Vererbung von Scheu / Vorsicht

Dabei
27 Dez 2020
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#1
Hallo zusammen,

ich würde gerne mal eure Meinung und Erfahrung zu diesem Thema wissen.
Der Aussie einer Bekannten (keine Papiere) ist fremden Menschen gegenüber sehr reserviert. Sobald sie sich nähern oder gar lange anschauen bellt sie aufgeregt. Selbst nachdem sie die Menschen schon einige Male gesehen hat (Freunde zum Beispiel).
Zwar akzeptiert sie die Anwesenheit nach kurzer Zeit, jedoch ist nähern oder gar streicheln nicht erwünscht. Geschnappt wurde dann auch schon mal.

Die Bekannte möchte nun diese Hündin decken lassen. Sie ist zu der engen Familie super lieb, verschmust und hört auch super.
Generell gibt es da wenig Probleme, auch mit anderen Hunden kommt sie gut klar und ist verspielt. Allerdings ist sie im Lesen anderer Hunde auch etwas tollpatschig und unsicher, und kann oft nicht verstehen, dass der andere Hunde z. B. nicht wirklich spielen möchte.

Wir fragen uns nun, ob sich dieser Charakterzug auf die Welpen übertragen könnte.
Sie war aus ihrem Wurf der einzige Welpe, der sich immer zurückgezogen hat, anfangs oft gezittert hat und generell nicht so offen und neugierig war.
Sie ist ein Red Merle mit einzigartiger Farbzeichnung.

Es scheint also von Geburt an schon in ihr geschlummert zu haben. (oder ein Geburtstrauma?)
Daher die Frage, inwiefern sie dies auf die Welpen übertragen könnte und ob deshalb besser von einem Wurf abzusehen ist.

Vielen Dank für die Einschätzungen schon einmal und viele Grüße!
 
Dabei
22 Nov 2019
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#2
Kurze Antwort:
Ob solche „Sachen“ wie Wesenszüge nun irgendwie zum Teil vererbt werden oder nicht, wird dir keiner zu 100% sagen können. Viel kommt einfach aus der Erfahrung und der Erziehung der Hunde.
Gewisse Rasseeigenschaften oder Instinkte werden zwar schon vererbt, aber dass jetzt aus dem Wurf jeder Hund ein ängstlicher oder aggressiver Hund wird ist eher nicht der Fall, da die Gründe und die Umwelt an sich viel zu komplex sind. Wie du schon selbst bemerkt hast, dein Hund ist aus dem Wurf der einzige mit diesen Charakterzügen, das gibt dir ja eigentlich schon die Antwort
 
Dabei
24 Jan 2008
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#3
Also aus meiner Sicht kann ich sagen es wird nur zum Teil vererbt ,da ja auch Vater und Mutter zu gleichen Teilen vererben .Ich hab eine Hündin die auch sehr reserviert ist ,allerdings schnappt sie nicht ,sondern bellt erst und bleibt weg .Läßt sich aber ,wenn sie die Leute ok findet ,auch streicheln .Sie bestimmt wann und wie .Ihre Nachzuchten sind mir alle schon wieder zu anhänglich und sehr penetrant .Da hat sich der Papa voll vererbt beim ersten Wurf .Der 2. ist gerade 6 Wochen ,da muss man schauen wohin die Reise geht .
 
Dabei
20 Feb 2011
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#4
Ich würde alleine schon weil sie keine Papiere hat von dem Wurf absehen...jetzt zur Zeit von Corona, meint jeder plötzlich Welpen kriegen zu müssen.
Was hat sie für ein Pedigree? Kennen die Besitzer sich mit den Vorfahren aus? Es gibt gewissen Linien die mit Erkrankungen vorbelastet sind.

Ansonsten wird natürlich einiges an Verhalten von der Mutter auch abgeschaut. Wenn die Hündin beim Besuch sich komisch verhält und die Welpen es mitbekommen, lernen die es auch. Wenn sie auf Geräusche komisch reagiert, dann kriegen die Welpen es auch mit..mal abgesehen von dem Besucher-Stress während der Trächtigkeit usw. Auch vernünftige Aufzucht gehört dazu.

Die Sache mit reserviert sein, ist in der Rasse schon drin, jedoch keine Aggressivität und schnappen. Ich finde einen Hund der weg geht und einfach sagt, ich möchte es nicht vollkommen ok. Einer der schnappt und sag fass mich nicht an ist wiederum was anderes.
Man kann natürlich einen passenden Partner aussuchen und hoffen(!), dass sich sowas vererbt. Garantie gibt es nicht.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#5
Wenn man diese Rasse liebt, warum muss man ihr dann einen Bärendienst erweisen?
Keine Papiere, keine bekannte Abstammung, keine Gesundheitsuntersuchungen und Auswertungen, kein Hintergrundwissen über evtl. vorhandene Risiken im Pedigree (u.a. Episode), keine Ahnung von der Zucht, charakterlich offensichtlich nicht einfach und und nur weil sie "eine einzigartige Zeichnung" hat, muss damit vermehrt werden?

Nein, danke!
Der Markt quillt gerade über von diesen Welpen und die Rasse wir dafür in die Quittung bekommen.
 
Dabei
26 Mai 2015
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#6
Kurze Antwort: ohne jede Ahnung Hunde ohne Papiere zu vermehren ist grundsätzlich abzulehnen!
Wo soll der Sinn sein? Mal schnell auf den Zug aufspringen und Geld verdienen? Ekelhaft!
 
Dabei
3 Jan 2013
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#8
Eine Verpaarung mit dieser Hündin ist aus oben genannten Gründen generell abzulehnen !!

Die Veranlagung zu gewissen Verhaltenseigenschaften ist auch immer zu einem gewissen Teil erblich. Nicht jeder Welpe bekommt gleich viel ab und viel hängt dann natürlich auch an anderen Faktoren wie z.B. die weitere Haltung.

Erwiesen ist allerdings, dass z.B. Stress der Hündin schon im Mutterleib Auswirkungen auf Welpen hat. (und sie hat ja Stress durch Ihre Unsicherheit)

Und natürlich schauen Welpen auch ganz genau, wie die Mutter sich in gewissen Situationen verhält und lernen daraus.

Selbst bei einer Hündin mit Papieren und einem erfahrenen Züchter sollte genau hinterfragt werden, aus welcher Motivation heraus die Hündin so reagiert wie sie reagiert und warum genau (erlernt,ererbt). Und auch dort sollte sehr genau abgewägt werden, ob die Hündin für die Zucht geeignet ist.
 

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