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Unsicher bei fremden Hunden

Dabei
20 Nov 2012
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#1
Jetzt benötige ich auch mal etwas Hilfestellung.
Mein Rüde ist mittlerweile 8 Monate und ein Traum, wenn nicht das Problem mit anderen Hunden wäre.
Aus Unsicherheit meint er an der Leine sowie auch freilaufend fremde Hunde anzukläffen. Es ist kaum möglich das Gelände der Huschu zu betreten. Der Trainer nimmt ihn dann mir ab und schüchtert ihn ein. Ich versuche es mal zu beschreiben.
Mit der rechten Hand die Leine kurz nehmen, kurz vorm Halsband. Der Oberkörper kommt über den Hund gebeugt und die linke Hand schnellt dann auf Brusthöhe nach vorn, wenn der Hund zum kläffen ansetzt.
Cooper ist von der Aktion ziehmlich gestresst.
Aber er ist davon so beeindruckt, das er nicht bellt und gestesst und beschwichtigend neben den Trainer herläuft.

Aber muss es so rabiat sein? Oder empfinde ich es nur so? Es funktioniert ja und das auch bei mir. Zwar bin ich nicht so massiv und bestärke auch gleich wieder wenn er sich benimmt.
Mich stört das ich massiv mit meinem Körper gegen den Hund angehen soll. Es fehlt quasi nur noch das ich ihn alla Cesar Milar (us Hunde Trainer) auf dem Rücken werfe.

Fakt ist das Cooper in so einem Moment auf ein Abbruchsignal reagieren soll. Bloss wie kann ich es anders umsetzen?

LG
Steph
 

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Dabei
18 Mrz 2012
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#2
Wenn er aus Unsicherheit bellt, finde ich soein Verhalten absolut nicht angemessen. Und selbst wenn es das wäre- dann solltest du das machen, nicht dein Trainer... ich würde bei Zeichen von Angst dem Hund zeigen, dass es keinen Grund für Angst gibt, z.B. den Auslöser ganz freudig begrüßen (vorsicht, Hunde n der Leine nicht zueinander lassen)
 
Dabei
12 Dez 2012
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#3
und die linke Hand schnellt dann auf Brusthöhe nach vorn, wenn der Hund zum kläffen ansetzt.
Wie soll man sich das vorstellen? Wohin schnellt dien Hand? Wir der Hund dann geschlagen?

Wenn der Hund wirklich aus Unsicherheit bellt, ist mir persönlich nun nicht direkt einsichtig, warum man den Hund dann als Mensch auch noch einschüchtert. Dann verbindet er doch doppelten Stress mit Hundebegegnungen :confused:

Ach, und warum regelt dass denn der Trainer? Wenn der Trainer einem mal was demonstriert, find ich das ok. Aber anstonsten bin ich der Hundeführer und geb meinen Hund auch nicht aus der Hand. Du musst doch deinen Hund erziehen, er muss auf dich hören, mit dir klarkommen. Das ist doch nicht die Angelegenheit des Trainers. Ich finde, ein Trainer sollte immer das Mensch-Hunde-Team zusammen trainieren. Nur den Hund macht für mich keinen Sinn.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#4
Wie soll man sich das vorstellen? Wohin schnellt dien Hand? Wir der Hund dann geschlagen?

Wenn der Hund wirklich aus Unsicherheit bellt, ist mir persönlich nun nicht direkt einsichtig, warum man den Hund dann als Mensch auch noch einschüchtert. Dann verbindet er doch doppelten Stress mit Hundebegegnungen :confused:

Ach, und warum regelt dass denn der Trainer? Wenn der Trainer einem mal was demonstriert, find ich das ok. Aber anstonsten bin ich der Hundeführer und geb meinen Hund auch nicht aus der Hand. Du musst doch deinen Hund erziehen, er muss auf dich hören, mit dir klarkommen. Das ist doch nicht die Angelegenheit des Trainers. Ich finde, ein Trainer sollte immer das Mensch-Hunde-Team zusammen trainieren. Nur den Hund macht für mich keinen Sinn.
Da schließe ich mal an, was der Trainer dort macht ist in zweierlei Sicht ein absolutes No-Go: Zum einen kann er Dich zwar anleiten, wie Du in dieser Situation mit Deinem Hund umgehen sollst, aber ansonsten hat er es Dir zu überlassen, wie Du Deinem Hund Sicherheit gibst.
Und zweitens: Die ganze Methode ist so etwas von Sch****, da er dem Hund nur noch mehr Angst u. Stress macht, als ihm in irgendeiner Weise Sicherheit zu geben, damit er seine Scheu überwindet. Da kann man echt nur noch mit dem Kopf schütteln....

Und Unsicherheit überwindet Dein Hund sicherlich nicht über ein Abbruchsignal!!! Da behandelst Du die Sympthome aber sicherlich nicht die Ursache u. machst es damit nur noch schlimmer!
 
Dabei
20 Nov 2012
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#5
Er nahm mir in dem Moment den Hund ab um mir zu demonstrieren wie es zu funktionieren hat. Ich war echt baff von dieser Vorgehensweise. Und mein Gedanke war halt, dass das doch so nicht richtig sein kann.

Ich lasse meinem Hund zu keinem anderen wenn er angeleint. Habe ich in der Welpenschule schon nicht gemacht.

Nein, der Hund wird nicht geschlagen und so etwas würde ich auch nicht zulassen. Es war mehr ein zurück drängen bzw. Schubsen mit der Hand auf Brusthöhe des Hundes.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#6
Schließe mich nemesis und Julia an.

Manchmal, aber nur manchmal, wenn der Hund so in seinem Verhalten feststeckt, dass man nicht mehr zu ihm durchdringt, kann man auch mal "hinlagen", um den Hund mental wieder zu sich zu holen.
Aber danach müssen sofort klare Signale von dir kommen, du musst dem Hund durch dein Verhalten Sicherheit geben. Du musst souverän sein und ihm zeigen, dass alle anderen Hunde keine Gefahr bedeuten.

Meint dein Trainer denn auch, dass dein Hund unsicher ist? Oder "kontrolliert" er dich?
 
Dabei
7 Sep 2012
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#7
Er bedrängt u. maßregelt den Hund. Sollte dieser tatsächlich aus Unsicherheit so reagieren, wird er dadurch das Verhalten des Hundes nicht verbessern, sondern allenfalls die Sympthome unterdrücken.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#8
Julia, nicht dass wir aneinander vorbeireden :)

Ich kann nicht beurteilen, was da auf dem Hundeplatz abgeht, denke aber, dass das wohl eher der falsche Weg ist.
Was ich meine, sind solche Fälle, wo der Hund wirklich mental abdriftet....wo er mich gar nicht mehr wahrnimmt....da muss ich ja irgendwie zu ihm durchdringen, um überhaupt am Problem arbeiten zu können. Ich wollte damit ausdrücken, dass das Ausnahmen sind und nicht auf einem Hupla übliche Methoden sein sollen, wenn ein Hund bellt.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#9
@Gundi: nein, wir reden nicht anneinander vorbei! Ich verstehe was Du meinst u. würde es in einem solchen Fall auch so machen, aber wenn ich das hier lese:

"Aus Unsicherheit meint er an der Leine sowie auch freilaufend fremde Hunde anzukläffen. Es ist kaum möglich das Gelände der Huschu zu betreten. Der Trainer nimmt ihn dann mir ab und schüchtert ihn ein. Ich versuche es mal zu beschreiben."

Klingt das, als würde das immer so laufen u. das wäre ein Beleg für meine Aussage, das er "nur" die Sympthome mit dieser Methode behandelt u. nicht die Ursache...
 
Dabei
28 Jun 2013
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#10
Ich finde das auch zu hart zumal du ja beschreibst, das du das Gefühl hast dein Hund dadurch noch mehr gestresst ist. Versuch doch beim Gassi dich mit Bekannten und ihren dir bekannten Hunden zutreffen. So dass du in Ruhe mit ihm üben kannst. Versuche das fixieren schhon zu erkennen und zu unterbinden. Meist reicht wenn man sich davorstellt und den Hund anspricht. Wenn er nicht mehr ansprechbar ist dreh um und geh ein Stück zurück. Bis er wieder Zeit für dich hat. Versuche möglichst ruhig zu sprechen und dich ruhig zu bewegen.
 
Dabei
20 Nov 2012
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#11
Erstmal Danke für die Beiträge.
Also die Aktion mit dem Trainer fand nur einmal statt. Ist er in der Gruppe, auf dem Platz, funktioniert es soweit. Da kommen noch ein bis zwei Töne vom ihm und dann ist gut. Er arbeitet dann auch super mit und lässt sich auch nicht mehr ablenken.

Bei uns am Stall hat er es geschafft eine Hündin zu verbellen. Und dieses hat er sich gemerkt. Jetzt versucht er es aus meiner Sicht auch bei anderen Hunden. Die Besitzer nehmen dann gleich ihren Hund und gehen fix weiter. Somit hat meiner es wieder geschafft.
Ich spreche jetzt die Hundebesitzer an und bitte Sie ihren Hund mal absitzen zu lassen, damit wir uns entfernen. Wenn er ruhig dran vorbei ist belohne ich natürlich.

Unsicherheit ist meiner Ansicht vielleicht auch damit gepaart, dass ich ihm nicht die Sicherheit gebe, sonst müsste er ja auch nicht unsicher an der Leine sein oder?

Wir sind jetzt aufgrund eines Umzug an einer neuen Hundeschule. Und der Eingangsbereich ist sehr schmal, so das ich auch auf keine andere Seite wechseln kann. Und so steigert Cooper sich rein und ich bekomm ihn schlecht aus der Situation wieder raus.
Ich fand jetzt nur dieses Massive einwirken fragwürdig.
 
Dabei
22 Mrz 2013
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#12
Ich würde es gar nicht so weit kommen lassen. Wie Haily schon schrieb, kannst du es ja gut auf Spaziergänge üben. Sobald Dein Rüde einen anderen Hund sieht und sich noch neutral verhält (bei genug Abstand), würde ich belohnen. Da kann man ein wunderbares Spiel draus machen und der Stress fällt automatisch ab und mit mehr Übung kann man dann den Abstand zum anderen Hund minimieren.
 
Dabei
12 Dez 2012
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#13
Woran machst du denn fest, dass er aus Unsicherheit bellt? Und nicht zum Beispiel, wie Gundi ansprach, um zu kontrollieren?
 
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20 Nov 2012
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#14
@nemesis
Ich habe desbezüglich auf den Trainer vertraut. Der sollte schon wissen an was es liegt.

@ray
Ich übe jeden Tag bei jeder Gelegenheit die sich ergibt. Aber ich habe ja einen Kurs in der Huschu. Und am Eingang kommt dann alles zusammen und ich bekomm ihn dann nicht mehr aus der Situation raus, ausser ich geh wieder weg.
Aber ist es wirklich eine Alternative den Kurs nicht besuchen und Hundebegenungen langsam aufzubauen?
 
Dabei
28 Jun 2013
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#15
Sprich doch mal mit deinem Trainer über die Engstelle. Vielleicht könnt ihr das lösen.

Ich denke ich würde fragen, ob ich ganz zum Schluß kommen kann, um die Situation besser kontrollieren zu können. Die anderen sollten dann vielleicht etwas weiter weg stehen. Du läufst nur wenn er sich ordentlich benimmt. Oder gibt es noch mehr Hunde in euerem Kurs mit diesem Problem? Dann könnte es vielleicht ein Bestandteil des Kurses werden? Das ihr das im wechsel übt....:)
 

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