Desensibilisierung Hundeallergie

Dabei
11 Mrz 2014
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#1
Hallo ihr Lieben,

ich hoffe das Thema gibt es noch nicht, habe jedenfalls in der Suche nichts gefunden. =)

Zum Problem:
ich habe Kuzco jetzt seit fast drei Jahren und lebe mit ihm in einer eigenen Wohnung. Nun gibt es da seit einiger Zeit einen Mann in unserem Leben. Soweit alles super, der Haken: er ist allergisch gegen Hunde. So mal den Tag über im selben Raum geht einigermaßen, aber abends merkt er es dann schon (Nase läuft, niesen, Augen jucken). Seine Ärztin hat ihm gesagt, man könne nicht gegen Hunde desensiblisieren. Was mich überrascht, da das laut Internetrecherche eben doch möglich ist.
Hat hier jemand Erfahrungen damit gemacht und kann berichten wie das Ganze abläuft bzw. wie sich die Allergie entwickelt hat?

Vielen lieben Dank!
 
Dabei
31 Okt 2012
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#2
Hallo Kathrin, ich kann Dir meine Erfahrungen dazu schreiben. Die Schwierigkeit bei einer Allergie bei Hunden ist, dass das Allergen (das ein Eiweissstoff in der Haut, Urin und Speichel ist) variert und es daher meistens keine generelle Hundeallergie gibt, sondern immer nur bei bestimmten Hunden . Beispiel: Meine Tante ist auf Hunde allergisch (sogar laut allgemeinen Test hochgradig), auf meine zwei reagiert sie allerdings - zum Glück - überhaupt nicht. Während der Mann meiner Freundin, der auf den eigenen Hund nicht reagiert, auf Emma hochgradig allergisch reagiert und so herausgefunden hat, das er eigentlich gegen Hunde allergisch ist.

Insofern bringt eine Desensiblilsierung wirklich nur etwas, wenn es mit den Haaren (worauf sich ja das Protein befindet) des eigenen Hundes passiert und ja, es ist fraglich ob es selbst dann etwas bringt. Bisher sind die Erfolge wohl mässig. Meine Freundin ist Ärztin mit homöopathischen Schwerpunkt und auch sie hat bei Hundeallergie bisher nur mässig Erfolge. Leider! Wird, soweit mir bekannt ist, bei Hunden auch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Und generell muss man sich bewusst sein, eine Desensiblisierung braucht Zeit, Zeit, Zeit... und man sollte in der Zeit den Allergieauslöser weitgehend meiden, ansonsten bringt die Desensibliserung wenig :( Leider muss ich auch sagen, dass Allergie keinesfalls besser werden wenn man ständig Kontakt hat zum Allergieauslöser, sondern sich verschlechtern.

Eventuell wäre ein guter Homöopath eine Lösung, meine Freundin hat da doch einige Erfolgsfälle, wo sich die Symtome zumindest lindern lassen. Ansonstne hilft nur putzen, putzen, putzen und auf alle Fälle sind bei einem Allergiker Hunde im Schlafzimmer Tabu! Das ist nämlich wo es sich extrem verschlimmert. Bei meiner Tante hat alleine dadurch schon ihre Katzenallergie in Griff bekommen, indem die Miezen nicht mehr ins Schlafzimmer dürfen.

Wünsch Dir viel Glück - ist ne blöde Sache...
 
Dabei
11 Mrz 2014
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#3
Danke für deinen Bericht Yuki. Das klingt ja nicht sehr vielversprechend. :(
Das Schlafzimmer ist für Kuzco eh tabu und in der Wohnung meines Freundes hatte ich ihn auch bislang nicht mit. Eine Homöopathin mit gutem Ruf haben wir hier, die werde ich ihm mal ans Herz legen.
 
Dabei
22 Sep 2014
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#4
Ich kann nicht von Hunden, sondern von Katzen sprechen: auf die zwei Kartäuser meiner Tante habe ich mit roten Pusteln auf der Haut reagiert, bei anderen Katzen gar nicht. Da ich damals sowieso einen Termin beim Hautarzt hatte fragte ich nach und er bestätigte es so, wie Yuki erklärt hat: man ist nicht per se auf jede Katze/ Hund allergisch, sondern auf die Zusammensetzung des einen speziellen Eiweißstoffes :(
 
Dabei
28 Mai 2014
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#5
Meine Mutter hatte früher auch eine starke Hundeallergie (Schuppen und Haare), diese hat sie mithilfe einer Heilpraktikerin gelöst, welche das Problem auf psychischer Ebene mit emdr und Kinesiologie angegangen ist. Auf meinen Hund reagiert sie seither nicht und das nun schon ein halbes Hundeleben lang. ;)
 
Dabei
7 Okt 2014
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#6
Kein Tipp, nur eine Erfahrung: Ich reagiere auf verschiedene Katzen allergisch oder kreuzallergisch (da ich eh auf zig verschiedene Sachen reagiere, habe ich es nie genau testen lassen), dummerweise war eine Katze davon eine von meinen .
Streicheln war schon übel, bürsten fast unmöglich, meine Augen schwollen zu, die Nase wurde dicht und die Bronchien gingen zu.
Ich habe zuletzt immer vorm Bürsten Cetirizin genommen.
Die Katze lebt schon einige Jahre nicht mehr, ich reagiere vereinzelt aber immer noch auf Katzen und Hunde.

An ganz schlimmen, pollenlastigen Tagen, jucken mir mittlerweile sogar die Augen, wenn ich mit meinem eigenen Hund kuschel.
Dann läuft die Histaminproduktion halt auf Hochtouren und ich werde empfindlicher.
Meine Konsequenz war und ist bislang (vwd vermutlich lebenslang) Antihistaminika zu nehmen , Cortisonspray bei Bedarf und sämtlichen Haaren, Pollen und Staubflocken täglich zweimal den Kampf anzusagen.
Im Winter komme ich meist ohne klar, jetzt im Sommer muss ich die Dosis halt erhöhen.
Da aber auch mein Hund und mein Sohn Allergiker sind und ich eh irgendwie auf alles reagiere, nehme ich es mit schwarzem Humor, wenn ich nachts mal wieder mit dem Asthma aufwache, weil eine Katze bei mir am Kopfkissen liegt.
Aber ich verstehe jeden, der das nicht möchte und hoffe, dass sich da irgendwann effektivere Möglichkeiten bieten.
 
Dabei
9 Okt 2015
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#7
Ich kann ebenso wie Finnie Pooh aus Erfahrung sprechen.
Es kommt tatsächlich immer auf das einzelne Tier an bei manchen Hunden und Katzen wache ich nachts auf und bekomme keine Luft mehr wenn ich am Tag 5 Minuten Kontakt hatte bei anderen fängt es sofort an und dann gibt es welche bei denen ich gar keine Probleme habe..

Ich nehme auch ab und zu mal Cetirizin und komme damit sehr gut zurecht obwohl Luke bei uns im Bett schläft. Bis jetzt habe ich nichts außer ganz selten mal die Nase dicht. Was aber nach der Tablette sofort wieder weg ist.

Wenn es etwas effektives dagegen gibt wäre ich auch die erste die hier schreit. :D
 
Dabei
27 Jul 2012
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#8
Ich reagiere zB nur auf kurzhaarige Hunde wie Ridgebacks, Dalmatiner und Co, bekomme innerhalb von Sekunden heftigste Ausschläge an den Unterarmen :/ daher gibt es bei mir nur noch Langhaar...
Allerdings ist es bei mir auch so das ich an manchen Tagen, wenn viel Zeug durch die Lüfte fliegt das Gefühl habe auf meine Hunde zu reagieren.
Bin hochgradig allergisch auf Hausstaubmilben (mein Arzt sagte damals einen so hohen Wert sah er noch nie...) bin damit jetzt im letzten Jahr der Desensibilisierung und muss sagen mir geht es soooo viel besser! Ich habe so gut wie keine Probleme mehr und kann zB mein Bett wieder selber beziehen ohne das Gefühl zu haben zu ersticken. Ich hatte allergisches Asthma und musste immer ein Spray dabei haben, damit ging es, allerdings war es für mich so keine gesunde Lebensqualität.
 
Dabei
11 Mrz 2014
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#9
Vielen Dank für eure Berichte. =)
PinkAussie, das lässt mich ja dann doch wieder ein wenig Hoffnung schöpfen. Wie lange hat es denn bei deiner Mutter gedauert bis sie nicht mehr reagiert hat?
 
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