Hallo Fred ...
Okay, dann beantworte ich dir deine Fragen doch nochmal etwas genauer:
Wir haben einen großen Garten und ein Haus, in das der Hund jederzeit hinein kann.
Ich frage mich immer, was ein großer Garten mit Haus aussagen soll ... Wir leben mit unsrem Loki in einer 65m²-Wohnung OHNE Garten, mit einem kleinen Freisitz davor. Er hält sich dort auf, wo wir sind. Sind wir drinnen, ist er drinnen, sind wir draussen auf dem Freisitz, dann ist er auch gerne draussen. Aber IMMER in unserer Nähe.
Mit zwei Kindern bekommt er jede Menge Aufmerksamkeit.
Aufmerksamkeit? Hmmm, er wird wohl eher von den Kindern "gestresst".

Der Hund sollte definitiv DEIN Hund sein, nicht der Spielgefährte der Kinder. Ein Aussie KANN ein ganz toller Kinderfreund sein, wenn die Kinder verantwortungsvoll mit ihm umgehen. Viele Aussies auf Farmen sind ganz tolle Kinderbespaßer und -aufpasser (zumindest liest man das immer und ich schenke dem auch Glauben), aber sie haben ja nicht den ganzen Tag nur die Kinder um sich rum. Ich denke, die Aufmerksamkeit braucht der Hund (zumindest im ersten Lebensjahr) hauptsächlich von DIR und nicht von den Kindern.
Wir wollen einen Hund, der spielen und Körperkontakt mag, keinen 'Hausbeschützer'.
Ein Aussie mag Körperkontakt - klar. Aber er ist definitiv auch ein großartiger Hausbeschützer!

Einen Aussie ohne Schutztrieb wird schwer zu finden sein. Ich habe selten gehört, dass ein Aussie so absolut NICHT anzeigt, wenn Fremde das Haus/die Wohnung/das Grundstück betreten. Es ist ja mal wurscht, ob er da jetzt freudig wedelt, bellt oder sogar knurrt ... er bemerkt es!
Ich habe vor einigen Jahren in den USA mit teilweise 15 Aussies zusammen gelebt und es geliebt! Es sind meine absoluten Lieblingshunde.
Verstehe ich immer noch nicht so ganz ... 15 Aussies zusammengelebt und KEINE Ahnung, was das für Hunde sind? Wo warst du denn da? Wie waren diese Hunde denn? Wieso hast du dort mit ihnen zusammengelebt, aber dich nicht näher mit ihnen beschäftigt? 15 Hunde sind ja nicht so ganz gewöhnlich, aus irgendeinem Grund müssen die Besitzer ja 15 Aussie gehabt haben.
Ich habe nicht vor, den Hund in irgendeiner weise auszubilden, es soll einfach ein Familienhund sein.
Einen Aussie einfach nur "Familienhund" sein lassen finde ich absolut schade und der Rasse auch nicht gerecht. Ihr solltet schon zumindest eine aktive Familie sein, die gerne ihre Freizeit in der Natur verbringt, nicht im Haus. Einen Aussie tagein tagaus nur zwei-/dreimal um den Block zu führen halte ich für eine Verkennung der Rasse. Da sehe ich den Sinn darin nicht, unbedingt einen Aussie zu wollen.
Was fasziniert dich denn so an der Rasse? Ich finde, deine Frage passt so gar nicht zum Aussie .... was ich total komisch finde.
Wenn die kids (4 und 7) gut mit dem Tier klar kommen, kann es auch gerne noch einen zweiten aussie geben.
DAS ist oft so! EIN Aussie ist KEIN Aussie!
Denkt ihr, das würde hin hauen?
Kann ich mir gerade irgendwie nicht so gut vorstellen ... tut mir leid. Ich meine, es gibt natürlich Züchter der Showlinie, aber auch deren Aussies werden häufig in irgendeiner Art ausgebildet. Aussies sind Besuchshunde, Therapiehunde, Behindertenbegleithunde, aktiv im Obedience, Agility, Flyball, Herding, Treibball, Discdogging, THS, etc., sogar im Schutzdienst! Erst, wenn ein Aussie in irgendeiner Weise eine Aufgabe bekommt, sieht man doch, was für eine tolle, vielseitige Rasse es ist. Ein Aussie ohne Job ist nicht faszinierend, der tut mir meistens leid. NICHT, dass es nicht viele Aussies gibt, die sicher auch OHNE Job glücklich und zufrieden sind, aber ICH persönlich mache eher die Erfahrung, dass wenn ein Aussie eben NUR Familien- oder Nebenbeihund ist, dass er irgendwann Macken entwickelt, träge wird und/oder
kein Leuchten mehr in den Augen hat.
Gibt es in Deutschland noch Züchter mit stummelschwanz-linien? Das abkappen ist ja verboten, aber wenn es angeboren wäre, würde ich das seeeehr bevorzugen.
Kupieren ist verboten, was ja auch richtig und gut so ist. Natürlich gibt es aber immer mal wieder in Würfen Welpen mit natürlichen Stummelruten, d.h. alle möglichen Rutenlängen von fast nicht sichtbar, über halblang bis zu einer dreiviertellangen Rute. Warum würdest du das denn bevorzugen? Weil die 15 Aussies in den USA keine Ruten hatten? Hast du bereits Aussies mit Ruten kennengelernt oder nur auf Fotos gesehen?
was kostet ein guter Welpe bei einem seriösen Anbieter?
Anbieter???? Einen Züchter meinst du? Was bedeutet denn für dich GUT und SERIÖS? Bei einem seriösen Züchter ist jeder Welpe gleich GUT.

Das du einen "GUTEN" Aussie mit (seriösen) Papieren nicht für 500€ bekommst, sollte dir klar sein ...
Und ich mag große Hunde, die auch spielen mögen, aber zB einen golden re. würde ich nicht unbedingt ins Haus holen.
Ein Aussie ist DEFINITIV kein großer Hund .... zumindest nach meinen Vorstellungen. Die meisten Aussie bewegen sich so um die 55cm, das ist gerade mal Kniehöhe .... Ein Aussie wird schnell zum "Ball-Junkie", falls du das unter SPIELEN verstehst. Das ist aber eher NEGATIV, als positiv!!! Ein Golden Retriever spielt in dem Sinne genauso gerne wie ein Aussie, wenn du dir da (genauso wie beim Aussie) den richtigen Züchter aussuchst. Was stört dich denn am Golden Retriever? Ich kenne da sehr aktive Exemplare, gutmütig, aber nicht träge/faul/fett und absolut leichtführig.
Alles in Einem .... Informiere dich auf Züchterseiten und durch Lektüre eines guten Buches erstmal über die Rasse. Lies dir den Standard durch, wäge ab.
Ein Aussie ist ein wundervoller Weggefährte, wie du ja bereits festgestellt hast, aber er ist kein "Nebenbei-Hund"!