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Wie fange ich an?

Dabei
16 Jun 2012
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#1
Hallo ihr lieben,

wie schon in meinem Verstellungspost beschrieben, möchte ich einen Zweithund. Aber dafür will ich mir viel Zeit lassen um alles gut vorzubereiten.
Zum Hintergrund:
Ich habe mich mächtig in Aussies verliebt, habe aber zum Beispiel noch nie einen Züchter besucht, sondern kenne nur die Aussies anderer "Normal-Hunde-Besitzer".
Ich hab ganz genaue Vorstellungen wie die zukünfitge Hündin sein sollte, die dann irgendwann mal einziehen soll.
Da der Sam eher unsicher und sensibel ist, sollte es wenn möglich nicht unbedingt die sensibelste, ängstlichste des Wurfes sein. Ich bin mir zwar im klaren darüber, dass Aussies oft unsicher reagieren, aber da gibt es sicherlich auch Individuen bei denen es stärker und schwächer ausgeprägt ist.
Sie darf ruhig feuer haben und mich fordern. Ich möchte keinen Hund der nebenherläuft, ich widme meine komplette Freizeit nur Sam und würde mich freuen einen zweiten Hund zu fördern, auszubilden und zu beschäftigen.
Mit Sam übe ich Tricks, gehen zum Grundgehorsam in den Hundeverein und mache auch dort 2-3 mal die Woche Agility mit ihm.
Ich würde selbstverständlich die Welpengruppe mit einem zukünftigen Hund besuchen und danach in die Junghundgruppe wechseln. Allerdings bin ihc nicht auf Agility festgelegt und würde, wenn sich herausstellt, dass die Hündin zu sehr hoch dreht oder sonst irgendwie an Agility keinen Spaß und Freude hat. Ich könnte mir auch Fährtenarbeit, Dummys oder Tunierhundesport etc. vorstellen. Hauptsache mir und der Hündin macht es Freude.
Sie darf Hütetrieb haben aber wenn möglich in lenkbaren Bahnen. Sollte sie trotz Hundesport, aktiven Spaziergänge und kleinen Aufgaben im Haushalt nicht zufrieden sein und allzu argen Hütetrieb haben könnte ich ihr es ermöglichen auch regelmäßig an Schafen zu arbeiten.

Vom äußeren (ich weiß, man wird vepöhnt, wenn man sowas schreibt, denn dann kommt es doch immer anders) würden mir Black-Tri, blue merle und red merle gut gefallen. Aber sollte ich wirklich die Wahl haben und der Charakter muss ja passen, dann würde mein Herz für red merle schlagen.
Außerdem finde ich die schmaler gebauten Aussies einen ticken schöner, aber das soll nun nicht ausschlaggebend sein.

Nun zu meinen Fragen:
Wie finde ich den richtigen Züchter? Worauf muss man bei der Vorauswahl achten (ich meine jetzt nicht vor Ort sondern eher Dinge wie Genetik, VDH oder ASCA?,).
Wie kontaktiere ich Züchter am besten? Ich will ja nicht unmittelbar einen Hund aus dem nächsten Wurf, sondern in 1-2, wenns nicht anders passt sogar erst ind 3 Jahren. Gibt es Züchter die ihr empfehelen würdet? Ich wohne zwar in 552.. aber scheue auch keine weiten Wege um den Traumhund zu finden. Allerdings wäre es schon schöner einen Züchter in der "näheren" Umgebung ~200km zu finden, den man dann auch mal öfter besuchen könnte, seine Hunde live erlebt, sich eventuell den Hundesport anzuschauen in dem sie aktiv sind und sich vielleicht einen Wurf erst anschaut und dann wenn alles passt den nächsten Wurf in betracht zu ziehen. Dann natürlich die Welpen kennen lernen und vielleicht auch vor dem Einzug öfter mal vorbeizuschauen, falls es vom Züchter her erlaubt ist.

Könnt ihr mir gute Ratschläge geben wie ich die Sache am besten angehe?

Ganz liebe Grüße
Janna und Sambär

Ps: Falls ich im falschen Thema gelandet bin, könnt ihr es bitte verschieben? Ich wusste nicht wohin ich es sonst posten soll ;)
 

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Dabei
16 Jun 2012
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#3
Ganz einfache Sache, Sam versteht sich zwar auch mit Rüden gut, aber mit Hündinnen ist es doch nochmal was anderes.
Bei Rüden zum Beispiel haben wir den Rüden vpn unsren Nachbarn, der darf auch bei uns in der Wohnung alles und mit ihm im Körbchen liegen, aber er ist immer ein bisschen angespannt. Bei Hündinnen ist er totaler Charmeur und kuschelt, ist einfach enspannter. Deshalb dachte ich eine Hündin würde besser passen?!?! Aber ich lass mich auch gerne belehren, deshalb bin ich hier.
 
Dabei
15 Mai 2012
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#4
Hallo janna!
Erst einmal möchte ich dir sagen, dass ich es wunderbar finde, dass du dich jetzt schon gut informieren möchtest und alles bedenkst!
Zu den züchtern, es gibt beim casd und ascd Züchterinnen, sortiert nach Postleitzahl, da kannst du mal schauen wer bei dir in der näheren Umgebung ist. Wenn du dann einen Züchter kontaktierst, würde ich schnell nach den gesundheitsergebnissen der Elterntiere fragen, besonders was ed,hd, mdr1 hsf 4 und Epi betrifft. Auch würde ich gezielt fragen, wieso diese beiden Tiere verpaart wurden und was sich erhofft wird. Ein guter Züchter wird das alles gerne beantworten!! Meiner Meinung nach sollte ein gewissenhafter Züchter die gesundheutstests auch häufig wiederholen, was helfen sie einem schon, wenn sie schon 5 Jahre alt sind. Dass ein Züchter keine Merle x Merle Verbindung zulässt, setze ich voraus, sonst ist er meiner Meinung nach auch keiner!!!
Auch wird ein guter Züchter es sehr gerne sehen, wenn frühzeitig Kontakt aufgenommen wird, man darf Würfe besuchen ohne das Gefühl zu haben, man muss sich einen Welpen direkt aussuchen!
Wir hatten, bevor wir rumo aussuchten, schon lange Kontakt zu unserer Züchterin und besuchten sie zum ersten mal ca. Zweieinhalb Jahre vorher als ein anderer Wurf durch den Garten wuselte. Wir haben auch viel telefoniert bzw. Emails geschrieben, in denen deutlich wurde auf welche Charaktereigenschaften wir Wert legen und als dann "unsere verpaarung" kam waren wir von anfang an mit dabei und beim ersten Besuch haben wir gemeinsam entschieden welcher bei uns einziehen sollte. Egal was bei uns los ist, die Züchterin weiß Bescheid und wir können jederzeit fragen und wenn wir uns länger nicht melden, wird sie schon etwas "ungeduldig" :) :)
Übrigens wollten wir nie einen black tri, die haben mir eigentlich nie so richtig gefallen. Mein Herz schlägt für Blue Merle mit viel Kupfer und großen Farbflecken und red tris, aber wie man sehen kann, haben wir jetz einen black tri, einfach weil er "unser Hund" ist... Daher, man darf ja Vorstellungen von seinem Hund haben, aber letztlich muss das Herz entscheiden und nicht die Augen und später ist er eh der schönste der Welt :D
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, falls ich etwas wichtiges vergessen habe, entschuldige, aber ich werde alt :)
 
Dabei
16 Jun 2012
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#5
Hallo Manuela,

vielen dank für deine ausführliche Antwort. Trotzdem sind weitere Folgefragen aufgekommen :)
Bei den Gesundheitsergebnissen, was ist denn gut und was schlecht? Oft steht da was mit + oder - mag mir das jemand erklären oder auf die Sprünge helfen wo ich nachlesen kann was das bestmögliche Ergebnis wäre?
Wenn ich einen Züchter gefunden habe, bei dem ich sagen würde, gut den könnte ich mir vorerst vorstellen und möchte ihn kontaktieren, würdet ihr eher anrufen oder eine email schreiben? Ich finde anrufen zwar persönlicher, aber auch aufdringlicher, eine email ist unpersönlich und könnte einen falschen Eindruck hinterlassen, aber die kann man beantworten wenn gerade Zeit ist. Was ist nun besser? Oder soll ich vorsichtig per email anfragen ob ein Telefongespräch möglich ist?
Ohjee, ich tu mich da echt schwer irgendwie.

Dann noch eine Frage: Bekommt man überhaupt einen Hund bei einem guten Züchter, wenn man keinen Garten hat? Ich mein klar, mit Garten ist zwar schöner, aber ein Garten ersetzt ja keine Spaziergänge und gerade bei einem Welpen sind ja die Eindrücke wichtig, auch wenn man nicht großartig herumläuft oder weite Wege zurücklegt. Ich scheue mich, wie auch beim Sam auch schon, natürlich nicht den Welpi X-mal am Tag 150m zur nächsten Wiese (Mainufer) zu tragen. Aber muss ich befürchten ohne Garten keinen Hund von einem guten Züchter zu bekommen?
 
Dabei
16 Jun 2012
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#6
Hmm ich sehe grad mit dem Titel "Wie fange ich an" im Bereich Zucht könnte man denken, dass ich züchten will, das ist auf KEINEN Fall so, nicht, das das jemand denkt. Aber vielleicht könnten die Mods ja den Thread verschieben? ICh würde auch den Titel ändern, aber ich weiß nicht wie/ob das geht.
 
Dabei
16 Mrz 2010
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#7
Zu deiner Frage bezüglich - / + : das ist einmal der MDR 1 http://www.vetmed.uni-giessen.de/pharmtox/mdr1_defekt.php
und HSF4 http://www.otherland-aussies.de/Otherland_Aussies/HSF4.html

hier mal ein Link über die Erbkrankheiten beim Aussie:

http://www.ashgi.org/articles/health_surveys_dirty_doz_german.htm

Bei der ersten Kontaktaufnahme würde ich wohl zur Email tendieren denn da hast du mehr Zeit zu überlegen welche Fragen du vorab stellen möchtest und hast dann die Antwort schwarz auf weiß ;) nach dem Emailwechsel kann ja dann gern ein Telefonat bzw. ein Besuch folgen.

Sicher bekommt man einen Welpen auch ohne Garten (obwohl der grad bei Welpen in der ersten Zeit ganz schön praktisch ist), unsere Züchterinnen haben uns Enya und Merlin ohne Bedenken anvertraut, da wohnten wir noch in einer Wohnung, hatten aber schon in Planung, ein Haus mit Garten zu suchen. Also mach dir da mal keine Sorgen, das ist sicher kein ko-Kriterium!
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#9
Hallo Janna! :)

Wir haben auch keinen Garten und mal ganz ehrlich? Was hat denn ein Garten für einen Aussie für eine Funktion, ausser das er da ganz entspannt reinpinkeln kann (wenn er denn überall darf)???? Meistens hat er nicht mal ne schöne Aussicht, da die Gärten ja "abgeschottet" werden. :D Ich hab nix gegen Gärten, aber das als "KO-Kriterium" zu befürchten .... bei so einem Züchter würde ich eh keinen Hund kaufen. :p
Loki ist da, wo ich bin .... er liegt gerne direkt zu meinen Füßen - ob unsere "Terassentür" offen ist oder nicht. Wir haben eine Kellerwohnung mit einer Terassentür zu einem kleinen Freisitz, wo ich im Frühjahr oft die Tür offen stehen habe, damit unsere Katze Leila bisschen frische Luft schnuppern kann. Loki legt sich dann auch mal raus und pennt in der Sonne, aber er bleibt immer unten liegen, damit er auch ja nicht verpasst, wenn ich mich bewege. :)


Liebe Grüsse,
Linda
 
Dabei
12 Jun 2011
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#10
ich seh das auch so mit dem Garten, ist zwar schön einen zu haben, bes. wenn der Welpe einzieht, aller 2h auf die Wiese, genial, auch nachts im Schlafzeug, aber die Spaziergänge ersetzt es nicht. Auch spielen tut er nicht alleine. Wallace hat einen Agiparcour, da wir einen gr. Garten haben, für zwischendurch, oder wenn mal weniger Zeit war für die Runde.
Alleine geht er auch nicht über die Hürden.

Sollte das ein Züchter verlangen, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Ich persönlich habe Wallace aus einer Hobbyzucht und habe damals keine Ahnung von Erbkrankheiten ec. gehabt, hab aber die Elterntiere gesehen und hoffe "Schwein" gehabt zu haben, in Bezug auf HD, Augen, Epil u.a.
Jetzt bin ich natürlich auch schlauer, nochmal passiert mir das nicht. hab sozusagen auch keine Ahnung wie man vorgeht, darum ist das für mich auch interessant
 
Dabei
15 Mai 2012
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#11
Hey Janna
Du wir haben auch nicht direkt einen Garten. Wir wohnen auf dem Land und neben unserem Haus gibts nur Feld, Wald und Wiesen, aber da darf er natürlich auch nicht alleine rumspielen. Dem Hund ist es, denke ich, egal wie und ob mit Garten wohnst, hauptsache Du kannst mit ihm schön spazieren und ein bisschen abwechslung reinbringen...
Das sieht glaube ich ein Züchter genauso.
 
Dabei
16 Jun 2012
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#12
Puh danke für eure Einschätzung. Ich habe nun immer wieder gelesen, dass viele nicht nur Züchter, sondern auch Tierheime und andere Tierorgas Hunde nur an Haushalte mit Garten abgeben. Ich hatte echt Angst, dass mein Traum daran scheitert und dass vor allem Züchter niemanden ohne Garten in betracht ziehen.

Ich habe da noch eine Frage: Welche Rudelgröße eines Züchters findet ihr noch aktzeptabel?
 
Dabei
15 Mai 2012
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#13
Hmm, das ist eine schwierige Geschichte!
Ich persönlcih würde das wieder nicht an den einzelnen Tieren festmachen, sondern wie der Umgang mit ihnen ist. Kann der Züchter also gewährleisten, dass jeder Hund "auf seine Kosten" kommt, sind sie gut erzogen, wie ist der Umgang der Tiere untereinander, also kann der Züchter ein großes Rudel überhaupt führen? Nicht zuletzt wie sind die Bedingungen für das Rudel, haben sie genügend Raum für sich und ausreichend Schlafplätze, ist es trotz mehrerer Hund im Grunde sauber (ich schreibe "im Grunde", weil jeder weiß wie das ist, frisch geputzt, aber klein rackerchen musste unbedingt mit dreckverschmierten pfoten rein :D :D) etc. etc. Wenn man mal bedenkt wie viele Hunde Musher so haben...
Darauf würde ich achten, wenn also jemand mit 10 Hunden locker zurecht kommt, es den Hunden gut geht und allesamt toll sind, dann würde ich den definitiv vorziehen als jemand mit bspw. 5, da aber an seine Grenzen stößt. Du weißt bestimmt auf was ich raus will... :D :D
Liebe Grüße!!
 
Dabei
31 Jul 2012
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#14
Wir haben gar nichts gegen Welpenkäufer ohne Garten. Erfahrungsgemäss machen die meistens sehr viel mehr mit ihrem Hund :)
 

*Loki*

Lokimotive
Dabei
16 Mai 2011
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#15
Ach .. zur Rudelgröße. Das sehe ich so wie Manuela auch!!!
Wenn eine einzige Person sich um 5 Hunde ordentlich kümmern möchte, dann finde ich das durchaus eine echte Herausforderung!
Wenn eine FAMILIE, mit zwei halbwegs erwachsenen Kindern, Vater und Mutter 5 Hunde hat, sieht das für mich schon anders aus. Zwei Kinder, die mit Hunden aufgewachsen sind, den tiergerechten Umgang damit von klein auf gelernt haben, die können doch durchaus in der Lage sein, einen "eigenen" Hund zu haben und sich um diesen besonders zu kümmern. Bleiben noch drei für Vater und Mutter .... Das kommt sicherlich kein Hund zu kurz.

Manche Menschen sind mit EINEM Hund überfordert, andere kommen auch mit vier oder fünf Hunden noch gut zurecht. Ich frage mich bei EINER Bezugsperson für so viele Hunde halt immer, wie das mit der "Einzelförderung" aussieht.

In den USA gibt es Züchter, die haben 20 oder mehr Aussies und dort würde ich TROTZDEM jederzeit einen Welpen kaufen. Einfach weil dort 3 Generationen unter einem Dach wohnen, die Hunde alle eine Aufgabe haben und jeder einzelne Hund gebraucht wird. Ich denke, bei einem persönlichen Gespräch wird man schnell merken, ob ein Züchter sich um all seine Hunde kümmert oder nur um die "derzeitigen Lieblinge". Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn ALTE Hunde ständig weitergereicht werden - Ausnahmen bestätigen die Regel. :)
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#16
Das kann ich so unterschreiben. Es kommt immer auf den individuellen Fall an
 

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