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Welpenspiel?

Dabei
1 Okt 2023
Beiträge
42
Alter
52
#1
Hallo,
In unserem ganzen Gebiet gibt es scheinbar keine Hundeschulen mehr, woe die Hunde zwischen den Lektionen noch wenigenstens mal 10 minuten spielen dürfen, was ich zur Sozialisierung (gerade jetzt für meine sehr freche Welpin..) in der Entwicklung wichtig finde. Früher gab es Schulen, wo zwischendurch immer wieder 10 min zur Entspannung gespielt werden durfte. Eine Schule gab es, die 1 Stunde übte, und man danach noch zu einer Spielstunde bleiben konnte. Beide Schulen gibt es nicht mehr. Jetzt üben hier alle nur Ihre Lektionen. Meine Hündin (und auch die anderen) würde so gerne mal mit den anderen 6 Hunden spielen dürfen. Aber das wird nie zugelassen. Einmal durfte sie nicht mal 2 min mit einem der Hund spielen, dann war schon wieder Feierabend. Auch können wir weder vorher noch hinterher auf den Übungsplatz, da es da schon wieder weiter geht.
Letztes war ich mit weiter Anfahrt bei einer reinen Spielstunde, die mir aber nicht sonderlich gefallen hat. Es muss ja auch gar keine ganze Stunde gespielt werden. Ist jetzt bei dem Wetter ja sicher auch nicht so gut. Aber ich halte es für wichtig.

Wenn man andere, oft erwachsene Hunde trifft, müssen sie angeleint bleiben, damit sie nicht abjagen können. Das ist natürlich auch nicht schön.

Ich werden mir wohl auch über die Dogorama-App Freunde für meinen Hund suchen, und auf ein eingezäuntes Gebiet bei denen hoffen, damit sie spielen kann. Auch wenn sie mit älteren Hunden spielen könnte wäre das ja schon lehrreich.

Was meint ihr? Die Spielmöglichkeit mit anderen Hunden ist doch wichtig für die Entwicklung, oder?
 

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Dabei
25 Mai 2016
Beiträge
32
#2
Hallo TanjaS,

von dem was ich so erlebt habe würde ich sagen Qualität statt Quantität.
Also das was viele unter "Spielen zwischen verschiedenen Welpen/Hunden" verstehen ist immer etwas vorsichtig zu betrachten.
Manchmal ist es doch kein Spiel, sondern eher Mobbing, manchmal pushen sich zwei Welpen nur sinnlos hoch und die Frage ist immer, was nimmt welcher Welpe langfristig daraus für sich mit. (Wenn es sich mal ergibt und zwei Welpen tatsächlich fein spielen miteinander mit wechselnden Rollen, mit Pausen, die sie von selber einlegen, wo sie auch mal was trinken gehen, was schnüffeln gehen etc., ist es was sehr besonderes und das kann man auch gerne mal genießen :) )


Was ich super sinnvoll finde, sind wenige, gut ausgewählte Kontakte zu erwachsenen, gut sozialisierten Hunden. Die die Hundesprache sehr gut sprechen und idealerweise auch eine gute Erziehung mitbringen. Dann aber nicht zur "Spielwiese" sondern auf eine gezielte Spazierrunde, auf der erstmal angeleint gelaufen wird (einfach damit die Erwartungshalten "Oh anderer Hund, dann mal Leine ab und Partyyy!" - gar nicht erst entsteht) und sobald alle Hunde entspannt Laufen ohne viel Tam tam ableinen.
Beobachte mal die Gassigänger, die dir im Alltag begegnen, gibt es da welche, die ihren Hund auf die andere Seite nehmen, wenn sie an anderen Hunden vorbeilaufen und der Hund auch recht entspannt dabei wirkt? Die eine gute Kommunikation zu ihrem Hund halten, während sie spazieren sind und deren Hund zumindest erstmal so wirkt, als hätte er mal was von Hundeerziehung gehört (und die nicht jagen gehen!)?
Wenn dir so jmd positiv auffällt, ansprechen und fragen, ob mal ein gemeinsamer Spaziergang mögich ist. Wenn die Harmonie stimmt, dann kann daraus ja vlt eine regelmäßig stattfindende Runde werden.
Solche Spaziergänge sind so wertvoll und dafür kannst du alle Spielstunden sein lassen.

Liebe Grüße aus der unfreiwilligen Babynachtschicht
 
Dabei
5 Mrz 2023
Beiträge
257
Alter
36
#3
Hi Tanja,
es ist tatsächlich nicht immer einfach die passende Hundeschule für seine Bedürfnisse zu finden. Insbesondere bei den Welpenkursen unterscheiden sich die Hundeschulen z.T. gewaltig was das Angebot und die Qualität dessen angeht. Die einen lassen gar nicht spielen, die anderen direkt zu Beginn, andere ausschließlich usw.

Unsere Hundeschule hatte das damals - wie ich finde - recht gut gelöst. Zu Beginn ist man auf den Platz gekommen und sollte mit seinem Welpen angeleint erst einmal eine Runde drehen (Gerüche aufnehmen, bisschen runterkommen etc.). Mit Beginn der Stunde ist man dann in einem großen Kreis zusammengekommen und es wurden Fragen beantwortet bzw. ein bestimmtes Thema theoretisch durchgesprochen. Hierbei insbesondere die Hundebesitzer die Schulbank gedrückt. Die kleinen Fellknäule sollten dabei v.a. lernen sich ruhig zu verhalten und nicht gleich Vollgas zu geben mit betreten des Hundeplatzes.

Je nach Tag und Dauer der Fragerunde / Theorieteil gab es dann direkt eine Spielrunde für die Welpen. Diese wurden dann je nach Menge, Größe und Temperament in zwei Gruppen auf zwei unterschiedliche Plätze aufgeteilt. Hier hat mich v.a. gestört, dass ein Trainer unmöglich zwei Plätze / Gruppen vernünftig beobachten konnte und im Zweifel eingreifen zu können. Die Spielrunden dauerten meist wenige Minuten.

Nach der Spielrunde oder - wenn der Theorieteil relativ kurz war - vor der Spielrunde, gab es einen Praxisteil. Hier hat man dann verschiedene Bascis wie dem Hunde gemacht. Mal wurden verschiedene Hindernisse (Koordination etc.) durchlaufen, mal Basisthemen wie ein Deckentraining, Anspringen etc. mit entsprechenden Übungen behandelt.

Gespielt wurde also immer nur kurz und zeitlich meist zur Hälfte des Kurses. Nie zu Beginn und auch nie zum Ende.

Ob man das braucht und ob das sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen. Unsere Hündin hatte früher quasi keinen Kontakt zur älteren (souveränen) Hunden, sondern ausschließlich in der Hundeschule. Sie ist heute super sozialisiert und wir hatten noch keine Unverträglichkeiten mit anderen Hunden. Ich denke das Welpenspiel wird auch einen Teil dazu beigetragen haben.


Gruß
André
 

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