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Fangen Spielen

Dabei
18 Mrz 2012
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#1
Joey ist ja mittlerweile in der allerschönsten Pubertät und hat ein neues Spiel entdeckt: Fangen spielen. Wenn er irgendwo hin läuft und ich ihm das verbiete, z.B weil er einfach so zu einem anderen Hund gelaufen ist, da ne Tüte rumliegt, mit der er spielen will oder so, läuft es manchmal (nicht immer, oft hört er auch sehr gut auf Nein, außer halt wenn es um andere Hunde geht, aber das ist ja auch schwer, da arbeiten wir zur Zeit ordentlich dran) so ab, dass er anfängt, mich anzubellen und um mich rumzulaufen. Einfangen kann ich ihn dann natürlich nicht, wenn ich das versuche, macht er nur ne Spielaufforderung. Ich mache es jetzt so, dass ich ihn von dem Objekt/Hund wegschicke, mich also zwischen ihn und das stelle, was er will und ihn dann auch von mir wegschicke, wenn er nicht kommen will. ER rennt dann bellend um mich rum, kommt auch nicht mehr auf Kommando (Was er sonst wirklich super macht, er lässt sich aus jeder anderen Situation abrufen) Manchmal legt er sich dann auf Kommando hin und ich kann kommen und ihn ableinen, aber das auch erst nach einiger Zeit. Weggehen nützt nichts, er kommt dann zwar hinterher, treibt das Spiel aber weiter, wegschicken interessiert ihn auch nicht, laut werden hab ich auch schon probiert. Wenn er sobald er sich beruhigt hat auf Zuruf oder auch von selbst kommt kann ich ihn ja schlecht bestrafen, ich nehme ihn dann einfach kommentarlos an die Leine, aber er soll ja lernen, dass er mich so nicht ve***schen kann. Ich habe es jetzt mal so gemacht, dass ich später mit Leine dran die Situation nochmal probiert hab, da ging es z.B um Wälzen in einer toten Maus, da hab ich dann die Leine dran und ihn laufen lassen, er es wieder versucht, ich konnte ihn dann aber in seinem "Wahn" einfangen und es gab nen ordentliches Nein und Griff ins Fell (Nacken). Gerade war es so, dass er zu nem Hund hin ist, auf nein nicht mehr reagiert hat und nachdem ich dazwischen stand das Gleiche abgezogen hat. Nach mehrmaligem umdrehen und weggehen wurde er etwas ruhiger, hat aber noch etwas Zauber gemacht, da konnte ich ihn packen und habe das erste Mal in meinem Leben ihm in den Nacken gepackt und ihn auf den Rücken gedreht- bin da ja kein Freund von, aber ich hab jetzt einfach nach Gefühl gehandelt, bestrafen in dem Sinn war schwer, ich wollte hm einfach zeigen so nicht freundchen, aber keine ahnung, ob das richtig war. Danach hab ich ihn auch mit Leine nochmal auf die Wiese gelassen, da ist er aber dann brav bei mir geblieben, bzw. hat auf jedes Nein (da lagen noch Sachen, an die er dran wollte), super reagiert und kam auch sofort zurück. So, nach dem laaaaangen Text jetzt meine Frage: Denkt ihr, meine Reaktion war korrekt? Was kann ich in so einer Situation machen, außer immer die Schlepp dran haben?
 

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Dabei
15 Mai 2012
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#3
Huhu Anna :)
also genau einen Tipp hab ich auch nicht (wir sitzen schließlich im selben Boot :D), aber ich würde auch die Schleppi dranbehalten!! Ich finde deine Reaktion war gut, hauptsache man steht hinter dem was man tut und macht es nicht zu häufig, vor allem der Situation angemessen!!! Ich kenne zB. jemand, der dreht seinen Hund auf den Rücken, nur weil der nicht beim ersten mal sitz macht... Du weißt was ich meine :)
Mein Bauchgefühl sagt mir jedenfalls, dass er einen Dämpfer gebraucht hat und du ihm den gegeben hast... Brüllen oder allgemein laut werden, finde ich in solchen Situationen auch überhaupt nicht gut! Lieber leise, ruhig und bestimmt!
 
Dabei
31 Okt 2012
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#4
Auch ich würde in so einen Fall nur mehr mit Schlepp arbeiten. Also Du schreibst ja, außer Schlepp - doch ich muss sagen ich hab das Problem damit relativ schnell in Griff bekommen und dann hat der Hund wesentlich mehr Freiraum als wenn das das immer ein Problem bleibt.
Ich finde das hier sehr gut beschrieben und bei mir war das echt die Lösung (auch dass Madam dann mal 3 Wochen ohne wenn und aber an die Schlepp kam)
http://www.border-collie.info/ein-b...t-aus/der-border-und-das-flegelalter-neu.html
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#5
Manu, ich denke auch, dass es in dem Moment richtig war, obwohl ich ja sonst echt überhaupt kein Freund davon bin

Yukiko, ich fürchte auch fast, dass er erstmal an die Schlepp muss...
 
Dabei
11 Nov 2012
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#6
ohne Schleppleine wirst du das nur lösen, wenn du ihn wirklich eiskalt ignorieren und einfach deines Weges gehen kannst, keine Kommandos geben, nicht angucken, nicht ansprechen, aber loben, wenn er selbständig wieder zu dir ran kommt. Lässt die Spaziergehumgebung das zu? Wenn nicht, hast du das problem, dass du auf ihn einwirken MUSST, und jede Form von Einwirken/Ansprache usw. macht es nur schlimmer...

Ich weiß leider sehr genau, wovon ich rede, schleppe dieses Problem bei meinem Rüden seit 4 Jahren rum.

Bei uns gehts wirklich nur so, entweder ich habe die Möglichkeit, ihm in dieser Situation völlig ignorieren zu können oder er muss an die Schleppleine. Wenn die Schleppleine schleift, reicht dies in der Regel schon (Ausnahmen bestätigen die Regel), er hat also Freilauf, aber mit "Reißleine".
Die Sache beim Aussie ist ja die: die sind einfach verdammt clever und die lesen einen sehr genau. Sie wissen also immer, wann sie was machen können... Meiner ist das, was man "leinenschlau" nennt. Er kann auch die Länge der Schleppleine einschätzen und entsprechend mehr Abstand halten, sodass man nicht ans Ende kommt (wenn man dieses nicht in der Hand hält).

Bei Bela ist das Verhalten so tief verankert, dass es sehr schnell zum Vorschein kommt, wenn Situationen kritisch werden. Er ist extrem sensibel und er entzieht sich so der Situation. Nicht schön und ich habe dafür auch noch keine endgültige Lösung gefunden.

Angefangen hats bei ihm mit ca. 6/7 Monaten. Entstanden ist es anscheinend durch eine Fehlverknüpfung (ich haue zu einem Hund/Sch*** im Gebüsch ab, Frauchen ruft mich, ich komme nicht, sie wird sauer --> ich bleibe lieber weg ---> sie wird nervös........). Es wurde mit der Zeit langsam besser (auch wenn wir viele viele Rückfälle hatten), aktuell ist es wieder da, in einer Intensität, die mich schockiert, aber ich muss damit klarkommen. Es gibt Situationen, da traut er mir nicht. Auch wenn ich eigentlich sagen würde, dass unser Verhältnis gut ist, aber bei einem hypersensiblen und hochintelligenten Hund und einem Frauchen, das leider oft viel zu verkrampft und verkopft ist, kann sowas leider entstehen..

Daher: lieber einmal mehr die Schleppleine dran und das Verhalten wirklich auslöschen, indem er keine Chance mehr dazu bekommt. Oder eben den extremen Weg gehen: mir doch egal, was du machst, ich gehe auch ohne dich nach Hause! Aber wer kann das schon? Ich nicht...
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#7
Naja, ignorieren stört ihn meistens nicht, außerdem will ich ihn ja in seinem Verhalten unterbrechen, wenn ich ihm was verbiete- gehe ich dann einfach weg und ignoriere ihn, macht er das ja weiter und ich habe ihm nur gezeigt "die sagt zwar nein, aber wenn ich nur genug Aufstand mache, geht sie und lässt mich machen", das find ich jetzt nicht so glücklich.
Wenn er einfach nur so nicht kommt gehe ich schon weg und ignoriere ihn eiskalt, wenn ich ihn nicht holen kann, da hab ich kein Problem mit ;) Aber das ist wie gesagt nicht das Thema, er kommt sehr zuverlässig auf Zuruf
 
Dabei
11 Nov 2012
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#8
also das mit dem Ignorieren war darauf bezogen, wenn es schon soweit ist, dass er mit dir "Fangen spielt".
Natürlich musst du ungewolltes Verhalten im Freilauf abbrechen. Aber das würde ich dann wirklich an der Schleppleine trainieren, denn er hat ja schon raus, wie er dich "veräppeln" kann.
Mit meiner Kleinen mache ich es so, dass ich, wenn ich ihr gerade etwas verboten habe (ein Stöckchen aufnehmen o.ä.), sie sofort lobe und zu mir rufe, damit ich sie bei mir (weg vom Objekt) belohnen kann. Also vom bösen "nein" schalte ich sofort wieder um auf "feiiiines Mädchen". Ich hoffe, dass das weiterhin so gut klappt wie bisher ;-)
 
Dabei
18 Mrz 2012
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#9
das funktioniert ja auch alles meistens- nur in ganz besonderen situationen nicht, dann dreht er so durch. sonst hört er auf jedes nein. ignorieren habe ich da ja auch schon versucht, funktioniert nicht ;)
 

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