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Bei Hundebegegnungen tickt er aus

Dabei
10 Mrz 2014
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#1
Ich weiß, dazu wurde schon viel geschrieben; ich habe auch einige Beiträge durchgelesen, aber manchmal glaub ich wirklich, dass bei meinem Yuma (8 monate) ein Schalter umgelegt wird.
Vlt. hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir. - Ich versuche mal in Kurzform zu schreiben, damit es nicht so lang wird.

1. Hundeschule mit 9 Wochen. Dort war ein langes Welpenspiel angesagt. Eine halbe Stunde spielen, eine Stunde üben, noch mal eine halbe Std. spielen und noch mal eine halbe Stunde Üben. Ich persönlich fand es schon zu lange, da die Hunde zum Schluss nur noch unruhig waren. Meiner war immer total aufgedreht und war auch kaum zum Auto zu bringen. Erst dort schlief er dann in der Box ein. - diese HuSchu verließ ich dann, als er 5 Monate alt war, denn es wurde immer mehr mit dem freien Spiel und die Junghunde schaukelten sich in einem oft 45 minütigen Spiel richtig hoch. es wurde gerüpelt, gebellt und gejagt. - Andere Hunde waren für ihn Spielkameraden. Egal wo wir sie sahen.

Dann wechselte ich in eine andere Hundeschule, da ich dieses Verhalten nicht mehr gut fand. Wenig Neues gelernt, dafür meinte mein Hund, dass er mit jedem anderen Hund den wir beim Spaziergang sahen genau so fetzten konnte wie in der HuSchu. Am Anfang machte ich es so mit der Ablenkung wie in der HuSchu gelernt, aber er wurde zum Teil richtig aggressiv gegen mich. Ich zog an der Leine, er zog dagegen. Ich hielt ihn am Geschirr, weil ich kaum noch halten konnte und er hängte sich richtig rein. Ein Vorbeikommen an anderen Hunden gab es nicht. Zickzack laufen, oder Kehrtwende; es brachte nichts er wurde dadurch fast aufgekratzter.

Dann die 2. Hundeschule mit 5 Monaten. Dort wehte ein total anderer Wind. Das krasse Gegenteil.
schon bei der Begrüßung wollte er zu den anderen Hunden und zog. Die Trainerin sagte "Steh auf die Leine" und pass auf. Dann bekam er die Wasserflasche zu spüren. So ging das dann ne viertel Stunde bis er ruhiger wurde.
Dann wurde 5-10 Min. gespielt und da verhielt er sich ganz normal. Also er rüpelte nicht, sondern war freundlich. Dann wieder anleinen und der Spaß begann von vorne. Wieder der Zug zu den anderen Hunden. Als er dann zur Einzelübung kam machte er alles wie wir das bisher gelernt hatten. - So ähnlich verliefen dann die nächsten Stunden. Manchmal wollte ich nach 5 Min. auf dem Platz am liebsten wieder nach Hause.
Irgendwann zeigte die Trainerin den flankengriff und da jaulte er richtig auf. Danach war er geknickt.
Beim letzten Besuch lief es folgendermaßen ab: Wir gingen zur Halle und er zog wieder zu den anderen Hunden, aber diesmal ging es schon besser. Ich stoppte immer wieder bis er normal ging, aber nach 3 Schritten wieder heftig Zug auf die Leine. So gingen wir dann zur Halle und kamen als letztes dort an. in der halle fing er wieder an zu den anderern Hunden zu ziehen, da nahm ihn die Trainerin und ging vor die Tür. Als er zurück kam sah ich, dass er richtig Stress hatte. Rote Augen und hechelnd. Doch er zog wieder zu den Hunden, auch bei ihr. Also noch mal raus vor die Tür und dann wieder rein. Spielen durfte er dieses Mal nur an der Schleppleine und dann gingen die Übungen los und ich kannte meinen Hund nicht mehr. Er röchelte, er schaute mich mit roten Augen an, er war zu nix fähig. Wir standen nur in der Ecke und übten "Ruhe". Als er mit der Einzelübung dran war machte er es ganz locker. "Platz auf Entfernung und bleib"... er lief nicht davon. Er machte es so, wie ich es immer auf dem Feld übe. alles ohne Leine. - Kaum war er an der Leine hechelte er wieder.
Nun frage ich mich wirklich was los ist und wie ich weiter mit ihm üben kann. Wir kommen an keinem Hund vorbei ohne zu Zerren und bellen. Die Trainerin sagte, dass ich ihn auf keinen Fall mit anderen Hunden spielen lassen soll, weil ihn das hoch putscht. auch keine Ballspiele. Daher übe ich mit ihm viel Ruhe, viel Mental. - Es ist ja auch so, dass er wirklich gut folgt, aber nur wenn ich mit ihm alleine bin und ohne Ablenkung. Er läuft brav bei Fuss und wenn er mal leicht zieht bleibe ich stehen und er kommt automatisch zurück an meine Seite. Da ist er schon auf mich fixiert, aber wenn ein anderer Hund kommt bin ich nicht da für ihn. Da kann ich Zickzack laufen, Ablenken, nichts hilft. Heute ist er abgesessen und hat den entgegen kommenden Hund angestarrt und war total starr und steif. als er auf unserer Höhe war lies er einen Satz zur Seite und wollte zu diesem springen. Party machen. -
Also ob die Hundeschule so ideal ist weiß ich inzwischen auch nicht mehr. wir stehen da beide unter Stress und nix klappt dann.

Für mich ein schwieriges Thema, da er wirklich ausschaltet, wenn er andere Hunde sieht. Weder ich, noch Leckerli noch Spielzeug sind da für ihn interessant. Er blendet das tatsächlich total aus.
:(
 

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Dabei
22 Sep 2014
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#2
Guten Morgen Jutta,

also, ich würde sofort die Hundeschule wechseln!

Zum einen merkt der Hund ganz genau, wenn du dich selbst in der HuSchu unwohl fühlst. Zum anderen geht die Wasserflaschenmethode in diesem Fall ja mal gar nicht!! Hundebegenungen sollen ja nicht negativ aufgebaut werde! Otis fing mit ca. 3,5 Monaten auich an zu anderen Hunden zu ziehen, wenn er an der Leine war (Hintergrund: in der HuSchu dürfen die Hunde, während wir noch warten, NICHT an der Leine andere Hunde beschnuppern; daran halten sich aber manche Besitzer nicht, sprich: Otis hatte irgendwann gelernt, dass man auch an der Leine andere Hunde begrüßen darf). Mein Trainer hat mir dann den Rat gegeben: zieht Otis hin, ein böses Nein und dann freudig an den anderen Hunden vorbeigehen. Oder Kerhtwende nach links und leicht mit den Knien abdrängen. Bisher läufts ganz gut und wir können eigentlich ganz gut an anderen Hunden vorbeigehen.

Mein Trainer hat Otis (nach meinem Einverständnis!!) auch schon mal maßgeregelt: angeknurrt und als Otis meinte, er könnte trotzdem weiter rumpöbeln: einmal auf den Rücken gedreht (was in diesem Fall absolut angemessen war) und zack! Alles war gut! In dieser Situation hat es gepasst, schließlich hat er keinen Menschen anzupöbeln, wenn man ihn korrigiert. Aber die Wasserflaschenmethode in Bezug auf andere Hunde anzuwenden?!!! Damit legt man den Grundstein, dass der Hund assoziiert" Andere Hunde sind unangenehm".

Mein Hund hat nach der Maßregelung keine roten Augen gehabt und auch (nach dem er beschwichtigt hat) keine Anzeichen von Stress gezeigt.

Ich würde die Hundeschule sofort wechseln!
 

Skjona

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Dabei
30 Jul 2012
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#3
Also ob die Hundeschule so ideal ist weiß ich inzwischen auch nicht mehr. wir stehen da beide unter Stress und nix klappt dann.
Hundeschule ja! DIESE Hundeschule nein!

Wasserflasche kann in einigen Fällen richtig eingesetzt schon auch unterstützend helfen, um ein unerwünschtes Verhalten
zu unterbrechen, wenn sich der Hund davon anders nicht abbringen lässt und es gibt viele (mich eingeschlossen) die damit
gute Erfolge erzielten. ABER in eurem Fall bzw. in den von dir geschilderten Situationen die Wasserflasche zu benutzen
halte ich für gänzlich falsch! Das einzige was Yuma damit lernt ist -> Hundeplatz ist schei**, andere Hunde sind schei**!

Auch, dass die Trainerin mit ihm alleine vor die Tür ging und er dann sichtlich verstört bzw. gestresst zurückkam,
ist ein absolutes Unding! Ich würde meinen Hund auch niemals unbeaufsichtigt mit einer Trainerin alleine lassen,
die ich selbst noch nicht gut kenne und der ich nicht absolut vertraue. Eine Hundeschule (gerade in dem Alter und
gerade bei diesem Problem) jetzt komplett zu umgehen und auch sonst jeglichen Hundekontakt bzw. -begegnung zu
vermeiden (was viele ja dann unbewusst machen um den Problemen aus dem Weg zu gehen) ist aber natürlich auch
der falsche Weg und macht es höchstwahrscheinlich nur noch schlimmer. Allerdings solltest du dir eine wirklich
gute Hundeschule suchen, in der du dich gut aufgehoben und mit deren Trainingsmethoden wohl fühlst :)
 
Dabei
15 Mai 2014
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#4
Such dir ganz schnell eine andere Hundeschule.
Das einzige, was der Hund hier lernt ist, dass es Schmerzen und Stress bedeutet, wenn er zu anderen Hunden hin möchte. Irgendwann hast du einen völlig verunsicherten Hund, der dann, wenn du Pech hast, Aggressionen gegen andere Hunde entwickelt. Und dann hast du ein viel schlimmeres Problem.
Außerdem verliert er völlig das Vertrauen in dich, wenn du ihn der Trainerin übergibst, die ihn dann vermutlich nicht gerade sanft, außer Sicht von allen, maßregelt. Du bist dafür da ihn zu beschützen. Ich würde meinen Hund niemals jemanden überlassen, der dann zum Bestrafen nach draußen geht, damit ich nicht sehe, was sie macht.
Ich halte auch nichts davon, einem Junghund sämtliche Hundekontakte zu verwehren und ihn sich nicht mal austoben zu lassen. Natürlich muss man das an der Leine laufen separat üben. Der Hund muss lernen, Vertrauen und Respekt dir gegenüber aufzubauen. Das klappt aber nicht mit Gewalt. Vom Ballspielen mit Junghunden halte ich allerdings auch nicht so viel. Das puscht den Hund wirklich ziemlich schnell auf.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#5
Aber ganz schleunig! Man kann immer nur wieder m. d. Kopf schütteln, was es für HS da draußen gibt!
Wobei ich jetzt Dein Verhalten auch erstaunlich passiv finde... Das ist DEIN Hund u. nicht der der HS! Mit meinem Hund würde keine fremde Person außer Sicht damit vor die Tür gehen u. was weiß ich damit mit veranstalten! U. Sprühflasche bei einem Welpen einsetzen? Bei einem Welpen!!! Was wollen die eigentlich später machen, wenn ein nicht mehr so schnell zu beeindruckender Welpe an der Leine ist, sondern ein selbstbewußter junger Rüde??? Das ist doch wie mit Kanonen auf Spatzen schießen!

Für Dich Jutta bleibt jetzt nur eines: das ganze Thema Leine noch mal ganz von vorne aufzubauen u. Dir schon mal bewußt zu machen, das das ganze Training jetzt deutlich länger in Anspruch nehmen wird, denn Dein Hund hat die Leine nun alles andere als positiv verknüpft u. vielleicht wird er sein Leben lang in Stressituation in dieses Verhalten zurückfallen.
Ich hoffe, Du findest eine kompetente HS oder einen guten Trainer, der m. Dir u. Deinem Hund das Leinentraining + Hundbegegnungen noch mal ganz von vorne u. in kleinen Schritten aufbaut.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#6
Mein Jerry Lee ist / war auch so einer.
Was mir wirklich geholfen hat, waren unsere Gruppenstunden, in denen wir so Begegnungen übten. Da unsere Huschu keinen Platz hat, finden diese Stunden immer auf irgendwelchen Wegen statt (meist beim TH). So hatten wir natürlich das Glück, dass da immer wieder fremde Hunde vorbeiliefen.
Ich würde nach einem anständigen Trainer suchen, der dich mal auf den Spaziergängen begleitet. Nur so kann man sehen, wie es dem Hund und dir dabei geht, wie und ob der Hund auf das reagiert, was du tust und was du anders machen musst.

Heute ist er abgesessen und hat den entgegen kommenden Hund angestarrt und war total starr und steif. als er auf unserer Höhe war lies er einen Satz zur Seite und wollte zu diesem springen. Party machen.
In dem Fall zb warst du viel zu spät. Sein Verhalten beginnt viel, viel früher. Und je eher du das unterbrichst, umso leichter wird es für euch beide. Das Verhalten beginnt schon, wenn ihr den anderen Hund seht, da musst du SOFORT was unternehmen, damit er in dieses Starren erst gar nicht reinkommt und sich da reinsteigern kann.
Auch gilt dieses Fixieren unter Hunden als extrem unhöflich und der andere Hund kann u.U. da schon mal etwas aggressiv reagieren.
Da stellt sich mir die Frage, ob dein Hund wirklich immer Party machen will, oder ob er nicht auch ein wenig rumpöbelt......Jungschnösel halt.....Grenzen testen usw.

Ein ganz wichtiger Grundstein, damit man entspannt an anderen Hunden vorbei kommt, ist die Orientierung an der Leine. Damit meine ich nicht, dass der Hund neben dir laufen und dich anhimmeln soll, sondern, dass er an lockerer Leine mitläuft und mental bei dir ist.....sich an dir orientiert.
Das könntest du erstmal ohne viel Ablenkung üben. Wenn du denkst, dein Hund ist mit anderen Dingen beschäftigt (an der Leine), kannst du folgendes machen (aber bitte nur mit lockerer Leine, die darf nicht ganz straff sein):
stehenbleiben - bleibt der Hund mit dir stehen und schaut dich an - umdrehen und in eine andere Richtung gehen. Dabei nichts sagen oder so, sondern wirklich gehen mit dem Gedanken: ach, ich hab grad mal Lust heute so zu laufen.
Bleibt der Hund nicht mit dir stehen, ist er mit seinem Kopf ganz woanders. Da gibst ihm ne Sekunde und kommt nichts von ihm, wackelst du mal ordentlich mit der Leine (die so hin- und her oder rauf und runter schütteln). Das wird er merken, er wird dich anschauen und du wechselst die Richtung wie beschrieben.
Denn wenn sich dein Hund an der Leine auf dich konzentriert, hast du bereits 75% der Miete.

Und noch ein Zitat von Erik Ziemen (ich liebe es): "Soll sich der Hund in seinem Verhalten ändern, muss sich zunächst der Mensch verändern."
Will damit sagen, dass auch du was anders machen musst, sonst wird sich auch dein Hund nicht ändern.
 
Dabei
28 Apr 2013
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#7
Super Text Gundi!!!
Ich befinde mich gerade mit Lønne auch in einer PHase wo nix geht, zumindest laut meinem Perfetionismus.
Er war bis vor 3monaten vorzeigehund. Nun kommen die Hormone und ich bin extrem unsicher und somit er auch. Haben durch Umzug unsere tolle Huschu verloren und bisher keine gleichwertige gefunden. Und erst recht keinen geschirren Hundeplatz :'(
3 Begegnungen mit schwarzem Labbi in der Huschu, wo er 1mal ordentlich vermöbelt wurde, führten zu mehr unsicherheit.

Seid letzter Woche habe ich aber so die Nase gestrichen voll, dass mir nun jegliches Gerede von anderen egal ist. Wir bauen nun alles neu auf und seid ich viiiieeelll entspannter bin- alles ist einfacher.
Auch die Sache Hormonchip macht mir nach Lisas Bericht über Touch keine Angst mehr.
Wir kriegen das hin und sei der Weg auch noch so steinig.

Nun fangen wir in 3 Wochen die therapiebegleithundausbildung an, machen alles schritt für schritt und es wird gelingen :)

Man Hormone sind echt arschlöcher.
 
Dabei
9 Apr 2014
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#8
Hallo Jutta,
ich kann mich allen Anderen nur anschliessen: Verlasse sofort diese HuSchu! Ich bin völlig entsetzt, was ihr in Euren 2 HuSchu´s erlebt habt und es tut mir für Euch beide wirklich leid. Ich muss allerdings auch Julia recht geben: Du musst aus der Passiv-Haltung rauskommen! Dein Bauchgefühl sagt Dir doch eh schon, dass das im Moment alles andere als richtig läuft.
So wie Gundi würde auch ich vorschlagen, dass Du Dir erstmal einen Trainer für ein paar Einzelstunden suchst. Ich schätze, dass bringt Euch beide wieder an einen Punkt, von dem aus Ihr wieder neu aufbauen, bzw. anfangen könnt. Währenddessen besuche doch einfach mal als Gast (aber ohne Hund) verschiedene HuSchu´s um Eindrücke zu sammeln.
Mein Gefühl sagt mir auch, das es für Yuma sehr wichtig ist, positive Hundebegegnungen zu haben. Hat er vll einen oder mehrere Kumpel mit denen Ihr Euch zum Spielen verabreden könnt? Das würde ich dann regelmässig machen, damit er einfach mal nur so die Sau rauslassen kann. Mit diesen Kumpeln kannst Du dann auch mal folgendes testen:

-Ihr geht angeleint zum Treffpunkt
-Hunde sehen sich
-Yuma muss an der Leine Ruhe geben (vll. mit Kommando Sitz, Platz, Steh oder sonstwas, das bleibt Dir überlassen und dabei auf der Leine stehen, ist wirklich -eine gute Methode)
-sobald er Ruhe gibt darf er ohne Leine zu seinen Kumpeln.
-gibt er keine Ruhe, gehe ohne jedes Wort einfach weg - für heute hat sich das Spielen leider erledigt (ich habe aber hin und wieder auch erstmal ein kleine Runde "um den Pudding" gedreht und bin dann nochmal zum Treffpunkt gegangen und habe einen neuen Versuch gestartet. Ganz selten auch mal einen dritten. Zu Anfang brachte das aber gar nichts, erst mit der Zeit, als Miro anfing die Zusammenhänge zu verstehen)

Sinn der Sache ist ganz einfach: Ruhe an der Leine= Belohnung! Yuma darf spielen Keine Ruhe an der Leine= Pech gehabt!

Ich bin mit Miro schon so oft wieder gegangen, es war nicht einfach... Inzwischen klappt es aber wirklich gut.

Ich wünsche Euch alles Gut und viel Erfolg!
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#9
Hallo zusammen.
Das mit dem Hundetrainer und Privatstunden ist auch meine momentane Idee, denn ich wünsche mir, dass ein Trainer uns beim Spazieren gehen beobachtet, da er sich da anders verhält.
Er läuft wirklich gut an der Leine und wenn ich einen Haken schlage, dann ist er auch bei mir. Also das was hier geschrieben wurde von Gundi klappt wunderbar. Das klappte auch immer in der HuSchu, wenn wir beide übten. Nur eben das still bleiben, wenn die anderen Hunde dran waren, da wollte er lospöbeln. aus diesem Grund mache ich auch verstärkt Ruheübungen mit ihm und da muss ich auch sagen, dass wir einen großen Schritt weiter gekommen sind. Bedingt durch den Umzug war viel los bei uns und ihm fehlte als Welpe oft die notwendige Ruhe.

Für mich ist es ja selbst immer wieder ein Rätsel, wie er auf Kommandos hört. Wie er an der Leine laufen kann etc. und dann bei Hundebegegnungen total ausrastet. Er wartet vor dem Napf bzw. ich streue Futter zum Suchen und geht wirklich erst auf Kommando los. Draußen auf dem Feld machen wir das auch und es klappt wunderbar... eben bis ein Hund oder Mensch am Horizont erscheint.
Ach ja, das gestern war doof, denn da hatte ich ihn noch an der Schleppleine und konnte nicht gleich reagieren. Wir machen das immer so (empfehlung der HuSchu) dass wir an der Straße mit normaler Leine und Halsband laufen und da weiß er auch, dass dieses Laufen genau neben mir ist. Auf dem Feld und durch den Wald nehme ich die Schleppleine und da darf er dann auch mal vor und zurück und schnuppern. Rufe ich "Hier", dann kommt er auch zu mir. Das eben hab ich gestern total verpeilt. Ich war gedanklich nicht bei der Sache und da war es zu spät und ich musste ihn quasi an der SL herziehen. Wie gesagt, dass er so schön an der Leine läuft hat die Trainerin auch gelobt. Sie fand es sogar vorbildlich wie wir zusammen die Kehrtwende machen und wir durften es den anderen zeigen, da diese die Wende noch nicht gelernt hatten. - Daher denke ich wirklich, dass wir das Thema "Leine u. Hundebegegnung" neu aufbauen müssen bzw. gezielter einen Weg gezeigt bekommen sollten.

Zur Frage, warum ich nichts unternommen hatte, als sie mit ihm raus ist. Ja, die Frage stellte ich mir auf der Heimfahrt auch. Ich war auch wie angewurzelt. War nicht darauf gefasst... das sind so Momente wo ich echt sprachlos bin und hinterher ist man noch sauer auf sich selbst, weshalb man so passiv war.
 
Dabei
7 Sep 2012
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#10
[OT] Was mir bei dieser HS ebenfalls zu denken gibt: Eine Schlepp sollte man grundsätzlich nur am Geschirr benutzen u. nie am Halsband befestigen. Zudem ist das Spielen lassen mit anderen Hunden an der Schleppleine brandgefährlich u. das nicht nur für den eigenen Hund! Zudem bekommt er hier u.U. Rucke ans Halsband/Geschirr, die für die Erziehung völlig kontraproduktiv sind. Ebenso sollte ein Hund beim Spiel dabei kein Geschirr tragen, weil dort schnell mal Pfoten u. Beine drin hängen bleiben können, was zu unschönen Verletzungen führen kann.[/OT]
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#11
In dem Fall zb warst du viel zu spät. Sein Verhalten beginnt viel, viel früher. Und je eher du das unterbrichst, umso leichter wird es für euch beide. Das Verhalten beginnt schon, wenn ihr den anderen Hund seht, da musst du SOFORT was unternehmen, damit er in dieses Starren erst gar nicht reinkommt und sich da reinsteigern kann.
Auch gilt dieses Fixieren unter Hunden als extrem unhöflich und der andere Hund kann u.U. da schon mal etwas aggressiv reagieren.
Da stellt sich mir die Frage, ob dein Hund wirklich immer Party machen will, oder ob er nicht auch ein wenig rumpöbelt......Jungschnösel halt.....Grenzen testen usw.
Ja, ich denke auch dass das der Grund ist und dass ich zu langsam war, weil er an der SL war. Frage nur: Wie reagiere ich richtig? Verschiedene Trainer, verschiedene Lösungen. (In der ersten HuSchu hatten wir teils 4 verschiedene Trainer und jeder sagte ein wenig anders. Also:
Lösung 1 war: Ablenkung mit Leckerli (sehe ich mittlerweile eher als Bestechung wenn ich die vor die Nase halte und bringt bei ihm gar nichts - die sind ihm egal)
Lösung 2: Wirf Leckerli auf Boden, dass er sie suchen muss (sind ihm auch egal)
Lösung 3: Ruck ihn weg mit der Leine (zieht er dagegen)
Lösung 4: Lass ihn absitzen und er muss neben dir sitzen bleiben - dabei lenke ihn mit Leckerli ab (das funktioniert nicht, da wird er starr wie gestern)
Lösung 5: Kehrtwende ..... dies klappt, aber irgendwann ist man auf der gleichen Höhe wie der Hund, denn ich kann ja nicht den ganzen Weg zurück laufen.... und dann zieht er rüber. Das war auch die Frage an die Trainerin: "wie soll ich mich verhalten, wenn er dann rüber zieht". Mit einem kurzen Leinenruck? Leider gibt es nicht immer die Möglichkeit, dass wir ausweichen können. Gerade wenn die Feldwege nun nass und schmierig sind bleibt da keine Möglichkeit in den Acker. - Auf jeden Fall bleiben wir da dran.
 
Dabei
10 Mrz 2014
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#12
[OT] Was mir bei dieser HS ebenfalls zu denken gibt: Eine Schlepp sollte man grundsätzlich nur am Geschirr benutzen u. nie am Halsband befestigen. Zudem ist das Spielen lassen mit anderen Hunden an der Schleppleine brandgefährlich u. das nicht nur für den eigenen Hund! Zudem bekommt er hier u.U. Rucke ans Halsband/Geschirr, die für die Erziehung völlig kontraproduktiv sind. Ebenso sollte ein Hund beim Spiel dabei kein Geschirr tragen, weil dort schnell mal Pfoten u. Beine drin hängen bleiben können, was zu unschönen Verletzungen führen kann.[/OT]
Hast recht, das mit dem Geschirr beim Spielen gab mir auch zu denken. Bei der ersten HuSchu wurde dies gleich gesagt, dass wir nur Halsband lassen sollen beim Spiel, denn wenn sich die Hunde darin verhaken werden sie z.T. agressiv und können ja nicht flüchten. Die SL war schon am Geschirr, also nicht am Halsband, aber das war wirklich gefährlich, denn Yuma war schneller als die Trainerin reagieren konnte und hat gleich eine andere Frau eingewickelt.
 
Dabei
21 Feb 2011
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#13
Mit Orientierung an der Leine meine ich nicht, dass dein Hund schöne Wendungen mit dir läuft, sondern, dass er mental bei dir ist, deine Stimmungen aufnimmt usw.
Also: du bist ruhig und entspannt, dein Hund registriert das und bleibt selber ruhig und entspannt. Wenn er erst nach dir schaut, bevor er austickt, wenn ein anderer Hund kommt und da mitnimmt: ok, die interessiert sich nicht für den andern, dann muss ich das auch nicht.
Verstehst, wie ich meine?

Ich kann dir leider nicht sagen, was genau du machen kannst....ich kenne weder dich noch deinen Hund. Und solche Sachen sind halt sehr individuell. Das, was bei einem super funktioniert kann bei einem anderen Mensch-Hund Team gar nichts fruchten oder die Situation sogar verschlimmern.
Ich denke, ganz wichtig ist, dass du deinen Hund genau beobachtest und schon merkst, wann er mit dem Verhalten beginnt. Denn oft sind wir Menschen einfach den Bruchteil einer Sekunde zu spät und der Hund ist schon mittendrin im unerwünschten Verhalten.
Du kannst hier im Forum mal nach "Zeigen und Benennen" suchen, damit haben auch ganz viele tolle Erfolge erzielt.

Nicht weit von dir ist die www.hundeschule-dreamteam.de
Setz dich mal mit der Lynn oder der Christl in Verbindung. Die zwei sind echt toll.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei
10 Mrz 2014
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#14
Mit Orientierung an der Leine meine ich nicht, dass dein Hund schöne Wendungen mit dir läuft, sondern, dass er mental bei dir ist, deine Stimmungen aufnimmt usw.
Also: du bist ruhig und entspannt, dein Hund registriert das und bleibt selber ruhig und entspannt. Wenn er erst nach dir schaut, bevor er austickt, wenn ein anderer Hund kommt und da mitnimmt: ok, die interessiert sich nicht für den andern, dann muss ich das auch nicht.
Verstehst, wie ich meine?

Ja, klar, daran arbeite ich gerade und ihr habt mir hier Mut gemacht und es lief gerade richtig gut. Auf dem Heimweg dachte ich schon ich hätte meinen Hund verloren, weil ich nichts mehr an der Leine spürte. Damit will ich sagen, dass er trotz nasser Straße und den vorbeifahrenden Autos ruhig neben mir her lief. Das war noch vor Wochen ein schwieriges Kapitel für uns, denn er zuckte ständig nach den Autos.

Du kannst hier im Forum mal nach "Zeigen und Benennen" suchen, damit haben auch ganz viele tolle Erfolge erzielt.
Du kannst wohl Gedanken lesen, denn das wäre meine nächste Frage gewesen. nämlich ob jemand Erfahrung mit "Zeigen und Benennen" hat, denn das versuche ich seit ca. einer Woche, denn mit "Auto" hat es super geklappt. eigentlich bin ich da intuitiv selbst darauf gekommen. Er sprang immer hoch wenn ein Auto kam und ich hab dann immer "Auto" gesagt und ihn in meine Richtung gelenkt. So kam es dass er ganz von sich bei Fuss läuft bzw. wenn er gerade auf der rechten Seite von mir ist, auf die linke wechselte. Daher war mein Gedanke: WEnn das mit AUTO klappt, dann müsste es auch anders klappen. - Gerade hatte ich den ersten Erfolg mit "Leute"... Wir haben mehrere Fussgänger getroffen und er war viel ruhiger, als wir vorbei gingen.
 
Dabei
13 Feb 2014
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#15
Mir ist grad ganz schlecht als ich das mit deiner Hundeschule las :eek: Was sind denn das für Methoden...
Mein Wurf stammt aus der Nähe von Landshut und ich kenne zwei von Fynns Geschwistern, die dort auch in einer super Hundeschule sind. Wenn du willst kann ich dir mal die Kontaktdaten von ihnen geben. Vielleicht sogar die selbe, die Gundi vorsgeschlagen hat?
 
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