also ich schließe mich frau rossi und gundi absolut an. Ich muss zugeben das ich auch übermotiviert war als mein aussie bei mir einzog und tausend methoden am liebsten in eine verpackt hätte. oder lange versucht hab mit party machen bei mir zuhalten. Ich mach das teilweise heute noch, spielchen einbauen.
Aber mal ganz ehrlich, zurzeit frage ich mich auch ob es das ist und ich finde es wird zu viel tam tam um alles gemacht wenn man mal drüber nach denkt... was wir uns unseren hunden anpassen??!! mal party hier, mal zum affen mach da, spielzeuge dummy pfeife futter wasserflasche quietschi bewaffnet fort und da ist nur die hälfte erwähnt... irgendwo kanns das ja nicht sein? sicherlich unterstützen die im rahmen aber mir wird es langsam zu blöd ständig meinen Hund zu bespassen das er nicht auf dumme Gedanken kommt oder übungen einzubauen. MAL ja aber IMMER? NEIN!
Ich kann nur von meinen persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen erzählen:
ich erinnere mich an meine Kindheit - ich bewundere in dem Punkt bis heute meine mama, 4 Hunde hatten wir - zwei Terrier, ein Hovawart, ein Herdenschutzhund. Der Herdenschutzhund war dann alt und ist gestorben aber es waren trotzdem noch drei.
Meine Mama war Erziehungsperson für die Hunde ganz klar. Und sie hatte alle (obwohl auch nicht einfach) komplett unter kontrolle und das komplett ohne hundeschule, ohne tam tam - nur mit ihrer person. Und alle waren zu 90 % ohne leine.
Meine Mama hat weder früher, noch heute - sich mit anderen Dingen interessant gemacht. Ich glaub sie würd nicht mal auf die Idee kommen

- und dieses "einfache" ist schon wieder toll
Sie hat sich auch nie Gedanken über die Erziehung gemacht,
"von wegen wie hört er am besten, wie klappt der rückruf am besten, wie läuft er am besten an der Leine, wie viel leckerlies stecke ich heute ein, brauche ich einen ball für unterwegs"...
Ich kann mich nicht daran erinnern das je ein Hund gezogen hätte, und sie war immer mit drei Hunden spazieren, mit drei hunden im urlaub, teilweise mit drei Hunden mal durch die Stadt, die Hunde die meinen mama großgezogen hat waren umkompliziert hoch zehn, und das in allen lebensituationen - unsere hunde waren alle super verträglich - waren immer dabei - sie hatte nie probleme mit ihren hunden. Bei Ihr gabs einfach Regeln für uns Kinder und auch für die Hunde und die galten, fertig.
Sie hat noch nie, nicht mal einen Gedanken darüber verschwendet ob die methode jetzt richtig ist oder ob es doch eine andere gäbe die vielleicht besser fruchtet, für sie war die regel so und fertig.
Und hier steckt in meinen augen das Geheimnis!
Ihr jetziger hund ist auch wieder so hammermäßig, er ist jetzt 2 jahre und hat sich zu einem traum entwickelt. Und alles wieder einfach nur durch liebevolle strenge und konsequente erziehung, ich glaub nicht das meine mutter überhaupt wüsste was ein dummy ist

Und wenn ein Hund mal auf abwegen kam und er kam zurück - ja da wurde AUCH MAL geschimpft - (auch wenn es immer überall heißt loben)
Meine mama war schon immer unheimlich konsequent mit einer gewissen strenge aber dabei auch unheimlich liebevoll,
Ihre hunde hatten schon immer die volle Freiheit.
Sie hat auch die hunde sehr geliebt aber ich würde behaupten ALLE Hunde die sie je hatte haben sie immer ein stück weit mehr geliebt.
Und vorallem MEIN Aussie ist bei meiner mutter unheimlich nett, egal ob im freilauf oder zuhause, sie fragt mich immer was ich für probleme habe *gg*
- er schmachtet sie regelrecht an und weiß genau welche regeln dort gelten, obwohl sie es ihm
NIE!!! beigebracht hat, das war einfach so da von anfang an, ..... körpersprache? ausdruck? geradlinigkeit die die Hunde sofort spüren ob vorhanden oder nicht!
Klar ist nicht jeder mensch so, ich übrigens auch nicht - ich zweifel oft an mir was ich tue oder nein nennen wir es eher überdenken ob richtig oder nicht und genau hier ist der knackpunkt.
ABER definitiv regt es zum nachdenken an, finde ich, um mehr an uns zu arbeiten, mehr an unserem ausdruck und an unserer geradlinigkeit, wir wissen doch wer wir sind, wir wissen doch im grunde was wir wollen? wir wollen ja auch nicht das er die couch anbeißt das sagen wir doch auch ohne nachzudenken was besser wäre ?
Vorraus denken oder in Situationen anleinen mache ich mit meinem in der pubertät jetzt auch noch oder mal einen reiz umlenken aber ich erzähle das mal um allgemein mal das thema zu überdenken und meinen Eindruck zum Thema abhauen, rückruf, aufbau etc. Hoffe es ist jetzt nicht zu langatmig.