Aussie freut sich über alles und jeden

Dabei
8 Apr 2020
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#1
Hallo zusammen,

unser 4 1/2 Jähriger aussie Rüde Charly freut sich sehr über andere Hunde und Menschen. Wenn ich z.B spazieren gehe und sein Kumpel Leo (Labrador) entgegen kommt, freut er sich sobald er ihn sieht über Hund und Besitzer sehr. Auch wenn wir nur auf die Besitzer ohne Hund treffen, freut er sich und fängt schon an zu fiepen. Ich habe ihn Sitz machen lassen, doch je näher wir ran kommen, desto lauter wird der Hund. Ich kann mich noch nicht mal unterhalten, dass braucht eine Weile bis er ruhig ist.Das macht er bei vielen, aber nicht bei allen

zweites Beispiel Zuhause: wenn ich mit meinen Eltern Zuhause bin und jemand klingelt (nicht bei jedem) flippt er aus vor Freude. Ganz besonders wenn mein Freund kommt. Er ist stürmisch, laut und fiept. Wenn ich ihn festhalte und Platz machen lasse, quengelt er laut. Mein Freund macht auch schon nichts.

Wir hatten es eigentlich immer ganz gut gemacht, aber in letzter Zeit funktioniert es nicht mehr so gut.
Hat jemand Tipps, wie ich den Hund dazu bekomme, dich nicht über alles und jeden zu freuen bzw. ruhiger zu bekommen? Er kann sie ja begrüßen, aber nicht so wild!
Danke!
 
Dabei
6 Jul 2017
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#2
Hallo,

aus der Ferne ist es leider schier unmöglich zu beurteilen, was Charlys Motivation hinter der Aufregung ist. Am Besten sollte ein erfahrener Trainer bei euch vor Ort draufschauen und euch für ein Training anleiten.

Mein Aussierüde ist ein Jahr jünger als Charly und ziemlich temperamentvoll. Auch er neigt dazu, bei Besuch hochzufahren, rumzuwuseln und laut zu werden. Bei ihm ist das aber keine Freude, sondern Überforderung, er verträgt die Freude und Erwartungshaltung der Besucher nicht ;) Für meine Besucher gilt daher die Regel, den Hund nicht anzuschauen, anzusprechen oder gar anzufassen. Wenn ich Besuch erwarte, hat Nanouk eine leichte Leine am Geschirr. Ich öffne die Türe und lasse den Besuch rein, Nanouk darf sich im Hintergrund aufhalten und der Besuch geht mit mir dann in die Küche/ins Wohnzimmer. Anfangs ist der Hund noch kurz aufgeregt aber er fährt viel schneller runter als früher, sofern sich der Besuch an die Regeln hält. Wenn ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, darf er dann selbstverständlich auch Kontakt zu den Besuchern aufnehmen und gestreichelt werden. Aber ehrlich gesagt sucht er den Kontakt meist überhaupt nicht.

Das ist unser Weg, damit umzugehen aber wie eingangs schon erwähnt, kann die Motivation von Charly eine ganz andere sein und das Training muss individuell auf euch abgestimmt werden :)
 
Dabei
8 Jul 2017
Beiträge
334
#3
mein verstorbener Hund war ungeduldig in seiner Art.
Uns hat geholfen es mit "Übungsmenschen" zu üben, draußen habe ich zig Leute angesprochen anfangs nach der Uhrzeit gefragt. Hat dies dann geklappt ... später nach dem Weg gefragt, da war dann schon mehr Geduld gefragt, weil Fraule dann auch mal nachfragen musste. Immer soweit ich das Gefühl hatte das geht noch, nie so, dass ich selber in Stress kam. Auch der Hund nicht, Uhrzeit abfragen ist so ne kurze Zeitspanne schaffen sie eigentlich gut.

Daheim das selbe, Nachbarschaft gebeten, doch mal kurz zu klingeln, da kam dann nicht mal wer ins Haus. Klingeln, keine Reaktion nix, wir blieben in der Handlung die wir eben gemacht haben. Später dann mal einfach kurz reingeschaut, im Treppenhaus gesprochen. War für den Hund iw nicht mehr interessant im Treppenhaus jemand zu hören. Es bringt enorm viel wenn man solche Situationen einfach mal stellt, nicht für den Hund, für sich selbst um ne Handlungskette abzuspulen.

Wir haben halt auch Gäste die keinen Hundenase bei sich brauchen. Denen ist das wurscht ob der sich freut ... keine Ahnung ob das so der goldene Weg ist, uns hats so enorm viel gebracht.
 

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