei
25 Nov 2014
Beiträge
36
#1
Guten Tag Community,

wir waren am Mo. mit unserem 12,5 Wochen junden Welpen (komplett geimpft) in einer Welpengruppe um uns ein Bild davon zu machen.
Was als erstes auffiel war die kleine Gruppe, d. h. mit uns waren es ingesamt 4 und lt. Aussage der Trainer sind wir vollzählig.

Da kommt mir die Frage auf ob das für eine Welpengruppe nicht zu wenig ist, zumal einer davon extrem wild ist und vom Herrchen aus alles darf - meiner soll sich ja nicht falsches abschauen und der andere extrem ängstlich (Yorkshire Terrier). Ich finde unser Aussie sollte mehr Welpenarten und Charaktere in der Prägephase bzw. Welpengruppe kennen lernen?

Auch sehr fragwürdig war die Aussage das die Hunde die Grundkommandos erst nach dem 6. Monat kennen lernen. Die Trainerin war ganz verstutzt als wir zu unserem "Sitz" gesagt haben bzw. nur den Zeigefinger heben mussten. Danach meinte Sie, dass sei nicht richtig und wenn man so früh mit Grundkommandos anfängt hat man nur einen dressierten Hund für den Zirkus!? Aber die Grunkommandos wie "Sitz", "Platz", "Aus" und "Komm" sollten doch so früh wie möglich sitzen.

Wir haben das "Sitz" aber spielerisch und mit viel Geduld beigebracht, nur bin ich jetzt von der Aussage der Trainerin etwas verstutzt und frage mich ob wir jetzt mit dem "Platz" fortfahren können oder warten müssen???

Liegt da die Hundeschule richtig oder sollen wir uns lieber noch eine andere anschauen?

Danke.
 

Anzeige:
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#2
Also 4 Welpen pro Trainer finde ich eine gute Zahl. Wir waren meist 10-12 Welpen mit 2-3 Trainern.
Was habt ihr denn in der Welpen Gruppe gemacht?
Bei uns wurde zu Anfang immer ein Kommando geübt, "Schau" z.B. dann haben wir geübt an der Leine zu laufen. Immer nur kurze Sequenzen. Dann gab es eine Spiele Runde mit Rückruf. Danach neue Untergründe, Gegenstände etc. kennen lernen.
Natürlich dürft (und sollt) ihr jetzt schon mit den Grund Sachen anfangen :)
 
Dabei
15 Mai 2014
Beiträge
1.001
#3
Also eine Welpengruppe, in der vier Hunde sind und in der die Trainerin aufpasst, dass alle vernünftig spielen (keiner gemobbt wird) finde ich sehr schön (tut sie das?).
Bei zu vielen Hunden puschen diese sich auch leicht schnell hoch und der Trainer kann nicht auf alles achten.
Wir haben unseren beiden auch gleich einige, für uns wichtige, Kommandos beigebracht. Als Naila mit 8 Wochen als Zweithund zu uns kam musste sie sofort lernen, dass man im Sitz wartet, bis ich beiden erlaube, zu den Futternäpfen zu laufen. Sonst hat man da ja nur Chaos. "Aus" und "Komm" finde ich ebenfalls sehr wichtig.
Ich denke, die Trainerin hat aber natürlich schon recht damit, dass man die Welpen auch Welpen sein lassen muss und sich das Erlernen von Tricks schon sehr in Grenzen halten sollte.
Du hast jetzt schon mehrfach Fragen gestellt. Stell dich doch mal vor. Fotos sind auch immer gern gesehen.
 
Dabei
25 Nov 2014
Beiträge
36
#4
Bevor weitere Fragen von mir kommen, habe ich unseren Welpen hier (http://www.aussie.de/forum/t/10357-bobby-aus-ludwigshafen-sagt-hallo) vorgestellt. :)
Also am Anfang haben wir das laufen an der Leine gelernt mit gleichzeitigem füttern von Leckerlies bis zu einem bestimmten Punkt und danach wieder zurück. Anschließend kam der Slalomlauf durch andere Hunde mit dem Ziel sich nicht ablenken zu lassen - weder der Welpe der läuft noch die Hunde die beim Besitzer mit "Sitz" warten müssen.

Die nächste Herausforderung war dann durch eine Menschenmenge durchzulaufen die in die Hände klatschen oder mit den Füßen stampfen ohne sich ablenken zu lassen - also auch wieder während dem Laufen mit Leckerlies füttern, dass man in dem Moment der interessanteste Punkt ist.

Zum Schluss wurden dann die Hunde von der Leine gelassen - es haben aber immer nur zwei gleichzeitig gespielt.

Was mich nur verwundert hat an der Hundeschule war die Aussage das man Grundkommandos erst mit 6 Monaten lernt, weil man ansonsten nur einen dressierten Huund hat der die Kommandos bis zur 16. LW beherrscht!?

Schauen uns morgen noch eine andere Hundeschule an die auch Flyball, Dog-Dancing und Agility anbieten, denn spätestens wenn der Zeitpunkt für diese Trainings kommt, müssten wir die Hundeschule wechseln und ich weiß nicht wie es für einen Hund ist, wenn wir ihn aus einem gewohnten Umfeld herausreißen, d. h. andere Hunde, andere Plätze und vor allem andere Trainer!?!?
 
Dabei
15 Mai 2014
Beiträge
1.001
#5
Also eigentlich finde ich das, was du über die Hundeschule erzählst, recht gut. Ich kann mir das Klatschen nicht richtig vorstellen. Die Welpen sollen natürlich nicht verunsichert werden. Die Grundkommandos kannst du ihm ja alleine beibringen.
Wir haben (teils ganz kurz) drei Hundeschulen besucht, bis wir in unserem Hundeverein gelandet sind, in dem wir uns wohl fühlen. Dort gibt es Agility, Obedience, THS, Frisbee, eine BH-Gruppe...). Mit wirklich allem, was ein Hundetrainer dir sagt, wirst du nie ganz zufrieden sein. Höre einfach auf dein Bauchgefühl.
Aber es spricht ja auch nichts dagegen, einmal zu vergleichen, vor allem, wenn ihr später irgendwo anders Hundesport machen wollt. Aber dann würde ich mir ruhig auch mal einen Hundeverein angucken.
 
Dabei
25 Nov 2014
Beiträge
36
#6
Also das mit den Grundkommandos machen wir natürlich in Eigenregie - waren nur etwas verunsichert mit der Aussage von der HS und wollten uns jetzt über das Forum absichern ob Grundkommandos vor oder nach dem 6. Monat!?

Die Schule die wir morgen besuchen ist ein Hundeverein in LU-Friesenheim (HSV LU).

Mal schauen ob wir bei denen ein besseres Bauchgefühl haben.
 
Dabei
7 Nov 2013
Beiträge
1.037
#7
Ich finde es sehr schön dass ihr so wenige seid und alles unter Kontrolle gehalten wird.

Aber nun mal kurz zum Thema Grundkommandos etc.
Wir waren bisher eigentlich immer sehr zufrieden in unserer Hundeschule. Momentan, seit Barney ca. 7-8 Monate alt ist läuft das alles aber etwas auf die schiefe Bahn und wir haben uns nun, nach längerem Überlegen, Zuspruch einiger in dieser Gruppe und ansparen von Geld für einen anderen Trainer entschieden. Er hat einen ernorm guten Ruf (ich glaube auch außerhalb unserer Stadt).
Neulich meinte er dann, bei der ersten Anamnese (dem ersten Besuch / der Vorstellung bei uns zu Hause), dass es mit den Hunden so sei:
Wir bauen im Welpenalter eine Straße. Alles läuft gut, die Straße wird gebaut, mit Beleuchtung ausgestattet und weiter stabilisiert.
Und dann kommt die Pupertät..... Und je nach Stabilität der Straße, bekommt sie nur kleine Risse, oder eben riesen Schlaglöcher.
Unsere bekam in dem Fall riesen Schlaglöcher....
Seine Mentalität ist es, den Welpen von Beginn an zu begleiten und ihm die richtigen Wege und Kommandos zu zeigen und damit eine so bombenfeste Straße zu bauen, die nicht in sich Zusammenbricht wenn der Erdbeben kommt.
Die Aussage ist jetzt nicht von mir und ich kann das auch schlecht beurteilen. Aber für mich klingt sie sehr logisch.
Dein Welpe ist unheimlich Aufnahmefähig. Also nutze die Zeit die Straße zu festigen und auszubauen!
Und dabei hilft dir die richtige Hundeschule!
Ich halte wenig davon mit Welpen zu tricksen und viel zu spazieren etc. !
Aber Grundkommandos sollten jetzt gefestigt werden. Der Überzeugung bin ich tatsächlich.
 
Dabei
25 Nov 2014
Beiträge
36
#8
Dann bauen wir schonmal die Straße außerhalb der Hundeschule aus in der Hoffnung das in der Pubertät die Straße nicht so viele Schlaglöcher bekommt.
Wegen der Hundeschule müssen wir mal schauen ob der Hundeverein morgen etwas ist oder vllt. auch Martin Rütters D.O.G.S in Bad Dürkhem!?
 
Dabei
29 Dez 2012
Beiträge
418
Alter
33
#9
Also unser Trainer hat eine ähnliche Philosophie, redet aber von einem Haus mit Fundament, wo am ende das Dach eventuell schief ist ;)
Wir sind mit 13 Wochen hin und jetzt mit 7 Monaten verfestigen wir immer noch die Grundkommandos (sitz,Platz, bleib,Fuß) und die Ablenkung wird erhöht. Denn ihm ist wichtig, dass wir Hunde haben die das in jeder Situation ausführen. Auf dieses Fundament kann man dann aufbauen!
Aber auch wir haben mit 13 Wochen angefangen. sitz dann Platz erste bleib Übungen dann Fuß da war er vllt 18 Wochen.
 
Dabei
25 Nov 2014
Beiträge
36
#10
Hallo zusammen,

waren jetzt gestern in einem Hundeverein (HSV LU-Friesenheim) und wir waren von der Welpengruppe wie von den Trainern begeistert, so dass wir den Bobby dort anmelden und danach die weiterführende Kurse besuchen.

Am Anfang wurde viel mit anderen Welpen gespielt, aber da in der Gruppe zwei Labradore waren (5 und 6 Monate) war die Trainerin erst mal vorsichtig und hat unseren Aussie in ein Freilaufgehege eingeschlossen und die andere Hunde untereinander zu begutachten. Sie war dann der Meinung, dass unser Hunde fit genug ist und bei den Labis mithalten kann - und das konnte er eindeutig - also die waren danach sehr müde und unser wollte mehr. :)

Danach wurde der Tierarzt von ihr simuliert und hat bei den Hunden in die Ohren und die Zähne angeschaut wie auch abgetastet. Nachdem die Hunde wieder einigermaßen fit waren, wurde Futterlauf (Slalom) an der Leine gemacht und zum Ende hin nach einer Stunde mehrmals abgerufen.

Noch ein Pluspunkt ist, dass die Trainerin selbst jahrelang Aussies besitzt und wertvolle Tipps geben kann - wollte unseren gleich behalten. :D
 
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#11
Eine Stunde ist aber lang für Welpen!
5 und 6 Monate alte Junghunde haben in einer Welpen Gruppe meiner Meinung nach nichts mehr zu suchen...
Auch find ich das spielen zu Anfang bzw. großteils mittlerweile echt ungünstig. Der Hund lernt dabei : Juhuu andere Hunde = Party... Is natürlich doof wenn man dann im nächsten Kurs den Hund immer in der Leine hängen hat, weil er ja vorher gelernt hat, dass auf dem Platz getobt und gespielt wird. Auch beim spazieren gehen kann diese Verknüpfung echt nervig werden.
Das hat mich unter anderem an unserer ersten HuSchu genervt und ich bin froh, dass wir gewechselt haben. Auf dem Platz wird bei uns gearbeitet ;)
 
Dabei
25 Nov 2014
Beiträge
36
#12
Also der Hund war nicht die komplette Stunde beschäftigt, sondern immer Pause bei den Übungen zwischendrin, wenn die andere Hunde dran waren. Wiederholungen wurden von allen zwei gemacht.

Das Spielen am Anfang wurde zum kennen lernen veranstaltet und auch das abrufen während dem Spielen zu üben - ich glaube 15 min. wurde getobt.

Die Labis haben glaube ich nächste Woche die letzte Welpenstunde und nächstes Jahr gehen die dann in den Grundkurs.
Schauen uns das nächste Woche nochmal an (2-3 Schnupperkurse) sind kostenlos, aber der erste Eindruck war schon mal positiv - zumal die HS auch Grundkommandos in der Welpengruppe lernen um das Ganze aufzubauen was man zu Hause macht. Dagegen war die andere HS komplett - mit der Begründung "Grundkommandos erst nach dem 6. LM, sonst hat man einen dressierten Zirkushund!"
 
Dabei
15 Sep 2013
Beiträge
308
#13
Ja das klingt auf jeden Fall viel besser als eure erste Gruppe.
Mit 6 Monaten sollten die Grund Kommandos eigentlich schon sitzen da hast du Recht mit deiner Entscheidung zu wechseln!
Ich persönlich fände es nur noch idealer, wenn nicht mit spielen begonnen, sondern es lieber zwischen drin eine kontrollierte Spiel Sequenz geben würde :)
Natürlich is es auch absolut wichtig dass ihr euch wohl fühlt! :)
 
Dabei
15 Mai 2014
Beiträge
1.001
#14
Ich persönlich finde, dass sich das, was du über die Welpenstunde erzählt hast, gar nicht schlecht anhört.
Gut finde ich, dass die Trainerin anscheinend erst mal guckt, ob die Welpen miteinander auskommen und ob das Spiel der Äteren nicht zu wild ist. Naila wurde in unserem Hundeverein auch gleich in die Gruppe der altersmäßig mittleren (wir haben allerdings 3 Gruppen, ab 6 Monate gibt es die Junghundegruppe) gesteckt, weil sie da vom Spielverhalten besser reinpasste.
In unserem Verein dauert die Welpengruppe auch 1 Stunde und es wird ebenfalls gespielt und geübt. Mal wird auch ein Rollstuhl auf den Platz gefahren, mal ein Tunnel aufgebaut... Welpen lernen nur im Spiel mit anderen Welpen richtiges Sozialverhalten auch mit anderen Rassen. Das sollte jetzt natürlich nicht 30 Minuten am Stück sein. Man sollte seinen Hund dabei beobachten und sehen, ob es ihm irgendwann zuviel wird und er überdreht.
Von der Grundidee finde ich Vereine in der Grundausbildung super. Unsere Trainer arbeiten ehrenamtlich, sind meist im Hundesport aktiv und freuen sich, wenn sie neue Mitglieder für ihre Sparte begeistern können. Dazu gehört dann immer irgendwann auch die BH, d.h. es wird auf die vernünftige Grundausbildung sehr viel Wert gelegt.
Bei Hunden, die in irgendeinem Bereich größere Probleme haben, würde ich allerdings immer zu einem Spezialisten gehen.
 

Anzeige:
Empfehlungen:

Ähnliche Themen


Oben